250 Mio. € für KI-Server. 40 Mio. € Stromkosten im Jahr | Jerome Evans von firstcolo bei Mittelstars
Shownotes
Kein Strom, kein Internet – Wie Jerome Evans die digitale Infrastruktur baut
Jerome Evans von firstcolo bei Mittelstars
Diese Woche ist Jerome Evans bei den Mittelstars zu Gast. Er gehört zu den Unternehmern, die kaum jemand kennt und die trotzdem eine zentrale Rolle für unseren Alltag spielen. Als Gründer und CEO von firstcolo baut und betreibt er Rechenzentren. Genau die Infrastruktur, auf der Internet, E Commerce, Cloud Computing, Streaming Dienste und künstliche Intelligenz überhaupt erst möglich werden.
Aufgewachsen in Bremen hätte sein Weg auch ganz anders verlaufen können. Stattdessen gründet Jerome mit 15 Jahren aus dem Kinderzimmer seine erste Hosting Firma. Aus Domains und Webspace werden Kunden, aus Kunden werden Server und aus Servern entstehen ganze Rechenzentren. Heute verantwortet er Infrastrukturprojekte in dreistelliger Millionenhöhe und betreibt Standorte mit Energiebedarf auf Stadtniveau.
Im Mittelstars Podcast erklärt Jerome verständlich, wie Internet physisch funktioniert, warum Frankfurt zu einem der wichtigsten Datenknotenpunkte der Welt geworden ist und weshalb Strom heute der entscheidende Standortfaktor für Digitalisierung und Innovation ist. Er spricht offen über digitale Souveränität, KI Infrastruktur, Energiepolitik und die Herausforderungen für Unternehmen in Deutschland.
Es geht um unternehmerisches Risiko, private Bürgschaften, schlaflose Nächte im Rechenzentrum und die Realität hinter Buzzwords wie Cloud, AI und Digitalisierung. Gleichzeitig teilt Jerome seine Erfahrungen zu Führung, Wachstum, Kapitalbedarf und Entscheidungsfindung unter Unsicherheit.
Im Podcast spricht Jerome über
- Wie Rechenzentren das Rückgrat der Digitalisierung bilden
- Warum Deutschland beim Thema Energie und Netze an Grenzen stößt
- Welche Rolle Strom für Cloud, KI und Unternehmen spielt
- Seine Gründung mit 15 Jahren und den Weg zum Infrastruktur Unternehmer
- Leadership, Risikobereitschaft und Wachstum im Tech Markt
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Internet wirklich funktioniert und warum digitale Infrastruktur über Wettbewerbsfähigkeit entscheidet.
Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen
- Wie digitale Geschäftsmodelle technisch überhaupt möglich werden
- Warum KI ohne Infrastruktur nicht existieren kann
- Welche Chancen und Risiken der Standort Deutschland hat
Jetzt reinhören und verstehen, wie Deutschlands digitale Zukunft gebaut wird.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Also ihr wart komplett angezündet.
00:00:01: Ihr hattet die Kohle und ein Partner mit euch wachsen wollte.
00:00:03: Ihr habt auch die Flächen dazu gehabt.
00:00:05: Und es scheiterte zum Schluss wirklich an einer Stromzusage.
00:00:08: Es ist ja gar nicht allen bewusst, dass wir so ein großes Energieproblem in Deutschland und Europa haben.
00:00:13: Wir haben zwar beispielsweise im Norden viel Windenergie, viel PV.
00:00:16: Das alles wird aber nicht reichen, um den Energiehunger der KI befriedigen zu können.
00:00:21: Das wird man nicht mit Renewables alleine hinkriegen.
00:00:24: Rechenzentren brauchen stetig immer ein konstantes Energielevel.
00:00:27: Für wen sieht's aktuell Wahnsinn?
00:00:29: gut aus in diesem AI-Rennen.
00:00:31: Also haben wir überhaupt noch eine Chance als Deutschland?
00:00:44: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mittel Stars.
00:00:46: Mein Name ist immer noch Markus Seidel und heute zu Gast ist der Jerome Evans von FirstColo.
00:00:51: Heute geht es also in dem Podcast um das Thema Datacenter AI und wie sich Deutschland an Zukunft aufstellen wird.
00:00:57: Der Jerome sollte eigentlich Metzger in dritter Generation werden, hat sich aber sehr früh dazu entschieden, eine Firma aufzubauen rund um das Thema Hosting, Webhosting und Co.
00:01:06: Dann ging es ins eigene Datacenter nach Frankfurt am Main.
00:01:09: Heute baut er ein eigenes Datacenter für zweihundertfünfzig Millionen Euro, alleine vierzig Millionen Euro pro Jahr Stromkosten, die da erzeugt werden.
00:01:17: Er erzählt uns, warum Trump für viele Datacenter Betreiber in Deutschland mal Mitarbeiter des Monats zwar um warum das Zehn Milliarden Investment von Dieter Schwarz in dein eigenes Data Center eines der größten Deutschland ist und wahnsinnig wichtig für die Zukunft.
00:01:28: Herzlich Willkommen Jerome.
00:01:29: Vielen Dank für die Einladung.
00:01:31: Ja, sehr, sehr gerne.
00:01:31: Kannst du kurz was zu dir erzählen?
00:01:33: Ja, genau.
00:01:33: Ich komme eigentlich aus dem beschaulichen Bremen.
00:01:36: Ich habe damals dort meine unternehmerischen Aktivitäten gestartet, die fürs Kodo GmbH, im Jahr zwei Tausend Sechs gegründet und bin dann seit Anfang zwei Tausend Zehn primär in Frankfurt am Main unterwegs.
00:01:49: Okay.
00:01:50: Wie erklärt man das, was Fürst Kolo macht, quasi seiner Oma?
00:01:54: Ja, am Ende nutzen wir alle das Internet.
00:01:57: Wir kaufen beispielsweise unsere Medikamente jetzt online ein.
00:02:01: Das macht man dann unter anderem bei einer Shop-Apotheke und von so einem Kunden steht die Infrastruktur da in unseren Rechenzentren.
00:02:08: Das heißt, wir verarbeiten Transaktionen im E-Commerce-Bereich.
00:02:12: Es kann aber auch sein, wenn man zu Hause auf der Couch hat seinen Lieblingsstreaming-Anbieter guckt, dass die Server dann entsprechend bei Fürskolo stehen und wir sozusagen die Streams ausliefern an die Haushalte in Deutschland oder Europa.
00:02:24: Okay, also ihr seid quasi irgendwie der Verbindungspunkt, der Knotenpunkt zwischen einem Angebot im Internet.
00:02:31: Und das ist dann am Ende ausgeliefert
00:02:32: wird?
00:02:32: Ja, genau.
00:02:33: Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, was ja viele immer nicht ganz verstehen oder sich darüber Gedanken machen.
00:02:39: Wie funktioniert sozusagen die Apps auf dem Handy?
00:02:42: Jede App, die auf deinem Handy ist, ist irgendwo mit einem Datacenter auf der Welt verbunden.
00:02:46: Wenn man jetzt bei ChatGPT seine, weil sie nicht zehn Fragen am Tag stellt, dann sorgt es dafür, dass irgendwo Server stehen, die diese Anfragen entsprechend beantworten und dann an den User zurück spielen.
00:02:58: Ja,
00:02:58: okay.
00:02:59: Für alle, die jetzt schon Angst bekommen, kann euch alle beruhigen, weder ich bin ja Techie, noch der Jerome, also wir werden es so untechnisch wie möglich machen, aber es wird auf jeden Fall eine Folge, wo es trotzdem viel um Infrastruktur auch geht und wie quasi Internet eigentlich in Deutschland verarbeitet wird und wie wir da auch weltweit aufgestellt sind für die Zukunft.
00:03:13: Das wird auch relativ spannend.
00:03:15: Du bist also in Bremen geboren und hast es relativ frühzeitig Also, du hättest ja Metzger in dritter Generation werden können.
00:03:22: Was hat's mit der Geschichte auf sich?
00:03:23: Ja, genau.
00:03:24: Mein Opa hatte ein Metzger-Betrieb entsprechend in Bremen mit meiner Oma zusammen entsprechend geführt.
00:03:34: Und ja, das war natürlich, da war ich natürlich, das war den Vorteil, ich war früh immer schon mit sehr guter Wurst aus unserem Familienbetrieb dann versorgt worden.
00:03:43: Ja, das wäre ein Weg gewesen, den ich hätte einschlagen können.
00:03:49: um ein Praktikum im Betrieb gemacht.
00:03:53: Das war harte Arbeit, du stehst sehr früh auf, machst dann da die Wurst entsprechend.
00:03:58: Und ja, das war eine super Erfahrung für mich schlussendlich.
00:04:01: Aber der Computer hat mich dann doch mehr gereizt in den Dingen der Möglichkeiten, die ich schlussendlich damit machen können.
00:04:08: Was
00:04:08: war die letzte Wurst, die du gemacht hast?
00:04:10: Ja, da kann ich mich noch sehr, sehr gut daran erinnern.
00:04:12: Das war tatsächlich eine T-Wurst.
00:04:14: Ist jetzt nicht die populärste Wurst, die es da draußen gibt.
00:04:17: Aber ja, das war spannend, wie es dann in der Maschine da angerührt wird und so weiter.
00:04:23: Die wurde aber verkauft.
00:04:24: oder hast du selber vertägt?
00:04:24: Nee,
00:04:25: die wurde dann verkauft.
00:04:25: Das war ein Riesen-Bottig.
00:04:27: Das war dann sicherlich nicht fünfzighundert Kilo, die da drin waren.
00:04:31: Das kam dann dann entsprechend ins Kühlhaus.
00:04:35: Du probierst mal zwischendrin dann, wie es so ist, aber das macht erst Sinn am Ende, wenn dann die entsprechenden Gewürze und Chora da drin sind.
00:04:42: Also hat dir die Thebos quasi den Rest gegeben, zumindest für die Karriere als Metzger?
00:04:45: Ja, genau, genau.
00:04:46: Und ich war eigentlich aktiv.
00:04:48: Ich habe Judo vom Herzen gerne gemacht, habe da sehr früh gestartet.
00:04:53: Wir haben das auch auf einem Zeichnmal in meinem Freundeskreis und meinen Kumpel auf einem hohen Niveau gemacht.
00:04:57: Dieser Trainer war Europameister im Judo.
00:04:59: Das heißt, Verlieren gab es eigentlich nicht.
00:05:02: Und ja, das hat eigentlich einen sehr großen Teil von meiner Jugend eingenommen.
00:05:07: Also vielmal die Woche Training, am Wochenende Turniere.
00:05:10: Das hat dann auch gut funktioniert, Bremermeister, Norddeutscher Meister.
00:05:13: Bei den deutschen Meisterschaften, da habe ich immer, ja, wie nennt man das, dann einen abbekommen, weil das Level war noch mal viel, viel höher, muss man sagen, wenn du dann, sag ich mal, auf Deutschland weiter Competition unterwegs bist.
00:05:25: Aber im norddeutschen Raum, da konnte ich ganz gut klarkommen.
00:05:28: Aber das heißt super diszipliniert und auch immer schon du hast... viel trainiert und immer schon viel Gas gegeben
00:05:33: hat.
00:05:33: Ja, genau.
00:05:33: Also nicht zum Training zu gehen war eigentlich keine Option.
00:05:36: Das hat man sich als Kind nicht getraut.
00:05:38: Das haben sich aber meine Eltern auch nicht getraut.
00:05:40: Das heißt, da musstest du immer hin.
00:05:43: Das hat natürlich auch einfach sehr viel Spaß gemacht.
00:05:45: Am Ende haben wir aber gelernt, nur wenn du viel Leistung bringst und auch kontinuierlich trainierst, dann kannst du natürlich dann wirklich auch oben mithalten.
00:05:54: Und das hat mir, glaube ich, fürs Leben super viel mitgegeben, muss ich sagen.
00:05:58: Verlieren war da keine Option, mein Trainer.
00:06:00: hat gesagt, Jerome, du gehst auf die Mathe und du gewinnst.
00:06:02: Und das hat auch in der Regel dann immer geklappt.
00:06:05: Jerome, wie alt bist du?
00:06:07: Ich bin jetzt gerade frische viertzig geworden.
00:06:09: Sehr
00:06:09: gut.
00:06:09: Da ist mega, Alter.
00:06:10: Kann ich aus Erfahrung sagen, läuft schon seit vier Jahren wahnsinnig gut.
00:06:13: Ähm, wann hast du angefangen als Unternehmer quasi zu arbeiten?
00:06:16: oder die erste Formatsgründe?
00:06:17: Ja, genau.
00:06:18: Meine Judo-Zeit hat sich irgendwann dann dem Ende geneigt, das Knie war kaputt, dann hat sich der Verein dort aufgelöst, wo ich war.
00:06:26: Und ich hatte das Glück, dass meine Oma mir netterweise einen MedienPC geschenkt hat.
00:06:30: Da war ich, weiß ich nicht.
00:06:31: Von Aldi
00:06:31: damals?
00:06:32: Ja,
00:06:32: von Aldi.
00:06:33: Ich stand da mit ihr in der Schlange, riesenlange Schlange.
00:06:35: Das kenn ich.
00:06:36: Dann hatte ich das Ding.
00:06:36: Endlich, da war ich wahrscheinlich so, dreizehnt, vierzehnt, ich weiß nicht mehr genau.
00:06:40: Und seitdem habe ich mich dann immer mehr mit Computer... Software und so weiter auseinandergesetzt und habe dann schlussendlich mit fünfzehn meiner erste Webhosting-Firma aus dem Kinderzimmer heraus gegründet.
00:06:52: Da konnte man dann Domains, Anmieten, Web Space und solche Themen.
00:06:57: Das heißt, der Zahnast aus Bremen oder Stuttgart, der irgendwie gesagt hat, ich brauche eine Webseite und ich brauche E-Mail-Adresse und Co.
00:07:03: Der hat dann so ein Paket bei dir gekauft, für vierundzwanzigneunzehnzig pro Jahr oder pro Monat oder was auch immer.
00:07:08: Und das war die Dienstleistung, die ihr angeboten habt.
00:07:10: Ja, genau, der konnte die Domains dann kaufen und ich hatte da das Glück, ich hatte eine tolle Webseite, tolle Systeme, konnte es dann halbautomatisiert ausrollen.
00:07:18: Und ja, da ging es los.
00:07:19: Am Anfang war das dann, weil sie nicht ein Kunde am Tag oder pro Woche.
00:07:23: Und dann irgendwann hast du nur noch diese ganzen Mails gesehen.
00:07:26: Stunde dann bestellt wurde, tagsüber beispielsweise.
00:07:29: AdWords war damals noch nicht so kompetitiv.
00:07:32: Das heißt, wir konnten da einfacher für Webspace-Werben unserer Clicks einkaufen.
00:07:37: und ja, das hat sich dann von paar Hundert Kunden auf mehrere Tausend Kunden entwickelt.
00:07:43: Mit welcher Gesellschaftsform hast du das gemacht?
00:07:45: Das
00:07:45: war damals, das war kurz vor dem Moment, fünfzehn.
00:07:48: Ein richtiger Gesellschaft hatte man damals natürlich noch nicht.
00:07:51: Das war natürlich alles ein bisschen Wild-Wild-West.
00:07:53: Heute ist es so, dass man mit einer von den Eltern dann entsprechend das machen kann.
00:07:59: Das haben wir dann in Nachgang entsprechend nachgezogen, aber das gab es im Alter von fünfzehn nicht.
00:08:04: Da musste dir vorstellen, da hatte ich mein Zlacks-Konto von der Sparkasse und das war dann sozusagen parallel auch mein Firmenkonto.
00:08:11: Das ist
00:08:12: das Zlacks-Konto gesprengt irgendwann.
00:08:13: Sozusagen,
00:08:14: sozusagen, ja.
00:08:15: Irgendwann ist das hier das rote Lämpchen angegangen und dann hat die Sparkasse nachgebracht, warum ich so viele Zahlungsangänge habe und dann haben wir das Ganze professionellisiert.
00:08:24: mit haben deine
00:08:26: Kunden dich mal kennengelernt, weil du warst ja ein Kind.
00:08:29: Nee, die dachten wahrscheinlich, das ist irgendwie ein Erwachsener oder eine professionelle Firma.
00:08:34: Der Webauftritt sah immer gut aus.
00:08:35: Ich hatte das Glück, ich hatte immer gute Designer an der Hand, die auch damals schon tolle Websites gemacht haben, muss man sagen.
00:08:42: Und nee, die dachten, das ist ein erfahrener Unternehmen, weil er das wahrscheinlich schon zehn Jahre macht.
00:08:48: Es ging ja alles online Transaktionsbasiert, schlussendlich.
00:08:51: Das war ein Einzelunternehmen.
00:08:52: Stärkskonto heißt der privater Name-Standard.
00:08:54: Die haus an Jerome Evans überwiesen.
00:08:55: Da reden wir nicht von Lastschriften und so im ersten Schritt.
00:08:57: Die haben überwiesen.
00:08:58: Ja, tatsächlich schon.
00:08:59: Da stand dann Bouncer for You Internet Services und dann Strich, wahrscheinlich Jod.events oder irgendwie sowas.
00:09:06: Und die Überweisung kam nicht zurück, weil es damals auch noch kein Matching gab.
00:09:10: Aber ich glaube, die konnten dann schon Bouncer for You da eingeben.
00:09:13: Und später waren die Kunden ja auch Firmkonten bei der entsprechenden Sparkasse.
00:09:16: Die Firma
00:09:16: heißt Bouncer for
00:09:18: You.
00:09:18: Was
00:09:18: ist denn ein Bouncer?
00:09:19: Ja,
00:09:20: das ist eine sehr gute Frage.
00:09:21: Das wissen die Leute, die vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren ... tiefer dann im Internet schon unterwegs waren.
00:09:29: Das ist sowas wie ein digitaler Anrufbeantworter.
00:09:31: Damals gab es noch kein WhatsApp.
00:09:33: Das waren die Anfänge von ICQ, wobei es das glaube ich auch erst später gab.
00:09:38: Also Chaträume, oder?
00:09:40: Ja, da gab es sogenannte Chaträume, in denen man chatten konnte.
00:09:43: Und da hattest du dann einen Synonym, das kann dann beispielsweise, bei mir war das Jee, war mein Synonym und wenn du den Computer ausgemacht hast, bist du aus dem Chatraum rausgeflogen.
00:09:52: Und der Bouncer hat dafür gesorgt, dass du dann im Prinzip noch in dem Chatraum bleiben konntest und das habe ich als Dienstleistung verkauft.
00:09:59: Okay, das war quasi, also ich hätte Markus Seidel hinschreiben können und dann wäre ich als Markus Seidel unterwegs gewesen, hätte ich den Rechner verlassen, wäre Markus Seidel die Session weg gewesen, jemand anders hätte Markus Seidel nehmen können und nur um diesen Nickname zu behalten, man hat sich da also nicht registriert und eingelockt und einen festen Namen bekommen, hat man so ein Bouncer-Service.
00:10:16: Genutzt.
00:10:17: Ja, genau.
00:10:17: So war das.
00:10:18: Und wenn du offline warst, konnten dir die Leute dann noch schreiben.
00:10:21: Und wenn du am nächsten Tag dann wieder am Rechner geguckt hast oder vor einer Schule gekommen bist, waren da sehr viele junge Leute, die das genutzt haben, dann konnten die die Nachrichten lesen.
00:10:29: Und die sehr begehrten Nicknames, beispielsweise sehr kurz oder weiß ich nicht, wenn du nur Markus hättest haben wollen, das hätte natürlich dann niemand anders weggeschnappt.
00:10:39: Das war eines der größten Chat-Netzwerke in Europa, für das meine Firma damals spezialisiert war.
00:10:44: Und wir waren einer der größten Anbieter tatsächlich.
00:10:46: Also wir
00:10:46: reden dann von vielen tausend Kunden, relativ händischen Prozessen, glaube ich, aber trotzdem auf kleine Transaktionen auch.
00:10:53: Wie hoch war der durchschnittliche Warenkommen gewesen?
00:10:54: Ja, um vierzehn bis zwanzig Euro war ungefähr das Transaktionsverloben.
00:10:59: Dafür konntest du dir einen Bouncer mieten für ein oder zwei Jahre.
00:11:02: Aber wir hatten auch natürlich die Situation, du konntest auf einem Server mehrere tausend von diesen Bouncern dann hosten und die Leistungsfähige, die Server wurden, ist so größer wurde unserer Infrastruktur.
00:11:13: Also du hast auch immer eine sehr gesunde Marge gehabt, weil dich eigentlich das Hosten sehr wenig gekostet hat.
00:11:17: Ja, genau.
00:11:18: Ganz am Anfang haben wir angefangen, da habe ich virtuelles Server selber angemietet.
00:11:22: Dann bin ich irgendwann zu fügelsten Servern übergegangen.
00:11:25: Dann war es noch mal günstiger, weil du tiefer in der Wertschöpfungsklette...
00:11:29: Also das eigenes Server-Schränke stehen gehabt.
00:11:31: Genau.
00:11:31: Und dann hatten wir irgendwann eigene Server-Schränke oder ganze Server-Räume in Rechenzentren angemietet.
00:11:37: Also
00:11:37: ihr habt es wirklich skaliert und habt euch in dieses Server-Thema ganz krass reingefugst.
00:11:41: Ja, da haben wir es richtig gut reingefugst.
00:11:42: Ich hatte das Glück, dass ich sehr früh schon mit sehr talentierten Leuten oder Freunden damals noch unterwegs war, die in bestimmten Domänextremen gut waren.
00:11:53: Serra, Administration, Software, Entwicklung.
00:11:56: Die Kunden ist alle viel, viel besser als ich.
00:11:57: Ich habe dann das große Ganze zusammengehalten.
00:12:03: Werbung.
00:12:05: Kennst du das?
00:12:06: Du startest in den Arbeitstag, öffnest den Laptop und wirst von offenen Rechnungen, überfälligen Zahlungen und halbfertigen Angeboten begrüßt.
00:12:13: Statt Kaffee wartet also erst mal ein kleiner Finanzmarathon.
00:12:16: Mit Sage geht das deutlich einfacher.
00:12:19: Sage ist seit über vierzig Jahren Partner von mehr als zwei Millionen Unternehmen und hat jetzt ein smartes neues Teammitglied, Sage Co-Pilot, den KI-Assistenten in Sage Active.
00:12:29: Der Co-Pilot fasst seine wichtigsten Zahlen zusammen, erinnert an Fälligkeiten, weist auf offene Posten hin und erstellt sogar passende E-Mail-Entwürfe für Zahlungserinnerungen von freundlich neutralen Tonen bis zu bitte jetzt wirklich zahlen.
00:12:43: Du wählst nur noch den Stil aus und startest mit klaren Kopf in den Tag, so bleibt wieder mehr Zeit für Wachstum, Ideen und echten unternehmerischen Fortschritt.
00:12:51: Für alle Mittelstars Podcast-Hörer gibt es ein exklusives Angebot.
00:12:54: Fünfzig Prozent Rabatt auf die ersten zwölf Monate von Sage Active, inklusive dem Sage Co-Pilot.
00:13:00: Ideal, um digitale Buchhaltung und Kainterstützung direkt im eigenen Alltag zu testen.
00:13:05: Alle Infos findest du unter sage.com slash mittelstars, sage.com slash mittelstars oder in den Show-Notes in dieser Folge.
00:13:17: Werbung Ende.
00:13:18: Okay, das heißt also das ganze Web Hosting Thema hochskaliert auf zehn, fünfzehn, zwanzigtausend Kunden?
00:13:24: Ja, die Kundennzahl lag zwischen sieben und halb und zehntausend.
00:13:27: Okay,
00:13:27: schon.
00:13:27: Krass.
00:13:28: Relativ lange Customer Lifetime Value, ne?
00:13:30: Also sie sind eine ganze Weile geblieben.
00:13:31: Teilweise hatten wir Kunden, die dann auch mal zehn Jahre geblieben sind.
00:13:35: Bei dem Großteil der Kunden ist es so irgendwann, dass dieser Bouncer Trend geendet hat und die Leute da doch noch ICQ, WhatsApp oder was gab's da noch, MSN Manager, glaube ich, dann wurden Bouncer immer weniger attraktiv.
00:13:47: Natürlich, viel interessanter war das Ganze mit, zum Beispiel, ICQ zu machen, ohne diesen ganzen Aufwand, dass du noch was anbieten musst, weil ICQ oder WhatsApp ist ja gratis schlussendlich.
00:13:57: Wie hast
00:13:58: du das aufgefangen?
00:13:58: Was hast du denn gemacht quasi mit?
00:14:00: Ja, wir hatten ja sehr viele, sag ich mal, junge Kunden, eher Privatkunden.
00:14:05: Was natürlich auch ein Problem war, die Zahlungsmoral, gerade bei jungen Kunden, das war nicht immer schön.
00:14:10: Und deswegen habe ich sehr früh schon ... gestartet, mit der Idee, ein BtoB Datacenter-Provider oder Hosting-Anbieter zu starten.
00:14:22: Das war dann schlussendlich die für das Kolo GmbH.
00:14:25: Dazwischen hatten wir noch Provider, ich hatte einen Provider, der Game Services angeboten hat für Leute, die Kaunus zwei spielen wollten, aber alles immer sehr mit Fokus BtoC.
00:14:35: Und dann war es eben, dass ich mich in das Wagnis BtoB stürze.
00:14:43: Man wollte weg vom Endkunden schon hin zu professionellen großen Shops oder auch Institutionen, die sagen, wir brauchen Serverkapazität, und zwar auch in Form von eigenen Servern oder in Form von... bei euch gemietet ein Server an?
00:14:55: Ja, genau.
00:14:55: Weil bei BtoB, du hast natürlich viel weniger Kundenflugtuation und der Umsatz, den du pro BtoB Kunde machen kannst, der ist ja relativ groß.
00:15:05: Also als Beispiel, wenn wir vorher auf einem Serverschrank, ja, ich sage mal, drei, viertausend Euro Umsatz generieren konnten, dann waren wir auf einmal in der Lage im BtoB Bereich, wenn wir jetzt einem E-Commerce Kunden dort Infrastruktur angeboten haben, vielleicht noch Security Services mitverkauft haben, da konnten wir pro Server REC dann auf einmal auch zwanzig oder dreißigtausend Euro Umsatz generieren, also signifikant mehr Umsatzpotenzial auf ähnlicher Fläche.
00:15:30: Pro
00:15:30: Monat oder pro Jahr diese Zahlen?
00:15:31: Pro
00:15:32: Monat, pro Monat.
00:15:32: Okay,
00:15:33: auf einem Server-Rack, also auf einem Schrank?
00:15:35: Ja, genau, also wir hatten zum Beispiel die Firma.
00:15:39: Ich weiß gar nicht, ob sie heute noch gibt.
00:15:41: Das war ein Discount E-Commerce Shop, Dress for Less.
00:15:46: Ja, die kennt man auf jeden Fall.
00:15:47: Ja, das war einer meiner ersten großen Kunden wirklich.
00:15:50: Da habe ich geschwitzt, den zu kriegen.
00:15:53: Hatte damals schon sehr, sehr guten Mitarbeiter im Vertrieb, der mit mir die Akquise gemacht hat.
00:15:58: Und die waren bei einem US-Data-Center-Unternehmen, waren da sehr unzufrieden.
00:16:02: Dann hatten wir den Vorteil, wir waren superfiffig in der Technik.
00:16:07: Also was das Aufsetzen von... Redundanten-Infrastrukturen anging, dann waren wir schon sehr versiert im Schutz von unseren Infrastrukturen, zum Schutz vor DDoS-Attacken, also über Flutungsangriffe auf die Infrastruktur.
00:16:22: Also DDoS-Attacken ist quasi, wenn ganz, ganz viele Zugriffe gleichzeitig auf eine Webseite erfolgen, der Server dann überfordert ist mit den Zugriffen, die sie ja auch immer, denn bilden sich erschleifen, die Anvorzeit dauert länger, dann kommt immer mehr Zugriffe on top.
00:16:34: Das heißt, die Seite ist nicht mehr erreichbar, die ist
00:16:35: abgeschlossen.
00:16:36: Genau, die Seite ist nicht mehr erreichbar und gerade die Ecomas Shops hatten dann natürlich sehr hohe Opportunitätskosten, Seite offline, keinen Umsatz.
00:16:43: Und da haben wir ein sehr gutes Service Offering geschnürt aus, sag ich mal, einem Managed Service, der die Kundeninfrastruktur betreut hat, inklusive einer Data Protection.
00:16:53: Und da bist du dann relativ schnell in höhere fünfstellige Monatsbeträge gekommen, um den Kunden diesen Service anzubieten.
00:17:01: Das war für uns wirklich ein sehr wichtiger Punkt in der Firma, weil auf einmal haben wir mit einem Rack so viel Umsatz gemacht, wie sonst mit sieben, acht anderen Schränken.
00:17:11: Dann konnten wir mehr Mitarbeiter einstellen, mehr Geld für AdWords beispielsweise ausgeben und konnten unseren Wachstumsturbo dann anschmeißen.
00:17:20: Sie haben wirklich auch Google damals genutzt.
00:17:22: Google AdWords ist ja quasi, wenn man Google irgendwas sucht, dann kommt eine Anzeige, die ist meistens bezahlt, wenn gesponsert, vorsteht.
00:17:27: Damals waren die Preise für diese Anzeigen wahnsinnig gering im Gegensatz zu heute.
00:17:31: Na ja, wahrscheinlich damals unter einen Euro bezahlt pro Klick, was heute gerne zehn, fünfzehn Euro pro Klick kostet.
00:17:36: Das habt ihr auch Vollgas ausgereizt.
00:17:37: Ja,
00:17:37: das haben wir Vollgas ausgereizt.
00:17:39: Und damals war es so beispielsweise, wenn du für das Keyword Rechenzentrum Frankfurt geboten hast, dann war es wirklich noch günstig.
00:17:45: Es gab noch nicht so viele Wertbewerber.
00:17:47: Wenn du das heute machst, bist du mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem zweistelligen Euro-Click-Preis.
00:17:53: Und das ist natürlich dann schwierig zu refinanzieren bei einem Produkt, was ja auch speziell und erklärungsbedürftig ist.
00:17:59: Nicht jeder kann jetzt zu einem Data Center Anbieter kommen.
00:18:01: Das ist natürlich noch mal spezieller als wenn du der Konsument von Cloud Services bist.
00:18:06: als Beispiel.
00:18:08: Wieso Frankfurt?
00:18:09: Du warst ja noch in Bremen.
00:18:10: Und du sagst gar nicht Rechenzentrum Frankfurt.
00:18:12: Ihr hattet damals Wartmiete eines Rechenzentrums in Bremen Fragezeichen.
00:18:16: Also ihr habt euch da noch eingeführt
00:18:17: oder?
00:18:17: Wir haben tatsächlich ab Einz, Zwei, schon immer unsere Server in Frankfurt gehabt.
00:18:23: Angemietet.
00:18:24: Genau, angemietet, weil dort der größte Datenaustauschpunkt der Welt, der Welt, das heißt, es gibt keine andere Stadt auf der Welt, die eine höhere Datendichte als Frankfurt hat.
00:18:37: Warum?
00:18:39: historisch bedingt dadurch, dass es ja das Finanzzentrum in Deutschland oder Europa war, hat wir da sehr viel Glasfasern im Boden, sehr viel Konnektivität.
00:18:49: Und je mehr Carrier du an einem Ort hast, desto mehr Kunden wollen sich dort mit den Carriern verbinden.
00:18:54: Dann gibt es Gravitationseffekte, die dafür sorgen, dass immer mehr Player in diesem, sag ich mal, Netzwerk angebunden sind und untereinander dann Daten austauschen können.
00:19:06: Also auf Grundlage des Finanz?
00:19:08: des starken Finanzstandortes Frankfurt am Main, ist irgendwann die Infrastruktur für die Banken auch, die hohe Datenabnehmer und Datenvolumen erzeugen auch, entstanden.
00:19:18: Und da haben sich denn alle quasi angesiedelt, weil von diesem Knotenpunkt aus, kommst du wahnsinnig schnell überall in die Welt.
00:19:24: Ja,
00:19:24: genau, genau.
00:19:25: Und je näher du an Frankfurt dran bist mit deinen Servern, desto geringer ist im Prinzip die Latentszeitreaktionsgeschwindigkeit.
00:19:33: zum User, wenn du jetzt mit ChatGPT, ja.
00:19:37: Prompt eingebst und der entsprechende Antwort Server ist indirekter Nähe.
00:19:42: Kriegst natürlich schneller Response.
00:19:43: dann von den Models oder.
00:19:45: damals war es wichtig, das haben wir gemacht, weil wir auch zwei Game Server Anbieter im Besitz hatten.
00:19:53: Dort haben wir im Prinzip dann Infrastruktur für Counter Strike bereitgestellt und da war der, da war die Latentszeit immer sehr, sehr wichtig, dass du jetzt bei Counter Strike immer gesehen hast, okay, wo steht derjenige, den ich abschießen will?
00:20:03: und wenn das eine Millisekunde später ist, dann hättest du Nachteil gehabt.
00:20:07: Deswegen war die Latence damals super, super kritisch.
00:20:11: Heute gibt es andere Anwendungen, weiß ich nicht, Robotik, Autonomis fahren, wo Latence auch extrem wichtig ist.
00:20:17: Damals waren es eben eher dann beispielsweise... Gaming-Themen, es können aber auch Sachen sein, wenn du im Börsemarktplatz in Frankfurt betreibst, brauchst du natürlich sehr, sehr geringe Reaktionszeiten.
00:20:29: Order-Routing.
00:20:29: Und dann Order-Routing, um dann Transaktionen zu roten und auszuführen.
00:20:34: Das
00:20:34: heißt Latence ist sozusagen die Anfortzeit der Ping?
00:20:37: Ja, genau, genau.
00:20:39: Wenn einer von uns zu Hause ein Internet prüft, dann gucken wir meistens so auf Zahlen wie Upload und Download, aber Latence ist eigentlich die drittwichtigste oder
00:20:45: auch eine sehr wichtige Zahl.
00:20:46: Upload-Download ist im Prinzip die Bandbreite, die du in Summe zur.
00:20:50: aber die Latenz also ist auch wichtig, weil wenn du jetzt hier mit dem Server kommunizierst, den in der USA ist, dann kannst du erstmal, dann hast du richtig so ein Wartemoment, bis der Server dann antwortet, deswegen befinden sich in der Regel die Server immer in der Nähe des entsprechenden Users.
00:21:06: Okay,
00:21:07: so jetzt habt ihr immer fleißig Server angemietet, die Server waren also Anlagevermögen, wird immer relativ hoch gewesen sein in deiner Firma.
00:21:13: und dann habt ihr glaube ich den nächsten Schritt gegangen und habt gesagt, so wir machen wir ein eigenes Rechenzentrum in Frankfurt am Main.
00:21:20: Genau.
00:21:21: Wir waren unzufrieden bei den Providern, die wir dort in Frankfurt vorgefunden haben.
00:21:26: Die waren extrem teuer.
00:21:27: Zuverlässigkeit war nicht gut.
00:21:29: Die Räume waren teilweise schon älter.
00:21:31: Die Klimaanlagen waren nicht gut.
00:21:32: Wir hatten da Probleme mit der Hitze, Stromverfügbarkeit, etc.
00:21:36: Und haben uns dann gedacht, okay, wir haben jetzt zwanzig, dreißig Serverschränke.
00:21:40: Es ging dann...
00:21:42: Wir
00:21:48: haben auch dann Server Schränke gehabt, die beispielsweise nur dreitausend Euro Umsatz gemacht haben.
00:21:54: wo wir die ganze Schränke vermietet haben oder je nach Use Case.
00:21:58: Also die Spanne ist breit.
00:21:59: Ich glaube, du kannst von dreitausend bis fünfzigtausend Euro Umsatz.
00:22:03: Das ist ungefähr so die Spannbreite, die du pro Server-Shrank realistisch generieren kannst.
00:22:08: Aber
00:22:08: ihr war schon bei einem sechstelligen Umsatz im Monat.
00:22:10: Ja, genau, genau, genau.
00:22:12: Da waren wir schon bei einem sechstelligen Umsatz im Monat.
00:22:14: Und dann haben wir uns die Frage gestellt, wollen wir immer weiter mieten mit den entsprechenden Nachteilen, die es hat, als Mieter in einem rechen Zentrum zu sein?
00:22:22: Oder macht es nicht mehr Sinn, unser eigenes Data Center aufzubauen.
00:22:27: Und dann haben wir uns auf die Suche begeben nach Räumlichkeiten.
00:22:29: Du konntest damals natürlich auch auf grüner Wiese bauen, aber Greenfield-Projekte in der Größenordnung wären ja viel zu teuer gewesen.
00:22:35: Das hätten wir nicht zahlen können, dafür hat uns das Kapital gefehlt.
00:22:38: Deswegen haben wir beispielsweise nach Produktionsstandorten gesucht, Lagerhallen, Industriestandorten, die sich eignen, um dort ein Data Center zu betreiben.
00:22:47: Und dann sind wir nach langer Suche, das glaube ich ein Jahr gedauert, auf einen Standort aufmerksam geworden, der nur fünfhundert Meter von dem Klotenpunkt entfernt war.
00:22:56: Wo ist denn Frankfurt am Ende?
00:22:59: Der ist auf der Hanauer Landstraße dort.
00:23:01: Die
00:23:01: kennt man durchaus.
00:23:01: Genau, lange Straße, viele Autohäuser.
00:23:04: Und dort wurde ein Bürogebäude neu gebaut, ich glaube, drei, vier Jahre vorher.
00:23:09: Da waren noch Flächen, die wir im Prinzip im Rohbau übernehmen konnten.
00:23:13: Und dann haben wir es angeschaut, okay, Traglass stimmt, Strom ist da, der Klotempunkt ist fünfhundert Meter entfernt.
00:23:20: Das ist eigentlich ideale Voraussetzung, um dort einen Data Center zu betreiben.
00:23:24: Dann habe ich ja ein Businessplan damals geschrieben.
00:23:27: Das hat sich so gelesen, als wenn das ein sehr einfaches Unterfangen wäre.
00:23:31: Ich habe das damals an meine Bremer Sparkasse geschickt und habe dann dort gepitched und habe gesagt, ja, gibt uns bitte Initial zwei Millionen für die erste Ausbaustufe.
00:23:41: Werden Glück.
00:23:43: der Sparkas sehr positiv aufgenommen wurde, die gedacht haben, okay, die sind ja schon länger bei uns Kunde, klingt nach einem guten Projekt, das würden wir gerne unterstützen.
00:23:51: Sie
00:23:52: haben euch die zwei Millionen zugesagt?
00:23:54: Ja, die haben uns die zwei Millionen zugesagt.
00:23:57: Persönliche Bürgschaft, die war Voraussetzung.
00:24:00: Mit damals war ich vierundzwanzig, schwimmundzwanzig.
00:24:03: Da macht man sich noch nicht noch so viel Gedanken, was passiert in einem Szenario, wo man den Kredit nicht zurückzahlen kann.
00:24:12: Private Insolvenz und Co.
00:24:13: ist eine andere Bedrohung, in dem Alter, als wenn du jetzt weise nicht fettst, bist, Familienvater etc.
00:24:19: Und dieses Thema, das man scheitert.
00:24:22: bei einem Unterfangen.
00:24:24: Das habe ich eigentlich bis dato noch gar nicht so kennengelernt in meinem Leben.
00:24:28: Deswegen war das Risiko eigentlich ausgeblendet an der Sache.
00:24:33: Also hast du es unterschrieben?
00:24:34: Ich habe den Vertrag dann unterschrieben.
00:24:36: Wir waren damals drei Gesellschafter in der Firma.
00:24:39: Die Firma hat sozusagen uns drei paradetisch gehört und einer meiner Geschäftspartner hat dann aber den Ausstieg gesucht, weil ihm der Druck zu groß wurde.
00:24:49: Das
00:24:49: bedeutet... War der Alter?
00:24:50: Ja, eigentlich waren wir alle eine ähnliche Alter.
00:24:54: Eine andere Risikoaffinität.
00:24:55: Eine andere Risikoaffinität, der dachte dann darüber nach, was passiert, wenn wir den Kredit nicht zurückzahlen können, was passiert, wenn wir keine Kunden finden, will ich sozusagen dann in einer Privatinsolvenz enden.
00:25:06: und das hat dem wirklich schlaflose Nächte bereitet.
00:25:08: und dann ist er auf uns zugekommen und hat gesagt, ich will an der Stelle nicht weitermachen.
00:25:14: Wahnsinn und ihr beide, du und dein Geschäftspartner damals, ihr habt beide unterschrieben privat.
00:25:18: Genau,
00:25:18: wir haben dann beide unterschrieben, haben seine Anteile abgekauft sozusagen im Zuge der Möglichkeiten, die wir hatten, etwas Ratenzahlung.
00:25:26: Weil damals war es ja immer so, wir haben das Geld, das wir verdient haben, immer reinvestiert.
00:25:30: Da war jetzt nicht viel Geld beiseite.
00:25:34: Also...
00:25:35: Eigentlich schon, weil wir reden ja von einem margenstarken Geschäft, ihr habt gutes Geld verdient, aber ihr habt das in Wachstum reingesteckt.
00:25:40: Genau,
00:25:40: weil die Firma, es ist ja wie im Schneeweil gewesen, wir haben immer mehr Kunden bekommen, mussten immer mehr Server kaufen, Server kosten viel Geld und die müssen sich natürlich erstmal amortisieren, aber wenn du deine Wachstumsrate beschleunigst, brauchst du eigentlich mehr Kapital, die größer die Firma wird.
00:25:55: Wie lange dauert das ungefähr, bis ich in Server amortisiert, damals?
00:25:57: Ja, damals, da haben wir das konservativ gerechnet.
00:26:01: Das waren zwölf bis achtzehn Monate, würde ich sagen, am Mordisationszeit und wir konnten die Server teilweise vier, fünf Jahre vermieten.
00:26:07: Also das war wirklich ein tolles Geschäftsmodell.
00:26:09: oder ist es immer noch heutzutage, muss man sagen.
00:26:11: Okay,
00:26:12: so, dann haben die euch bei den jungen Anfang zwanzigjährigen quasi zwei Millionen Euro geben, sicherlich mit privater Bürgschaft.
00:26:18: Ja.
00:26:18: Und dann habt ihr da irgendwie tausend, zweitausend, dreitausend Quadratmeter angemietet in Frankfurt am Main und habt dann Rechenzentrum gebaut.
00:26:24: Ohne jegliche Kompetenz dafür.
00:26:25: Genau, also der Partner von mir, der hat, glaube ich, eine Ausbildung im Bereich Fern.
00:26:31: Technik gemacht damals.
00:26:32: Das ist
00:26:32: ein guter Anfall.
00:26:33: Das
00:26:33: heißt, er hatte dann schon mal etwas Technisches in der Hau in der Stille und bei mir war es so, ich habe temporär BWL in Bremen studiert, aber war dann natürlich eher auf die kommerziellen Themen fokussiert.
00:26:46: Das Programmieren habe ich relativ früh aufgegeben, weil mit sechzehn, siebzehn waren die Leute, die für mich gearbeitet haben, konnten es schon viel, viel besser als ich und da hätte ich jetzt keinen Preis mehr mit gewonnen.
00:26:56: Ja, was wir gemacht haben, wir haben uns dann natürlich professionelle Dienstleister gesucht, die uns geholfen haben.
00:27:00: für die einzelnen Gewerke, d.h.
00:27:02: eine Fachfirma, die dann die Klimatisierung simuliert und geplant hat, dann Elektrofachbetriebe, die dann beispielsweise gesagt haben, okay, die Stromversorgung muss so und so dimensioniert sein, das müsst ihr kaufen, wir machen euch das Konzept.
00:27:16: Und so haben wir die verschiedenen Gewerke-Dienstleister zusammengebracht, koordiniert, und das Data sind da dann recht schnell, ich glaube, es waren weniger als sechs Monate, ging es dann in Betrieb.
00:27:26: Das ist heute, das ist ein Bürohaus in Frankfurt.
00:27:29: Innerhalb dieses Bürohauses habt ihr ein oder zwei Etagen.
00:27:31: Das heißt für den Priepfonds im Data Center, du brauchst eine Deckentraglast, weil Surfer relativ schwer sind.
00:27:35: Zuluft, Abluft, also Kühlung ist ein riesengroßes Thema, glaube ich.
00:27:38: Strom ist ein richtig dickes Brett, ne?
00:27:41: Hast du sonst noch Themen?
00:27:42: Nee, das ist eigentlich die relevanten Themen.
00:27:44: Brandlasten?
00:27:45: Statik muss stimmen.
00:27:47: Brandschutzkonzepte brauchst du natürlich, Notausgänge für die entsprechenden Flächen.
00:27:52: Und wichtig ist natürlich zwischen den einzelnen Serverräumen hast du Brandschutzwände, die dann beispielsweise in neunzig Minuten einem Brand aushalten, bevor sie überschlagen auf dann den nächsten entsprechenden Brandabschnitt.
00:28:05: Teure Brandschutzwände.
00:28:06: Aber das wichtige, schlussendlich, ist eigentlich Strom und vor allem die Kühlung.
00:28:11: Die Konnektivität, also der Anschluss des Rechenzentrums ist wichtig, aber dadurch, dass wir nur fünfhundert Meter von dem größten Plotpunkt der Welt entfernt waren, D-Kicks heißt er, war das sozusagen noch das Einfachste zu realisieren.
00:28:23: D-Kicks.
00:28:23: D-Kicks, genau.
00:28:25: Okay, wie hast du geschrieben?
00:28:26: D.E.
00:28:27: Stich C.I.X.
00:28:28: D.E.
00:28:28: Stil für Deutschland und C.E.X.
00:28:30: dann im Prinzip für Connection Point.
00:28:33: Ihr seid dann wahrscheinlich ein mittelgroßes Rechenzentrum mit dieser ersten Geschichte, die ihr gemacht habt.
00:28:38: Wie groß ist das Glasfaserkabel, was dafür benötigt wird?
00:28:41: Also ist es so dick wie mein Unterarm?
00:28:43: Nein, das hat nur ein paar Millimeter Durchmesser.
00:28:46: Also du kannst in einer Glasfaser rein theoretisch eine enorm große Zahl von Daten dann entsprechend in Lichtgeschwindigkeit transportieren.
00:28:55: Das Rechen-Sendung wird dann natürlich von mehreren, sozusagen Glasfaserkabeln, Redundanten angebunden, verschiedene Himmelsrichtungen
00:29:02: etc.,
00:29:03: weil das Wichtigste für unsere Kunden ist immer hundert Prozent Verfügbarkeit gewesen.
00:29:07: und da drin waren wir eben von Anfang an sehr gut, dass wenn ein Kunde dort war, der im Prinzip immer verfügbar war, damit seine entsprechende Applikation funktioniert hat.
00:29:17: Wie lange habt ihr gebraucht, das Rechenzentrum zu bauen und den Betrieb zu nehmen?
00:29:21: Wir haben sehr gut geplant, also auch an der Stelle Props und meinen Geschäftspartner, der sich da sehr bemüht hat, aber auch die frühen Mitarbeiter, die wir hatten, die waren wirklich engagiert.
00:29:31: Und damals gab es natürlich nicht so viel Work Alive Balance, gab es dann nicht.
00:29:35: Wir haben da im Rechenzentrum, die ersten sechs Monate hatten wir da so eine Schlafkammer, wo wir dann entsprechend drin geschlafen haben.
00:29:43: Ich mit meinem Geschäftspartner, später hatten wir dann Dienstwohnungen und Kurven.
00:29:46: in das Geld zusammenbehalten und wir haben da Tag und Nacht gearbeitet.
00:29:50: Und das war auch damals bei den Mitarbeitern, ihr seid bock drauf, alle waren total motiviert und der eigentliche Bau von dem Rechenzentrum, das haben wir in sechs Monaten durchgerockt muss man sagen.
00:30:00: Das ging dann sehr, sehr schnell.
00:30:03: Ja, ich glaube der Bauantrag damals hat schlussendlich länger gedauert als die entsprechende Bauphase, die wir dann hatten.
00:30:10: Dann habt ihr von dem Rechenzentrum, wo ihr für Mieter wart, das Anlagevermögen vorm eurer Server sicherlich rausgeholt?
00:30:16: eigenes Rechenzentrum reingestellt und habe dann wieder angefangen zu investieren.
00:30:20: Das Game war immer dasselbe.
00:30:21: Genau.
00:30:21: Und am Anfang, du musst dir so vorstellen, das ist dann im Prinzip eine Halle, wo Server Schränke drin stehen und da standen am Anfang dann dreißig Schränke drin.
00:30:29: Und jeder Schrank, dann haben wir die ersten zwanzig rüber gezogen, dann haben wir weiter Schränke verkauft und dann sind die Reihen immer größer und länger geworden.
00:30:35: Und jeden Tag wurden im Prinzip neue Server Systeme dann dort eingebaut.
00:30:40: Dann hatten wir wirklich eine tolle Wachstumsfirma, haben da zahlreiche, dann so fast growth.
00:30:46: Companies von Deloitte und Awards geworden und so weiter.
00:30:49: Das hat dann echt Spaß gemacht und dann hatten wir aber das Problem, dass wir irgendwann an dem Standort relativ voll waren und haben dann einen Wettbewerber, der eigentlich zu ähnlicher Zeit begonnen hat, den konnten wir übernehmen.
00:31:00: Das war im Prinzip eine Fusion, weil beide Firmen gleich groß waren.
00:31:03: Dadurch konnten wir uns dann mehr Kapazität entsprechend sichern, weil die Firma den Vorteil hatte, die hatten noch, sag ich mal, Hallencapacity frei und dann konnten wir unsere bestehenden Kunden auch in das zweite Rechenzentrum bringen, haben dann parallel noch weiter Gas gegeben im Marketing und Co.
00:31:22: So, dass wir das Wachstum eigentlich immer weiter schreiben konnten an der Stelle.
00:31:25: Wie
00:31:25: groß seid ihr insgesamt geworden?
00:31:27: Also welchen Umsatzbereich bewegen wir uns bei?
00:31:29: so was?
00:31:29: Ja, also ich glaube zu der Zeit, es war ja so, zwei tausendsechzehn, wo wir fusioniert sind, da waren wir wahrscheinlich in Summe bei, ich würde sagen, ja.
00:31:44: Acht Millionen Euro Umsatz und Mitarbeiterzahlen waren vielleicht für beide Firmen dann, äh, dreißigvierzig Leute.
00:31:51: Es waren zwei sehr kleine Firmen, die wir da emigriert haben, schlussendlich.
00:31:54: Und acht Millionen Umsatz, in dem Bereich, ich kenne auch so, Webhosting, Server, Web-Server, da hast du eigentlich eine relativ gute Rendite, also du kannst oder Gewinnmarge, du kannst dort schon dreißig bis fünfzig Prozent Marge erzielen.
00:32:07: Ja, genau.
00:32:08: Du hast ja, äh, du kaufst die Serversysteme ein, aktivierst sie dann in deinem Anlagevermögen und ähm, der entsprechende Umsatz, den du reinkriegst, ist dann erstmal EBITDA, was du zeigst.
00:32:19: Das heißt, die meisten Datacenter oder Hoster, die man draußen so sieht, haben irgendwo EBITDA-Margen im Bereich von dreißig bis fünfzig Prozent.
00:32:28: Und ich glaube, ihr wart damals, ihr hattet euch einer großen Gruppe angeschlossen, eine Agenturgruppe oder sowas, oder?
00:32:32: Und die war?
00:32:33: Ja, genau.
00:32:35: Ich hatte damals die Option... Gründungsmitglied einer Agenturgruppe zu werden.
00:32:41: Das war die DIY-Gruppe.
00:32:43: Das ist im Prinzip im Zusammenschluss aus sechs Digitaldienstleistern gewesen, die alle etwas kleiner waren.
00:32:49: In Summe waren wir dann sechs Firmen mit knapp hundertachzig Zaubern am Mitarbeitern, würde ich schätzen.
00:32:55: Und da konnte ich sozusagen eine der Co-Grunder der Gruppe sein, dann das erste Mal auch gebacken mit Private Equity.
00:33:03: Das
00:33:03: heißt, ihr seid dann quasi in dieser Konstellation gewachsen?
00:33:06: sehr relevant großes Unternehmen auch.
00:33:09: Ich kann mich erinnern, Diva hat aber eigentlich eher für mich in meiner Erinnerung so ein etwas digitaleren Anklang.
00:33:13: Also ich glaube, etwas mehr dem Kunden zugewandt, so e-commerce,
00:33:16: rastisch
00:33:17: und codewahrt ihr wahrscheinlich denn so schon irgendwie technischer Dienstleister.
00:33:21: Mit einer Performance-Agentur hätten wir euch ein bisschen anders mitnehmen können auf die Reise, wahrscheinlich
00:33:25: auch.
00:33:25: Ja, genau.
00:33:25: Die Dienstleiste, es gab beispielsweise Software-Entwickler oder viele der Tochterfirmen haben dann beispielsweise SAP-Implementierung gemacht.
00:33:33: Also dieses typische Time- und Materialgeschäft, wo man dann beispielsweise Abministratoren oder Entwickler an die Kunden vermietet und dann auf Montages Basis abrechnet.
00:33:43: Und was wir eigentlich machen wollten, war ein End-to-End-Ansatz, dass wir vorne den Kunden gewinnen, Strategieberatung machen, dem Kunden sagen, die die IT-Infrastruktur brauchst du, dass wir dann aber auch die Entwicklung machen und die Implementierung der Infrastruktur.
00:33:57: Performance Marketing hatten wir auch ein, zwei Zugkäufe getätigt in dem Bereich, was das Thema SEA anging, was das Thema SEO anging.
00:34:05: Und hinten, der letzte Schritt, war dann sozusagen der Betrieb in den hauseigenen Rechenzentren, die wir hatten.
00:34:12: Okay, das war quasi okay, auch als Lernkurve okay, aber so richtig rein habt ihr dann...
00:34:19: Ich wollte fürs Kolo immer als separator Brand behalten, damit wir nicht irgendwie das kleine Anhängsel sind von der Digitalagentur, die so ein bisschen Daters und der Geschäft nebenbei machen.
00:34:28: Wir hatten ja immer ein sehr gutes Standing bei unseren Kunden aufgrund der guten Produktqualität und der hohen Verfügbarkeit, die wir immer hatten über die Jahre.
00:34:37: Deswegen wollte ich fürs Kolo als Brand so belassen.
00:34:39: Es war dann eine Tochterfirma dieser größeren Digitalagenturgruppe.
00:34:44: Das Geschäft lief super, wir sind da gewachsen auf fast tausend.
00:34:47: Mitarbeiter, aber es gab wenig Synergieeffekte zwischen den Firmen.
00:34:52: Wenn du auf den Umsatz guckst, den du fürs Kolo gemacht hast in der damaligen Zeit, dann waren das eigentlich Kunden, die zu ninety-fünf Prozent aus dem fürs Kolo Kosmos kamen und wenig Kunden aus der Gruppe.
00:35:03: Wir hatten zwar in der Gruppe auch sehr namhafte Kunden.
00:35:07: Also, ich glaube, ein Drittel des DAX war schlussendlich Kunde bei uns am Ende, aber die hatten dann entweder eigene Rechenzentren, weil sie so groß waren oder waren dann beispielsweise direkt mit Microsoft unterwegs, weil sie global ihre Infrastruktur ausgerollt haben.
00:35:20: Okay, aber das heißt denn, ihr wart von den Mitarbeitern ja kein ganz so großer Teil der Gruppe?
00:35:25: Tausend Mitarbeiter, ihr wart so dreißigvierzig vielleicht?
00:35:26: Ja, genau, genau.
00:35:28: Wir warten aber wahrscheinlich vom Deckungsbeitrag oder vom Ergebnis schon.
00:35:30: Ein anständiger Teil der Gruppe kann ich mir vorstellen.
00:35:32: Ja, weil wir dann natürlich im Laufe der Zeit immer weiter gewachsen sind und unsere Fixkosten sind mehr oder weniger, die haben sich nicht so großartig bewegt.
00:35:40: Die Mietkosten waren ähnlich an den Standorten.
00:35:44: Die entsprechenden Flächen hatten wir schon, aber was wir... Die Server
00:35:46: haben sich immer mehr abbezahlt jeden Monat.
00:35:48: Die Server haben sich mehr abbezahlt.
00:35:49: Der Freikäschloh wurde größer.
00:35:50: Es gibt Kunden, die tauschen ihre Server-Systeme alle drei Jahre konstant aus.
00:35:55: Es gibt aber auch Kunden, die nutzen das... gleiches Server-System für zehn Jahre beispielsweise und da hast du natürlich dann ab Jahr drei einen tollen Rohertrag entsprechend auf die Einnahmen.
00:36:06: Aber ja, es war eine sehr profitable Firma, weil wir auch nicht in Mitarbeiter Zahl so stark skalieren mussten.
00:36:14: Wir konnten dann ein kompaktes Team haben, was immer mehr Kunden bedient hat.
00:36:18: Und im Prinzip, wenn du auf den Umsatz pro Quadratmeter guckst, konnten wir immer mehr Umsatz auf der gleichen Fläche machen.
00:36:25: Und das heißen solche Modellen ist ja relativ typisch, dass du ... Sowohl eine Dachgesellschaft beteiligt, als du noch Anteile an deinem eigenen Unternehmen hast.
00:36:35: Du hast gemerkt, ich komme nicht weiter, ich will aber weiter.
00:36:37: Und ich will mal richtig große, geile Sachen machen mit Datacentern.
00:36:40: Das heißt, irgendwann ergab sich dann so ein Prozess, da wieder rauszukommen aus der Gruppe.
00:36:45: Den habt ihr auch angestoßen.
00:36:46: Nun muss man fairerweise sagen, ihr wart ja hoch profitabel.
00:36:49: Und ich weiß es nur von Freunden, die bei Ionos arbeiten und auch bei Strato.
00:36:54: Das ist ja die Bewertung für solche Unternehmen, also ihr seid ja echt der heiße Scheiß aktuell.
00:36:58: Also alles, was im Bereich Rechenzentrum, Datacenter, AI, ist ja wahnsinnig teuer.
00:37:02: Wir reden also auch schon eher so von Maltepilz, fünfzehn, zwanzigfach.
00:37:06: Das haben wir gerade gesagt, was bleibt da ungefähr stehen?
00:37:09: Also zurückkaufen vieler erst mal aus für dich.
00:37:12: Ja, zurück auf viel aus, aber was ich gar nicht mag, sind Opportunitätskosten.
00:37:17: Und da in dem damaligen Setup war es so, dadurch, dass wir jetzt keinen Hauptinvestor hatten, der jetzt extrem Infrastruktur erfahren war.
00:37:26: Wir sind ein guter Fund, die haben uns sehr geholfen in den Themen, aber wir hätten schlussendlich viel schneller wachsen können, wenn wir mehr Zugriff auf mehr Kapital gehabt hätten.
00:37:36: Weil wenn ein Kunde bei dir antlopft, dann möchtest du den natürlich entsprechend bedienen und nicht sagen, ich habe jetzt keine Kapazität, ich kann das nicht machen und deswegen ist da nicht der Gedanke gereift, okay, es macht mehr Sinn fürs Kolo wieder auf komplett eigene Füße zu stellen.
00:37:50: Der Gedanke ist zweieinundzwanzig gereift und zweizweinzwanzig haben uns dann entschieden im Prinzip fürs Kolo aus der Gruppe rauszulösen, kompetitiven Prozess zu machen und uns einen Partner zu suchen, der dann auch die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung hat um eben dann schneller im datacenter bereich zu wachsen.
00:38:11: und ja es gucken sehr viele firmen auf also sehr viele investoren auf die datacenter branche.
00:38:17: das war.
00:38:21: Die Bewertung der Firma ist natürlich von Jahr zu Jahr immer gestiegen.
00:38:24: Mir war das dann zeitweise gar nicht so bewusst am Anfang, aber wenn du dich dann mehr mit Multiples auseinandersetzt und Co.
00:38:30: und fürs Kolo war dann schon ein substantieller Teil der Gesamtgruppe, obwohl wir nur fünf Prozent der Belegschaft ausgemacht haben.
00:38:38: Das heißt, ihr habt einen strukturierten Prozess angestoßen.
00:38:40: Also ihr habt euch wirklich eine M&A-Beratung gesucht.
00:38:43: Die ist dann rausgegangen mit eurer Firma und hat gesagt, hier gibt es eine Option.
00:38:47: Also wenn es jetzt ganz schlecht rechnet mit den Zahlen, die wir genannt haben, reden wir bei der Firmbewertung trotzdem von einem niedrigen, dreistelligen Millionenbetrag, der zusammenkommen kann.
00:38:56: Genau, die Schallmauer haben wir dann durchbrochen.
00:39:01: Im Zuge sozusagen.
00:39:04: Im Zuge des Prozesses.
00:39:05: Genau, da hatten wir die Investmentbank.
00:39:07: Das war natürlich wahnsinnig viel Arbeit.
00:39:08: Du verlierst da wirklich.
00:39:11: Du Diligence die ganzen commercial Vorbereitung und so weiter.
00:39:15: Das ist leider immer das Problem als Management.
00:39:17: Ich habe da ein Jahr meiner Lebenszeit verloren und da läufst du am Ende auch auf dem Zahnfleisch weil es wirklich sehr viel Arbeit ist in der Vorbereitung.
00:39:26: Du bist von morgens bis nachts calls dann entsprechend und gerade wenn dann die Crunch Time kommt.
00:39:32: von so einem Prozess, dann ist es extrem anstrengend für alle Beteiligten.
00:39:36: Und das ist ja dann schlosslich ein größeres Team von Leuten, was das dann wuppt, aber eben auch neben dem Tagesgeschäft.
00:39:42: Und du musst diese Ballons hinkriegen, dass du beides parallel machen kannst, weil ja auch die Kunden weiter zufrieden sein sollen.
00:39:48: Die Mitarbeiter müssen weiter zufrieden sein und da hat sicherlich auch der ein oder andere untergelitten, dadurch, dass wir dann nicht mehr diesen Fokus auf das Tagesgeschäft haben konnten.
00:39:58: So ein Prozess ist... Wie Tinder für große Jungs, weil du am Ende des Tages dich ja auch an dem Partner, den du dem Prozess heraus kristallisierst zum Schluss, mit dem du dich ins Bett legst, mit dem du dich zur nächsten fünf bis zehn Jahre zusammen im Bett, also du musst ja auch den Richtigen aussuchen.
00:40:12: Wo du natürlich als operativer Geschäftsführer sagst, der muss ja auch meine Visionen teilen, das wäre schon ganz gut, wenn wir in die selbe Richtung laufen.
00:40:18: Aber ihr habt da jemanden gefunden, der die Transaktion mit euch durchgezogen hat.
00:40:23: Und ich glaube, da gab es ja auch ein Wachstumsplan.
00:40:26: Ihr hattet ja gar nicht als ersten Schritt vor, direkt mal ein Datacenter zu bauen, sondern eigentlich wolltet ihr in den Bestandsobjekten.
00:40:34: quasi weiter wachsen.
00:40:35: Ja, dein Tinderbeispiel ist eigentlich ganz gut.
00:40:37: Damit du lernst dich ja sehr kennen in den Prozessen.
00:40:40: Du verhandelst dann über mehrere Monate, bist auch nicht bei allen Themen natürlich d'accord und lernst dann schon mal kennen.
00:40:47: Okay, wie verhält es sich mit dem potenziellen Investor in der Konfliktsituation?
00:40:52: Und wenn beide Parteien dann am Ende trotzdem zusammengehen, dann kennt man sich schon ein bisschen.
00:40:56: und ja, das Ziel war natürlich, dass wir ein Partner finden, der unsere oder meine Vision dann schlossendlich unterstützt.
00:41:02: und wir wollen eigentlich in den bestehenden Rechenzentren, die Kapazitäten deutlich, genau, wir hatten dann zwei Rechenzentren in Frankfurt, waren noch in drei anderen selber angemietet und haben um die Rechenzentrum dann quasi unser eigenes Netzwerk herum gespannt.
00:41:16: Ja, die ernüchternde Nachricht war dann leider von dem lokalen Energieversorger, dass wir keinen Strom mehr bekommen.
00:41:24: und damals dachten wir okay das ist jetzt vielleicht eine Phase von ein bis zwei Jahren und haben aber festgestellt okay wir können jetzt ja nicht zwei Jahre hier sitzen und Däumchen drehen sondern uns aktiv um das Problem kümmern.
00:41:34: und die Frustration war groß am Anfang für alle weil wir wollen natürlich mehr Rechen sondern ausbauen und haben auch eine Verpflichtung gegenüber unseren Kunden das zu tun.
00:41:43: weil wenn der Kunde jetzt sagt Ich brauche zehn neue Schränke, weil ich hier, weiß ich nicht, neue Applikationen habe, die ich betreiben will.
00:41:50: Dann will ich natürlich antworten, ja, kann ich dir gerne geben und ich sage, du musst jetzt drei Jahre warten oder die schlimmste Antwort wäre dann gewesen.
00:41:58: Ja, ich kann dir nicht sagen, weil wir euch mehr Kapazität geben müssen.
00:42:01: Also
00:42:01: ihr wart komplett angezündet.
00:42:02: Ihr hattet die Kohle und ein Partner mit euch wachsen wollte, ihr habt auch die Flächen dazu gehabt und es scheiterte zum Schluss wirklich an einer Stromzusage.
00:42:09: Ja, genau.
00:42:12: Flächen, neue Ausbaufflächen angemietet, fünfzehn Jahre Mietvertrag und haben dann im Prinzip im Nachgang festgestellt, okay, der Strom ist im Prinzip erschöpft in Frankfurt, weil die Rechenzentren da so boomen.
00:42:23: Es gibt keine größere, also keine andere Stadt in Deutschland, wo es so viele Rechenzentren gibt.
00:42:26: Siebzig Prozent stehen in Frankfurt alleine.
00:42:29: Da hätte man dann entweder den, also habe ich ein Kopfhause auf dem Schreibtisch und bist böse und sauer dann an der Stelle.
00:42:37: und dann haben wir uns überlegt, okay, wie können wir das lösen?
00:42:39: und die Lösung für uns war.
00:42:41: Schluss endlich, dass wir dann nach Grundstücken gesucht haben auf grüner Wiese außerhalb von Frankfurt, wo wir genug Strom und eben auch Land finden.
00:42:50: Und ich habe mir glaube ich sechzig Grundstücke angeschaut und bin dann in einer Gemeinde, Rossbach vor der Höhe, da kommt so ein Wasser her, hängen geblieben und bin dann mit der Wirtschaftsförderung Kontakt bekommen, abgesagt, wir würden hier gerne den Rechenzern noch bei euch betreiben.
00:43:03: Wie
00:43:03: viel Strom braucht ihr?
00:43:05: Also gibt es da eine Dimension?
00:43:06: Ist es ein halbes Kraftwerk?
00:43:08: Also was ist so ein Vergleichswert?
00:43:09: Was mag ich das vorstellen?
00:43:10: Ja, das neue, das sind da, wollten wir eigentlich zuerst etwas kleiner dimensionieren.
00:43:15: Ich würde sagen, fünf Megawatt Größenordnung, sechszig, siebzig Millionen Euro in West, also auch schon größer von der Hausnummer.
00:43:23: Und dann kam das ganze Thema KI auf.
00:43:25: Und KI hat ja jetzt wirklich alles einmal komplett auf den Kopf gestellt.
00:43:30: Und die entsprechende Modelle werden ja trainiert durch Grafikkarten beispielsweise.
00:43:36: Und die haben einen sehr hohen Energieverbrauch, ähnlich wie beispielsweise dann Mining Devices von der Größenordnung.
00:43:42: Mining, was du so verbittkeunen willst.
00:43:44: Ja, genau.
00:43:44: Es geht viel
00:43:45: um Grafikkarten.
00:43:46: Genau, genau.
00:43:46: Die ja auch dann in Mainern verbaut sind.
00:43:49: schlussendlich.
00:43:49: Um die Modelle zu trainieren brauchst du GPU.
00:43:52: Nvidia ist dafür.
00:43:53: Was ist die GPU?
00:43:54: Ja, Graphic Processing Unit.
00:43:56: Also dafür steht es.
00:43:58: Damals war es so, als wir die Rechenzentren designt haben, dass ein Serverschrank drei KW Strom verbraucht hat.
00:44:03: Das ist pro Serverschrank im Monat eher als dauerhafte Anschlussleistung sozusagen.
00:44:09: Ach, was ja dauerhafte Anschlussleistung braucht?
00:44:11: Okay, drei KW.
00:44:12: Genau.
00:44:12: Und das ist auch das, was eine Steckdose bei dir zu Hause im Haus sozusagen an Leistung hat, rein theoretisch.
00:44:18: Wenn du jetzt das E-Fahrzeug laden willst, brauchst du ja dann irgendwie zwölf KW oder... idealerweise noch ein bisschen mehr.
00:44:22: Und dann haben wir gesehen, okay, die Leistungstichten werden so groß, wir müssen gucken, dass wir die maximale Kapazität in dem neuen Data Center realisieren können.
00:44:32: Dann wollten wir vierundzwanzig Megawatt entsprechend umsetzen.
00:44:35: Das ist das, was unsere Architekten gesagt haben, was wir dort maximal auf dem Grundstück umsetzen können.
00:44:41: Und dann waren wir auf einmal in einer Größenordnung unterwegs, vierundzwanzig Megawatt, zweihundertfünfzig Millionen Euro netto Investitionsvolumen.
00:44:49: Und das ist ohne irgendeinen Server dann zu haben.
00:44:51: Das bedeutet, wenn du dort noch Serversysteme einbaust, dann hast du noch mal Inkrementell, Dreistellung, Mio.
00:44:57: Betrag, der dann dort verbaut wird an Servern.
00:45:01: Genau.
00:45:01: Und dann gibt es ja so ein, so ein, so ein, so ein, so ein,
00:45:04: so ein, so ein, so ein, so ein,
00:45:05: so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so
00:45:09: ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so.
00:45:30: Also
00:45:30: ihr nehmt denn mehr Strom ab als Rossbach?
00:45:33: Kann man so sagen, genau.
00:45:34: Also von den Haushalten, weil der normale Haushalt verbraucht ja nicht so viel und wir sind da schon ein Großverbraucher und das führt schlussendlich dazu, dass wir bei Vollauslastung von dem Rechenzentrum, da haben wir dann vierzig Millionen Euro Stromkosten pro Jahr, insofern die Stromkosten stabil bleiben.
00:45:51: Okay.
00:45:53: Also ihr baut jetzt da wirklich einen Rechenzentrum, das ist kein Scheiß.
00:45:55: Das
00:45:55: Ding ist durch.
00:45:56: Ihr habt
00:45:57: eine Baugenehmigung.
00:45:58: Genau, wir haben das Grundstück Anfang von dem Jahr.
00:45:59: Anfang von dem Jahr.
00:46:01: Anfang von dem Jahr.
00:46:01: Anfang von dem Jahr.
00:46:02: Wir haben das Grundstück
00:46:03: Anfang von dem Jahr.
00:46:03: Anfang von dem Jahr.
00:46:05: Anfang von dem Jahr.
00:46:06: Wir haben das Grundstück Anfang von dem Jahr.
00:46:09: Anfang
00:46:09: von dem Jahr.
00:46:09: Anfang von dem Jahr.
00:46:10: Anfang von dem Jahr.
00:46:12: haben dann das Grundstück entsprechend gekauft und dann ging es natürlich mit Vollgas daran, dass wir so schnell wie möglich an die Baugenehmigung kommen müssen.
00:46:19: Die Bauprojekte, die ich sonst mache, sind, sag ich mal, im Privatbereich, was Wohnmobilien angeht.
00:46:24: Großrechenzentrum in der Investitionsgröße.
00:46:27: Dafür brauchst du natürlich einen Top-Architekten, einen Top-Team, was im Prinzip wöchentlich jeden Tag an dem Projekt arbeitet, Realisierung der Baugenehmigung.
00:46:36: Und das hat dann schlussendlich acht Monate gedauert, bis wir sie bekommen haben, weil wir da wirklich wirklich voll Gas gegeben haben.
00:46:42: Voller Fokus, nur Profis auf dem Projekt.
00:46:45: Ich kenne andere Data Center Projekte, da hat es dann länger gedauert.
00:46:48: Teilweise kannst du nicht immer etwas dafür, wenn jetzt beispielsweise eine zu schützende Eidechse dort auf dem Grundstück sich ansiedelt, dann hast du auch mal einen Baustopp von drei Jahren.
00:46:57: Deswegen haben wir da sozusagen Artenschutzzäune aufgebaut, um das Risiko wirklich so gering wie möglich zu lassen, dass uns da niemand in die Suppe spucken kann, entsprechend bei der Umsetzung des Projektes.
00:47:08: Genau.
00:47:09: Ja,
00:47:09: wir lassen uns in Deutschland auch sehr gerne von seltenen Eidechsten dabei aufhalten, die Welcharschaft im Bereich KI zu erobern.
00:47:14: Ich weiß.
00:47:15: Das ist leider eines der Themen, an die wir vielleicht dran müssen, ebenfalls, ganz sicher sogar.
00:47:21: Nur mal für mich zum Verständnis.
00:47:23: Ihr baut da dieses riesengroße Datacenter, das baut ihr denn, also wer baut Datacenter?
00:47:28: Es reden wir von... Goldbeck, Hochtief, Bergerbau.
00:47:33: Das sind dann mit unter die größten Baufirmen, die es in Deutschland gibt, die sind sehr aktiv in dem Data Center Bereich, wie beispielsweise eine Goldbeck, die da jetzt deutlich mehr machen wird.
00:47:45: Der Bereich von Commercial Immobilien, das können ja dann Büromobilien beispielsweise sein, oder Industrieparks, das hat ja deutlich abgenommen, ein Hergehen jetzt mit der entsprechenden Wirtschaftsschlaute, die wir haben.
00:47:59: das hinter ist ein Bereich, wo sich sehr viele jetzt drauf stürzen.
00:48:03: Okay, also das ist ein absoluter Wachstumsmarkt.
00:48:05: Da wollen viele rein.
00:48:07: Nun muss man ja fairerweise sagen, Deutschland ist ja nicht per Definition der krasseste Datacenter Standort der Welt.
00:48:13: Also, du wolltest in Frankfurt Gas geben, ihr hattet die Büroflächen schon angemietet und du wolltest mehr Strom haben, da haben die Stadtwerke gesagt, also man spricht ja typischerweise mit lokalen Energiediensteister.
00:48:23: Das
00:48:23: ist auf Jahre hinaus nicht möglich, wir haben so viel Nachfrage alle wollen Strom haben.
00:48:27: Ich glaube, damit hast du sogar eine Bildzeitung geschaffen auf Seite zwei.
00:48:30: Ja, also das Thema hat sich dann ein bisschen höher geschaukelt.
00:48:35: Unter anderem war ich ja im Ronsheimer Podcast dann.
00:48:38: Das wiederum hat dann dazu geführt, dass das Thema in der Bildzeitung entsprechend aufgeschnappt wurde mit entsprechend einem kleinen Artikel und was unsere Strategie ist.
00:48:50: Weil am Ende ist es so, wir sind ja... In einer gewissen die Industrialisierung des Landes.
00:48:56: Sehr viel Industrien, die abgebaut werden, die nach Übersee entsprechend Out-Gasourced verlagert werden, weil wir eben sehr hohe Energiekosten in Deutschland haben.
00:49:06: Unter anderem, weil es einen massiven Ausbau der regenerativen Energien gibt.
00:49:12: Die Netze müssen stabilisiert werden, die Netze sind nicht ausgelegt für den Transport von so großen Energiemengen.
00:49:19: Und die lokalen Provider, wie in Frankfurt beispielsweise, die können dann häufig gar nichts dafür, weil sie über die übergelagerten Netze nicht die Kapazitäten dann in ihren Hochheitsbereich kriegen.
00:49:29: Dann gibt es da Projekte wie Südlinke, das hast du vielleicht mal gehört.
00:49:32: Und die haben leider in der Umsetzung viel, viel zu lange gedauert.
00:49:35: Dann haben entsprechende Bürger der Kommunen, die die Grundstücke besessen haben, auf denen dann die Trassen gebaut werden sollten, dagegen geklagt.
00:49:45: Dann hat es eine Baustopp und ein Co.
00:49:47: Und das hat schlussendlich dazu geführt, dass es signifikante Verzögerungen bei den Projekten gab, sodass bestimmte Regionen eben ohne Strom dastehen und die Industrie im Prinzip gar nichts machen kann, außer Däumchen drehen kann oder aber ins Ausland geht.
00:50:01: Genau.
00:50:01: Also ich kann mich erinnern, vor kurzem gab es eigentlich eine ziemlich coole Meldung für Deutschland, Dieter Schwarz und die ganze Gruppe, die dahinter steht und Kohn noch Telekom, das glaube ich auch irgendwie engagiert, die bauen für zehn Milliarden Euro Datacenter, was ja eigentlich eine saugeile Nachricht ist.
00:50:15: Dann schreien natürlich immer sehr, sehr viele auf und sagen, boah krass, aber Microsoft, Google hinten, links, rechts oben, unten bauen für hundert Milliarden irgendwas.
00:50:21: So wie wir Deutschen halt leider sind, manchmal in der Kommunikation.
00:50:24: Da muss man ja schon jetzt sagen, als jemand, du hast ja Ahnung davon.
00:50:27: Wir haben nicht die Infrastruktur einfach selber irgendwas für hundert Milliarden irgendwo hinzubauen, wir sind mit der Infrastruktur für Datacenter ein bisschen hinten dran.
00:50:35: Ich habe verstanden, dass Atomkraftwerke als Stabilisator von Strom ziemlich wichtig wären generell.
00:50:43: Regenanalyptive Energien natürlich ziemlich geil sind, aber die Wahrheit dazu ist auch, ich brauche dann Speichermedien, weil ich muss ja rund um die Uhr Stabilität abdecken, um ein Rechenzentrum betreiben zu können.
00:50:53: Das heißt, wir haben schon, da saß der auch sehr hohe Energiekosten in Deutschland, also wir haben eigentlich zahlreiche Nachteile für Betreiber von Rechenzentrum im europäischen Vergleich.
00:51:04: Aber wir haben diesen wahnsinnig geilen Knotenpunkt Frankfurt am Main.
00:51:07: Und das, was grundsätzlich schon mal da ist im Sinne von Glasfaser und Co.
00:51:12: ist super cool.
00:51:12: Deswegen gehen Firmen immer noch nach Frankfurt am Main, trotz dieser Wiedrigkeiten.
00:51:17: Ja, das ist so.
00:51:18: Der Deutsche, der das in der Markt ist, ist eigentlich der Attraktivste in Europa gewesen für die letzten zehn Jahre.
00:51:24: Wahnsinnige Wachstumsraten, wenn ich das Beispiel aufgreife von der Schwarzgruppe vom Discounter hin zum Cloud-Anbieter.
00:51:34: Das ist natürlich eine Wahnsinnsmanagementleistung von den involvierten Leuten da.
00:51:39: Und wenn die Schwarzgruppe sagt, ich möchte zehn Milliarden investieren, was ja wirklich ein signifikanter Betrag ist, das ist wirklich gut für den Standort Deutschland.
00:51:49: Das ist, sag ich mal, ein Funkenhoffnung am Ende des Tunnels, dass wir mehr digitale Infrastruktur ausbauen in Deutschland.
00:51:57: Wenn diese Investitionen in Deutschland nicht getätigt werden, dann werden sie im europäischen Ausland getätigt, weil da beispielsweise bessere Investitionsbedingungen vorherrschen an der Stelle.
00:52:07: Deutschland hat mit die höchsten Strompreise in Europa.
00:52:11: Das heißt, dass die Kunden überhaupt nach Deutschland kommen.
00:52:14: Das ist nur aufgrund dieser Konnektivitätsgeschichte schlussendlich zu erklären und da müssen wir viel, viel besser werden und eigentlich attraktivere Standortbedingungen schaffen.
00:52:24: Weil am Ende das ganze Thema Digitalisierung und Wertschöpfung in der Zukunft kann nur funktionieren, wenn wir, sag ich mal, eine wirklich sehr breite und gute Rechenzentrumsinfrastruktur haben, weil alles in der Zukunft darauf aufbaut von, sag ich mal, KI-Anwendungen, die ja schlussendlich in Rechenzentren gehostet werden müssen.
00:52:45: Autonomes Fahren geht nur mit Rechenzentren.
00:52:48: Wir werden eine sehr starken Trend hin zu Robotik sehen, haben wahrscheinlich irgendwann, das wird ein paar Jahre dauern, Millionen Roboter in Deutschland stehen und die müssen ja durch Rechenzentren schlussendlich gesteuert werden.
00:53:01: Deswegen müssen wir da Vollgas geben und unsere digitale Infrastruktur höher priorisieren, um sie besser auszubauen.
00:53:08: Und die zehn Milliarden, klar, das mag man belächeln aus dem Ausland, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
00:53:14: Und wir müssen aber gucken, dass wir noch mehr Kapital anziehen, entsprechend, um für noch mehr Investitionen weitere Gigafactories zu sorgen, um dann nicht komplett abgehängt zu werden.
00:53:25: Du hast vorhin gesagt, ihr habt ein KI-Ready-Data-Center.
00:53:30: Was ist der Unterschied zwischen euren alten Data-Centern und zwischen dem KI-Ready-Data-Center?
00:53:34: Ja,
00:53:35: das kann ich eigentlich ganz gut erklären.
00:53:37: Früher wurden Rechenzentren so dimensioniert, dass sie drei bis fünf Kilowatt Leistung pro Serverschrank hatten.
00:53:45: Das war jetzt vor zehn, fünfzehn Jahren guter Wert.
00:53:47: Heute ist es so, dass die Leistungsaufnahme pro Servareck signifikant nach oben schießt, weil die Grafikkarten so viel Strom verbrauchen.
00:53:55: Signifikant heißt, um welche Faktoren?
00:53:56: Ja, wenn man jetzt zum Beispiel von NVIDIA-Ships der aktuellen Generation hosten möchte, dann braucht ein einzelner Serverschrank hundertdreißig Kilowatt.
00:54:05: Das kannst du ordentlich mehr mit Luft kühlen, dann.
00:54:07: Das kannst du nur noch mit Wasser kühlen.
00:54:10: Genau, das Vierzigfache vom Faktor.
00:54:13: Und jetzt ist es so, dass das ja schon die aktuelle Generation von Nvidia ist.
00:54:17: Die wird jetzt noch wahrscheinlich Jahr zu kaufen sein.
00:54:19: Dann kommt die neue Generation und dann wird die Leistungsdichte noch mal weiter steigern.
00:54:24: Das führt dazu, dass die alten Rechenzentren diese Hardware gar nicht mehr hosten können und im Prinzip nur noch neue moderne Rechenzentren das ganze bei Werkstelligen können, wo du dann eben hundert, zweihundert oder dreihundert Kilowatt Leistung auf einem einzelnen Serverschrank bereitstellen kannst.
00:54:41: Das heißt, diese KI-Readyness ist wirklich eine Stromversorgung.
00:54:45: Ja, genau.
00:54:46: Strom und Kühlung.
00:54:47: Also du musst den Strom haben, um den Schrank zu betreiben und dann musst du beispielsweise durch Liquid Cooling, sagt man dazu, dass du die Kühflüssigkeit direkt zum Server bringst, sogar bis, sag ich mal, auf den einzelnen Chip kannst du runterkühlen und das wird dann, darüber wird die Wärme dann zurückgeführt und geht dann beispielsweise in Nachwärmennetze.
00:55:08: In dem man dann Häuser mit Energie versorgt.
00:55:11: Welche Temperaturen sind da der Zielwert, den man so braucht?
00:55:14: Wann läuft ein Server optimal?
00:55:15: Also früher war es so, dass man die Server im Rechenzentrum mit zwanzig Grad zu Luft versorgt hat.
00:55:22: Also relativ kühl, würde ich sagen, da haben die gut gearbeitet.
00:55:25: Heute ist es so, dass Server eigentlich auch bei von zwanzig oder dreißig Grad gut arbeiten können.
00:55:31: bei dem Liquid gekühlten Servern ist es so, dass wir dort auch ein Temperaturniveau verarbeiten können, was bei vierzig, fünfzig, sechzig Grad ist.
00:55:40: Das heißt, die Wärme, die dann abgeführt wird, hatten deutlich höheres Wärmeniveau.
00:55:45: Das bringt aber den signifikanten Vorteil mit sich, dass du die Wärme viel besser nutzen kannst für Sekundärnutzer.
00:55:51: Das heißt, da könnte rein theoretisch neben dem Rechenzentrum dann eine Schule sein, da könnte ein Schwimmbad sein, aber da kann auch der Gewerbenutzer sein, der vielleicht Wärme braucht für seinen Produktions- Und dann hast du eigentlich ein schönes Kreislaufsystem.
00:56:03: Also da haben wir heute auch noch Hebel.
00:56:04: Es gibt ganz viele Rechenzentren, die die Wärme einfach ausblasen und nicht nutzen.
00:56:08: Das passiert.
00:56:08: Ja,
00:56:09: genau.
00:56:09: Das ist jetzt leider noch bei, ja, ich würde sagen, größer, achtundneinzig Prozent der Rechenzentren der Fall.
00:56:15: Es gibt ein Energie-Effizienz-Gesetz in Deutschland, was vorschreibt, dass du Abwärme abgeben musst für Rechenzentren, die ab zwei tausend siebenundzwanzig gebaut werden.
00:56:22: Going forward sind wir da sehr innovativ und modern unterwegs.
00:56:27: Das Gesetz ist nicht ganz ideal, weil wir eines der ersten Länder weltweit sind, was so ein Gesetz hat an der Stelle.
00:56:34: Aber es wird dazu führen, dass es insgesamt mehr abwärme Projekte gibt, was grundsätzlich natürlich sehr vorteilhaft ist.
00:56:40: Jetzt verstehe ich, was ihr vorn rummacht.
00:56:42: Also ihr werdet ja, wann kommt es in Richtung Zentrum, zwei achtundzwanzig?
00:56:45: Ja genau, bei Obergun ist jetzt dieses Jahr Fertigstellung, ist dann Anfang zwanzig.
00:56:50: Du hast an zwei Jahre Bauzeit ungefähr.
00:56:52: So, und jetzt habt ihr noch die zwei angemieteten Data Center in Frankfurt am Main, und ich habe verstanden, dass dort die Stromanschlüsse nicht mehr passend sind für die KI-Realityness.
00:57:01: Und das ja auch nach.
00:57:02: auch dreißigvierzigmal so hoher Stromverbrauch bedeutet ja am Regelfall auch mindestens dreißigvierzigmal so hohe Leistung.
00:57:09: Das heißt auch die Anzahl der physischen Rechner, der Platzbedarf und so weiter, sinkt ja signifikant, oder?
00:57:16: Genau, du musst dir vorstellen.
00:57:18: in unseren neuen Server-Hallen, die sind sechshundert Quadratmeter pro Halle groß.
00:57:22: Da könntest du rein theoretisch zweihundert Rex hinstellen, die beispielsweise dann eine gewisse Leistung haben.
00:57:28: Wenn du jetzt die super, super modernen Rex hast, die dann irgendwann dreihundert KW pro Rex verbrauchen, dann hast du anstatt zweihundert Rex nur noch zehn Rex auf der gleichen Fläche.
00:57:39: Der Rest der Halle ist dann leer.
00:57:40: Das heißt, die Rechenzentren in Zukunft werden entweder signifikant kleiner oder du hast dann beispielsweise das Zehnfache an Strom, um das zu kompensieren.
00:57:49: Das heißt, der Trend ist, alte Rechenzentren werden eigentlich sukzessive vom Netz gehen.
00:57:54: Neue AI-Factory sagt ja Nvidia so gerne, das ist die Zukunft der Rechenzentren.
00:58:00: Die wird man dann in Zukunft sehen mit deutlich effizienteren Infrastrukturen.
00:58:05: Okay, wenn ich das Thema jetzt weiter denke, alle diese großen Bauten, zehn Milliarden aufwärts bis hundert, zwundert, dreinhalb Milliarden, was da so ansteht.
00:58:14: Da reden wir eigentlich von irgendwie Städten, die dort entstehen.
00:58:18: Wenn man also von der Dimensionierung auf Strom eigene Kraftwerke.
00:58:21: Ja, genau.
00:58:22: Ich kann mich erinnern, letztes Geurtshaber, ich glaube es war bei Philipp Klöckner beim Bobbegänger Podcast oder so.
00:58:26: Da gehen wir inzwischen, also manche versuchen es natürlich mit regenerativen Energien, je nach Standort kann es auch super gut sein.
00:58:32: Gas Turbinen, Turbinen habe ich irgendwie gelesen.
00:58:34: Was hat es damit aus sich?
00:58:35: Ja,
00:58:35: genau.
00:58:35: Momentan ist es so, für die Provider, die in Frankfurt sind, die können jetzt natürlich nicht zehn Jahre warten, da gibt es immer mehr, die beispielsweise dann sich das Thema On-Site Generation angucken.
00:58:45: Das heißt ein eigenes Gaskraftwerk, entweder auf deinem eigenen Grundstück oder dann auf dem Nachbargrundstück von dem Data Center, um den Strom entsprechend zu produzieren.
00:58:53: Idealerweise macht man das natürlich dann mit Biogas, beispielsweise mit Blick auf die Emissionen.
00:58:58: Aber das wird die einzige Möglichkeit sein, kurzfristig.
00:59:01: viel Kapazität online zu bringen.
00:59:04: Microsoft hat jetzt ... Weil
00:59:05: die Energie nicht so schnell nachgebaut
00:59:06: bekommt.
00:59:06: Genau, weil der Ausbau der Netze dauert mehrere Jahre.
00:59:09: Wir haben zwar beispielsweise im Norden viel Windenergie, viel PV, was dort produziert wird.
00:59:15: Das alles wird aber nicht reichen, um den Energiehungern der KI befriedigen zu können.
00:59:20: Weil das wächst so.
00:59:20: Wir sind ja gerade am Anfang von AI.
00:59:22: Und wenn du dir jetzt vorstellst, dass irgendwann die AI Workload um Faktor fünfzig so hoch ist wie heute, dann brauchst du auch fünfzigmal mehr Strom an der Stelle.
00:59:31: Und das wiederum wird dann... Wann
00:59:32: wird es
00:59:32: sein, soweit?
00:59:34: Ja, gut, ich sag mal, wir sind in der exponentiellen Wachstumsphase, aber wir haben eben über Roboterautonomes fahren geredet.
00:59:40: Es wird immer mehr Menschen oder Maschinen geben, die AI als Infrastruktur entsprechend nutzen, als Basis, um dann entsprechend betrieben werden zu können.
00:59:51: Ich glaube, das exponentielle Wachstum, wir sind gerade am Anfang und der Hockey-Stick kommt dann erst noch.
00:59:55: Das wird eine ganz, ganz wilde Zeit.
00:59:58: Aber das werden wir im Regelstein noch erleben.
01:00:00: Das werden wir noch erleben.
01:00:02: Ich war ja da beim Weltwirtschaftsforum unter anderem.
01:00:05: In Davos?
01:00:06: Sehr inspirierende Keynotes, dort unter anderem von dem NVIDIA CEO.
01:00:10: Und wenn man dort entsprechend reinhört, dann wissen wir, okay, wir sind wirklich ganz am Anfang.
01:00:17: Und das, was wir jetzt auch an Fortschritt bei Robotik und Co.
01:00:20: sehen, das wird ganz verrückt.
01:00:21: Aber am Ende... Ohne Energie kann das alles nicht funktionieren, schlussendlich.
01:00:26: Und das wird man nicht mit Renewables alleine hinkriegen.
01:00:29: Sie sind sehr wichtig für den Energiemix, aber Rechenzentren brauchen stetig immer ein konstantes Energielevel, weil die Rechenzentren Tag und Nacht fast gleich viel Strom verbrauchen.
01:00:38: Und wenn jetzt der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, dann helfen uns die Erneuerbaren natürlich nicht.
01:00:43: Da brauchen wir beispielsweise Gastkraftwerke, die ja auch vom Start dann in größerer Anzahl gebaut werden, um eben die Grundlast absichern zu können.
01:00:52: Unsere Nachbarländer nutzen Atomkraftwerke, manche haben welche in Bau, aber auch da ist es so, dass wenn du dich jetzt als Staat entscheidest, dass du ein Atomkraftwerk haben möchtest, dann brauchst du natürlich zehn, fünfzehn Jahre, bis das entsprechend fertig ist.
01:01:06: Das heißt, Renewables werden da eine Brückentechnologie sein, Gas-Turbinen sind jetzt auf drei, vier Jahre ausverkauft, weil die Nachfrage so immens ist.
01:01:15: Das ist also auch ein Problem, die müssen wir schneller produzieren, um dort hinterherzukommen.
01:01:20: um auch den Wettbewerb gegen andere Staaten dann im AI-Race gewinnen zu können.
01:01:25: Und was glaube ich extrem wichtig ist mit Blick nach vorne, dass wir gucken, was kann es nach Nuklear-Energie an potenzieller Technologie geben.
01:01:35: Das können beispielsweise Fusionskraftwerke sein, wo keine dann im Prinzip fusioniert werden, du kein Gau-Risiko in dem Sinn hast und kostengünstig Riesen-Energiemengen erstellen kannst.
01:01:49: Da sind wir in Deutschland teilweise führend durch Firmen, die wir hier haben und das Thema muss weiter gepusht und unterstützt werden, dass wir idealerweise eines der ersten Länder sind, die dort laufwege Fusionsreaktoren betreibt.
01:02:02: Jetzt
01:02:02: bist du ja sehr, sehr tief in diesem ganzen Spiel drin.
01:02:05: Für wen sieht es aktuell wahnsinnig gut aus in diesem AI-Rennen?
01:02:09: Ja.
01:02:09: Also haben wir überhaupt noch eine Chance als Deutschland?
01:02:11: Also
01:02:11: die Abhängigkeit... von den großen Anbietern von OpenAI hin zu Google, die wird man wahrscheinlich nicht mehr einholen können.
01:02:21: Aber wenn wir davon ausgehen, dass entwickelte Modelle Commodities sind und die dann beispielsweise angepasst werden an die Use Cases der entsprechenden Firmen.
01:02:31: Wir müssen dann, glaube ich, auf dem anderen Leer aufsetzen.
01:02:35: Was wir häufiger sehen werden, sind dann beispielsweise Modelle, die von Firmen selber gehostet werden auf Private Cloud Infrastrukturen.
01:02:42: wo kein anderer Staat oder kein anderes Land dann entsprechend Zugriffsrechte hat.
01:02:48: Wenn man darauf guckt, wie viel Kapital wird in Europa oder Deutschland investiert, dann sind wir dort eigentlich abgeschlagen gegenüber den USA.
01:02:56: Und wenn man sich das Mindset der amerikanischen CEOs oder auch Investoren anguckt, die wiederum sind mit Vollgas auf dem Thema dabei und sagen, wenn wir als USA ist nicht schaffen, noch mehr Kapital anzuziehen, dann hängen uns die anderen ab.
01:03:11: Also, da müssen wir vom Mindset mehr aufholen und wirklich darum kämpfen, dass wir als Europa und Deutschland mehr Investitionen anziehen, um da nicht komplett irrelevant zu sein.
01:03:23: Okay, das heißt, eine absolute Game-Changing-Industrie, ob jetzt jemand wie Google oder Apple da fünfzig noch hundert Milliarden reintut, ist für die relativ egal, weil die verdienen das Geld ja auch in einem Microsoft.
01:03:34: Das ist eine große Wette.
01:03:36: Wenn diese Wette eintrifft, wird sie die ganze Welt verändern und wenn diese Wette nicht eintrifft, ist halt Geld weg.
01:03:40: Das ist deren Idee dazu.
01:03:41: Das
01:03:42: ist so.
01:03:42: Die Kunde ist aus ihrem Cashflow zahlen und ich glaube, dass die Wette aufgeht, hat sich ja schon etwas materialisiert, muss man sagen.
01:03:49: Es gibt Dinge wie beispielsweise Quantencomputing, in dem teilweise europäische Forscher sehr weit dabei sind.
01:03:55: Da hatte ich in Davos auch ein sehr, sehr interessantes Gespräch mit einer der führenden europäischen Firmen.
01:04:02: Wenn wir in dem Bereich den Schritt machen, die Technologie so weit bringen, dass wir sie als Europäer auch selber materialisieren könnten.
01:04:10: Das wäre natürlich wünschenswert.
01:04:12: Das Outcome, was wir wahrscheinlich sehen werden, ist, dass große amerikanische Tech-Firmen die Firmen dann übernehmen ab einem gewissen Level und dann gucken, dass sie die Kommerzialisierung davon selber machen.
01:04:23: Und das wäre natürlich toll, wenn wir es irgendwie schaffen, sowas in europäischer Hand zu behalten, schlussendlich.
01:04:31: Euer Mitte-Mester, mit dem du das alles realisierst, dass der Großgesellschaft auch bei euch aus welchem Land kommt ihr?
01:04:37: Ja, das ist ein Luxemburger Infrastruktur-Fund, größtenteils wird der von französischen Investoren behalten.
01:04:44: Aber es sind beispielsweise so, wenn wir darauf gucken, wer gibt darauf, wer gibt jetzt Geld in so einen Fund?
01:04:49: Das sind dann Pensionskassen aus Deutschland beispielsweise aus verschiedenen Städten.
01:04:54: Wir haben da primär europäische Investoren.
01:04:56: Wenn ihr jetzt mit dem Datacenter erfolgreich seid, was ja definitiv funktionieren wird, also toll, toll, toll, aber ich glaube, das wird was.
01:05:03: Denn baut ihr mehr Datacenter?
01:05:05: Ja, genau.
01:05:06: Also meine Vision für Fiskolo ist, uns als einer der Top-Fünf-Deutschen-Provider zu positionieren.
01:05:12: Der ist noch mit euch im Rennen.
01:05:14: Was für Unternehmen sind das?
01:05:15: Ja, es gibt die ganz großen natürlich, du hast einen Ionas, die machen natürlich auch mehr im BtoC, BtoB-Bereich.
01:05:22: Stack-It von der Schwarzgruppe, die geben richtig Vollgas, Rieseninvestitionen beispielsweise, aber es gibt natürlich auch sowas wie eins und eins beispielsweise.
01:05:33: Es gibt gar nicht mehr so viele deutsche Datacenter-Provider am Markt, weil viele... Das ist Dommermut, das ist ein anderes Salz.
01:05:38: Genau, die geben da richtig Gas über die Netzen, aber ja auch im Fünf-G-Bereich wollen sie jetzt da der Telekom-Konkurrenz machen.
01:05:46: Ja, das sind so...
01:05:47: Da wollt ihr mit spielen?
01:05:47: Das ist schon ein schönes Ziel
01:05:49: auf.
01:05:50: Idealerweise wollen wir mehr... von diesen AI-Ready-Data-Centern bauen, um die Firma dann in eine signifikante Größe zu bringen.
01:05:57: Wir trauen uns das zu, wir machen es seit fast zwanzig Jahren und ja, da wollen wir absolut Vollgas geben.
01:06:04: Wie viel Umsatz kannst du mit so einem Zwoneinfünfzig Millionen Datacenter machen, wenn es ausgelastet ist?
01:06:09: Ja, das ist immer natürlich abhängig davon, welche Produkte der jeweilige Dienstleister anbietet, aber pro Datacenter in der Größenordnung rangierst du ungefähr bei knapp hundert Millionen Euro Umsatz, die du dort auf der Fläche generieren kannst.
01:06:25: Das ist für die entsprechenden Städte kommun natürlich toll, weil wir werden relativ schnell einer der.
01:06:32: größeren oder größten Gewerbesteuerzahler.
01:06:35: Gerade in Kommunen, wo die Gewerbesteuerzahlung runtergehen, ist das natürlich relevant.
01:06:39: Und wenn man jetzt das fortschreibt und guckt, okay, was passiert in der Zukunft eigentlich mit den Chips, Energieverbrauch, dann kann es natürlich gut sein, dass die zukünftigen Rechenzentren, die wir bauen, noch größer werden.
01:06:49: Frankfurt finden wir toll als Region, aber ich würde nicht ausschließen, dass wir auch in anderen Geografien in Deutschland in Zukunft Rechenzentren betreiben.
01:06:57: Du sagst sehr zu meiner Freude, andere Regionen in Deutschland, challenget euch, euer Mitgesellschaft auch da angehend, dass er sagt, was ist in Europa das beste Land für einen richtigen Zentrum?
01:07:07: Ja momentan, wir sind auf Deutschland only fokussiert.
01:07:12: In anderen Ländern gibt es ähnliche Companies, wie es dann für Skolo gibt.
01:07:16: Aber beispielsweise Skandinavien.
01:07:18: Dort bieten wir über einen Partner von uns, der den gleichen Investor hat, auch Flächen an.
01:07:24: Du hast geringere Temperaturen dort.
01:07:27: kannst die Rechenzentren besser und günstiger betreiben.
01:07:30: schlussendlich das macht natürlich absolut Sinn einen gewissen teil der workload dort hinzubringen für workload die nicht so latenzkritisch ist und die von deutschland weiter entfernt stehen kann.
01:07:41: wir haben beispielsweise viele Kunden aus der finanzindustrie versicherungsindustrie.
01:07:45: die müssen in deutschland stehen aus regulatorischen gründen.
01:07:49: das was man aber sehen wird wird sein dass die rechenzentren dort hingehen wo strom verfügbar ist und eben auch bezahlbar ist.
01:07:57: Stabil
01:07:58: verfügbar und bezahlt.
01:07:59: Ja, genau.
01:07:59: Und wenn du dann guckst, wenn du auf eine europäische Karte guckst, die Länder die Diskut hinkriegen, dann idealerweise noch schnell Baugenehmigung aussprechen, vielleicht Investitionsanreize, den Firmen geben.
01:08:11: Die werden mehrere hundert Milliarden an Kapital einsammeln.
01:08:14: Okay, also wenn wir uns als Land vornehmen würden das unbedingt zu wollen, dann würden wir es schon hinbekommen.
01:08:20: Das ist eine Mindset-Sache.
01:08:21: Es ist eine Mindset-Sache.
01:08:22: Es ist eine Sache der Priorisierung.
01:08:24: Wir müssen kritische Infrastruktur als Number one Priorität in diesem Land sehen.
01:08:30: Wenn wir das machen, dann haben wir Chancen, dass wir nicht komplett abgehängt werden.
01:08:34: Wenn ihr jetzt das Rechenzentrum aufmacht.
01:08:37: Wer sind die Kunden, die ihr dort betreut?
01:08:39: Also, welche Firmen sind eure Kunden?
01:08:40: und Fragen schon heute an?
01:08:41: Hat sich der Kapazität ja scheinbar beschränkt?
01:08:43: Ja,
01:08:43: genau.
01:08:44: Dadurch, dass es in Frankfurt keine Kapazität mehr gibt, sind die Einkaufsteams der Firmen momentan auf der Suche danach, wo kann ich noch Restkapazitäten kaufen?
01:08:54: Das können globale Cloud-Anbieter sein, die bei uns Kunde sind.
01:08:58: Ein Kunde, den wir haben, den jeder kennt, ist unter anderem ja die Shop-Apotheke.
01:09:03: Wo sind damit Günther Jauch?
01:09:05: Die Online-Apotheke quasi.
01:09:06: Ja, genau.
01:09:06: Die Online-Apotheke, großer E-Commerce-Player.
01:09:09: Es gibt Kunden, die Storage-Infrastrukturen bei uns hosten.
01:09:13: Wir haben viele Fintech-Unternehmen, Zahlungsprozessierer als Kunden.
01:09:17: Früher bist du ja beispielsweise in eine Bankfiliale gegangen, um deinen Konto zu verifizieren.
01:09:23: Postbank war das sehr früher, glaube ich immer.
01:09:25: Heute machst du das online.
01:09:26: Solche Infrastrukturen sind dann in unserem Data Center gehostet.
01:09:31: Die Spannbreite ist weit.
01:09:32: Autonomisch fahren ist super spannend.
01:09:35: Das sind Kunden, die sich dann Infrastrukturen, also Automobilhersteller, das sind Kunden, die sich dann Infrastrukturen in den Rechenzentren entsprechend anmieten.
01:09:45: Okay, also da muss man sich auch keine Sorgen machen.
01:09:47: Da ist genug Nachfrage drauf.
01:09:48: Aktuell sucht jeder Kapazität.
01:09:50: Ja, also in Frankfurt ist es so jedes Rechenzentrum, was dort gebaut wird in den nächsten Jahren.
01:09:56: Da hast du eigentlich eine Auslastungsgarantie, weil die Nachfrage größer ist als das Angebot und das wird sich erst... wenn, ich würde sagen, sieben bis zehn Jahren drehen, wenn wir schaffen, mehr Energie in die Region zu bringen.
01:10:09: Wenn die durch KI die Nachfrage noch größer ist, kann es natürlich sein, dass wir dann wieder das gleiche Problem in zehn Jahren haben.
01:10:15: Aber das wird dazu führen, ich bin ja heute hier in Berlin und da habe ich viele Grundstücke auf dem Weg gesehen, die sich eigentlich gut eignen würden als Rechenzentrum.
01:10:24: Wenn es Hochspannungsleitungen gibt, die ich sehe aus dem Auto beispielsweise, dann denke ich schon immer, wow, das ist eigentlich ein guter Standort.
01:10:30: Also du wirst auch mehr Rechenzentren sicherlich in Berlin sehen, München, Rhein-Ruhr-Region, das wird sehr, sehr spannend.
01:10:40: Da
01:10:40: schicke ich dir nachher mal was zu.
01:10:41: Ja, gerne.
01:10:42: Ja, da ist mir noch was über den Weg gelaufen.
01:10:44: Was von, im Vorgespräch erwähnt, Donald Trump war für viele Rechenzentren-Ambieter eine Zeit lang mit Erweiter des Monats.
01:10:51: Aus welchem was da passiert?
01:10:52: Ja, da geht's um das Thema digitale Souveränität.
01:10:56: Im Prinzip ist es so, wenn du als Kunde bei einer US-amerikanischen Firma Kunde bist, das kann Amazon sein, das kann Microsoft sein.
01:11:05: Als
01:11:05: Cloud-Dienstleister.
01:11:06: Genau,
01:11:06: als Cloud-Dienstleister.
01:11:07: Dann gibt es durch den Cloud-Act-Zugiffsrechte des amerikanischen Staates auf deine Infrastruktur.
01:11:13: Der hat sich die quasi sichern lassen bei amerikanischen Unternehmen, dass er durchgreifen kann auf deine Datenzugreifen.
01:11:17: Genau.
01:11:18: Und
01:11:18: auch wenn deine Daten jetzt hier in... Berlin vor der Haustür stehen oder bei uns in Frankfurt rein theoretisch, dann hat der amerikanische Staat dort einen Zugriffsrecht über
01:11:27: die Ländergrenzen hinweg.
01:11:28: Über
01:11:28: die Ländergrenzen hinweg, wenn du bei einer US-Firma Kunde bist.
01:11:31: Und das, was Trump dort veranstaltet hat am letzten Jahr, das hat natürlich viele CTOs von Firmen mal zum Nachdenken gebracht, ist es eine gute Strategie, dass ich mich voll abhängig mache von US-Cloud-Providern an der Stelle.
01:11:48: Wenn der ausfällt, wenn er sagt, okay, in Deutschland darf jetzt keiner mehr diese Infrastruktur betreiben.
01:11:53: Das sind natürlich Risiken, die man als Firma an der Stelle nicht haben will.
01:11:57: Deswegen haben wir vermehrt gespürt, dass Kunden sich darüber Gedanken gemacht haben.
01:12:01: Macht das Sinn, dass ich alles bei einer Microsoft stehen habe?
01:12:04: oder macht das nicht Sinn, dass ich meine eigene Private Cloud Umgebung, die ja heute auch nicht mehr so schwer aufzusetzen ist wie vor zehn Jahren, bei einem deutschen Hoster.
01:12:14: Gerade wenn man auf regulierte Industrien gucken, die müssen es dann ja eh teilweise machen, wenn dort sensible Daten oder auch was das ganze Thema Defense angeht.
01:12:25: Du willst deine Daten nicht bei einem amerikanischen Hoster dann entsprechend hosten.
01:12:31: Okay, das heißt alleine durch diese Regelung im amerikanischen Recht ist es so, dass einfach Regierungen, Top Secret Daten und Co, die in Deutschland und Europa verbleiben sollen, auch dementsprechend abgeschirmt werden.
01:12:43: Was firmen wir euch natürlich Kunden zu spielen?
01:12:45: Ja, genau.
01:12:46: Also das Thema Datensouveränität ist ein riesen Thema.
01:12:50: Ich denke mal in allen großen deutschen Konzernen geworden, schlussendlich.
01:12:55: Und was wir gespürt haben, dass wir einfach viel mehr Nachfrage bekommen haben von Kunden, die dann beispielsweise ihre Cloud-Strategie überdacht haben.
01:13:02: Oder wir arbeiten ja auch gerne mit Startups zusammen, die sehr schnell wachsen, die dann beispielsweise ihre Cloud-Infrastruktur bei uns hosten wollen und das vorher vielleicht bei einer AWS gemacht haben, aus welchen Gründen außer immer.
01:13:16: Es funktioniert natürlich super durch tolle Features.
01:13:19: Von den Kosten ist es natürlich so, das Public Cloud.
01:13:22: gerade bei den genannten Beispielen, der signifikant teurer ist, als wenn du das jetzt bei einer IONUS, bei einer Fürst-Colo oder auch bei einer Stackhead von der Schwarzgruppe machen würdest.
01:13:31: Ah,
01:13:31: okay.
01:13:32: Lassen wir mal noch als Verständnis Frage.
01:13:34: Also, ich kenne auch Serverstacks, da gibt es quasi, da gibt es einen Schrank, der steht im Rechenzentrum, dann gibt es quasi einen Datenbank-Server, dann gibt es Lastverteiler und so weiter, also wirklich klassischerweise ein Serverstack.
01:13:47: Physisch.
01:13:48: Das Gegenteil dazu ist bei Amazon oder bei Google die Cloud.
01:13:52: Das heißt, dort mietest du quasi Daten, Menge Traffic.
01:13:57: Und dann gibt es eine Zwischenlösung über Anbieter wie euch.
01:14:00: Das heißt, ihr könnt quasi eine, ich nenne sie jetzt mal eine deutsche Cloud oder eine Unternehmer Cloud zusammenbauen.
01:14:07: Und die Preise liegen auch irgendwo dazwischen.
01:14:09: Also selber Server zu betreiben kostet im Regelfall wenig Geld für den Serverbetrieb.
01:14:14: Dafür musst du Mitarbeiter haben, die alles administrieren.
01:14:16: Versus ich kann, wenn ich unendlich viel Geld habe und ein geiles Geschäftsmodell.
01:14:19: kann ich zu Google oder Amazon gehen, kann sagen, ist mir egal, was es kostet bei euch in der Cloud.
01:14:23: Mein Geschäftsmodell skaliert dich bezahlt ist einfach die Zwischenlösung.
01:14:26: seid ihr.
01:14:27: Ja, genau.
01:14:28: Also es ist im Prinzip möglich.
01:14:29: Wir haben ja sehr viele Cloud-Provider auch als Kunden.
01:14:32: Das heißt, die wiederum sind Re-Reseller, die dann an BtoB ihr Kundeninfrastruktur verkaufen.
01:14:38: Wir haben aber auch natürlich immer mehr größere Kunden, die ihre eigene Private Cloud-Infrastruktur bei uns betreiben.
01:14:46: Aber sie können auch Cloud Leistung von uns konsumieren am Ende des Tages.
01:14:50: Und ja, da gibt es Beispiele von Kunden, die das getan haben, die dann ihre Kosten um Faktor vier reduziert haben bei im Prinzip gleicher Verfügbarkeit.
01:14:59: Eine Amazon oder Microsoft Cloud hat natürlich signifikant mehr Features als jetzt eine Cloud von einem deutschen Provider, wie wir es sind.
01:15:06: Aber schlussendlich muss ich der Kunde fragen, brauche ich tausend Features oder reichen mir die dreißig Basisfeatures hoch Verfügbarkeit?
01:15:15: auf konform mit Cloud-Infrastruktur.
01:15:17: Das ist natürlich gerade für deutsche Kunden sehr, sehr wichtig.
01:15:21: Okay.
01:15:24: Was sucht ihr denn?
01:15:25: Also wir hören ja auch ein paar Leute zu, viele Unternehmer, angehende Unternehmer, gestandene Unternehmer und Co.
01:15:30: Wo nach seid ihr aktuell auf der Suche?
01:15:32: Also wenn man euch ein Grundstück anbietet, dann muss es ein Grundstück sein, was Strom ohne Ende, also am besten einem wirklich krass verstromten Gewerbegebiet oder so was oder direkt neben einem Atomkraftwerk oder Stromerzeuger ein großer.
01:15:43: Das wäre schon richtig, richtig cool.
01:15:45: Was sucht ihr noch?
01:15:46: Ja, das
01:15:46: ist super.
01:15:47: Also Grundstückexamen ab einer Größenordnung von zehn bis von zwanzig tausend Quadratmeter ist, denke ich, eine gute Größenordnung, wenn das in Regionen ist, wo Strom verfügbar ist.
01:15:57: Es kann auch eine alte Produktionshalle sein, wo beispielsweise mal große Stromanschlusskapazitäten geschaffen worden sind.
01:16:05: Das ist natürlich spannend.
01:16:08: Ja, so was finden wir sehr spannend, wenn es jetzt beispielsweise Entwickler sind von Software, die vielleicht gerade prädestiniert ist für deutsche Kunden, wenn das jemand ist, der mit einem deutschen Provider eine Kooperation machen will.
01:16:22: Wir lieben euch in der beispielsweise Kooperation als Ersatz für Microsoft.
01:16:28: Teams-Lösung beispielsweise in Europa gehostet, auch schon mit guten Features heutzutage.
01:16:34: Das sind Projekte, an denen wir arbeiten und auch gerne arbeiten.
01:16:38: Und ja, solche Kunden haben wir natürlich extrem gerne.
01:16:41: Also alles,
01:16:42: was aufbaut als Produkt auch auf dem Thema Datensouveränität, ist bei euch im Bereich Hosting wahnsinnig gut
01:16:47: aufgehoben.
01:16:48: Ja, genau.
01:16:49: Und wenn man jetzt darauf guckt, wir haben ja nur kurz drüber geredet, sag ich mal, was macht ein AI-Ready-Data-Center aus?
01:16:57: wird es so sein, dass unser neues Data Center, das wird eines der modernsten Rechenzentren in Deutschland sein, bezogen auf die Energieeffizienz und die Leistung pro Quadratmeter, die wir dort bereitstellen können.
01:17:10: Wir arbeiten beispielsweise mit einigen AI-Startups zusammen, die dann dort ihre Trainingsstacks laufen lassen.
01:17:20: Es können aber auch Anbieter sein, die Influence, also Influence Workload, wenn du das Modell abfragst, entsprechend bei uns hostest.
01:17:29: Also der, der an leistungsfähigen Anbieter-Brauch gepaart mit einem guten Service, der ist bei uns richtig.
01:17:36: Also von den Zahlen klingt das alles krass.
01:17:38: Wenn ich mir das richtig hinlege, werde ich in den nächsten Jahren sicherlich eine Milliarde Aufwärts für Datacenter ausgeben, wenn dein Traum auch in Erfindung geht und wenn er die Geschwindigkeit weiter beibehalten hat.
01:17:47: Das erste Kostel schon zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund zu rund.
01:18:01: Da würde ich sagen, hast du dich genau im richtigen Segment auch platziert und gehst da auch stringenter ein Weg weiter.
01:18:04: Das ist auch cool.
01:18:04: Was hast du in Davos?
01:18:05: Also du warst jetzt das erste Mal da.
01:18:06: Hast du aufgrund, dass wir vorhin im Vorgespräch erzählt hast, aufgrund deines zweiten Namens, du hast ja noch einen zweiten Namen, der nicht angegeben war, hast du da erstmal Probleme gehabt, da reinzukommen auch.
01:18:13: Das ist ja super krass vom Sicherheitslevel auch.
01:18:16: Da sind ja quasi alle in einem geschützten Raum unterwegs.
01:18:19: Wie viele Leute sind da in Davos?
01:18:21: Also die offizielle Teilnehmerzahl wird ja mit zwei bis drei tausend angegeben.
01:18:27: Wie viel da in Summe sind, ist es schwer zu sagen, weil jetzt dieses Jahr war natürlich extrem viel los, muss man sagen.
01:18:33: Ich stehe jetzt auch meine Stunde im Stau für eine kurze Strecke, um dann überhaupt reinzukommen an der Stille.
01:18:39: Das hat sich so ergeben, ich hatte mit dem Wall Street Journal über die Energiekrise in Europa und in Deutschland gesprochen.
01:18:45: Also
01:18:45: du bist auch schon ein Top-Ansprechpartner für diese Medien?
01:18:47: Ja, für das Energiethema.
01:18:49: Genau, da habe ich jetzt mit einigen, sag ich mal, sehr interessanten... Ja, Journalisten sprechen dürfen, die über die Probleme in Europa oder in Deutschland gesprochen haben.
01:19:00: Das hat ja dann auch dazu geführt, dass ich da in diesem Ronsheimer Podcast-Gast war.
01:19:04: Das war eigentlich ein schöner Titel, die stille Energiekrise, weil es ist ja gar nicht allen bewusst, dass wir so ein großes Energieproblem in Deutschland und in Europa haben an der Stelle.
01:19:13: Und Davos war dann wirklich super spannend, weil das Thema EI war da natürlich auch ein riesen, riesen, riesen Thema aufgrund der relevanten die das Thema hat.
01:19:24: Alle, sage ich mal, relevanten CEO's von den AI bzw.
01:19:31: Cloud Companies wie Microsoft und Co.
01:19:33: waren dort, CEO von NVIDIA beispielsweise.
01:19:37: Ich war da in der Delegation unter anderem mit dem Frankfurter Bürgermeister unterwegs, konnte dann mal den Vizepräsidenten dort auf einer Abendveranstaltung sprechen hören.
01:19:46: Es waren spannende Leute.
01:19:48: Selbst habe ich mich unter anderem aufgehalten, in dem Haus auf AI heißt es.
01:19:53: Das war im Prinzip ein Haus, wo sehr viele Vorträge über AI stattgefunden haben.
01:19:57: Da habe ich in einem Roundtable teilgenommen.
01:20:00: mit unter anderem anderen CEOs oder CTOs von Firmen, wo wir darüber gesprochen haben, wie man AI beispielsweise besser in große Konzerne Firmen implementieren, bis man sie integrieren kann.
01:20:13: War das das dominierende Thema auf der Konferenz?
01:20:17: Ja, also ein großes Thema war natürlich auch das ganze Thema Grönland, was viel überschattet hat.
01:20:23: Champatt hat dann gesagt, hey, ich will jetzt Grönland nicht feindlich übernehmen, dann haben sich alle ein bisschen, glaube ich, in den Sitz fallen lassen und waren entspannt, dass jetzt keine neue Weltkrise dort vor der Tür steht.
01:20:36: Das muss nicht
01:20:36: in der Front sein.
01:20:37: Ja, wenn man das jetzt nicht gehabt hätte, dann wäre das AI, das mit Abstand dominieren, der Thema gewesen.
01:20:43: Es war vor Ort natürlich super spannend.
01:20:46: Jeder Teilnehmer durchläuft einen Sicherheitscheck.
01:20:48: Du hättest das gerade angemerkt.
01:20:50: Mein zweiten Vornamen hatte ich nicht angegeben.
01:20:53: Wie heißt du?
01:20:54: Kubina ist der zweite Vornamtskopf und mein Vater, das ist sozusagen für den Tag, an dem ich geboren wurde, der Name.
01:21:01: Und bei dem Abholung von dem Sicherheitsbadge sagt dann die Polizeibeamte zu mir ja, ihren zweiten Vornamen haben sie nicht angegeben.
01:21:07: Es musste nochmal durch den Computer dann laufen, dann hat die Software geprüft, ob alles passt, dann habe ich mein Badge bekommen.
01:21:13: Welches Software ist das?
01:21:15: fängt wahrscheinlich mit P an und von
01:21:19: Herrn Thiel.
01:21:19: Ja, nur damit konnte ich dann im Prinzip auch in die Hotels, wo abends die Veranstaltung dort war, dass ein kleiner NFC schippt.
01:21:27: Alles klar.
01:21:28: Palantir.
01:21:29: Ja, Alex Karp.
01:21:30: Der war auch da vor Ort.
01:21:31: Der saß dann, das war wirklich verrückt, er saß dann in dem Café dort einfach auf der Promenade, wahrscheinlich, weiß ich nicht, mit sechs Bodyguards links und rechts, aber du hattest schon interessante Leute gesehen, die du so sonst nicht auf der Straße herumlaufen siehst.
01:21:46: Krass, das ist bestimmt Wahnsinn auch für den Kopf.
01:21:48: und wo will man hin, was passiert gerade auf der Welt, wo kann man da selber ein Rädchen sein?
01:21:55: oder ist die eigene Annahme auch, wie Dinge sich entwickeln, richtig, also ich glaube dafür ist es ein wahnsinniges Erlebnis sein.
01:22:00: Ne, war sehr inspirierend, tolle Leute, kennengelernt, tolle Gespräche gehabt.
01:22:06: Ich komme mich da unter anderem mit Wissenschaftlern von der europäischen Raumfahrt Behörde unterhalten.
01:22:11: Da haben wir darüber geredet, wie realistisch es ist Rechenzentren im All zu haben.
01:22:16: Elon Musk sagt ja, das wird Standard in drei bis fünf Jahren.
01:22:20: Ja, die Wissenschaftler von der ESA sehen das natürlich etwas pragmatischer.
01:22:24: Wie gehen wir mit der Wärme um?
01:22:27: Dann gefragt ja, wie kriegen wir die Komponenten hoch, Maintenance etc.
01:22:30: Es wird auch eine Weile dauern, aber du hast natürlich dann volle Sonneneinstrahlung im All, aber wenn dann ein Device kaputt ist, kriegst du natürlich nicht mehr so einfach runter.
01:22:39: Die Kosten jetzt durch SpaceX Raketen, sage ich mal, Material ins All zu bringen, sind natürlich signifikant runtergekommen.
01:22:48: muss man sagen, das wird sich noch weiter materialisieren.
01:22:50: Aber ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, weil du hast natürlich auch eine gewisse Latenz vom All zum Erdreich dann entsprechend.
01:22:57: Da bin ich sehr, sehr gespannt, ob wir in der Zukunft auch Rechenstandtreiben im All betreiben, aber erst mal wahrscheinlich auf der grünen Wiese.
01:23:05: Ja, und wenn es einer schafft, dann braucht es auch einen positiv Verrückten und den man die Infrastruktur dafür hat.
01:23:10: Und das hat er ja schonens ein oder andere Mal bewiesen, dass er quasi auch auf so Box denken kann und das einfach macht.
01:23:18: Also diese Innovationskraft, die einige Firmen von Musk haben, das ist natürlich absolut beeindruckend, muss man sagen.
01:23:25: Und also von Full Self Driving, wo wir momentan davon ausgehen, viele, dass das eigentlich nicht klappen kann, aber mal gucken, welchen Impact AI darauf hat.
01:23:35: Ich glaube, die Chancen sind gut, dass es dort Firmen gibt, die das Problem des autonomen Fahrens lösen können.
01:23:45: Im Bremen geboren.
01:23:46: Um einen halbener Metzger Egerland beim T-Wurst machen.
01:23:49: Das ist ja eine wahnsinnig krasse Entwicklung.
01:23:53: Wie machst du das?
01:23:54: Also ich sage mal, coach dich irgendjemand.
01:23:57: Hast du sowas wie ein Mentor?
01:23:59: Wie gehst du da voran?
01:24:00: Ja, also ich bin sehr wissbegierig, würde ich sagen, kann mich wahnsinnig in bestimmte Dinge dann einlesen oder damit beschäftigen, wie sie funktionieren.
01:24:11: Das Thema Mentoren habe ich nicht so richtig gehabt, mal von meiner Freundin, wo ich sehr, sehr jung war, der Vater, der hatte, was war das, ein Versicherungsbüro hat mir dann etwas erklärt über Geschäft und
01:24:25: Co.,
01:24:25: aber da konnte ich dann nur limitiert viel mitnehmen.
01:24:29: Also mich inspirieren Top-Cos sehr gut, wenn so ein Jensen Wang von Nvidia da spricht, wie er die Dinge angeht, wie er aber auch seine Company vermarktet und Co.
01:24:40: Das ist natürlich absolut Champions League, da versuche ich mir das auf meiner kleinen Ebene sozusagen dann runterzubrechen, was ich davon mitnehmen kann.
01:24:48: Aber ich glaube, das Erfolgsgeheimnis bei mir war, dass ich meinen Mind-Lase in der Regel immer halb voll oder idealerweise er voll.
01:24:56: Ich sehe da eher Lösungen für Probleme.
01:24:58: Hab keine Angst, also gezielt.
01:25:00: Risiken einzugehen.
01:25:02: Idealerweise kann ich sie im Vorfeld quantifizieren.
01:25:05: Das hat mir immer sehr, sehr geholfen.
01:25:08: Aber auch der Austausch, ich meine, du kennst es ja auch, der Netzwerk ist auch riesig.
01:25:12: Der Austausch mit anderen Unternehmern hilft natürlich extrem.
01:25:15: Wenn du ein bestimmtes Problem hast, was vielleicht schon mal jemand aus deinem Netzwerk hatte, dann kannst du es heute viel, viel schneller lösen.
01:25:23: Die Investoren, mit denen ich arbeite, die haben natürlich riesen Infrastrukturprojekte schon mal gemacht.
01:25:30: können, weiß ich nicht, Brücken sein, Wasserkraftwerke und Co.
01:25:34: Am Ende sind es natürlich dann nur Zahlen für die Projekte.
01:25:37: Und wenn du, glaube ich, einen guten Plan hast, wie du es umsetzen kannst, dann ist es schlussendlich egal, ob das Data Center zwarhundertfünfzig Millionen kostet oder eben dann zehn Milliarden schlussendlich.
01:25:47: Am Ende musst du deine Hausaufgaben machen und dann kannst du die Projekte umsetzen.
01:25:53: Typ Learning by Doing.
01:25:54: Du hast jetzt nicht irgendwie, sagen, geilen Studium XYZ und so, sondern du hast dir alles selber beigebracht.
01:25:59: Du hast einen Jahr lang im Datacenter geschlafen.
01:26:00: Das erste, was wir euch aufgebaut
01:26:02: haben.
01:26:02: Die ersten sechs Monate hatten wir, sag ich mal, noch, da haben wir im Rechenzentrum auch gelebt, weil da haben wir wirklich gehasselt.
01:26:11: Ja.
01:26:11: Morgens acht bis nachts um zwölf Uhr, nämlich wieder nach zwei Wochen nach Bremen zurückgefahren.
01:26:18: Nee, das ist sehr viel Learning by Doing.
01:26:20: Schlussendlich, heute ist es so, wenn du Infrastruktur-Projekt in dieser Größenordnung machst, dann holst du dir für alle Bereiche die absoluten Experten.
01:26:28: Das heißt, wir arbeiten mit den besten Architekten, wir haben die besten Netzwerktechniker in dem Bereich und auch was das Design von den neuen Data Center angeht.
01:26:36: Da haben wir geguckt, dass wir uns die besten Leute geholt haben.
01:26:39: Ich sehe mich so ein bisschen als, ja man ist ja im Prinzip vom Spieler zum Spielertrainer gekommen und dann schlussendlich zum Trainer und meine Aufgabe ist es bei First Codo, die besten Leute zusammenzubringen.
01:26:52: weil wir natürlich auch viele Wettbewerber, sag ich mal, ausgestochen haben im Laufe der Zeit, die es heute nicht mehr gibt oder wo wir deutlich schneller gewachsen sind.
01:26:59: und diese Überholspur, da wollen wir natürlich bleiben, aber das geht nur, wenn man wirklich ein sehr, sehr starkes Team habt, weil das ist ja keine Leistung von mir alleine.
01:27:07: Schlussendlich, ich bin da ein wichtiges Puzzlestück, aber am Ende rocken wir das natürlich als Team.
01:27:13: Ja, grundsätzlich denke ich, dass Mentoren super sind.
01:27:16: Ich bin da mit einigen natürlich auch im Austausch, die vielleicht schon mal das zehn Jahre länger gemacht haben.
01:27:21: oder schon großreichen Zentren betrieben haben, da versuche ich so viel wie möglich aufzusaugen und mitzunehmen und bin da sehr dankbar, wenn ich Leute treffe, die dann nochmal deutlich erfolgreicher sind, als ich das war.
01:27:34: Hast du?
01:27:35: irgendwelche Hobbys im Sinne von Sport, Meditation.
01:27:38: Also irgendwas, wo du sagst, da komme ich nach der Arbeit runter oder so.
01:27:41: Nee, wäre gut.
01:27:43: Du bist deutlich sportlicher als ich, muss man sagen.
01:27:46: Ich habe meine Tennis-Tasche jetzt noch gesehen, aber der wurde jetzt tatsächlich mal ein Jahr, anderthalb Jahre nicht benutzt.
01:27:52: Im Momentan ist es so.
01:27:55: Es ist sehr viel zu tun.
01:27:56: Der Kalender ist super voll, immer für ein paar Wochen dann durchgeplant.
01:28:00: Also ich muss auf jeden Fall mehr Sport machen, damit ich körperlich das auch alles durchstehe.
01:28:05: schlussendlich.
01:28:07: Hobbies, das hat mich letztens jemand gefragt.
01:28:09: Da musste ich wirklich einmal nachdenken, was ist mein Hobby schlussendlich?
01:28:13: Und ich bin dann zu der Erkenntnis gekommen, dass eigentlich Investment-Themen mein Hobby sind.
01:28:19: Also es können tolle Start-up-Investments sein.
01:28:22: Ich konnte unter anderem in Open AI investieren.
01:28:27: Das ist natürlich toll, wenn du die Möglichkeit hast, dann in Tech-Unternehmen zu investieren, die dann wirklich eine große Veränderung beitragen können.
01:28:35: Also
01:28:35: du machst Angel-Tickets, du machst auch die großen Sachen Private Equity-Funds, VC-Funds.
01:28:39: Ja, genau, genau.
01:28:40: Aber auch Vermögensdiversifikation, quasi in jungen Talent auch investieren, dass alles dabei ist, macht dir Spaß.
01:28:46: Ja,
01:28:46: genau.
01:28:47: Du musst disbegierig,
01:28:47: du schaust auch unter die Haare.
01:28:48: Ja, genau.
01:28:49: Meine Investmentholing habe ich jetzt vor zehn, elf Jahren gegründet und da gucke ich, dass ich langfristig investieren kann in spannende Themen, finde den Austausch mit Gründern natürlich auch toll.
01:29:00: Jetzt heutzutage natürlich ein zeitliches Problem.
01:29:02: Man kann sich dann nicht um die Investments dann immer so kümmern, wie man das wollen würde.
01:29:08: Aber ja, der Austausch macht da Spaß.
01:29:12: Wir haben in Frankfurt ein kleineres, sage ich mal, Start-up-Ökosystem, als ihr jetzt das in Berlin habt.
01:29:17: Aber wenn man da Gründer von anderen Tech-Firmen dann beispielsweise trifft, das ist immer toll.
01:29:21: Das macht Spaß, ja.
01:29:23: Ja, das glaube ich.
01:29:26: Wie ist denn das Thema?
01:29:27: So eine Sektion ist Lifehacks.
01:29:29: Du bist ja schon ein paar Jahre Unternehmer, also schon inzwischen ja fast fünfundzwanzig, ja klar.
01:29:33: Also du bist ja doch schon eine ganze Weile.
01:29:34: First-Time-Foundar, wie man so schön sagt, das ist ja die Karriere als Metzger ausgeschlagen.
01:29:38: Hast du so was wie Regeln oder so Neifec, wo du sagst, das wende ich eigentlich für mich an und ich merke, ich fahre damit ganz gut.
01:29:44: Ich meine, ein halb volles Glas oder volles Glas finde ich schon mal super, weil ich glaube, dass es vieles Einstellungssache ist.
01:29:48: Aber gibt es da noch was anderes?
01:29:50: Ja, also ich glaube, man sollte offen dafür sein.
01:29:53: Ich sage immer, ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, wenn wir jetzt ein Problem in der oder in einer meiner Beteiligung beispielsweise.
01:30:03: wenn ich nicht immer der, der die Antwort auf alles hat.
01:30:07: Und da bin ich total offen.
01:30:10: Wenn jemand jetzt aus dem Team, das kann Junior sein, Werkstudent, wenn der mir sagt, so, das ist die und die Lösung, und das rational die beste Lösung ist, also ich bin da total offen und nicht egogetrieben, dass ich jetzt denke, ich muss da irgendwie meinen Vorschlag durchbringen, sondern da gucke ich eigentlich immer, dass ich versuche, rational die beste Entscheidung zu treffen, sei es jetzt privat oder dann.
01:30:33: eben in der Kampagne, würde ich sagen.
01:30:34: Also das
01:30:35: Produkt geht vor, der Erfolg geht auch vor allem.
01:30:38: Das ist so, das ist so, ja.
01:30:41: Das finde ich gut und ich glaube, dass sich viele mit ihrem Ego im Weg stehen, von daher ist es aber, also hast du im deutschen Mittelstand schon primär, dass die Leute das Produkt nach vorne stellen, das ist eigentlich das ganz angenehme, deswegen bewege ich mich auch so gerne da drin.
01:30:51: Wenn du irgendwann so ein Personenkult hast, geht so viel verloren auf den Weg, das ist das Problem, dass andere Leute nicht die Chance haben sich einzubringen und gute Sachen leider auslegen.
01:31:00: Ich glaube ergänzen dazu, wir haben ja das Problem in Deutschland, dass ich feststelle, dass viele... potenzielle Gründer, die gerne gründen würden, dann entweder gar nicht gründen, weil sie Angst haben vor der Heme, wenn es jetzt beispielsweise nicht klappt und das ist eine Sache, die kann ich sehr gut ausblenden sozusagen diesen Bass.
01:31:20: Das Risiko für uns solche Großprojekte umzusetzen, das hat natürlich meinen Puls dann auch schon höher gemacht, aber schlussendlich ist es eine gute Opportunity, die ich ergreifen will und da versuche ich den Leuten dann immer Mut zu machen und sagen, hey, wenn es nicht klappt, dann du kannst zwei, drei andere Kampen noch gründen.
01:31:38: Du bist, sag ich mal, vom IQ super dabei, da wird es irgendwann klappen, dass du da erfolgreich bist.
01:31:44: Ich glaube, manchmal muss man sich dann einfach weniger Gedanken um Themen machen und nicht zu verkoft sein, sondern dann einfach Vollgas geben auf dem Thema und einfach sich mal trauen, da ins kalte Wasser zu springen, schlussendlich.
01:31:59: Und den Blick habe ich eigentlich auf viele Sachen.
01:32:02: Hast du einen Appell an die deutsche Politik aus deiner Sicht, wenn du ja wirklich siehst, wo es hakt.
01:32:08: Was können wir jetzt ändern, müssen wir jetzt anstoßen.
01:32:11: Gut, wenn wir etwas raussoumen und gucken, warum ist der Standort eigentlich so... uninteressant im internationalen Kontext.
01:32:22: Wenn du jetzt einen Top-Top-Gründer fragst und sagst, in welchem Land würdest du gerne deine Company gründen, dann sagen natürlich viele USA.
01:32:29: Trump und so weiter, meldet das jetzt wahrscheinlich oder macht die Standortbedingungen etwas schlechter aufgrund der vielen Themen.
01:32:36: Aber wenn du eine Firma bauen willst, die dann auch das entsprechende Venture Capital kriegt, dann bist du in den USA perfekt aufgehoben.
01:32:44: Und in Deutschland ist es so, es ist schwer hier Kapital anzuziehen.
01:32:48: Super hohe Kostenstrukturen für beispielsweise Steuern, Lohnnebenkosten und Co.
01:32:54: Und wenn da wirklich top, top Arbeitskräfte sich überlegen können, gehe ich in die Schweiz oder gehe ich nach Deutschland.
01:33:00: In der Schweiz habe ich signifikant weniger Einkommenssteuer beispielsweise und besseres Umfeld.
01:33:06: Dann entscheiden die sich leider immer für die Nachbarländer.
01:33:08: Das heißt, ich glaube, wir müssen ganzheitlich darüber nachdenken, wie wir die Standortbedingungen verbessern können.
01:33:14: Und dazu zählen beispielsweise auch Anreize wie geringere Steuern, das ganze Thema GmbH Gründung, die Komplexität des Steuersystems.
01:33:24: Wir sind ja jetzt sehr gewöhnt daran, an diesen ganzen Rattenschwanz, der damit herkommt.
01:33:29: Ich glaube, das müssen wir vereinfachen.
01:33:31: Dann würden auch mehr Leute in Deutschland Gründen sich hier ansiedeln und dann würde auch mehr der Kapital nach Deutschland fließen.
01:33:37: Ich
01:33:37: glaube, dass man Aussagen getätigt, wenn du produzierende Stromverbrauchen aus Gewerbe bist.
01:33:42: Wie war die?
01:33:43: Ja, also ich habe gesagt, Dass kein rational denkender CEO sich in Deutschland ansiedeln würde mit seiner Firma, insofern diese beispielsweise einen erhöhten Stromverbrauch hat, weil durch die, sage ich mal, Standortpolitik, die wir hier betrieben haben, das sind einfach keine guten Standortvoraussetzungen.
01:34:04: Und es wird dazu führen, dass immer mehr Firmeninsolvenz in Deutschland anmelden müssen, die beispielsweise einen höheren Stromverbrauch haben, weil die Produktionsbedingungen hier einfach schlechter sind mit den höchsten Energien.
01:34:15: Kosten der Welt, da kannst du dann eigentlich nicht viele Blumentöpfe gewinnen.
01:34:19: Gewerbesteuern,
01:34:20: Kosten für Mitarbeiter, für Personal.
01:34:22: Also in Summe ist es einfach ein schwieriger Mix.
01:34:24: Also auch sieht man ja auch bei Stahlwerken.
01:34:26: Oder auch ein Beispiel ist es so als Unternehmer.
01:34:28: Wir arbeiten der Regel ja eh immer oft und gerne.
01:34:32: Aber was halt in Deutschland auch schlecht ist, wenn es Leute gibt, die wirklich motiviert sind, mehr zu arbeiten als vierzig Stunden, dann geht auch Rinder und sagt, okay, wenn du zwanzig Überstunden machst, dann hast du darauf nur noch, weiß ich nicht, zwanzig Prozent Einkommensteuer, um die Leute zu motivieren wirklich.
01:34:48: Gas zu geben, aber durch die Progression bei dem Steuersatz kommt es natürlich dazu, dass du effektiv dann einen höheren Steuersatz hast und weniger vom Broto dann auf dem Netto ankommt.
01:34:59: Und das ist eigentlich ja, wäre ja einfach zu steuern durch den Staat, um den Leuten da auch zu sagen, hey, du willst da mehr leisten in Deutschland, dann unterstützen wir dich dabei.
01:35:09: und Feuer frei.
01:35:10: Ja,
01:35:11: das kann ich alles genauso unterstützen.
01:35:13: Sehr gut.
01:35:13: Ja, fünf Fragen, fünf Antworten haben wir noch.
01:35:18: Kannst du mal gucken, wie kurz und langatmig die werden, je nachdem was da zu einfällt.
01:35:21: Erste Frage, was für mich auch als Unternehmer in diesem ganzen Internetumfeld nicht ganz unwichtig ist.
01:35:24: Ich glaube, die Frage stellen sich auch viele.
01:35:27: Cloud oder physisches Server?
01:35:29: Ja, die Antwort ist heute eigentlich Private Cloud Infrastruktur, weil Cloud ist ja nichts anderes als zusammengeschaltete Server-Systeme.
01:35:37: Aber der Vorteil der Cloud ist, dass du im Prinzip die Leistung variabel nach oben skalieren kannst.
01:35:44: Und ja, das ist das Betriebsmodell der Zukunft.
01:35:47: und ja, Private Cloud wäre die Antwort.
01:35:49: Also das wäre heute schon so das Ding, wenn du ein Unternehmen hast, was einigermaßen skaliert, wo du auch merkst, du wächst, dann bist du eigentlich in der Private Cloud Lösung.
01:36:01: Wir haben unter anderem einer der größten europäischen Gaming-Konzerne bei uns Kunde, die bauen dann ihre eigene Private Cloud-Infrastruktur auf, unter anderem in unserem Rechenzentrum.
01:36:13: Das ist eigentlich das Modell der Zukunft, was sich dort durchsetzen wird, weil Public Cloud in der Regel exorbitant teuer ist und in bestimmten Newscases sicherlich Sinn macht.
01:36:24: in vielen eben noch nicht.
01:36:25: Und
01:36:25: die Datensouveränität leider, die wir erfahren haben.
01:36:27: Genau, das ist natürlich auch noch mal ein sehr sehr wichtiges Thema dabei.
01:36:30: Oh, der ist gemein.
01:36:32: Atomkraft oder grüne Energie?
01:36:33: Ja,
01:36:34: wenn man in der Rückschau darüber nachdenkt, ob es clever war, die Atomkraftwerke abzuschalten in Deutschland, dann würde man sagen, nein, das war ein eigentlich großer Fehler, weil die Problematik damit einhergeht, dass wir die Netze instabiler gemacht haben.
01:36:52: Windkrafträder produzieren nur Strom, wenn der Wind entsprechend weht.
01:36:56: Bei PV ist es so, wir brauchen die Sonne, gerade in Wintermonaten haben die natürlich deutlich weniger Leistung.
01:37:02: Deswegen wurden nach der Abschaltung von den Atomkraftwerken, dann deutlich mehr Gaskraftwerke gebaut.
01:37:09: Unter anderem verbrauchen wir auch viel Braunkohle noch heutzutage.
01:37:12: Wenn man die AKWs hätte länger laufen lassen, müssten wir weniger Braunkohle verbrennen, was bei gesunden Menschenverstand eigentlich jeder machen sollte, gerade bei Kraftwerken, die schon gebaut worden sind, die gut funktionieren, wo die Risiken auch wirklich sehr quantifizierbar niedrig sind an der Stelle.
01:37:32: Um dir die Antwort zu geben, ich würde sagen Fusionsenergie.
01:37:36: Das heißt die Technologiestufe.
01:37:40: die wir dann in Zukunft sehen werden, das wird, sag ich mal, PV, Windkraft etc.
01:37:46: substituieren und die Energiequelle der Zukunft sein mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.
01:37:50: Wir wissen leider noch nicht, ob es in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren soweit ist, aber auch durch EI glaube ich, dass wir bei der Technologie schneller vorankommen werden, als wir jetzt denken.
01:38:00: Und du sagst ja bei dem Thema Fusionsenergie sind wir in Deutschland und Europa auch recht weit vorne.
01:38:04: Ja,
01:38:05: es gibt tolle Firmen hier.
01:38:08: Marble Fusion hier, die werden unterstützt von dem Staat.
01:38:11: Das sollten wir am besten noch mehr machen an der Stelle, weil wir müssen sicherstellen, dass diese Firmen auch in Europa bleiben und wir eben auch dann an der Wertschöpfung partizipieren, die diese Firmen beisteuern können, wenn die Technologie entsprechend so reif ist, dass sie genutzt werden kann.
01:38:30: Aber das würde ziemlich viele Probleme im Energieversorgungsbereich auf einschlag lösen.
01:38:34: Ja genau, das würde im Prinzip, du hast dann im Prinzip, ja, emissionsfreie Energie in beliebiger Größenordnung mit geringen Kosten.
01:38:43: Besser geht es eigentlich nicht.
01:38:44: Deswegen, Fusionsenergie ist der heilige Graal der Energieerzeugung.
01:38:48: Okay,
01:38:49: sehr gut.
01:38:50: Oh, Unternehmer oder Investor?
01:38:53: Ja, also ich bin, wenn ich mich früher mal vorgestellt habe, habe ich gesagt, ich bin Vollblutunternehmer.
01:38:59: Also ich liebe es, Unternehmer zu sein.
01:39:01: Ich mache seitdem ich fünfzehn bin nichts anderes.
01:39:04: Ich tausche mich gerne mit Unternehmern aus.
01:39:06: Ich versuche junge Kids, keine Ahnung.
01:39:08: Da saß jetzt im Flugzeug jemand neben mir.
01:39:11: Schüler, Student, dann hat er gesagt, Unternehmer, find ich so spannend.
01:39:15: Dann habe ich ihm da das Mini-Coaching gegeben, mach das und das und das.
01:39:18: Und dann kommst du da hin und kannst dich auch gerne bei mir melden und dann unterstütze ich dich da gerne.
01:39:22: Also ich bin wirklich Vollblutunternehmer.
01:39:24: Da mache ich eigentlich nichts lieber, muss ich sagen.
01:39:27: Oh, der ist auch nicht so schlecht.
01:39:29: Auswandlern und hier bleiben.
01:39:31: Ganz diskutiertes Thema aktuell.
01:39:32: Ja,
01:39:33: alle Bärschen Deutschland.
01:39:34: Am Ende, ich bin dankbar, dass ich da in meinem beschaulichen Bremen gut aufgewachsen bin.
01:39:42: Wenn das in einem anderen Teil der Welt gewesen wäre, dann würde ich heute wahrscheinlich nicht hier auf dem Stuhl sitzen.
01:39:48: Unsere Infrastruktur klar, Bahn kommt immer zu spät, aber das ist so ein Rauschen, was bewerte ich nicht großartig.
01:39:54: Die Infrastruktur in Deutschland ist gut, wir haben tolle Krankenhäuser.
01:39:57: Polizei etc.
01:39:58: Da muss man auch mal sagen, es ist ein gutes Land, um aufzuwachsen und zu leben.
01:40:03: Wir haben sicherlich unsere Probleme, aber ich will ja mit meiner Firma auch dazu beitragen, sag ich mal, dass wir Deutschland auch in Zukunft noch erfolgreich halten können, gerade in Bezug auf das ganze Thema digitale Infrastruktur.
01:40:18: und Ja, ich plan nicht auszuwandern.
01:40:21: Wenn sich da irgendwas signifikant an der politischen Lage in Deutschland ändert, dann will ich das in Zukunft natürlich nicht ausschließen.
01:40:29: Aber ja, ich lebe gerne in Deutschland.
01:40:31: Das ist eine sehr schöne Antwort.
01:40:33: Kann ich genauso unterstreichen.
01:40:35: Letzte Frage.
01:40:36: Pokern oder Monopoly?
01:40:37: Ja.
01:40:38: Also, ich habe ja gerade meinen jungen Jahren professionell Poker gespielt, konnte da eines der größten Poker-Turniere der Welt online unter anderem gewinnen.
01:40:48: Ach,
01:40:48: das wusste ich gar nicht.
01:40:51: Das hat mir mit dem Einsatz von sieben Dollar, konnte ich da einen sechstelligen Betrag gewinnen.
01:40:58: Online?
01:40:58: Online, ja, genau.
01:41:00: Und da war ich so ziemlich genau zwanzig, würde ich sagen, relativ am Beginn meiner unternehmerischen Karriere an der Stelle.
01:41:11: Jetzt muss man dazu sagen, ich hatte glaube ich zu dem Zeitpunkt.
01:41:15: Fünfzehn Poker Bücher, die ich alle verschlungen habe.
01:41:17: Damals auf englischer Sprache und ich bin das ganze Thema sehr strategisch angegangen.
01:41:22: Und das hat mir super geholfen in Verhandlungsstrategien beispielsweise.
01:41:27: Man war schon im Umgang mit Geld etwas geübt da, musste auch damals natürlich schon immer haushalten.
01:41:33: Also sehr viel, was du auch heute in der Firma machen musst und Verhandlungsstrategie.
01:41:38: Das hat mich dann natürlich auf ein sehr hohes Level gebracht.
01:41:41: oder Körpersprache zu lesen.
01:41:43: Das hilft immer.
01:41:44: in verschiedenen Lebenssituationen, sage ich mal.
01:41:48: Monopoly für meine Altersvorsorge mache ich natürlich auch.
01:41:52: Themen wie beispielsweise Investment in Immobilien und Co.
01:41:58: mag Immobilien sehr gerne und ein Rechenzentrum ist ja eigentlich auch nichts als eine große Immobilie schlussendlich.
01:42:06: Deswegen würde ich glaube ich Monopoly jetzt wählen, weil das sind ja tolle langfristige Investitionen und von denen.
01:42:15: Rechenzentrumsimmobilien, hätte ich natürlich in Zukunft noch mehr.
01:42:19: Deswegen liegt da der Fokus drauf.
01:42:22: Du bist
01:42:22: sehr dran.
01:42:23: Jerome,
01:42:24: wahnsinnig spannender Podcast, wirklich geiler Weg.
01:42:27: Also muss ich sagen, sehr, sehr beeindruckend auch quasi, was du da aus eigener Kraft heraus mit fünf zu angestoßen hast, wo du es heute geendet ist, also auch lustig, wo man beginnt.
01:42:34: Und wenn man denn, ich meine, endet du bis vierzig, da kommen noch dreißig Jahre.
01:42:38: Tausend Dank, dass du hier was uns die Einblick gegeben hast.
01:42:40: Sehr, sehr cool.
01:42:41: Ja, herzlichen Dank für die Einladung.
01:42:43: Das hat richtig Spaß gemacht mit dir.
01:42:44: Ja,
01:42:45: dito.
01:42:46: Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir und davon muss ich auch heute wieder ausgehen, dann bitte Follon und abonnieren, denn dann kommen die beste Unternehmer Deutschlands auch gerne zu uns im Podcast.
01:42:55: Vergesst nicht, Mittwoch ist und bleibt Mittel-Stars-Tag.
01:42:58: Und ich wünsche euch eine angenehme Woche und vor allem ganz viel Erfolg und sage bis
01:43:01: bald.
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