Vom Gin-Hype zum alkoholfreien Marktführer | Raphael Vollmar von Rheinland Distillers GmbH

Shownotes

Vom Gin-Hype zum alkoholfreien Marktführer - Raphael Vollmar von Rheinland Distillers GmbH bei Mittelstars

Raphael Vollmar ist bei den Mittelstars zu Gast und erzählt die Geschichte hinter Rheinland Distillers und Siegfried Gin. Was als Teil des Gin-Hypes begann, entwickelte sich zu einem der spannendsten Strategiewechsel im deutschen Mittelstand. Vom gefeierten Premium Gin mit Alkohol hin zum alkoholfreien Marktführer. Eine Entscheidung, für die er zunächst belächelt wurde und die heute eine ganze Branche prägt.

Gemeinsam mit seinem Co Gründer startete Raphael mit nur 4.000 Euro, zwei iPhones und komplett ohne Investoren. Kein Kredit, kein Sicherheitsnetz, alles aus dem operativen Cashflow. Als sie erstmals alkoholfreie Alternativen unter derselben Marke auf den Markt brachten, wurden sie ausgelacht. Heute kopieren Wettbewerber genau diesen Ansatz. Raphael spricht offen darüber, wie Markenaufbau, Timing und Mut zusammenkommen müssen, um echte Marktführerschaft zu erreichen und warum Größe plötzlich egal wird, wenn das Produkt überzeugt.

In dieser Folge geht es um Unternehmertum im Mittelstand, Bootstrapping, Markenstrategie, Innovation und den Wandel der Konsumgewohnheiten. Raphael erklärt, warum alkoholfreie Spirituosen mehr sind als ein Trend, wie man ohne Heritage trotzdem eine Kultmarke aufbaut und weshalb unternehmerischer Erfolg oft aus Entscheidungen entsteht, die sich im Moment falsch anfühlen.

Ein ehrliches Gespräch über Gin, alkoholfreie Getränke, Markenführung, Wachstum ohne Investoren und den Mut, die eigene Branche infrage zu stellen. Pflichtstoff für Unternehmerinnen und Unternehmer, Gründer, Markenmenschen und alle, die verstehen wollen, wie man aus Gegenwind Rückenwind macht.

Im Podcast spricht Raphael über

  • Wie man mit 4.000 Euro Startkapital eine internationale Spirituosenmarke aufbaut.
  • Warum Bootstrapping im Mittelstand ein echter Wettbewerbsvorteil sein kann.
  • Wie alkoholfreie Spirituosen eine ganze Branche verändern.
  • Warum Markenmut oft wichtiger ist als Marktanalysen.
  • Wohin sich Konsumverhalten und die Spirituosenbranche langfristig entwickeln.

Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen

  1. Wie man ohne Investoren Marktführer wird.
  2. Warum Disruption im Mittelstand oft belächelt wird und sich trotzdem durchsetzt.
  3. Wie man Marken auch in Krisenzeiten relevant hält.

Jetzt reinhören im Mittelstars Podcast.


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Transkript anzeigen

00:00:00: Am Ende ist daraus eine Entscheidung geworden, die eine ganze Industrie geprägt hat, weil wir als Erste vorgemacht haben, als Schnapshersteller den Antichristen, nämlich Zeug ohne Alkohol, auch noch unter dem gleichen Markennamen zu verkaufen.

00:00:14: Wir haben gesagt, ihr seid verrückt, das ist viel zu gefährlich.

00:00:16: Da bringt er den Siegfried in Gefahr.

00:00:18: Dann haben wir das rausgebracht, im Oktober zum Messe gefahren, über die Messe gegangen und die haben uns alle hier ... Da sind sie, hier, die Idioten.

00:00:24: Und was sie uns alle ... Ja, das war wild.

00:00:28: Die haben uns ausgelacht, haben mit Fingern auf uns gezeigt.

00:00:31: Heute kopieren sie uns.

00:00:44: Moin, Freunde der MitteStars.

00:00:46: Das Jahr zwanzig fünfundzwanzig neigt sich langsam dem Ende.

00:00:48: Weihnachten habt ihr schon hinter euch gebracht, den ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag auch.

00:00:52: Ich hoffe also ihr seid alle satt, gesund und hattet viel, viel Spaß mit der Familie.

00:00:56: Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken.

00:00:58: Danke an die zahlreichen hochkarätigen Gäste, die diesen Podcast mit Leben gefüllt haben.

00:01:03: Danke vor allem auch an euch dafür, dass ihr diesen Podcast supportet, zuhört, kommentiert und uns auch weiter empfehlt.

00:01:09: Auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch im Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Jahr auch in Bis bald.

00:01:22: und jetzt zurück zum Podcast.

00:01:24: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mitte Stars.

00:01:27: Mein Name ist Markus Seidel und heute zu Gast ist Rafael Vollmer von Siegfriedschen.

00:01:32: Eigentlich ist der Familienunternehmer in vierter Generation, dann ist

00:01:35: ja leider

00:01:35: dem Alkohol verfallen.

00:01:36: Die Firma, die er mit seinem Geschäftspartner zusammen gegründet hat, ist am elften, elften eingetragen worden, also zu Beginn der Karneval-Saison.

00:01:43: Alles begann mit viertausend Euro Startkapital in einer Küche.

00:01:47: Heute ist Siegfried Jinn, einer der erfolgreichsten Jins in Deutschland, gewinnt Preise ohne Ende und endlich erfahren wir, ob Alkohol wirklich ungesund ist oder nicht.

00:01:56: Herzlich willkommen Raphael.

00:01:58: Hi, schön, dass ich da sind.

00:01:59: Ja, schön, dass du hier bist.

00:02:01: Kannst du mal was zu dir selbst eigentlich kurz vorstellen?

00:02:03: Ja, ich bin der Rafael Vollmer.

00:02:05: Ich bin neunundvierzig Jahre alt.

00:02:09: Ehi, neuer.

00:02:12: Vater von zwei Kindern, lebe mit meiner Familie.

00:02:16: Zwei riesig große, haarige Katzen in Bonn, schön Rheinland und mache Schnaps.

00:02:24: Was sind denn zwar riesig große Haare in Katzen, Maine Coons?

00:02:26: Ja,

00:02:27: zwei Maine Coon-Katter.

00:02:28: Ich war ja eigentlich, lange Jahre waren wir eine Hundefamilie, aber sind jetzt auf exotische Katzen geschwenkt.

00:02:35: Krass.

00:02:35: Ich glaube, so eine Katze kann durchaus sechs, sieben, acht Kilo haben.

00:02:38: Das sind richtige Brummer.

00:02:39: Zehn.

00:02:39: Zehn.

00:02:40: Zehn.

00:02:40: Und noch nicht ausgewachsen.

00:02:42: Krass.

00:02:42: Ja.

00:02:43: Richtig

00:02:43: krass.

00:02:44: Aber ganz, ganz, ganz liebe Zeit genossen.

00:02:46: Okay.

00:02:47: Krass.

00:02:48: Und was macht eigentlich Siegfried Jin in Summe?

00:02:51: Also, wie muss ich mir das vorstellen?

00:02:54: Früher war die Geschichte einfach.

00:02:56: Wir haben gesagt, wir sind Schnapshersteller.

00:02:58: Das stimmt dann auch.

00:02:58: Wir waren Schnapshersteller.

00:02:59: Heute sind wir Gin-Hersteller.

00:03:03: Hersteller alkoholfreier Alternativen.

00:03:06: Da

00:03:06: sind nicht nur die ersten gewesen, die das gemacht haben in Deutschland.

00:03:10: Wir waren weltweit die erste Firma, die unter dem Markennamen einer etablierten Spirituose ein alkoholfreies Pondant auf den Markt gebracht haben.

00:03:20: Echte Pioniere.

00:03:22: Und wir versuchen halt, uns an Marktgegebenheiten und Konsum-Trends anzupassen und erfinden ab und zu mal wieder was, was es vorher noch nicht gab.

00:03:31: Und das Ganze, das macht ihr gerade mal seit zehn Jahren, oder?

00:03:35: Also Plimal Daumen.

00:03:35: Ja, also wir sind am elften, elften, elf Jahre alt geworden.

00:03:38: Okay.

00:03:38: Am Elfen.

00:03:39: Das

00:03:39: als Rheinländer.

00:03:40: Wow.

00:03:40: Ich glaube, besser geht nicht.

00:03:41: Genau.

00:03:42: Also das muss ja was werden.

00:03:43: Ich glaube, für so eine Eintragung, für das Eintragungsratum kann man gar nichts.

00:03:46: Das ist ja ein Amtsvorgang quasi.

00:03:48: Und die haben wirklich einen FNF genommen und damit war alles

00:03:50: gut.

00:03:51: Wir waren irgendwann Mitte Oktober, zwanzig vierzehn beim Notar.

00:03:54: Nachdem wir dann natürlich alles selbst ausgefüllt hatten und kleine UG gegründet haben, würde ich heutzutage auch immer wieder anders machen.

00:04:00: Aber UG Hölle, vor allem wenn es dann nach anderthalb Jahren schon zu GmbH werden muss, das war ein großer großer Spaß.

00:04:10: Das sind nur elf Jahre und das als Rheinländische Frohnatur.

00:04:19: Als Preuse, so wie ich, da staunt man ja aus dem elften Elfen, weil ich jemand arbeite und was einträgt.

00:04:23: Ich dachte am elften Elfen seid ihr alle.

00:04:25: Total irre.

00:04:25: Und wenn man jetzt ganz genau, ich glaube, wir waren am sechsohnzwanzigsten Oktober, zwanzig vierzehn, beim Notar und am elften Elften war die Eintragung durch.

00:04:35: da sag einer in deutschland malen die bürokratie mühlen langsam.

00:04:38: damals war das echt schnell.

00:04:40: also würde ich sagen das ist nicht schlecht

00:04:43: auch weiß ich nicht schlecht aber heute in der digitalität würde als noch viel viel schneller gehen.

00:04:46: macht dir keine sorgen

00:04:48: okay

00:04:49: sagen ich habe das ja angeteasert schon du bist ja eigentlich im vierter generationen familienunternehmer und hast denn dein eigenes unternehmen gegründet?

00:04:57: was ist was hat mit der story auf sich?

00:05:00: Ja gut, irgendwo kommt man ja her und ich in meinem Fall komme halt aus einem Einzelhandelsgeschäft aus der Bonner Innenstadt.

00:05:07: Wir haben mit Luxuswaren gehandelt, also feine Manufaktur Porzellane.

00:05:13: Der Jörg Waldmann war ja auch schon mal hier.

00:05:16: Dessen Produkte haben wir natürlich auch verkauft.

00:05:18: Silberbestecke, aber auch bis hin zum Schmuck.

00:05:20: Und im Grunde genommen kann man fast sagen, unsere Kunden, die konnten den kompletten Lifecycle, konnten wir mitnehmen.

00:05:25: So vom Taufgeschenk bis zum Bilderrahmen, den man dann zur Beerdigung irgendwo hinstellt.

00:05:30: Also wirklich

00:05:31: aber High End.

00:05:32: Also wenn

00:05:32: quasi possible.

00:05:34: Okay, also Robo und Bergingenbesteig, Silberbesteig, Photosprogramm, alles große Marken, Makarala-League,

00:05:39: Französische Top-Brands, alles was am feinen... Porzellanen, was es gab.

00:05:44: Und immer die ganz besonderen Produkte einer Kategorie haben es da reingefunden, aber auch dann irgendwann Tees, Raumdüfte, aber dann auch da immer die high-endigsten Sachen.

00:05:57: Und du warst in diesem Unternehmen schon komplett etabliert und es war für deine Eltern klar, dass du das Unternehmen übernimmst und hinladen.

00:06:03: Das

00:06:04: war der ursprüngliche Plan.

00:06:06: Und dann kam der Schnaps.

00:06:07: Und dann kam der Schnaps.

00:06:09: Wie kam der Schnaps in dein Leben?

00:06:13: Der kam durch einen Zufall und in der Tat eine Schnapsidee.

00:06:16: Also ein langjähriger, bester Freund der Liebe Gerald, der die zweite Hälfte dieser Geschichte ist.

00:06:21: Also ich erzähle hier nur die Hälfte der Wahrheit.

00:06:23: Die andere Hälfte müsste man den Gerald dann nochmal interviewen.

00:06:27: Der fragte mich, nachdem wir ein paar Online-Shops gemacht haben, für nämlich Produkte, die wir in diesem Laden, Volmer und Söhne, feine Waren, seit eighteenhundertsechzig.

00:06:40: Das neue Laden.

00:06:40: Ja, ganz genau.

00:06:41: Da hatten wir diverse Lieferanten, von denen manche noch nicht mal Internetseiten hatten.

00:06:45: Und da haben wir uns dann irgendwann, ja, haben wir uns dazu entschlossen, Monobrand Online-Shops zu machen.

00:06:52: Und als wir dann so ein paar Shops hatten, meinte er, ja, wie wär's denn mit einem eigenen Gin?

00:06:57: Und dann war so frei wie Otto der Film.

00:07:00: Gute Idee, so ein Scheiß.

00:07:03: Ja, so sind wir da dran gekommen.

00:07:05: Und nur für mich Monobrands heiß.

00:07:06: Also ihr habt da irgendjemand, der verkauft Kochmesser.

00:07:09: Die kosten tausend, zweitausend, dreitausend Euro.

00:07:11: Richtig.

00:07:11: Die habt ihr vertrieben bei euch im Laden.

00:07:13: Ganz genau.

00:07:13: Die hatten wir im Laden ganz normal hier over the counter.

00:07:16: Haben wir die verkauft.

00:07:17: Und der Kollege mit den Messern, wenn man einen rausnimmt, der hatte noch nicht mal eine eigene Website.

00:07:24: Aber wurde halt.

00:07:27: Ein paar Wochen, nachdem ich mich mit Gerald über diesen Hersteller unterhalten habe, wurde der mit mehreren Seiten im Magazin Beef gefeaturet.

00:07:34: Also hatte da die Titel und Cover Story.

00:07:36: Beef ist der Playboy für Fleischliebhabern, das ist glaube

00:07:40: ich.

00:07:40: Ganz genau, der Playboy für Fleischliebhaber gibt es nicht mehr.

00:07:43: So ein Grüne und Ja-Titel war das.

00:07:44: Ich fand den sehr gut.

00:07:45: War ein schönes Magazin.

00:07:47: Ja, optisch auch.

00:07:48: Ganz genau, optisch und haptisch.

00:07:49: Mit dem haben wir dann später auch mal kollaboriert.

00:07:51: Wir haben mal so eine Beef-Edition gemacht mit dem Siegfriedchen.

00:07:56: Ja, und also, der war in diesem Magazin oder es deutete sich an, dass er in dieses Magazin kommt, aber der hatte keinen, also noch nicht mal eine Webpräsenz.

00:08:06: Und dann haben wir gesagt, Mensch, warte mal, was haben wir da gerade gesagt?

00:08:08: Und dann haben wir das schnell aus der Hüfte gezaubert, weil der liebe Gerhard, anders als ich, hat der so eine Historie im Start-up-Bereich, der konnte schon seinem Studium, konnte der Webseiten bauen.

00:08:23: Und dunkle digitale Vergangenheit.

00:08:26: Und die haben wir dann genutzt und daraus halt den ersten Online-Shop gebaut.

00:08:31: Und dann wurde es immer mehr, immer mehr.

00:08:33: Und dann irgendwann hatten wir halt X dieser Online-Shops.

00:08:35: Die sind alle, die haben nicht toll performt.

00:08:37: Es war auch recht schwierig, Vollsortiments anbieter aus einem Over-the-Counter-Umfeld.

00:08:43: Das ist nicht ganz so einfach, besonders in Zeiten, wo, wobei damals das war noch nicht so wild, dass man da hier binnen vierundzwanzig Stunden und so was war, da hat selbst Jeff Bezos noch länger gebraucht für die Sachen.

00:08:55: Es waren die Anfänge des E-Commerce, die haben wir gelernt, haben ein bisschen da rumgespielt und mehr war das aber nicht.

00:09:02: Und dann kam halt diese ominöse Frage, hätte sie nicht Bock auf einen eigenen Gin.

00:09:07: Aber

00:09:07: wie entsteht denn so eine Frage?

00:09:09: Habt ihr getrunken dafür?

00:09:10: oder wie muss man das vorstellen?

00:09:11: Oft und viel und gerne.

00:09:13: Aber im Grunde genommen war es basierte das wiederum auf der Tatsache, dass der Gerald irgendwann geheiratet hat und wer heiratet und gute Freunde hat, wird zum Junggesellenabschied entführt.

00:09:23: Und das haben wir dann gemacht, sind zusammen nach Las Vegas geflogen.

00:09:26: Achtung.

00:09:28: Da wurden keine teuren Tische oder sowas gekauft, weil das war ... Nee, in der Tat ... Das ist auch wirklich

00:09:33: sehr teuer

00:09:33: an dir.

00:09:34: Das kam später.

00:09:35: Das kam später.

00:09:36: Nee, sind wirklich hier hinterste Reihe im Flieger, alle zusammen in einem Hotelzimmer gepennt und also wirklich, wirklich down to earth.

00:09:45: Und weil wir wussten, dass da der Alkoholkonsum etwas teurer werden wird, haben wir uns am Flughafen in Frankfurt im Duty Free eine Flasche Hendricks gekauft.

00:09:54: Eine Flasche für den Jungen gesehen,

00:09:55: absolut zu dritt.

00:09:56: Wir waren zu dritt.

00:09:57: aber auch das.

00:09:58: Wir waren zwei Nächte, glaube ich, da.

00:09:59: Es war ein schneller Quick and Dirty-Besuch in Vegas.

00:10:05: Drei Leute, eine Null-Sieben- oder ein Liter Travel Value-Flasche.

00:10:09: Das war ein ganz brav.

00:10:12: Der Richtefeier bist du da seid ihr?

00:10:14: Ja, so was von wild und steil sind wir gegangen.

00:10:18: Hatten wir diese Flasche und haben sie weggenascht.

00:10:22: und weil wir diese Flasche weggenascht haben und uns viel über Gin Tonic unterhalten haben.

00:10:27: Ich glaube, das war auch eine meiner ersten Flaschen Gin, die ich... Also ich hatte sehr schnell mehr Flaschen produziert, als ich jemals selber gekauft habe.

00:10:35: Das ging auch relativ zügig.

00:10:37: Aber wir haben das weggenascht und dann war... Als Dankeschön bekamen wir dann, was gar nicht notwendig gewesen wäre, bekamen dann der Michi, unser Freund, der den Junggesellenabschied mit mir zusammen halt initiiert hat.

00:10:51: Und ich bekam eine Flasche Monkey Forty Seven Distillus Cut.

00:10:55: Und dann hatte ich die in der Hand.

00:10:58: Kein Blassenschimmer, was ist das?

00:10:59: Monkey Forty Seven.

00:11:01: Und das ist lange, lange her.

00:11:03: Das ist wirklich lange her.

00:11:05: Das war, glaube ich, eine der ersten Distiller-Cut-Flaschen.

00:11:08: Sie wäre jetzt mehrere Tausend Euro wert, aber leider auch ...

00:11:12: Meere Tausend Euro wäre heute wert.

00:11:13: Auf jeden Fall.

00:11:14: Auf jeden Fall.

00:11:16: Also, wenn irgendeiner noch eine Flasche von unserer ersten Abfüllung leicht Orangens Etikett mit dem Editionsnamm Early Bird

00:11:23: hat,

00:11:24: der kann die gerne auf eBay verkaufen.

00:11:26: Ich weiß, wer sie kauft.

00:11:28: Wirklich?

00:11:28: Ich kaufe die.

00:11:29: Du kaufst die.

00:11:30: Und da reden wir auch von mindestens etlichen hundert Euro.

00:11:32: Nein, nein, wir haben also schon... Gut, ich weiß, dass es nicht so viel gibt.

00:11:36: Wir haben... Irgendwann ist mal eine aufgetaucht.

00:11:38: Wir haben so Tracker am Laufen, wenn Siegfried Gin Early Bird von zweihundert Flaschen, die wir produziert haben, wo wir hundertzwanzig von verkauft

00:11:45: haben.

00:11:48: Wenn die irgendwo auftaucht, dann kaufen wir die, weil wir haben.

00:11:52: keine mehr.

00:11:53: Also wir haben doch, wir haben, ich glaube, drei, haben wir, eine haben wir letztens, schon ein paar Jahre her, haben wir zurückgekauft, die ist auf eBay aufgetaucht, die, das war, war ein Preisschlacht.

00:12:04: Also alle, es war eine Preisschlacht.

00:12:05: Alle, die zuhören, meldet euch bei mir, ich mache ein Intro, dann meldet euch direkt, die Edition wird gekauft.

00:12:10: Das war auch der Gin, der zweifach Gold ausgezeichnet wurde, aber kommen wir später zu.

00:12:15: Okay, alles klar.

00:12:16: Dann fahrt ich nicht noch mehr.

00:12:16: Nee,

00:12:17: keine Spoiler.

00:12:18: Also ihr quasi hart am Gin trinken?

00:12:20: Hart am Gin trinken, als Dankeschön diese Flasche gekriegt.

00:12:23: Und dann hat sich da was geregt, weil, da hab ich auch gar kein Problem damit, Storytelling at its best.

00:12:29: Also wer sich Monkey Forty Seven mal anguckt und mal genauer anguckt und mal einsteigt und da ganz am Anfang, die haben halt was geschafft, was in der Kategorie vorher überhaupt nicht ... En Vogue war, weil Gin war bis zu dem Zeitpunkt eher ein billiges Massenmarktprodukt.

00:12:47: Und die haben die Premiumisierung auf den Gipfel getrieben und haben auf einmal Geschichten erzählt.

00:12:53: Und das hat halt meinen Markenverständnis oder meinen Markenzentrum im Hirn so gekitzelt.

00:13:01: Ich fand das so Weltklasse geil.

00:13:03: Die Geschichte ist ja auch cool.

00:13:04: Ich meine, die ist so völlig wild ausgedacht, dass ein Air Force Mensch aus England sich im Schwarzwald in eine alte Gastronomie einkauft und im Keller eine Flasche findet, die nach einer Rezeptur eine Anlehnung an das Kapuziner Effchen und... Also das ist... Das ist richtig, richtig abenteuerlich, aber schön erzählt mit einem tollen Packaging.

00:13:28: Und mich hat man mit solchen Sachen.

00:13:31: Und zwar ganz, ganz schnell.

00:13:35: Also die Frage, ob man dann einen eigenen Gin haben will, die dann ein bisschen später kam, konnte ich mit absolut ja beantworten, weil das ist ein schönes Vehikel.

00:13:44: Also so ein Low-Tech Produkt, das ja wirklich ein handwerklich hergestelltes Produkt, aber das kann man in so vielen verschiedenen Facetten nicht nur schmecken lassen, sondern auch aussehen lassen, dass das eine schier unendliche Spielwiese ist für Markenentwicklung.

00:14:02: Ja, dann habe ich mich erst ein bisschen gestreufert.

00:14:04: Ich habe gar keine Ahnung davon, wie macht man Gin.

00:14:07: Was braucht man dafür eigentlich?

00:14:09: Vom technischen... Also, das ist ja nicht umsonst.

00:14:13: Das ist ja ein Ausbildungsberuf.

00:14:16: Also Brennerei, Handwerk und wenn du Brennmeister bist, dann bist du das nicht von heute auf morgen oder weil du dir eine Distille leisten kannst oder sowas.

00:14:26: Dann musst du wirklich das Handwerk beherrschen.

00:14:28: Und das ist komplex.

00:14:30: Das ist richtig komplex.

00:14:33: Werbung.

00:14:36: Heute mal wieder Werbung in eigener Sache.

00:14:38: Das Jahr zwanzigfünfundzwanzig neigt sich dem Ende und es war ein extrem herausforderndes für den deutschen E-Commerce.

00:14:43: Die Kosten im Bereich Werbung bei Meta, Facebook und Co.

00:14:46: kennen nur eine Richtung und diese ist steil nach oben.

00:14:49: Spätestens jetzt wird es Zeit über Alternativen nachzudenken und die können im Bereich Performance und Affiliate Marketing liegen.

00:14:55: Mein Unternehmen EZEL ist bereits heute das führende Netzwerk für den deutschen Mittelstand.

00:14:59: Wir betreuen mehr als zweieinhalb Tausend Shops in Advertiser und sorgen dafür, dass diese jeden Tag Transaktion generieren.

00:15:05: Fühlt euch also eingeladen, mich und auch uns anzusprechen unter www.etzel.de.

00:15:11: Den Link findet ihr natürlich in den Shownotes und ich wünsche euch ein hervorragendes Jahr, und sage zurück zum Podcast.

00:15:22: Und dann hattet ihr quasi diese Viertausend Euro Gründungskapital.

00:15:25: Genau, wir haben überlegt, was braucht man denn?

00:15:27: Was braucht man denn, um so eine Firma zu gründen?

00:15:30: Ich glaubte, die Viertausend, die hatte ich irgendwie.

00:15:33: Wahrscheinlich wäre ich dann mit meiner Frau irgendwo hingefahren.

00:15:36: Aber ... Nee, Viertausend Euro haben wir gedacht, mehr braucht man nicht.

00:15:40: Und dann

00:15:41: sagt ihr, also, wie ist das?

00:15:42: Dann sucht man sich Renner.

00:15:43: Dann sucht man sich ... Also, wir haben in der Tat angefangen mit der Marke.

00:15:47: Wir haben gesagt, okay, wie nennen wir das Baby?

00:15:49: Dann haben wir gesagt Siegfried, weil Siegfried, der Drachentöter ... einen regional Bezug, jetzt sagen die einen Worms, die Nächsten sagen Sanden, ich sag Drachenfels, weil da hat der ja nachweislich den Drachen getötet.

00:16:06: Ist da in das Blut reingestiegen, der Siegfried.

00:16:08: und dann ist ihm ein, was drauf genannt, das Blatt, das und jetzt ganz genau allgemein wissen, ein Lindblatt.

00:16:17: Da haben

00:16:18: wir gesagt, mega.

00:16:20: Da haben wir Botanical.

00:16:21: Das ist ein Botanical.

00:16:23: Wie schmeckt das Lindenblatt?

00:16:24: Lindenblatt schmeckt scheiße.

00:16:26: So,

00:16:26: jetzt nehmen wir dann die Lindenblüte.

00:16:29: Und dann haben wir uns ausgedacht, okay, wir machen ein Gin, der heißt Siegfried mit Lindenblüte.

00:16:34: Dann haben wir gesagt, wie sieht das Ding aus?

00:16:36: Und haben uns dann eine Flaschenform rausgesucht, die es schon gab.

00:16:39: Also wir mussten halt irgendwie gucken, was gibt's am Markt?

00:16:42: Weil, viertausend Euro, das war der begrenzende Faktor.

00:16:46: Dann haben uns dann hier vom Flaschenhersteller, der auch einen Endkundenonline-Shop hat, für unglaubliches Geld im Verhältnis zu dem, was wir jetzt für die gleiche Flasche zahlen.

00:16:55: Haben wir uns da ein paar Flaschen kommen lassen.

00:16:57: Haben die für uns vermeintlich schönste rausgesucht.

00:17:01: Monkey Forty Seven hat die Apotheker-Flasche etabliert.

00:17:04: Halb Liter in Braunglas.

00:17:06: Wir haben uns gedacht, Siegfried und Braunglas könnte schwierig werden in der Kombination.

00:17:11: Deshalb ist es die Klaglasflasche geworden.

00:17:14: haben gesagt, okay, wir machen mal das Design.

00:17:16: Ich glaube, der Gerald und ich, wir haben beide einen ausgesprägten Sinn für schöne Dinge und sind jetzt nicht ganz geschmacklos.

00:17:25: Der eine oder andere wird das Gegenteil behaupten, hey, lass mal sein.

00:17:28: Nee, wir haben, dann haben wir für zweihundert neunvierzig Euro hat das, glaube ich, gekostet.

00:17:34: Einen Ninety-Nine-Designs-Wettbewerb gestartet.

00:17:37: Nein.

00:17:38: Doch.

00:17:40: Und hatten dann mehrere Routen, die wir offen hatten und dann hatte das Design damals so eine Funktionalität, dass man Freunden und Bekannten quasi Abstimmungsmöglichkeiten geben kann.

00:17:52: Das haben wir gemacht mit Leuten, die sich viel besser auskennen als wir.

00:17:55: Das ist immer gut, wenn man sich mit solchen Leuten umgibt.

00:18:00: Da waren dann von den Huten, die wir hatten, welche die haben überhaupt nicht performt, eine, die hat ganz viele positive Stimmen bekommen und eine, die hatte sowohl positive als auch negative.

00:18:15: Und die ist es dann geworden.

00:18:17: Die ist

00:18:17: es geworden, weil

00:18:18: der ikonische Zeilenumbruch, wo mal ein großer amerikanischer Importeur, so ein Urgestein, H.W.

00:18:24: Chaplin, sagt er dann, guys, I can't read that.

00:18:28: I can't read that, weil es siegfried.

00:18:31: Also einmal gelesen, Chris ist nicht mehr aus dem Hirn, aber das war zweihundert Quetsch-Euro, Ninety-Nine Designs in der ersten Ausführung.

00:18:41: Wenn du das normal sagst, dann musst du dir eine Rechnung schicken, du hast klar.

00:18:44: Ach so, keine Schleichwärmung.

00:18:47: Ja, bei einer Crowdsourcing-Plattform.

00:18:53: Und dann seid ihr ... Zu dem...

00:18:55: Ja, und dann hatten wir halt so, wir wussten, wie es aussieht.

00:18:58: Wir wussten, welche Geschichte wir erzählen, welche Flaschenform.

00:19:02: Und man dachten uns ja, okay, dann hatten wir auch so ein paar Eckdaten, dass das halt relativ sleek und gradlinig sein soll, weil wir ja keine Heritage aufhaben.

00:19:10: Wir wollten die Leute nicht anlügen.

00:19:12: Also wir können ja nicht jetzt irgendwie um die Ecke kommen und sagen, hier hunderte Jahre.

00:19:16: Brenner Tradition und so was und dann Leute anlügen.

00:19:19: Das funktioniert ja meistens nicht so lange so gut.

00:19:23: Das haben wir dann direkt von vornherein nicht gemacht und es fehlt halt nur das Produkt.

00:19:28: Und dann war es mein Schwiegervater, der damals gesagt hat, ich war da bei einem Brenner im Ahrtal.

00:19:35: Der macht ganz tolle Sachen und ist auch noch ein netter Typ.

00:19:38: Fahr da mal hin.

00:19:39: Dann habe ich versucht den Anzuruf, der hat sich immer verleugnen lassen, weil zu der Zeit gab es lange nicht so viele Jins, wie es jetzt gibt oder wie es zur Hochzeit dann gab.

00:19:49: Aber anscheinend Leute, die halt Gin produzieren wollten und da hat er überhaupt gar keinen Bock drauf gehabt.

00:19:53: Und irgendwann hatte ich den an der Strippe.

00:19:56: Und dann habe ich gesagt, Siegfried Gin mit Lindenblüte.

00:20:00: Einfach so Elevator-Pitch, aber nur so eine halbe Etage.

00:20:04: In einem sehr schnellen Aufzug.

00:20:05: Siegfried Gin mit Lindenblüte.

00:20:08: Mit Lindenblüte und Siegfried.

00:20:09: Okay.

00:20:09: Und dann ging so los die wilde Fahrt.

00:20:13: Dann haben wir mit dem die Rezeptur entwickelt.

00:20:15: Und dann am Ende hatten wir zweihundert Flaschen.

00:20:21: Was macht man mit zweihundert Flaschen?

00:20:24: selbst probieren, hundertzwanzig Stück verkaufen und eine schickt man zum World Spirits Award.

00:20:31: Einem europäischen spirituosen Wettbewerb, der sich viel größer und toller anhört, als es dann am Ende ist, haben wir gelernt, als wir da waren, weil es kam dann die Info.

00:20:46: keine Bronze, keine Silber, keine Gold, sondern eine Doppel-Gold-Medaille.

00:20:51: Für ein Produkt?

00:20:52: Für ein Produkt.

00:20:54: Das ist eine Blindverkostung, da haben wir dann so ein Panel, wo dann, das heißt dann, man stellt das Produkt da an.

00:21:02: Also wir haben da angestellt und das wurde verkostet und dann hatten wir Doppelgold.

00:21:07: So, dann haben wir geguckt in der Historie Doppelgold.

00:21:09: Wer hatte denn schon mal Doppelgold?

00:21:12: Und dann waren da so Kandidaten wie Monkey Forty Seven und sowas, die hatten auch mehr Doppelgold.

00:21:16: Und dann gibt es aber immer noch eine Punktzahl.

00:21:20: So und so viele Punkte von hundert.

00:21:22: Und wir sind dann da, also, was hatten wir damals, dann bestimmt schon tausend Flaschen verkauft oder so.

00:21:29: Also, wir konnten uns Flugtickets nach Kopenhagen leisten, sind dann da zur Preisverleihung hingeflogen und da kam dann raus.

00:21:37: Und das war, das war dann so einer dieser Kipppunkte, die man so braucht beim Gründen oder wenn es auf dem Erfolgsweg sich begeben soll.

00:21:48: Da haben wir dann die höchste Punktzeige gekriegt, die jemals ein deutscher Gin.

00:21:52: Bis zu diesem Zeitpunkt, wir haben dann auch nicht mehr nachgeguckt, muss man ehrlicherweise sagen, aber für den Moment war das schon ganz okay, weil das kompletierte dann die Pressemitteilung, die wir vorbereitet hatten, um die Tatsache, dass es halt die höchste Punktzahl ist, die jemals ein deutscher Gin da bekommen hat.

00:22:11: cool zu dem Zeitpunkt und wir haben das, wir haben es so gut dann kommuniziert, ganz klassische PM rausgehauen.

00:22:20: Ja und dann ein paar Tage später waren sie wirklich alle da.

00:22:23: RTL Bild, alles rauf und runter.

00:22:26: Wir haben getitelt, der beste Gin der Welt kommt aus Bonn.

00:22:30: Das war ja nichts, das ist ja nicht so und also reine Geschmackssache, aber das hat auch der Wettbewerb nicht hergegeben.

00:22:36: Aber Was lieb ich?

00:22:38: die, die, die Journalie?

00:22:40: Das ist super.

00:22:41: Also da an der Stelle könnt ihr gerne übertreiben.

00:22:43: Aber da hattet ihr, du hast gerade bei tausend Flaschen verkauft.

00:22:46: Dann kommt so eine, dann kommt so eine Meldung und diese mediale Aufmerksamkeit.

00:22:50: Ja.

00:22:51: Wie kriegst du das bedient?

00:22:52: Weil ich denke ja nicht, dass ihr ein Lager hatte, wo zwanzigtausend Flaschen rumstanden.

00:22:55: Nee, gar nicht.

00:22:56: Und dann, man hat uns ja vorgeworfen, wir hätten das mit künstlicher Verknappung gemacht.

00:22:59: Aber die war gar nicht so künstlich, weil wir konnten ja immer nur neue Flaschen kaufen, wenn wir vorher welche verkauft haben.

00:23:07: Und das ... Wir haben schön skaliert.

00:23:12: Vielleicht ein Fakt noch dazu.

00:23:16: Mit dieser medialen Präsenz, die wir hatten, kamen auf einmal Leute um die Ecke und sagten, wir würden uns gerne beteiligen und so was.

00:23:23: Dann sagten wir, was braucht man denn so?

00:23:26: Ja, so zehn Prozent würden wir mal für fünfzigtausend abgeben.

00:23:29: Oh, fair.

00:23:31: Ja, gut.

00:23:32: Einmal schönen Grüß an den Jörg Schmatke.

00:23:35: Wer Fußballfan ist kennt den vielleicht.

00:23:38: Und an den lieben Nils, seinen Sohn.

00:23:40: Der Nils ärgert sich immer noch, weil der Jörg damals nein gesagt hat.

00:23:43: Ich glaube, eine sehr bekannte Fernsehmoderatorin hat ihrem Ex-Mann damals auch verboten zu investieren.

00:23:52: Irgendeiner meinte dann so, ihr seid aber ganz schön mutig, nach ein paar Hundert Flaschen schon so eine Bewertung aufzurufen, das ist zu viel.

00:24:02: Dann haben wir aber gesagt, und das war Silvester, Silvester-Zwanzig-Virzehn, genau.

00:24:11: Als wir merken, da ist was, da passiert was, und wie diese ersten, die wir frech fanden, diese Aussagen, so was soll das?

00:24:18: Das hat eine halbe Million, das ist auf jeden Fall wert, dachten wir damals.

00:24:24: Hat er auch nicht ganz unrecht mit, aber da haben wir gesagt, da tömen wir uns einfach nicht mehr an.

00:24:28: Wir machen das jetzt einfach selbst.

00:24:30: und wir haben, also wir haben nie einen Kredit aufgenommen.

00:24:34: Wir haben noch nicht mal eine Kreditlinie bei unserer Hausbank.

00:24:38: Das heute nicht.

00:24:39: Nein, haben wir nicht.

00:24:40: Haben wir nicht.

00:24:40: Alles

00:24:41: aus dem Cashflow

00:24:41: gestellt.

00:24:41: Und das war die kleine Aufgabe, die wir uns selbst noch gesetzt haben.

00:24:47: Oder die Frage, die wir uns gestellt haben.

00:24:48: Wie weit kommt man mit einem handwerklich hergestellten Produkt?

00:24:53: mit viertausend Euro Startkapital, zwei iPhones und zwei MacBooks.

00:24:59: Krass, that's it.

00:25:00: Und

00:25:01: ich meine, das ist nicht ein halbes Jahrhundert her.

00:25:02: Hier sitzt ja durchaus auch Unternehmer, wo die Historie jetzt monat Jahre zurückreicheln soll.

00:25:06: Und der weiß halt wirklich, okay, das ging mit einem einmal Putzzeug oder sowas.

00:25:11: Ich bin mit dem ICE hierhergekommen und habe noch die Folge von Fiegel.

00:25:18: Habe ich mir reingezogen?

00:25:19: Genau.

00:25:21: Der hat mit einem Pferd und einem Karren hat der Alter angefangen.

00:25:23: So, das ist ähnlich wie euch.

00:25:27: Ja, natürlich.

00:25:28: Echte Gründungen brauchen nicht viel.

00:25:33: In einem Umfeld, wo der Markt da ist, das Produkt an sich sehr gnädig ist, also alkoholischer Gin, Ewig haltbar.

00:25:46: Wir haben gesagt, was machen wir mit den zwei Hundert, wenn die keiner kauft, ja selber trinken und immer Leuten verschenken.

00:25:51: Da haben wir ein paar Jahre lang für Weihnachtsgeschenke gesorgt, auch nicht schlecht.

00:25:57: Und diese Aufgaben haben wir uns gestellt und ich glaube, die haben wir ganz gut gemeistert.

00:26:02: Das heißt ja, denn mit diesem ganzen Rücken, den er hatte, das war ja der alkoholische Gin.

00:26:06: Richtig.

00:26:07: Also diese ganzen Preise auch am Anfang gewonnen hat.

00:26:09: Ihr habt dann also einen der besten Jins der Welt gehabt, vermeintlicherweise.

00:26:13: Und habt den dann in den Handel gebracht.

00:26:15: Wie funktioniert das bei so etwas mit in den Handel bringen?

00:26:18: Also was sind eure Vertriebskanäle?

00:26:19: Wie habt ihr die aufgebrochen?

00:26:20: Genau, also ich bin ja alter Einzelhändler und ich weiß welche Verantwortung oder wo welche Verantwortung liegt und was die Aufgaben sind.

00:26:30: Wie muss man sich als als Markenhersteller verhalten, dass einem die Händler treu bleiben und alles.

00:26:36: Und das Wichtigste ist, auf Augenhöhe sich zu begegnen.

00:26:40: Und das ist natürlich, wenn man jetzt so ein kleiner Fisch ist, in so einem Haifischbecken und in die spirituosen Industrie, ist ein Multi-Milliarden-Game, weil es primär dominiert wird von... Big Players.

00:26:53: Also wirklich Multinationals mit einzelnen Unternehmen, Milliarden Umsätze mit wirklich Budgets vom anderen Sternen.

00:27:04: Also wirklich die und die lassen sich die Butter nicht gerne vom Brot nehmen.

00:27:10: Und das weiß der Handel, weil die sich gegenseitig die Bälle zuschieben und sowas und von den großen Handelspartnern macht ja auch keiner irgendwelche Versuche.

00:27:20: Also muss man ein Track record zeigen.

00:27:22: oder in einer Situation sein wie wir, dass das gerade so ein Hype ist um diese Kategorie und man auf einmal eines der besten Produkte in dieser Kategorie hat, dann ist größer auf einmal scheißegal und man kann ganz entspannt passiven Vertrieb machen.

00:27:42: Also ich persönlich habe die ersten Jahre das komplett alleine gemacht.

00:27:48: und zwar lief das so, das Telefon klingelte und es klingelte jeden Morgen und während ich telefoniert habe, waren da schon wieder Leute in der Reihe, die alle das Zeug haben wollten.

00:27:58: Wir waren gut vorbereitet, sodass ich denen allen eine einheitliche Preisliste schicken konnte.

00:28:03: Wir hatten uns natürlich vorher so ein paar Gedanken gemacht, auch völlig ahnungslos gewesen.

00:28:07: Was gibt man für Margen und was muss man geben?

00:28:11: Aber Ich war ja Händler zu dem Zeitpunkt noch und konnte mich dann halt als Händler für andere Marken bewerben und habe dann dieses Preisstruktur quasi von denen bekommen.

00:28:19: Ich habe das einmal gemittelt und dann für uns angewendet.

00:28:25: Ich habe das im passiven Vertrieb gemacht, also die riefen bei uns an.

00:28:29: Und in der Tat war es dann so, nächster Kipppunkt, dass da kam dann auf einmal eine Anfrage von Kaufhof.

00:28:37: Und dass er so in der Zeit, bevor der Kollege Benko das Ding niedergewirtschaftet hat, war das eigentlich so unser Go-to.

00:28:45: Innenstadt lagen tolle Sortimente, die Lebensmittelabteilung wirklich toll sortimentiert, auch mit exotischen Produkten.

00:28:54: Und so auf der Bucketliste, die wir hatten, war im Kaufhof, soll das Produkt im Regal stehen.

00:29:02: Ja, und dann kam die E-Mail vom Kaufhof, ja, wir sollten doch mal vorbeikommen.

00:29:08: So, und dann haben wir gesagt, ja klar, haben Zeit, wir bekommen vorbei.

00:29:12: ja, in drei Monaten haben wir dann das, okay, alles klar.

00:29:15: Wir, in drei Monate später, die Woche, nachdem wir diesen Award bekommen haben, sitzen wir damals noch zusammen beim Kaufhof.

00:29:25: So.

00:29:25: Und das war ultra spannend, dann sind wir da rein.

00:29:28: Er meinte, ja, der Moritz Spelemberg gewesen, ein ganz wichtiger Mann zu dem Zeitpunkt.

00:29:35: Und immer noch, der sagte dann, ja, ihr seid ja hier Rheinland-Rygen, Köln-Bonn-Düsseldorf.

00:29:42: Und wir so, ich hab vierundzwanzig Läden, come on, bitte, bitte in alle.

00:29:48: Weil wir haben gerade hier diese höchste Auszeichnung bekommen.

00:29:52: und guck mal hier, da ist die Bild-Zeitung und da war ... Oh ja, Sekunde mal, dann rief der seine Assistenz rein.

00:29:59: Wir hatten eine Flasche mitgebracht.

00:30:01: Er hatte hier die Flasche direkt zum Shooting und so was, die kommen in den Katalog.

00:30:05: Er meinte, wollt ihr einen Werbeplatz kaufen?

00:30:08: Und ich so, okay, wow, Werbeplatz kaufen.

00:30:11: Was kosten das?

00:30:12: Und der meinte, ja, tausend Euro nahm uns beraten können.

00:30:17: Das war eine super Situation, war ultraspannend.

00:30:24: Also Puls zweitausend, Adrenalin, Endorphin, alles.

00:30:28: Weil er sagt dann, wunderbar, dann seid ihr ab jetzt national bei Kaufhof gelistet.

00:30:33: Wir brauchen um übrigens sechzig Tage Zahlungsziel.

00:30:36: Sechzig Tage Zahlungsziel, Luxusproblem, wir kriegen mal hin.

00:30:40: Alles klar, wunderbar, wo müssen wir unterschreiben.

00:30:42: haben wir gemacht und hatten damit natürlich dann auch wieder ein Argument, weil FOMO gibt es auch im Business Kontext.

00:30:50: Das heißt, jeder, der dann angerufen hat, der größerer Händler, dem haben wir dann gesagt, ja, also bei Kaufhof sind wir übrigens national gelistet.

00:30:59: Ach so, ja, okay, dann reden wir weiter.

00:31:01: So, und da kriegst halt den einen, kriegst du damit, den anderen kriegst du damit nicht.

00:31:05: Aber das war ein wilder Ritt.

00:31:07: Das war ein wilder Ritt.

00:31:08: Das Coole ist, dass dieses Business, das geht morgens um neun los und ist meistens so um dreizehn Uhr vorbei.

00:31:17: Das heißt, ich bin teilweise morgens gar nicht aus dem Bett gekommen, weil da hat das Telefon schon geklingelt und dann, also uns ging halt im Staccato durch und dann hatten wir die Aufträge drin und dann war es wieder gut.

00:31:30: Da ging, ging die Post ab, man macht sich keine Vorstellung.

00:31:33: Also das war einfach auch in eurem Fall ein Perfekt Match.

00:31:35: Ihr hattet halt ein Produkt, was eine Wort gewonnen hat.

00:31:37: Das war ja auch völlig ins Blaue geschossen.

00:31:39: Ihr habt ja vorher keine Spiritosen gemacht.

00:31:41: Aber

00:31:41: scheinbar eine gute Zusammensetzung, eine gute Story und ein gutes Zillen ausgesucht.

00:31:45: Wir waren manchmal gute Trinker, wie ich war.

00:31:47: Das kommt ja noch dazu.

00:31:48: So,

00:31:49: denn hat Jin natürlich gerade einen absoluten Hype erlebt.

00:31:51: Das war eine Zeit, wo auf einmal diese Jin als Modegetränk auch total groß geworden ist.

00:31:56: Und das in Kombination hat auch wirklich für euch die Markteintritt sehr schön.

00:32:00: gemacht.

00:32:01: Ja,

00:32:01: das muss auch sagen, es wurde uns auf dem Silber-Tablet serviert.

00:32:06: Aber ja nicht nur uns, sondern allen, die zu dem Zeitpunkt rangekommen sind.

00:32:11: Und ich würde sagen, so kaum einer hat das so gut dann am Ende durchgezogen wie wir, weil wir uns natürlich auch dann immer, wir sind ja keine Novizen gewesen zu dem Zeitpunkt, wir hatten also schon ein bisschen Erfahrung sammeln können.

00:32:25: in anderen Branchen, aber am Ende des Tages ist es ja wichtig, dass du dann halt auch cool bleibst.

00:32:30: Und wenn du einmal auf dem Viech drauf sitzt, dann gibt man auch alles, dass man nicht abgeworfen wird und dann wird das Geritten bis zum Gatno.

00:32:40: Und dann wussten wir, okay, das ist ja wie Eminem, if you had one shot.

00:32:46: Und da war er.

00:32:48: Und das ist das Ding, da krieg ich auch immer noch Gänsehaut.

00:32:52: kennt wahrscheinlich jeder, der irgendwann mal erfolgreich was gemacht hat.

00:32:58: Und da muss jetzt nicht zwingend Gründer sein, aber wenn es dann da ist.

00:33:04: Wenn die Welle

00:33:04: kommt, dann reitest du sie.

00:33:06: Und

00:33:07: dann ist das Ding da und das war ein absoluter Hochgenuss.

00:33:11: Also wirklich ein absoluter Hochgenuss, weil wir das ganz bewusst haben wir das erlebt und mitbekommen und hatten alle Möglichkeiten.

00:33:20: Wir hatten keinerlei Druck.

00:33:21: Wir standen nie mit dem Rücken zur Wand.

00:33:23: Wir konnten hundertprozentig nur im Sinne der Marke entscheiden.

00:33:31: Das ist was, da bin ich sehr dankbar.

00:33:35: Also sehr, sehr dankbar, dass man das erleben durfte.

00:33:39: Weil das kriegt man in der Regel nur einmal.

00:33:42: Ich meine, wir haben es dann nochmal gemacht.

00:33:44: Also

00:33:45: ich wollte gerade sagen, die Geschichte

00:33:46: kommt ja erst mal.

00:33:47: Also

00:33:47: erst mal schön, dass du das auch sagst, weil das finde ich ein ganz ganz wichtiger Punkt auf dem Mut vor dem Erfolg.

00:33:53: Der Philipp Westermayer hat das hier im Podcast so schön gesagt.

00:33:55: Es gibt keinen Anrecht darauf, erfolgreiche Unternehmer zu sein.

00:33:58: Das gibt es nicht.

00:33:59: Das ist eine ganz besondere Ausnahmesituation.

00:34:02: Es hat viel... Natürlich auch mit Fleiß, aber auch mit Timing, Glück, Märkten und Co.

00:34:06: zu tun.

00:34:06: Und dafür darf man auf jeden Fall dankbar sein.

00:34:08: Und das kann man auch genauso sagen.

00:34:10: Total.

00:34:10: Und da ist jegliche Bausteine und wenn man schon ein bisschen älter wird und dann auch auf ein paar Jahre zurückblicken kann, dann fallen einem auch erstmal Erfolgsfaktoren auf.

00:34:25: von dem man nie gedacht hat, dass das einer der Erfolgsfaktoren ist, dass ich da irgendwann mal Ausbildung zum Bankaufmann gemacht habe und wie ätzend ich das fand, da als ... Wir haben kein Buchungsknecht, das ist ja sonst das, was in der Buchhaltung wäre.

00:34:44: Nee, aber so als Überweisungsausfüller und so was, das hat bei mir so was ausgelöst, genauso wie die Arbeit im Laden der Umgang mit Marken.

00:34:55: so viele Kleinigkeiten, die dann am Ende zusammen, wenn sie dann in die richtige Position fallen, was auslösen.

00:35:03: Und das war geil.

00:35:05: Also wir waren zu dem Zeitpunkt, waren wir ... Unbesiegbar.

00:35:10: Das war wie, als wären wir selbst in das Drachenblut reingestiegen.

00:35:14: Ganz genau.

00:35:16: Aber reingestiegen und vorher geguckt, dass einem kein Lindenblatt irgendwo landet.

00:35:21: Wir hatten das Gefühl, das war auch ein alter, jetzt mal elf Jahre zurück, Ende dreißig.

00:35:31: Unbändige Energie und Taten drangen und auf einmal Gehör zu kriegen.

00:35:39: Und zitiert zu werden, an der einen oder anderen Stelle schon geil gewesen.

00:35:43: Kann man nicht anders sagen.

00:35:44: Du hast ja ganz schön angesagt, ihr habt es noch ein zweites Mal gemacht.

00:35:46: Mit dem Wissen von heute, also heute sind seventy-fünf Prozent eures Umsatzes, sind ein alkoholfreies Produkt.

00:35:53: Das heißt, ihr hattet quasi einen super guten Gin mit Alkohol, was eigentlich gar nicht mehr zu toppen ist.

00:36:00: Und dann kam ja so ein bisschen als Aprilscherz.

00:36:03: Diese Idee eines alkoholfreien Jins.

00:36:05: In der Tat, April, scherz, den Erste, April, morgens, ne?

00:36:08: Also, hab ich grad schon verraten, dass ich die ersten Geschichten aus dem Bett rausmache.

00:36:14: Wir hatten kein Büro.

00:36:15: Ich hab den lieben Gerald angerufen zum morgendlichen Check-in.

00:36:18: Na, wie sieht's denn aus?

00:36:19: Das machen wir heute wieder.

00:36:20: Es gehts weiter und so.

00:36:21: Und dann, oh ja, ist ja Erste, April, machen wir für den April, scherz.

00:36:25: Na ja, April, scherz, also ... immer schon direkt mit den Leuten, was Social Media kommuniziert haben.

00:36:32: Und dann, man lasst uns einfach mal sagen hier, das Absurdeste, was das Absurdeste ist, Gin ohne Alkohol.

00:36:39: Das war wirklich aus der damaligen Sicht das

00:36:41: Absurdeste

00:36:41: für euch.

00:36:43: Nein, das war Absurd, gab es ja nicht.

00:36:45: Also gab es nicht, hat noch keiner vorher gemacht.

00:36:48: Und dann haben wir gesagt, so jetzt hier machen wir so ein Setup, da hatten wir sogar... Da hatten wir kein Instagram, da hatten wir Facebook.

00:36:55: Da kann man es immer noch gucken.

00:36:56: Interessant niedrige, wirklich ganz, ganz niedrige Reichweite und ganz, ganz wenig Likes.

00:37:02: Ein paar Kommentare.

00:37:04: Wir haben dann so ein kleines Waldbild mit Sonnenstrahlen und so was, denn unsere weiß-rote Flasche in weiß-grün geändert.

00:37:14: Und dann, der hieß dann, der hieß dann, ich glaube, Siegfried.

00:37:20: Leid oder so was, also voller Wertesten gezogen, einfach eine Absurdigkeit raus posaunt und da haben sie ein paar Leute richtig kaputt gelacht und ein paar Leute haben drunter kommentiert, ja hätte ich gerne, boah ist das geil, das haben wir so.

00:37:35: ja gut, das ist gerade das erste volle Geschäftsjahr hinter uns gebracht.

00:37:38: und dann haben wir, das ist diese Idee genommen und in die Schublade der unerfüllten Träume gepackt.

00:37:42: und dann wurde meine Frau zum zweiten Mal schwanger und sagt ja, juhu, wir kriegen wieder ein Kind, aber was machen wir jetzt mit Gin Tonic?

00:37:49: Und dann habe ich gesagt, ah, Schublade wieder aufgemacht, das Ding rausgeholt.

00:37:53: Und ja, dann haben wir das gemacht.

00:37:56: Dann haben wir das einfach mal gemacht.

00:37:57: Und dann haben wir überlegt, was machen wir denn jetzt, wie nennen wir das Ding denn?

00:38:01: Dann habe ich gesagt, ja, Siegfried.

00:38:03: Und haben wir lange, lange darüber diskutiert.

00:38:06: Also muss ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob ich jetzt Siegfried oder der Gerald Siegfried gesagt habe.

00:38:09: Aber am Ende ist daraus eine Entscheidung geworden, die Ja, eine ganze Industrie geprägt hat, weil wir als Erste vorgemacht haben, dass man als Schnapshersteller den Antikristen, nämlich Zeug ohne Alkohol, was ja in der Spiritose, wie Tautologie das geht, es gibt es gar nicht, Alkohol, freie Spiritose, auch noch unter dem gleichen Markennamen zu verkaufen.

00:38:35: Und da haben wir von Branchen kennern, die haben gesagt, ihr seid verrückt, das ist viel zu gefährlich und so was.

00:38:44: bringt ja den Siegfried in Gefahr.

00:38:46: Also

00:38:46: das war wirklich die Aussage, gefädelt eure Kernmarke

00:38:49: damit.

00:38:49: Das war die Meinung.

00:38:51: Krass.

00:38:52: Das war die Meinung.

00:38:54: Wir sind ausgelacht worden.

00:38:55: Es gibt hier in Berlin immer im Oktober eine große Spirituosenmesse, BCB ist das, Bar Convent Berlin, Subline Bar Keepers Christmas.

00:39:09: Okay, Bar Keepers Christmas.

00:39:11: Da sind wir stolz wie Bolle.

00:39:12: Dann, im August, am vierundzwanzigsten August, am Geburtstag meiner lieben Tochter Flora, da haben wir die ersten Flaschen verschicken können.

00:39:23: Also ist dann die Schwangerschaft übergereift, das ist Produkt und das Kind.

00:39:26: Und da haben wir das rausgebracht, im Oktober zur Messe gefahren und sind über die Messe gegangen und die haben uns alle hier, da sind sie hier, die Idioten und was sie uns alle... Ja, das war wild.

00:39:37: Die haben uns ausgelacht, haben mit Fingern auf uns gezeigt.

00:39:41: Heute kopieren sie uns.

00:39:43: Ich

00:39:44: muss mal...

00:39:45: Ach, da erzähle ich so gerne, dass dir immer diese zuhört.

00:39:47: Ja, heute kopieren sie uns.

00:39:49: Was heißt das für eure Produktion?

00:39:51: Also, wie stellt man Gin hier mit Alkohol?

00:39:54: und was ist der große Unterschied zu Gin ohne Alkohol?

00:39:58: Rein technisch gesehen, Alkohol.

00:40:01: Also, ist der große Unterschied.

00:40:03: Das ist

00:40:04: doch eigentlich der einzige Unterschied.

00:40:06: Jetzt musst du bei einem Gin, wenn ein Gin vierzig Prozent hat, vierzig Volumen Prozent, dann sind da vierzig Prozent Alkohol und sechszig Prozent Wasser.

00:40:18: Im Endprodukt der Geschmack, also was unterscheidet Gin von vodka, sind die sogenannten botanicals, die geschmacksgebenden Kräuter, Gewürze natürlicher Herkunft.

00:40:29: und was man alles da reinschmeißt, ist man eigentlich relativ frei.

00:40:32: Es muss natürlich ein Ursprung sein und es muss im primär Geschmack nach Wacholder schmecken.

00:40:37: Das ist die Haulder.

00:40:39: Das ist Gin Thema.

00:40:39: Genau, das ist Gin.

00:40:42: Kann man sich auch streiten, aber Geschmack kann man sich gut drüber streiten.

00:40:48: Was jetzt wirklich primär nach Wacholder schmeckt und was nicht.

00:40:51: Aber muss siebenund dreißig Komma fünf Prozent Alkohol haben und primär nach Wacholder schmecken als Spiritose, dann ist es Gin.

00:41:01: Ohne Alkohol, keine sieben, dreißig, fünf Prozent, offiziell kein Gin.

00:41:07: Jetzt sagst du, wie viel Kaufe.

00:41:08: Also an Gin, an den Begriff Gin, klebt mindestens sieben und dreißig Prozent Volumen Alkohol.

00:41:12: Ja.

00:41:12: Und zwar ganz, ganz klar gab es gerade einen EUGH-Urteil auch dazu, weil nämlich der eine oder andere meint sich nicht dran, halten zu müssen.

00:41:22: An diese Deklarationsvorschriften ist jetzt bestätigt worden von recht hoher Stelle.

00:41:30: hat auch gute Gründe.

00:41:31: Konsumentenschutz und so was, damit nicht irgendwas dann Gin genannt wird oder so was gar nicht mal in Bezug als das Gesetz gemacht wurde.

00:41:39: Da hat noch keiner ein alkoholfreie Produkte gedacht, muss man ehrlicherweise auch dazu sagen.

00:41:42: Aber zurück zur Geschichte.

00:41:47: Wo waren wir stehen geblieben?

00:41:48: Wir waren stehen geblieben.

00:41:49: Der Unterschied ist der Alkohol.

00:41:51: Nein, jetzt schneiden

00:41:51: wir auf keinen Fall raus.

00:41:53: Ja, der Unterschied.

00:41:54: Genau, der Unterschied.

00:41:55: Also du hast, das ist damit offiziell kein Gin.

00:41:57: Es ist damit offiziell kein Gin.

00:42:00: Aber wir waren ja bei den, bei den Unterschieden und in der Produktion.

00:42:04: Der größte Unterschied ist, dass sich das Produkt nicht selbst disinfiziert.

00:42:08: Ergo ist das viel, viel schwieriger abzufüllen.

00:42:11: Das ist die Hauptaufgabe.

00:42:13: Selbst

00:42:13: desinfiziert, was ja auf Themen wie Haltbarkeit und Co.

00:42:15: wahrscheinlich auch einzahlt?

00:42:17: Ewig haltbar.

00:42:18: Also wenn verschlossen und alles wird der nicht viel schlechter.

00:42:22: Glasflasche mit einem, wir haben so ein PE-Kompositekorken, der hält dicht, dann passiert der nichts, es wird nie schlecht.

00:42:31: Und beim Alkoholfreien ist das anders.

00:42:34: Da ist nämlich dann nicht sechzig Prozent Wasser, sondern hundert Prozent Wasser.

00:42:40: Also als Basis.

00:42:41: Wobei auch gar nicht so groß der Unterschied.

00:42:43: Da sind ja nur vierzig Prozent des Gesamtes, da ist ja nur der Rohalkohol.

00:42:47: Der Unterschied, wie gesagt, diese Botanicals, die werden in den Rohalkohol eingelegt.

00:42:52: Da knallt nicht nur, sondern ist auch ein tolles Lösungsmittel.

00:42:56: Also löst dann die Geschmackstoffe aus den Botanicals raus.

00:43:00: Also

00:43:00: viel, viel besser als ohne Alkohol.

00:43:04: Leg mal eine Wacholderbeere in Wasser.

00:43:06: Passiert nüscht.

00:43:07: Okay.

00:43:08: So, deshalb, also wir haben uns beim Herstellen des Alkoholfrennen, haben uns natürlich den Herstellungsprinzipien bedient, die es im Gen auch gibt, haben.

00:43:19: aber bei dem ein oder anderen Botanik kann man auf eine Hydrolatdestillation umstellen.

00:43:26: Wasserdampfdestillation, um da die Geschmäcker rauszukitzeln.

00:43:29: Während der klassische Gin wird alles marzeriert, also reingeworfen in den Alkohol.

00:43:35: Die Geschmäcker werden rausgelöst, dann wird noch mal gebrannt, damit es wieder klar wird, dann wird es abgespritet auf die Trinkstärke und dann hast du dein Produkt, hast du fertig.

00:43:44: Beim Alkoholfreien ist es echt tricky, weil du musst erstmal an die Geschmack... Stoffe dran kommen.

00:43:52: Auf der einen Seite kannst du einen Teil mit Hydrolaten machen, bei einer Macholder wäre auch schwierig.

00:43:57: Da muss dann konventionell distilliert werden.

00:44:01: Ich schreibe das immer gerne wie hier auf eine Tasse T-Fünfzig Beutel.

00:44:07: Also sehr, sehr, sehr konzentriert und stark.

00:44:12: Wenn man es dann auf Trinkstärke runterbringt und das Produkt dann fertig ausmischt, dann hast du eine Flüssigkeit, die in unserem Fall unter Null Komma Fünf Volumen Prozent hat und somit als alkoholfrei gilt.

00:44:26: Ah,

00:44:27: okay.

00:44:27: Also ein bisschen Alkohol ist schon drin, aber es gilt als Alkoholfrei.

00:44:30: Genau, es gilt als Alkoholfrei.

00:44:31: Wir haben gerade aus den Emiraten, ich meine, da haben Gesetze und die haben Religion.

00:44:38: Also ich würde sagen, das ist Religion noch mal ein stärkerer Faktor.

00:44:42: Da geht Wonderleaf auch klar.

00:44:44: Scheich, da sagt es okay, weil Zeit auch noch verdünnt wird.

00:44:49: Und jetzt muss man im Vergleich dazu eine reife Banane hat ungefähr Null, acht Volumen prozent Alkohol.

00:44:53: Echt?

00:44:54: Das ist auch nicht.

00:44:56: hier zum richtig vollmachen, macht man sich ein Orangensaft, lässt den über Nacht stehen, ist auch definitiv mehr drin.

00:45:03: Und bei uns kommen ja noch mal drei Teile Tonic Water drauf.

00:45:06: Also du müsstest da ein paar Liter von trinken, also Wandelief Tonic, ein paar Liter bist du ein Glas Orangensaft, Alkohol, Interesse hast.

00:45:15: Also das ist vernachlässigbar, kann man... Also ich bin kein Mediziner und so was und ich gebe jetzt hier auch keine medizinischen Ratschläge, aber das kannst du bedenkenlos, auch als trockener Alkoholiker kannst du das zu dir nehmen, weil halt in so vielen anderen Dingen

00:45:35: des Alltags

00:45:36: wirklich überall ist Alkohol drin.

00:45:39: Okay, jetzt habt ihr das Produkt quasi unter größter Anstrengung auch wieder mit einer Distillerie gebaut und wusstet ja nicht, ob da ein Markt ist.

00:45:46: Aus eurer Facebook-Umfrage war ja noch nicht so viel.

00:45:48: Also es gab ja nicht den Markt, der alkoholfreien Gin gefordert hat und stand ihr wieder mit einem Produktor.

00:45:53: Na, standen wir mit einem Produktor, aber immer noch in einer Gin-Hype-Phase, wo echt Action war.

00:46:00: Da war wirklich Action und wir haben auch ordentlich laut getrommelt, sodass man uns dann kannte.

00:46:07: Und weil wir immer gerne unkonventionell unterwegs waren, haben wir gesagt, okay, jetzt hier was ganz Neues, was total der heißeste Scheiß.

00:46:15: Und dann weiß ich noch, dass eine gute Sache für mich gerade ein, haben wir dann gedacht, hier fit for fun.

00:46:23: Da ist doch eigentlich was für euch.

00:46:25: Dann haben wir da angerufen.

00:46:26: Meint ihr, wollt ihr nicht darüber was schreiben und so was?

00:46:29: Ist doch hier voll cool und so was.

00:46:32: Nee, auf gar keinen Fall, auf gar keinen Fall.

00:46:34: Und dann waren wir jahrelang, also nachdem die uns abgelehnt haben, waren wir jahrelang das Abo-Premien-Geschenk danach ein paar Jahre.

00:46:42: Also das war echt lustig.

00:46:47: Gut, das sind paar sind komplett ausgerastet und meinten so, wir listen euren Juniors aus und ihr wollt uns doch verarschen, dass doch alles misst und sowas.

00:46:55: Fanden ein paar, fanden es überhaupt nicht gut?

00:46:57: Ich denke, ja gut, ist ja freies Land, kann ja jeder machen, was er will.

00:47:01: Das Kernprodukt

00:47:01: nicht schlechter, ist ja trotzdem gut, also das Alkohol war trotzdem

00:47:04: da.

00:47:04: Ja, wenn es ideologisch wird, da kennen wir in der Politik und im Handel und dem spiritosen Handel.

00:47:10: Ne, wir haben das mit... dem wissen was wir hatten und unseren bestehenden accounts und dem guten ruf unseres anderen produktes haben wir das platziert.

00:47:23: Und das ist eingeschlagen wie eine bombe.

00:47:25: also war völlig irre war völlig irre das.

00:47:31: Und da gibt's halt auch eine lustige Geschichte, wie dann unser Abfüllpartner, mit dem wir den, oder unser Ginproduktionspartner erster, erster Generation, mit dem wir die Rezeptur entwickelt haben, der sagte dann, ja, das kann er aber nicht abfüllen.

00:47:45: Das geht nicht.

00:47:45: Und dann hatte ich einen bekannten Gastronomen aus Köln, der irgendwann mal sagte, Mensch, hier kann ich nicht den Ziggy auch abfüllen.

00:47:52: Ich hab so eine Abfüllanlage, hab ich gebastelt.

00:47:56: Wie du hast eine Abfüllanlage gebastelt und so was.

00:48:00: Na ja, ein paar Monate später, also das haben wir natürlich nicht gemacht, weil ... ... so ... ... Never Change ... ... Running System ... ... ein bisschen später ... ... kam er halt mit dieser Wonderleaf-Idee ... ... und brauchten dann einen, der es abfüllt.

00:48:12: Der normale Distillateur kann das nicht.

00:48:14: haben wir den Gastronom aus Köln wieder aus dem Hut gezaubert.

00:48:18: Dann haben wir damit dem zusammen die Technologie entwickelt, die benötigt wird, um sowas abzufüllen.

00:48:25: Weil das ist nicht trivial.

00:48:27: Ein Wasser, Mineralbrunnen.

00:48:31: Ja, dem machen die Maschine an aus und dann ist es da mehr durchgelaufen, als wir in einem Jahr damals geplant hatten, zu verkaufen.

00:48:38: Die waren raus, den normalen Destillateure können es nicht.

00:48:40: Das heißt, du musst dir das irgendwie, muss man sich da diese Technologie beibringen.

00:48:46: Weil, wenn so eine wässrige Lösung ist ja auch alles andere als schon wieder, musst du ultrapenibles, sauber arbeiten.

00:48:51: Das ist ein Lebensmittel.

00:48:53: Also, und keine Spirituose.

00:48:55: Desinfiziert sich nicht selbst.

00:48:56: Und dann ... haben wir die ersten Flaschen über die Handabfüllmaschine abgefüllt.

00:49:03: Und dann ist der Demand so hochgegangen, irgendwann rief der Metzger, heißt er bei uns, rief der Metzger an und sagte, Jungs, wir müssen hier was machen, das geht so nicht.

00:49:14: Und so was, er kommt nicht hinterher.

00:49:16: Da haben wir gesagt, was kostet denn so eine Maschine?

00:49:19: Ja, da kann man so und so und so.

00:49:23: Und wie soll ich das finanzieren?

00:49:26: Da haben wir gesagt, das ist gar kein Problem.

00:49:27: Jetzt sind wir nicht nur Schnapshersteller, jetzt spielen wir Bank.

00:49:30: Und dann haben wir gesagt, okay, wir ... Begeben dir das Geld für diese Maschine.

00:49:35: Und du sagst uns einfach, was musst du?

00:49:38: oder was kannst du uns von der von den Abfühlkosten pro Flasche?

00:49:42: Worauf kannst du verzichten, bis die Maschine dir ist?

00:49:45: Na, war das gemacht?

00:49:46: Da war so ein Plan, hier so und so viele Jahre braucht das, bis das gezahlt ist.

00:49:50: Nach einem Jahr war das, also ne, noch nicht mal nach einem Jahr, das ist so schneller.

00:49:52: Also ein Jahr war die Maschine bezahlt und alles nur durch den Discount, den wir bekommen haben.

00:49:57: Und ja, darüber ist halt eine ganz, ganz enge, langjährige Partnerschaft entstanden und Der füllt, also wir haben, ist ja auch ethisch, versuchen wir zumindest ab und zu okay zu bleiben.

00:50:10: Also wir haben nicht auf Exklusivität bestanden.

00:50:15: Da hätte es vielleicht einen Weg gegeben, das zu machen.

00:50:19: Aber der ist, also inzwischen ist der, der wirklich der führende Abfüller für Non-Alks in Deutschland.

00:50:27: Also ich würde sogar sagen, auf dem europäischen Festland.

00:50:33: Genau, wenn gibt's nur was in den USA.

00:50:36: Aber nee, das ist halt auf unserer Schnapsidee, auf der Zusammenarbeit, ist das entstanden und finde ich auch wieder so eine nette Geschichte, dass es ja wirklich aus der Gastronomie kommt, von einem selbst gebastelten Ding und dass wir dann in der Lage waren, auch an der Stelle den zu entwickeln und das weiterhin aus dem operativen Aus.

00:51:01: Auch ganz sparsam sonst sind mit allen Sachen und immer ein bisschen was Geld übrig hatten.

00:51:07: Also echt coole Story.

00:51:09: Ihr habt ja also das Non-Alkoholik-Thema, ging damit noch mal viel viel geiler.

00:51:13: Das ging brachial durch die Decke.

00:51:16: Was ganz cool war zu dem Zeitpunkt, weil irgendwann bedeutete es sich schon an, dass der Ginmarkt ein wenig überheizt ist.

00:51:25: Es dann auch losging, dass halt der ein oder andere, dann ging es in den Verdrängungswettkampf.

00:51:30: Und aus Markensicht, wenn du nur auf einem Bein stehst, wird man teilweise vom Markt dazu gezwungen, Sachen zu machen, die man aus Markensicht vielleicht nicht machen würde.

00:51:40: Konnten wir uns aber ganz easy rausziehen und haben gesagt, dieses goldene Kalb wird nicht geschlachtet.

00:51:45: Und das haben wir dann nicht gemacht.

00:51:47: Erzähl

00:51:48: mal, was ist euer Pricing?

00:51:50: Also ihr seid ja nie ein Massenprodukt gewesen, im Sinne von schön günstig, maximal viel, sondern wie funktioniert das bei?

00:51:56: Also ich kann mich ja an dieser Zeit, da gab es gefühlt, dreihundert Ginz.

00:52:00: Jeder Unternehmer hat noch mal so einen eigenen Gin rausgebrochen.

00:52:02: Ein cooler Unternehmer, man Bock auf Gin hatte.

00:52:04: So, das war irgendwie die Phase und die waren auch verschieden teuer.

00:52:06: Du kriegst ja ein Gin für zehn Euro die Flasche und du kriegst auch ein Gin für hundert Euro die Flasche, gibt ja irgendwie alles.

00:52:12: Wo bewegt ihr euch da?

00:52:14: Also... Absolut richtig, was du gesagt hast.

00:52:22: Die waren richtig teuer, die waren richtig teuer.

00:52:29: Vorher waren halt hier so Beef Eater, Gordens und so was, das ist so die Null Siebener Flasche für elf Euro oder so was.

00:52:36: Kaufland,

00:52:37: all die.

00:52:38: Überall Massen, wahre Preiseinstieg, das nicht zwingenderweise schlechtes Produkt ist, aber ganz andere Geschichte.

00:52:46: Preis-Schraube nach oben aufgemacht.

00:52:48: Also Literpreis-Achzig-Euro.

00:52:51: Also wirklich irre, wirklich total irre.

00:52:54: Die haben richtig Geld verdient am Anfang.

00:52:57: Und als wir dann angefangen haben, war für ein Craft-Gin, waren über dreißig Euro absolut Usus.

00:53:08: Wir haben gesagt so, wie wäre das denn, wenn wir an der Stelle ein bisschen... Decenter sind und auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ...

00:53:25: auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ...

00:53:27: auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... auf ... ... Für Null Fünf, immer Null Zwanzig-Ninzig.

00:53:44: Und auch der nicht-alkoholische?

00:53:46: Da war es dann so, da haben wir gesagt, okay, im Grunde genommen ist es genauso schwierig herzustellen.

00:53:51: Also der Rohstoffalkohol kostet nix.

00:53:54: Punkt.

00:53:54: Punkt.

00:53:54: Also Rohstoffalkohol, wer denkt, dass das Alkohol so teuer ist, nee, kostet gar nichts.

00:54:00: Also wirklich, wirklich sehr, sehr günstiges.

00:54:05: Zeug.

00:54:06: Da liegt der Hase nicht im Pfeffer.

00:54:09: Das Produkt Alkoholfrei ist schwieriger herzustellen.

00:54:12: Wir haben sogar noch ein MHD da drauf.

00:54:15: Also Shelf Time, das Zeug läuft ab.

00:54:17: Wie schnell läuft

00:54:19: ab?

00:54:20: So langsam wie kein anderer.

00:54:22: Der Wanderleaf ist sechsunddreißig Monate haltbar.

00:54:24: Ich

00:54:24: hatte gerade so ein bisschen Angst bekommen, weil ich habe wirklich mal zwei Jahre gebraucht, um das Wanderleaf zu trinken zu Hause.

00:54:29: Alkoholfrei, das war okay.

00:54:31: Steht ja auch drauf.

00:54:32: mindestens halt.

00:54:34: Also in dem Moment, wo der dann trüb ist und da Sachen drin schwimmen, die sich vielleicht noch bewegen, Herr Seidel, Finger weg.

00:54:40: Oder

00:54:41: gerade dann.

00:54:42: Oder gerade dann für den gewissen Crunch.

00:54:48: Die Dinger laufen ab, ist normalerweise immer was, wo der... Da willst du normalerweise ein bisschen mehr Marge für haben als für ein Produkt, das gar nicht abläuft und so was.

00:54:57: Also macht es in vielerlei Hinsicht schwieriger herzustellen.

00:55:01: Die Botanicals und das Ganze ist das Gleiche wie beim Gin.

00:55:04: Die Flasche ist gleich, das Etikett ist gleich, Korkenschrumpfkapsel, Economies of Scale haben wir alles gleich gelassen.

00:55:10: Und dann sprechen wir nur über bei einer Flasche Siegfried mit einen Vierzig-Volumenprozent ins zwei Euro siebenundsechzig Alkoholsteuer, die da drin stecken.

00:55:20: Die sind natürlich raus.

00:55:24: Und dann ein bisschen Alkohol.

00:55:26: Kostet trotzdem achtzehn Euro neunzig.

00:55:28: Okay, halber Liter, achtzehn neunzig.

00:55:29: Ganzer Liter damit knapp oder vierzig Euro.

00:55:32: Genau.

00:55:33: Wir waren die einzigen am Markt.

00:55:35: Wir haben den Standard gesetzt.

00:55:38: Manch einer versucht es über zwanzig Euro.

00:55:40: Alkoholfrei halber Liter geht nicht so gut.

00:55:43: Und ja, unter zwanzig Euro, achtzehn Euro, neunzig, das ist der Preis, den wir damals etabliert haben.

00:55:49: Gut, jetzt inzwischen gibt's natürlich auch da die die die Basispreiseinstiegsprodukte, aber da sagt letztes wie Marktcheck, die haben unser Produkt und so Industrieplayer beleuchtet, die haben aufs Inhaltsverzeichnis von den Industrieprodukten guckt und haben gesagt, oh, ein Wunder, dass die Flasche nicht im Dunkeln von alleine leuchtet von dem, was da alles drin ist.

00:56:08: Also... Nee, der ist günstiger.

00:56:13: Auch wenn es rational nicht so viel günstiger sein müsste, aber da ist unser Konsumentenverständnis, waren wir gar nicht so falsch.

00:56:22: Er

00:56:23: ist ja auch wie mit Wein, wenn du im Restaurant alkoholfreien Wein bestellst.

00:56:26: Sie sind alle tot traurig, dass er genauso viel kostet wie Wein mit Alkohol.

00:56:30: Das ist schon krass.

00:56:31: Mein Set sagt ganz klar, ohne muss doch günstiger sein.

00:56:34: Ja, ja.

00:56:34: Und jetzt guck mal, beim Wein ist es ja so, der Wein, der ist der richtige Bezeichnungsend alkoholisierter Wein.

00:56:44: Der wird ganz normal gemacht und dann durchläuft der noch einmal einen weiteren Arbeitsschritt.

00:56:49: Und warum sollte der dann nicht teurer sein?

00:56:52: Ja, ich muss ja sagen, wir haben uns kennengelernt auf dem von Jojo quasi, von Jojo Bindenbrücker aus Köln, auf dem Event auf Mallorca, wo ihr auch Sponsor seid.

00:57:01: Und das heißt, ich hab mich quasi das ganze Wochenende mit alkoholfreiem Gin betäubt.

00:57:05: Und ich muss auch wirklich sagen, der schmeckt wirklich.

00:57:08: Also das ist schon, ich bin da auch sehr penibel und bei mir ist eher so lieber ein guter Longdrink am Abend, da ist jetzt fünf schlechte.

00:57:16: Aber das ist wirklich so, dass der schon Spaß macht und das Gefühl, was daraus entsteht, trotzdem ein gutes Gefühl ist.

00:57:21: Und ihr habt ja noch mal, ihr habt ja noch mal nachgelegt, ihr habt ja ein Produkt, das heißt Wilder.

00:57:26: Richtig.

00:57:26: Glaube geschrieben mit WYLDA.

00:57:29: Richtig.

00:57:30: Genau.

00:57:31: Also, ihr habt alkoholfreien Gin, ihr habt Gin mit Alkohol, was ist Wilder?

00:57:35: Das ist

00:57:35: eine sehr, sehr gute Frage, was Wilder ist, weil so einfach ist es nicht.

00:57:39: Auch da muss ich ein bisschen ausholen.

00:57:42: Alkoholfreie Ersatzprodukte machen.

00:57:46: im Gesamten, also wir machen seventy-fünf Prozent unseres Umsatzes, der Gesamtmarkt, für ihn im Gesamtmarkt ist das eher eine kleine Nische, von unter einem Prozent des Gesamtspiritosenabsatzes unter einem Prozent ist alkoholfrei.

00:58:00: Obwohl das so, obwohl es so gehypt ist, wenn du unter einem Prozent mit hundert Prozent Marktanteil hast, reicht auch, aber Das beschreit danach, dass irgendwie da nicht, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

00:58:14: Also weglassen allein ist es nicht.

00:58:17: Guckt man sich die Gen Zee an und das sind ja die Menschen, die mit über fünfzig Prozent angeben, gar nichts oder nur sehr, sehr, sehr wenig trinken zu wollen.

00:58:29: Dann stellt man ganz schnell fest, dass die zwar nicht trinken, aber sich anderes Zeug reinschrauben.

00:58:35: Was ja in Deutschland legalisiert wurde auch.

00:58:37: Also anderes Zeug sind ja... Und

00:58:38: anderes Zeug.

00:58:39: Genau,

00:58:39: viel mehr Drogen.

00:58:40: Ja, also Alkohol ist auch eine Droge.

00:58:43: Auch eine

00:58:43: harte Droge, ganz genau.

00:58:44: Aber es heißt

00:58:45: nicht Alkohol trinken, aber dafür schon ganz gerne andere Drogen konsumieren.

00:58:48: So sieht's nämlich aus.

00:58:51: Da geht alles nach oben, während beim Alkohol das alles nach unten geht.

00:58:55: Und dann kann man sich überlegen, ob der Antrieb wirklich die Nüchternheit ist.

00:58:59: Das ist das, was ja sonst wirklich die Dry January-Kommunikation in der Presse wird, darauf abzielen, auch in den Jahr auch in den Jahr.

00:59:12: Dass die Leute nüchtern sein wollen.

00:59:15: Im Januar ist, was der Black Friday für den Online-Handel ist, ist für Alkohol-Bashing für die, die das betreiben wollen.

00:59:26: Und für Hersteller alkoholfreier Produkte ist das so der Peak-Moment.

00:59:34: Da werden alle wieder schreiben, die Leute wollen nüchtern sein, die wollen kein Rausch und so was.

00:59:43: That's not it.

00:59:44: Und dann haben wir gedacht, okay, wie wäre es denn, wenn man eine Flüssigkeit hätte, die auf der einen Seite alkoholfrei ist, aber dann trotzdem noch eine Wirkung hat?

00:59:55: Und dann sind wir halt anderthalb Jahre in die Konzeption gegangen und kein Produkt so lange entwickelt worden wie das und haben versucht im legalen Rahmen, aus Wirkkräutern, die man sonst aus der Heilforschung... Heilmedizin, Kräuter, wie heißt das?

01:00:16: Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Kräuter, Und ja, und da mal wieder was ganz Neues zu machen.

01:00:48: Und auch da, also erst mit Alkohol, dann ohne Alkohol.

01:00:51: Ich hab dann eine dritte Sparte aufgemacht.

01:00:52: Genau.

01:00:52: Mit, dann erst weglassen und dann wieder dazupacken.

01:00:55: Ja, genau.

01:00:56: Aber nicht den Alkohol, sondern was anderes, was eine Wirkung hat.

01:00:58: Genau.

01:00:58: Ganz genau.

01:00:59: Einfach nur aus, ja, und da sind wir irgendwie in dieser... Also wenn einmal... Kreationsmodus bist und feststellt, dass du im Grunde genommen alles machen kannst, musst du halt nur machen.

01:01:11: Du musst es nur machen.

01:01:12: Und dir dann einmal diesen Namen gemacht hast, dass die Leute dann auch zuhören und hingucken.

01:01:16: Weil, ich meine, gibt viele geniale Menschen, deren größtes Problem ist, dass sie keinen Gehör finden.

01:01:21: Aber wir waren halt irgendwann dann in der Position, dass wir gesagt haben, okay, alles kleidst.

01:01:27: Warum machen wir denn nicht einfach weiter?

01:01:28: Ihr

01:01:28: seid irgendwie seit der Innovator.

01:01:30: Irgendwie

01:01:30: sind wir Innovator und gibt schlechteres eigentlich.

01:01:34: Und ich meine, das macht natürlich auch Tür und Tor auch für Fehler.

01:01:37: Also mal ein Versuch gehabt, so eine halbalkoholische Range rauszubringen.

01:01:44: Wurde vom Markt überhaupt nicht angenommen.

01:01:46: Null, null.

01:01:48: Aber hätte Apple damals beim Newton aufgehört, das ist das schwarze Ding mit dem Stift.

01:01:52: Ich weiß nicht, wer es kennt.

01:01:54: Muss irgendwann in den neunziger Jahren gewesen sein.

01:01:56: Hätten die da aufgehört, dann gäbe es heute keine iPhones und keine anderen coolen Gadgets von denen, weil du lernst nur aus Fehlern.

01:02:06: und ja, aber das ist das ganz cool eigentlich.

01:02:08: Also das eine Ding, was nicht funktioniert hat, so halb dazwischen irgendwie mit weniger Alkohol, das habt ihr auch wieder weggeschmissen.

01:02:14: Also da gab es zwei Versionen von, eine fruchtige und eine klassische Gin-Variante, mit der du dir einen Gin Tonic machen kannst, der dann so viel Alkohol hat wie ein Bier.

01:02:26: Aber nicht so stark nach Tonic Water schmeckt, wie wenn man einfach nur halb so viel Gin rein tun will.

01:02:31: Geht ja auch.

01:02:31: Aber ein super cooles Produkt, den haben wir behalten, die fruchtige Nummer ist super, super tricky herzustellen.

01:02:38: Und dafür findet langsam den Weg raus aus dem Portfolio.

01:02:44: Diese ganze Herstellung?

01:02:45: Ihr macht das mit einem das Ziller auch heute noch?

01:02:47: Ihr habt einen der für euch abfüllt?

01:02:48: Nee, nicht mehr ganz.

01:02:49: Also der Ursprüngliche, den wir sehr, sehr zu dank verpflichtet sind und von dem mussten wir uns irgendwann trennen, weil es einfach kapazitätsmäßig da nicht so weitergegangen wäre an seinem Standort und, hat ich letztens noch darüber gesprochen, ist eigentlich auch ein super cooler Move von dem gewesen, Nein zu sagen, weil der in seinem Ökosystem sehr zufrieden war.

01:03:19: Und der ist halt schon ein Schritt weiter als ich.

01:03:22: Ich bin nämlich immer weiter hungrig und kann nicht aufhören.

01:03:26: Der weiß genau, wo sein Wohlfühlbereich ist und der hätte Schritte gehen müssen, die ihn aus seinem Wohlfühlbereich rausgebracht hätten.

01:03:36: Und von daher alles cool.

01:03:39: Jetzt machen wir es an Stellen, wo auch große LKWs vorfahren können.

01:03:43: Okay, das war eins der Battlenecks, das ist ja quasi so klein, war das schon mit vierzehn Stunden nicht hingekommen.

01:03:46: Das

01:03:47: fährste halt mit kleineren mehrfach hin, das hat schon funktioniert und das hätte auch mit ein bisschen verdrehen und verwenden hätte es auch weiter funktioniert, aber Alkoholfreiheit nicht.

01:03:56: Das heißt, das dann an der Stelle, da ging es dann das erste Mal ein bisschen auseinander und ja, am Ende des Tages war das dann eine... eine Entscheidung, die aber cool ist.

01:04:08: Also wir sind immer noch befreundet, sehen uns ab und zu mal.

01:04:12: Müssen wir auch wieder, also Peter Josef, wenn du das siehst, ich gucke jetzt mal in die Kamera, soll ich nicht, wenn du das siehst, wir müssen wieder essen gehen.

01:04:19: Sehr schön.

01:04:20: Das heißt aber, ihr füllt weiter in Deutschland ab, produziert in Deutschland?

01:04:22: Absolut, im Rheinland.

01:04:24: Alles im Umkreis, ich habe irgendwann gesagt, eigentlich kann man überall mit dem Fahrrad hinfahren.

01:04:28: Mit dem Auto geht es auf jeden Fall, mit dem Fahrrad wird es auch gehen, dauert dann halt nur ein bisschen zu lang, aber das ist im Umkreis von, alles im Umkreis von zwanzig Kilometern.

01:04:36: Seid ihr auch die Rheinland des Tillers?

01:04:38: Das ist wichtig.

01:04:39: Der

01:04:39: Name ist

01:04:41: Programm.

01:04:42: Wie viele Ländern vertreibt ihr?

01:04:44: Deutschland plus elf, zwölf, dreizehn, mal mehr, mal weniger.

01:04:48: Es gibt auch welche, wo man mal Produkt hingeschickt hat, wo da nichts raus geworden ist.

01:04:54: Ich habe vorhin von dieser Bucketlist die Milestones erzählt.

01:04:58: Im Kaufhof muss eine Flasche stehen.

01:05:00: Auch geil ist, du stehst am Supermarktband und am Nachbarband.

01:05:06: Oder dass du selbst was damit zu tun, das fährt das eigene Produkt vorbei.

01:05:08: Ist auch so ein Gänsehautmoment.

01:05:11: Wir können auch nach Yokohama in den Bar fahren, also da gibt's mehr als ein Ding, aber wir saßen auch schon mal in Yokohama in der Bar, in der dritten Etage, in so ganz schmalen Häuschen, wo keine Ahnung, dass da eine Bar drin ist und wo dann ganz klar unser Produkt ausgeschenkt wird.

01:05:26: Das ist alkoholisch und nicht alkoholisch inzwischen.

01:05:30: Wie

01:05:30: viele Leute macht ihr das?

01:05:31: Wie viele Leute seid ihr?

01:05:32: Wir sind im Moment elf.

01:05:34: Elf Leute.

01:05:34: Elf Leute.

01:05:35: Ohne Produktion.

01:05:36: Also ich hatte letztens den Marco von Truefruits hier, die sind ja auch nur fünfunddreißig.

01:05:40: Sie sitzen ja auch noch in Bonn, ihr kennt euch garantiert.

01:05:43: Ja klar, logisch.

01:05:43: Also er ist dem Marco nicht den Nick.

01:05:46: Der Nick.

01:05:46: Ja, stimmt.

01:05:47: Der Nick saß ja auch hier.

01:05:48: Ja, Marco.

01:05:48: Marco hing an Nick.

01:05:50: Und die sind ja auch nur fünfunddreißig, Leute.

01:05:52: Ja.

01:05:53: Die sind ja wahnsinnig umsatzstark damit.

01:05:55: Ich höre ganz viele Ähnlichkeiten raus, im Sinne von Abfüllung nur in Deutschland, auch Partner, sehr lange und Koda, da gibt es auf jeden Fall parallel.

01:06:01: Etabliertes System, ja.

01:06:02: Ihr vertreibt es in mindestens elf Ländern, man findet euch sogar in Japan.

01:06:08: Ich gehe jetzt mal davon aus, ihr macht irgendwie einen vernünftigen, siebenstelligen Umsatz, einen hohen, mittelhohen, siebenstelligen Umsatz.

01:06:17: Ist Gin margenstark?

01:06:18: Weil ich höre ja zumindest raus.

01:06:20: Also die Preise, die ich höre, sind gut.

01:06:21: Ihr seid also nicht der direkte Wettbewerb von Beef Eater & Co.

01:06:25: Das ist schon auch ein vernünftiges Geschäft für euch als Kaufleute.

01:06:27: Total.

01:06:28: Total.

01:06:29: Also das ist ein hochmagiges Geschäft.

01:06:33: Anders wäre die Gründungsgeschichte mit viertausend Euro aus dem operativen Cashflow völlig unmöglich.

01:06:39: Haben wir damit gerechnet, irgendwann mal so weit zu kommen?

01:06:42: Da sage ich immer so, nee, haben wir nichts, sonst hätten wir definitiv mehr als viertausend Euro reingelegt.

01:06:46: Also diese Geschichte, diesen Move zu bringen, der ist also auch mit hohen Margen gar nicht mal so einfach, wenn man so einen Steuervorauszahlungsgeschichten und lange Zahlungsziele und Wachstum und so was.

01:06:57: Das ist Cashflow-Managementmäßig, war das eine kleine Herausforderung.

01:07:02: weil Margen echt okay, aber auch da darf man sich nicht vertun.

01:07:07: Je größer man wird, desto größer wird auch der Hunger der Partner nach, wie soll ich das jetzt sagen, ohne dass die das sehen und dann auch ... Ich meine, man muss, wenn man in einer bestimmten Liga spielt, auch richtig viel Geld ausgeben.

01:07:26: Also es ist nicht, man macht einmal Werbung und dann läuft's, sondern da gibt's Handzettelwerbung in einer Region, bei einem großen Lebensmittel-Einzelhändler, in die Handzettel reinzuzukommen.

01:07:40: Das kostet fünfstellig.

01:07:42: Und ja, pro Produkt.

01:07:44: Das ist

01:07:44: auch die Erwartungshaltung an euch.

01:07:45: Listungsgebühren, an Werbemarktungsnahmenteil nehmen.

01:07:48: Früher haben wir gar keine Listungsgebühren bezahlt.

01:07:51: Heute für neue Produkte würden wir Listungsgebühren wahrscheinlich zahlen.

01:07:55: In der Wegung ziehen.

01:07:56: In der Wegung ziehen, ja.

01:07:58: Aber ganz klar, du willst in diese Handzettelwerbung, weil nur damit ist klar, dass das Produkt dann auch wirklich in allen Läden drin steht und dann zahlst du das natürlich.

01:08:11: Brauchsgeld, wir haben irgendwann mal einen Vortrag gesehen.

01:08:14: Da, wie krieg ich das jetzt hin?

01:08:17: Da wurde eine Marge, also vom Shelf-Price Brutto bis auf den günstigsten Abgabepreis, wurde gesagt, da musst du mindestens siebzig Prozent Marge haben, damit du überhaupt Ansatzweise eine Chance hast, um das Game mitzugehen.

01:08:41: Können wir uns unter den jetzigen, also würde ich gerne mal Fernsehwerbungen machen, ich weiß es nicht, weil Fernseh ist jetzt nicht das Ding, aber wir haben große Influencer-Sachen gemacht, wir haben mit diversen Leuten gearbeitet, da brauchst du einfach Schotter.

01:08:57: Wollte

01:08:57: ich gerade sagen, lass mal auf eure Marketing zu sprechen kommen, weil das habt ihr auch, ich würde sagen geschickter als viele anderen gemacht, ihr seid ja unglaublich stark in Kooperation, ne?

01:09:07: Erzähl mal davon, was wirklich geile Sachen auf den Flaschen drauf auch.

01:09:11: Wir haben relativ früh gesagt, wie können wir denn als Gin-Hersteller in anderen Zielgruppen auftauchen und als irgendwie cool wahrgenommen werden?

01:09:21: Dann haben wir gesagt, in dem wir uns halt explizit Sachen raussuchen oder Marken raussuchen, die in ihrer Kategorie eine Alleinstellungsmerkmal haben, die dafür einen ausreichenden Bass sorgen und dann gucken wir, ob wir mit denen kollaborieren können.

01:09:38: Und da haben wir uns hoch gearbeitet.

01:09:42: Ja, es fing an.

01:09:43: Jetzt gucke ich hier auf die, das sieht man jetzt wahrscheinlich nicht.

01:09:46: Also es gibt hier diese Wall of Fame, wo die ganzen Leute sind.

01:09:48: Da sind ein paar, die man kennt.

01:09:52: Hier, der Jörg Wolltmann mit der KPM war eine... Also königliche

01:09:55: Portnomenofaktur, der Jörg hat es mir alles erzählt.

01:09:58: Er ist der erste nach sieben Königshäusern, der diese Marke besitzt.

01:10:03: Das heißt, es muss ein paar Hundert Jahre, so zwei, drei Hundert Jahre zurückgehen.

01:10:07: Das war einer der weltweit oder ist einer der weltweit für einen Porzellanhersteller in diesem hochpreisigen Segment.

01:10:12: Richtig.

01:10:12: Mit denen habt ihr eine Koop gehabt?

01:10:13: Genau.

01:10:15: Ich war ja Kunde bei denen, also über das Familienunternehmen.

01:10:18: Man kannte sich, ja, man kannte sich und die meinte dann, ja, lass doch was machen.

01:10:22: Auf der Suche nach irgendwie, also alle wollen ja mit den coolen Kits rumhängen.

01:10:28: Und dann gab es ein Paket, eine Flasche Siegfried und so ein Long Drink Becher von denen.

01:10:34: Und da stand dann drüber Siggi und Fritz.

01:10:37: Also, weil der alte Fritz und der Ziggy und Fritz war dann die erste, eher hemmsärmliche Kombo, aber halt super cool, weil Nummer eins auf der Liste.

01:10:47: Und dann... Wie

01:10:47: teuer war das Paket?

01:10:48: Boah, das war... Also, die Flasche Gin hat in den Jahr zweiundzwanzigneunzig ausgemacht.

01:10:53: Und dann, da war eher schwierig, weil der Lebensmittelhandel hat eine andere Margenvorstellung als der Porzellanhandel.

01:11:00: viel geringer als beim Porzellan.

01:11:02: Und das war eher schwierig, das dann in dem Porzellanhandel zu

01:11:06: machen.

01:11:06: Eher, der Jörg hat uns erzählt, dass so ein Porzellan-Tasso, das ist bei ihm eine Achtzig Euro, und er erklärt, wie die Produktion Schritte sind.

01:11:12: Der verdient ja kein Geld mit.

01:11:13: Die muss so hundertzehn Euro kosten.

01:11:14: Ja, ja, klar.

01:11:15: Aber

01:11:15: es gibt wirklich, also es gibt quasi Limited Edition, es gab ein Siegfriedschen und quasi diese KPM.

01:11:19: Genau,

01:11:21: das war eine Colabo, aber es war noch keine Limited Edition.

01:11:24: Und dann haben wir uns... Wir haben diverse Sachen gemacht.

01:11:28: Wir haben eine Wonderly Flasche, hatten wir nur die Outlines von dem Logo, das ist so ein aus Blättern geformter Schmetterling und dabei waren halt Edding Stifte und das war eine offizielle Colabo mit Edding.

01:11:41: Da konnte man das ausmalen und konnte dann was gewinnen.

01:11:47: Ganz liebe Grüße an Pär an der Stelle, den Endings CEO.

01:11:51: Und mit eigentlich Tümas, als er auch bei uns im Podcast kommt.

01:11:53: Ja,

01:11:53: super.

01:11:55: Dann haben wir, was haben wir noch gemacht?

01:11:57: Wir sind die erste Spirituosenflasche, wo das DC Comic Label drauf war.

01:12:01: Das ist Marvel.

01:12:04: Marvel ist Marvel.

01:12:05: Genau.

01:12:07: DC ist Batman, Joker, die Geschichten.

01:12:10: Und da gab es... Da gab es einen Film, und dann hat Warner Bros.

01:12:13: bei uns angeklopft und meinte, wie sieht es aus?

01:12:15: Eine Kollabo-Edition, wie so, klar machen wir das mit euch.

01:12:18: Warner Bros.

01:12:19: ist doch Spam, und da haben wir nachgeguckt, hier waren die echt.

01:12:21: Das ist schon

01:12:22: richtig geiler Scheiß, den ihr da macht.

01:12:24: Da ging es dann darum, Margot Robbie, immer eine wunderschöne Frau, der bei mir immer auslöst, dass sie gesagt hat, nein, ich will nicht auf eine Spiritosenflasche raus.

01:12:32: Das ist die Dame, die in Wolf of Wall Street mit Leonardo DiCaprio quasi die Weihbesetzlose setzt.

01:12:36: Ja, genau.

01:12:37: Barbie.

01:12:38: Barbie auch.

01:12:38: Löst bei mir aus, will nicht auf eine Spiritosenflasche.

01:12:41: Okay.

01:12:42: Aber Tor ist Tor, haben wir gemacht.

01:12:46: Gibt eine große Sprayer Crew, one up.

01:12:49: Eins U.P.

01:12:49: geschrieben, da kann man sich mal reinziehen, machen den sächsten Kram.

01:12:53: Da haben wir eine super coole Kollabe gemacht, dreihundert und sechzig Flaschen, weil das Kreuzbergdreisix eins.

01:13:02: Eine Installation, die wurde mit einem Pies versehen, das fanden wir so schön, das was dann noch als NFT verkauft haben.

01:13:08: Neunundsechzig Flaschen mit Amoryli rausgebracht.

01:13:12: Da war die Flasche in eine Kursage eingebaut.

01:13:13: Die konnte man nicht kaufen, die konnte man nur gewinnen.

01:13:15: Wir haben jetzt gerade Dominos Pizza abgeschlossen, hatten wir im Herbst.

01:13:20: Zwei Sorten Gin, limitiert zweimal hundertdreiundzwanzig Flaschen.

01:13:26: Mit einem schwierigen Weg dran zu kommen, aber wir müssen das sehr schwierig machen, weil sonst überrennen die uns immer für solche Sand.

01:13:32: Die sind immer klein, diese Editionen kosten immer neunzwanzig neunzig.

01:13:36: Also wird nicht teurer oder sowas, obwohl Auch da die Leute sagen, mach doch mal richtig Schotter damit und so was, weil also die Domino-Geschichten, die waren in zwei Minuten, waren die ausverkauft.

01:13:47: Erstaunen immer die Stückzahlen, also das ist überhaupt kein Problem.

01:13:50: Nein, aber das ist, hundert, hundert, sechs, zwei ist ja nichts.

01:13:53: Ja genau.

01:13:53: Also zweimal

01:13:53: hundert, sechsund zwanzig ist nichts.

01:13:55: Auch

01:13:55: das ihr das macht, ist ja viel Arbeit für wenig Stückzahl.

01:13:57: Ja, aber das geht auch nicht um Geld an der Stelle, weil wir hätten zwei Hebel, die wir bewegen können.

01:14:02: Wir können einmal den Preis hochschrauben.

01:14:03: Genau.

01:14:04: Und hoffen, dass Leute das kaufen.

01:14:06: Ja.

01:14:06: Ist das uncool?

01:14:07: Yes, it is.

01:14:08: Wir können die Stückzahl hochschrauben, wird es dann begehrlicher.

01:14:13: Und am Ende des Tages geht es uns bei der Sache nur um die Marke.

01:14:18: Und das geht nur um die Marke.

01:14:20: Klar könnten wir damit gerne machen.

01:14:21: Wir sehen dann immer, für wie viel Geld die Flaschen verkauft werden, wenn die dann im Zweitmarkt... Für die Limited

01:14:28: gibt es einen Zweitmarkt.

01:14:30: Absolut,

01:14:30: nicht mehr so wie früher.

01:14:32: Aber den gibt's.

01:14:33: Und es gibt Leute, die sich da mit Teil krimineller Energie... Wir hatten, als wir One Up gemacht haben, das ist Kunst.

01:14:40: Auch wenn's ein oder anderen nicht so gut findet, wenn's das eigene Haus dran glauben muss.

01:14:44: Aber die machen wirklich Kunst.

01:14:47: Und die haben eine Fan-Szene.

01:14:49: Da hatten wir, und das ist so Street-Things, und die Street-Sachen kennen sich auch mit Sneaker aus, und Sneaker-Drops und so was.

01:14:57: Da brauchst du ja hier Cyber-Security-Teams im Hintergrund, damit da keine Bots dran sind.

01:15:04: Also, wir hatten früher eine WooCommerce-Installation.

01:15:07: Wir konnten nicht mal unseren eigenen Shop noch nicht mal mehr abschalten.

01:15:11: So haben die uns auseinandergenommen.

01:15:13: Da ging gar nichts mehr.

01:15:15: Und dann rufen die anderen sagen, ich sitze hier und refresh die ganze Zeit.

01:15:18: Und ich komm nicht weiter.

01:15:19: Dann sag ich, ja, weil du, wie alle anderen auch, die ganze Zeit Rehörme aufzudrücken, dann wird schon wieder gehen.

01:15:23: Ja, dann vielleicht können wir uns da noch abschalten.

01:15:26: Da haben wir coole Sachen gemacht und auch verrückte Sachen, also Amorelie, neun, sechzig Flaschen, die konntest du gar nicht kaufen, die konntest du nur gewinnen.

01:15:33: Ja.

01:15:33: So, und solche Stands machen wir gerne, weil die uns viel Freude bringen und wir hoffen, dass diese Freude auch nach draußen getragen wird.

01:15:42: Und wir tauchen auf einmal in einem Umfeld auf und werden wahrgenommen, in das man sich halt nicht reinkaufen kann.

01:15:51: Und das ist was, das machen wir genauso konsequent immer weiter, wie nah an den Menschen zu sein.

01:15:58: Ihr macht's

01:15:58: halt schon ganz krass über Marke.

01:16:00: über Qualität, sonst wird ihr die Preise nicht gewinnen, über ziemlich gute Kooperation.

01:16:05: Also, andere müssen viel Geld beim Einzelhandel bezahlen für Listung und Co.

01:16:09: Euer Produkt hat schon Begehrlichkeiten auch geweckt und das hat euch auch Auftrieb gegeben.

01:16:15: Es muss man ehrlicherweise dazu sagen im Moment, im Moment in wirtschaftlich nicht so starken Zeiten.

01:16:23: ist da auch nicht mehr, dass wir da irgendwas verteilen oder irgendwas.

01:16:28: Da geht es dann, sind wir inzwischen auch in einem Markt angekommen, der sich bereinigt hat.

01:16:34: Der Gin & Hype ist ein bisschen over, es ist Commodity wieder geworden.

01:16:39: Und da ist jetzt... Wir haben das auch nie ausgenutzt, dass wir in so einer super Sondersituation waren.

01:16:46: Wir haben immer versucht, immer nett und ehrbare Kaufleute zu sein, wo der Handschlag mehr gilt als jedes unterschriebene Blatt Papier und alles, was man sich so wünschen kann.

01:16:56: Heutzutage, wir sind mitten im Verdrängungswettkampf auch angekommen.

01:17:01: Und das sind so Sachen, die müssen wir machen, welche diese Messe in Berlin, die ich vorhin erwähnt hab.

01:17:06: Da haben wir dann diese Dominos-Pizza-Kolabo.

01:17:10: Da sind hier Fahrräder mit Schildern um die Messe rumgefahren.

01:17:13: Da wurden hier so Kreide-Spray-Dinger auf die Straße gemacht.

01:17:17: Da wurden, ich weiß nicht, wie viele hunderte Pizzen da am Messestand rausgegeben wurden.

01:17:21: Das Dominos-Maskottchen durch die Gegend gesprungen.

01:17:25: So ein nächstes Ding, was wir machen, das ist wahrscheinlich nackt, irgendwie Handstand oder sowas vom Messestand, das ist dann der nächste Ausfallstufe.

01:17:33: Das musst du schon machen, sonst kommt halt keiner.

01:17:37: Weil die Qualität, die setzen wir als Grund gegeben voraus.

01:17:43: Das ist unser Selbstverständnis, dass wir sagen, bestes Produkt, das ist das ganz klar.

01:17:49: Und dann, der Rest ist halt, dass es viel und harte Arbeit, die aber auch notwendig ist, um sich da halt in dieser Nische, in der wir sind, ja, dass wir uns da halt beweisen können.

01:18:01: Und das ist eure beide Company bis heute?

01:18:04: Also, wir haben kein Bankkredit.

01:18:06: Ihr seid beide die Hauptgesellschaft.

01:18:07: Ihr seid nur, ihr beide seid Gesellschaft.

01:18:08: Der Punkt euch zusammen gehört hundert Prozent der Firma.

01:18:11: Unsere Holding gehört, unsere Holding gehört die Firma und die Holding gehört uns beiden zu fünfzig Prozent.

01:18:17: Cool.

01:18:19: Wo geht es für euch hin im Sinne von, also ist es eher Sortiments-Arbeiterung in der Zukunft oder ist es eher Markterweiterung, deiner Meinung nach?

01:18:26: Also der, der, der, spreche mal Gin, der Gin-Kuchen wächst gerade nicht, der schrumpft gerade.

01:18:32: Es findet einen Shift statt von Premium hin zu Preis-Einstieg, was wirtschaftliche Gründe hat.

01:18:38: Also die Kunden haben einen Igel in der Tasche.

01:18:41: Das ist die traurige Realität, trifft die Branche genauso wie viele, viele andere auch.

01:18:47: Wenn der Kuchen nicht größer wird, musst du gucken, dass das Stück größer wird.

01:18:51: Respektive viele, viele kleine fallen gerade aus dem Markt raus, weil einfach da die gerade beschriebenen Effekte, die sind, wie sie sind.

01:19:00: Das heißt, wir haben eine Bereinigung im Markt und ein gutes Schiff schwimmt auch bei Ebbe und das ist das, was gerade man an den Tag legen muss, also Schwimmerqualitäten.

01:19:11: In dem einen Bereich.

01:19:13: Non-Alk ist ein bisschen anders.

01:19:15: Im Non-Alk, da ist gerade Bewegung, aber wie gerade schon gesagt, immer noch auf kleinem Niveau.

01:19:20: Wobei, da haben wir eine exorbitant gute Marktposition und Superlistungen.

01:19:26: Das heißt, im Moment kommt nicht viel Neues nach, weil die wirtschaftliche Situation so ist, wie sie ist.

01:19:35: Und da geht es halt darum, Marktführerposition im Premium Non-Alk.

01:19:39: zu behaupten, was wir versuchen, indem wir da diese Markenvertrauen auszuweiten im Produktkategorien über Gin hinaus.

01:19:47: Das heißt, wir haben einen exorbitant guten Italien-Spritz, der schmeckt mit verbundenen Augen fast genauso wie echter Aperol, hat noch kein Alkohol.

01:19:55: Und diverse andere Sachen, die dann in diesen fünf Produkten non-alkohol ist, ist halt ein schönes Portfolio.

01:20:00: Da kriegst du alle Drinks mit, alkoholfrei gemacht, die du machen willst.

01:20:04: Es ist wunderbar.

01:20:05: Und dann haben wir noch dieses Spielfeld und diesen Spieltrieb, den wir haben, wo wir mit diesem Funktschnellnon-Alkweider, hatten wir gerade drüber gesprochen, das ist der Spieltrieb.

01:20:17: Gut, dann haben wir noch ein Produkt, das bei Rodius in Lizenz hergestellt wird, Siegfried und Wanderlief.

01:20:25: Tonic in Dosen.

01:20:29: Auf Mallorca.

01:20:30: Superzeug, Qualität.

01:20:33: Wenn die Frage nach Qualität kommt, klar, beim Award hat der Gin Tonic in England, bei einem Award, beste Gin Tonic im Test.

01:20:41: Wieder eine Goldmedaille, Hälkchen dran.

01:20:43: Wir können das auch in Dosen.

01:20:45: Exzellent, gut.

01:20:47: So, dieses Jahr haben wir zwei alkoholfreie, zwei RTDs, also Ready to Drinks, die Dosen, einen Funktionell rausgebracht.

01:20:56: Das war fünfundzwanzig.

01:20:57: Jetzt müssen wir erst mal in sechsundzwanzig gucken, dass wir damit ein bisschen arbeiten.

01:21:02: Und die Sachen, früher waren wir supertoll im Sachen entwickeln und hatten wir die und haben gesagt, okay, Produkt ist fertig, steht im Lager.

01:21:10: Mach mal einen Foto mit dem Handy, damit wir es irgendwie den Leuten zeigen.

01:21:14: Das können wir gut, die Umsetzung und so was da, das braucht immer noch Arbeit.

01:21:20: Das heißt, also nächstes Jahr oder in den nächsten zwölf Monaten arbeiten wir mit dem Portfolio, was wir haben, weil das ist ordentlich, weil wir sind ja, wie gesagt, eine kleine Bude.

01:21:31: Es ist nicht leicht zu kommunizieren.

01:21:33: Wir haben einen Non-Alk-Kundinnen.

01:21:39: Also das sind primär Frauen, der fangt schnell, sind junge Männer, die sonst auch gerne Alkohol trinken.

01:21:47: Der Gin-Hipster, langhaarisch-berthig, Holzfelderhemd und sowas, hat sich auch ein bisschen gewandelt.

01:21:56: Die Kategorie ist im Mainstream angekommen.

01:21:58: Das sind also mannigfaltige Aufgaben, die wir bei uns zu stemmen haben.

01:22:03: Das ist spannend.

01:22:05: Das ist einfach nur spannend, weil wir haben es uns auch nicht einfach gemacht.

01:22:07: Dieses Konstrukt, was wir da gebaut haben, würde man am Reisbrett nie im Leben so machen.

01:22:12: Also Multi SKU Brand, da sagt ihr, jeder Spiritusenspieler ist, geht nicht, geht nicht.

01:22:19: Wir beweisen jeden Tag das Gegenteil.

01:22:21: Ja, und ihr habt ja im Endeffekt selbst im elften Jahr, muss man auch fairerweise sagen, ihr habt noviert, habt da echt ein paar disruptive Dinge gemacht, jetzt könnt ihr auch mal mit dem Portfolio arbeiten, das vergisst man nämlich meistens dabei, wenn man so schnell unterwegs ist.

01:22:32: Und das ist ja eine schöne Ausgangssituation.

01:22:33: Ich denke auch, könnte schlimmer sein.

01:22:35: Jetzt habe ich ja hier so ein Experten bei mir sitzen.

01:22:39: Was ist mit diesem Thema Alkohol, ungesund, gesund?

01:22:43: Das ist ja wirklich ein Thema, was auch die Gesellschaft irgendwie spaltet.

01:22:46: Wie stehst du dazu?

01:22:48: Du hast ja beides im Angebot.

01:22:49: Ich

01:22:49: hab beides im Angebot und ich selbst bin wahrscheinlich auch nicht nur so, wie ich hier sitze, ein ganz durchschnittlicher Typ.

01:22:57: Ich trink mal tagelang überhaupt gar nichts.

01:23:02: Dann trich ganz selten mal ein Gin Tonic.

01:23:05: Und dann habe ich auf einmal Bock, wenn ich am nächsten Tag nach Berlin zu einer Podcast aufnahmefahre, trinke ich zum Abendessen ein Großglas Rotwein und noch drei starke Drinks in der hauseigenen Bar und wundere mich, warum ich um fünf Uhr dreißig morgens ein Schädel für zwei habe.

01:23:18: Aber es gibt da keinen schwarz und weiß.

01:23:22: Also das finde ich persönlich und beruflich ganz wichtig.

01:23:31: Das Leben ist viel fältiger, als dass man das über alkoholisch und nicht alkoholisch aufteilen sollte.

01:23:40: Und ich glaube, der gesunde Umgang ist natürlich alles raus, was irgendwie ideologisch ist oder sowas.

01:23:48: Da kommen wir wieder auf die Nähe zur Politik.

01:23:51: Aber es ist auf der einen Seite... Zu viel ist natürlich nicht gut und lustigerweise gibt es Research Findings, die zeigen, dass der moderate Konsum des eine Gläschen Wein zum Essen, dass das eben nicht.

01:24:14: super ungesund ist heißt nicht dass das gesund sei muss man auch immer ganz vorsichtig sein.

01:24:20: aber es ist nicht zwingend ungesund.

01:24:22: das ist ja das das große thema.

01:24:25: alcohol ist krebserregend das ist das was sich jetzt in den Köpfen fest setzt.

01:24:32: Aber Krebs ist eine multikausale Krankheit.

01:24:36: Das ist nicht auf einen Stoff zurückzuführen und es gibt ausreichend Research, der sagt, und jetzt nicht der von Spirituosenhersteller in den Auftrag gegeben, der in der Tat nachweist, dass es halt eine sogenannte J-Curve gibt.

01:24:51: Das ist nämlich von der ganz geringe Konsum hat halt doch einen positiven Effekt.

01:25:00: So, sag ich jetzt, ich kann auch nur Sachen wiedergeben.

01:25:03: Ich habe da letztendlich einen ganz interessanten Vortrag von einem Ernährungswissenschaftler gesehen.

01:25:09: Darf ich zuhören, das war super interessant, weil auch ich war total geschockt.

01:25:13: Also ich hatte, also jetzt bin ich im nächsten Jahr in der Spirituosen Szene, dieses Krebsthema, was in im Januar twenty-fünf auf einmal am Tableau war.

01:25:25: Das basiert halt auch auf äußerst fragwürdigen, natürlich von der WHO aufgegriffenen, weil dann macht die Weltgesundheitsorganisation, greift eine Studie auf, die die sehr fragwürdige Finanziers im Hintergrund hat.

01:25:42: Und wenn man sich das, und ich bin kein Verschwörungstheoretiker oder so, das hat damit nichts zu tun, aber da kann man sich reinlesen und vielleicht muss man ab und zu mal fünf Grade sein lassen.

01:25:50: Das heißt jetzt nicht, dass man sich nicht sich regelmäßig niederschepern sollte.

01:25:54: Aber wenn man mal ein bisschen lockerer an die ein oder andere Sache rangeht, ist das, glaube ich, ganz... gesund, allein für die mentale Gesundheit.

01:26:04: Und wie du schon sagst, dieses Fünfegrade sein lassen, das ist ja ein holistisches Bild, irgendwie, was das ergeben muss.

01:26:09: Ich glaube, das ist wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht in vielerlei Hinsicht.

01:26:12: Einfach mal ein bisschen lockerer mit den Sachen umgehen.

01:26:14: Nicht alles, nicht alles, also päpstlicher sehen als der Papst.

01:26:18: Das ist, wobei... An der Stelle noch mal ganz wichtig.

01:26:22: Ich kann auch nur das wiedergeben, was ich mitbekomme.

01:26:25: Und es liest sich natürlich auch gut.

01:26:28: Und Schlagzeilen in dieser Art und Weise, die sind auch super.

01:26:31: Das ist also zumindest für denjenigen, der Werbeplätze dann in den Medien verkauft.

01:26:37: Aber auch da muss man ganz genau hingucken.

01:26:40: Natürlich bin ich da an einer blöden Stelle, dass ich aus der Spirituosen-Szene so eine These aufbringe.

01:26:47: Aber es lohnt sich da, wie überall anders, genau hinzuschauen.

01:26:50: Und vielleicht entdeckt man das ein oder andere, was man so dann doch vielleicht nicht gedacht

01:26:55: hätte.

01:26:55: Also ich finde, bei seventy-fünf Prozent Umsatz mit Non-Alkoholik wäre das für dich auch sehr einfach zu sagen, das stimmt.

01:27:01: Ja,

01:27:01: aber es wäre auch nicht die Wahrheit.

01:27:03: Ja, genau.

01:27:03: Das wäre

01:27:04: auch nicht die Wahrheit, ja.

01:27:04: Aber von daher, das

01:27:05: ist für dich schon viel zu hoch.

01:27:06: Nee, nee, da muss man, das ist, das ist da, auf beiden Beinen zu stehen, ist geschäftlich wie, wie, also zeigt halt schön die Grundeinstellung.

01:27:15: Also es ist weder das eine noch das andere uns, das ist total egal, Hauptsache, Hauptsache, die Leute haben Spaß.

01:27:20: Ja, und das ist was, ich glaube, das könnte man als Aufruf rausgeben, das wird allen Menschen in Deutschland gut zu Gesicht stehen, ein bisschen mehr Spaß und Freude am Leben zu haben.

01:27:32: Das sage ich jetzt nicht nur, weil wir in spaßigen Zeiten mehr Produkt verkaufen, sondern weil es einfach nur lachen ist gesund.

01:27:39: Da hast du absolut Laune auch.

01:27:41: Ja,

01:27:42: sehr, sehr schön.

01:27:42: Mit Blick auf die Uhr, ich weiß ja, wann dein ICE fährt, hat mir vorhin sogar gesprochen.

01:27:46: Genau, ja, ja, wir legen noch los.

01:27:50: Vielleicht noch ein paar Sachen zum Schluss, die mich interessieren würden.

01:27:52: Hast du, du bist ja vorhin gesagt bis neunundvierzig, bist ja jetzt schon viele, viele Jahre Unternehmer, sowohl im Familienunternehmen als auch mit eurer eigenen Gründung.

01:28:00: Hast du sowas wie ein Live-Hack?

01:28:01: Also was regeln, einen Lifehack, an dem du dich ein Alltag hält, den du an Alltag kennengelernt hast, den du zu schätzen weißt, den du auch an andere Unternehmer weitergeben kannst, eine Unternehmerin.

01:28:09: Gibt es da irgendetwas?

01:28:10: Wo sagst du, das ist mein Learning?

01:28:13: Es gibt zwei Learnings.

01:28:15: Also zwei Learnings.

01:28:16: Ein Ratschlag, den ein guter Freund von mir mal gegeben hat, der ist super aus dem Marketing.

01:28:19: ... zehn Euro wie hundert aussehen lassen.

01:28:24: Das ist die Nummer eins, weil ... ... Geld rauskloppen kann jeder, ... ... aber die smarten Sachen ... ... die smarten Sachen richtig zu platzieren, ... ... zehn Euro wie hundert aussehen lassen, ... ... hol ich ganz oft aus dem Hut.

01:28:35: Nee, und am Ende des Tages eigentlich ... ... versuchen man selbst zu bleiben.

01:28:42: Und in ... ... guten wie in schlechten Zeiten ... Konstanz reinzubringen.

01:28:48: Und so, ich habe so ein Ziel, wo ich echt dran arbeite, ist zu versuchen, dass ich so ein Equal State of Mind hinkriege.

01:28:55: Das machen wir es am Umsatz fest.

01:28:58: Ein guter Umsatztag kann beflügeln, ein schlechter Umsatztag kann die Stimmung nach unten ziehen.

01:29:04: Als Unternehmer surft man immer hart am Wind.

01:29:08: Wir haben kein doppelten Boden.

01:29:11: Das muss funktionieren.

01:29:12: Sonst, wenn es nicht funktioniert, dann kommt es auch an wie... etabliert und wie alt und wie groß man ist, wie lang es einträgt.

01:29:19: Aber diesen Equal State of Mind, das ist wahrscheinlich für mich eine Lebensaufgabe, versuche ich hinzukriegen, dass mich das eine nicht nach oben, das andere nicht nach unten zieht.

01:29:31: Und dann bleibt man bei sich selbst und das ist, glaube ich, gar nicht mal so schlecht.

01:29:36: Das finde ich auch gut.

01:29:36: Das ist das zweite Mal, da ich das höre, in dem Podcast.

01:29:38: Ich weiß gar nicht, ob das erst mal beim Vor- oder Nachgespräch sogar war, wo jemand sagt im Argus.

01:29:42: Das gilt ja auch für mich als Unternehmer.

01:29:44: Du bist nicht ein Unternehmen.

01:29:46: Wenn es einen roten Tag gibt, kannst du nicht schlechte Laune haben.

01:29:48: Und wenn es einen guten Tag gibt, also einen grünen Tag, kannst du nicht gute Laune haben.

01:29:52: Du musst authentisch dir selbst auch gegenüber sein.

01:29:55: Klar,

01:29:55: auch in der Führungsrolle.

01:29:56: Und ich gerade in schlechten Tagen sehe ich mich als der, der Kapitän, der am Bohr steht.

01:30:03: Und da kann es... Jetzt muss ich schon wieder so einen Schimpfer.

01:30:06: Wenn der Scheiße regnet, dann stehe ich da und... halt die Schäfchen im trocknen.

01:30:12: Das brauchen wir auch gerade.

01:30:13: Das ist, glaube ich, gerade auch das absolute Mindset für den Mittelstand.

01:30:16: Und das regnet überall scheißaktuell.

01:30:18: Also, genau, da musst du vorn auf der Brücke

01:30:20: stehen.

01:30:20: Nicht einstimmen in, hätten wir noch hier stundenlang über schlechte Wirtschaftszahlen und sowas reden können.

01:30:26: Aber das bringt uns ja alle nicht weiter.

01:30:28: Das bringt uns alle nicht weiter und machen.

01:30:32: Und halt dann selbst bei sich bleiben.

01:30:35: Das ist wirklich die große Aufgabe.

01:30:39: muss man sich vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch mal bei helfen lassen.

01:30:43: Also der einen als Therapie, der andere, holt sich ein Business Coach oder was auch immer.

01:30:50: Hast du sowas?

01:30:51: Also ich habe eine sehr, sehr anstrengende Zeit mit einem Coach verbracht, weil es auch kein Spaziergang, also Arbeit an sich selbst ist nicht leicht.

01:31:06: Erdet einen aber.

01:31:07: Also ja, die Antwort ist ja.

01:31:08: Cool.

01:31:09: Ja, muss man glaube ich.

01:31:11: Wir müssen uns auch so ein bisschen gegenseitig fördern.

01:31:14: Denn sehen wir gerade so, Nachfolge ist ganz oft schwierig.

01:31:16: Das ist bei euch im Unternehmen auch so, du warst die vierte Generation

01:31:18: um.

01:31:19: Ich war schon nachfolge.

01:31:19: Genau.

01:31:21: Mein Vater hatte schon an mich übergeben.

01:31:24: Genau.

01:31:25: Denn seid ihr ja schon relativ weit gekommen.

01:31:27: Ganz viele können aktuell nicht übergeben.

01:31:29: Und es liegt ja auch an uns.

01:31:31: Wir frameen ja auch den Job als Selbstständigen.

01:31:33: Ich habe ja auch Verwandtschaft, die selbstständig war.

01:31:35: und Grund, also wenn du früher mit Selbstständigen gesprochen hast.

01:31:38: Die haben immer gejammert.

01:31:39: Das ist schon so.

01:31:40: Vielleicht können wir auch mal dazu übergehen und zu sagen, selbstständigkeit ist was total Geiles.

01:31:45: Du kannst frei entscheiden.

01:31:46: Du hast die Chance exorbitant, gutes Geld zu verdienen, wenn es läuft.

01:31:49: Du kannst aber auch pleite gehen, es mag alles sein.

01:31:51: Aber warum sollen denn junge Menschen Unternehmen übernehmen, wenn es immer so scheiße ist, Unternehmen zu übernehmen?

01:31:57: Auch da Mut machen.

01:31:58: Und nicht immer will Deutschen geben auch gerne Ratschläge.

01:32:00: Da kommt jemand, hat ein Unternehmen übernommen, erzählt ja von seinen ersten Umsätzen, von Kundengesprächen, was die Herausforderungen sind.

01:32:06: Wir geben auch immer gerne gleich Ratschläge.

01:32:10: Also auch mal fördern und sagen, hey, hab ich auch gemacht, die Fehler am Anfang.

01:32:12: Mach mal genau weiter.

01:32:13: Ja, klar.

01:32:14: Ganz ehrlich, erstens lernt man nur aus Fehlern.

01:32:17: Und deshalb kann man da wunderbar auch eigene Fehler in den Vordergrund stellen.

01:32:24: Und dann aber aufhören mit der Jammerrei.

01:32:27: Weil wir haben das jetzt.

01:32:29: Von gar nicht so langer Zeit hab ich mit jemandem gesprochen, der hatte Migrationshintergrund.

01:32:36: Manchmal irgendwie ist es so, meinte ... Soll ich mich denn beklagen?

01:32:39: Guck mal hier.

01:32:41: Etwas für nem tollen Land wir leben.

01:32:42: Es ist immer noch sicher.

01:32:44: Es ist immer noch sicher, sauber.

01:32:48: Wir haben alles im Überfluss.

01:32:50: Aber kommen selbst irgendwie nicht aus dem Quark.

01:32:55: Und vielleicht das eine mit dem Unternehmertum und sowas.

01:32:59: Ich tue mir da immer schwer, wenn dann so über Geld reden und über Erfolg reden und sowas, weil der Deutsche sitzt ja dann da mit seinen AirPods im Ohren und sagt, abwarten bis der stolpert.

01:33:12: Abwarten bis der stolpert.

01:33:15: Auch das ist nicht cool.

01:33:17: Meine Eltern, die haben gesagt, du kannst nie mit dem Porsche vor unserem Laden parken.

01:33:22: Und es war zu dem Zeitpunkt, als ich dann einen mit den ersten neuen Elfer Porsche geleistet habe, da war ich aber noch in der alten Firma.

01:33:30: Meine Eltern waren im Urlaub und dann habe ich den jeden Tag so knallhart vor der Tür geparkt.

01:33:34: Und was ist passiert?

01:33:36: Nix.

01:33:37: Der Umsatz war konstant.

01:33:39: Also in Amerika wird das anders aussehen.

01:33:41: Ich will jetzt die Amerikaner nicht hochloben, aber da wird Unternehmer tun ganz anders gesehen und ich sage ganz ehrlich, ich gehe doch eher zu dem Erfolg reichen oder der, jetzt kann man es natürlich auch übertreiben, da kann sich auch über Auto Geschmack und sowas streiten, aber der, der es geschafft hat, Der hat das ja nicht ohne Grund geschafft.

01:34:03: Und der wird ja in irgendwas richtig gut sein.

01:34:06: Und warum darf man das nicht sehen?

01:34:08: Das ist ein Freund, der ist Anwalt im Schwabelendle.

01:34:11: Und der sagt, mit so einem Auto könnte ich nie irgendwo, da wäre meine Mandanten weg.

01:34:15: Ich denke, okay.

01:34:16: Vielleicht.

01:34:17: Vielleicht sind aber auch mehr Mandanten da.

01:34:20: Du musst aber jeder selbst wissen.

01:34:21: Du musst jeder selbst wissen.

01:34:22: Ja, es ist eben so einfacher.

01:34:25: So, und so lange das so ist und sich alle dem unterordnen, Also ich freue mich ja für ihn, dem es gut geht, muss ich sagen.

01:34:31: Finde ich auch.

01:34:34: Es bildet oder es zieht ein ja auch selber in eine ganz andere Sphäre und der Fisch schmeckt immer so wie das Wasser, in dem er schwimmt und wendet dich nur mit Leuten um Gips, die vielleicht ist ja kein... muss ja nicht jeder Unternehmer sein.

01:34:51: Das geht ja auch gar nicht.

01:34:53: Aber ich sage, der Fisch schmeckt so, wie das Wasser in dem er schwimmt.

01:34:57: Und da kann jeder, der das hört, das eigene mitmachen.

01:35:01: Ich

01:35:01: will persönlich auch wissen, warum jemand anders erfolgreich ist.

01:35:03: Also ich freue mich ja total, wenn jemand bereit ist, seinen Wissen zu teilen und mir zu sagen, was er besonders gut macht.

01:35:08: Hast du ja auch gerade gemacht im Podcast?

01:35:10: dass du glaubst, was dir als Ginmark aus sehr gut gemacht habt, da kann ja jetzt jeder zuhören, der Gin herstellt oder Spirituosen und kann sich ja von den Scheiben abschneiden.

01:35:18: Ist so,

01:35:19: ist so.

01:35:19: Und ja, entweder lernst du von Fehlern oder von interessanten Kontakten, die man hat oder aus Podcasts.

01:35:26: Eine finale Frage noch.

01:35:27: Wir reden ja gerade darüber.

01:35:30: was kann besser laufen oder auch mein Set und solchen Themen, wenn die, wenn jemand zuhört, das tun ja eigentlich ein paar Leute, gibt es irgendetwas, wo ihr sagt, wenn ihr da eine Idee zu habt, wenn ihr da untertätig seid, dann meldet euch gerne, das macht Sinn für uns, also sucht ihr gerade irgendetwas, dass vielleicht jemand hier hat extrem viele Unternehmer und Unternehmerin zu, was sucht ihr gerade?

01:35:52: Ja, Kooperation.

01:35:53: Geile mit guten Marken, ne?

01:35:55: Aber das immer, das immer, wobei Achtung an der Stelle, das wird einem auch oft als Arroganz oder sowas, also wir können nicht ein Firmenlogo auf eine Flasche draufmachen.

01:36:07: Das an der Stelle, wir können wunderbar, können wir, weil wir so ein Industri-Laser haben und ein Workflow, der es ermöglicht, die Korken oben einzulasern.

01:36:15: Also wenn einer ein Werbegeschenk haben will, kriegen wir auch hin, aber Etikett ist heilig.

01:36:22: Klar, Kooperationsparken, Partner, Marken, die in ihrer, in ihrer Branche eine herausragende Position haben und Leute, die dahinter stehen, die das ernst meinen.

01:36:34: Und das Kooperation ist nicht neben, sondern es mehr geben.

01:36:37: Ja, also auf beiden Seiten und am Ende wächst man da dran.

01:36:43: Ja, was, was, was suchen wir?

01:36:45: Ein Gespräch bei den Zentraleinkäufern der großen LEHs für neue Produkte, die man einlisten möchte.

01:36:55: Die Wilder heißen.

01:36:57: Nee, das... Wir suchen

01:36:59: gute Leute in Bonn sicherlich.

01:37:01: Immer wieder gute Gespräche, aber wir suchen keine Glashersteller, irgendwas Asien, die uns neue Flaschen verkaufen wollen.

01:37:09: Wir brauchen bitte keine neuen Etikettenhersteller und keine Schrumpfkapselhersteller und keine Korkenhersteller.

01:37:16: Da stellen wir auf langfristige Partnerschaften.

01:37:20: Das ist ganz wichtig.

01:37:21: Das ist eine sehr schwierige Frage.

01:37:23: Aber gute

01:37:24: Clubs, gute Bars, die euch noch nicht gelistet haben, so jemand kann sich immer bei euch auch melden.

01:37:28: Auf jeden Fall.

01:37:29: Natürlich.

01:37:30: Alle können sich bei uns melden.

01:37:31: Alle können bei uns.

01:37:32: Wir haben so eine Art Unternehmersprechstunde.

01:37:34: Es gibt Donnerstarks in Bonn.

01:37:36: Bonn hat eine exzellent gute Anbindung.

01:37:41: Man kann mit dem Flugzeug nach Köln-Bonn fliegen.

01:37:43: Super.

01:37:44: Man kann mit der Bahn bis fünf Minuten Fußlauf an unser erstes Büro ranfahren.

01:37:50: Da ist jeden Donnerstag bar Betrieb.

01:37:53: Da kann man exzellente Drinks zu sich nehmen.

01:37:58: Entweder mich oder den Geralt und kann über Sachen sprechen.

01:38:02: Wir haben schon ganz viele Produktpitches da gehabt, wir haben schon super viele andere Produkte probiert.

01:38:06: Jeden Donnerstag.

01:38:07: Jeden Donnerstag außer der Donnerstag ist ein Feiertag oder sowas dann nicht.

01:38:12: Da triff

01:38:12: man euch dort.

01:38:13: Ja, das war ein Hinweis.

01:38:13: Da triff man

01:38:14: uns da und da kann man das Gespräch suchen und oftmals weiß man ja gar nicht, was man sucht, bis es einem angeboten wird.

01:38:22: Also wir versuchen das ja auf Produktseite manchmal zu machen, Produkte zu entwickeln, bevor die Leute wissen, dass es haben wollen.

01:38:31: Die Frage bleibt aber trotzdem... Ich fühl mich nicht so gut.

01:38:36: Ich hab's dir nicht ausreichend gut beantwortet, würd ich

01:38:38: sagen.

01:38:38: Er antwortet einfach am Donnerstagabend bei dem einen oder anderen guten Longdrecks.

01:38:42: Er

01:38:42: sucht nichts.

01:38:44: Was sucht er?

01:38:45: Nee,

01:38:46: nee, nee.

01:38:47: Vielen, vielen Dank für das ehrliche, tolle Gespräch.

01:38:50: Sehr coole Story.

01:38:50: Ich bin seit erst elf Jahre alt.

01:38:52: Ich muss sagen, ey, wahnsinnig gut

01:38:54: gemacht.

01:38:56: Ja, gut.

01:38:57: Das passt schon, finde ich.

01:38:58: Ich wüsste ja, neun, vierzehn, ein Jahr.

01:39:00: Das große Feier hier, ja.

01:39:03: Von daher, tausend ... Danke, dass du hier warst.

01:39:04: War wahnsinnig spannend.

01:39:05: Danke, danke, danke.

01:39:08: Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir, dann natürlich kommentieren, liken, followen.

01:39:12: Ihr kennt das ja schon.

01:39:13: Vergesst nicht, Mittwoch ist Mittlestarstag.

01:39:15: Ich wünsche euch eine mega erfolgreiche Woche und sage bis bald.

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