70 Millionen Umsatz mit püriertem Obst und Gemüse | Nicolas Lecloux von true fruits bei Mittelstars

Shownotes

Vom Saftladen zum Marktführer: Nicolas Lecloux von true fruits bei Mittelstars

Nicolas Lecloux ist bei den Mittelstars zu Gast und damit einer der bekanntesten Köpfe hinter der Smoothie-Marke true fruits, dem europäischen Marktführer im Premium-Segment. Gemeinsam mit seinen Co-Foundern machte er aus einem Uni-Projekt eine Kultmarke, die heute in mehreren Ländern Umsatz in Millionenhöhe erzielt und den Markt für Smoothies mit klarer Haltung aufmischt. 100 Prozent Frucht, keine Zusatzstoffe, keine Tricks. Nicolas spricht darüber, wie wichtig Ehrlichkeit, Transparenz und Produktqualität für den Erfolg sind und warum manche Entscheidungen bewusst gegen die gängige Industrie-Logik getroffen wurden.

Im Gespräch zwischen Nicolas Lecloux und Host Marcus Seidel geht es über den Weg von der ersten Idee bis zum Marktführer, über mutige Kampagnen, selbstbewusstes Branding und die Frage, wie man in einer gesättigten Branche trotzdem auffällt. Nicolas teilt seine Learnings zur Markenführung, zum Marketing ohne Angst und zum Unternehmertum im Lebensmittel-Bereich. Eine Folge für alle, die wissen wollen, wie man eine starke Marke baut, aus Kritik Kapital schlägt und mit klarer Vision nachhaltig wächst.

Nicolas zeigt, worauf es wirklich ankommt, wenn man Kunden überzeugt statt sie zu manipulieren, warum die Glasflasche ihr stärkstes Design-Statement ist und wie aus Leidenschaft, Beharrlichkeit und gesunder Naivität ein Marktführer entstehen kann. Absolut hörenswert für Gründer, Marketing-Interessierte und alle, die verstehen wollen, wie Branding und Qualität am Ende über Erfolg entscheiden.

Im Podcast spricht Nic über

  • wie true fruits vom Uni-Projekt zum Smoothie-Marktführer wurde
  • warum wahre Qualität und Transparenz stärker sind als Werbeversprechen
  • wie gutes Branding entsteht und warum Mut im Marketing unverzichtbar ist
  • warum Glasflaschen Teil der Markenidentität wurden
  • seine persönlichen Learnings aus zwei Jahrzehnten Unternehmertum im Food-Bereich

Eine Folge voller ehrlicher Einblicke, Unternehmergeist und Markenintelligenz.

Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen

  1. wie man eine starke Marke in einer gesättigten Branche aufbaut
  2. warum Produkte mit Haltung erfolgreicher sind als Marketing ohne Seele
  3. wie aus Frucht pur eine Lovebrand entstand, die heute europaweit Marktführer ist

Unbedingt reinhören – exklusiv bei Mittelstars!


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Carlsquare ist eine partnergeführte Tech-Investmentbank mit 13 Büros in Europa und den USA. Seit der Gründung im Jahr 2000 in Hamburg hat Carlsquare mehr als 600 Transaktionen erfolgreich abgeschlossen und unterstützt Unternehmer und Investoren weltweit bei der Erreichung ihrer strategischen Ziele. Mit einem starken globalen Netzwerk und breiter Sektor-Expertise begleitet Carlsquare Mandanten von Kapitalbeschaffung über strategische Partnerschaften bis hin zu Exits und Börsengängen.

Mitgründer Mark Miller war zudem nicht nur Gast in unserer Folge Nummer 2, sondern verbindet eine mehr als zehnjährige enge Freundschaft mit Marcus Seidel.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir haben natürlich gedacht, dass die Leute drauf gewartet haben.

00:00:02: Weil was du sonst im Regal gesehen hast, war einfach Mist.

00:00:06: Und wir dachten, das wird ein Spaziergang.

00:00:07: Wir machen endlich mal Saft geil.

00:00:08: Wir waren am Ende, waren so Mitte sechsundzwanzig, waren alle drei gesammtschuldig, mit einer Million Euro verschuldet.

00:00:14: Ich glaube, da habe ich angefangen, meine Haare zu verlieren.

00:00:16: Du trittst dir als Gründer nicht an, dass du den billigsten Smoothie machen willst und willst den geilsten machen.

00:00:20: Und nichts weniger haben wir verfolgt.

00:00:27: Ehrlich, direkt und ungefiltert.

00:00:30: Von und mit Markus Seidel.

00:00:33: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Mittelsstars-Podcasts.

00:00:36: Mein Name ist Markus Seidel und heute zu Gast ist Nicle Clou von der Firma True Foods.

00:00:41: Er

00:00:42: führt also mit seinen beiden Mitgründern einen richtigen Saftladen, hat diese Marke mit zahlreichen Schutzstorms und auch mit Eigenkreationen wie der Einhorn-Kotzer aufgebaut und das zum Marktführer für Smoothies in Deutschland.

00:00:52: Herzlich willkommen, Nic.

00:00:53: Hey, vielen Dank für die Einladung.

00:00:55: Ja, sehr, sehr gern.

00:00:56: Ich hab dich ja schon vor langer Zeit eingeladen.

00:00:58: Du warst einer der ersten Gäste, die bei uns auf der Shortlist waren.

00:01:00: Oh, vielen

00:01:01: Dank.

00:01:01: Ja, weil ich sehr beeindruckt bin von eurem Marketing.

00:01:03: Kannst du kurz was über dich erzählen?

00:01:04: Ja, mein Name ist Nick.

00:01:06: Ich bin vierzig Jahre alt, hab drei Kinder, bin verheiratet, hab einen Pudel, Mini-Golden-Doodle-Hund.

00:01:16: Ja.

00:01:16: Das

00:01:16: ist ja krasse Gemeinsamkeiten, haben wir alles auch.

00:01:18: Ich habe auch Hund und drei Kinder und so und ich bin auch vierundvierzig.

00:01:21: Bist du also ein Achtziger-Baujahr?

00:01:22: Ein

00:01:22: Achtziger-Baujahr.

00:01:23: Gutes Baujahr.

00:01:24: Muss ich eben kurz nachrechnen.

00:01:25: Und ihr habt True Foods auch?

00:01:26: Was macht True Foods?

00:01:27: Beschreibt mal kurz das True Foods mit.

00:01:28: Ja, wir machen Pyritis Obst in Flaschen oder damit sind wir groß geworden, also mit Smoothies und auch Ingwer-Shots und haben mittlerweile auch, ja, so eine Art, wir nennen es No Lemonade, also eine Art Lemonadenprodukt, das mir persönlich auch sehr, sehr gut schmeckt leider.

00:01:46: Und ihr macht es in diesen, also man kennt eure Smoothies, weil die relativ bunzend, wie ich finde, in Glasflaschen.

00:01:53: Genau.

00:01:54: Und habt ihr jetzt auch die Limonade?

00:01:56: Alles, was ihr macht, ist in Glasflaschen drin, glaube ich.

00:01:57: Ja, absolut.

00:01:58: Wir sind große Glasfans.

00:01:59: Und ihr macht es schon seit fünfzehn Jahren?

00:02:01: Fast zwanzig.

00:02:02: Das nächste Jahr im Juli werden es zwanzig Jahre.

00:02:04: Okay.

00:02:05: Und ihr seid Marktführer in Deutschland mit dem Thema, seid aber auch in anderen Ländern aktiv?

00:02:09: Genau.

00:02:09: Frankreich, Spanien, Österreich und Schweiz.

00:02:11: Und ihr haut jenseits der Fünfzig Millionen Flaschen im Jahr raus.

00:02:15: Ja, kann man sagen.

00:02:16: Krass.

00:02:17: Okay, also ganz, ganz viele Fragen.

00:02:19: Aber wir fangen erst mal eine Standard-Fragen an.

00:02:22: Wolltest du immer Unternehmer werden, kommst du aus dem Unternehmerhaushalt?

00:02:25: Nein, überhaupt nicht.

00:02:26: Meine Eltern sind beide brave Angestellte gewesen.

00:02:29: Ich hatte keinen coolen Onkel, der Unternehmer war oder sonst irgendwas.

00:02:32: Also bei mir alle brav angestellt.

00:02:34: Ich bin auch ehrlicherweise... Nur studieren gegangen, weil meine Mutter gesagt hat, hier ist doch nur gute Idee.

00:02:39: Ich hatte keinen Plan, was ich machen soll.

00:02:41: Und hab immer schon gern Sprachen und so, hatte ich ein kleines Talent für.

00:02:45: Und dann meinte meine Mutter, komm hier, mach mal BWL, damit kann man später viel machen.

00:02:50: Und ich war so ein Kind, ganz braver Junge, hab dann gesagt, okay, klingt vernünftig irgendwie, hat auch keine bessere Idee.

00:02:57: Bin dann noch zur Bundeswehr gegangen.

00:03:00: Vom Studium, ja, genau.

00:03:02: Ich war bei den Fahrtwintern.

00:03:03: Und ich dachte, das ist so ein Ding, wie Fahrtfinder, bis viele Natur draußen nur halt ...

00:03:10: Fahrtfinder nur mit Anschein.

00:03:11: Mit Anschein und Tarnflag.

00:03:12: Ja, mit dem Anschein, das hab ich nicht so vorher gesehen, aber es war dann genauso.

00:03:16: Ich hab da auch nicht gut reingepasst.

00:03:19: Aber du hast durchgezogen?

00:03:20: Ja, gut, das ist zehn Monate, das kriegst du hin.

00:03:22: Er ist durchgezogen, ja.

00:03:25: Hast

00:03:25: du irgendwas in deiner Kindheit mal gedealt?

00:03:27: Also so irgendwie unternehmerische ... Ursprünge oder unterlegungische erste Schritte?

00:03:33: Wirklich, also bei mir war's Marco.

00:03:35: Marco und Inga waren im Auslandsemester hatten, haben Smoothies da, zwei tausendfünf gesehen.

00:03:41: Deine Mitgründer.

00:03:41: Meine Mitgründer.

00:03:42: Und mein, ich hab überhaupt keinen Auslandsemester gemacht.

00:03:46: Richtig traurig.

00:03:47: Ich war bei Judith Packard in Böbling bei Stuttgart.

00:03:49: Hab so ein Praxissemester gemacht, weil das Kohle gab.

00:03:52: Ja, Geld, Geld, Geld.

00:03:55: Ja, hab... Und dann schrieb mir Marco, glaub ich, da saß ich vermutlich unter Drogeneinfluss auf meiner Terrasse in Böblingen.

00:04:04: Und das darf man mittlerweile sagen.

00:04:06: Ist ja erlaubt.

00:04:07: Ist ja erlaubt, ja.

00:04:08: Kommst

00:04:08: du ein bisschen auf die Drogen an, hab ich gehört, aber generell... Ja,

00:04:10: es war vermutlich Marihuana.

00:04:12: Also, war's mal als Student halt dann so, sich... Müsste noch mal anfangen, oder nein?

00:04:17: Nein, nein, nein.

00:04:18: Auf jeden Fall schrieb mir, das weiß ich noch, wie gestern, schrieb mir Marco, sag mal einen coolen Namen.

00:04:24: für ein Fruchtsaft.

00:04:26: Und ich war ja wahrscheinlich schon ein bisschen dicht und dachte, was für eine merkwürdige Frage.

00:04:31: Aber ich war von Marco so einiges gewohnt und dachte so, ja, okay, okay, Name.

00:04:36: Und dann habe ich, ich weiß nur, was ich geantwortet habe, frutilicious, habe ich geantwortet.

00:04:41: Ja.

00:04:42: Und Marco antwortete sofort, nein, nix erfunden, keine Fantasienamen.

00:04:47: Und ich so, okay, und ich weiß gar nicht.

00:04:50: Ehrlicherweise hört da meine Erinnerung auf.

00:04:52: Aber ihr habt zusammen BWL studiert?

00:04:54: Ja, alle

00:04:55: drei.

00:04:55: Und es hätte schon passieren können, dass ihr zusammen gründet.

00:04:58: Das waren aber noch so die ganz frühe Phase, wo ihr euch einfach gegenseitig ein bisschen... Nein,

00:05:03: ganz ehrlich.

00:05:03: Also, ich glaube, Marco wollte Unternehmer werden.

00:05:07: War immer schon, hatte schon als Kind auch dann so die GmbH-Geschäftsführer-Zeitung abonniert und sowas, also mit sechzehn oder so.

00:05:13: Ich glaube, die beiden haben dann im Auslandssemester ja ein Produkt, entdeckt Smoothies und waren total verliebt und... haben dann einfach belegt, wir machen das.

00:05:22: Und da komme ich dann so ins Bild.

00:05:24: Ich weiß bis heute ehrlicherweise nicht genau, warum sie dachten, ich glaube doch, ich ahne es.

00:05:29: Also ich war so eine Labertasche, bin es immer noch vermutlich.

00:05:33: Und sie dachten so, pass auf, wir brauchen Vertriebler.

00:05:36: Mark und Inge haben nicht so Bock auf Vertrieb und dachten dann, dass ich das ihr machen könnte.

00:05:41: Du brauchst ja so einen, der labern kann irgendwie.

00:05:44: Und dachten, das könnte ich sein.

00:05:47: Und so bin ich, glaube ich, in diese Kombureien geraten.

00:05:49: Aber bevor Marco mich fragte, ob ich nicht mitmachen möchte, hatte ich null... Also das war ja auch, habe ich gerade schon vorgespräch gesagt, als wir gegründet haben, war Gründen nicht cool.

00:06:00: Das war in dem Jahr zwei Tausend Fünf haben wir angefangen, so aus dem Studium raus, als Praxisprojekt.

00:06:07: Und das war vor Facebook und etc.

00:06:10: vor den ganzen Tech Bros.

00:06:11: Ich glaube, das waren auch die Anfangszeiten eher der Sammerbrüder.

00:06:13: Da haben die, glaube ich, gerade so Alandro, wenn die überhaupt aufgebaut und verkauft und sowas.

00:06:17: Da war ein Deutschlandgründertum in den Startlöchern, aber es gab noch nicht diese Rollmodels mit manngründet und Finanzierung, hundert Millionen und Exits für fünfhundert Millionen.

00:06:27: Das heißt, ihr habt denn irgendwann im Studium beschlossen zu gründen?

00:06:31: Ja, die beiden kamen zurück aus ihrem Auslandssemester und sagten so, ey, das müssen wir machen, das ist eine Marktlücke hier.

00:06:35: Hier macht das irgendwie keiner, wir machen das jetzt einfach.

00:06:38: Und es war völlig klar, dass ihr quasi nicht einen Saftladen aufmacht und frisch Smoothies herstellt, sondern die hatten im Ausland schon, damals gab es, wen gab es im Ausland?

00:06:46: Genau,

00:06:46: es gab verschiedene Brands, Naked, Innocent, You Name It, also es gab in UK, in Großbritannien gab es schon eine richtige Category, sag ich mal dazu, also verschiedene Anbieter, verschiedene Gewindegrößen, verschiedene Geschmacksorten.

00:06:58: Und die beiden hatten wahrscheinlich verkatert auf der Suche nach ein paar Vitaminen.

00:07:02: Die haben am Tag nach dem Gelage entdeckt, haben sich verliebt und haben dann recherchiert und festgestellt, dass Innocent zum Beispiel auch von drei Studenten gegründet wurde und dachten sich dann wahrscheinlich so, Moment mal, das gibt es bei uns nicht.

00:07:16: Das ist so erfolgreich hier.

00:07:18: Dann machen wir das einfach.

00:07:19: Und dann habt ihr es gemacht?

00:07:20: Ja, und dieser gesunde Größen-Wahntin, sag ich mal, der hat dann dazu geführt, dass ... Wir sind dann auch erst mal an der FH so ein bisschen rumgereicht worden.

00:07:30: Wir wollten gründen an der Betriebswirtschaftsfachhochschule.

00:07:34: Genau, erzähl mal bitte von dem Professor und von dem Chemiker.

00:07:37: Das war ganz witzig.

00:07:39: Wir sind damals zu unserem Lieblingsproff gegangen und haben gesagt, hey, wir wollen uns selbstständig machen.

00:07:43: Wie geht das?

00:07:44: Hatte uns angeguckt und gesagt, ja, keine Ahnung.

00:07:46: Ich bin Professor für Volkswirtschaftslehre.

00:07:49: Kein Plan.

00:07:51: Und heute ist das lustig, aber das zeigt ganz gut, wie das damals so, wie der Vibe so war, was Gründung angeht.

00:07:58: Also die Erfahrung hat auch den Auftrag, sozusagen mal Management für den Mittelstand auszubilden, also gar keine Unternehmer unbedingt zu erzeugen.

00:08:07: Und dann warst du schon so ein bisschen ein Alien, meinetwegen, aber Marco war da superartnäckig und wir haben uns dann so durchgefragt, dann gab es irgendwie ein neueröffnetes Gründerzentrum.

00:08:16: haben wir uns vorgestellt.

00:08:17: Dann haben die gesagt, ihr seid jetzt die Ersten.

00:08:20: Wir wissen es nicht genau, aber macht doch mal ein Praxisprojekt daraus.

00:08:24: Und so haben wir gestartet.

00:08:24: Als Praxisprojekt.

00:08:26: Keine unserer BWL-Freunde wollte mitmachen.

00:08:27: Das heißt, am Ende waren irgendwie so zwei, drei Biologen einen Chemiker, die mitgemacht haben.

00:08:32: Den Chemiker haben wir dann gleich gefragt, so, hey, wie stellt man eigentlich Lebensmittel her?

00:08:36: Wir können das ja... Wir haben keinen Plan, wie man einen anderen schält.

00:08:40: Da muss ja irgendwie einen Plan geben.

00:08:43: Und dann meinte der so, ich bin fünftes Semester.

00:08:45: Kurz vor Schluss, ich kann euch eine Kläranlage bauen, aber Lebensmittel kein Plan.

00:08:51: Und da habt ihr gedacht, das genau unser Mann.

00:08:52: Da habt ihr gesagt, ja, schön, dass du dabei bist.

00:08:56: Scheiße.

00:08:57: Wir haben ja gegoogelt.

00:08:58: Wir Deutschen lieben ja Experten.

00:09:00: Wir lieben jemanden, der uns sagt, wie es gemacht wird.

00:09:03: Wir sind da nicht anders gewesen, als haben wir gegoogelt nach Fruchtsaft-Guru.

00:09:07: Wir dachten, es muss irgendein Guru geben, irgendein Experte.

00:09:10: Für Fruchtsaft, die da gibt es natürlich auch.

00:09:13: Und das ist ein Studiengang, den du studieren kannst an Lebensmitteltechnologie.

00:09:17: Das ist so ein Studiengang, kannst du auch einen Techniker machen, aber kannst du auch einen Meister machen, aber kann man auch studieren.

00:09:23: Und dann haben wir den Fuchs auf Google.

00:09:25: Professor Dr.

00:09:26: Binnig, lebt leider nicht mehr, haben wir angeschrieben, der damals unterrichteten Trier, war da Fachbereichsleiter und haben den gebeten um so einen Platz in seiner Sprechstunde.

00:09:35: Und er hatte gar keinen Bock auf so drei PWLer von irgendeiner fremden FAD, die er überhaupt nicht kannte.

00:09:41: Aber auch da haben wir wieder ein bisschen genervt und dann durften wir hin.

00:09:45: und dann haben wir uns da hingesetzt und haben gesagt, ja, wir würden gerne Smoothies auf den Markt bringen, so, ob er uns sagen könnte, wie das geht.

00:09:52: Er hat ja gelacht, sehr erfrischend, sehr lange gelacht und wir gucken uns schon so an, so, hey, wir sitzen ja noch hier.

00:09:59: Und er so, ja, das, was ihr von mir wissen wollt, dafür studieren meine Ständen hier drei Jahre lang oder vier Jahre lang auf Diplom.

00:10:06: Wir haben noch zwanzig Minuten, vielleicht können sie uns die kurze Version geben.

00:10:10: Kann

00:10:10: man das aufschreiben vielleicht?

00:10:12: Genau, so lief es auch.

00:10:13: Der hat dann einfach Monolog gehalten, eine halbe Stunde lang und wir haben einfach nur mitgeschrieben ab und zu meiner Rückfrage.

00:10:18: Und der hatte so drei große Tipps für uns.

00:10:20: Also ich habe nur so drei Sachen im Kopf.

00:10:22: Das erste war, macht es nicht selbst, ne?

00:10:24: Ihr seid Dove BWL'er, das geht in die Hose, sucht euch im Gottesnamen jemanden, der das für euch abfüllt.

00:10:31: Und das fand wir nicht so cool im ersten Moment, weil wir natürlich diese billige Qualität da aus einem Supermarkt kannten.

00:10:37: Wir wollten ja was ganz anderes und dachten wir so, wenn wir dieselben Leute fragen, die es jetzt schon machen, da kann ich nicht was anderes bei rauskommen.

00:10:43: Das ist ja irgendwie Quatsch.

00:10:45: Aber er meinte, hey, der Teufel schickt im Detail.

00:10:49: Habt ihr sechs Millionen Euro?

00:10:50: Wir natürlich, nein.

00:10:51: Wir kommen alle aus normalen, einfachen Verhältnissen.

00:10:55: Ich kannte niemanden, der hunderttausend Euro besitzt.

00:10:57: Also, geschweige denn sechs Millionen Euro, was du damals für so eine Kronis-Apfelanlage gebraucht hättest.

00:11:03: Heute werden es fünfzehn sein, zwölf, ich weiß es nicht genau.

00:11:08: Also, ne, so eine Anlage, viele Edelstahl, sehr teuer.

00:11:12: viel Technologie hatten wir nicht und meinte ihr müsst euch jemanden suchen, der es für euch abfüllt.

00:11:16: Es gibt auch, Lohnabfüllung ist in Deutschland auch jetzt nicht unüblich.

00:11:19: Also jeder Apfel, jeder Bauer der Äpfel hat, muss ihr irgendwie, oder wenn er sie pressen lassen will, hat in der Regel nicht die Anlage dafür.

00:11:27: Das hat dann ein Bauer im Dorf, hat das dann gemacht und zu dem bringen alle ihre Äpfel.

00:11:32: Und der hat dann irgendwann aufgehört, Bauer zu sein und ist jetzt Abfüller.

00:11:34: Und es gibt also eine gute Struktur auch von sogenannten Lohnabfüllern in Deutschland.

00:11:38: Und der zweite Tipp, den er uns gegeben hat, der Professor Binnig war Nehmkonzentrate.

00:11:44: Ist viel billiger.

00:11:46: Was ihr da machen wollt mit so Direktseften und Pürees.

00:11:49: Das ist viel zu teuer.

00:11:50: Die Leute schmecken den Unterschied eh nicht.

00:11:52: Und es war mir natürlich total ungeil, aber er war natürlich der Fuchsatzexperte.

00:11:58: und das dritte war, wir sollten PET nehmen, die ganze Branche würde gerade Richtung PET und Katonage gehen und Glas, also das würden jetzt nur die ganz Altbacken machen, also es würde eine aussterbende Verpackung und... Wir würden es uns dadurch unnötig schwer machen, auch einen Apfüller zu finden.

00:12:15: Wer jetzt Truthwoods kennt, weiß, was haben wir davon beherzigt, worauf haben wir nicht gehört.

00:12:20: Das beeindruckt mich übrigens im Rückblick total, dass vor allem Marco da, die diese Klarsicht hatte, dass der Typ war ein Techniker, exzellenter Typ, aber hatten natürlich auch keine Ahnung von Marketing und Packaging ist nun mal irgendwo auch Marketing.

00:12:35: Wir haben also das mit dem Direktsaft und der Glaswasche beibehalten, aber wir haben einen Apfüller gesucht.

00:12:42: Werbung.

00:12:44: Als Unternehmer oder Unternehmerin kommt irgendwann fast jeder an diesem Punkt.

00:12:48: Man überlegt, wie es mit dem eigenen Unternehmen weitergeht, ob man frisches Kapital braucht, um schneller zu wachsen oder es Zeit ist, einen starken Partner an Bord zu holen, gegebenenfalls steht sogar ein Teil oder Gesamtexit im Raum, vielleicht irgendwann auch ein Börsengang.

00:13:02: Genau an dieser Stelle entscheidet sich unglaublich viel, denn solche Prozesse sind komplex, emotional und oft einmalige Chancen.

00:13:10: Und da macht es einen riesigen Unterschied, ob man sie alleine angeht oder mit dem man an der Seite, der den Markt kennt, die richtigen Kontakte hat und dem Prozess strukturiert, durchführt.

00:13:20: Und genau da kommt der Partner unserer heutigen Folge Car Square ins Spiel.

00:13:24: Cardsquare ist eine partnergeführte M&A-Beratung, mittelständisch geprägt und trotzdem global aufgestellt.

00:13:30: Sie haben schon zahlreiche Unternehmer und Unternehmerinnen begleitet, darunter auch viele unserer Mittelstars wie Oliver Winter, Sabrina Spielberger, Jörn Windler oder Mia Silvermann.

00:13:39: Mit Ihrem internationalen Netzwerk und tiefen Branchenohau, insbesondere in den Bereichen Software, E-Commerce und Life Sciences, navigieren Sie Ihre Mandanten durch jeden Schritt.

00:13:49: Von Kapitalbeschaffung über die Suche nach strategischen Partnern bis hin zu Exits oder IPOs.

00:13:55: Und das Besondere?

00:13:56: Ihr arbeitet bei Cardsquare immer direkt mit einem Partner zusammen, unterstützt von einem extrem motivierten, bestens vernetzten Team, das wirklich Lust hat, euer Projekt erfolgreich zu machen.

00:14:04: Wenn ihr also gerade überlegt, was der nächste große Schritt für euer Unternehmen sein könnte, dann sprecht mich gerne an.

00:14:10: Ich stelle den Kontakt her oder ihr klickt einfach auf den Link in unseren Schonots.

00:14:15: Und ganz nebenbei, der Gründer von Karlsquer, Marc Miller, war übrigens auch einer meiner ersten Gäste im Podcast, nämlich bereits in Folge zwei.

00:14:22: Wir kennen uns seit über zehn Jahren und genau deshalb freue ich mich besonders, Karlsquer heute als Partner meiner Seite zu haben.

00:14:28: Und jetzt zurück zum Podcast.

00:14:34: Da muss ich vorwegnehmen, das haben wir vorhin ganz kurz im Vorgespräch schon geklärt.

00:14:36: Mit dem Wissen, was du heute hast, hättet ihr das Unternehmen niemals gebaut.

00:14:41: Das

00:14:41: heißt, das nicht vorhandene Wissen hat euch auch geschützt und hat euch ja diese Risiken eingehen lassen und euch auch so arbeiten lassen.

00:14:46: Ja,

00:14:46: die Solidität hatte ich einfach auch Dinge machen lassen, wo man heute wüsste, das wird so super schwierig, die Chance zu scheiden ist viel zu groß.

00:14:54: Also mit einer Nullahnung irgendwas im Handel zu verkaufen.

00:15:00: Wahnsinn.

00:15:01: Es

00:15:01: ging ja so mit diesen drei goldenen Tipps daraus.

00:15:04: Kole, wie sah es da aus?

00:15:05: Hatten

00:15:05: wir natürlich auch nicht.

00:15:07: Ich glaube, Marc hatte sich mal beworben, um hunderttausend Euro bei der Sparkasse, um einen Kaffee an der Fahre zu machen.

00:15:13: Eines, das geilen Kaffee macht.

00:15:15: Solch Studentenwerk Bonn.

00:15:16: Damals war es einfach nicht geil, muss man dazu sagen.

00:15:18: Gott sei Dank hatte den nicht bekommen, weil er keine Bürgschaft irgendwie hervorzaubern konnte.

00:15:22: Da standen wir wieder für den Problem.

00:15:24: Keine Kole.

00:15:25: Wir kannten auch keinen, der reich ist.

00:15:28: Und wir hatten aber Glück, wir haben bei so einem Businessplanwettbewerb mitgemacht.

00:15:32: Und da haben wir den zweiten Platz belegt.

00:15:35: Nicht mal den ersten, aber den zweiten Platz.

00:15:36: Gab irgendwie fünftausend Euro Preisgeld.

00:15:38: War mega für uns.

00:15:39: Weißt

00:15:39: du noch, wer der erste war?

00:15:41: Ja, so ein Typ, der Kunststoff um dreißig Prozent leichter gemacht hat.

00:15:45: Also irgendwas, das auch total bahnbrechend war.

00:15:47: Also war auch so Professor, Doktor, Doktor und sowas.

00:15:49: Cool.

00:15:50: Und wir waren so zweiter Platz und waren so, ja, kein Professor dabei, kein Doktor dabei.

00:15:55: Das ist auch... Also... Und das ist aber der Grund, weil das halt so eine bescheuerte Idee war, ja, flüssige Obstsalat, so, hey, haben wir ein bisschen Presse gehabt.

00:16:04: Also, weil es natürlich auch einfacher zu erzählen ist, als irgendwie Polymer, der leichter ist, hast du einfach so eine Dove-Geschichte irgendwie, so lustige Geschichten, Saftladen einfach.

00:16:13: Hatte

00:16:13: da schon mal fünftausend Euro, aber ich glaube, ihr braucht mehr.

00:16:16: Nee, nee, genau.

00:16:17: Die Inge hatte den Businessplan geschrieben als Diplomarbeit.

00:16:20: Und

00:16:21: ich mein... Wir hatten keine Erfahrung im Business Plan Schreimer, aber selbst in dem Stand.

00:16:25: wir brauchen drei hunderttausend Euro.

00:16:27: Das war so.

00:16:28: Also das Wort Bootstrap gab es damals noch nicht, aber das war der Bootstrapigste Business Plan aller Zeiten.

00:16:36: Mein erstes oder unser erstes Gehalt waren achthundert Euro die ersten Monate bei True Fruit.

00:16:41: Das ging damals noch ohne Mindestlohn.

00:16:44: Das geht heute gar nicht mehr.

00:16:47: Und so Praktikanten bekommen mittlerweile mehr.

00:16:49: Mein erstes Gehalt war ein achtenund Euro.

00:16:51: Ehrlicherweise davon wird auch nicht viel abgezogen.

00:16:55: Ich bin damals mit meiner damaligen Freundin, heute Frau, zusammengezogen in Siegburg in eine kleine Bude.

00:17:00: Wir haben uns die Miete geteilt.

00:17:02: Ging alles, aber große Sprünge haben wir natürlich nicht gemacht.

00:17:05: Also

00:17:05: alles bei Bonn, Siegburg, bei Bonn, ne?

00:17:06: Genau, Siegburg, bei Bonn,

00:17:07: genau.

00:17:07: War immer in der Heimann-Seite auch geblieben?

00:17:09: Ja, Marco und Inga kommen aus Trostorf, bzw.

00:17:11: Sankt Augustin.

00:17:13: Ich komme aus Altenrat bei Trostorf, also ganz, ganz traurig.

00:17:15: Ja, gut.

00:17:18: Wir haben an so einer kleinen süßen FH studiert, mittlerweile Hochschule, Bonn-Rein-Sieg.

00:17:21: Props gehen raus an die FH, an die Hochschul-Schuldigung.

00:17:24: Ich kann es mir nicht angehören.

00:17:26: War so ein bisschen provinziell vielleicht, bisschen verschlafen, aber dadurch hatten wir irgendwie auch dann so ein bisschen, ja, die Möglichkeit auch einfach mal so was zu machen irgendwie.

00:17:33: Und da

00:17:34: habt ihr euch alle zum Schluss verschuldet?

00:17:36: Ja klar, also ich komme vom Thema ab.

00:17:39: Wir haben diesen Wettbewerb den zweiten Platz gemacht und haben da ein bisschen Presse bekommen.

00:17:44: Und daraufhin haben sich Investoren an der Hochschule gemeldet, weil Marco den Reporter gezwungen hatte im letzten Satz zu schreiben, dass wir Investoren suchen.

00:17:53: Ich hätte mich das nie getraut, einem Reporter so vorzuschreiben, was er zu sagen hat.

00:17:57: Deshalb fand ich das damals auch so krass, Alter, was du da gerade gemacht hast.

00:18:04: Diese Unverfahrenheit, die er da teilweise hatte.

00:18:07: Heute verstehe ich, das ist einfach Drive.

00:18:08: Das war einfach Obsession fast schon.

00:18:10: Ich sage

00:18:10: bei Leuten immer hier, ich mag das, wenn jemand einen breiten Reifen fährt und ich kenne Marco immer mit breiten Reifen.

00:18:16: Nicht böse oder negativ gemeint, sondern ich finde das wirklich cool.

00:18:19: Das ist automäßig.

00:18:20: Nee,

00:18:20: ich meine auch, aber ich meine auch so als Typ.

00:18:23: Der weiß schon, was er will auch.

00:18:26: Definitiv und er wusste es damals schon.

00:18:28: Das ist so beeindruckend für mich.

00:18:29: So.

00:18:29: jetzt zu wissen, ob man will ist irgendwie einfach, aber er wusste es damals schon.

00:18:32: Als er gar nichts hatte, niemand war, er wusste es schon.

00:18:35: Und das war beeindruckend, weil der Typ hat es tatsächlich geschrieben.

00:18:39: Der Reporter hat das im letzten Satz ein bisschen suffisant formuliert.

00:18:42: Außerdem suchen die drei Studenten für ihren Saftladen noch Investoren.

00:18:45: Aber er hat es reingeschrieben und es meldeten sich auch tatsächlich Leute.

00:18:49: Einige waren merkwürdig, aber bei einem hat es dann tatsächlich gepasst.

00:18:53: beim lieben Jörn und der hat dann die ersten hunderttausend Euro dazugegeben.

00:18:58: Wir hatten dann beide auch Startgeld.

00:19:00: Inger später auch, aber am Anfang konnte Inger nicht, weil sie noch gearbeitet hat.

00:19:05: Sie hat voll Zeit gearbeitet, die Einzige, die Geld verdient hat, die hat uns über Wasser gehalten und uns drei.

00:19:11: Und dann haben wir gemerkt, okay, Startgeld, fünf, siebzigtausend Euro, Marco und ich, hundertfünfzig, hunderttausend von Jörn, da fehlen noch fünfzigtausend Euro Scheiße.

00:19:20: Und dann dachten wir so, was machen wir jetzt?

00:19:23: Ja, reiche Leute kennen reiche Leute.

00:19:25: Dann haben wir einfach am Tag danach noch mal beim Johann angerufen und gesagt, hör mal, kennst du noch jemanden, der vielleicht Bock hätte zu investieren, kannte er, sein Freund Franz, sind wir da auch vorstellig geworden.

00:19:38: Das war auch eine ganz peinliche Episode.

00:19:40: Marco und ich haben damals ... immer nur die Vorderseite des Hemms gebügelt.

00:19:45: Weil wir dachten, du hast eben Sacco drüber, wir hätten unsere Konfirmationssaccos noch am Start.

00:19:49: Du bügst die Vorderseite, weil du ziehst das Sacco eh nicht aus und hinten und so ist ja alles unter dem Sacco.

00:19:54: Das war aber, ging schon so in Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, im Mai, Und noch so ein Assistent oder so.

00:20:10: Wir saßen immer fünf, sechs Leuten und die sagen, dann kommt, Jungs, zieht eure Sackus

00:20:13: aus.

00:20:13: Alle

00:20:14: saßen schon im Hemd, da nur wir beide.

00:20:15: Und wir haben uns nicht ausgezogen, weil wir haben sich darunter aussahen wie Schlafanzug.

00:20:19: Also, sie sitzen mir da und, ne, alles cool, wir boffen, ne, wir lassen an.

00:20:23: Man's not hot.

00:20:23: Wir haben natürlich gelitten wie die Schweine das Meeting.

00:20:26: Aber irgendwie haben wir es hingekriegt.

00:20:28: Also Franz hatte dann auch Bock und dann hatten wir sozusagen zwei Private Investoren an Bord und dann genug Kohle um.

00:20:35: Ja, um die GmbH zu gründen oder letztendlich um zu starten und haben auch direkt unser erstes großes, warnwitziges Invest getätigt und zwar die Flasche gekauft, also die letztendlich diese eigene Flasche designen lassen oder herstellen lassen.

00:20:52: Aus Glas?

00:20:53: Aus Glas, genau.

00:20:53: Fast

00:20:54: wieviel Milliliter?

00:20:55: Ungefähr

00:20:55: zwei Fünfzig Milliliter, genau.

00:20:57: Hat diesen

00:20:58: schönen silbernen Deckel, also geredet von einer relativ puren Glasflasche, die mit weißen Schrift bedrucktes, diesen silbernen Deckel.

00:21:05: Und dann habt ihr wirklich aber auch einen Lohnabfüller quasi genommen.

00:21:08: Ihr produziert bis heute in Deutschland.

00:21:09: Richtig.

00:21:10: Bis heute auch beim selben Lohnabfüller.

00:21:11: Beim

00:21:12: selben Lohnabfüller.

00:21:12: Ja.

00:21:13: Die Begrüße nach Groß Asbach an der Stelle.

00:21:17: Krass.

00:21:17: Also ihr habt mit dem Pound mit einem Flaschenverkehr gemacht, der klar.

00:21:20: Ja, ja, auf jeden Fall.

00:21:21: Ja.

00:21:22: Und wie bringt man denn so, also jetzt habt ihr eine coole Flasche.

00:21:26: Ihr habt vielleicht auch guten Inhalt, weil irgendjemand einen guten Saft angerührt hat, damals schon.

00:21:30: Ja.

00:21:31: Wie bringt man so etwas in den Verkehr?

00:21:33: Ich weiß ja selber, da wir True Foods Empfänger hier sind, seit über zehn Jahren liefert jeden Monat Flaschen zu uns.

00:21:40: Daher wird

00:21:42: der Wind.

00:21:44: Das Produkt muss immer gekühlt sein.

00:21:45: Freut mich

00:21:45: übrigens.

00:21:46: Freut mich sehr.

00:21:47: Ja, ich hab euch ja irgendwann mal kennengelernt vor zehn Jahren, weil ich Poker bei euch im neuen Büro war und fand es so hoch sympathisch, dass ich gesagt hab, ich hab unbedingt diese True-Floots-Tasche mit mir haben.

00:21:54: Seit zehn Jahren verliefert ihr unser Büro jeden Monat mit True-Floots.

00:21:57: Super cool, meine Mitarbeiter lieben es.

00:21:58: Jetzt haben wir ein Produkt, das gekühlt werden muss.

00:22:01: Dieser Saft, dieser Smoothie kann mehrere Wochen ist erhaltbar, wenn man diese Kühlkette nicht unterbricht.

00:22:07: Wie bringt man so etwas in den Verkehr?

00:22:08: Hat Deutschland darauf gewartet?

00:22:10: Nee, wir waren ganz erstaunt.

00:22:12: Keiner hat auf uns gewartet.

00:22:14: Und ich will ehrlich sein, wir ... Wir haben natürlich gedacht, dass die Leute drauf gewartet haben.

00:22:20: Weil was du sonst im Regal gesehen hast, war einfach Mist.

00:22:25: Die ganze Branche ging eher so billig, billig, billig.

00:22:28: Und es gab auch keine Marke oder keine, zumindest attraktive Marke.

00:22:35: Und wir dachten, das wird ein Spaziergang.

00:22:36: Wir machen endlich mal Saft geil.

00:22:38: Also aus dieser Commodity-Ecke, aus dieser langweiligen Ecke raus.

00:22:42: Und einfach dann so ein, ich mag das Wort nicht, aber so ein Lifestyle-Produkt daraus machen.

00:22:47: Ja, aber scheinbar wartet niemand drauf und wir hatten ja so eine kleine extra Problematik, die hatten wir gar nicht so einkalkuliert.

00:22:54: Wenn du deine eigene Flasche haben willst, dann musst du in der Regel eine Tagesproduktion abnehmen.

00:23:00: Wie dann so, ja, kein Problem.

00:23:02: Und dann sagte der Händler, naja, das könnte zwischen hunderttausend, eins, zwei Millionen Flaschen sein.

00:23:08: Genau, dann war auch so, oh, weil bis dahin sah der Businessplan vor.

00:23:12: Unsere Kunden waren so Fitnessstudios, coole Bars, Hotels.

00:23:17: Wir dachten, wir machen das eher so in selektiven Distributionen, bisschen in cooleren Läden machen wir das groß.

00:23:27: Und dann haben wir relativ schnell verstanden, wenn wir die eigene Flasche brauchen und wir waren überzeugt, die ist echt extrem wichtig für den Erfolg, dann brauchen wir große Kunden.

00:23:36: Und große Kunden haben wir dann schnell gemerkt, erwarten eigentlich nicht der erste große Kunde zu sein.

00:23:40: Die wollen immer, dass schon jemand anderes ein Kunde ist.

00:23:44: Ja, also du kannst nicht zur Rewe gehen und sagen, mein anderer Kunde ist Fitnessstudio Heide Rosendahl aus St.

00:23:48: Augustin.

00:23:50: Props übrigens an der Stelle, weil die waren tatsächlich unsere ersten Kunden.

00:23:54: Oder Patrick Maldonado von, ja, kann auch sein, von so einem Wellness, Juba Wellness-Templin bauen könnte auch der erste gewesen sein.

00:24:01: Da bin ich jetzt gerade unsicher, dass wenn mir jetzt unangenehm mich das verwechselt habe.

00:24:06: Aber faktisch, Wir sind da überall abgeblitzt, weil wir sahen halt auch wie ein Saftladen für die aus.

00:24:12: Also wir waren einer und wir sahen auch so aus.

00:24:15: Und dann den ersten größten Kunden zu knacken, das war dann eine ziemliche Nummer.

00:24:21: Wir haben uns dann so hoch gearbeitet.

00:24:24: Und irgendwann hat Marco dann bei Xing, hatte er den Manager vom Petit Bistro von Aral entdeckt.

00:24:33: Und das wurde dann der wichtigste Menschendeutschland für uns.

00:24:36: Weil, ja, weil uns klar war, wir kommen da irgendwie nicht in den Handel rein.

00:24:41: Aber Red Bull hat es damals geschafft über die Tankstellen in Deutschland.

00:24:46: Ah, das wusste

00:24:47: ich gar nicht.

00:24:47: Red Bull hat auch schon darüber.

00:24:49: Red Bull ist zwar dreimal in Deutschland gescheitert, oder beim dritten Mal dann Erfolg gehabt über den Convenience Channel, sagt man bei uns, also über die Tankstellen, Bahnhöfe, Flughäfen etc.

00:25:00: Und dann war für uns klar, okay, das müssen wir auch machen.

00:25:02: Das ist uns wieder eingefallen, das stimmt.

00:25:04: Wir haben diese Caster, die mal irgendwann gelesen.

00:25:07: Tja, und dann haben wir dem geschrieben.

00:25:10: natürlich, ne?

00:25:11: So eine wunderbare Business-E-Mail, sehr geehrter Herr Weh.

00:25:14: Unbedingt müssen wir unser neutiges Fruchtzaftkonzept vorstellen, bla, bla, bla.

00:25:17: So richtig, du hörst das ja auch, wir sind so, ich will nicht sagen, dass wir Assis sind, aber... Wir haben uns richtig Mühe gegeben mit der E-Mail.

00:25:23: Das war nicht so unser normaler Stil.

00:25:26: Hochdrahm, die E-Mail geschrieben, keine Antwort.

00:25:27: Und wir waren natürlich nervös erst fuck, aber am nächsten Tag direkt wiedergeschrieben.

00:25:31: Sehr geehrter Herr Wehe, unbedingt müssen Sie unser Produkt probieren, bla bla bla, keine Antwort.

00:25:37: Und wir haben dann jeden Tag geschrieben.

00:25:41: Fünf Tage lang.

00:25:42: Und ich sag mal, die ersten zwei E-Mails sind kein Problem, so ein kleiner Reminder.

00:25:45: Die dritte fühlt sich schon ein bisschen kacke an.

00:25:48: Die vierte E-Mail ist würdelos und die fünft ist reiner Selbsthass.

00:25:51: Ja, aber gut, uns stand natürlich irgendwo, wir standen im Rücken zur Wand, wir hatten diese ganzen Millionen Flaschen da gekauft und wir mussten da rein.

00:26:01: und dann schrieb er am fünften Tag zurück, so mit einem Großbuchstaben, Caps Locked.

00:26:06: Boah, ihr geht mir auf den Sack, ist kein Scherz.

00:26:10: Und hat dann gesagt, er würde, er hätte glücklicherweise Home Office Freitags, er würde vorbeikommen nächste Woche.

00:26:17: Ihr seid besser da, war doch der letzte Satz.

00:26:19: Ich weiß nicht, wie Marco mir abends schrieb oder mich abends anrief, so, ey, der Typ von Aral hat geantwortet.

00:26:27: Ich so, oh, geil.

00:26:28: Und er so, na, ich weiß nicht.

00:26:31: Wir haben natürlich diesen Termin genutzt.

00:26:33: Ich kürze das jetzt hier stark ab.

00:26:35: Es war auch nicht ganz einfach, aber am Ende haben wir die Wahrheit gesagt.

00:26:39: Wir spürten, dass er nicht so richtig Bock hatte.

00:26:42: Weil wir natürlich wahrscheinlich auch rüber kamen wie so ein paar ... Saftnasen, keine Ahnung.

00:26:48: Dann haben wir immer noch nicht weit gesagt.

00:26:50: Wenn du auf die Tür rausgehst, dann sind wir im Eimer.

00:26:52: Dann endet das, bevor es angefangen hat.

00:26:55: Gib uns einfach nur einen Test.

00:26:55: Gib uns zehn Tankstellen, vier Wochen.

00:26:58: Du musst nichts bezahlen.

00:26:59: Wir müssen selber wissen, ob es funktioniert.

00:27:02: Hat er gesagt, nein, ich zahle dafür.

00:27:05: Schreibt mir keine E-Mails mehr, dann könnt ihr einen Test haben.

00:27:07: Und dann hatten wir einen Test und der Test lief super.

00:27:10: und dann haben wir es auch geschafft, bei Leckerland gelistet zu werden.

00:27:13: Wollte

00:27:14: ich sagen, Leckerland ist der große Tankstände?

00:27:15: Das ist der Geldkeeper.

00:27:16: Du kannst auch gar nicht rein bei RAL, wenn du nicht bei Leckerland drin bist.

00:27:19: Und Leckerland hat vorhin schon Nein gesagt.

00:27:21: Das heißt, es war ein bisschen unangenehm.

00:27:22: Wir haben auch schnick, schnack, schnuck gespielt.

00:27:25: Wer dann da anruft und jetzt sagt, ihr müsst uns doch listen.

00:27:28: Das heißt aber, ihr musstet auch in einer von kürzester Zeit Zehntausende, hunderttausende Flaschen in den Verkehr bringen pro Monat, weil er die Mindestabnahmemenge so hoch war.

00:27:36: Also das sind schon die Zahlen, mit denen man da so dielt.

00:27:38: Ja, oder es ist anders gelaufen.

00:27:40: Wir hatten ja eine ganz lange Wartezeit für die Flasche gehabt.

00:27:43: Also wir haben die Leute immer bei der Stange gehalten irgendwie.

00:27:45: Wir haben von

00:27:46: vorne vertrieb gemacht.

00:27:47: Wir haben von vorne vertrieb gemacht und dann der fast größte Job.

00:27:50: In den Anfangszeit war auch die Leute bei der Laune zu halten.

00:27:51: Ja, er kommt gleich und so.

00:27:52: Wir haben ja im Juni gegründet, im Juni alles in die Wege geleitet und im November.

00:27:57: Das ist ein

00:27:58: Sommermärchen.

00:27:59: Ja, wir dachten, dass wir dann bei den ganzen Public Viewing-Dingern da Millionen von Smoothies und den Leuten bringen.

00:28:05: Klar.

00:28:05: Ja, wir haben am acht November unsere ersten Smoothie verkauft.

00:28:09: Also völlig ... November ist jetzt nicht der geilste Monat, um Smoothies zu verkaufen, aber ... Ja, wir haben relativ viel Smoothies verkauft tatsächlich.

00:28:17: Ich weiß noch, dass wir vierzigtausend Euro Umsatz gemacht haben in diesem Restjahr, zwei tausend sechs.

00:28:23: Und alles nur mit so Prospektivkunden, mit so Leuten, die du vorher ein halbes Jahr belabert hast, dass sie mitmachen.

00:28:28: Also schon ganz gut.

00:28:29: Also es funktionierte auch, das muss man auch sagen.

00:28:32: Also es stand dann drin und es war dann einfach wahrscheinlich auch ein Produkt, das einfach so anders aussah, als... Das, was da sonst steht, dass da viele Leute auch aus Neugier immer dazu gegriffen haben.

00:28:41: Also erkläre ich mir das.

00:28:42: Dieses Produkt, nochmal für den Zuhörer, Zuhörerinnen, das ist ein reines Produkt ohne künstlichen Zucker.

00:28:48: Korrekt.

00:28:49: Das ist ein Smoothie, das ist im Vorgespräch erklärt, da ist Fruchtfleisch mit drin.

00:28:54: Ja genau.

00:28:55: Das ist ein prittes Obst in Flaschen, ohne Zuckerzusatze, ohne Farbstoffe, ohne Zusatzstoffe.

00:28:59: Und ihr habt auch so eine Messskala auf der Flasche, wo ihr genau anzeigt, wie viel davon ist Mango, Apfel oder was auch über die Zutaten sind.

00:29:06: Und diese Flasche ist ja auch haptisch.

00:29:08: schon ein Erlebnis.

00:29:09: und optisch, das ist ja wirklich so.

00:29:10: Vielen

00:29:11: Dank.

00:29:11: Also das ist wirklich ein schönes Produkt.

00:29:12: Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage.

00:29:15: Ich habe gesagt, PET haben die ganzen anderen gemacht.

00:29:16: Wir wollten schönes hochwertiges Produkt, Marker aufbauen.

00:29:19: Ist denn Glas?

00:29:21: Das ist ja irgendwie so ein klein bisschen ein Widerspruch.

00:29:25: Weil ich persönlich dachte immer, dass Glas, wie es euch ja auch gesagt wurde, alle machen PET.

00:29:30: Das ist der aktuelle Trend.

00:29:31: Keiner macht mehr Glas.

00:29:32: Glas ist für die alten Jungs irgendwie.

00:29:34: Warum Glas?

00:29:35: Der Glas ist einfach ihn näher, hat keinerlei Verbindung mit dem Inhalt ein.

00:29:38: Das ist hochwertig und wir wollten natürlich auch den besten Smoothies der Welt machen und dann nimmst du natürlich kein Plastik, dann nimmst du natürlich Glas.

00:29:45: Wie funktioniert das in Deutschland mit Recycling und Co?

00:29:48: Also die Flasche ist irgendwann leer?

00:29:49: Das ist ein Glas-Container, das ist cool.

00:29:50: Genau, weil es ein Einweg-Glas ist, kommt hier ein Einweg-Container im besten Fall.

00:29:55: Wir Deutschen sind gute Recycler, also wir haben eine Recyclingquote von bei Altglas zumindest von eighty-fünf Prozent, also eighty-fünf Prozent aller Gläser geraten wieder in den Kreislauf.

00:30:03: Was gut ist, weil wir da natürlich neue Gurkengläser, also auch wir haben, ich glaube, vierzig bis fünfzig Prozent Altscherben als Altglas in unseren Flaschen.

00:30:12: Und das ist ein ganz, weil es nicht auch ein wertvoller Rohstoff ist.

00:30:15: Das ist ein ganz guter Kreislauf, den wir da haben in Deutschland zumindest.

00:30:18: Und deshalb funktioniert das sehr gut.

00:30:19: Ein

00:30:20: Rohstoff der sich auch deutlich schneller abbaut als Plastik oder Kunststoff deutlich

00:30:23: schneller.

00:30:23: Plastik baut sich, braucht wahrscheinlich Zehntausende von Jahren, das Plastik wieder in seinem Bestandteil ist der Feld und Glas ist... Glas ist einfach kein Umweltverschmutzer.

00:30:33: Ich meine, es gibt natürlich auch Argumente gegen Glas, muss man ehrlicherweise sagen.

00:30:36: Glas hat einen sehr hohen CO²-Fußabdruck, aber es bleibt halt nicht für immer und ewig im Meer, sondern Glas wird wieder Strand.

00:30:45: Und aber ich will ehrlich sein, wir hatten diese, diese Greenwashing Argumente, die hatten wir alle nicht parat damals.

00:30:51: Für uns war es einfach, wir wollen, du trittst dir als Gründer nicht an, dass du den billigsten Smoothie machen willst und willst den geilsten machen und nichts weniger haben wir verfolgt.

00:30:59: Und das finde ich auch beeindruckend im Rückblick, dass wir so am Glas geklebt haben, weil... Weil es war deutlich komplizierter, einen Abfüller zu finden, die Logistikkosten sind höher, der Rohstoff ist an sich teurer, die Kalkulation ist schwieriger mit Glas.

00:31:16: Also man kann das alles viel billiger machen, gar keine Frage.

00:31:19: Aber das wollten wir halt nicht.

00:31:19: Wir wollten halt das geilste machen.

00:31:21: Das ist auch so ein Widerspruch in sich, wenn man heute drüber nachdenkt.

00:31:25: Und wir merken das jetzt, wo wir natürlich auch so ein bisschen teurer werden.

00:31:28: Im Handel funktionieren natürlich gut Dinge, die einen gewissen Preispunkt unter nicht überschreiten.

00:31:35: Ich wollte gerade sagen, ihr wart von Anfang an nicht so richtig günstig.

00:31:38: Ich wollte

00:31:39: ganz sagen, ich habe in der Änderung, dass es so immer, es war immer über zwei Euro, dann Tankstellen ging es auch manchmal auch über vier Euro für so ein Smoothie.

00:31:46: Ist natürlich relativ viel Smoothie auch mit zwei Hundertfünfzig Milliliter, wenn man so die ganzen Schotze und so weiter auch sich im Vergleich anschaut, ist immer gekühlt, schmeckt immer irgendwie ordentlich.

00:31:54: Ich glaube, ihr beschränkt euch so auf sieben, acht Sorten.

00:31:56: Korrekt sieben Sorten.

00:31:57: Ich

00:31:58: würde das jetzt jemand sagen, dass seit zehn Jahren Flaschen von euch bezieht.

00:32:03: Es gibt schon so Kernsorten.

00:32:05: Ich habe jetzt nicht ohne Ende für Sortiments wechseln.

00:32:08: Und dann habt ihr irgendwann zu den generischen Verkäufen, die ihr ja habt, also Aral, Tankstellen, dann irgendwann seid ihr doch zu Rewe und Reho reingewachsen.

00:32:16: Ihr seid ja auch sehr bekannt für euer Marketing.

00:32:18: Ich habe das ja im Teaser so ein bisschen, also es stand durchaus mal auf der Flasche drauf, Einhorn-Kotze.

00:32:23: Aktuell habt ihr den Wegsberg auf einer der Flaschen drauf.

00:32:26: Und ich kann mich auch wirklich erinnern an so richtige Schützstorm-Kampagnen.

00:32:30: Was habt ihr mit dieser Flasche gemacht und warum?

00:32:33: Wieso kam es zu diesem leeren Platz, den ihr unbedingt befüllen wolltet?

00:32:36: Ja, also, gut, diese Ein- und Kotze, vielleicht damit anzufangen, dass einfach so passiert, wir haben ein Clean-Label-Produkt, also das ist ein Produkt mit dem reinen Obst.

00:32:45: Und das müsst ihr auch nur raufschreiben, dadurch, dass es so Clean-Label ist, keine E-Stoffe und Kronerinnen sind die Daten, die ihr auf die Flasche raufdrucken müsst, relativ wenig.

00:32:52: Genau, und dann ist natürlich viel Platz, und dann haben wir angefangen da Schabernack draufzuschreiben am Anfang.

00:32:57: Und ich schäme mich, wenn ich die ersten Text lese, sind auch peinlich, sind nicht gut.

00:33:01: Und mit der Zeit sind wir immer, also... Wir haben immer mehr ... Es ist eskalierter, ich sag, wie es ist.

00:33:07: Wir haben immer mehr Spaß gehabt, da merkwürdige Sachen draufzuschreiben.

00:33:11: Unter anderem bekamen wir beim Pink immer Zuschriften von Leuten, ihr macht doch da Farbstoff rein.

00:33:15: Das kann doch nicht sein, dass der so Pink ist ohne Farbstoffe.

00:33:19: Tatsächlich ist nur rote Drachenfrucht, also rote Pitalier darin.

00:33:22: Die ist extrem ... Das ist diese Frucht, die aussieht wie Stratziatella, diese teilhändische Frucht.

00:33:29: Oder asiatische Frucht.

00:33:30: Die gibt's auch in Rot.

00:33:31: Die ist ein Knall-Pink einfach.

00:33:34: Und dann haben wir einfach mal so einen Aufklärungstext hinten draufgeschrieben, weil wir diese ganzen E-Mails bekamen.

00:33:37: Schrieben drauf, hey, du denkst, das ist ja vielleicht Einhornkotze, aber die rote Farbe kommt tatsächlich nur von der roten Drachenfrucht, von der roten Pitaya.

00:33:46: Jeder Mensch weiß eigentlich, dass Einhornkotze ja Glitzer enthält und deshalb kann das ja nicht sein.

00:33:52: Damals von Einhörner auch irgendwie besonders cool, deshalb diesen Text kennen unglaublich viele Leute, witzigerweise.

00:33:57: Also das hab ich auch drauf angesprochen.

00:33:58: Also für mich ist das so ein Flaschentext von Tausenden.

00:34:01: Erzähl mal noch, erzähl mal ruhig noch von anderen.

00:34:03: Also ich kann mich erinnern, da du ja nicht rausrückst mit der Sprache.

00:34:06: Ich kann mich erinnern, dass ihr vor einigen Jahren die Parteien und ihre Wahlprogramme auf die Flasche noch aufgedruckt habt.

00:34:13: Also ein Fake News-Umfeld, auch mal, ich glaube, es gab mal noch falsche Aussagen in den Wahlprogrammen.

00:34:17: Genau, wir sind zingelang, weil wir selber einfach neugierig waren, wie ein Sommer ist, nach sechzehn Jahren Mutti, darf das überhaupt ein Mann machen, war ein ganz überrascht.

00:34:24: dass es nicht eine Kanzlerin sein muss.

00:34:26: Also wir mussten auf jeden Fall wählen.

00:34:28: Und dann haben wir alle Parteiprogramme gelesen, mit der Absicht, einen Wahlwerberätsel auf die Flaschen zu machen.

00:34:36: So dass du ein bisschen gezwungen bist auf eine leichte Art und Weise, damit oder du kannst dich zumindest mal damit beschäftigen.

00:34:44: Es gab wirklich CDU-Flaschen, SPD-Flaschen, AfD-Flaschen, linke Flaschen, grüne Flaschen, es gab alle Flaschen.

00:34:48: Alle

00:34:48: Fraktionen, die im Deutschen Bundestag damals vertreten waren, haben wir aufgenommen und haben die die Parteiprogramme gelesen und haben sechs Thesen, die wahr sind.

00:34:58: Haben das auch sehr sauber recherchiert und auch belegt alles mit Belegen auch auf der Internetseite.

00:35:02: Dann konnten sie alles nachlesen.

00:35:04: Haben das so zusammengefasst und haben dann zwei Sachen erfunden.

00:35:08: Und bei manchen Parteien war das sehr erleicht, bei manchen nur etwas schwieriger.

00:35:14: Und die Idee war dann, den QR-Code dann scannen und konnten dann sehen, was war falsch, was steht tatsächlich im Wahlprogramm drin.

00:35:22: Und wir haben zum Beispiel auch dem damaligen CDU-Vorsitzenden die Flasche zukommen lassen über Umwege und der hat in einem Interview nicht die beiden Fake-Punkte identifizieren können.

00:35:33: Also so gut war das gemacht.

00:35:35: Ich bin da relativ stolz drauf, weil es war gut recherchiert, einfach gut gemacht und wir haben natürlich ein bisschen Shitstorm gehabt, weil wir auch die AfD-Flasche hatten.

00:35:44: Aber Shitstorm seid ihr ja gewohnt.

00:35:46: Ja, wir hatten, wir haben zum Beispiel vor ein paar Jahren, hatten wir mal ein Chia-Samen-Saft.

00:35:51: Also

00:35:52: ihr habt draufgeschrieben auf die Flasche Samensaft.

00:35:55: Nee, auf der Flasche stand einfach nur Chia-Sosie drauf.

00:35:59: Aber wir haben dann die Werbekampagne dazu, ist dann die Samensaft.

00:36:04: Also wir haben Samensaft beworben.

00:36:06: Und das ist natürlich durchaus zweideutig.

00:36:08: Ein achtjähriger wird da kein, wird alle Syges betrachten können sagen, ja.

00:36:13: ist korrekt, was sie schreiben.

00:36:15: Also zum Beispiel, wir hatten zwei Produkte und haben zum Beispiel geschrieben, zwei Samenspender aus gutem Hause.

00:36:22: Und das hängt zum Beispiel auch irgendwann neben so Radio Bonn-Rhein-Sieg-Moderatoren.

00:36:28: Das Plakat war direkt daneben, das war herrlich, sehr schön.

00:36:32: Und das gab natürlich dann so ein bisschen, nicht nur ein Shitstorm, es gab sogar einen kleinen Skandal, weil... Wir hatten das natürlich gebucht über eine Firma, die ich jetzt nicht basteln will.

00:36:44: Nausenwerbefirma?

00:36:45: Ja, nausenwerbefirma.

00:36:46: Da gibt

00:36:47: es einige große in Deutschland.

00:36:48: Genau.

00:36:48: Und die riefen dann irgendeinen Ansagen, ja, bis auf das Sugeh können wir bei der Deutschen Bahn doch nicht bringen, irgendwie.

00:36:53: Wir hat das verboten.

00:36:56: Oder die Münchner Verkehrsbetriebe, die waren es, die haben es abgelehnt.

00:36:59: Und wieso, warum ist doch, ne?

00:37:00: Ist doch harmlos.

00:37:03: Doppeldeutig zwar, einverstanden, ihr Ferkel, was habt ihr euch dabei gedacht?

00:37:07: Und das ist ein Werbeverbot gehabt.

00:37:10: Das war dann, das ist ein kleiner Skandal.

00:37:12: Das hat diese Kampagne viel größer gemacht, als sie es eigentlich war.

00:37:15: Und von uns nicht beabsichtigt ehrlicherweise.

00:37:19: Wir haben es natürlich total gefeiert, dass es dann so einen Schwung bekommen hat.

00:37:21: Aber das war dann in der Bildzeitung drin und so.

00:37:25: Keine Bonner Firma kriegt Werbeverbot.

00:37:27: Und das hatte natürlich so einen kleinen Taste von Bücherverbrennungen.

00:37:30: Das ist in Deutschland natürlich nicht einfach so.

00:37:33: Zensur ist hier... ist ein Thema, ist auf jeden Fall so ein Moment, der Veraufmerksamkeit gesorgt hat.

00:37:42: So Kampagnen gab es natürlich dann ein, zwei in unserer Geschichte.

00:37:47: Ich

00:37:48: kann mich noch an den Praktikanten erinnern, der in Keller gesperrt wurde.

00:37:50: Was habt ihr da gemacht?

00:37:52: Da hat er die Polizei bei euch angerufen.

00:37:54: Ja, das war ein harmloser Flaschentext eigentlich.

00:37:57: Wir haben den Hilfruf eines Praktikantens auf die Flasche gedruckt.

00:38:00: So, hey, Hilfe, ich sitze bei True Foods in Keller und muss seit zwei Wochen Mangos schälen, holt mich hier raus.

00:38:07: Ausquatsch, das war nicht mal ein guter Text, glaube ich.

00:38:10: Und dann rief tatsächlich die Bundespolizei beim Robert Ander, unserem Produktionsleiter.

00:38:15: Also, der hat den Anruf zufällig angenommen.

00:38:18: Der Polizist war aussichtlich genervt.

00:38:20: Ich weiß, dass es vermutlich nicht stimmt, aber ich hab hier eine Beschwerde oder eine Anzeige bekommen, musste Sachen nachgehen.

00:38:26: Und ja, es war natürlich nur ein Spaß.

00:38:28: Kein Praktikanten im Keller?

00:38:29: Nein, unsere Praktikanten werden gut behandelt.

00:38:32: Wir haben regelmäßig Praktikanten und ja, wir finden das auch sehr gut und wir behandeln die gut.

00:38:41: Das war jetzt nicht auch scheiße.

00:38:43: Können wir das nochmal ...

00:38:44: Nein, auf keinen Fall.

00:38:46: Das lassen wir auf jeden Fall drin.

00:38:48: Keiner muss bei uns im Keller Mangos schälen.

00:38:50: So viel ist auf jeden Fall sicher.

00:38:52: Okay.

00:38:53: Apropos Mangos schälen, erzähl mal.

00:38:55: Also ihr habt diesen Lohnabfüller.

00:38:57: Ihr macht die Werbung sehr.

00:38:58: Wie viele Leute seid ihr überhaupt in der Firma?

00:38:59: Wir sind so vierzig Leute, würde ich sagen.

00:39:01: Also ihr seid

00:39:02: vierzig Leute.

00:39:02: Ihr sitzt immer noch in dem Büro, wo ich selber festgestellt habe, vor einer Stunde ungefähr, dass ich da schon Poker gespielt habe vor acht Jahren.

00:39:07: Ihr seid immer noch im selben Büro.

00:39:09: Ihr macht das Marketing und du sagtest aber auch, ihr macht den ganzen Einkauf des Sourcing für das Obst.

00:39:14: Ja, klar.

00:39:16: Wie viel Obst kauft?

00:39:17: der tausende Ton Obst?

00:39:18: Wenn

00:39:19: man schießt natürlich Kontrakte, also du kaufst dann immer, wenn die Ernte ist, eine gewisse Menge.

00:39:23: Du musst jetzt nicht jede Woche Banane kaufen oder so.

00:39:26: Dann kaufst du ein, zwei Mal im Jahr, wenn die Ernten sind, kaufst du dann die Frucht auf dem Weltmarkt ein.

00:39:32: Aber klar, du kannst natürlich die Qualität viel besser steuern, wenn du selber die Ruwahn einkaufst.

00:39:38: Das ist auch wichtig.

00:39:40: Es gibt über tausend verschiedene Mango-Sorten, die industriell angebaut werden.

00:39:43: Und die schmecken wie bei Äpfeln.

00:39:45: Ich glaube, da kann man es ganz gut vorstellen.

00:39:46: Ein Älster schmeckt anders als ein Braverne oder so ein Pink Lady ist anders als so ein Kaiser Wilhelm Apfel.

00:39:56: Also gibt es auch geile Apfelsorten, völlig verrückt.

00:39:59: Peter von Nahmen macht da sehr, sehr coole Arbeit.

00:40:03: Kleine Props an ihm an der Stelle.

00:40:04: Und bei Mangos ist genauso.

00:40:06: Mangos aus Indien sind für uns so die besten, die es gibt.

00:40:09: Wir haben am Anfang südamerikanische Mangos gehabt.

00:40:11: Das sind die, die man aus dem Supermarkt kennt, diese Kent oder Magdalena.

00:40:15: Die sind so ein bisschen grün, rot und hart wie so ein American Football geformt, wo du einen mit erschlagen kannst.

00:40:21: Und genau, wir sind mittlerweile eher so bei indischen Mangos.

00:40:25: Also das kreisiert sich alles raus.

00:40:26: Also wirklich, ihr kauft, ihr habt auch schon Mangos in fünf verschiedenen Ländern gekauft oder in zehn, ihr habt da ganz viele Sachen ausprobiert.

00:40:32: Ja, ja klar.

00:40:32: Ihr seid ein relativ großer Obstaufkäufer, das geht dann direkt zu dem Abfüller auch des

00:40:37: Obst.

00:40:37: Wir sind noch richtig gefrucht, jetzt würde ich sagen mittlerweile.

00:40:39: Ja,

00:40:40: also nur für den gesamten logistischen Leistung.

00:40:41: Irgendwo werden die Flaschen produziert, das ist nicht beim Abfüller.

00:40:44: Korrekt.

00:40:44: Irgendwo müssen Flaschen produziert werden, die müssen bedruckt werden mit dem Text.

00:40:47: Genau, die werden woanders hingeschickt, damit sie bedruckt werden, und zwar alle vier Wochen, das ist auch krass, das ist auch den meisten Leuten nicht klar.

00:40:53: Wir ändern die Flaschentexte auf den Flaschen alle vier Wochen.

00:40:56: Ja, die Texte sind Teil-out-Marketing.

00:40:57: Das hat sich so... Ja, das ist... Okay.

00:40:59: Unsere Art der Kommunikation findet ja... Wir machen Social Media ein bisschen, aber das meiste findet über die Flasche statt tatsächlich.

00:41:06: Also ihr ordert die Flasche, die muss bedruckt werden.

00:41:08: Dann geht die zum Lohnabfüller.

00:41:10: Da warten im besten Fall schon die Früchte.

00:41:12: Da warten dann bestimmt die Früchte, genau.

00:41:14: Der Lohnabfüller

00:41:14: haut quasi durch.

00:41:16: muss dann zu machen, nicht?

00:41:18: Ja, richtig.

00:41:19: Der muss ja richtig.

00:41:20: Der muss sich mehr pürieren, sondern wir kaufen das Püri ein, das heißt er... Genau, also er micht und füllt ab, das ist quasi sein Job und verschließt, auch kein... Keine Rezeptur,

00:41:30: kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so weiter voll das Programm.

00:41:32: Genau.

00:41:33: Danach gehen diese... Keine Rezeptur,

00:41:34: kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so weiter voll das Programm, danach gehen diese...

00:41:36: Keine Rezeptur, kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so weiter voll das Programm,

00:41:38: danach gehen diese... Keine Rezeptur, kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so weiter voll das Programm, danach gehen diese... Keine Rezeptur, kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so weiter voll das Programm, danach gehen diese... Keine Rezeptur, kennt nur ihr und den Ohnabfüller und so Konkurrenten, aber irgendwie ist keiner so geil wie unser.

00:41:48: Ja, ihr seid ja auch Marktführer in Deutschland.

00:41:50: Ja, aber nee, man könnte es einfach machen, aber wir kaufen natürlich auch immer geile Früchte und manchmal denke ich mir, die Leute, die anderen, ja, da können sich vielleicht auch nicht die teure Mango dann einfach.

00:42:00: Man

00:42:00: muss schon sagen, was ihr geschafft habt, bisher eine Marke aufzubauen.

00:42:03: Wir hatten letztens den Erik Reinklis von Miss Pompadour hier, der ja Farben verkauft online, sehr, sehr erfolgreich.

00:42:08: und er hat auch gesagt, Wir hatten eine McKinsey Studie am Anfang, die gesagt hat, Farben ist ein Produkt, was man online nicht verkaufen kann.

00:42:15: Jeden dem ihr am Anfang gesagt habt, was ihr vorhabt, hat der auch gesagt, wenn du so ein Smoothie konzipierst, wird es nicht funktionieren.

00:42:21: Irgendwie habt ihr alles anders gemacht und ihr habt eine Marke geschaffen.

00:42:24: Das ist ja schon Fruchtsaftmarken, aber die waren natürlich auch alles ein bisschen eingestaubt und nicht so cool.

00:42:30: Und wir haben halt was für unsere Generation auch vermisst irgendwie.

00:42:33: Jetzt sind wir jetzt auch mittlerweile alte Menschen, alle vierzig Plus.

00:42:37: Mir ist auch klar, dass ich die Coolness nicht mehr gepachtet habe.

00:42:40: Also wie zum Beispiel TikTok.

00:42:42: Da gehe ich nicht mehr in die Kreativ-Meetings mit rein, weil ich das teilweise auch nicht mehr lustig finde, was da funktioniert.

00:42:49: Also es gibt ein sehr erfolgreiches Real von uns, ist der Smoothie mit, also fructosefrei, kalorienfrei.

00:42:59: Und was weiß ich?

00:43:01: Also, das ist einfach Eiswürfel in der Mixer.

00:43:04: Das ist ein super erfolgreiches Real.

00:43:07: Sorry, ich... Tut mir leid, ich find's einfach...

00:43:10: Du bist aufs heutiger Sicht ein Marketar der alten Schule.

00:43:13: Oh Gott.

00:43:14: Ja, ich weiß, will keiner von, aber es herrlich ist.

00:43:16: Ja.

00:43:17: Jetzt habt ihr ja nicht nur, also, man muss fairerweise dazu sagen, euch gibt es heute in vielen verschiedenen Ländern in Europa.

00:43:22: Wir haben Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, weiß ich um was Deutschland, klar, aber das sind die so.

00:43:28: Du hast mir im Vorgespräch erzählt, dass ihr in jedem Land eigene Texte habt, teilweise mit Kreativagenturen, also der Schweizer will einfach Schweizer Sprüche auf der Flasche haben.

00:43:38: Ja, ich glaube, der Deutschhumor ist an sich nicht besonders exportfähig und in unserer noch weniger.

00:43:43: Ja, also, und deshalb macht es schon Sinn, bei der Kreation dann auch sich im Land Hilfe zu holen.

00:43:50: Also wirklich, ich hab in Spanien, in Frankreich alles in Landessprache.

00:43:53: Wir

00:43:53: haben auch alle Bock, weil die natürlich bei uns Sachen dürfen, die sie bei keiner anderen Kunden dürfen.

00:43:57: Sie freuen sich natürlich regelrecht.

00:44:00: Da funktioniert es auch mit diesem medialen Interesse und Werbesperren und Co.

00:44:03: in diesen Ländern.

00:44:04: Also habt ihr da auch so ein Bass hinbekommen wie in Deutschland?

00:44:07: Ja.

00:44:10: schon.

00:44:11: Ich bin jetzt gerade ein bisschen zirkelig, weil wir gerade in Spanien, ich weiß gar nicht, wann wird das ausgestrahlt

00:44:15: hier?

00:44:15: Wir

00:44:16: haben in Spanien gerade so vom Werberat eine Rüge bekommen und die ist nicht so ein zahnloser Papiertiger, wie hier in Deutschland, wo du einfach so einen netten Brief kriegst, sondern... Ich glaube,

00:44:25: der spanische Werberat hört hier nicht zu, glaube ich, mir zieht es

00:44:27: sicher.

00:44:28: Ja.

00:44:28: Erpochtlich hast du es ja so klein, ich kenne eigentlich jeden Zuhörer noch mit dem Namen.

00:44:31: Also wir versuchen gut, also wir versuchen das auch im Ausland mal mit mehr, mal weniger Erfolg.

00:44:35: In Frankreich sind wir zum Beispiel schon mal ausgelistet worden bei einem Kunden, weil er den Text sehr, sehr, oder den... Ich

00:44:40: wollte gerade sagen, das ist auch in Deutschland mal vorgekommen.

00:44:42: oder so eine Auslistung und rein raus.

00:44:44: Kann ich mich da, habe ich irgendwas mal mitbekommen aufgrund eurer Werbeaktivitäten?

00:44:48: Ja, in Deutschland nicht, nein.

00:44:50: Ich dachte aufgrund der Geschichte hatte die aber schon Stress mit dem Einzelhandel auch.

00:44:54: Ja, es gab schon mal Flaschen, wo wir Anrufe bekommen haben auch von Klienten gesagt haben, ey, das muss jetzt nicht sein, irgendwie.

00:45:01: Und ihr habt ja auch diese Glasflasche ist ja nicht nur eine tolle Flasche, die recycelt werden kann.

00:45:06: Ich kann mich erinnern, ihr habt auch das Thema Abcycling bei euch.

00:45:08: Also es war auch schon vor zehn Jahren, wo ich bei euch saß.

00:45:10: Da hat mir irgendeiner von euch mal sowas zugesteckt.

00:45:13: Ich glaube, es war ein Salzstreuer oder irgendwas.

00:45:14: Konnte ich aus der Flasche dann machen.

00:45:16: Das heißt, du tauscht oben den Deckel aus.

00:45:18: Und auch bei uns zu Hause, wir sind ja so Slow Juicer.

00:45:20: Das heißt, einmal die Woche haue ich so zwölf, dreizehn Kilo Obst quasi in so ein Mixer, aus dem dann vier, fünf Liter Saft werden.

00:45:27: Und

00:45:27: die trinkst dann eine Woche lang oder?

00:45:28: Und die trink

00:45:28: ich da eine Woche lang.

00:45:29: Die müssen auch gekühlt werden, genau.

00:45:30: Ist das schlecht?

00:45:31: Du guckst mal an.

00:45:32: Kann

00:45:32: doch

00:45:33: irgendwas passieren.

00:45:33: Mach doch, wenn du meinst.

00:45:35: Okay, reden wir mal nach hinein rüber.

00:45:37: Und eure Flaschen nehme ich immer, wenn ich die verschenke an.

00:45:38: Freund, ne?

00:45:39: Also ich recycel eure Flaschen quasi eh in dem Kreis weiter.

00:45:42: Aber ihr habt auch Produkte richtig daraus

00:45:44: gebaut, ne?

00:45:44: Und dann ist Slow Juices rein.

00:45:46: In welche Flaschen?

00:45:46: Dann eure.

00:45:48: Und Glasfaschen generell.

00:45:49: Okay, dafür sind sie ja gut genug, okay.

00:45:51: Ich trinke da euer Feuer aus, mein Mensch.

00:45:54: So, das habt ihr.

00:45:55: Ihr habt die Schotze, ne?

00:45:58: Genau,

00:45:58: Ingmar-Schotze.

00:45:59: Die Limonade.

00:46:01: Mittlerweile die No-Laminate, genau.

00:46:02: No-Laminate,

00:46:03: die keine Kohlensäure hat.

00:46:04: Genau, deshalb ist es keine klassische Limonade, deshalb nennen wir es No-Laminate.

00:46:08: Das ist eine Stille, Zucker.

00:46:11: Arme Alternative zu einer Limonade.

00:46:13: Ich finde sie sehr geil.

00:46:14: Ich bin gar keinen so süßkramen Trinker und bin sehr verliebt in die eine Sorte mit Grapefruit, weil die es ein bisschen leichte Bitterkeit hat, weil ich bin ein ganz großer Fan.

00:46:25: Okay,

00:46:25: ich probiere auf jeden Fall.

00:46:26: Leider eigener Kunde.

00:46:27: Ist ja nicht gut, wenn man sein eigener Kunde ist.

00:46:30: Doch, doch, doch, doch.

00:46:31: Das ist authentisch.

00:46:32: Und ihr habt diese großen Flaschen, die dreimal so groß sind wie die normalen, also siebenundfünfzig Milliliter.

00:46:37: Nennen wir Triple, weil sie dreimal so groß sind.

00:46:39: Die gibt's

00:46:39: von jeder Sorte, ne?

00:46:41: Doch, von fast jeder Sorte.

00:46:42: Wir haben den Mind haben wir nicht in der großen Flasche.

00:46:44: So, und jetzt habt ihr, also ihr habt das mit zwei Mitgesellschaften hochgezogen, das ganze Thema.

00:46:48: Das heißt, das ist ja schon mehr oder weniger gebootstrapped.

00:46:51: Ihr habt diese zwei in das Turm von Anfang an drin gehabt, die sind mit euch gewachsen.

00:46:55: Die haben euch noch mal Geld gegeben, noch ein zweites Mal Geld gegeben in die Firma.

00:46:58: zweites, drittes Mal haben sie nachschießen müssen.

00:47:00: Wir waren am Ende, waren so Mitte sechsundzwanzig, waren alle drei gesammtschuldig, mit einer Million Euro verschuldet.

00:47:06: Ich glaube, da habe ich angefangen, meine Haare zu verlieren, nehme ich an.

00:47:09: Mein Bruder, mein Vater, liebe Grüße an der Stelle, haben beide noch volles Haupthaar.

00:47:14: Wow, vielen Dank für nichts.

00:47:20: Die ersten Jahre waren schon nach so viel Scheiße gefressen.

00:47:22: Sie waren schon anstrengend.

00:47:23: Niemand hat darauf gewartet.

00:47:25: Wir haben erst mal Handel verstehen müssen.

00:47:27: Der hat ja seine eigenen Regeln und so.

00:47:30: Aber Handel ist das Ding, womit ihr zum Schluss skaliert habt.

00:47:33: Der Einzelhandel ist der, der wirklich Menge bringt.

00:47:35: Das muss man ganz klar so sagen.

00:47:37: Wir mussten ja auch.

00:47:38: Wir mussten ja irgendwo die Menge an Flaschen, die wir da bestellt hatten, irgendwie loskriegen.

00:47:43: Das geht dann nicht nur über Fitnessstudios.

00:47:45: Deshalb mussten wir in den Handel rein.

00:47:47: Der Anfang war beschwerlich, aber wir sind dann mit einem großen Kunden aus Köln, sind wir sehr stark gewachsen am Anfang.

00:47:56: Ja, und wir haben natürlich diesen Umstand auch genutzt, dass es einige Händler gibt, die selbstständig sind.

00:48:01: Und da kannst du natürlich, also selbst wenn du keine Zentrallistung bei der EDK, bei der REWE hast.

00:48:05: Weil

00:48:06: die an die Händler einzulangen

00:48:07: gegangen sind.

00:48:07: Genau.

00:48:07: Klinke, ja, es ist natürlich beschwerlich, es fack.

00:48:10: Und Klinke putzen ist halt auch ätzend.

00:48:12: Aber die

00:48:12: dürfen ohne einen Zentrallenkauf einkaufen, soll ich dir jetzt mal... Ja,

00:48:15: die haben natürlich immer so lokale Produkte, die sie sich dann gönnen, sag ich mal, ne?

00:48:19: So ein Siegburger Abtei-Schnapps beispielsweise.

00:48:21: Da wird auch ein Siegburg-Verkauf wahrscheinlich im Hit.

00:48:24: Aber das geht natürlich dann schon, klar.

00:48:25: irgendwann wird das nervig auch für den Händler, dann will der das zumindest ins Abrechnungslieferant wirst.

00:48:30: Und irgendwann kommt dann der Schritt zur Zentrallistung, Lagerlistung, sagt man auch dazu, weil er dann auf dem Lager direkt liegst.

00:48:39: Aber ja, wir haben diesen ganz klassischen Aufbaustress noch vorgenommen.

00:48:43: Mittlerweile gibt es ja auch coolere Vehikel für Gründer im Foodbereich.

00:48:47: Wenn du einen EDK-Foodstarter denkst, und ich glaube, rewert wahrscheinlich ein ähnliches Konzept.

00:48:51: wo dann auch so ein bisschen junge, neue Produkte auch gefördert werden.

00:48:55: Was für eine tolle Sache ist.

00:48:57: Aber ihr seid ja auch trotzdem eine Marke, mit der man, also ist meine Wahrnehmung, mit der man sich gut schmücken kann, die ein gut geführtes Sortiment aus Musis reingehört.

00:49:06: Also ja, das ist schon ein premium Produkt.

00:49:09: Ja, ich glaube, wir sprechen sich auch junge Kunden an, kaufkräftige Kunden, dadurch, dass es irgendwo ein premium Produkt ist.

00:49:15: Es gibt schon gute Gründe, True Foods zu führen, keine Frage.

00:49:20: Wer ist euer Wettgewerb heute?

00:49:22: Ich hab den Namen schon mal gehört.

00:49:26: Also Coca-Cola ist unser Wettbewerb, also Innocent gehört zu

00:49:30: Coke.

00:49:30: Innocents Coca-Cola, okay.

00:49:31: Genau.

00:49:31: So eigentlich macht keiner, was wir machen komplett.

00:49:34: Okay.

00:49:36: Wir verkaufen ja nicht nur Smoothies oder No Lemonade oder Shorts, sondern wir verkaufen ja schon so ein bisschen, ja, das Gesamtpaket.

00:49:44: Die Flasche, die so ein bisschen daneben ist, das Abcycling dazu.

00:49:48: Also es ist schon eher so ein Konzept fast.

00:49:51: Und ihr seid heute, also ihr habt die Firma fast zwanzig Jahre, haben wir gerade festgestellt.

00:49:54: Ihr seid immer noch als Dreiergründerteam in der Firma drin.

00:49:57: Ja.

00:49:57: Also als Geschäftsführer auch in Gesamtverantwortung.

00:50:00: Ja, natürlich stark aufgeteilt in einzelner Aufgaben.

00:50:03: Ihr

00:50:03: habt aber irgendwann eine Mitgesellschaft hereingenommen, ne?

00:50:06: Also ihr habt irgendwann Anteile an der Firma verkauft.

00:50:08: Genau, genau.

00:50:09: Granini hat z.B.

00:50:10: eine Minderheitsbeteiligung.

00:50:12: Also

00:50:12: eine andere Saftfirma.

00:50:14: Ja, Strategie würde man jetzt sagen im coolen Talk.

00:50:19: Strategie

00:50:19: heißt ja Synergien.

00:50:21: Jetzt sagt ihr, ihr seid immer noch beim selben Abfüller.

00:50:23: Ihr kauft das Obst weiter zentralisiert ein.

00:50:25: Lassen die euch quasi machen.

00:50:27: Und seid ihr eine strategische Beteiligung, weil Granini diesen Smoothies-Markt nicht besetzt hat?

00:50:30: Oder wie muss ich mir das vorstellen?

00:50:32: Ja,

00:50:32: ich glaube, die haben es zwar mal probiert.

00:50:33: Und als wir am Tag mal schief gingen, dann so, fuck it, irgendwie wollen wir den Markt irgendwie dann doch mitmachen und ja.

00:50:39: Und wir hatten überhaupt keine Interesse gekauft zu werden.

00:50:42: Wollte ich gerade sagen, wie muss ich mir das vorstellen?

00:50:43: Ihr hattet keine Interesse, ihr hattet keine M&A-Botik engagiert, ihr habt euch einen riesengroßen Prozess gemacht, da kam halt irgendwann die E-Mail oder den Brief von Granini.

00:50:50: Nee, nee, irgendwann wollte der damalige CEO, den gibt's da heute auch nicht mehr, aber der wollte mit uns reden und wir haben verstanden nicht warum, weil wir eigentlich in zwei verschiedenen Märkten tätig sind und irgendwann haben wir uns dann doch breitschlagen lassen und haben dann eine Zahl gesagt, die uns unverschämt.

00:51:07: hoch erschienen.

00:51:09: Und war dann nicht so geschockt, wie wir dachten, dass das ist.

00:51:14: Und ja, und dann hat nach so ein paar Monaten, haben wir gesagt, ja, wäre irgendwie schon geil, die Schäfchen im Trocknen zu haben.

00:51:23: Und dann haben wir eine Erzbeteiligung abgegeben.

00:51:25: Und ja, wir haben uns halt reinschreiben lassen in den Vertrag auch, dass wir halt immer noch eigenständig agieren dürfen.

00:51:32: Und das, ich weiß noch, ich weiß gar nicht, ob ich das erzählen darf hier.

00:51:35: Ja, du darfst ja alles erzählen.

00:51:36: Aber

00:51:37: M&A-Berater von Granini haben uns sozusagen gesagt, wir werden nie unterschreiben, das, was ihr euch da vorstellt.

00:51:43: Ja.

00:51:45: Ja.

00:51:46: So, lass mal was machen.

00:51:46: Insofern, aber gut, die wissen natürlich auch, was sie an uns haben.

00:51:50: Wir sind, wir machen für unser Ding, das funktioniert gut und die verstehen auch, dass sie, ja... dass man da jetzt auch nicht so zu sehr wahrscheinlich rein.

00:52:03: Also

00:52:03: ihr habt doch kein Geschäftsführer von dem bekommen oder so, ihr könnt völlig auch tag weiterarbeiten, die Zahlen stimmen auch, das heißt es geht an die richtige Richtung.

00:52:10: Genau, wenn die mal nicht mehr stimmen, dann wer weiß, also dann würde ich meine Hand dafür auch nicht ins Feuer legen, aber im Moment ist es eine sehr coole Partnerschaft auch, also weil man sich ja schon gegenseitig auch befruchtet, auch von das jetzt ein bisschen.

00:52:20: Ich kann mich

00:52:21: erinnern, ihr hattet mal auch so eine Kampagne gegen Plastikflaschen.

00:52:25: Da habt ihr euch wahrscheinlich bei Granini richtig Freunde gemacht, weil ich kann mich erinnern, dass Granini auch einige Plastikflaschen im Verkehr hat.

00:52:30: Ibi war noch mit auf dem Plakat drauf.

00:52:32: Sie

00:52:32: war mit auf dem Plakat drauf.

00:52:33: Also ihr seid ja schon auch für Chancengleichheit und alle können gleich angeschwärzt werden.

00:52:36: Ja,

00:52:36: aber wir wollten mal testen, glaube ich auch, wie ernst das gemeint ist, dass wir machen können, was wir wollen und haben sie mit Fassung getragen, muss ich sagen.

00:52:46: Also Respekt an der Stelle.

00:52:47: Also seid ihr heute noch?

00:52:48: Mitgesellschafter, ihr seid alle drei in einer kompletten operativen Verantwortung.

00:52:52: Euer Business wächst wahrscheinlich nicht mehr ganz so dynamisch wie früher.

00:52:55: Ihr werdet also primär durch andere Länder wahrscheinlich auch wachsen können.

00:52:59: Und hier durch neue Produkte natürlich.

00:53:00: Und

00:53:00: durch neue Produkte.

00:53:02: Granini hilft euch dabei.

00:53:03: Gibt es da irgendein Fit, wo die sagen, hey, wir sind schon hunderttausend

00:53:06: Ländern?

00:53:06: Ja, Ausland kriegt man natürlich dann schon so ein bisschen Hilfe, aber im Inland sind wir immer noch wir.

00:53:11: Okay,

00:53:11: das heißt, die Distribution wird einfach, also was auch so das Ziel für die nächsten Jahre, ihr werdet wahrscheinlich noch ein paar Länder machen?

00:53:17: Ja.

00:53:18: Ich hätte versuchen, noch tiefer in den Handel reinzugehen.

00:53:21: Ja, oder andere Länder noch, gibt ja noch ein paar in Europa, die noch kein True Foods haben.

00:53:25: Europa

00:53:26: wäre auch der erste Step.

00:53:27: USA steht jetzt nicht so irgendwie direkt auf den Ergebnis für nächstes Jahr.

00:53:31: Weiß nicht, das ist natürlich immer ein großer Schritt.

00:53:32: Dann kannst du ja kaum, brauchst du eine Abfüllung dann in den USA oder so und... Also im Moment haben wir da keine Ambition.

00:53:39: Ihr könntet mit dem Abfüller aber auch noch verdoppeln, überhaupt kein Problem, der hat richtig Kapazität.

00:53:44: Das

00:53:44: kann ich nicht beantworten, weil wirst ich nicht.

00:53:46: Aber überleg mal, der hat sich auch mehr als...

00:53:49: Ihr werdet gegrüßt, wenn ihr da hinkommt, ihr seid schon ein Kunde für die, die er kennt.

00:53:53: Ja, ich glaube schon, dass die uns kennen.

00:53:56: Nee, ist ja klar, wir sind natürlich... überleg mal, beim... Ganz am Anfang weiß ich noch, als wir da die ersten Abfüllungen gemacht haben, dann haben wir Freitags abgefüllt, weil das war deren Tag, wo die keine eigenen Produkte abgefüllt haben.

00:54:09: Also der freie Tag.

00:54:09: Die

00:54:10: haben eigene Produkte

00:54:13: quasi.

00:54:13: Okay, ihr

00:54:14: füllt quasi die Produktionskapazitäten aus, die nehmen euch einfach dazu, weil die Fabrik E steht und Freitag war der Tag, wo die für andere produziert.

00:54:20: Genau, dann haben die Freitags für uns eine Stunde lang abgefüllt.

00:54:22: Eine Stunde.

00:54:23: Vier Sorten, in einer Stunde waren die durch, weil es so wenig war.

00:54:26: Und mittlerweile haben wir natürlich eine eigene Linie und für den sechs Tage die Woche im Zweischicht betrieben.

00:54:31: Echt?

00:54:31: Ja.

00:54:32: Das ist wie das sonst halt die ganze Zeit.

00:54:34: Sechs Tage

00:54:34: die Woche im Zweischicht betrieben.

00:54:35: Sechs zu Stunden.

00:54:36: Sechs Tage die Woche.

00:54:38: Wow.

00:54:39: Ja, das ist schon krass.

00:54:40: Und so eine kommt nur für mich.

00:54:42: Das ist ja ein starkes Commitment auch von beiden Seiten.

00:54:45: Solche Verträge sind dann aber schon eher ein Jahr und größer als jetzt wenige Monate, weil man verlässt sich schon auf die Kapazität

00:54:51: von anderen.

00:54:52: Ja klar, das macht alles inga, aber kann ich jetzt nicht genaues zu sagen, aber ja, das ist schon so.

00:54:57: Ich finde es auch geil, dass ihr jetzt wahnsinnig damit zusammenarbeitet.

00:54:59: Also was für eine geile Story auch.

00:55:01: Ja, Familienbetrieb.

00:55:03: Familiengeführt, fünfte Generation, echte Fruchtsaft.

00:55:07: Vielleicht

00:55:08: machst du mir da mal ein Intro, vielleicht passt er zu unserem Podcast.

00:55:11: Ja, absolut.

00:55:12: Okay, da verlass ich dich drauf.

00:55:13: Philipp, das hast du gehört, ne?

00:55:15: Das ist sehr gut.

00:55:17: So, jetzt machst du aber, du machst ja quasi nicht nur True Fruits, aber du bist ja auch einer der kreativen Köpfe, der sich diese ganzen Schmuddelkampagne mal mit ausgedacht hat.

00:55:25: Ich kann mich erinnern, ich verfolge das ja so ein bisschen auch in Social Media.

00:55:28: Du hast ja auch, du bist ja, hast ein Kochbuch geschrieben.

00:55:31: Was ist denn da los?

00:55:32: Ein Kumpel hat mich angesprochen irgendwann.

00:55:36: Ich habe hier die Möglichkeit, einen Korbbuch zu schreiben.

00:55:39: Und du postest doch da und diese Cheeseburger.

00:55:42: Ich hatte so eine Phase, wo ich sehr, sehr Cheeseburger verliebte.

00:55:46: Du hast so richtig fiese

00:55:47: Cheeseburger auch gepostet.

00:55:49: Ja.

00:55:50: Ich glaube, ich könnte keiner von essen, ohne direkt irgendwie zusammenzubrechen.

00:55:53: Herzinfarkt,

00:55:54: enough grease to kill a donkey, kann man hier in Berlin sagen würde.

00:55:58: Ja, man lasst uns das doch machen.

00:56:00: Und ich war direkt Feuer und Flamme, fand das eine grandiose Idee.

00:56:08: Er hatte schon bekannte ... Buch vorher gemacht im Suvid-Bereich.

00:56:14: Der liebe Hubertus Schörner.

00:56:16: Genau, mit den Plastikbeuteln, wo er die perfekte Temperatur einstellen kann.

00:56:20: Er hatte schon ein cooles Buch gemacht.

00:56:21: und als Hubi dann sagte er, komm lass uns einfach das Burger-Buch machen.

00:56:26: Ja, war ich Feuer und Flamme, war ja geil, machen wir.

00:56:28: Und dann sind wir, damals hatten wir einen Verlag, der ist dann wieder abgesprungen, dann sind wir auf die Buchmesse nach Frankfurt gefahren mit so einem Exposé.

00:56:35: Hatten wir so zehn Exposés ausgedruckt, also so ein Kapitel meinetwegen geschrieben.

00:56:40: Also ein Bild gemacht, da reingesetzt und sind damit dann so an die coolen Kochbuch-Verlage getreten.

00:56:47: Die auch diese Coffee-Table-Books machen und sind da irgendwie keiner Bock.

00:56:51: Es gibt schon gefühlt neunzehn Burgerbücher.

00:56:56: ist doch redundant, ist doch, dass da nichts Neues.

00:56:58: Und wir sagen, ja, aber das ist alles nicht vernünftig.

00:57:02: Das ist kein gutes Brioche-Rezept drin.

00:57:07: Verschiedene Cuts werden nicht behandelt.

00:57:09: Cheeseburger, da kannst du schon ausrasten bei dem Tier.

00:57:11: Wir hatten auf jeden Fall große Leidenschaft dafür.

00:57:13: Wir sahen auf jeden Fall Potenzial.

00:57:15: Und beim letzten, kein Spaß, beim letzten Verlag, Kallwei an der Stelle, liebe Grüße nach München, beim lieben Kallwei-Verlag.

00:57:25: Es wäre so einfach gewesen, vor dem Termin zu sagen, mach keinen Sinn, wir fanden jetzt nach Hause, wir mussten beide noch nach Hause irgendwie.

00:57:33: Aber naja, wir sind geblieben, den letzten Termin noch gemacht und Kallwey hatte dann Lust das zu machen.

00:57:40: und die sind natürlich auch bekannt für ihre Coffee Table Books, aber die hatten noch nie ein Kochbuch gemacht oder hatten erst wenig Kochbucherfahrung, sag ich mal.

00:57:48: Und das ist direkt so ein Bestseller geworden bei denen.

00:57:51: Das ist direkt voll eingeschlagen.

00:57:54: Ich glaube, wir sind zwölfte, dreizehnte, wenn nicht sogar vierzehnte Auflage.

00:57:58: Was für so ein Buch das kostet, neun, dreißig, neunzehnte, also ein relativ teures Buch.

00:58:02: Also

00:58:02: wie viele Stück sind das dann?

00:58:04: Ja, das sind schon ein paar Zehntausend Stück.

00:58:07: Ein paar

00:58:07: Zehntausend.

00:58:08: Ja, ja, schon.

00:58:09: Und was ist bei dem Preispunkt?

00:58:10: Das ist viel.

00:58:11: Also man würde es jetzt nicht denken, aber das ist ein richtig erfolgreiches Buch geworden.

00:58:15: Obwohl es sich quasi monothematisch mit Bürgern beschäftigt, aber wir haben es nicht auch geil gemacht.

00:58:20: Also wir haben nicht nur geile Fotos, also Daniel S. Wein hat sehr, sehr geile Fotos gemacht.

00:58:24: Die Texte waren auch nicht ganz schlecht, finde ich.

00:58:27: Aber vor allem...

00:58:27: Von wem kamen die denn?

00:58:28: Ja.

00:58:30: Aber vor allem, Hubi ist nicht auch ein grandioser Koch, hat geile Rezepte geschnürt.

00:58:36: Und die Konzepte haben wir so ein bisschen gemeinsam entwickelt.

00:58:38: Es gibt natürlich so... Der Imperator hat so drei Patties drauf oder so.

00:58:44: Das sind natürlich auch dann die Burger, sind natürlich auch so ein bisschen mit Augenzwinkern zum Teil gemacht.

00:58:50: Aber ja, es ist wirklich auch das mit Science beckt.

00:58:53: Also wir haben Professor gebeten dann auch über Koagulationen von Protein und so, uns da sozusagen den neuesten Stand der Wissenschaft zu geben.

00:59:02: Das sollt auch einfach auf einem ganz hohen Niveau quasi jetzt auch die Physik verstehst hinterm Kochen, hinterm Burger machen.

00:59:07: Aber das ist ja irgendwie schon so ein bisschen auch wie True Fruits.

00:59:11: Wir reden von einem Produkt, was es eigentlich schon gab.

00:59:13: Es geht um Packaging, Text, es geht um Wissenschaft.

00:59:17: Also auch um die Zubereitung und die Aufbereitung des Produktes.

00:59:21: Und irgendwie seid ihr auch so ein bisschen last minute.

00:59:23: Es geht

00:59:23: um Liebe zum Detail einfach.

00:59:25: Genau.

00:59:26: Und das stimmt.

00:59:27: Da sehe ich auch eine gewisse Parallelität.

00:59:30: Also

00:59:31: wahnsinnig Glückwunsch auch.

00:59:32: Also zwei Sachen gemacht, zwei Sachen funktioniert.

00:59:34: Aber trotzdem mal so ein bisschen auf den letzten Drücker.

00:59:35: Auch so der Investor kam ein Truthwoods noch dahinten raus.

00:59:38: Der letzte Verlag hat sie irgendwie genommen.

00:59:40: Also cool, und ich kann nur sagen, du genießt bei all meinen Freunden, wenn ich sage, der Nick von True Foods kommt zu uns im Podcast oder so, dann sagen die alle, boah, Marketing Genie.

00:59:49: Ich sage es nur, ne?

00:59:50: Ich würde es ja sehr bescheiden.

00:59:51: Das schließe ich

00:59:51: mit Inga und Marco teilen, das Lob, weil es ist schon so, dass diese großen Kampagnen, die auch uns vielleicht ein bisschen bekannter gemacht haben, als sie es eigentlich verdienen.

01:00:00: Die haben wir uns immer zusammen ausgeheckt.

01:00:02: Das ist jetzt wirklich... Ja, das haben wir immer zusammen überlegt.

01:00:07: Das ist nicht ich.

01:00:07: Also ich bin der, der es immer dann irgendwie gerade biegen muss, so schön schleifen.

01:00:11: Und so.

01:00:12: Das kann ich auch gut texten und so.

01:00:14: Aber diese großen Kampagne, ich glaube das, wovon man Two Foods kennt, das ist tatsächlich schon so eine Teamleistung.

01:00:20: Ja,

01:00:20: ich habe ja beide schon kennengelernt auch.

01:00:22: Die sind doch beide toll.

01:00:23: Also muss man ganz klar sagen.

01:00:24: Ich bin

01:00:24: auch großer Fan.

01:00:25: Falls ihr das jetzt seht.

01:00:27: Ihr seid wirklich ein Dream Team.

01:00:29: Entschuldigung.

01:00:31: Ihr seid ja wirklich

01:00:31: ein Dream Team und habt ja immer auch sehr gut Harmony.

01:00:33: Ihr macht seit zwanzig Jahren zusammen.

01:00:35: Das alleine ist schon sehr ungewöhnlich, muss man fairerweise sagen.

01:00:38: Normalerweise auch Lebenswege sich verschieden entwickeln.

01:00:40: Das macht ihr ja sehr ordentlich.

01:00:42: Ja, die Kohle schweißt zusammen.

01:00:45: Die Kohle schweißt zusammen.

01:00:46: Ja, genau so.

01:00:50: Wir haben ja so ein paar Sektionen auch hier in der Geschichte.

01:00:53: Live Hack.

01:00:54: Es hast du ja schon ein paar Sachen gemacht, live.

01:00:56: ich sagen wir immer, da höre man ganz gerne irgendwas, was vielleicht auch anderen Gründern hilft.

01:00:59: Manchmal ist es ja auch branchenfremd.

01:01:01: Hast du da so ein, zwei Sachen für uns?

01:01:03: Mir hat

01:01:03: man eine Sache gedacht, die ich jetzt hier sagen könnte.

01:01:06: Also das ist eigentlich total geheimes True Food zu wissen, aber ich teile das hier.

01:01:14: Jetzt

01:01:14: gehen die abonnunden Zahlen nach oben.

01:01:17: Also wir haben so ein kleine Regel, was Designs angeht.

01:01:21: Neue Designs.

01:01:22: Wir nennen das die Dreimeterregel.

01:01:24: Und es ist eigentlich ganz banal.

01:01:26: Normalerweise Designs entwickelt am Rechner oder am Mac und ausgedruckt so mit drei Zentimeter Abstand.

01:01:33: Aber die Wahrheit ist, Produkte stehen im Regal in der Regel zwei, drei Meter weg.

01:01:37: und wirken viel kleiner und wirkt natürlich anders, wenn noch die Mitbewerber daneben stehen.

01:01:41: Das heißt, wir beurteilen Designs auf ihre Prägnanz, auf ihre Funktionsfähigkeit aus drei Meter Entfernung.

01:01:49: Okay, also dem wir das machen, bild ich mir einen, dass wir noch noch schönere, noch effektivere Designs haben, noch geilere Designs machen.

01:02:00: Ich glaube, die Wahrheit

01:02:02: ist, dass niemand geht in Rewe und Edeka und hat Truefruits auf dem Einkaufs-Settel stehen.

01:02:07: Oder es muss auf dem Einkaufs-Settel stehen.

01:02:08: Das ist ein Impulsprodukt.

01:02:10: Das heißt also, du musst irgendwie die Leute ansprechen.

01:02:14: Und wir ändern das Produkt, also wir erreichen das eigentlich, dadurch dass wir sehr farbige bunte Flaschen haben und auch sehr darauf achten, dass wir weiterhin immer das geilste Obst kaufen, damit es so schön bunt und grell ist.

01:02:26: Das ist wirklich, ne?

01:02:26: Farbe und Coos kommt bei euch unglaublich

01:02:28: wichtig.

01:02:28: Farbe

01:02:28: und Coos kommt bei euch unglaublich wichtig.

01:02:29: Es kommt alles aus dem Obst.

01:02:30: Ja,

01:02:30: absolut.

01:02:30: Also wenn ihr die falsche Manko kauft, die falsche Drachenfrucht, sieht das ganze Ding anders aus.

01:02:33: Ja, falsche Manko kann man ganz gut kaschieren.

01:02:36: Wobei Mango auch wunderschönes Gelb eigentlich beschert.

01:02:40: Klar, es gibt so tränigere Gelbe, stimmt.

01:02:42: So eine Totapuri.

01:02:43: Alter, die sieht schon ranzig aus.

01:02:48: Aber auch krasser Geschmack ist auch fair.

01:02:53: Wenn wir aber neue Designs machen, achten wir halt drauf, dass wir da die drei Meter regel.

01:02:57: Und das hilft uns schon im Designprozess.

01:02:59: Und dass wir meinen Hack für Leute, die ein Produktdesign müssen, wahrscheinlich denken jetzt alle, höh machen wir eh.

01:03:06: Aber am Ende macht man es dann, weißt du, oder anders.

01:03:08: Wir unterwerfen dann auch das finale Design diesem Test.

01:03:13: Und wenn es dann nicht besteht, dann geht es halt nochmal.

01:03:16: Also wir drehen auch unglaublich viele Runden bei Produkten.

01:03:19: Teilweise auch sehr zum Verdrohs unserer Kollegen und Kolleginnen, die dann natürlich so denken, oh fuck, Alter, jetzt noch eine Runde.

01:03:25: Aber so baut man Marken, das ist leider so.

01:03:27: Ja, wir können's irgendwie nicht anders.

01:03:29: Und ich lass dich dann, ich kann nicht hier schlecht gehen lassen, ohne dass du einen Lifehack aus diesem Burger-Dink noch rüberbringst.

01:03:35: Da musst du kommen, du musst eine Sache haben.

01:03:36: Ja, hab ich.

01:03:37: Das ist super simpel.

01:03:38: Den kennt man jetzt mittlerweile auch schon dank Insta-Köchen.

01:03:42: Aber es lohnt sich, immer einen Brioche selber zu machen, wobei es gibt mittlerweile ganz gute Burger ... Ich mag Brioche, weil die so ein bisschen weicher sind, nicht so elastisch, sondern so ein bisschen brockelliger.

01:03:55: Also

01:03:55: das ist Burgerbrot, Brioche.

01:03:56: Genau, das ist das Burgerbrot, genau.

01:03:58: Der Bann.

01:04:00: Und den muss man einfach in brauner Butter rösten.

01:04:03: Endet das Game um hundert Punkte.

01:04:07: Punkt.

01:04:07: In brauner Butter noch mal rösten.

01:04:09: Also die Schnitthälften in die Pfanne legen und eine braune Butter ist quasi, also eine Nonos-Butter quasi, also eine, da wo die Molke schon karamellisiert ist, würde ich gerne ... Mehr zu sagen, ich weiß nicht, wie viel, wäre das okay?

01:04:21: Ja, mach mal.

01:04:22: Also braune Butter, das ist, kann ich die Kamera, kann ich die zwei gerade haben dafür?

01:04:26: Du sprichst jetzt einfach noch direkt.

01:04:28: Also, das ist schon geil, man nimmt also Butter und legt sie einfach in eine Pfanne und lässt quasi die Molke, das gelbe Zeug, was da so aufsteigt, das lässt man im eigenen Fett quasi karamellisieren.

01:04:37: Das sinkt dann irgendwann zu Boden und wird dann so braun.

01:04:39: Achtung, dem Moment nicht verpassen, wenn es schwarz wird, ja, da muss man dann vorher abgießen.

01:04:44: Ähm, und dann sind wirklich so eine goldgelbe Flüssigkeit quasi.

01:04:49: Und die benutzt man dann in der französischen Küche, das ist der Geheimtrick, um alles geil schmecken zu lassen.

01:04:53: Die nimmt man dann, um Gerichte zu verfeinern oder um seine Burger-Bands nochmal anzurösten.

01:04:58: Und der Geschmack, wenn man einmal ein Burger hatte, den man den Nussbutter angeröstet hat, den vergisst man nicht.

01:05:05: Man kann da nicht mehr zurück zu so, ah, wir haben das nicht getostet.

01:05:08: Dann gibt's Ärger von der Klientel, also da ...

01:05:12: Vielen, vielen Dank.

01:05:13: Ich glaube, wir hatten auch noch keinen Gast, der direkt in den Kamerern gesprochen hat.

01:05:16: Also es lohnt sich für alle auch, das YouTube-Video dazu zu sehen.

01:05:18: Das war jetzt quasi die Ansprache für das perfekte Burgerbrioche in die Kamera.

01:05:21: Bin so froh, dass ich das machen durfte.

01:05:23: Das ist mir so eine hartensangelegenheit gewesen.

01:05:24: Ja, endlich

01:05:25: kriegen wir auch Follower aus so diesen ganzen Kochgeschichten.

01:05:27: Ich muss ja gucken, aus welchen Bereichen wir Follower ziehen.

01:05:28: Ich

01:05:29: hoffe einfach, dass das jemand aus der Butte-Nustrie hört und mich das als Influencer bucht oder so.

01:05:32: Als Butter.

01:05:32: Ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe ein paar, ich habe Ich könnte Butterinfluencer sein.

01:05:40: Ich würde gerne... Wisst ihr was?

01:05:42: Ich würde gerne Butterinfluencer.

01:05:43: Nein.

01:05:44: Warum nicht?

01:05:45: Nein.

01:05:45: Nein, jetzt war auf.

01:05:46: Kein Butterinfluencer.

01:05:47: Sag mal, machst du irgendetwas, um dich... Also, lässt du dich coachen weiter bis zu irgendwelchen Netzwerkengruppen drin?

01:05:57: Nee, Netzwerkengruppen nicht, aber ich gehe seit ein paar Jahren zur Therapie, kann man sagen.

01:06:04: Also ich hab einen Coach, mit der ich viel arbeite.

01:06:07: Da geht's um Persönlichkeitsentwicklung,

01:06:08: oder?

01:06:09: Genau, also auch so ein Sparringspartner.

01:06:14: Wo ich tatsächlich auch, ja, nicht nur Business-Ding, aber auch natürlich privaten Kram, Challenger und das hat mir sehr geholfen.

01:06:21: Und natürlich, ja, bin ich die letzten Jahre auch, hab ich auch paar andere Therapien ausprobiert.

01:06:28: Ich glaub, wenn man diesen Wahnsinn Unternehmer zu sein, wenn man den auf sich nimmt, dann ... Stimmt eigentlich mit einem irgendwas nicht, weil man sucht eigentlich, irgendeinen Loch in sich zu füllen.

01:06:38: Mit einer Regel suchen wir ja, wollen wir immer erfolgreicher so Geld haben.

01:06:43: Und wenn man dann Geld hat irgendwann, dann merkt man plötzlich so, ah, fuck, das war das Loch jetzt auch nicht.

01:06:50: Und dann geht man weiter auf die Suche.

01:06:52: Und in dem Prozess bin ich natürlich auch gerade.

01:06:55: Ich weiß nicht, ob das mit denen Resonanz geht, was ich gerade sage.

01:06:58: Aber ja, das ... Das mache ich auch.

01:07:02: Ich finde, du bist jetzt ein Unternehmer, schon jemand, der relativ straight Wege und Dinge verfolgt.

01:07:07: Und wie du schon sagst, dann hast du irgendwann so auch so ein Teil abgearbeitet und dann gibt es ja noch viele, viele andere Sachen.

01:07:11: Also ich glaube, das ist schon so eine gewisse Selbstkasteilung gerade am Anfang.

01:07:15: Und irgendwann ist der der Schmerz auch erlebt und dann guckt man auch, was noch so ist.

01:07:18: Kein ganz viel Unternehmer hier, die machen denn auch mal eine Ayahuasca-Cour oder so.

01:07:21: Also auch so mit Schamanen zusammenarbeiten.

01:07:24: Manche nehmen sich ein Coach, was finde ich noch die leichteste Form ist.

01:07:26: Andere sagen, ich bin in so Netzwerken organisiert und haben einen guten Freundeskreis.

01:07:30: Aber es ist schon so.

01:07:31: Also du hast wenig Leute, du kannst ja mit jedem über Herzschmerz reden oder kannst ja auch mit Leuten Bier trinken gehen.

01:07:37: Es geht mit ganz, ganz vielen Leuten.

01:07:38: Aber so über unternehmerische Themen und Lehrer auch, die entstehen kann reden, macht sehr relativ wenig Leuten.

01:07:43: Aber ich finde gut, dass wir das machen.

01:07:45: Ich glaube auch, sie sitzen ja ganz tolle großartige Unternehmer und ich glaube, du musst es auch für dich selbst machen, weil also es selbst schützt, denn auch so jemanden zu haben und ihn auch rausziehen zu können, weil ansonsten kannst du auch schlecht gehen.

01:07:57: Ja.

01:07:58: Also es ist sehr geholfen schon in der Vergangenheit und ich bin sehr dankbar für die Coaches, die ich da habe und hatte.

01:08:05: Cool.

01:08:07: Was machst du, wenn der Tag besonders stressig war, runterzukommen?

01:08:10: Also brätst du dir ein Burger oder hast du so Meditation, Sport, Yoga, irgendwas?

01:08:13: Ja,

01:08:13: pass auf, der Nick ist da gerade an einem scheiden Weg.

01:08:15: Bisher war mein Go-to dann wahrscheinlich ein großer, saftiger Burger und ich versuche gerade das anders zu regeln und nicht durch emotionales Essen sozusagen.

01:08:27: Da bin ich aber gerade noch, gucke ich gerade noch, was es sein könnte.

01:08:30: Ich habe schon rausgefahren, Fahrrad fahren, ist es nicht.

01:08:32: Genau, und der Nick ist nämlich hier in den Fahrrad an dem Fahrrad angereist, bei Mises in Berliner Wetter, das muss man ihm sehr zugute halten.

01:08:38: Ja, ich brauche ein bisschen was, ich wollte ja hier fresh ankommen, kam dann eher verschwitzt an, das war ein bisschen blöd, habe ich mir anders vorgeschaut.

01:08:44: Das haben wir extrem gut kaschiert, mit unserem veganen Puder, sieht super aus.

01:08:47: Nick.

01:08:48: Tausend Dank.

01:08:49: Also ich muss wirklich sagen, du hast es super locker vorgetragen.

01:08:52: Es ist einfach auch super bescheiden in Summe, auch wie ihr agiert, wie

01:08:55: ich finde.

01:08:57: Ich wollte noch ein paar Rezepte... Also du wolltest

01:08:58: noch ein paar Rezepte ausbringen.

01:09:00: Gucken hier ist ja auch Medienzeit kostet ja auch.

01:09:04: Ich finde, ihr habt es super humble auch gemacht.

01:09:06: Ihr seid für mich immer ein Unternehmen auch zum Anfassen gewesen.

01:09:08: Ich liebe euer Marketing, so wie viele andere Menschen auch.

01:09:10: Ich liebe euer Produkt.

01:09:11: Meine Mitarbeiter lieben alle euer

01:09:12: Produkt.

01:09:13: Danke.

01:09:13: Sehr, sehr cool, dass sowas quasi aus einer wilden Idee von drei BWL-Studenten irgendwie entstanden ist, wie ihr das auch gemanagt habt, wie ihr da gehasselt habt.

01:09:23: Glückwunsch zu dieser coolen Marke auch.

01:09:25: Ich bin wirklich gespannt, wo ihr da noch mit hingeht.

01:09:27: Es ist eine Freude, euch zuzusehen.

01:09:29: Tausend Dank, dass du die Zeit investiert hast.

01:09:31: Vielen Dank.

01:09:32: Ich war gerne hier.

01:09:33: Und wir haben zu danken.

01:09:35: Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir, dann vergesst bitte nicht.

01:09:38: Follow'n.

01:09:39: Liken, gerne auch in den Kommentaren schreiben, was euch gefallen hat, was euch nicht gefallen hat.

01:09:43: Vergesst niemals, Mittwoch ist Mittelsastag.

01:09:45: Ich wünsche euch eine erfolgreiche Woche und sage bis bald.

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