Der Autowäsche-König Deutschlands | Richard Enning von Mr. Wash bei Mittelstars

Shownotes

9 Millionen Autos. Ein System. | Richard Enning von Mr. Wash bei Mittelstars

Diese Woche ist Richard Enning bei den Mittelstars zu Gast. Er ist Vorstand der Mr. Wash Autoservice AG und der Mann hinter einer der bekanntesten Autowäsche Marken Deutschlands. Neun Millionen Autowäschen pro Jahr, über 300 Millionen Euro Umsatz, 38 Standorte und mehr als 2.000 Mitarbeitende. Was nach klassischer Waschanlage klingt, ist in Wahrheit ein hochindustrialisiertes Dienstleistungsunternehmen mit klarer Prozesslogik, Taktung und Systemdenken. Richard ist Unternehmersohn, Markenfetischist und bekennender Prozess-Fanatiker. Er hat das Familienunternehmen nicht einfach weitergeführt, sondern radikal neu gedacht. Weg von reiner Maschinentechnik, hin zu einem People Business mit Innenreinigung, Handwachs, Ölwechsel und klarer Servicearchitektur. Autowäsche nicht als Nebensache, sondern als skalierbares Geschäftsmodell.

Im Mittelstars Podcast spricht Richard offen darüber, wie man Dienstleistung wie Produktion denkt, warum ein Förderband nichts anderes als ein getakteter Prozess ist und wieso der Kunde ein Gefühl für den Ablauf braucht, um Vertrauen zu entwickeln. Er erklärt, warum Verzettelung der Anfang vom Ende ist, warum Fokus und Weglassen unternehmerisch oft wichtiger sind als neue Ideen und wie aus einer Waschanlage ein Imperium entsteht. Es geht um Wachstum, Skalierung, Markenführung, Prozessoptimierung, Mitarbeiterführung und Unternehmenskultur. Um die Frage, wie man 2.300 Menschen führt, ohne in Konzernlogik zu verfallen. Warum bei Mr. Wash Menschen keine Ressourcen sind und warum vorne und hinten nach den gleichen Maßstäben gearbeitet wird.

Diese Folge ist ein Deep Dive in Mittelstand, Systemdenken und Unternehmertum. Für alle, die wissen wollen, wie man aus einem vermeintlich einfachen Produkt ein hochprofitables Geschäftsmodell baut. Für Gründer, Geschäftsführer, Familienunternehmer und alle, die Prozesse lieben oder lernen wollen, sie zu beherrschen. Richard Enning teilt offen seine Haltung, seine Learnings und seinen Blick auf Wachstum, Qualität und Verantwortung. Eine Folge über Autowäsche, die eigentlich eine Folge über Unternehmertum ist.

Im Podcast spricht Richard über

  • Wie aus Autowäsche ein skalierbares Geschäftsmodell wurde
  • Warum Prozesse wichtiger sind als Ideen
  • Wie man Dienstleistung wie Industrie organisiert
  • Was Innenreinigung am Fließband mit Unternehmertum zu tun hat
  • Wie man 2.300 Mitarbeitende führt, ohne Konzern zu werden
  • Warum Fokus und Weglassen über Erfolg entscheiden
  • Wie Marke, Qualität und Kultur zusammenhängen
  • Was moderner Mittelstand heute wirklich braucht

Eine Folge voller Klarheit, Systemdenken und echter Unternehmerenergie.

Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen

  1. Wie man ein traditionelles Geschäft radikal modernisiert.
  2. Wie Prozesse Wachstum ermöglichen.
  3. Warum Mittelstand kein Gegenspieler von Innovation ist.

Unbedingt reinhören – exklusiv bei Mittelstars.


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Transkript anzeigen

00:00:00: Ein Ausdruck, der bei uns in der Firma nicht verwendet wird, ist eben ein Human Resource Management, weil Menschen für mich eben keine Ressource sind.

00:00:07: So betracht ich das nicht, sondern es ist ein einheitliches Menschenbild, was ich habe und das ist sowohl das, was vor dem Vorhang stattfindet, das ist das, was wir für den Kunden machen.

00:00:17: Das ist aber bei uns eben keine Show, weil das dahinter genauso weitergeht.

00:00:20: Wenn das nämlich wahrgenommen wird in den Betrieben, dass wir nach den gleichen Kriterien dahinten auch arbeiten, ein besseres Zeichen von Wertschätzung gibt es

00:00:28: ja gar nicht.

00:00:29: Mittelsstars, der Mittelstands- und Unternehmerpodcast.

00:00:34: Ehrlich, direkt und ungefiltert.

00:00:37: Von und mit Markus Seidel.

00:00:39: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mittelsstars.

00:00:42: Mein Name ist Markus Seidel und heute zu Gast ist Richard Enning von Mr.

00:00:45: Wash.

00:00:46: und das heißt... Neun Millionen Autowaschen pro Jahr, mehr als dreihundert Millionen Euro Umsatz, der Betrieb von Waschernlagen, Tankstellen und sogar Ölwechselkammern dort durchführen.

00:00:56: Und wir erfahren, wann die beste Zeit ist, ein Autowaschen zu gehen, welche Wäsche man wirklich braucht und ob KI das Autowaschen revolutionieren wird.

00:01:03: Herzlich willkommen Richard, schön, dass du hier bist.

00:01:05: Ja, Markus, freu mich auch, hau dich hin.

00:01:07: Kannst du ein bisschen was zu dir erzählen?

00:01:09: Ja, kann ich.

00:01:12: Also, ich bin Richard Ending, ich bin sixty-fünf Jahre alt, komme aus dem Bewohren in Hamburg, wo ich immer großen Wert drauflege, aber groß geworden im Rheinland.

00:01:23: Im Rheinland deswegen, weil mein Vater den ersten Betrieb, den er eröffnet hat, in Düsseldorf eröffnet hat.

00:01:31: Und das war eigentlich, war das der Grund, warum wir auch dahin gezogen sind.

00:01:36: Damals sind wir aus USA gekommen.

00:01:38: Meine Eltern hatten eigentlich den Plan, ich bin neunzeigzig zur Welt gekommen, hatten eigentlich den Plan in USA ihre Zukunft zu finden.

00:01:47: Also meine ersten drei Lebensjahre habe ich in in New York verbracht.

00:01:51: Und da hat mein Vater dann die erste Waschanlage gesehen.

00:01:55: Das war übrigens auch in USA schon eine der ersten Waschanlagen und hatte dann die Idee, dass das für Deutschland eigentlich ein riesen Geschäft sein könnte oder eine gute Idee sein könnte.

00:02:05: Und das hat dann, dann war das Grundstück, was er dann gefunden hatte, das war dann nun mal in Düsseldorf.

00:02:11: Und das hat uns dann ins Rheinland verschlagen.

00:02:14: Neunzehntsechzig

00:02:15: geboren, das heißt du bist fünfundsechzig Jahre alt, was eine absolute Frechheit ist.

00:02:19: Du siehst nämlich deutlich jünger aus und du hast mir schon verraten,

00:02:22: es ist

00:02:22: das kalte Duschen jeden Tag, was sich so jung hält.

00:02:25: Also diesen Lifehack nehmen wir vorweg, kalte Duschen jeden Tag und dann sieht man so gut aus, wie der Herr hier der fünfundsechzig bereit ist.

00:02:31: Kannst du uns ein bisschen kurzen Abriss zu Mr.

00:02:33: Wosch geben?

00:02:33: Wie groß ihr seid, was ihr macht?

00:02:35: Ja, also wie gesagt das war dann Mitte Anfang der Mitte der sechziger Jahre, vierundsechzig ist die erste Waschanlage eröffnet worden.

00:02:42: Also

00:02:43: vier Jahre nach deiner Geburt.

00:02:44: Ja, genau.

00:02:45: Genau, mit anderen Worten.

00:02:46: Also letztes Jahr hatten wir unser sechzigjähriges Jubiläum, was wir dann ausgiebig gefeiert haben, intern.

00:02:52: Ja, ich meine, klar, ich war vier Jahre alt, als diese Waschanlage eröffnet wurde.

00:02:56: Also ich war ja noch nichtmals im Kindergarten, ich war sowieso nie im Kindergarten, weil ich mich dagegen immer gewährt hatte.

00:03:02: Stattdessen war ich oft am Wochenende mit in der Waschanlage.

00:03:07: Meine Mutter damals arbeitete in der Waschanlage, mein Vater und Das drehte sich alles um die Waschanlage.

00:03:12: Ich kann mich noch erinnern, als ich Kind war.

00:03:15: Damals war ja auch immer so einer der, das das größte war, sich ein Gokat zu wünschen.

00:03:20: Und ich bekam dann auch irgendwann Ketka, ein Ketka.

00:03:24: So ziemlich das erste, was ich gemacht hatte, war aus Gartenstühlen und so einer herunterhängenden Luftmatratze.

00:03:30: und irgendwelchen Wasserschläuchen eine Kit-Karwaschanlage zu bauen im Garten.

00:03:35: Also ich war immer geprägt vom Autowaschen.

00:03:37: Das war bei uns in der Familie, weil das eigentlich dauerpräsent, ist ja klar.

00:03:41: Und dein Papa, der Gründer, war so richtig, wie man sich das vorstellt, rund um die Uhr, patriarch, hat komplett durchgezogen das Thema.

00:03:48: Der hat aufgebaut von Null.

00:03:50: Ja, das ist ja klar.

00:03:51: Wenn jemand eine Idee hat und es dann auch aus der Taufe heraus, also aus nichts herausentwickelt, dann ist das ... Der bestimmende Lebensinhalt, das ist logisch, das ist völlig klar.

00:04:02: Und so ist es bei ihm natürlich auch gewesen, logisch.

00:04:05: Das heißt aber, in deiner Kindheit hast du viele Waschernlagen sehen, das Thema war zu Hause immer präsent.

00:04:10: Und dein Vater hat ja, glaube ich auch, in der Zeit, wo er aktiver ist, wie vorhin gesagt, der fünfzig Jahre eigentlich quasi mitgearbeitet und dieses Unternehmen begleitet, achtzehn Waschernlagen.

00:04:20: Das war ungefähr der Punkt, auf den er das Unternehmen gebracht hat.

00:04:23: Ja.

00:04:24: Ja, vierzehn, fünfzehn Waschernlagen waren das dann.

00:04:27: und ja, ich meine, es ist, man muss aber auch ja sagen, dass, wenn man bei Null anfängt, Und dann auch in einer Zeit da ist, wo vielleicht dieses ganze Thema Auto waschen oder automatische Waschanlage auch noch gar nicht so en vogue war, dass der Aufbauaufwand von der ersten zur zweiten Anlage ist ja viel, viel größer als der von der fünften in der sechzehnten.

00:04:53: Also das muss man schon auch immer mit berücksichtigen.

00:04:56: Also ihr

00:04:56: habt es auch mit erfunden, dieses Thema.

00:04:58: Ihr habt das begleitet.

00:04:59: Es gibt ja nicht hier beschlemmende Waschanlage für zehn Millionen Euro oder D-Mark damals noch.

00:05:03: Und dann ist die da.

00:05:04: Man muss sich ja schon Gedanken machen.

00:05:05: Was will man wie?

00:05:06: Welche Geräte kommen zum Einsatz?

00:05:07: Welche Hersteller?

00:05:08: Es gab ja damals kaum Hersteller außer in USA.

00:05:11: Und der Vorteil meines Vaters an der Stelle war, dass er eben auch ganz gut vernetzt war in Amerika, weil der Job, für den er dann rübergegangen ist, war für die Firma Telefunken, damals ein großer Hersteller von Radios und Tomantgeräten und sowas.

00:05:27: Und das war auch seine Aufgabe, das eben in Amerika zu vermarkten.

00:05:32: Und darüber hatte er dann aber auch Kontakte zu amerikanischen Finanzdienstleistern aller Art.

00:05:39: Und als er dann eben in die Entscheidung getroffen hatte, das in Deutschland zu machen, Da hat er eben auch viel, das an Kapital, das war ja bei Weitem nicht so viel wie heute.

00:05:50: Man muss auch sagen, diese allererste Anlage, die aus der ´六zig eröffnet wurde, erstens auf dem Mietgrundstück, also man musste nicht das Grundstück kaufen und zweitens, die betreiben wir heute noch auf diesem Mietgrundstück.

00:06:02: Die Anlage gibt es immer noch, natürlich X mal umgebaut, aber die ist immer noch da.

00:06:07: Also das heißt, er musste ein Gebäude bauen und er hat sich dann damals, hat er dann in Amerika die Technik gekauft.

00:06:13: und die Technik, also ob das den Namen, das war eher Landwirtschaftstechnik, würde ich mal sagen.

00:06:18: Das war schon sehr brutal die Technik.

00:06:24: Aber der Schritt war eben schon entscheidender und dann kam es eben so, wie das dann so ist.

00:06:30: Du hast den ersten Betrieb, er ist erfolgreich und dann stellt sich dann eben irgendwann die Frage, wenn es erfolgreich ist, kann man den dann nicht mehr draus machen.

00:06:39: Das ist dann eigentlich diese Wegescheide, sich dann dazu entscheiden.

00:06:47: Wenn man jetzt nur die eine Anlage hat, kann man sicherlich ohne Weiteres ein sehr glückliches, zufriedenes und auch wohlstandsgeprägtes Leben führen.

00:06:55: Und dann ist das auch gut.

00:06:57: Und wenn man den anderen Weg einschlägt, was er dann gemacht hat, dann bedeutet das eben, dass man sich sein ganzes Leben lang eigentlich nur mit dieser Frage dann beschäftigen.

00:07:05: Und so war das dann bei ihm auch,

00:07:06: ist ja klar.

00:07:07: Wenn wir mal so zurückdenken, in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr hier in den Jahr

00:07:27: hier in den Jahr hier.

00:07:27: Ja, da gab es nicht viele.

00:07:28: Es gab eigentlich diese von ihm gegründete in Düsseldorf.

00:07:32: Es gab schon vor einige in Hamburg, kann ich gleich noch was zu sagen, als mein Vater dann, also das ist die Anekdote, die er dann immer so erzählt hat, aber wird schon was dran sein, dass er gesagt hat, als er damals in Düsseldorf beim Bauamt war, um jetzt dann eben die Baugenehmigung zu erwirken.

00:07:48: Das war ja auch damals alles noch ein bisschen unbürokratischer als heute.

00:07:53: Aber als er dann das Bauamt da Da war, da hat ihm dann der Sachbearbeiter gesagt, Herr Dr.

00:08:01: Ellingen, das können Sie alles machen, aber das ist eine Todgeburt, das wird nix, da kommt keiner.

00:08:07: Weil wir in Düsseldorf, hier, wenn wir unsere Autos waschen, dann fahren wir runter zum Rhein, ans Rhein-Ufer, da haben wir das Wassergratis und dann werden die Autos gewaschen.

00:08:16: Da gibt es auch Fotos, tatsächlich, das war so.

00:08:18: Reihenweise stehen die Autos, die alten Dickawes und was man damals so fuhr, die stehen da alle unten am Rhein.

00:08:25: alle dick fett eingeseift und die Brühe läuft runter und es läuft dann so eben versickert dann da so im Sand.

00:08:32: So war das.

00:08:33: Und das ist Faktum.

00:08:34: Das kann man wirklich, wenn man ein bisschen recherchiert im Internet, dann findet man diese Bilder auch, wie das so war.

00:08:40: Und darum sagte der Typ vom Bauamt dann auch, also da kommt kein Mensch.

00:08:44: Warum soll man denn dafür Geld bezahlen?

00:08:47: Er hat sich nicht voll beirren lassen, dann hat er das gemacht.

00:08:50: Und dann ist die am XXV September, ist zufälligerweise auch der Tag, ist eben auch der Geburtstag meines Sohnes, passt es dann auch ganz gut, darum habe ich das auch echt im Kopf.

00:09:02: XXV September, ist diese Anlage dann eben eröffnet worden.

00:09:07: Und am ersten Wochenende, ich glaube, das war ein Donnerstag, und am ersten Wochen, also zwei Tage später, musste die Polizei bereits den Verkehr an der Kreuzung regeln, weil eine solche Wahnsinnsnachfrage da war, dass alles zusammenbrach der Verkehr.

00:09:21: Alle wollten in diese Waschanlage fahren.

00:09:24: Alle wollten in diese Waschanlage fahren.

00:09:26: Also war wirklich ein, war echt ein Volltreffer, was da dargelandet ist.

00:09:29: Also auch

00:09:30: unternehmerisch haben wir ein ganz tolles Gefühl, wenn du eine Idee hast, du gibst alle eine Kraftrennen und setzt die oben und merkst, dass es angenommen wird, ist natürlich auch das tollste Gefühl, was man haben kann irgendwie.

00:09:37: Ja,

00:09:37: besser konnte es für ihn ja gar nicht laufen in dem Moment.

00:09:40: Es wurde dann, es gab dann hinterher immer noch genügend schwierige Zeiten.

00:09:43: Das ist völlig klar.

00:09:45: Aber dieses Gefühl, dieses Erfolgserlebnis dann gehabt zu haben, dass es so dermaßen einschlägt.

00:09:51: Das muss schon echt super gewesen sein.

00:09:55: Werbung.

00:09:58: Es ist wieder soweit.

00:09:59: Unser Partner Karsquare bietet M&A Seminare in ausgewählten deutschen Großstädten an.

00:10:04: Wenn ihr euch also fragt, wie ihr den Wert eures Unternehmens steigern könnt, wann der richtige Zeitpunkt für ein Unternehmensverkauf ist und wie ihr den passenden Käufer findet, gibt es hier die Antwort auf den M&A Seminaren von Karsquare.

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00:10:17: und Unternehmerinnen und Unternehmer bei Unternehmensverkäufen, bei Übernahmen und auch bei Wachstumstrategien mit über hundred- und achtzig Experten an zwölf Standorten in Europa und den USA.

00:10:27: Einer davon, Marc Miller, der Gründer von CarSquare, bekannt aus unserer Middle Stars Folge Nummer zwei.

00:10:33: Marc ist nicht nur ein guter Freund von mir, sondern auch erfahrener Exit-Begleiter, zahlreicher Unternehmer wie Oliver Winter, Sabrina Spielberger, Mia Silvermann und Jörn Windler, die allesamt schon bei uns im Middle Stars Podcast waren.

00:10:44: In den M&E-Seminaren von Karlske Lernst du, wie du dein Unternehmen realistisch bewertest, wie Käufer wirklich entscheiden und welche Schritte am Ende den Kaufpreis bestimmen.

00:10:52: Klar, Praxisnah, direkt anwendbar.

00:10:55: Die Seminare finden in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München statt und mit dem Code Middlestars-Zwanzig erhältst du satte, zwanzig Prozent Rabatt.

00:11:03: Alle Infos dazu sowie den Link zu den Seminaren findest du in unseren Shownotes.

00:11:06: Und jetzt zurück zum Podcast.

00:11:12: Und das war damals Stendelohn-Auto-Wäsche.

00:11:16: Das hat sich ja auch ein bisschen verändert.

00:11:18: Was ist Mr.

00:11:18: Bosch heute?

00:11:19: Also, auf welchen Säulen beruht dieses Geschäftsmodell?

00:11:22: Den Vater der Viertzelstandorte, das Gast auf Vier zum Fünf, ist ungefähr heute seit der Achtendreißig-Standorte.

00:11:26: Wie ist Mr.

00:11:27: Bosch heute organisiert?

00:11:28: Was macht ihr alles?

00:11:29: Ja, also, es ist ja so.

00:11:33: So was entwickelt sich ja nicht nur immer so aus einer Klugen Strategie Entwicklung heraus, sondern manchmal fährt man einfach auf Sicht und dann sieht man das bestimmte Dinge sich entwickeln und daraus entwickelt sich dann auf einmal etwas anderes und dann und dann merkt man, dass man da auf der richtigen auf dem richtigen Kurs ist und ich meine die.

00:12:01: Da wurden die Autos eben gewaschen und dann konnten die, das kam sowieso dann auch noch ein bisschen später, wurden dann noch so Staubsaugerplätze mitangeboten, dass man hinterher sein Auto aussaugen konnte.

00:12:12: Und dann war jahrelang war dann eben das Stand Alone Merkmal von Mr.

00:12:15: Wosch, dass dieses Staubsaugen hinterher, dass das kostenlos war.

00:12:21: kostenlos vermeintlich, also gehörte zum Waschpreis mit dazu.

00:12:25: Das hatten viele andere nicht.

00:12:27: Das war ein wichtiger Punkt.

00:12:30: Irgendwann kamen Tankstellen mit dazu, die im Wesentlichen dazu dienten, auch Frequenz zu bringen, damit man also vielen Tankstellenkunden dann auch Auto-Wäsche verkaufen kann.

00:12:41: Aber vom Kern her war es eben immer, ich habe immer gesagt, das ist eine maschinelle Dienstleistung.

00:12:46: Das heißt also, Es war nicht sehr personalorientiert, weil man nicht so viele Leute brauchte.

00:12:51: Im Wesentlichen machte das ja diese Waschanlage.

00:12:54: Dafür war sie ja da.

00:12:57: Und dann muss man natürlich sagen, im Laufe der Jahre hatte sich in Deutschland auch immer weiter konkurrenziert.

00:13:05: Das ist ja klar.

00:13:06: Die Tankstellen waren standardmäßig mehr und mehr mit Portalanlagen dann ausgestattet.

00:13:11: Also heute kannst du ja sagen, wirklich an jeder Tankstelle kannst du auch dein Auto waschen.

00:13:17: Und es gab dann auch mehr und mehr die Möglichkeit, dass es eben auch Waschstraßen gab.

00:13:22: Und wenn ich das jetzt mal ganz schnell fast vorwärts mache, dann ist es eben so in den, sagen wir mal so, in den Mitte zweitausender Jahre, da haben wir uns überlegt, was können wir denn eben machen?

00:13:36: um jetzt doch wieder die Nase vorn zu haben, um jetzt nicht so vergleichbar zu sein.

00:13:41: Wir waren natürlich aus unserer Sicht nicht vergleichbar, weil wir immer gesagt haben, bei uns ist es besonders gut, die Qualität ist besonders gut, aber man muss ja schon sehen, eine Autowäsche ist eine Veranstaltung, da fährst du dahin mit deinem Auto und du wirst zweieinhalb oder drei Minuten lang durch so eine Waschanlage durchtransportiert.

00:13:59: Da kannst du dich nicht dermaßen profilieren, dass du sagst, die Durchfahrt durch diese Waschanlage ist so völlig anders als eine andere.

00:14:06: Waschanlage.

00:14:07: Das Umfeld kann vielleicht anders sein.

00:14:09: Das ist sauberer und gepflichter ist.

00:14:11: Aber das Ingeniusfüßchen-Wascherlebnis, da kann man nicht so viel Suppe drauf kochen, dass das jetzt so viel anders ist.

00:14:18: Also haben wir uns überlegt.

00:14:20: Was können wir machen, um da noch einen draufzusetzen?

00:14:22: Und das war dann eben die Innenreinigung.

00:14:24: Dass wir gesagt haben, wir wollen ein umfassendes Angebot machen und überlegen uns mal, wie wir die Innenreinigung machen können.

00:14:30: Und da wir eben aus dem Prozessdenken kommen, ein Förderband ist immer nichts anderes als Prozess, getakteter Prozess.

00:14:39: Haben wir uns eben über, damit kannten wir uns aus, haben wir uns überlegt, wie können wir das machen, dass wir einen getakteten Prozess Auch für die Innenreinigung einführen.

00:14:47: und dann haben wir in einer Anlage in Düsseldorf haben wir dann ein absolutes Primitivband da aufgebaut.

00:14:52: Da fuhren die Autos dann drauf und wurden mit so einer Schubrolle geschoben.

00:14:57: Und dann haben wir da mal herum experimentiert und versucht Prozesse da drum aufzubauen, wie man jetzt mit einem gewissen System Autos von innen sauber machen kann.

00:15:05: Da mussten dann damals die Mitarbeiter noch mit dem Auto mitlaufen, hinterhergehen.

00:15:09: Heute ist das alles anders.

00:15:11: Und die Rollen, die die Autos dann geschoben haben, die musste ein Mitarbeiter mit einer Schubkarre dann wieder nach vorne bringen, damit die wieder hinter die nächsten.

00:15:17: Das war einfach so, sagen wir mal, um jetzt mal die ersten Gehversuche zu machen, um das auszutesten.

00:15:24: Aber das eine ist der Prozess.

00:15:26: Wie ist der Ablauf?

00:15:27: Und das andere, was ja viel wichtiger ist, ist der Markt.

00:15:29: Wird's angenommen.

00:15:30: Und dann, als das dann soweit austariert war, haben wir dann auch in dieser Anlage das ein bisschen aufgemotz diesen Bereich und haben dann angefangen das zu vermarkten.

00:15:40: Und die Resonanz von der Kundschaft, die war schon nicht schlecht.

00:15:45: Und das liegt auch da dran, dass du, wenn du jetzt üblicherweise eine Innenreinigung bestellst oder das irgendwo gemacht wird, ist das ja immer sehr... Kompliziert, wer es überhaupt macht, es gibt sowieso nicht so wenig Feste zur Tankstelle, machen das Auto von innen.

00:15:59: Ja, können wir machen, können morgen oder am Nachmittag wiederholen.

00:16:02: Du hast überhaupt kein Gefühl für den Prozess, wie lange das dauert.

00:16:06: Und dadurch, dass wir das auf dem Förderband hatten, die Kunden stiegen aus und ging damals, war alles im Freien, ging dann daneben her.

00:16:14: Sehen die aber, dass wenn das Auto über das Band transportiert wird, wenn das Auto etwa die Hälfte des Bandes erreicht hat, ist die Hälfte der Zeit um.

00:16:24: Du weißt ganz genau, wann das soweit ist.

00:16:28: Es ist ja nichts Schlimmeres, also wenn man irgendwo steht und man steht nur und weiß gar nicht, wann es weitergeht.

00:16:34: Wenn man in einem Stau steht, wo es sich langsam bewegt, ist das lange nicht so schlimm.

00:16:38: Also wenn man in einem Stau steht, wo man einfach nur steht und man weiß nicht, wann geht es weiter.

00:16:43: Also man muss ein Gefühl für den Prozess haben.

00:16:45: Und das haben wir dann erkannt, dass das eigentlich der springende Punkt dabei ist.

00:16:50: Gar nicht mal so sehr die Frage arbeitsteiliger Konzeption und das ist auch wichtig, sondern vom Markt her.

00:16:56: für den Kunden ist das entscheidende Empfindende für den Prozess.

00:17:00: So fing das an.

00:17:01: Und dann war eigentlich das, da wo wir heute stehen, war eigentlich die Umwidmung des Unternehmens von einer technischen maschinellen Dienstleistung zu einer Eigentlich fast überwiegend personellen Dienstleistung

00:17:16: ist.

00:17:16: heute ist eigentlich eine ganz andere Bewegung.

00:17:18: alle wollen hin zu technik und wenig Personal.

00:17:20: das war bei euch ein bisschen andersrum.

00:17:22: ihr kommt quasi von ganz viel technik und vorne auto rein hinten auto raus macht eine anlage.

00:17:26: jetzt inzwischen ist es so es gibt ja fahrzeugaufbereiter als ne kostet zwei drei hundert euro dann machen die den auto ein ganzes tag sauber und so weiter.

00:17:33: dann gibt es die autowäsche an der tankstelle.

00:17:37: Das Ergebnis meistens, also du merkst schon, dass diese Waschanlage meistens sehr lange abgeschrieben ist und die sieht meistens nicht so gut gewartet aus und gepflegt, finde ich.

00:17:45: Und ihr habt euch ja schon als Premium-Dienstleister in die Mitte reingeschoben.

00:17:48: Ich kann ganz normalerweise eure sehr gut gewartete, wie ich finde, immer sehr saubere Waschanlage fahren.

00:17:53: Aber ich kann eben auch sagen, ich möchte, dass meine Felgen extra behandelt werden.

00:17:56: Ich möchte, dass mein Auto gewachsen wird und ich möchte die Innenreinigung haben.

00:18:00: Und dann kostet das in der Spitze, ich glaube, die teuerste aktuell kostet durch Premium für €.

00:18:05: Kann man nicht mehr Wäsche nennen.

00:18:06: Genau.

00:18:08: Und das Günstigste ist zwölf Euro fünfzig, glaube ich.

00:18:10: Zwölf.

00:18:11: Zwölf Euro.

00:18:12: Okay, die Preise in Deutschland bei gleich?

00:18:14: Habe ich überall gleich.

00:18:15: Ja, war früher nicht so, ist aber heute überall gleich.

00:18:17: Und ihr schiebt heute neun Millionen Autos im Jahr.

00:18:21: Besuchen euch und nehmen diese Wäsche wahr.

00:18:24: Ja.

00:18:24: Das heißt aber auch, wenn ihr von quasi reinmechanischen Anlagen kommt und jetzt die Innenraumreinigung mit dazu habt und teilweise auch Tankstellen, Das ist ja gar nicht so einfach, dass immer auf diesen Grundstücken alles zu realisieren.

00:18:34: Also das ist ein Grundstück.

00:18:35: Das Grundstück wurde ursprünglich mal mit so einer Anlage bestückt.

00:18:37: Vielleicht haben wir eine Tankstelle.

00:18:38: Und jetzt lasst du, kommen die Innenraumreinigung dazu.

00:18:40: Also das sind ja ganz viele.

00:18:41: Ihr seid ja eigentlich ständig im Bandel, oder?

00:18:43: Also die

00:18:43: letzten fünfzehn Jahre waren extrem.

00:18:46: Weil wir ja auch, weiß ich, ich bin so ein Markenfetischist und ich möchte gerne immer eine klare Botschaft haben, damit man weiß womit es zu verbinden ist.

00:18:55: Und der Name Mr.

00:18:56: Wash ist eben aus meiner Sicht jetzt heute zu verbinden damit, dass wir eben nicht nur die Autos von außen waschen.

00:19:03: Top Qualität, Top Location, auch wo es geht, Top Architektur, sondern dass wir eben Aussagen bei uns gibt es eben auch die Innenreinigung und so.

00:19:11: Das ist jetzt nicht ganz so relevant und eben dieses Handwachs noch oben drauf.

00:19:15: Das Entscheidende ist die Innenreinigung.

00:19:17: Das Auto wird von innen und von außen gereinigt.

00:19:19: Das heißt, da wir ja einen gewissen Bestand an Anlagen hatten, war es eben einfach essentiell wichtig, dass wir versucht haben, die dann auch alle umzurüsten.

00:19:30: Das ging bis auf drei Ausnahmen, ging das dann auch.

00:19:32: Das sind jetzt drei Anlagen, die jetzt noch bei denen das nicht geht.

00:19:36: Und wir haben jetzt noch zwei Anlagen, die sind noch in der Pipeline, die müssen noch umgerüstet werden.

00:19:42: Eine davon ist München, die ist jetzt gerade geschlossen worden, wird komplett abgerissen und neu gebaut.

00:19:48: Das heißt, da nehme ich schon auch eine ganze Menge für in Kauf, dass wir das so machen können.

00:19:53: Natürlich braucht man große Grundstücke, völlig klar.

00:19:56: Bei den bestehenden Anlagen war das teilweise schwierig, das dann nochmal so umzurissen.

00:20:01: Das ist uns aber gelungen.

00:20:02: Und bei neuen Projekten, ja.

00:20:04: Das ist für uns absolut immer der Standard, dass wir sagen, neue Projekte für uns bestehen immer aus der Außenwäsche, Innenreinigung, Handwachs, aber nicht mehr aus Tankstellen, Tankstellen bauen wir keine mehr.

00:20:16: Und neue Projekte heißt auch, also welcher Größenordnung bewegen wir uns da für so ein Standort, ungefähr was kostet so ein Standort?

00:20:22: Ja, also wenn wir jetzt, das hat auch immer was damit zu tun, wie das Grundstück ist.

00:20:26: Also wir haben eines unserer jüngsten Projekte waren, ist ein Objekt in Bonn, was wir in Bonn gemacht haben.

00:20:33: Und das war ein Grundstück, was für unsere Zwecke, also Toplage in Bonn, aber das Grundstück war eben nicht so groß.

00:20:39: Also das hat so etwa sechseinhalb tausend Quadratmeter.

00:20:44: Und wenn du dann da eine Waschanlage, Waschanlage heißt bei uns immer zwei Bänder parallel.

00:20:49: Eine Innenreinigung, auch zwei Bänder parallel, Handfaxplätze, fünf oder sechs Stück und dann so vierzig, fünfe, vierzig Staubsaugerplätze unterbringen willst, dann geht das da eben nicht.

00:21:02: Also haben wir diese Anlage, die haben wir über drei Etagen gebaut.

00:21:06: Das heißt, da sind Rampenanlagen, das heißt die Staubsaugeranlage ist unten im ... Im Suddaren, also man hat Tageslicht, war mir wichtig, dass es jetzt nicht irgendwie eine Tiefgarage mit Staubsorgern ist, sondern dass es wirklich auch attraktiv ist.

00:21:22: Und dann haben wir, sagen wir mal, im Ground Level Parterre, da sind die Waschanlagen mit dem Maschinenraum und da fährt man da Rampe hoch und da oben ist dann, ist da der Oberbereich.

00:21:34: Es gibt in Düsseldorf, da gibt es eine alte Garage, das ist die Harnielle Garage.

00:21:42: Das ist ein tolles Gebäude und da ist eine Rampe davor, die hängt frei davor wie so eine Gangway an einem Schiff.

00:21:50: Und ich habe mit dem Architekten, mit dem wir schon viele Jahre zusammengearbeitet haben, habe ich gesagt, ich hätte mal gerne eine Waschanlage, wo wir so eine frei hängende Gangway da vorne haben.

00:22:01: Und dann, damit fing das an.

00:22:03: Und dann haben wir gesagt, okay, und die ist auch so, genauso wie die Harnjäger eigentlich noch ein bisschen schöner, finde ich.

00:22:09: Aber genauso haben wir das jetzt da im Bonn hängen und haben das über drei Etagen.

00:22:14: So, das Objekt hat natürlich mehr gekostet in der Investition, als wenn ich alles platt aufeinander auf einen großen Grundstück machen kann.

00:22:22: Also es steht ja auch in der Zeitung, warum kann ich es auch sagen, das hat uns rund dreißig Millionen gekostet.

00:22:29: eine andere Anlage, wenn man das jetzt also nicht so aufwendig bauen muss, dann liegen wir irgendwie so bei, die wir für einen Standort investieren müssen.

00:22:38: Plus Grundstück natürlich.

00:22:39: Okay, das heißt, bei neun Millionen Wäschen, letztendlich, ich habe die Zahlen mir letztendlich angeguckt, da waren es zu dreieinhalb Millionen Umsatz, hier kommt also irgendwie auf den Durchschnittsbond von dreißig Euro netto.

00:22:46: Es gibt zahlreiche Dienstleistungen, die noch drumheroben sind, also ein bisschen schwer zu rechnen.

00:22:49: Genau, wer viele Sachen macht.

00:22:51: Ihr seid ja auch im Marketing, also erst mal gesagt im Vorgespräch, die Tankstellen, die haben wir nicht primär gemacht, damit wir eine Tankstelle haben und dort ein Bistro betreiben.

00:23:00: Der Deal war, die Tankstelle ist eine reine Tankstelle, ranfahren, tanken, bezahlen, fertig.

00:23:06: Aber es war natürlich ein Frequenzbringer.

00:23:08: Das heißt wirklich, die Tankstellen haben am Anfang auch die Kunden in die Waschanlage gelockt.

00:23:13: Ja, aber wir reden da, klar, das ist richtig, aber wir reden da jetzt auch über Marketingstrategien aus den achtziger und neunziger Jahren.

00:23:20: Da war das aber so, ne?

00:23:21: Da war das auch so, dass die Tankstellen eben, dass die Tankstellenpreise bei uns eben auch immer günstiger waren.

00:23:28: Also so in der Branche unterscheidet man immer A- und B-Tankstellen.

00:23:32: Früher war das so.

00:23:33: Die B-Tankstellen, die durften dann, durften den Gänsefüßchen dann einen Fennig oder einen Cent dann unter den A sein.

00:23:41: Und dann gab es die Freien und die konnten dann zwei Cent unter den A sein.

00:23:45: Und wir hatten dann immer versucht, dass wir dann auch mal drei Cent runter waren.

00:23:49: Man muss ja auch sagen, da ganz damals war das eben noch so, dass die Benzinpreise an den Tankstellen, da waren auch die Benzinpreismasten, ist ja die Vorschrift, dass man das Autofahrer von außen direkt schon sieht, das war es ja schon immer so, wie viel es kostet.

00:24:06: Aber das waren so große, ausgesägte Zahlen und wenn die Preise sich geändert hatten, musste dann einer auf die Leiter gehen und dann so Rändelschrauben und dann die neuen Zahlen da dran machen.

00:24:15: Also die Preisänderung war einfach auch... Faktisch aufwendig zu machen.

00:24:20: Und dann kamen irgendwann, kamen dann eben die ersten automatischen Preisanzeigen auf, das waren dann die sogenannten Rollbandanzeigen, wie so eine lange Tapete muss ich das vorstellen, wo die Zahlen dann so durchliefen.

00:24:32: Und damit wurde es auf einmal viel, viel einfacher, Benzinpreise zu ändern.

00:24:36: Schneller, weniger aufwendig.

00:24:38: Jetzt stelle ich mir mal die Frage, wo habt ihr die Preise her gehabt?

00:24:41: Ja, das war damals, das ist ja auch noch alles in der Vorinternetzzeit und vor allen Dingen auch in der Zeit, bevor man mit irgendwelchen Apps jetzt sofort gucken konnte, wie die Preise waren.

00:24:51: Damals war das bei uns so und auch bei jeder Tankstelle, dass die Pächter oder die Niederlassungsleiter zu den sogenannten Benzinpreisrunden vergattert waren.

00:25:00: Das heißt, zu jeder Tankstelle gehörten irgendwie so fünf, sechs, was weiß ich, was Referenz-Tankstellen im Umkreis.

00:25:09: Zweimal oder eher dreimal am Tag musste man sich dann ins Auto setzen und dann mal rumfahren und gucken, wie die anderen ihre Benzinpreise hatten.

00:25:17: Weil, wenn die jetzt ins Cent runtergegangen waren, hatten die ja einen Wettbewerbs.

00:25:22: Weil das Problem mit Benzin oder mit Kraftstoff ist ja ein absolut vergleichbares Produkt.

00:25:27: Da

00:25:27: sagt ja keiner, der Kraftstoff von der Gesellschaft A ist besser als der von der B oder so was.

00:25:31: Ich

00:25:31: krieg bei Schäge kein Bresser, dann sprit als... Bei der anderen Tankstelle, genau.

00:25:35: Teilweise

00:25:35: sind es ja eh die gleichen Raffinerien sogar gewesen.

00:25:39: Aber dann musste man die mal rumfahren und gucken und dann, wenn einer dann runtergegangen war, haben die anderen fünf das dann ja gesehen und sind ja auch runtergegangen.

00:25:46: Zwei Stunden später oder drei Stunden später.

00:25:48: Das war wirklich ein signifikanter Teil der Arbeitszeit von Tankstellenpächern oder Leuten, die da arbeiten.

00:25:53: Vielleicht nicht signifikant, aber es war jedenfalls eine Aufgabe.

00:25:56: Die gehörte mit dazu.

00:25:57: Musste man vielleicht auch nicht selber machen, dann hat man irgendeinen rumgeschickt oder jemand, der dann irgendwie beim Schicht wächst.

00:26:03: der vom Männer von der Bushaltestelle kam und an einer Tankstelle vorbei ging, dann sollte er eben gucken, wie was dafür brennt.

00:26:09: Also so hat man das gemacht.

00:26:11: Man muss ja wissen, was die Konkurrenz so macht.

00:26:13: Und

00:26:13: dann kamen die Apps.

00:26:14: Ja, aber um auf den Ausgangspunkt zurückzukommen, für uns waren die Tankstellen damals eben ein Vehikel, um Frequenz auf das Gelände zu bringen.

00:26:24: Und wir wollten Tankstellen, Kunden, wollten wir Wäsche verkaufen.

00:26:29: Das war eigentlich, war das Benzingeschäft, eben ein Marketinginstrument für die Autowäsche.

00:26:36: Und darum haben wir auch bei uns niemals irgendwie ein Shop oder irgendwas angegliedert.

00:26:42: Das ging immer nur um den Sprit, ging immer nur ... Preiswert Sprit zu verkaufen, möglichst viel.

00:26:48: Und von möglichst vielen dieser Kunden, die bei uns dann waren, um Kraftstoff zu kaufen, möglichst vielen dann eben eine Wäsche anbieten zu können.

00:26:55: Und

00:26:55: ohne jetzt tief auf das Tankstellenbusiness einzugehen, wenn du nur Sprit verkaufst und den auch noch zu einem günstigen Preis, ihr wart meistens auch Preisführer.

00:27:02: Das ist kein Geschäft, wo du richtig Geld mit verdienst.

00:27:05: Das reißt du Pima-Daumen durch.

00:27:07: Also Christian, für jeden Liter Sprit, da gibt es eine Differenz.

00:27:10: Aber heutzutage, du hast einen Shop.

00:27:12: Du hast Dienstleistung rundherum in die Tankstelle, damit wird auch das Geld verdient.

00:27:16: Ja, klar.

00:27:19: Also auch das hat sich verändert.

00:27:20: Man konnte schon wirklich auch mit Kraftstoff Geld verdienen.

00:27:23: Keine Frage.

00:27:25: Aber dadurch, dass die Margen bei uns eben auch deutlich niedriger waren, weil wir eben den Kraftstoff so günstig verkauft haben, war das nie der Kern.

00:27:33: Der Kern war immer das Waschen.

00:27:35: Krass.

00:27:36: Und auch da muss man sagen, ich meine, Wenn du eine Tankstelle der Achtzigerjahre mit einer Tankstelle heute vergleist, die haben ja nichts mehr miteinander zu tun.

00:27:45: In den Achtzigerjahren, da war auch bei den Mineralölgesellschaften, da waren die Pechter.

00:27:50: Und die Pechter haben für die Gesellschaft dann den Kraftstoff verkauft.

00:27:53: Und alles, was die da in ihrem Geschäft verkauft haben, das haben die auf eigene Rechnung gemacht.

00:27:58: Und irgendwann fing es dann eben an, dass das auch Teil der Konzernstrategie wurde.

00:28:04: Und heute ist jeder Tankstellen-Shop, den du bei den großen Gesellschaften siehst, der ist von A bis Z. durchdekliniert und da ist alles, alles passt da.

00:28:12: Da ist keine, das ist keine freie Entscheidung mehr des Pechters, dass er sagt, ich fahre in die Metro und verkaufe jetzt hier noch ein bisschen was, was ich dann in meinem Laden verkau.

00:28:21: Dann kam außerdem noch früher mit hin zu das Ladenschlussthema.

00:28:25: weil es war dann eben tatsächlich so, dass die Tankstellen ja abends nach nach Geschäftsschluss die einzigen Plätze waren, wo man dann eben einkaufen konnte.

00:28:33: Darum hatten sie dann auch Mörderaufschläge.

00:28:35: Das konnten sie eben machen, weil wenn du um ein, zwanzig Uhr die ein Sixpack kaufen wolltest, dann blieb dir nichts anderes übrig, die Tankstelle zu gehen und dann musst du sie eben doch Doppelte bezahlen.

00:28:45: Das hat sich dann ja auch verändert, als das Ladenschussgesetz liberalisiert wurde, hatte das dann auch einen großen Einfluss auf die Frage, wie die Shops in den Tankstellen geführt werden.

00:28:54: Und auch weil sich das so verändert hat, ist eigentlich heute eure Planung eher ohne Tankstelle.

00:29:00: Das heißt, die Tankstellen sind eher ein bisschen weniger geworden, aber ihr macht ja dafür auch andere Dinge.

00:29:04: Das eine ist ja, ihr habt einen manuellen Waschauffand, eben diese Waschstraßen, Ausaukstraßen und Kurve, wo ihr Mitarbeiter sind, aber ihr habt ja auch noch Mac Oil.

00:29:13: Der Ölwechsel, das ist ein Geschäft, mit dem wir so vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor etwa, vor er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er er.

00:29:33: Der Flat-Raid ist das auch so, aber beim Ölwechsel war das eben so vor twenty-fünf Jahren, dass viele amerikanische Carwash-Betreiber irgendwie anfingen, dann irgendwie diesen Ölwechsel zu machen.

00:29:44: Das war in Amerika mit Hilfe von Kettenbetrieben, da gibt es eben auch ein sehr bekanntes Öl, was überall verkaufelt ist, Jiffy Loop.

00:29:52: Und Jiffy Loop hatte dann eben auch angefangen dann mit diesen, mit so Stationen.

00:29:59: Und ich bin dann damals bin ich dann so, also nicht drei Wochen lang, aber war fast ein Monat, von Ölwechselstation zu Ölwechselstation, gefahren und geflogen in den USA und in Kanada, um mir da anzugucken, wie die das machen.

00:30:15: Damals auch mit meiner Spiegelreflexkamera, gab ja noch keine Mobiltele, keine Digitalfotos, Fotos gemacht ohne Ende.

00:30:22: Und dann haben wir, weil damals das nächste Projekt, was wir dann hatten, war ein Grundstück in Bielefeld.

00:30:29: Und dann haben wir im Bielefeld dann damals unsere erste Ölwechselstation gebaut.

00:30:33: Zusätzlich zu Waschanlage, Innenraumreinigung?

00:30:37: Die Innenraum gab es ja noch da nicht.

00:30:38: Das war nur die Waschanlage.

00:30:40: Und da war eine Tankstelle.

00:30:42: Und dann haben wir da eine Ölwechselstation gebaut.

00:30:46: Während des Baus der Ölwechselstation haben wir uns dann noch fünf Mal überlegt, was war noch ändern.

00:30:50: Also das war ein etwas confuses Bauvorhaben.

00:30:55: Aber irgendwann stand das Ding dann da.

00:30:58: Und man muss ja sagen, damals, da konnte man mit drei Ölsorten, konnte man wirklich auch noch alle Autos bedienen.

00:31:06: Fünfwürfzig,

00:31:07: zehnwürfzig und?

00:31:09: Also fünfwürfzig, zehnwürfzig, fünfwürfzig.

00:31:11: Genau, fünfwürfzig.

00:31:13: Die drei hatten wir.

00:31:13: Und wir hatten dann aber schon vorgesehen, noch viele.

00:31:16: Und die waren alle im Tank, nix außer Flasche, alles im Tank.

00:31:20: Und hatten auch schon einen Tank für die vierte Ölsorte vorgesehen, weil es gab schon einen Raunen, das es vielleicht auch irgendwann mal Null-W-Fürzig geben könnte, damals so.

00:31:33: So, dann haben wir da angefangen.

00:31:35: Und das war natürlich so, dass wir das einfach nur über den Preis machen konnten.

00:31:40: Jeder hat gesagt, da kann sich hinfahren, das ist ein ganz schlechtes Öl und die Filter und was weiß ich was.

00:31:47: Also von allen Seiten wurden wir da auch angegiftet, verständlicherweise.

00:31:51: Klar, wir hatten auch Schwierigkeiten, Lifferanten zu bekommen.

00:31:55: Die wollten sich nicht irgendwie in so ein negatives Umfeld begeben.

00:31:59: Aber wir sind dran geblieben.

00:32:02: Und das hat sich dann eben über die Jahre, hat sich das so entwickelt, dass wir dann bei weiteren Projekten auch immer wieder diese Ölwechselstationen mitgebaut haben.

00:32:11: Die liefen aber immer unter dem, unter der Fahne Mr.

00:32:13: Wosch.

00:32:14: Und dann haben wir vor so etwa zehn, zwölf Jahren, haben wir das dann geändert und haben das dann auch markentechnisch optimiert.

00:32:24: Haben uns eine Marke ausgedacht, Mac Oil, und haben dann angefangen diese Ölwechselstationen zu positionieren.

00:32:31: haben das erstmal McOil, hundert Prozent Ölwechsel genannt.

00:32:36: Und uns nur darauf fokussiert, auch nichts anderes mehr gemacht.

00:32:39: Am Anfang hatten wir noch so ein bisschen Reifenwechsel und sowas gemacht, nur den Ölwechsel.

00:32:44: Und waren auch inzwischen so etabliert.

00:32:46: Wir hatten dann eine Zeit lang, hatten wir dann DER Öl und dann irgendwann ab einem gewissen Zeitpunkt, haben wir dann nur auf die Shell gesetzt, dann auch nur noch auf Markenfilter von Mann.

00:32:56: Wir wollten uns einfach nicht diesem Argument aussetzen, Dass das bei uns minderwertig wäre, kein bisschen.

00:33:04: Und das hat sich dann auch echt ausgezahlt, weil seit dem Zeitpunkt gehen unsere Ölwechselzahlen, die gehen wirklich permanent nach oben.

00:33:13: Und das hat sich jetzt zu einem so... Veritable Geschäftszweig bei uns entwickelt, dass wir jetzt eben in Zukunft planen, das wirklich auch als Standalone-Geschäft aufzuziehen, unabhängig von unseren Waschstraßen.

00:33:26: Ein erstes Mal haben wir das jetzt in Köln gemacht letztes Jahr und das läuft wirklich super.

00:33:31: Okay, das heißt, in Köln gibt es eine Station von Mac Oil, die hat nicht, da ist keine Waschstraße an und irgendwas anderes.

00:33:37: Nein,

00:33:37: das ist nur Mac Oil.

00:33:38: Da fahren Leute ran.

00:33:39: Die können sich vorher im Internet, indem sie aus ihrer Zulassung quasi zwei Zahlen eingeben.

00:33:43: Die TSN und die HSN, das ist, glaube ich, könnten sie sogar informieren, was kostet dieser Ölwechsel.

00:33:48: Welche Öle können dort reinkommen ins Auto?

00:33:49: Das ist Ölwechsel zum Festpreis, also nicht nach Liter oder irgendwas anderes.

00:33:54: Ich gebe mein Auto ein und bekomme den Preis für den Ölwechsel.

00:33:57: Und es wird so gut angenommen, dass ihr selbst schon Königseck beim Ölwechsel hattest.

00:34:02: Ja, wir hatten schon die dolsten Autos da.

00:34:04: Auf unserem Instagram-Account haben wir immer eine Rubrik McDonald's Juwelen.

00:34:10: Wenn die Eigentümer dann sagen, sie stimmen dem zu und die meisten tun das, dann können wir wirklich die dolsten Autos dann auch da veröffentlichen, die zu uns kommen.

00:34:19: Wirklich echt tolle Karren.

00:34:20: Was ich wirklich in allen Sachen raushöre, ihr seid absolute Prozessmenschen?

00:34:24: Es muss immer schnell gehen, es muss nachvollziehbar schnell gehen, also auch, dass der Kunde das miterlebt, wie mit der Kamera.

00:34:30: Also ihr zeigt ja mal wirklich die Stufen des Ölwechsels.

00:34:34: Hohe Taktung, hohe Schlagzahl, der Preisunterschied, die Preisdifferenz, das ihr so günstig auch anbieten könnt teilweise, kommt eben aus einer sehr guten Logistikkette auch zum Schluss.

00:34:46: Das ist immer irgendwie auch der Ansatz, den ihr fahrt.

00:34:49: Also das ist ja auch Auto-Innenreinigung.

00:34:51: Da sind ja teilweise fünfzehn Leute auf so einem Band, also wenn ich das mal so durchzähle, das geht ja hintereinander weg.

00:34:56: Der eine bläst etwas aus, der andere saugt etwas aus, der eine macht die Scheiben mit einem Tuch und so.

00:35:00: Das ist wirklich hochprofessionalisiert.

00:35:02: Ihr macht euch wirklich Gedanken dazu.

00:35:04: Na klar, bei neun Millionen Vorgängen im Jahr macht man sich Gedanken über jeden einzelnen Vorgang.

00:35:08: Ja,

00:35:09: also das ist in der Tat das Prozessthema, Prozessthema und Qualitätsthema.

00:35:16: Das sind absolut die beiden vorherrschenden Themen.

00:35:19: auf dem Level.

00:35:20: Also das andere Thema ist eben immer auch, wie kriegst du es hin, dass du eine hohe erlebbare Servicequalität hast?

00:35:30: und das hat mehr mit dem Führen von Menschen und mit dem Motivieren von Menschen zu tun.

00:35:35: Aber wenn wir uns jetzt auf dieser reinen Arbeitsebene bewegen, dann ist es wirklich, wie kriegen wir die Prozesse hin?

00:35:41: und bei den Prozessen gehört auch immer mit dazu, dass man sich selber darüber im Klaren ist, was man machen möchte.

00:35:49: Was aber viel wichtiger ist, ist, dass man sich darüber klaren ist, was man nicht machen möchte.

00:35:53: Weil die größte Gefahr ist eben immer, dass man anfängt sich zu verzetteln und hier noch was und da noch was und irgendwann stellt man fest, dass irgendwie zwei oder drei Prozent des Umsatzes.

00:36:07: irgendwie so, fünfzig Prozent deines Aufwandes definieren.

00:36:11: Und darum haben wir, das war am Anfang beim Ölwechsel auch so, das war auch noch dies und das und jenes gemacht haben.

00:36:16: Reifenwechsel.

00:36:17: Ja, Reifenwechsel, Motorspülung und so was alles.

00:36:19: Das musste dann ja auch alles vorhalten.

00:36:21: Und das sind dann aber teilweise auch Vorgänge, die dann nur alle zwei Tage stattfinden.

00:36:26: Das heißt, die Handgriffe sitzen auch gar nicht so beim Personal.

00:36:29: Die Tatsache, dass wir gesagt haben, wir machen nichts anderes mehr als Ölwechsel.

00:36:33: Selbst auf die Gefahr hin, dass drei ... halbe Stunde lang mal kein Mensch kommt und man steht dann da und putzt nur die Wude, ist alle mal besser als anzufangen.

00:36:42: Jetzt machen wir dies noch und das noch bei der Innenreinigung genauso.

00:36:46: Bei der Innenreinigung, das ist eine Reinigung, das ist keine Aufbereitung.

00:36:51: Wichtig ist natürlich, dass man dem Kunden vor sagt, was bekommst du?

00:36:55: Was bekommst du nicht?

00:36:56: Das tun wir auch.

00:36:57: Da haben wir extra ein Schild.

00:36:59: Das machen wir und das machen wir nicht.

00:37:01: Also nicht mehr und auch nicht weniger.

00:37:03: So steht da drauf.

00:37:04: Und das sind fünf verschiedene Dinge, die wir da machen.

00:37:07: Und das machen wir auch, aber wir machen auch nicht mehr.

00:37:09: Wir sagen auch gar nicht, dass wir mehr machen.

00:37:11: Wir entfernen keine Hundehaare oder... fangen auch nicht an.

00:37:17: Kaffee flecken aus dem Sitz zu schrungen?

00:37:18: Ja,

00:37:18: das können wir alles nicht und das wollen wir auch gar nicht.

00:37:20: Und da gibt es auch andere, die können das viel besser.

00:37:23: Auch das haben wir mal versucht mit so einem Detailing Service oder so und haben gemerkt, da fängt es so an, dich zu verzetteln.

00:37:30: Und ich glaube, das ist die große, sagen wir mal, die große Kunst, die wir bei Mr.

00:37:34: Wosch drauf haben, ist, dass wir absolut im Prozessen denken, aber im Prozessen für Dienstleistungen.

00:37:43: Ja, das ist das.

00:37:46: Im Vorfeld hattest du mehr Jahre ein Paper geschickt, was es so für unternehmerische Vorbilder gibt.

00:37:54: Also für mich gibt es eigentlich kein unternehmerisches Vorbild.

00:37:58: Ich weiß aber, das ist schon viele Jahre her, dass ich die Biografie von Ray Crock eben gelesen habe.

00:38:07: Der war übrigens zweiundfünfzig oder dreinfünfzig Jahre alt, als

00:38:09: er da gegründet

00:38:11: hat.

00:38:11: Also damit anfing.

00:38:12: Also gegründet haben es ja die beiden Brüder, aber als er dann erkannt hat, was man daraus machen kann.

00:38:18: Und das, was er eben erkannt hat, was es eben revolutioniert hat, war eben bei der Zubereitung von Speisen Prozesse einzuführen, klar definierte Prozesse.

00:38:28: Das war die Geburtsstunde des Fast-Food.

00:38:31: Und das hat mich schon immer sehr beschäftigt, muss ich sagen.

00:38:35: Das ist bei der Innenreinigung so und eben auch bei McAll so.

00:38:38: Du hast das Thema gerade ganz kurz schon angeschnitten.

00:38:40: Ihr habt ja zwei Tausend Zweihundert oder zwei Tausend Dreieinhalb Mitarbeiter, also so sechzig bis hundert pro Standort.

00:38:48: Und dieses Thema auch Wertschätzung von Mitarbeitern.

00:38:51: Also immer, wenn ich Bayerisch bin, das sind ja hoch motivierte Leute in meinem Gefühl.

00:38:55: Ich habe immer ein gutes Gefühl.

00:38:56: Ich habe nie das Gefühl, da steht einer rum oder da hat einer kein Bock, mein Auto zu putzen.

00:38:59: Wie bekommt ihr so was hin?

00:39:00: Ihr seid ein Familienunternehmen, also ihr seid größtenteils ein Familienhand.

00:39:03: Wenn man so googelt, wem gehört Mr.

00:39:05: Walsch, da steht Familie Ening.

00:39:06: So, wie bekommt man das hin bei zwei tausend, zwei neun Mitarbeitern?

00:39:10: Wie führt ihr den Laden?

00:39:13: Ja, der einen Punkt ist natürlich erstmal, dass man Allbusiness ist local, also dass man es, dass man es runterbricht auf die Standorte.

00:39:24: Das heißt, also es sind zwar in der Summe zwei tausend dreihundert, aber es sind eben pro Standort fünfzig oder sechzig, manchmal aber auch nur dreißig.

00:39:34: Das heißt, da hat man es mit Gruppengrößen zu tun, wo man eben auch wirklich etwas tun kann, dass eine gemeinsame Identität auch entstehen kann.

00:39:44: Und wenn man das richtig macht in den Standorten, dann entwickelt sich auch das große Ganze daraus.

00:39:51: Das Ganze muss aber dadurch geprägt sein, dass man immer weiß, wir sind in dem Ganzen.

00:39:57: Das sind nicht einfach nur so lokale Sachen.

00:39:59: Und was zum Beispiel wirklich wichtig ist, das sind also meiner Ansicht nach wichtig ist, das sind eben Rituale.

00:40:06: Das sind eben bestimmte Dinge, die gehören zu der Firma mit dazu.

00:40:10: Und wenn man jetzt bei bei uns anfängt, klar, denkt man dann, das ist so ein Dienstleistungsunternehmen.

00:40:16: Und ich habe und ich gehe immer gerne auch von mir selber aus und stelle mir vor, was würde mir gefallen und was würde mir nicht gefallen.

00:40:24: Und ich weiß, wenn ich jetzt in einem Dienstleistungsunternehmen wäre, dann würde es mir beispielsweise nicht gefallen, wenn ich irgendwie so eine hundert Prozent Polyester-Klamotter den ganzen Tag am Körper haben müsste.

00:40:38: Und es würde mir auch nicht gefallen, wenn ich auf meinem Polohemd oder was auch immer die Uniform ist, hinten auf dem Rücken die ganze Zeit irgendwie so ein super Sonderangebot rumtragen würde.

00:40:50: Da würde ich mich persönlich nicht mit wohlfühlen.

00:40:53: Warum machen wir sowas auch bei Mr.

00:40:54: Wosch nicht?

00:40:55: Daher haben wir ja wirklich von, also ich kann ja jetzt ja einen Namen sagen, von Engelbert Strauss nur wirklich gute... Top-Klamotten, also nicht top-of-the-line.

00:41:05: Und, weißt du, Kleidung ist so etwas ganz, das ist ja wirklich etwas ganz Persönliches.

00:41:12: Das trage ich hier auf der Haut.

00:41:15: Und da haben wir dann auch gesagt, das ist jetzt so zwei, drei Jahre her, also das war meine Idee.

00:41:20: Ich musste mich da ein bisschen innerhalb der Firma durchsetzen.

00:41:24: Kann ich aber.

00:41:27: Dass ich gesagt habe, lass doch die Leute selbst entscheiden.

00:41:31: welche Farbe sie tragen.

00:41:32: Die Uniform muss doch gar nicht so sein.

00:41:34: Also wir haben ein Genre, das heißt also tragen schwarze Jeans, direkt sowieso jeder gerne.

00:41:40: Keiner darf das Gefühl haben, dass er in irgendeiner Klamotte steckt, wo man verkleidet ist oder wo man doof aussieht, wo man sich doof drin fühlt.

00:41:48: Ich kenne X-Fluggesellschaften, wo ich sagen würde, das Erste, wenn ich Chef einer solchen Fluggesellschaft wäre, wäre die Uniform zu ändern.

00:41:57: In der Farbe sieht man nicht gut aus und der Schnitt ist einfach Käse.

00:42:00: Da fühlt sich doch keiner drin wohl.

00:42:02: Und das war der springende Punkt, dass wir gesagt haben, wir ändern das.

00:42:05: So, und jetzt können die, wir haben da sechs, sieben Farben zur Auswahl.

00:42:08: Dann kann sich jeder seine Polohemden und seine Sweatshirts dann aussuchen, kann auch verschiedene nehmen.

00:42:13: Wenn du bei uns in die Innenreinigung kommst, dann siehst du, dass die alle da irgendwie mehr oder weniger verschiedene Farben haben.

00:42:18: Die Farbe tragen, in der sie sich wohlfühlen selbst.

00:42:20: Die

00:42:20: Farbe, in der sie sich wohlfühlen, jeden Tag mal so, mal so.

00:42:24: Das Leben ist bunt, und bei uns ist es eben auch bunt auf der Innere.

00:42:27: Die haben nichts zu sagen.

00:42:29: Da denkt jeder, warum hatten der grün an und der blau und rot.

00:42:34: Das ist einfach nur einfach die Farbe, die sie gerne tragen.

00:42:39: Einmal im Jahr gibt es dann immer noch, das sind immer so Gimmicks dann, aber einmal im Jahr haben wir dann eben die Farbe der Saison.

00:42:45: Das war in diesem Jahr war das dann nochmal.

00:42:48: Dotter, die gibt es aber nur einmal im Jahr.

00:42:50: Das heißt, wer nächstes Jahr oder übernächstes Jahr ein T-Shirt noch hat mit der Farbe, dann weiß er, der war schon letztes Jahr mit dabei, dann werden die auch irgendwie noch ein bisschen zurückgelegt, damit die nicht so schnell verwaschen sind.

00:43:02: Und das sind so Dinge, die einfach so eine Gemeinsamkeit schaffen.

00:43:10: Und das ist, glaube ich, ein Teil des Geheimnisses, ist es eben einfach zu sagen, dann steht man auch hinter dem, was diese Gemeinsamkeit eben schafft.

00:43:19: Das ist eben das Unternehmen.

00:43:21: Und weil das Unternehmen Autos von innen reinigt, machen wir die dann eben auch anständig von innen sauber.

00:43:27: Da ist keiner.

00:43:27: Wir haben kein Manual, nichts, wo da drin steht.

00:43:30: Man hat so einen so zu gucken oder zu lächeln oder Floskeln zu benutzen.

00:43:34: Nirgendwo.

00:43:35: Das ist der Schwachsinn, sowas zu machen.

00:43:37: Sondern das ist intrinsische Motivation.

00:43:41: Erzähl mal bitte von dem Namenschild bei euch.

00:43:43: Das ist

00:43:44: einfach aber schön.

00:43:45: Ja, das Namenschild.

00:43:47: Also wenn du bei uns neu anfängst und ich rede jetzt wirklich auch von den einfachen gewerblichen Positionen, da ist ja auch immer klar, da ist ja auch das Sprachthema, da ist auch das Thema.

00:43:59: Wie geht es dann los?

00:44:01: Es ist auch ein Thema im Übrigen, das darf man nicht unterschätzen, dass diese Menschen, wenn sie bei uns dann oder wenn sie überhaupt generell Arbeit suchen, das ist für die beispielsweise auch.

00:44:13: wirklich wichtig ist, einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu haben, weil das für die Wohnungssuche auch essenziell ist.

00:44:19: Ganz viele Vermieter wollen das einfach.

00:44:21: Und darum machen wir, das machen wir schon lange nicht mehr, dass irgendwie so diese, was ja immer noch möglich ist in Deutschland, dass in den ersten zwei Jahren im Grunde genommen nur so eine Befristung nach der anderen hast.

00:44:33: Macht mir auch der Schirm.

00:44:34: Macht

00:44:34: ihr auch nicht.

00:44:35: Nein, finde ich auch, meine persönliche Meinung ist, dass man das auch nicht machen.

00:44:39: muss.

00:44:40: Wir machen es eben auch nicht.

00:44:42: Das heißt, du fängst bei uns an.

00:44:44: Aber natürlich, weil man sich nicht kennt, gibt es das Institut der Probezeit und die ist sechs Monate.

00:44:50: Also da nutzen wir auch das, was der rechtliche Rahmen hergibt.

00:44:54: Und diese Probezeit, muss man ja auch sagen, ist ja im Grunde genommen auch eine gegenseitige Probezeit.

00:44:58: Das ist eine anstrengende Arbeit.

00:45:00: Das muss ja auch jeder erst mal wissen, ob er das dann machen möchte.

00:45:03: Und umgekehrt müssen wir die Menschen auch kennenlernen, ob das dann passt.

00:45:07: Jetzt sind die sechs Monate um.

00:45:10: Und das ist für uns dann eben auch ein Zeichen, dass wir dann sagen, nach den sechs Monaten, da bekommt man einen Namensschild.

00:45:18: Das hatte zuvor auch schon so provisorisch, aber dann bekommst du einen Namensschild.

00:45:21: Da haben wir extra.

00:45:22: das ist, das läuft alles bei uns im Hintergrund, ist alles immer organisiert.

00:45:26: Kommt das Namensschild auch in so einem Kästchen.

00:45:29: Graviertes Namensschild, ja auf Aluminium, graviert mit deinem Namen bis da Wurst drauf.

00:45:36: ein besseres Zeichen dafür, dass wir jetzt auf dich setzen und nicht mit irgendeinem Dymodrucker oder so was oder aus dem Büromarkt, so ein Plastikschild dich da jetzt dahin stellen, sondern sagen, du kriegst jetzt hier ein graviertes, wenn du nicht mehr bei uns bist, können wir das Namensschild wegschmeißen oder du kannst es mitnehmen und dir dann als Andenken behalten, wie auch immer, aber wir investieren in dieses Namensschild, damit du siehst, was du uns wert bist.

00:46:05: Das kann man jetzt sagen, das ist eine Petiteße.

00:46:08: Finanziell ist es eine Petite, aber der Punkt ist, was zeigen wir nach außen damit?

00:46:14: Und dann kommt noch ein willkommen danebeneffekt, weil dann die Kunden, wenn die das sehen, wenn die mit jemandem sprechen, die sehen unsere Leute dran, Namensschild und eben auch nicht so ein allerwelts Namensschild, wie du das überall siehst.

00:46:28: Und wenn du dann fünf Jahre da warst, dann kriegst du ein neues Namensschild, dann ist da ein Stern dahinter.

00:46:33: Und nach zehn Jahren hast du zwei.

00:46:35: Und wir haben tatsächlich Leute bei uns.

00:46:38: Da müssten wir eigentlich schon die Namensschilder verbreiten.

00:46:40: Wir haben Leute, die haben sieben Sterne.

00:46:41: Wirklich?

00:46:42: Ja.

00:46:42: Und Leute, die sind seit fünf, dreißig Jahren bei uns.

00:46:45: Wow.

00:46:46: Er hat ja auch im Vorgespräch erzählt, dass ihr jetzt gerade eine neue Anlage baut und das dann auch sagt, besser, wenn ich CEO beim Börsen notierten Konzern wäre und wir würden nur Standard bauen, könnte ich so eine Entscheidung wahrscheinlich gar nicht treffen.

00:46:56: Da habe ich die Umkleiden gesehen und habe gesagt, hey, lass uns mal die Umkleiden an diesem Standort einfach bauen wie ein Vier-Sterne-Hotel.

00:47:01: Das hat auch was mit Wertschätzung zu tun.

00:47:04: Ich finde es Wahnsinn, dass ihr sowas macht.

00:47:06: Aber ich habe ja auch ganz viele Mittelstände natürlich sitzen.

00:47:09: Die haben den Wert ihrer Belegschaft erkannt und die fördern den auch.

00:47:13: Ich glaube, da geht immer ein bisschen mehr und es ist auch ganz verschieden bei jedem Unternehmen.

00:47:16: Ihr habt da wirklich eine Marke entwickelt, die ist auch innerhalb von Autowasch betrieben.

00:47:22: Seid ihr eine echte Marke?

00:47:23: Also wo willst du arbeiten, wenn du Auto wäscher bist oder wenn du im Innenraum eine Aufbereitung machst, dann bist du erwischt.

00:47:30: Das ist schon so.

00:47:30: Also

00:47:31: ich muss jetzt aber auch mal dazu sagen, auch das ist alles immer ein Lernprozess.

00:47:36: Ich habe das wirklich, glaube ich, echt gut verstanden und ich habe es, ich verstehe es, glaube ich auch.

00:47:43: es gut umzusetzen, aber auch da muss man sagen, als wir in dieser Metamorphose waren, von dem technischen Dienstleister, wo pro Anlage so vier, fünf Leute dann da waren.

00:47:56: Und da war das eben auch so, Autowäsche ist natürlich auch immer ein wetterabhängiges Geschäft.

00:48:01: Also wenn es regnet, kommt natürlich weniger zum Autowaschen, als wenn die Sonne scheint.

00:48:05: Und dann war das früher auch bei uns eben normale Praxis, dass wenn dann eben weniger zu tun war.

00:48:12: dann fanden sich immer Leute, die nach Hause gehen wollten.

00:48:16: Und mit der gleichen Maxime haben wir am Anfang auch die Innenreinigung gefahren.

00:48:20: Und das hat uns dann im Nachhinein, muss ich sagen, auch in einer gewissen Art und Weise zu Recht auch schlechte Presse gebracht.

00:48:28: Das war für mich ... ein massiver Lernprozess zu begreifen, weil wir aus einer völlig anderen Denke kamen, dass wir eben nicht nur jetzt die Frage, wie wir mit der Dienstleistung umgehen, also mit dieser Erweiterung des Spektrums, sondern auch mit der Frage umgehen müssen, wie präsentiert sich das?

00:48:48: Also wenn du jetzt als Kunde eine Dienstleistung, ich sage jetzt mal einfach konkret, eine Dienstleistung wie die Innenreinigung bei uns in Anspruch nimmst und du würdest als Kunde da hinkommen, Und du hättest das Gefühl, dass es eben nicht so ist, wie es jetzt ist, dass die Leute irgendwie alle so traurig gucken.

00:49:06: Und die Arbeitskleidung sieht irgendwie schmuddelig aus.

00:49:10: Und irgendwie hättest du auch das Gefühl, ob die alle richtig bezahlt werden.

00:49:13: Dann würden einfach diese Hygienefaktoren als Kunden, die würden für dich nicht passen.

00:49:19: Da fahre ich nicht mehr hin.

00:49:20: Die können noch so eine tolle Innenreinigung machen.

00:49:24: Ich werde mich an so was, da möchte ich gar nicht mit in Verbindung gebracht werden.

00:49:28: Darum ist das schon... ganz essentiell für eine Dienstleistung dieser Art und das in allen Bereichen der Dienstleistung, dass man als Empfänger der Dienstleistung auch wirklich das gute Gefühl für sich hat, dass er sagt, das stimmt hier auch alles, das ist auch in Ordnung.

00:49:43: Wenn man, wenn vielleicht irgendwo was gebaut wird oder produziert wird, wo ich das nicht direkt so wahrnehme, wenn ich über Arbeitsbedingungen irgendwo nachdenke, die irgendwo sind, die ich nicht weiß, kann ich das vielleicht noch abstrahieren für mich?

00:49:59: Aber wenn ich doch jetzt daneben stehe und das wahrnehme, dann ist das jetzt mal rein pragmatisch.

00:50:05: Und ich mache das nicht aus pragmatischen Gründen, aber rein pragmatisch gesehen ist es sowieso schon mal essentiell so etwas zu machen, um eine vernünftige Dienstleistung anzubieten.

00:50:15: So, wir gehen jetzt viele, viele Schritte darüber hinaus.

00:50:17: Wie gesagt, also die Sozialräume da, das machen wir wie im Vier-Sterne-Hotel oder ich sage eben anders.

00:50:26: Ein Ausdruck, der bei uns in der Firma nicht verwendet wird, weil ich nicht möchte, dass der verwendet wird, ist eben ein Human Resource Management.

00:50:34: Weil Menschen für mich eben keine Ressource sind, so betracht ich das nicht.

00:50:38: Sondern es ist ein einheitliches Menschenbild, was ich habe und das sind, das ist sowohl das, was vor dem Vorhang stattfindet, das ist also unsere Show, unsere Bühnen-Show sozusagen, das ist das, was wir für den Kunden machen.

00:50:51: Und das ist aber eben auch das, was hinter dem Vorhang stattfindet.

00:50:54: Und beides muss nach den gleichen Kriterien beurteilt werden.

00:50:58: Und wenn wir jetzt eine ganze Menge Geld dafür ausgeben, dass zum Beispiel diese Wartepereiche für die Kunden in der Innereien, dass die schön sind und dass wir da einiges machen, dann muss man eben auch Geld dafür ausgeben, dass die Bereiche, wo sich unsere Mitarbeiter auffallen, dass sie auch schön sind.

00:51:12: Und wenn das nämlich wahrgenommen wird in den Betrieben, dass wir nach den gleichen Kriterien da hinten auch arbeiten, dann... Ein besseres Zeichen von Wertschätzung gibt es ja gar nicht.

00:51:23: Es gibt auch kein besseres Zeichen von mangelnder Wertschätzung, wenn man sagt, alles was vorne ist, muss super sein, vorne hui, hinten fui, dann weiß ja jeder, das ist ja gar nicht authentisch.

00:51:34: Wir müssen ja hier nur vorne so ein bisschen so eine Show abziehen.

00:51:37: Das ist aber bei uns eben keine Show.

00:51:39: Weil das dahinter genauso weitergeht.

00:51:41: Und das, was hinter den Kulissen ist, an was ich vorhin sagte, mit Ritualen.

00:51:45: Wir machen so Toto-Spiele.

00:51:47: Da kann man tippen, wie viele Autos gewaschen werden.

00:51:50: Da gibt es Preise und all so ein Kram.

00:51:53: Das führt eben dazu, dass es schon ein Gefühl der Gemeinsamkeit ist, was wir da haben.

00:51:58: Und das spürt der Kunde.

00:51:59: Und dann kommen die wieder.

00:52:01: Es gibt ja so manchmal bei der Autowäsche ... Passieren ja Dinge die nicht so schön sind.

00:52:05: ein auto könnte schaden nehmen.

00:52:07: Kann ja vieles passieren.

00:52:08: Irgendjemand fällt was runter auf den lack und so weiter.

00:52:10: Habt ihr irgendwelche polices dass man autos bei euch nicht waschen kann?

00:52:14: also sagt zum beispiel ferrari nehmen wir nicht oder königseck oder sagst du du.

00:52:18: Wir nehmen alles.

00:52:19: Ja, gut.

00:52:19: Also diese super Exoten, diese super teuren Exoten, da könnte man natürlich jetzt sagen, okay, die nehmen wir nicht, weil das Risiko da jetzt kaputt geht.

00:52:27: Wenn was kaputt geht, ist es eben so wahnsinnig teuer.

00:52:30: Kann man machen, machen wir aber nicht.

00:52:32: Also ihr habt schon alles gesehen an Autos?

00:52:33: Ja, wir haben schon so ziemlich alles und auch wirklich extrem wertvolle Oldtimer, wo man sich dann... Also wirklich Oldtimer im siebenstelligen Bereich, die bei uns reingefahren sind.

00:52:46: Man ist ja die Entscheidung des Kunden, das auch zu machen.

00:52:51: Aber eigentlich ist das Thema Schäden für uns kein Thema.

00:52:58: Also es kommt wirklich bei neun Millionen Wäsche.

00:53:00: Es ist so marginal.

00:53:01: Wir reden von ganz, ganz kleinen Nachkommastellen hinter einer Null.

00:53:05: Ja, das tun wir in der Tat.

00:53:06: Aber was man sagen muss, Es gibt eben, da will ich jetzt kein Bashing betreiben, aber es gibt eben bestimmt, wir wissen genau, es gibt bestimmte Fahrzeugmodelle, die sind konstruktiv.

00:53:17: Da ist beispielsweise der Außenspiegel konstruktiv so gestaltet, dass es fast irgendwie auf Dauer immer ein Problem damit gibt.

00:53:26: Und dann müssen wir eben Vorkehrungen treffen und dann muss irgendwie, muss was festgeklebt werden oder gemacht werden.

00:53:33: Das finden wir nicht schön, findet der Kunde auch nicht schön.

00:53:38: Aber die Ursache dafür liegt eigentlich ganz woanders.

00:53:41: Ja,

00:53:41: genau.

00:53:41: Jetzt brauche ich mal so einen kleinen Lifehack von dir.

00:53:43: An welchem Tag oder zu welcher Uhrzeit sollte ich mein Auto waschen, wenn ich auf lange Schlangen quasi nicht stoßen möchte?

00:53:50: C.o.dreis, also sagen wir mal, ab elf Uhr, da ist es meistens außer am Samstag, da ist es dann schon etwas leerer.

00:53:58: Okay, das heißt, wenn ich um elf?

00:54:00: Aber so ab zwölf Uhr dreißig, Mittagspause, da geht die Kurve dann schon wieder hoch.

00:54:04: Also zwischen elf und zwölf Uhr dreißig, nicht an einem Sonnabend.

00:54:07: fahre ich relativ gut und sollte nicht allzu lange warten.

00:54:10: Wenn man bei euch richtig, so richtig Geld ausgibt, richtig einen Anführungszeichen des teuerste Pflegeprodukt nimmt oder auch die teuerste Flatrate hat, da reden wir gleich drüber.

00:54:19: Dann kommt zum Schluss, wird Handwachs aufgetragen.

00:54:21: Das ist wirklich etwas, wo jemand mit einem Poliergerät, dein Auto zum Schluss, da Wachs einpoliert.

00:54:26: Da reden wir von mehreren Kilo Wachs.

00:54:29: die dort drauf kommen.

00:54:31: Nee, nicht mehrere Kilo Wachs, sondern der Anpressdruck, den geben

00:54:34: wir in sieben Kilo an.

00:54:35: Ah, okay.

00:54:35: Genau so, also

00:54:36: sind nicht sieben Kilo Wachs mehr.

00:54:37: Wollte ich sagen,

00:54:37: das können wir auch nicht vorstellen.

00:54:39: Okay, sieben Kilo Anpressdruck, dass das Wachs da quasi rein massiert wird.

00:54:45: Es ist ja so, wenn man eine Oberfläche zum Glänzen bringen möchte, da muss sie möglichst glatt sein.

00:54:53: Und um sie jetzt glatt zu kriegen und die Lackoberfläche eines Autos, Ist ja, wenn man sich dann auf den Mikroskop anguckt, ist das ja so eine Berg- und Tallandschaft.

00:55:02: Dann geht das also so richtig rauf und runter.

00:55:06: Und jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, das eben glatt zu bekommen.

00:55:08: Das eine ist die Politur.

00:55:11: Dann schneidest du die Spitzen ab und holst echt Material runter.

00:55:15: Darum ist die Polierscheibe, wenn dein Auto rot war, sie dann auch hinterher rötlich, weil du hast echt rote Farbe.

00:55:21: Du holst Partikel raus und glättet es dadurch, dass du eben die Spitzen abschneidest und dadurch eine glatte Oberfläche bekommt.

00:55:28: Das ist die Politur.

00:55:29: Darum kann man jetzt auch nicht ständig nachpolieren, nachpolieren.

00:55:32: Das ist auch gefährlich bei einer Politur, wenn du zu lang auf einer Stelle bist, die ist abrasiv.

00:55:36: Da kannst du auch, wenn einer es nicht gut kann, dann kann er bis auf die Grundierung runterpolieren.

00:55:43: Genau, passen.

00:55:44: So, das machen wir nicht.

00:55:45: Die andere Methode, wie man jetzt sagen kann, ich kann diese Oberfläche glätten, ist eben, indem ich die Spitzen ausfülle und jetzt die gratte Oberfläche oben an der obersten Spitze schaffe und alles, was da drunter ist, das fülle ich aus.

00:56:00: Das macht im übrigen auch in der waschanlage das produkt was aufgesprüht wird.

00:56:05: aber das hat natürlich dann lange nicht so eine hohe adhesion verbindung wie wenn wir das von hand jetzt da rein drücken rein pressen und das ist das was das handwachs macht und dieses handwachs ist dann eben eine feste schicht die die eben in diesen in dieser da ist es dann eigentlich sogar auch ein vorteil dass die lack oberfläche so wie soll ich sagen, so verworren ist, so zerklüftet ist, weil dadurch haben wir eine hohe Haftung.

00:56:33: und dann ist eben dieses Handwachs, hat eben dadurch nicht nur einen sehr schönen Effekt, also das Auto sieht aus, als wenn es aus dem Showroom kommen würde, sondern es hat eben auch wirklich einen guten Schutzeffekt, weil das deutlich länger hält, als wenn man es einfach aufsprüht.

00:56:47: Okay,

00:56:48: jetzt kommt's zu meinem Lieblingsthema.

00:56:50: Ich bin ja bei euch Flatred-Kunder.

00:56:52: Das heißt, irgendwann dachte ich mir total schlau.

00:56:55: Wenn so eine einzelne Wäsche für rund fünfzig, fünfundsechzig, fünfundsiebzig Euro kostet, mit Innenraumreinigung wachsen einem drum und dran, dann gibt es hier so ein Produkt, das kostet aus meinem, ich habe es vor einem Jahr abgeschlossen, mal anderthalb, das habe ich so... Sechs, sieben, hundert Euro im Jahr hätte ich gesagt, Pimal Daumen, so war es jedenfalls damals.

00:57:09: Sechs, hundert, fünfundsechzig.

00:57:11: Auch da bin ich ein Freund der Einfachheit von dreihundert, fünfundsechzig.

00:57:14: Darum kosten alle Jahresflets immer auf fünfundsechzig.

00:57:17: Dann kann man sich das gut merken.

00:57:18: Okay, also die teuerste Flet kostet gerade sechshundert, fünfundsechzig.

00:57:21: Und damit lohnt es sich bereits, wenn man einmal in die Woche, einmal im Monat das Auto dahin fahren würde.

00:57:26: Schon ab dem Moment müsste sich die Flet gegenüber dem teuersten Produkt lohnen.

00:57:30: Du hast ja, ich glaube, das teuerste Fünfundsiebzig hast du gesagt.

00:57:33: Ja gut, das gibt noch eine, das gibt dann, also genau, das ist da mit Handwachs.

00:57:36: Okay,

00:57:37: genau.

00:57:38: Jetzt haben wir diese Flatrate und das ist ja auch, wenn man so guckt, ihr habt fast vierzig Standort, ihr habt echt viele Wäsche und du hast mir vorhin verraten, dass es in den USA sind, achtzig Prozent des Geschäftes ist heute schon Flatrate-Geschäft.

00:57:50: Da sind wir hier in Deutschland ja in einer ganz anderen Entwicklung.

00:57:52: Die habt ihr ganz viel transaktionalen Umsatz und relativ wenig Flatred.

00:57:56: Geschäften ist es sogar so, dass eure Flatred, die ist jetzt bei mir nach mehr ausgelaufen.

00:58:00: Das heißt, irgendwann stand ich davor, dann haben die gesagt, die zählt nicht mehr.

00:58:03: Man ist ja eigentlich gewohnt, dass Netflix und Co.

00:58:05: einfach abbuchen und das Ding immer weiterläuft.

00:58:09: Ich halte das ja wirklich für ein wahnsinnig gutes Produkt und denke ja, dass ihr irgendwann das Netflix der Autobaschanlagen werdet, kannst du uns was dazu erzählen?

00:58:17: Auch da gilt das gleiche, was ich vorhin schon gesagt habe.

00:58:19: Ich gucke mir einfach an, was in Amerika passiert und dann kann ich das auch, kann ich meine Schlüsse daraus ziehen.

00:58:25: und in Amerika ist es eben in der Tat so, dass eigentlich die Norm ist wirklich, dass man ein Abo hat oder dass man die sagen immer unlimited, dass man unlimited hat.

00:58:35: Mein erster Ansatz war, dass ich den Kunden bei uns ein Angebot machen wollte, wo keiner sich verpflichtet fühlen muss, dass irgendwas kommt und dass irgendwelche versteckten Haken und Ösen da drin sind.

00:58:50: Darum habe ich mir gesagt, ich möchte etwas machen, wo man das dann mal bezahlt.

00:58:55: Und wenn es zu Ende ist, ist es zu Ende.

00:58:57: Ich habe das dann sogar die Schlusspunktgarantie genannt.

00:59:00: Wir haben am Anfang noch mit geworben, Schlusspunktgarantie.

00:59:03: Keine automatische Verlängerung oder bla bla.

00:59:06: Wenn man zufrieden ist, dann kann man es verlängern.

00:59:09: Wenn man es dann verlängert, um Incentives zu schaffen.

00:59:12: Wenn man es dann verlängert, bevor es zu Ende ist, kriegt man noch Wochengratis obendrauf.

00:59:17: Also die erste Verlängerung ist dann sogar günstiger.

00:59:20: Bei dir war es dann halt zu spät, weil es war ja schon abgelaufen, hättest du ein bisschen früher dann verlängert.

00:59:25: Was hattest du, drei Monats flett oder Jahrhundert?

00:59:27: Ich hab ja auch flett

00:59:27: gemacht.

00:59:28: Guck mal, hättest du zwei Monatum sonst bekommen.

00:59:29: Oh, ich drehe durch.

00:59:31: Naja, also ich sehe auch, dass das mit diesem Monatsthema durchaus ein interessanter Punkt sein kann.

00:59:38: Und wir sind auch dabei, uns Gedanken zu machen, dass wir eben auch so ähnlich wie es in den USA eben gang und gäbe ist.

00:59:45: So was Ähnliches hier auch anzubieten.

00:59:47: Aber auch da gilt das Gleiche, was ich vorhin zu dem Thema Arbeitskleidung gesagt habe, wo ich auch von mir selber ausgehe.

00:59:52: Auch bei allem, was eben die Kunden betrifft, gehe ich auch von mir selber aus.

00:59:56: Und ich mag es einfach nicht, wenn ich irgendwie was machen muss, wo ich dann hinterher das Gefühl habe, jetzt muss ich mir dann nochmal wieder irgendwie was aufschreiben und dran zu denken oder was weiß ich was, weil dann kommt irgendwie die automatische Verlängerung.

01:00:07: Das ist doof, sowas ist doof.

01:00:08: Genau,

01:00:08: das kennen wir noch vom Zeitschriftenabos.

01:00:10: Kennt man das noch so ungefähr?

01:00:11: Ja, das

01:00:11: kennt man natürlich.

01:00:12: Aber

01:00:12: ich war wirklich, wenn man so sehr an diesem Thema drin ist, man zahlt für die Google Cloud, man zahlt für Netflix, man zahlt für alle anderen und auf einmal kommt quasi als Rückmeldung, Markus, die Waschbrett ist abgelaufen, da rechnest du gar nicht mit das Ding noch von alleine auslaufen, weil du ja auch denkst, der andere versucht dir immer seinen Geschäftsmodell zu optimieren und natürlich macht er quasi, schickt dir eine Rechnung, neue Buchung, verlängert sie automatisch, jeder Finisher vertrag, verlängert sich automatisch.

01:00:35: Hast du denn eine neue abgeschlossen?

01:00:37: Ich hoffe, Es war ihm genau irgendwas war, dass wir ihn nicht direkt abgeschlossen haben.

01:00:42: Das ist ein Stand kurz Frust bei WhatsApp bei mir.

01:00:45: Und ja, aber also faktisch, wir werden neuer abschließen, weil das für uns Sinn macht.

01:00:49: Und das ist nämlich der springende Punkt.

01:00:51: Wenn du eine gute Leistung gebracht hast und der Kunde ist zufrieden, dann kommt er ja auch wieder.

01:00:56: Und wenn ich weiß, bei uns... Ich zahle auch keine Provisionen für Verkauf.

01:01:02: Ich nehme das einfach kategorisch ab, dass unsere Leute jetzt draußen Provisionen für irgendetwas bekommen und am Anfang da irgendwie ein Miss zu erzählen, um jetzt ein Euro mehr zu bekommen, weil sie eine Innenreinigung verkaufen oder sowas.

01:01:17: Die werden gut bezahlt, wirklich gut bezahlt und die sollen den Kunden in seiner Entscheidung unterstützen.

01:01:25: Die sollen ja aber nicht irgendwie was jetzt verkaufen.

01:01:27: Ich sag mal so, da gibt's kein richtig oder falsch.

01:01:31: Das Einzige, was es da jetzt gibt, ist meine Meinung dazu und die setze ich um in der Firma, für die ich zuständig bin.

01:01:36: Aber damit will ich jetzt in keinster Weise sagen, dass das jetzt der Königsweg ist.

01:01:40: Aber für uns ist es der richtige Weg.

01:01:42: Ich glaube auch, das vergisst man immer.

01:01:43: Jede Entscheidung, die du triffst, hat Einfluss auf über zweitausend Menschen.

01:01:47: Irgendwie und es ist natürlich manchmal hast du Particular Interessen.

01:01:51: Das ist eben so, das ist auch völlig normal.

01:01:53: Aber was ich raushöre und was ich total sympathisch finde, ihr versucht Prozesse super simpel zu designen.

01:01:58: Ihr probiert Dinge erst mal im Kleinen aus.

01:02:00: Dann gibt es eine Rollout-Phase.

01:02:02: Du sagst jetzt hier nicht, wir wollen in die ganze Welt expandieren.

01:02:05: Sagst aber auch, ich fahre gerne nach Amerika, da habe ich schon einige Denkanstürze bekommen.

01:02:08: Mac Oil kommt daher, die Flatred kommt daher.

01:02:11: Ihr skaliert es in Deutschland, haben wir uns auch kurz darüber unterhalten.

01:02:14: Es werden ja... mehr Standorte in Deutschland.

01:02:17: Wir reden jetzt ja nicht über die Österreich-Expansion oder die Spanien-Expansion und ihr sagt pro Jahr zwei Stück.

01:02:22: Jetzt haben wir uns mal so ein bisschen über Zahlen unterhalten, dreieinhalb Millionen Umsatz wachsend.

01:02:26: Da kann man ja North Data & Core rausfinden.

01:02:29: Da können so zehn Prozent Marge auch entstehen darauf.

01:02:32: So eine neue Annahe kostet zwanzig, dreißig Millionen Euro.

01:02:34: Da ist ja auch das Wachstum, ist ja mehr als das Geld, was quasi ausschüttbar eigentlich zur Verfügung steht in der Theorie.

01:02:40: Jetzt gibt es eine Familie, der das gehört.

01:02:42: Das heißt, Ausschüttungen sind ja auch schön, wenn die kommen.

01:02:45: Da freuen sich ja auch alle irgendwie drüber.

01:02:46: Ja,

01:02:46: die sieht ja nicht viel aus.

01:02:47: Das meiste bleibt ja in der Company.

01:02:48: Wirklich?

01:02:49: Ja, ja, das ist ... Krass.

01:02:51: Das ist ja auch teilweise anders, ne?

01:02:52: Wenn du so guckst, so eine Familie Miele oder sowas, die heute drei, vierhundert Mitglieder hat, da ist ja die Ausschüttung quasi auch ein jährliches Event.

01:02:58: Machbarst dich alle freuen und wovon alle leben.

01:03:00: Das ist ja schön, wenn man so agiert.

01:03:02: Ja, kannst du aber auch nur eben, kann man nur so machen, wenn wir jetzt eine Private Equity-Bude bei uns drin hätten.

01:03:07: Die würden von vornherein sagen, das geht immer.

01:03:10: Ich meine, das steht ja, kann ja jeder nachlesen.

01:03:13: Ihr habt dreißig Millionen ausschüttbares Ergebnis.

01:03:16: Da müssen wir mindestens mal dreißig Millionen ausgeschüttet werden.

01:03:19: Besser vielleicht fünfundretig, dass wir noch ein bisschen was aus den Stilreserven abzweigen.

01:03:22: Die brauchst

01:03:22: du schon, um den Zins zu bezahlen im Regelfall, den die deinem Unternehmen aufbürden, wenn die

01:03:25: kaufen.

01:03:25: Ja, das machen wir eben nicht.

01:03:27: Das machen wir nicht.

01:03:28: Also wir schütten zwar auch aus, aber alle haben genug, keiner muss sich beklagen.

01:03:32: Aber der weit, weit größte Teil bleibt in der Company.

01:03:37: weil es eben auch genauso ist, wie du sagst.

01:03:39: Wir müssen auch eben dafür sorgen, dass wir die neuen Projekte sind eigentlich immer finanziert.

01:03:45: Ein paar Umbauten machen wir dann selber, aber wenn wir neue Projekte machen, die sind zu hundert Prozent finanziert.

01:03:51: Und das ist einfach auch eine Botschaft an die... an die finanzierenden Banken zu sagen, wir stehen hier auch alle voll dahinter und ziehen hier nicht raus, was auch raus.

01:04:01: Auch genauso auch mit den Immobilien.

01:04:03: Da gibt es keine Grundstücksverwaltungsgesellschaft, wo jetzt die, wo jetzt irgendwie, wer auch immer jetzt sagt, jetzt kann ich mir noch meine Schnitte machen, indem ich hier jetzt noch die Mieten kassieren oder sowas.

01:04:15: Das ist alles die AG.

01:04:17: Das ist alles simpel und klar.

01:04:19: Ihr besitzt

01:04:20: einen Großteil der Immobilien, die Standorte.

01:04:22: Ja, die AG besitzt einen Großteil Großteil der Standorte und teilweise sind die Standorte ja auch schon vor vielen, vielen Jahren gekauft.

01:04:28: Das heißt,

01:04:29: stillere Serven.

01:04:30: Also hohe stillere Serven, die wir dann haben.

01:04:32: Und bei den neuen Projekten, weil immer es geht, kaufen wir dann auch.

01:04:36: Das geht nicht immer, aber doch eigentlich fast immer.

01:04:38: Was ja im Regelfall bei den großen Grundstücksgrößen, die ihr braucht, in relativ gut, also von der Einwohner-Dichte relativ, ist ja schon größere Städte eher.

01:04:48: kostet natürlich auch ein bisschen Grundschutz kaufen.

01:04:50: Ja, weil

01:04:50: wir auch wirklich nur, weil wir sehr sehr selektiv sind, was die Immobilien angeht.

01:04:55: Also eigentlich sind wir extrem.

01:04:56: Ich fahre immerhin, wenn ein neues Grundstück ist, fahre ich immerhin, dann sitze ich da, guck ich mir das an, wie das ist am Samstag los.

01:05:04: Hab dann auf dem Handy, hab ich so eine App, dann zähle ich immer waschbare Autos.

01:05:08: Also kriegst natürlich Verkehrszahlen, das sind natürlich alle Autos, die da langfahren.

01:05:13: Aber ich zähle dann immer nicht den ganzen Tag, aber so eine halbe Stunde zähle ich dann so am Samstagvormittag waschbare Autos.

01:05:20: Also waschbare Autos sind alle bis ein Meter, fünfundneunzig.

01:05:24: Und dann gucke ich aus der einen Richtung, aus der anderen Richtung und dann gucke ich mir das manchmal nochmal an einem anderen Tag an, an einem Werktag an und dann weiß man aber ziemlich schnell, ob das in Frage kommt oder nicht.

01:05:34: Okay, das ist auch spannend.

01:05:35: Bis ein Meter, fünfundneunzig.

01:05:36: Das heißt, ich kriege ein Mercedes und ein VW-Bus, kriege ich bei euch noch durch.

01:05:39: Alles darüber hinaus, ein Sprinter, fährt da nicht durch die Waschmacher.

01:05:41: Nein, ich

01:05:41: kriege nicht.

01:05:42: Könnte man jetzt machen.

01:05:44: Aber da sage ich dann eben auch für diese, also diese, weiß ich was, fünf Prozent oder drei Prozent der Autos, die dürfen mir nicht den Prozess für siebenundzig Prozent der Autos definieren.

01:05:55: Und dadurch würde ich jetzt alles ein bisschen weiter und größer und wir würden die anderen schlechter waschen.

01:06:00: Und darum verzichten wir auf die.

01:06:02: Okay.

01:06:03: Ich habe noch eine Frage zum Geschäftsmodell oder was mich total interessiert.

01:06:07: Das Thema AI ist ja in aller Munde.

01:06:09: KI, AI, was auch immer.

01:06:11: Inwieweit spielt es heute eine Rolle bei euch, bei dem was bei Mr.

01:06:14: Wasch den ganzen Tag passiert und wo könnt ihr das eine Rolle spielen?

01:06:18: Ja, das ist das, was ich eben auch vorhin hab, anklicken lassen.

01:06:22: Das ist eigentlich mehr im Waschprozess an sich.

01:06:26: Also was kann man tun, um den Ressourceneinsatz zu reduzieren?

01:06:32: Wenn du in einer Waschanlage bist, ist es natürlich alles irgendwie so ein Flächeneinsatz.

01:06:37: Das Auto wird komplett eingesperrt, eingeseift.

01:06:41: Die Geräte laufen darüber, wenn man also selektiv erkennen könnte, wo man besonders hin muss, wäre das eigentlich ein super Feld, um jetzt wirklich auch Ressourcen einzusparen.

01:06:53: Also beispielsweise, dass man eine Oberflächenerkennung hat mit AI.

01:06:58: Bei der man sieht, das ist einer bestimmten Stelle, also für uns sind die größten Probleme, das sind organische Verschmutzungen, das heißt Sommerverschmutzungen.

01:07:06: Winter ist für uns gar nicht so ein großes Thema, das ist eher mineralisch, das kann man gut rund, das klebt auch nicht so.

01:07:12: Aber alles, was organisch ist, das klebt an der Oberfläche, sei es Baumharz, sei es Linden, Insekten, Vogeldreck, das sind alles organische Stoff-Vogeldreck, das ist so nochmal ein besonderes Thema, weil das natürlich dann auch so hoch sauer ist.

01:07:27: ist und dann auch den Lack verletzen kann, wenn man jetzt eine die Möglichkeit hat wirklich auch selektiv zu erkennen was wo ist.

01:07:38: Das ist aber übrigens der eigentlich noch der einfachere Schritt inzwischen, eine Oberflächenerkennung.

01:07:42: Kameras gibt es genug und das kann man, der entscheidende Schritt ist dann in die Steuerung zu kommen, dass man im Tunnel also während sich das Auto fort bewegt.

01:07:52: eine Robotik hat oder eine Funktion hat, die in der Lage ist, jetzt gezielt diese Stelle zu erkennen.

01:07:58: Dann bräuchte es quasi einen Roboterarm, der hat drei verschiedene Reinigungsmittel und das ist für Vogelkot, das ist für Harze.

01:08:05: Und der müsste das ja alles in der kurzen Zeit, ihr hast ja nur die zweieinhalb bis drei Minuten, müsste der ja das vorbehandeln, es müsste eine Einwerkzeit geben, eine kleine und der müsste gereinigt werden.

01:08:14: Genau, aber das ist etwas, ich sag mal so, wo die Technologie eigentlich da ist.

01:08:21: Das muss man jetzt mal, da muss man mal daran arbeiten, dass man das umsetzt.

01:08:24: Meine Vision wäre, ich meine, wir wissen alle so in etwa wie das aussieht, wenn die Autos gebaut werden und wenn die Lackierroboter dann da die Autos einsprühen, was ja auch dazu geführt hat, dass die Menge an Farbe dramatisch drastisch reduziert werden konnte, die man eben für das Finish eines Autos brauchst.

01:08:45: Wenn ich mir so vorstelle, dass ähnliche Roboter eben selektiv das Auto auch so reinigen würden, wie es, wie es markiert wird, dann könnte ich mir schon vorstellen, dass man auf dem Wege wirklich auch eine deutliche Reduzierung

01:08:57: der Spülmitter und alles.

01:08:58: Der

01:08:58: Ressourcen eben bekommt.

01:09:00: Klar.

01:09:01: Okay, verstanden.

01:09:02: So, jetzt hast du das ja, du bist der Zwei- und Drei-Sich-Hahn-Unternehmen, haben wir glaube ich vorhin festgestellt.

01:09:09: Zwei- und Drei-Sich-Hahn-Unternehmen.

01:09:10: Zwei- und Drei-Sich-Hahn-Unternehmen.

01:09:11: So, seit

01:09:12: Drei- und Drei-Sich-Hahn-Unternehmen.

01:09:15: Schnurstacks nach oben, sehr ordentlich, also wenn man sich das auch als anguckt, Umsatzentwicklung und so weiter.

01:09:19: Es sieht alles sehr, sehr ordentlich aus.

01:09:21: Das ist die größte Niederlage, die du so eingesteckt hast in diesen thirty-two Jahren.

01:09:26: Also gab es mal irgendwas, was du gar nicht funktioniert hat oder irgendein externe Eingriff der... ganz schönen Impact auf euch hatte?

01:09:32: Ja, das war das war das war, als wir bei Frontal einundzwanzig hoch und vorgeführt wurden.

01:09:39: Das ist jetzt nichts, wo ich jetzt an die große Glocke hänge, aber ich weiß auch, dass es zu der Firmengeschichte dazugehört.

01:09:48: Und ich weiß auch, dass wir da unsere Lehren daraus gezogen haben.

01:09:51: Das war eben das, was ich vorhin sagte, dass wir mit den gleichen Rezepten, mit denen wir vorher thirty-fünf Jahre lang gut gefahren sind, nämlich die, sagen wir mal, die Ausstattung, die personelle Ausstattung der Betriebe entsprechend der Wettersituation und der Nachfrage anzupassen, weil es immer gut funktioniert hat, dass wir mit den gleichen Rezepten dann angefangen haben zu agieren, als sich dann die Personal, die Belegschaft eben deutlich erhöht hat.

01:10:20: Das funktionierte einfach nicht.

01:10:23: Für mich war das kein Eye-Opener in dem Sinne, dass ich jetzt gesagt habe, jetzt, oh, da da ist ja jetzt was passiert, was ich vorher nicht gewusst habe.

01:10:31: Sondern für mich war es eigentlich ein Eye-Opener, weil ich es unterschwellig vorher gewusst habe und mich mit diesem Thema nicht befasst habe.

01:10:40: Und darum weiß ich auch, also wenn ich irgendwo Störgefühle habe bei etwas, dann weiß ich, dass ich da irgendwie was machen muss.

01:10:49: Und selbst wenn ich die vielleicht gar nicht so konkret fassen kann.

01:10:53: Aber wenn man das selber merkt, irgendwas, Ob das jetzt Mitarbeiter sind oder Prozesse sind oder auch Preispolitik, was man anbietet, dann sollte man dem wirklich versuchen.

01:11:12: weit wie möglich auf den Grund zu gehen und zu verstehen, warum man dieses Störgefühl hat.

01:11:16: Das heißt ja nicht zwangsläufig, dass man das, was man da gemacht hat, was das Störgefühl auslöst, dass man das jetzt über Bord wird und anders macht, aber dass man sich mit der Frage auseinandersetzt, was ist da eigentlich?

01:11:27: Was ist da?

01:11:28: Wie könnte es von anderen wahrgenommen werden?

01:11:29: Wie wird es vielleicht von der eigenen Belegschaft wahrgenommen?

01:11:31: Da machst du ja schon viele Gedanken drum auch.

01:11:33: Ja, da mache ich mir eigentlich, also ich mache mir über zwei Themen, mache ich mir immer Gedanken und das eine ist Programme, Waschpreise, also Kundenerlebnis.

01:11:41: Und das andere ist eben, wie kriegen wir das hin?

01:11:45: Ja, da bin ich so ein Stakeholder Value-Typ.

01:11:47: Ich sage mir einfach, der Sinn des Unternehmens besteht doch nicht nur darin, Profit zu maximieren.

01:11:53: Natürlich ist Profit, Profit ist immer in Deutschland so ein bisschen negativ, Profit ist total wichtig.

01:11:58: Dafür ist es ja da.

01:12:01: Aber es ist nicht die Profit im Sinne von maximaler Ausschüttung, sondern wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie kriegen wir das Geld rein.

01:12:09: Darum bin ich ja auch kein kostenfetisches.

01:12:11: Kosten interessieren mich schon, aber das ist nicht das primäre Thema.

01:12:16: Mein primäres Thema sind immer Einnahmen.

01:12:18: Was kriege ich rein?

01:12:19: Was kriege ich rein?

01:12:20: So, und wenn wir das, was wir reinbekommen haben, dann ist die nächste Frage, wie teilen wir das auf?

01:12:26: Fair.

01:12:26: Ja, natürlich müssen diejenigen die Risiko tragen und Eigentümer, die kriegen ihren Teil.

01:12:31: Aber die, die den Löwenteil der Arbeit auch machen, die müssen auch ihren Teil bekommen.

01:12:35: Und darum kann es nie darum gehen, dass man sagt, okay, was können wir jetzt tun, um das jetzt so weit wie möglich zu reduzieren?

01:12:40: Ich habe die Personalkostenquote, wo die Umsätze immer weiter gestiegen sind, gleichzeitig die Personalkostenquote immer weiter nach oben gebracht.

01:12:47: Das heißt, der Teil, der an die Belegschaft geht, ist von Jahr zu Jahr nach oben gegapurzentual.

01:12:54: Absolut sowieso.

01:12:55: Die Zahl deutlich bei Mindeston hast

01:12:57: du

01:12:58: auch

01:12:58: gesagt.

01:12:59: Die bleiben ja auch lange bei uns.

01:13:01: Das ist ja gut.

01:13:02: Ja, das würden sie in diesem Genre von Job, das kommt ja nicht von ungefähr, das ist ja nicht deswegen, weil es überhaupt keine anderen Alternativen gäbe oder sowas.

01:13:15: Also, es ist so, ich meine, es ist ja auch klar, wenn du über zwei tausend Leute hast, da kannst du ja jetzt nicht sagen, alle zwei tausend Leute sind so glücklich wie nur was, das ist natürlich eine Riesenbandbreite.

01:13:26: Ja, logisch.

01:13:27: Also, wenn jetzt jemand da draußen ist und der hört mich hier so reden, dann wird er vielleicht sagen, was redet der da eigentlich?

01:13:33: Weil er sich anders betroffen fühlt.

01:13:35: Das ist mir schon klar, bin ja auch nicht dumm.

01:13:38: Aber das Genre... wie es läuft, ist eben einfach, dass du in einem Dienstleistungsunternehmen doch nichts anderes machen kannst, als nur dafür zu sorgen, dass dein Personal richtig gut spurt.

01:13:48: Weißt du, ich gehe, ich komme ja auch rum und deswegen bin ich auch öfters in den Hotels und ich sage dir, ich komme in den Hotel rein und ich kann dir in drei Minuten, in zwei Minuten, kann ich dir sagen, ob der Laden gut geführt wird.

01:14:01: Ja.

01:14:02: Ich kann dir vielleicht nicht unbedingt sagen, dass er schlecht geführt wird, weil das kann ich nicht so ver... Aber ich merke sofort, wenn er gut geführt wird.

01:14:09: Das merkst du einfach der Stimmung an.

01:14:11: Das kommt gut rüber.

01:14:12: Du kommst

01:14:13: in den Flugzeug rein und du merkst sofort, da gibt es Crews, da ist eine gute Stimmung an Bord und das Gegenteil von gut ist ja nicht automatisch schlecht.

01:14:24: Aber dann ist es eben einfach normal.

01:14:27: Es ist irgendwie nichts Besonderes.

01:14:29: Das ist auch überall so.

01:14:31: Sag mal, die ganzen Sachen, die du sagst, ich kann die absolut nachvollziehen.

01:14:35: Ich finde das auch wahnsinnig schön, dass wir diese Einblicke bekommen, auch in der Tiefe.

01:14:39: Hast du dir das, du hast ja vorhin mal erzählt, so der McDonalds Gründer, das hatte ich auf jeden Fall beeindruckt.

01:14:44: Hast du das auch von deinem Vater mitbekommen, Vorbilder gehabt, lässt du dich coachen auch bei Themen, wo du, was die Neuland für dich sind.

01:14:51: Hast du eine Ebene unter dir, die auch saustark ist und auch darauf achtet?

01:14:55: Ja, ja, ich habe eine Ebene unter mir, die auch wirklich, die das auch mit mir umsetzen.

01:15:03: Nein, ich habe also in dem Sinne habe ich eigentlich keinen, wenn du so fragst, so ein Mentor oder irgendwie sowas.

01:15:08: Und das habe ich nicht gehabt.

01:15:09: Mein Vater war eine andere Generation, der hat nicht so gedacht, der hat anders gedacht.

01:15:13: Der war patriarchisch.

01:15:14: Ja, das war eben der Gründer und der hat einen anderen Ansatz gehabt.

01:15:17: Und das ist ja auch, damit ist, ich weiß nicht, für mich ist es eigentlich, ich sage, also ich... auf eine bestimmte Art und Weise bin ich echt ganz schön privilegiert, weil ich habe ein, dadurch, dass das Unternehmen dann eben da war, auch wenn es damals Probleme hatte, sagen wir mal, hab ich Knete schon in die Hand bekommen, die ich gar nicht selbst schaffen musste und wo ich dann sagen konnte, da kann ich jetzt mal mitformen.

01:15:43: Also den Mut aus null heraus etwas zu gründen und das zu machen.

01:15:52: Den musste ich gar nicht aufbringen.

01:15:54: Vielleicht hätte ich in irgendwann Aufgabe, aber den musste ich gar nicht aufbringen, weil ich hatte ja dann schon mal was.

01:15:59: Und dann habe ich jetzt eben was draus gemacht, was anderes draus gemacht, weil ich eben auch einen anderen Ansatz verfolge, als es mein Vater verfolgt hat.

01:16:06: was aber bei meinem Vater auch schon war.

01:16:09: Und das habe ich mit Sicherheit übernommen.

01:16:11: Das ist eben diese absolute Prozessorientierung.

01:16:14: Mein Vater fehlte so ein bisschen, sagen wir mal, die Serviceorientierung, aber diese Prozessorientierung, die war immer drin.

01:16:22: Das verändert sich ja auch.

01:16:24: Die Generation deines Vaters braucht ein anderes Skills, als du die heute brauchst, meiner Meinung nach.

01:16:28: Also das ist völlig in Ordnung und völlig okay.

01:16:30: Und ich glaube auch, dass der Gründer Und der darauf folgende, das ist schon ganz gut, dass die unterschiedliche Typen sind.

01:16:37: Also bei euch hat das sehr, sehr gut funktioniert.

01:16:39: Wenn du das quasi vertauschen würdest, hättest gar nicht funktioniert.

01:16:42: Also das hört man ja auch ganz, ganz oft.

01:16:44: Da gibt es jemanden, der den Anschluss und sagt auch mal, ich bin ganz gut im Gründen, im Verwalten bin ich so mittelgut.

01:16:48: Und es gibt Leute, die können einfach unglaublich gut auf etwas, was gegründet wurde, aussetzen und bringen es in die nächste Ebene rein.

01:16:54: Das hätte ich niemals geschafft.

01:16:55: Das ist einfach so und ist auch gar nicht schlimm.

01:16:56: Ja und das hat bei uns eben, insofern hat das ganz gut gepasst.

01:17:01: Und das andere Privileg, was ich da eben habe, ist, dass mir das echt immer Spaß gemacht hat.

01:17:09: Immer.

01:17:10: Ja, du

01:17:10: bist ja auch hinsorgen, wenn du irgendwo hinfährst und eine halbe Stunde auch die waschbaren Autos zählst und sowas.

01:17:14: Ich finde es schön, aber auch wenn ich höre so Preisrunden bei Tankstellen, dann ist ja Tankstellenpächter der Mitarbeiter rausgefahren, hat die Tankstellen im Umfeld abgefahren.

01:17:22: Das ist ja sehr händische, nachvollziehbare Arbeit, wo man sich sagt, boah krass, wir haben an so vielen Stellen schon mit einer Tankapp und so weiter, können wir das heute, also heute haben die Tankstellenbesitzer die Tankapp gucken, welche Tankstellen dann hier günstiger ist und können sofort die Preise ändern.

01:17:34: Das passiert ja, das ist ja Teil des Alltages.

01:17:36: Also das fallen Jobs weg und es kommen wieder andere.

01:17:38: Sachen dafür hinzu.

01:17:40: Und diesen Wandel habt ihr ja auch, finde ich, extrem gut gemacht.

01:17:42: Also Mac Oil, da war ja vor dreißig Jahren gar nicht dran zu denken und auch generell.

01:17:47: Ich kenne keine, also ich kenne das gar nicht, dass man in Deutschland, ich kenne RTU als Ölwechsel noch irgendwie

01:17:52: von

01:17:53: zehn, fünfzehn Jahren und in meinen Autos gebe ich irgendwie immer in die Werkstatt von dem Hersteller.

01:17:57: Aber ja, Ölwechsel ist definitiv etwas, was man wahrscheinlich sehr, sehr gut quasi industrialisieren kann und hintereinander weg abarbeiten können.

01:18:04: Und es passt irgendwie auch.

01:18:05: Weil es auch ein Prozess ist.

01:18:07: Ja.

01:18:07: Und ich meine, ja, für mich ist eigentlich die Haupttriebfeder ist eigentlich wirklich immer der Umgang mit Menschen.

01:18:17: Nicht, dass ich jetzt irgendwie ständig mit Leuten zusammen sein will, sondern mir Gedanken darüber zu machen, wie kann ich das Erlebnis für Menschen irgendwie angenehmer gestalten, besser gestalten.

01:18:30: sage mal hast du du bist jetzt über dreißig jahre unternehmer hast du einen live hack für unsere zuhörer?

01:18:36: zuhörer rinn.

01:18:36: ich heißt live hack ist mal schwer zu fassen.

01:18:38: aber etwas wo du sagst es hat sich nach dreißig jahren mit mir eingebürgert und damit fahre ich immer ganz gut wenn ich es so mache das können auch prinzipien sein oder regeln

01:18:46: ja kalt zu duschen

01:18:47: ja kalt zu duschen hatten wir schon.

01:18:51: Das ist das, was ich vorhin schon sagte.

01:18:52: Das ist dieses Thema Störgefühl.

01:18:55: Eine Selbstwahrnehmung zu haben und sich da selber nicht zu... Das heißt ja nicht, dass man sobald man sich irgendwie mit einer Frage beschäftigt oder ein gutes Gefühl hat sofort sagt, ich muss das jetzt sofort alles klären oder sowas.

01:19:13: Das heißt einfach, sich darauf eine eigene Wahrnehmung darauf zu haben, ob der eigene Kompass in die richtige Richtung zeigt oder nicht.

01:19:24: Und wenn das dann, wenn man das Gefühl hat, da geht es irgendwie in eine falsche Richtung, dann ist so zu korrigieren, dass man wieder das Gefühl hat, dass es passt.

01:19:32: Ich glaube, das ist schon, das ist jetzt eine sehr allgemeine Formulierung und jetzt vielleicht nicht unbedingt in der Betriebswirtschaftslehre sofort umsetzbar.

01:19:44: Aber es gibt eben doch oftmals so Entscheidungen, wo ich dann gemerkt habe, als ich damit angefangen habe, bin jetzt nur in der unternehmerischen Ebene, wo ich angefangen habe, das zu machen, wie gesagt, ob das was wird, das sind so Preisthemen gewesen, Zusatzprodukte, wo ich dann am Anfang vielleicht schon gar nicht so überzeugt war, aber naja, die anderen haben es ja gemacht, das funktioniert ja irgendwie, mal mal gucken.

01:20:08: Und dann im Endeffekt habe ich dann immer doch festgestellt, also das ist eigentlich auch eine Erkenntnis, im Endeffekt habe ich immer festgestellt, dass je einfacher die Dinge sind, je einfacher und klarer die Lösungen sind, umso besser ist das.

01:20:23: Wenn ich könnte, würde ich sagen, ich mache eine Waschanlage auf, da gibt es nur ein einziges Programm, aber das würde der ganzen Sache nicht gerecht werden.

01:20:31: Aber je mehr man zum Core kommt, je mehr man zur Basis kommt und es reduziert.

01:20:39: Und das ist also, runter destillieren bis zum Geht nicht mehr.

01:20:43: Das ist eigentlich die Hauptkunst.

01:20:45: Ja, auch den Mut haben, Entscheidungen zu revidieren, wenn sie falsch sind.

01:20:48: Das ist total krass.

01:20:49: Manchen fehlt es, weil es auch vielleicht ein sehr großes Ego ist, wenn man sich nicht die Blöße geben will.

01:20:54: Aber wenn eine Entscheidung falsch ist, eine Entscheidung falsch.

01:20:56: Absolut.

01:20:56: Es gibt dann ein sehr schönes Interview mit dem Wolfgang Rupp, da hat er so sinnbildig gesagt, es ist meine Entscheidung.

01:21:01: Wetter ist so mittelgut, es ist meine Entscheidung, ohne Regenschirm loszulaufen.

01:21:04: Nach hundert Metern fängt das an zu regnen.

01:21:06: Es kann ich sagen, ich habe aber Recht gehabt, unter den Regenschirm loszulaufen und kann mich durchsetzen oder ich kann so gut sein und können ins Haus zurückgehen, in den Regenschirm holen und einen guten Spaziergang haben.

01:21:14: Und das ist wirklich so.

01:21:16: Also wenn ein Unternehmen erfolgreich ist, teilweise auch scheitert, weil irgendjemand nicht bereit ist, eine falsche Entscheidung zurück.

01:21:20: Das gibt es ja alles im Alltag.

01:21:22: Ja, das kann es ja natürlich als, sagen wir mal, in meiner Rolle als Einzelunternehmer oder als war ja jahrelang auch dann allein Vorstand, dass wir jetzt dabei das zu ändern oder haben das schon geändert, aber da kann ich natürlich auch anders agieren.

01:21:37: Also wir haben jetzt mal konkretes Beispiel.

01:21:39: Wir haben in unserer Anlage, als wir unsere Anlage in Mühlheim neu gebaut haben, die ist vor zweieinhalb Jahren, war drei Jahre, ist zweieinhalb Jahre eröffnet worden.

01:21:48: Da hatte ich so eine Idee, da dachte ich mir, boah, das wird ja ein super Geschäft.

01:21:52: Und zwar war das die Idee, dass wir eben auch all die Autos, die bei uns nicht reinpassen, dass wir denen auch ein Angebot machen können, dass sie bei uns waschen können.

01:22:03: Und da gibt es in Amerika, also gibt es so Geräte, die sind wie so eine Portalanlage.

01:22:09: und waschen das Auto nur mit Hochdruck.

01:22:12: Das heißt, du kannst mit den Monster-Geeps da reinfahren.

01:22:15: Jemand könnte mit seinem super, super teuren Sportwagen da reinfahren, wenn er nicht möchte, dass da irgendwie eine Reibung drauf ist.

01:22:23: Aber die Handwerker-Autos, die können sogar da reinfahren, haben ihre Leiter noch oben drauf.

01:22:27: Das war so meine Idee.

01:22:28: Dann haben wir dann Und weil ich dann eben auch in den Kategorien immer sofort Think Big dann unterwegs bin, haben wir dann da also so eine Station gebaut, die Dinger heißen Laser Wash, so heißt der Hersteller ja, Laser Wash.

01:22:40: Haben wir dann also gleich mal so eine Station mit vier Laser Wash nebeneinander dahin gebaut.

01:22:45: Und dann Laser Wash hin oder her, die Waschqualität, die war jetzt nicht so... bombastisch toll.

01:22:52: Das war

01:22:52: nicht die Mr.

01:22:52: Walsch-Qualität?

01:22:53: Ja, und es war eben, weil nach dem sinnerschen Kreis fehlte eben die Reibung.

01:22:58: Das bekam man nicht hin.

01:22:59: Und dann habe ich mir das so sechs Monate angeguckt und da haben wir fast eine Million investiert, nur für das Teil.

01:23:09: Dann habe ich mir das ein halbes Jahr angeguckt und dann habe ich da unserem CFO gesagt, stellen Sie sich schon mal auf eine Sonderabschreibung ein.

01:23:16: Das reiß ich komplett ab.

01:23:18: Echt?

01:23:18: Ja, und neun Monate später wusste man schon gar nicht mehr, wo das stand, weil es weg war.

01:23:24: Also das kann ich machen.

01:23:27: Bei mancher anderen Firma wäre wahrscheinlich bei mir mindestens mal ein roter Reiter auf der Personalakte gewesen.

01:23:34: Aber das kannst du natürlich machen.

01:23:37: Darum ist es dann auch... Das ist ja fast schon jetzt so Kuckettieren mit dem Fehler.

01:23:41: Aber das ist schon klar, wenn man Fehler macht, dann sollte man sie auch... möglichst schnell korrigieren, weil es wird ja nicht besser.

01:23:51: Genau.

01:23:51: Und das gilt für ein Azubi, genauso wie für ein CEO.

01:23:56: Und das andere, was eben eigentlich auch dazu gehört, ist eigentlich immer nur offene Kommunikation, weil das bringt auch nichts, irgendwie dann da so rum zu eiern und so zu tun.

01:24:07: Viel besser ist es von Anfang an, das dann offen zu kommunizieren, dann ist das eben so.

01:24:11: Sonst

01:24:11: fängst du irgendwann an, um Leute rumzuarbeiten.

01:24:13: Und das sind wieder, wir sind ja Prozessmenschen.

01:24:15: Wir wollen nicht rumarbeiten, wir wollen gar im Prozess.

01:24:17: Aber das sind, ich sag mal so, das sind jetzt auch aller Weltsweißheiten.

01:24:22: Das ist... Aber es ist doch

01:24:23: schön, wenn man es auf runterbrechen kann.

01:24:24: Ja, ja.

01:24:25: Warten gar nicht die komplexesten Sachen der Welt.

01:24:27: Noch eine finale Frage.

01:24:28: Du bist ja oder ihr seid ja sehr erfolgreiche Mittelständler.

01:24:31: Was würde dir das Leben einfacher machen?

01:24:33: Was würdest du dir von der Politik wünschen?

01:24:35: Da ist noch ein bisschen die Frage.

01:24:36: Ich finde, deswegen gibt es noch diesen Podcast, die Mittelständler, die hier sitzen, die hunderttausende Menschen Arbeit geben.

01:24:42: dürfen auch ruhig sagen, was würde denn ihr Leben besser machen?

01:24:46: Wir scheitern, wir bauen ja auch ab und zu eine Sache.

01:24:48: Ich finde es wirklich dramatisch, dass wir inzwischen ein bis zwei Jahre auf Baugenehmigung warten und zum Schluss feststellen, dass wir vielleicht einen anderen Stromanschluss brauchen, denn nochmal ein Jahr auf den Stromanschluss warten für ein neu gebautes Haus.

01:24:57: Aber was sind die Themen, die euch quasi umhertreiben, besonders in eurem Geschäft?

01:25:02: Also was das Thema Baugenehmigungen anspricht, wenn du das ansprichst, muss ich sagen, da ist meine Wahrnehmung teilweise sehr, sehr unterschiedlich.

01:25:11: Also wir haben einige Kommunen, wo ich dann oder Städte, wo ich mich echt wundere, wie schnell das dann kommt.

01:25:18: Also wir hatten jetzt zum Beispiel eine Sache in München, das war... unglaublich.

01:25:22: Also was das Bauamt in München, muss ich ehrlich, ist an dieser Stelle mal sagen, Lob ans Bauamt München, wirklich toll.

01:25:29: Oder auch im Osten.

01:25:33: Leipzig, Dresden und andere, die dann so mehr bei uns im Westen sind, ist teilweise eine Katastrophe.

01:25:40: Aber das ist, glaube ich, auch eine Frage, wie das dann eben manches so in diesen Behörden organisiert ist.

01:25:47: Es ist jetzt keine Überraschung, aber das Hauptthema ist eben einfach diese monströse Bürokratie, die eben entgegen all diesen Parolen, die man in jeder zweiten Talkshow hört.

01:25:58: immer noch schlimmer wird.

01:25:59: Das ist ja noch nicht mal, wir sind ja noch nicht mal am Bürokratie, am Bürokratieabbau ist ja noch nicht mal das Thema, wenn wir wenigstens mal an dem Punkt wären, dass es keine Bürokratiezunahme gebe.

01:26:10: Aber wir für uns bewegen uns immer noch in Bereichen, wo wir sagen, da werden Eingriffe in die Unternehmensführung von Leuten vorgenommen, die keine Ahnung davon haben und die uns eigentlich das Problem dabei ist, dass eigentlich sich immer unterstellt wird.

01:26:26: Die Grundannahme ist immer eine Kontrolle durchzuführen, weil wenn es die nicht gäbe, würden die sich ja alle falsch verhalten.

01:26:33: Wir sind jetzt bei uns, gibt es um die Frage von Energieaudits.

01:26:38: Und wir tun echt, habe ich ja vorhin gesagt, was wir alles machen.

01:26:42: Und dann kommen aber trotzdem ein paar Schlaumeier, die dann kommen und sagen, ihr müsst aber jetzt permanente Energieaudits machen und das dokumentieren, ja, PDFs produzieren ohne Ende.

01:26:54: Diese Nachhaltigkeitsberichte für Aktiengesellschaften.

01:26:57: Ja.

01:26:58: Weißt du, mir kommt das so vor, wenn du mit dem Auto von Hamburg nach Berlin fährst und du hältst dich an alle Verkehrsvorschriften.

01:27:06: Alles, was vorgegeben ist, das machst du dann.

01:27:09: Und dann kommst du in Berlin an und dann musst du aber jetzt erst mal einen Bericht darüber schreiben, dass du alles richtig gemacht hast.

01:27:16: Und das ist ein Aufwand ohne Ende.

01:27:19: Und das sollen jetzt die Unternehmen, die Mittelständler jetzt dann machen.

01:27:27: Und das ist ja alles unproduktive Zeit.

01:27:28: Weißt du, wenn die Welt dadurch ein... auch nur wirklich ein bisschen besser würde, würde ich sagen, sofort.

01:27:33: Aber sie wird kein bisschen da.

01:27:35: Diese ganze Regulatorik bei den Banken, wenn ich das mal sehe, wie es war, als wir einen Kredit vor zehn Jahren aufgenommen haben und wie es jetzt ist, wenn wir einen Kredit heute aufnehmen, wo dann die Banken im Grunde genommen dann auch als Büttel vorgestellt werden, um Punkte durchzusetzen, die mit einer Finanzierung Null, Null zu tun haben.

01:27:54: Und ich sage, warum?

01:27:56: Was soll das?

01:27:57: Weil wir, weil man uns unterstellt, dass wir das sonst nicht berücksichtigen würden, dass wir einen Solarfeld aus Dach machen oder uns darum bemühen irgendwie Wasser rückzuründen oder egal was jetzt sonst wo ist.

01:28:10: Das ist dieser Mindset der permanenten Kontrolle und Einflussnahme und des Eingreifens.

01:28:16: Solang sich dieser Mindset nicht ändert, kann über Bürokratieabbau geredet werden, wie es will, da wird nichts passieren.

01:28:24: Weil jeder, wo es dann darum geht, irgendeine Regulatorik mal abzuschaffen, kommen sofort sechs andere aus der Ecke, die dann sagen, nein, auf keinen Fall.

01:28:34: Und dann kommt als letzter Punkt noch mit dazu, dass sich ja inzwischen eine ganze Industrie gebildet hat, die nur davon lebt, dass es diese Regulatorik gibt.

01:28:44: Eine Beraterbranche und ein Umfeld, die dann immer zu dir kommen und sagen, ja, wir können ihnen helfen, das zu machen.

01:28:51: Wir können ihnen helfen, das zu machen.

01:28:53: Im Grunde genommen ist es auf gut Deutsch eigentlich nur heiße Luft, weil es für den Betriebszweck nichts bringt.

01:28:59: Und weil es eigentlich für das, wofür es gedacht ist, nämlich irgendwie eine Verbesserung der Gesamtsituation zu schaffen, auch nichts bringt.

01:29:07: Und beim Bauamt, du merkst, ich komm in Rage, beim Bauamt, bei den Bauämtern ist es ja auch inzwischen nicht mehr so, dass der Sachbearbeiter, der dort ist, diese Dinge einfordert, diese ganzen Gutachten einfordert.

01:29:21: Es geht immer nur darum, dass man sagt, ich hab was, die haben das und das gemacht und das und das gemacht und dieses Gutachten und jenes Gutachten und dann noch ein Gutachten für die Mauereidechsen, da haben wir alles hinter uns, was dann da ist.

01:29:35: Und dann ist das Gutachten da.

01:29:37: Und das ist gut.

01:29:39: Dann kann man ja hinterher sagen, nee, nee, die haben ja das Gutachten gemacht.

01:29:42: Das

01:29:43: nutzt nix.

01:29:43: Genau.

01:29:43: Das KWES-Mentalität auch in den Ämtern.

01:29:45: Und wir haben in Brandenburg so einen Prüfstatiker.

01:29:48: Also, wir beschäftigen einen Statiker, der alles durchrechnet.

01:29:50: Und der kommt nochmal am Prüfstatiker, den Statiker prüft.

01:29:52: Ja, man beide studiert.

01:29:53: Also, das ist ein Statiker am Ende des Tages.

01:29:55: Irgendwann hört es ja auch auf.

01:29:57: Ich glaube, wir sind aktuell in einer so herausfordernden Zeit, gerade im Mittelstand, wenn wir jetzt noch die wenige Zeit, die wir haben, die wir brauchen, um unser Unternehmen über Wasser zu halten, dafür aufwenden sollen, solch misszumachen.

01:30:07: Diese ISG-Reportings.

01:30:09: Ich kenne es von einem befreundeten Unternehmen, was dreieinhalb Mitarbeiter hat.

01:30:11: Das beschäftigt eine Person Vollzeit und dazu kommt der testierter Jahresabschluss und Coa, also Wirtschaftsprüfer.

01:30:18: Das kostet eine Viertelmillion Euro dafür, dass sich diesen Wisch niemand durchliest.

01:30:22: Ja, genau so ist das.

01:30:24: Wahnsinn.

01:30:24: Und dann werden die Wirtschaftsprüfer, die werden dann auch noch in die Pflicht genommen und sagen, dann dürfen das Testat nicht erteilen, wenn etwas, was mit der Frage der Wirtschaftsprüfung, mit der Korrektheit der Konten und einer korrekten Darstellung der finanziellen Sphäre, null, null zu tun hat.

01:30:40: Und dann darf das Testat nicht erteilen.

01:30:42: Wie soll denn die Wirtschaftsprüfer das jetzt beurteilen?

01:30:44: Ja, die haben auch keine Ressourcen dafür.

01:30:46: Die schaffen heute schon nicht mehr die Wirtschaftsprüfungsprozesse und sagen, jetzt müssen wir die wenigen Mitarbeiter, die wir haben, auch noch auf Schulungen schicken für die ESG-Reporte.

01:30:54: sich verzögern.

01:30:55: Aber du sollst das Testat ja am besten drei Monate nach dem Jahresabschluss vorlegen.

01:30:58: Genau, ist Wahnsinn.

01:30:59: Also auch mal drüber nachzudenken, du kannst ja ganz viele Regeln einfallen lassen und kannst die Staatsquote auch immer weiter erhöhen.

01:31:04: Aber wir haben die Ressourcen gar nicht dafür, das zu erfüllen.

01:31:08: Weder Neubau, noch bei ESG Reportings, überall fehlen die Ressourcen.

01:31:12: Wer heute einen Arzttermin haben will, der bekommt ihn einfach nicht.

01:31:15: Das ist Wahnsinn.

01:31:15: Wir brauchen die Ressourcen mal wieder.

01:31:17: Ja, aber das Grundübel ist eigentlich in vielen Bereichen der Politik ist eben der Mindset des Misstrauens nach dem Motto, man kann, wir müssen dafür sorgen, dass wenn wir diese und jene Regeln dann eingestellt haben, dass jetzt auch jeder auch noch dokumentieren muss.

01:31:35: Jeden Mist soll es dokumentieren, dass das also irgendwo nachvollziehbar ist und zwar nur für den Fall der Fälle, da man es sagen kann, ja, ich habe es, wir haben die Vorgabe gemacht und wo ist das jetzt aufgegriffen?

01:31:47: Das ganze Arbeitszeiterfassungsthema.

01:31:49: Es ist nur eine Frage des Misstrauens.

01:31:52: Natürlich erfassen wir die Arbeitszeit.

01:31:53: Wir bezahlen unsere Leute.

01:31:54: Natürlich wird das erfährt.

01:31:56: Aber der Mindset, der dahinter steckt, ist... Wir müssen das erfassen, damit bloß die Regulatorik des Arbeitszeitgesetzes ständig eingehalten wird.

01:32:04: Und weil wir ja immer davon ausgehen müssen, dass die Arbeitgeber eigentlich nichts anderes im Sinne haben, als ihre Leute auszubeuten und das zu machen.

01:32:12: Ich meine, alles redet über Flexibilisierung.

01:32:16: Aber ausgerechnet dann, wenn wir darüber reden, dass man das Arbeitszeitgesetz den europäischen Gegebenheiten anpasst und dann sagt, es ist eben nicht mehr so diese Tagesarbeitszeit vorgeschrieben, dann geht es so.

01:32:29: Die Öffnungszeiten bei Mr.

01:32:30: Wosch, die relativ knapp bemessen sind, nämlich von acht Uhr dreißig bis achtzehn Uhr, was die Innenreinigung angeht, da fragt sich vielleicht jeder, sagen wir haben die es eigentlich nötig, dass sie nur so wenig auf haben, warum machen die denn nicht bis neunzehn oder so?

01:32:46: Ja, das ist ein resultates Arbeitszeitgesetzes, weil ich eben, ich kann nicht zweischichtig fahren.

01:32:52: Ich müsste, sobald ich da jetzt auch nur ein bisschen länger mal, müsste ich zweischichtig fahren.

01:32:57: Aber sobald ich zweischichtig fahre, wird die, weil es dann ja nur um die Flankenzeiten geht, dann geht es um die Zeit, meinetwegen, von sieben Uhr bis acht Uhr, dreißig, plus die Zeit von achtzehn Uhr bis zwanzig Uhr, das sind nicht die Hauptzeiten.

01:33:10: Und dann verzichte ich lieber auf diese Hauptzeiten, als dass ich dann sage, ich tue mir den Tort anders.

01:33:16: Wenn wir jetzt sagen würden, wir sprechen über wöchentliche Arbeitszeiten, dann würde sich das Bild für mich schon wieder ändern.

01:33:22: Dann könnte ich sagen, okay, dann kann es eben mal Leute geben, es sind zehn Stunden da.

01:33:27: Ich will ja nicht, dass sie jetzt irgendwie jeden Tag da zehn Stunden, aber darum geht es überhaupt.

01:33:31: Es ist sogar so, dass die Leute bei uns teilweise ja sagen, wäre es schöner, wenn ich länger arbeiten könnte an dem einen Tag, an dem anderen weniger.

01:33:40: Aber das ist eben dann.

01:33:41: Und dieser Bürokratieabbau, der wird uns ständig versprochen, ständig, ständig, ständig, seit fünf und dreißig Jahren oder vierzig vielleicht.

01:33:50: Und es passiert jeden Tag das Gegenteil.

01:33:53: Das ist das, nicht die Steuern.

01:33:57: Also mit Steuern habe ich null Problem.

01:34:00: Das Thema ist echt diese völlig übergebollete Regulatorik.

01:34:06: Das ist und das auch ein sehr, sehr schönes Schlusswort.

01:34:09: Tausend Dank, Richard, dass du hier warst.

01:34:10: Also ich finde es wahnsinnig humble wie ihr euch bewegt, prozessorientiert, ihr probiert Dinge aus, schneidet die auch wieder zurück, wenn sie nicht funktionieren.

01:34:18: Ihr habt auch in der ganzen Firmengeschichte viele Dinge ausprobiert, Tankstellen, denn die Tankstellen substituiert doch gegen die Autowaschplätze macht.

01:34:23: Das ist das Mac Oil Thema.

01:34:25: Du sagst für mich ist ja auch einfach die Inspiration relativ einfach.

01:34:28: Ich fahre nach Amerika rüber, guck mir die Sachen an, die da funktionieren, investiere dann auch mal drei Wochen und fahre quasi von Ölstationen zu Ölstationen.

01:34:34: Ich finde, das ist wahnsinnig hands-on.

01:34:36: Ich finde, das ist super geradeaus.

01:34:38: Cool, wie du so eine Riesenfirma auch mit der Mentalität führst.

01:34:41: Ich empfehle auch über deine Mitarbeiter gesprochen, auch im Vorgespräch.

01:34:44: Ich mag das sehr, wenn Chefs mit ihrem Herzen bei den Mitarbeitern sind.

01:34:47: Tausend Dank für dieses super coole Interview.

01:34:49: Ja, danke dir.

01:34:50: Ein sehr schönes Gespräch.

01:34:51: Ich habe es auch sehr genossen.

01:34:52: Tausend Dank.

01:34:53: Wenn es euch genauso gut gefallen hat und dir mehr Leute haben wollt, wie Richard Ending von Mr.

01:34:58: Wosch, dann kommentieren, follow und liken.

01:35:01: Und denkt daran, Mittwoch ist Middlestars Tag.

01:35:04: Ich wünsche euch eine mega erfolgreiche Woche und sage bis bald.

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