Ohne uns kein IKEA, LEGO & Nespresso | Christopher Pavel von Rhein-Nadel Automation bei Mittelstars
Shownotes
Der unsichtbare Weltmarktführer hinter Milliarden Produkten | Christopher Pavel von RNA bei Mittelstars
Diese Woche ist Christopher Pavel bei den Mittelstars zu Gast. Als CEO der RNA Gruppe führt er einen der weltweit führenden Anbieter für Zuführtechnik, Sondermaschinenbau und industrielle Automation. Eine Technologie, die täglich Milliarden Produkte bewegt und trotzdem für die meisten Menschen unsichtbar bleibt.
Was heute nach Hightech, KI und Industrie 4.0 klingt, begann ursprünglich mit einer kleinen Nadelproduktion. Bereits Christophers Großvater baute aus dem Unternehmen einen internationalen Industriebetrieb auf. Heute zählt die RNA Gruppe zu den wichtigsten Hidden Champions des deutschen Maschinenbaus und wurde unter anderem in den renommierten Index der Top 500 Weltmarktführer aufgenommen.
Im Mittelstars Podcast spricht Christopher offen darüber, wie sich ein traditionelles Familienunternehmen über Generationen immer wieder neu erfunden hat. Von der klassischen Automation bis hin zur Digitalisierung kompletter Produktionsprozesse mit künstlicher Intelligenz.
Besonders spannend ist die Geschichte eines KI-Startups aus München, das RNA mitten im Corona-Lockdown übernahm und damit die gesamte Zuführtechnik revolutionierte. Heute kann das Unternehmen Produktionsprozesse digital simulieren, bevor überhaupt eine Maschine gebaut wird.
Im Podcast spricht Christopher über:
- Wie aus einer Nadelproduktion ein weltweiter Marktführer für Automation wurde.
- Warum Hidden Champions oft innovativer sind als große Konzerne.
- Wie künstliche Intelligenz den Maschinenbau verändert.
- Warum Krisen häufig die größten Wachstumschancen bieten.
- Wie Familienunternehmen über Generationen erfolgreich bleiben.
- Welche Rolle Digitalisierung und Simulation künftig in der Industrie spielen.
- Warum deutscher Mittelstand international so erfolgreich ist.
Christopher Pavel gibt seltene Einblicke in die Welt der industriellen Fertigung, Robotik, Automation und Familienunternehmen. Gleichzeitig zeigt die Folge, wie moderne Industrie heute wirklich funktioniert und warum deutsche Maschinenbauer weltweit noch immer Maßstäbe setzen.
Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen:
- Wie Hidden Champions aus Deutschland weltweit erfolgreich werden.
- Warum KI und Digitalisierung den Maschinenbau grundlegend verändern.
- Wie Familienunternehmen Innovation und langfristiges Denken verbinden.
Eine Folge voller Unternehmergeist, Technologie und echter Mittelstands-DNA.
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Transkript anzeigen
00:00:00: eure Maschinen je herstellt, so tient jeden Tag Milliarden von Dingen auf der ganzen Welt.
00:00:03: Wir entwickeln diese Maschine und bauen die dann auch?
00:00:06: Man kann auch sagen wir sind eines der ganz wenigen Unternehmen, die es geschafft haben von einer komplett anderen Industrie in eine neue Industrie zu gehen und da auch wieder zum Marktwörter zu
00:00:15: wachsen.
00:00:16: Eure Kunden sind die Marken, die wir auch kennen.
00:00:19: dazu könnte ne Lego gehören, ne Playmobil, ne Gillette, ne Pfizer ... Querbeet!
00:00:25: Es
00:00:25: gibt keine Industrie, die nicht automatisiert produziert Gibt's nicht.
00:00:40: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mittel Stars, mein Name ist immer noch Markus Seidel und heute zu Gast ist der Christopher Pavel von der RNA und die steht für Rhein-Nadel Automation.
00:00:51: Heute geht es also in diesem Podcast um das Thema Sondermaschinenbau.
00:00:55: Hier sitzt ein zweifacher Weltmarktführer.
00:00:57: angefangen, haben sie nämlich mit einem Unternehmen was Weltmarkt-Führer rundum die Nähnadel war.
00:01:02: heute sind sie Weltmarktführer in der Zuführtechnik.
00:01:05: wir erfahren heute exklusiv warum Investitionen in der Krise sich doppelt lohnen können wie man zum Weltmarkt Führer wird und vor allem alles rund um das thema wie man Milliarden von Teilen richtig sortiert Und zum Schluss über fünfzig Prozent eurer haus als artikel über ihre zu viel technik gelaufen sind.
00:01:21: Herzlich willkommen, Christopher!
00:01:23: Ja vielen Dank für die Einladung von mir hier zu sein.
00:01:25: Sehr sehr gerne kannst du ein bisschen was zu dir sagen?
00:01:28: Ja Christopher Pavel bin fünfzig Jahre alt, verheiratet habe drei Kinder, wohne in Düsseldorf und bin aber gebürtiger Aachener und da wo auch unser unsere Firma ist.
00:01:40: Aachenen, sehr bekannte Stadt-Universität, sehr gut, sehr gute Leute vorgekommen.
00:01:43: okay verstehe ich.
00:01:45: Was macht denn bitte die reinen Nadelautomation, was kann ich mir dann darunter vorstellen?
00:01:49: Ja, du hast ja eben schon gesagt, Reinhard Automation steht für RNA.
00:01:54: RNA ist Weltmarktführer im Bereich Zuführtechnik.
00:01:57: das heißt unsere Aufgabe ist es jegliche Art von Teilen in einem Montageprozess in der richtigen Lage zuzuführen damit am Ende von so einer Produktionslinie dann auch ein fertiges Produkt rauskommt.
00:02:09: Okay, d.h.
00:02:10: zum Schluss ich droppe ein paar Beispiele was mir so im Kopf kommt eine Schraube von Spax Könnte darüber laufen, ne Babybell könnte da rüberlaufen.
00:02:18: Pillen aus der Farmeindustrie könnten darüber laufend.
00:02:21: das ist euer täglich doing.
00:02:22: also ihr ihr sortiert jeden Tag oder eure Maschinen je herstellt sortieren jeden tag Milliarden von Dingen auf der ganzen Welt.
00:02:28: Korrekt!
00:02:28: Also wir entwickeln diese Maschine und bauen die dann auch?
00:02:31: Wir müssen immer eine Lösung finden für den Kunden weil der Kunde kommt immer mit einer Aufgabe sozusagen sagt okay ich habe hier einen Teil.
00:02:41: das mag ein Lego Stein sein es mag irgendein Teil sein was in einem Diabetespen oder in einem Eyeliner ist und sagt so, das brauche ich halt in dieser Lage mit der Menge zugeführt.
00:02:52: um das dann eben in meiner Montagelinie zu montieren, damit der Endkunde dann eben ein Produkt am Ende der Linie rausbekommt.
00:03:01: Okay und da seid ihr Weltmarktführer ab knapp fünfhundert Mitarbeiter auf dem Thema drauf sitzen?
00:03:04: Man kennt eure Maschinen also im Brasilien, in Hongkong, New York...
00:03:07: Ja wir sind Weltmarkt-Führer aber vor allem in Europa ansässig d.h.
00:03:14: Headquarter ist in Aachen und wir haben in der Unternehmensgruppe zehn Produktionsstandorte.
00:03:22: Und wie gesagt, Hauptsitz ist in Aachen und dann haben wir in Deutschland Lüdenscheid, Landshut, Pforzheim, Schwäbeschei, Amberg- und München noch Firmen genauso wie dann in der Schweiz, in Spanien, Barcelona oder England.
00:03:44: Das hört sich in Deutschland alles recht industriell an, wo die Firmen sitzen.
00:03:48: Auch das ist schon gewollt!
00:03:50: Das ist
00:03:52: so weil wir müssen sehr nah am Kunden sein.
00:03:55: Der Kunde hat ja erstmal ein Problem.
00:03:58: Er muss nämlich seinen Werkstück wie wir dazu sagen einen Teil in der richtigen Lage zuführt bekommen mit der Menge, die er braucht um es dann eben zu montieren.
00:04:07: Und dafür müssen wir eben dann eine Lösung entwickeln.
00:04:10: Das machen wir dann auch oft gemeinsam mit dem Kunden und zu gucken, okay, welche Art von Zufassystemen bauen wir?
00:04:17: um dann eben diese Aufgabe zu lösen und dafür muss man nah am Kunden dran sein.
00:04:23: Deswegen, ich sagte eben Lüdenscheid warum da oben?
00:04:26: Weil da sitzt die Schrauben- und Möbelindustrie.
00:04:29: Da haben wir ein kleines Außenwerk, um einfach da auch nah im Kunden zu sein.
00:04:32: das selbe gilt für Landshut.
00:04:33: Da sitzt eben viel Automotive, auch Zulieferer.
00:04:38: in der Nähe von Forzheim haben wir noch ein kleites Außenwerk.
00:04:40: Die sind alle an das Hauptwerk angeschlossen in Aachen.
00:04:45: Da sitzt ja die ganze Verpackungsindustrie, gerade im Pharma-Medizinbereich.
00:04:48: Sie hat euch wirklich immer so an Industrien ganz stark auch rangeklemmt und sagt man ich habe gesagt ihr seid wart zweifacher Weltmarktführer.
00:04:58: Du bist soweit?
00:04:59: Ich weiß die dritte Generation
00:05:01: gestartet.
00:05:02: Hat das alles mit deinem Opa und der ist auch noch vom Brasilien aus quasi gestartet?
00:05:07: Ja kann man so sagen.
00:05:08: also er ist von Brasilien damals zurückgekommen Der ist auch für eine unternehmerische Tätigkeit nach Brasilien, hat die Familie mitgenommen.
00:05:14: Deswegen, mein Vater ist dort aufgewachsen.
00:05:16: Er ist dann Anfang der Fünfziger zurückgekommen und hat in den Jungen aus dem Rheinischen Nadel-Fabriken, damals hieß es, tatsächlich mal Nähnadeln für die Textilindustrie hergestellt, gekauft mit seinem Bruder und er hat daraus auch eine große Gruppe gemacht aber sehr diversifiziert aufgestellt von Verpackungsmaschinen über... Wir haben sogar Zapfesäulen mal hergestellt.
00:05:39: Dann eben, wie gesagt Nähnadeln.
00:05:41: und dann in den Anfang der Siebziger ist die Automation gegründet worden, die heutige RNA daher auch noch der Name Reynadel-Automation und ja heute selber eine Gruppe zur Gruppe gewachsen und Marktführer an dem Bereich.
00:05:56: Das heißt aber dieses Nähnadelthema?
00:05:58: Da habt ihr einen Weltmarktführer geschaffen also Nähnaden Überall Textilindustrie wird es gebraucht, Teppiche überall braucht man oder da wird gewebt natürlich auch viel.
00:06:07: Aber überall dort war so eine Nähnade ein absolutes Qualitätsprodukt, das mir vorhin mal erzählt wie es gebaut wird also ganz vereinfacht als ein Draht.
00:06:15: der muss auf Länge geschnitten werden, er muss ja vom Spitz gemacht werden und muss ja irgendwie ne Überschrein oder sowas gehärtet werden.
00:06:21: Da wart ihr richtig richtig weit vorne.
00:06:23: aber das war ein wahnsinnig händischer Prozess Und diesen händischen Prozess habt ihr irgendwann unterbrochen und die mit Zuführung dieses Drates quasi automatisiert haben.
00:06:31: Das war auch so ein
00:06:34: bisschen der Startpunkt?
00:06:35: Genau, man hat damals schon zum Teil Maschinen gehabt um diese Nadel herzustellen und das war dann ein Produktionsschritt in der Nadelproduktion dem man dann mit Hilfe von Zuführtechnik automatisiert hat.
00:06:48: Das war so der Start, das war so Ende der Sechziger Anfang der Siebziger.
00:06:52: Dadurch ist eben das deutlich schneller und produktiver geworden, weil man eben Zeit gespart hat und viel mehr Menge hat produzieren können.
00:07:00: Und dann haben wir relativ schnell gemerkt damals – das können wir auch noch für ganz andere Industrien machen – die auch gerne automatisieren möchten.
00:07:08: Das waren ja dann auch die Siebzieger, das waren ja das Zeitalter der Automatisierung.
00:07:14: Und dann ist es, wir haben die Aran-A gegründet als eigenständiges Unternehmen für die Automation.
00:07:21: Neben
00:07:22: der Nadegeschichte?
00:07:23: Die habt ihr immer weitergemacht?
00:07:24: Genau, genau neben den ganzen anderen Unternehmen.
00:07:28: und aber in den neunziger Jahren die meisten Unternehmen wie jetzt Verpackungen... Verpackungsmaschinen, dann Zapfsäulen hatte ich ja vorhin erwähnt glaube ich auch.
00:07:39: und da gab es noch viele andere Unternehmen.
00:07:41: die haben wir dann verkauft.
00:07:42: Also dein Opa hat quasi ganz viel dazugekauft und auch gegründet oder co.
00:07:46: Dein Vater war denn eher für Strukturierung und auch mal was abgeben und ein bisschen Geld verdienen?
00:07:51: Genau mein Vater ist neunzehntesiebzig dazu gestoßen und Großvater war immer sehr auf Umsatz bedacht.
00:07:57: und dann hat man Vater gesagt, ja wir müssen irgendwann mal anfangen auch Geld zu verdienen.
00:08:02: Das haben wir dann ja mit der Arena gestartet und über die Jahre haben wir uns dann ausschließlich auf die Automation konzentriert.
00:08:11: Also, die Nadel war eigentlich noch das Letzte was wir in dem Jahr zwei Tausend Zwei verkauft haben.
00:08:17: Also einmal das Portfolio komplett bereinigt und alles rausverkauft was da nicht Automationen waren bis zum Jahr zwei tausendzwei.
00:08:23: Und man kann auch sagen Wir sind eines der ganz wenigen Unternehmen die es geschafft haben von einer kompletten anderen Industrie in eine neue Industrie zu gehen und da auch dann wieder zum Marktführer zu wachsen.
00:08:36: Krass, okay.
00:08:39: Wann bist du dazu gekommen?
00:08:41: Ich bin vor knapp zwölf Jahren dazugekommen.
00:08:44: Zwei tausend dreizehn war das.
00:08:46: Okay, das heißt, da wart ihr in dieser Automatisier in der Zuführtechnik schon Weltmarktführer auch, wo du dazubekommen
00:08:53: bist.
00:08:53: Und du hattest mir erzählt Also es gibt ja zwei wesentliche Systeme für diese Zuführtechnik.
00:09:00: Kannst du dazu noch kurz was sagen und vor allem von wem ihr das eine System gekauft habt?
00:09:04: Es gibt um so ein Zufüllsystem zu bauen, braucht man verschiedene Komponenten unter anderem eben dass das Wichtigste die Antriebe dafür haben.
00:09:14: Es gibt also einen sogenannten Rundantrieb und einen Linearantrieb Ja.
00:09:17: Und diese Antriebe, die erzeugen Vibration und anhand der Vibation kann man dann eben die Teile im System in Bewegung setzen und ihm dann in die richtige Lage versetzen.
00:09:28: Okay, das heißt Zuführung findet am Anfang eines Produktionsprozesses statt.
00:09:32: Ich sage es mal ganz vereinfacht da kommen drei LKWs.
00:09:35: Wir machen's mal an und du hast mir den Gillette-Rasierer als Beispiel genommen.
00:09:38: Der Gillettrasierer hat einen Kunststoffteil des Handteils Er hat die Klinge und er hat diesen Schutz, den klingen Schutz.
00:09:44: Drei Lkwes kommen, kippen drei verschiedene Haufen ab Und jetzt müssen die Haufen ja irgendwie auf die Produktion strecken damit der Rasierer zusammengebaut wird Eure Zufühlsysteme schaffen ist Dinge in die richtige Position zu bringen über Schwingungen und Federn, und Vibration.
00:10:00: Das ist das System?
00:10:01: In erster Linie über Vibation.
00:10:03: Wir würden dann den Griff von so einem Rasierer, der kommt in einen sogenannten Sortiertopf zum Beispiel und wird dort in die richtige Lage gebracht und dann eben wie wir dazu sagen lag richtig zugeführt damit er dann im Montageprozess... In der Montagelinie wird er eben entsprechend abgegriffen und dann mit der Rasierklinge und der Schutzkappe verheiratet.
00:10:28: Aber die müssen ja irgendwie eben zugeführt werden.
00:10:31: Früher hat man das händisch gemacht, da hat man es eben dann händig zusammengesetzt oder man muss das Händisch der Maschine geben.
00:10:36: Irgendwo
00:10:36: reingreifen?
00:10:37: Genau!
00:10:37: Und
00:10:38: dann hat man dass händische quasi zugeführt und das hat man eben dann angefangen irgendwann zu automatisieren und diese Prozessschritte, dass eben keiner mehr händish das machen muss sondern dass das die Maschine macht.
00:10:48: von der Dimension her, im Satzwerkstab.
00:10:51: fünfzig Prozent der Dinge die ihr im Haushalt findet gingen irgendwann immer so Zuführmaschinen.
00:10:55: Das heißt wirklich eure Kunden sind die Marken, die wir auch kennen.
00:10:59: dazu könnte eine Lego gehören, eine Playmobil, ne Gillette, ne Pfizer Querbeet.
00:11:05: alle brauchen irgendwo in der Produktion Zuförung?
00:11:09: Das ist ein Thema
00:11:10: das ist richtig.
00:11:10: also es gibt keine Industrie die nicht automatisiert produziert gibt's nicht.
00:11:15: die meisten haben eben irgendwo vollautomatisierte Montagelinien dann stehen, um dann eben millionenfach irgendwelche Produkte herzustellen.
00:11:23: Und das geht los natürlich auch im Automotivebereich.
00:11:25: aber eben Pharma-Medizin, Kosmetik, Lebensmittel, Babybell oder Espresso-Kapseln, haben wir auch schon zugeführt.
00:11:35: Legostein, Ikea-Saniere, you name it!
00:11:39: Okay, das heißt aber im Prozess der Kunde kommt zu euch und der kunde hat ein Zuführproblem.
00:11:44: Der kennt also sein Produkt?
00:11:46: und sagt ich muss jetzt gucken, ich bin Loreal.
00:11:49: Ich muss fünftausend fünfhundert Millionen Watt-weiß-Egg Leadschatten herstellen.
00:11:54: Das sind die Komponenten, die ich zuführen muss.
00:11:57: Und jetzt baut mir mal bitte die Maschine.
00:11:59: Man kann also nicht einfach sagen ihr habt ein Zuführmaschinen online Shop Da gibt es zehn Maschinen und ich guck gerade welche mir passt.
00:12:05: Das ist im Regelfall jedes Mal für ein neues Problem eine neue Zuführung.
00:12:09: Die ist dann immer sehr ähnlich zu, ich habe da sicherlich ein paar Zehntausend Maschinen schon einen Verkehr gebracht, zu Dingen die ihr schon mal gebaut habt.
00:12:15: aber jeder Kunde hat ja eine gewisse spezielle Anforderungen was die Geschwindigkeit angeht und die Lage der zu sortierenden Sachen.
00:12:22: das ist die Herausforderung.
00:12:23: Ihr baut eben seine Speziellen, es sind Unikat die Maschine.
00:12:26: Wir sagen auch wir sind Unikart-Bauer, wir sind Sondermaschinenbauer.
00:12:29: Warum Sondernmaschinenbau?
00:12:31: Weil Jedes Mal ein Unikat bauen, eigentlich kann man sagen fast jedes mal eine Neuentwicklung.
00:12:39: Natürlich bauen wir auch auf Standards auf und natürlich gucken wir auch okay wie führen wir das Teil dann am besten zu?
00:12:46: Können wir das in sogenannten Sortiertopf zuführen?
00:12:48: können wir das auf der Lineartstrecke zuführen?
00:12:50: oder im Zentrifugalförder gibt es verschiedene Möglichkeiten.
00:12:53: Das hängt immer stark ab davon, wie das Teil aussieht.
00:12:58: Die Werkstückgeometrie würde dazu sagen und auf dieser Basis sagen wir dann okay das können wir in dem System am besten zugeführt bekommen.
00:13:08: Und da unterscheiden wir in zwei Antriebsarten diesen Rundantrieb und den Linea-Antrieb.
00:13:13: kannst du dir nochmal kurz beschreiben für...
00:13:16: Genau also ich hatte eben gesagt es passiert über Vibration dass die Teile irgendwie im System gefördert werden und dann zugeführt werden, deswegen Zufil-System.
00:13:26: Und dafür braucht man eben sogenannten Rundantrieb.
00:13:28: Das heißt wenn ich jetzt so eine Topflösung nehme, so ein Sortiertopf, dann muss ich den auf diesen Antrieb montieren.
00:13:36: Dieser Antrieb besteht eigentlich hauptsächlich aus vier Komponenten kann man sagen, so einer Gegenmasse.
00:13:41: Dann oben sagen wir dazu einen Schwinger und dazwischen sind Federpakete, Stahlfedern montiert die Gegenmaße mit dem Schringer verbinden.
00:13:51: Die werden über einem Magnet.
00:13:53: Der Magnet zieht dann eigentlich im Grunde über die Feder zurück und lässt sie wieder los.
00:13:57: Und dadurch entsteht eine Schwingung, deswegen so ein Schwingungsprinzip.
00:14:01: Das kann man auf der anderen Seite noch linear machen.
00:14:03: das ist dann einen sogenannten Linea-Antrieb und der vibriert oder der fördert die Teile nicht in einem Rundlauf wenn man so möchte sondern eben geradeaus.
00:14:14: Okay das heißt der Linea Antrieb kann quasi, der würde schneller funktionieren weil es Strecken sind die man nebeneinander aufbauen kann und der Rundantrieb ist immer so wann oder sowas wo du eben.
00:14:24: Ja man muss immer gucken und unterscheiden okay wie ist die gewünschte Menge?
00:14:28: Wie groß ist das Werkstück?
00:14:32: Kann ich die Menge erreichen in der Kunde möchte wenn ich jetzt über zwei- oder drei Bahnen mache?
00:14:38: mit so einem Sortiertopf auch dann irgendwann am Ende, also ich sage mal da kann man vielleicht noch sechs bis acht Bahnen wo man das Teil dann rauslaufen lässt und das war es dann.
00:14:46: Das heißt wenn ich wirklich sehr hohe Mengen brauche, dann eignet sich sehr gut zu ein lineares Zufelsystem weil wie du gerade schon richtig sagtest, kann nicht auf der Linearstrecke, kann ich bis zu dreißig Bahnen gehen je nach Werkstücksgröße und habe natürlich eine deutlich höhere Output Rate als jetzt.
00:15:03: bei so einem kleinen Topf Werbung
00:15:09: Moin, heute wieder mal Werbung in eigener Sache.
00:15:11: Das heißt ich suche neue Kolleginnen und Kollegen für mein Affiliate-Netzwerk Etzel und das ist eine Zeit wo die meisten Unternehmen mithilfe der KI-Draschelstellen reduzieren.
00:15:20: wir suchen Verstärkung.
00:15:22: Wen suchen wir eigentlich?
00:15:23: Wir suchen aktuell PAP-Entwickler, Leute für das New Sales Team und vor allem auch fürs Key Account Management also für die Bestandskundbetreuung.
00:15:30: Und wenn du noch gar nicht weißt was du eigentlich werden willst haben wir auch für die in einigen Monaten die Ausbildung suchen einiges im Angebot!
00:15:36: Wir suchen Kaufmänner, Kauffrauen für eCommerce Mediengestalter IT System Management oder Fachinformatiker für die Anwendungsentwicklung.
00:15:44: Wenn ihr uns schreiben und euch bewerben wollt, dann tut das bitte an jobs at businessangels.de oder ihr geht auf www.businessangels .de slash Jobs.
00:15:53: Ihr findet allerdings zu den Shownotes und jetzt zurück zum Podcast.
00:15:59: Werbung Ende.
00:16:01: Das heißt für mich... Ihr seid ja Weltmarktführer.
00:16:03: da geht es auch oft, weil ich jedenfalls hier so kennengelernt um Patente und Rechte und Dinge die man mal irgendwann erfunden hat.
00:16:09: Das Lustige ist, den Rundantrieb, den habt ihr nicht erfunden.
00:16:12: Den habt ihr gekauft?
00:16:13: Ja genau das waren die Anfänge.
00:16:14: also als damals nach einer Möglichkeit gesucht haben wie man die Nadelproduktion eben effizienter machen kann oder produktiver haben wir ja dieses Antriebsprogramm das war in erster Linie der Rund antrieb von der Firma Schäffler abgekauft.
00:16:29: Schäffer sind die, die ein Milliarden Unternehmen führen und damals konnte übernehmen wollten.
00:16:34: Also da gab es auch wieder oder haben uns zurück.
00:16:38: Ja, das war damals tatsächlich ... oder hat mein Vater auch sogar mit der Elisabeth Schäffler noch gesprochen.
00:16:45: Und die hatten diese Antriebe schon im Programm und konnten wir den dann abkaufen.
00:16:50: Das war dann der Start.
00:16:52: Wir haben selber noch diese Linearantriebe entwickelt und natürlich auch diese Rundantrieb weiterentwickelt.
00:16:58: aber das war der Beginn.
00:16:59: D.h.,
00:17:00: das Recht?
00:17:01: Alle Patenter um diesen Antrieb habt ihr erworben Und das war für Familie Schäffler auch okay.
00:17:06: Sie vermissen es jetzt nicht heute oder irgendwas anderes?
00:17:09: Das war damals okay, die war glaube ich eine gute Überzeugungsarbeit meines Vaters, der da geleistet hat.
00:17:15: und ja sie waren bereit das abzugeben und wir haben dann eben was daraus gemacht.
00:17:21: Krass!
00:17:21: Okay und habt ihr diesen Linearen-Trieb Habt ihr den dann selber entwickelt, was ja eine andere Variante ist?
00:17:27: Den haben wir tatsächlich dann selbst entwickelt.
00:17:29: Weil es gibt da auch verschiedene Typen von Linneantrieben.
00:17:33: Es gibt natürlich auch viele andere Hersteller die solche Antriebe entwickelt haben aber ein bisschen anders als wir und wir haben einfach unser Know-how damit einfließen lassen.
00:17:43: Und also wenn du heute unseren Linnea-Antrieb ansiehst, dann sieht der schon ganz anders aus als was du sonst so am Markt findest.
00:17:52: und die sind auch bekannt dafür, die leistungsstärksten Antriebe zu sein im Markt.
00:17:57: Da kann man die höchste Performance mitfahren, die höhsten Gewichte...
00:18:01: Und du sagst es ja für euch ging das quasi so richtig los in einem Zeitalter der Automation also siebzig-achtzig Jahre auch in Deutschland wo da viel passiert ist?
00:18:08: Dein Vater war ja da angehend auch ein Schlaufuchs vom Herrn ihr habt ja nicht, ihr habt er quasi angefangen irgendwann auch eure Antrieber an den Wettbewerbs zu verkaufen.
00:18:17: Genau, relativ schnell sogar.
00:18:19: Hat uns jeder für verrückt erklärt oder mein Vater damals... Weil
00:18:23: ihr das Know-how herausgegeben habt eigentlich?
00:18:25: Genau weil heute war ja das Kernstück der Anlage.
00:18:27: Das war der Antrieb.
00:18:29: Der war damals schon bekannt dafür, der beste Antrieb im Markt zu sein.
00:18:32: Ist er heute immer noch, sagen wir mal ist der Ferrari unter den Antrieben und ... In den siebziger Jahren ging das ja los mit der Automatisierung.
00:18:43: Da schossen dann aus dem Boden sich kleine Zufil-Technikfirmen, die auch alle Zufilsysteme bauen wollten weil natürlich die Industrie anfing zu automatisieren und da ein Riesenbedarf war.
00:18:53: aber die hatten alle keine Antriebe.
00:18:55: Und dann haben wir gesagt okay, dann verkaufen wir doch unsere Antrieben.
00:18:59: und dann haben alle gesagt ihr seid da bekloppt!
00:19:01: Das ist auch euer Wettbewerbsvorteil.
00:19:04: Wenn wir den nicht die Antriebe verkaufen, dann tut es irgendwann jemand anders.
00:19:08: und das war sehr smart weil dadurch also mittlerweile dieser Antrieb auch ein Industriestandard wird.
00:19:13: zum Beispiel bei Automobilherstellern wie VW steht er im Pflichtenheft zb.
00:19:19: Und... Eure
00:19:20: Antrieb steht bei dem Pflichtnächt?
00:19:22: Ja so als Industriesteinard wird da drauf verwiesen.
00:19:29: Ja, und das war sehr schlau wie gesagt.
00:19:32: Weil heute kann man sagen es gibt so hundert Wettbewerber in Deutschland und davon würde ich sagen haben achtzig unsere Antriebe, bauen auf unseren Antrieben auf.
00:19:41: Wow!
00:19:42: Okay Das heißt für mich ihr seid rein von der Mannstärke, der größte auch in Deutschland.
00:19:47: Aber auch weltweit da sehr groß unterwegs vielleicht sogar da der größste.
00:19:51: das ist aber schon eine Branche wo viele, wo es auch Unternehmen gibt mit zehn Mitarbeitern die sich im Sonnermaschinenbau schon kümmern, die niemals einen eigenen Antrieb vielleicht auch hinbekommen würden, die kaufen den als Komponente einfach bei euch ein.
00:20:02: und da seid ihr gesetzt, aber es ist doch ein recht großer Markt Mit vielem Wettbewerb auch das heißt dementsprechend relativ preis sensitiv.
00:20:10: also nur weil ihr Marktführer seid könnt ihr es nicht direkt als Doppelte verlangen.
00:20:13: Nein natürlich nicht.
00:20:14: und dann ist es ja so dass ihr natürlich zum Schluss musstest ein Ingenieur oder da muss viel Gehirnschmalz rein fließen, es ist kein Material Game sondern es ist wirklich so dass für jeden Kunden eine Lösung gearbeitet werden muss.
00:20:25: Das ist natürlich schon teuer
00:20:29: Das richtig.
00:20:29: Aber wie du schon richtig sagst, es gibt viel Wettbewerb und natürlich müssen wir uns auch gegen unsere Wett bewerber behaupten und auch in Preiskämpfe gehen.
00:20:38: Wenn man zum Beispiel jetzt unser Linearen zu viele Systeme anschaut da haben ja schon einen Wett Bewerbsvorteil weil da gibt's nicht viele die diese Systeme bauen vor allem nicht in der Größe mit der Leistung.
00:20:50: Da können wir dann vielleicht schon manchmal ein bisschen mehr für verlangen.
00:20:54: Aber in den klassischen oder konventionellen Zufassystemen gibt es einfach sehr viel Wettbewerb.
00:20:59: Ich habe ja gesagt, allein in Deutschland über hundert und wenn man jetzt mal auf Europa guckt, da gibt's noch dann auch viele mehr.
00:21:06: Und gegen die muss man natürlich auch bestehen, auch preislich.
00:21:10: Wenn ich so was höre, mache ich mir immer ein bisschen Gedanken.
00:21:12: Ich höre auf fünfhundar Mitarbeiter.
00:21:13: Ich hab geguckt wie man daumen siebzehnt, fünfundsiebzehn Millionen Umsatz.
00:21:16: Das ist die größte Ordnung der unterwegs seid.
00:21:18: das kann ja jetzt per Definition mit viele Standorte in Deutschland sehr denkintensiver Sport in jeder betreibt.
00:21:27: Da könnt ihr jetzt wahrscheinlich keine Marge von fünfzehn Prozent einfahren, da sind wir deutlich deutlich drunter oder?
00:21:31: Das ist so also als Sondermaschinenbauer.
00:21:37: jedes jede Anlage ist ja eine Unikat einer Entwicklung und gerade wenn das doch auch komplexere Werkstücke sind dann hast du auch nicht sofort die Lösung.
00:21:49: Du musst noch mal ne Schleife drehen oder vielleicht auch drei.
00:21:52: Das heißt, frisst es dir die Stunden auf.
00:21:55: Die du am Anfang kalkuliert hast und dann verdienst auch meistens gar kein Geld daran.
00:22:00: Es wird erst dann interessant wenn sich das Produkt zum Beispiel im Markt durchsetzt und der Kunde zurückkommt und sagt hey, das ist jetzt ein erfolgreiches Produkt.
00:22:09: Das haben wir z.B.
00:22:09: gesehen bei dem Abnehmpen von Novo Nordisk.
00:22:13: Da dürfen wir auch relativ viele Anlagen hinliefern um eben die Teile für diesen Abnehmpen zuzuführen.
00:22:18: Und ja und dann macht das natürlich Spaß weil kriegen wir wieder Hohlaufträge und daran können wir dann auch Geld verdienen.
00:22:25: Und natürlich alles, was jetzt ich sage mal relativ einfach zuzuführen ist klar das ist sehr wettbewerbsintensiv und da sind die Margen dann deutlich deutlich geringer.
00:22:37: In welchen Preisregionen bewegen wir uns da?
00:22:40: Was kostet Die kleinste Zuführmaschine, was führt die zum Beispiel zu?
00:22:43: und was kostet eine wirklich große Spezialzuführ Maschine?
00:22:46: Und für was ist sie dann?
00:22:47: Also das geht los bei relativ einfache Teile.
00:22:51: Eine kleine Anlage vielleicht bei vier-fünftausend Euro.
00:22:57: Einfaches Teil wäre
00:22:58: z.B.,
00:22:58: also eine Unterlegscheibe oder eine einfache Schraube, die man einfach nur so einhängen muss und zuführen muss.
00:23:05: Wir sagen dann dazu frei auslaufen.
00:23:07: Also gibt es dann keine Vereinzelungen nachher hinten?
00:23:09: Es ist da ne sehr, sehr einfache Anlage.
00:23:11: Hintereinander
00:23:11: weg Zuführung, keine Ordnung des Gutes sondern einfach hintereinander rein?
00:23:14: Doch schon auch ne Ordnung also schon ne Positionierung und dann eben ne Sortierung das schon aber eben dann ein einfaches Teil und kleine Anlage und das geht dann vielleicht bei vier-fünftausend Euro los.
00:23:29: Die größten Anlagen, die können dann schon mal so einen Durchmesser von Meter dreißig haben und eine Länge von vielleicht drei Metern.
00:23:37: Das sind ja schon so richtige Trümmer.
00:23:38: Wir haben jetzt zum Beispiel mal für Ovo Maltine den Löffel für das... für Kakaopulver zugeführt.
00:23:46: Das
00:23:46: ist ein schöner Heißgetränk aus der Schweiz?
00:23:47: Ja,
00:23:48: genau!
00:23:50: Dieser Plastiklöffel, der in jeder Packung mit drin ist,
00:23:53: da
00:23:53: macht ihr die Zuführung.
00:23:54: Da geht es durch unsere Anlage gegangen und das ist ein Riesentrummer.
00:23:58: So eine Anlage kann dann auch easy mal so bis dreieinhalbzigtausend Euro kosten.
00:24:02: Okay, jetzt stelle ich mir vor, ich habe letztens jemanden hier der macht Pumpen.
00:24:05: Also er hat einen Pumpenwerk übernommen und dann sind die Pumpen so in großen Wasserbetrieben hier.
00:24:09: Die so Städteversorgung und sowas.
00:24:11: Und der sagt ja supergeil wir machen Qualitätsprodukte im Corona.
00:24:13: Ich hab auch mal gesagt Ja wer das hält ja bestimmt vierzig Jahre und ihr müsst von hier ran oder?
00:24:17: Der sagt so ja das ist leider so Das ist bei euch auch so oder?
00:24:20: Ja da kann man so sagen also Wir kriegen manchmal Antriebe zurück.
00:24:23: die haben fünf zwanzig jahre in der Schraubenindustrie Schraubenzugeführt, denn sie sehen dann auch so aus aber die funktionieren halt noch.
00:24:30: Und dann sagt der Kunde, machen wir mal einen neuen Sortiertopf.
00:24:32: Weil er ist jetzt nach zehn oder zwanzig Jahren durch.
00:24:37: und aber der Antrieb, der funktioniert halt noch ja.
00:24:41: Okay, und rein vom System hier die Businessmodelle verstehen also ihr macht einmal, ihr liefert die Komponenten zu?
00:24:46: Die Antriebe für andere?
00:24:48: Ihr stellt selber für Kundenspezialmaschinen her, muss ich mir denn vorstellen dass ein Monteur von euch mit der Maschine zum Kunden fliegt und die vor Ort instadiert.
00:24:56: Und ihr noch an warten also Wartung haben wir gerade festgestellt so viel zu warten ist an eurem Maschinen nicht die laufen eigentlich ganz gut durch oder ist es gar nicht das Game, sondern der Kunde nimmt die Maschine im Regal vermitzt hat selber vor Ort Monteure und Co.
00:25:06: Und
00:25:07: ja also meistens ist es so dass der kunde die Die Anlage bei uns im haus abnimmt wenn sie fertig ist gibt's einen sogenannten final acceptance test und dann wird eben alle kriterien müssen erfüllt werden.
00:25:21: Dann wird die anlage abgenommen und dann verschicken wir die zum Kunden und der integriert die dann in seine montage linie.
00:25:28: Meistens machen die das selber, weil sie auch relativ fit sind natürlich als Sondermaschinenbauer.
00:25:33: Wir bieten aber auch dann einen Inbetriebnahme an.
00:25:35: also das heißt es gibt auch Kunden, die sagen hier kommt man vorbei und helft uns die Anlage dann bei uns in die Montage Linie zu integrieren.
00:25:44: Das machen wir auch.
00:25:45: Okay!
00:25:47: Und jetzt hat ja der Oper hat eine ganze Menge gekauft auch an Unternehmen.
00:25:51: Dein Vater hat eine ganz Menge Unternehmen auch wieder verkauft.
00:25:55: Wie handhabst du das im Alltag?
00:25:58: Ich würde sagen, es ist so ein Mix von Beidem.
00:26:02: Seitdem ich da bin, der erste Zugauf war in den Jahr- und Jahrzehnten.
00:26:08: Da haben wir einen Startup-Unternehmen aus München gekauft – reine Software-Sache, die tatsächlich die Zuführtechnik digitalisiert haben.
00:26:19: Die haben eine Simulationssoftware entwickelt und auch eine KI-Plattform.
00:26:24: Und das war ein echter Gamechanger für uns.
00:26:26: Wir haben immer nach was gesucht, was im Softwarebereich auf was man aufbauen kann um einfach besser zu werden.
00:26:36: und ja und das war so ein Unternehmen und seitdem haben wir noch jetzt muss ich gerade überlegen zwei weitere Unternehmen gegründet.
00:26:46: Ja du kannst sagen in den letzten fünf Jahren sind drei neue Unternehmen dazu gekommen.
00:26:50: zur Gruppe
00:26:51: Okay Und München, das gerade in den Jahr zwanzigundzwanzig gesagt ist, war ja das Corona-Jahr.
00:26:56: Also da haben in München ein paar Doktoranden oder Studenten etwas gebaut was quasi diesen Gesamtprozess ... es war ja vorher so Kunde kommt zu euch sagt dass es gut was zu sortieren gilt Feuer frei und dann habt ihr angefangen zu bauen.
00:27:08: Das was die Jungs aus München gemacht haben ist Die konnten das Feuer simulieren bevor ihr irgendwas gebaut habt.
00:27:14: das ist die Kerntechnologie dahinter
00:27:16: Genau.
00:27:17: also das waren zwei Zwei Dinge, die die entwickelt haben.
00:27:20: Einmal genau diese Simulationssoftware.
00:27:21: Also die haben echten digitalen Zwilling vom System abbilden können und das war wirklich ein Game Changer weil du musst dir vorstellen wenn du so einen Teil in den System reinschützt ist es ja erstmal Chaos und du weißt gar nicht wie dieses Teil sich nachher bewegt.
00:27:34: anhand der Vibration und das haben sie entschlüsselt wenn man so möchte und sodass eben die Teile dann am PC In der Konstruktionsphase kannst du die Anlage quasi schon laufen lassen und dann überprüfen, ob die Sortierung oder dein Sortierkonzept funktioniert bevor du halt eine Schraube anpackst.
00:27:53: Also das war wirklich Wahnsinn!
00:27:54: Und daneben hatten sie noch eine KI-Plattform gebaut und das haben wir uns zur Nutze gemacht.
00:28:00: nachdem was funktioniert hat mit der Übernahme haben wir da eine eigene KI-Platform entwickelt wo die heute zum Beispiel jeder Projektingenieur und auch die Konstruktion nutzt, wo dann eben Teile vom Kunden hochgeladen werden können.
00:28:12: Und dann sehen wir halt sofort – haben wir ja schon mal eine Anlage gebaut für dieses Teil oder für ähnliche Teile?
00:28:19: Ah ok!
00:28:20: Also der Kunde kommt quasi und sagt das ist meine Schraube, die ich zu sortieren habe.
00:28:23: Heute könnt ihr das reinschmeißen, die Katzeichnung der Schrauben.
00:28:26: Euer System guckt hat mir schon einmal was ähnliches gemacht und kann darauf schon anfangen zu simulieren.
00:28:30: Das heißt du könnt dem Kunden relativ schnell sagen Wir können's Das wird es ungefähr kosten, das ist Produktionszeit.
00:28:35: Also ihr könnt ganz viel vorher am Rechner schon machen.
00:28:38: Um zu simulieren müssen wir erst konstruieren.
00:28:41: Aber wir können damit relativ... Wir kommen deutlich schneller zur Lösung weil entweder wir haben das Teil schon mal zugeführt, weil früher ist das vielleicht irgendwo in der Excel-Datei untergegangen oder der Mitarbeiter ist in Rente gegangen und dann wusste keiner mehr ob er das schon mal zugeführt hat oder nicht wenn das schon vielleicht acht oder zehn Jahre zurück war.
00:28:58: Heute sehen wir das und wir sehen dann vor allem, wenn es auch ein ähnliches Teil von der KI vorgestiegen wird.
00:29:06: Dann können wir halt in diesen Auftrag reingehen und sehen genau okay welche Art von Zufallsystem.
00:29:12: wie sah die Lösung aus?
00:29:13: Wir haben Fotos, Videos von der Anlage.
00:29:15: Das heißt, es hilft unseren Ingenieuren viel schneller zu Lösungen zukommen.
00:29:18: Und wenn du so viele Leute, also ihr werdet ja damals zwanzig-zwanzig wahrscheinlich schon vierhundert Leute oder sowas gewesen sein.
00:29:23: Also ihr wart relevant groß schon da stößt du auf eine Lösung?
00:29:25: Ihr habt auch in dem Bereich geguckt ob ihr irgendwas dazu kaufen könnt und das hat dann aber wirklich gepasst.
00:29:30: wie Arsch auf einmal heißt die haben sich gefreut über eure Daten.
00:29:34: Ihr habt euch gefreud dass hier quasi wirklich etwas.
00:29:36: also das war auch von Anfang an wahnsinnig hoher fit.
00:29:39: Das hat man schnell gemerkt.
00:29:41: Wir hatten das riesenglück.
00:29:44: Die beiden Gründer, die haben aus Unternehmungsunternehmen gegründet.
00:29:47: Sie kamen beide von der TU München und sag jetzt mal so verrückt waren gesagt haben okay wir versuchen jetzt mal die Zuführtechnik zu entschlüsseln Und dann eben auch angefangen haben.
00:29:57: die tauchten auf einmal bei den ersten Kunden von uns auf.
00:30:01: Ich bin dann aufmerksam geworden.
00:30:03: Das war im Frühjahr, aber es war ein kompletter Lockdown und ich musste gucken wie ich da runterkomme.
00:30:09: Ich habe mit den Jungs Kontakt aufgenommen und saß tatsächlich auch am ersten Flieger nach dem Lockdown.
00:30:17: Alleine in der Lufthansa-Maschine nach München von Düsseldorf.
00:30:19: Ganz alleine?
00:30:21: Ganz allein, ich war wirklich alleine weil keiner sich traurte zu fliegen.
00:30:23: Ich habe gesagt okay komm egal du fliegst jetzt da runter und dann bin ich zu den Jungs hin und hab die kennengelernt persönlich und hat direkt gepasst.
00:30:31: und ich war richtig total hin und weg und beeindruckt von dem was sie da entwickelt hatten und habe gesagt ok jetzt muss ich nochmal zurückfliegen und unsere Techniker den das erzählen und die aber auch hierhin bringen, weil wenn sie genauso begeistert sind wie ich dann ist es ein wirklicher Game Changer.
00:30:47: Und das haben wir dann gemacht!
00:30:48: Ich bin dann zwei oder drei Wochen nochmal mit meinem Geschäftsführer-Kollegen einen technischen runtergeflogen, unseren technischen Leiter und die kamen also genau so begeistered wie ich zurück und haben gesagt okay let's go!
00:31:02: Okay, also das hat wirklich... Das war einer der entscheidendsten, prägesten Zukäufe auch für das Unternehmen in Summe.
00:31:07: Absolut!
00:31:08: Also wir haben dann, da es natürlich noch ein bisschen gedauert, saßen dann, glaube ich im November, in den Jahr-Zwischen, tatsächlich beim Notar... Und das hat dann auch funktioniert.
00:31:19: Ende November war das und ja zum ersten, ersten, zwei tausendundzwanzig unter neuem Namen RNA Digital Solutions haben wir das genannt.
00:31:28: Dann gestartet und sofort angefangen mit den Kollegen aus Aachen ganz eng zusammenzuarbeiten um diese KI-Plattform dann zu bauen für unsere Daten und wie du sagtest, also der Game Changer war für beide.
00:31:42: Wir haben gesagt okay wir wollen eure Technologie die Software und die haben gesagt ok wir haben aber nicht genug Daten, wir wollen euren Daten.
00:31:49: Das war ja euer... Ich habe am Anfang das Spoiler-Tab quasi gesagt, dass wir erfahren, warum Zughäufe in der Krise wirklich trotzdem Spaß machen können und warum man auch die Augen aufhalten muss.
00:31:57: Das wäre der erste Zugauf in der Krise.
00:31:59: Es war Corona.
00:32:00: also nochmal um die sehr jungen Zuhörerinnen hier daran zu erinnern.
00:32:04: Das war eine Zeit gerade zwanzig zwanziger im Anfang da wusste niemand ob er in drei Monaten noch lebt weil es gab diverse Schreckenszenarien.
00:32:12: Ich meine, wir reden ja auch davon.
00:32:13: Der weltweite Warenverkehr stand ja auch still und so.
00:32:15: Ja, es
00:32:16: war eine verrückte Zeit.
00:32:17: Also keiner wusste was passiert.
00:32:18: Hat sich
00:32:19: noch ein Schiff quergestellt im Sureskanal so ungefähr?
00:32:21: Wirklich crazy!
00:32:27: Das ist der Game Channel, nachdem wir immer gesucht haben und darauf haben wir dann wirklich sehr viel aufbauen können.
00:32:31: Also heute sind wir ja sehr digital unterwegs und aufgestellt daraus.
00:32:35: Wir haben sehr viele digitale Tools darauf entwickelt also auch mit den Kollegen aus München.
00:32:41: In etwa
00:32:42: Zehntausend Arbeitsstunden pro Jahr.
00:32:43: Also schnell sowas!
00:32:46: Natürlich sind wir damit deutlich besser geworden in den Prozessen aber eben auch... Wir können jetzt dem Kunden, was sonst keiner kann zeigen.
00:32:55: Guck mal hier unser Konzept das, was wir für dich uns überlegt haben.
00:32:58: Das können wir dir jetzt schon zeigen dass es funktioniert bevor die Anlage eben gebaut ist.
00:33:02: Ihr habt ja noch zweimal in der Krise und das war gar nicht so lange her.
00:33:04: Es waren zwanzig, fünfundzwanzig.
00:33:06: Habt ihr noch zwei Mal zugeschlagen?
00:33:08: Ja da haben wir nicht gekauft.
00:33:09: Da haben wir tatsächlich nochmal gegründet auch aus der Situation heraus also einmal Ende vierundzwantig.
00:33:19: Und ja... schon Krisenmodus angesagt.
00:33:24: Da haben wir von unserem größten Wettbewerber, der so ein bisschen in Schieflage geraten ist aber er ist übernommen worden und daraus haben sich verschiedene Probleme ergeben.
00:33:35: da sind einige Mitarbeiter dann auch weg und wir haben die Gelegenheit beim Shopfe gepackt und haben das Kernteam für uns gewinnen können und haben eine neue Gesellschaft gegründet in der gleichen Stadt wie von dem Wettbewerber.
00:33:50: und die machen heute genau das gleiche, aber noch besser.
00:33:54: Heute können wir das auch simulieren, dass der Wett bewerber nicht kann.
00:33:59: Wie viele Leute waren es denn?
00:34:00: Wie groß ist so ein Team?
00:34:01: Das
00:34:01: waren zwölf Leute und mittlerweile sind's glaube ich fünfzehn und denke werden bis auf zwanzig Leute zum Jahresende anwachsen.
00:34:10: Und da war klar... Das, was die machen, was sie können, könnt ihr eins zu eins bei euch integrieren.
00:34:15: Also es war klar, ihr könnt das in den Vertrieb bringen.
00:34:17: Es war klar ihr braucht dieses Produkt.
00:34:19: Das ist ein Know-how, was ihr euch einfach dazukaufen konntet.
00:34:21: Da wusstet ihr auch, dass passt super!
00:34:22: Ja, das war eine super Ergänzung zum Produktportfolio weil der Seitbewerb macht etwas andere oder er macht auch Zufüllsysteme aber der fräst die vor allem also der freist die Töpfe und wir haben die vorher... Oder machen wir immer noch entweder gedruckt oder dann händisch hergestellt.
00:34:40: Druck heißt drei D-Druck?
00:34:41: Drei
00:34:41: D-druck, genau!
00:34:44: Und jetzt können wir sie eben auch fräsen und sind dann auf die Kunden natürlich los, die sonst auch vom Wettbewerber gekauft haben und ja, sind damit gut gestartet.
00:34:59: Das heißt neben den Antrieben verkauft ihr jetzt auch das direkt an den Kunden Diese, diese Sachen die ihr vorher gedruckt habt was die neue Firma macht.
00:35:06: Das ist auch das machen die nicht nur exklusiv für euch das machen sie auch genau.
00:35:10: das ist also ein Teil der Gruppe und die bauen Zuführsysteme Genau wie wir das auch tun.
00:35:15: ja
00:35:16: diese Kunststoff gefräßten Töpfe da ist auch eine ich sag jetzt mal technisches Know-how dahinter gerade wie du das fräst Und dass es vor allem für klein Klein und Kleinst Teile nennen wir das Das kann zum Beispiel so einen mini Chip sein der auf so eine Platine nachher kommt.
00:35:33: Wir sagen auch gerne mal Vogelfut dazu, alles was so Kleinteile sind.
00:35:37: Und da sind die einfach sehr gut drin.
00:35:39: Da wir machen auch Kleinteilen aber dann eben wie gesagt es geht bis zum Ovo-Maltino-Löffel und wir machen eben viel von diesen Kleinsteilen und deswegen war das eine super Ergänzung.
00:35:47: Und
00:35:48: denn gab's noch ne zweite Firma die gegründet hat, ne?
00:35:50: Vor kurzem erst!
00:35:51: Genau vor kurzem zum Jahresende letzten Jahres.
00:35:55: also sie sind jetzt zum ersten ersten dann in Betrieb gegangen dass allerdings auf der lieferanten Seite.
00:36:02: Dann ein wahnsinniges Problem.
00:36:04: Also einer unserer Schlüssellieferanten, der ist auch übernommen worden und wir haben dann einfach verschiedene Probleme feststellen müssen über die Zeit.
00:36:13: Und auch dort hatten wir die Gelegenheit, Leute für uns zu gewinnen weil sie da weg sind.
00:36:21: Da haben wir gesagt, bevor jetzt dieses Know-how weg ist lassen Sie uns ansprechen ab dem ich Lust habe was mit uns gemeinsam zu machen.
00:36:29: Das ist gelungen!
00:36:30: wo er sehr froh drüber sind, weil das wirklich ein Schlüsselprodukt ist.
00:36:34: Das sind Blech-Blechteile die die herstellen, die wir eben in der Produktion
00:36:38: brauchen.".
00:36:38: Okay, d. h., im Endeffekt ihr habt gerade bei den zwei Neugründungen aus dem letzten Jahr da habt ihr nicht aktiv nachgesucht war ja auch Krise für euch es ja auch Krisen.
00:36:47: Ihr habt ja auch Zeiten gehabt wo ihr andere Margen eingefahren habt wahrscheinlich im letzten Jahr Da hat sich einfach eine Gelegenheit geboten ganz stark zu euch gepasst hat.
00:36:55: Wo das Investment?
00:36:56: ja trotzdem klar, dass ist ein Investment aber es ist ja überschaubar als in mehreren Millionen Euro für eine Firma ausgibst und dann gesagt okay, das passt in die Produktstrecke wir wollten uns das noch irgendwie aneignen bevor jetzt jemand anderen geht machen wir das also.
00:37:07: es ist auch trotzdem irgendwie investieren ins eigene Unternehmen in der Krise.
00:37:12: manchmal ist es einfach nur um besser zu werden aber manchmal hast du auch direkte Effekte wie mit der Softwarefirma wo du sagst ok das macht uns eigentlich auch kompetitiver neglicher Hinsicht.
00:37:20: absolut Jede Krise birgt Chancen, wissen alle und wir haben immer die Augen aufgehalten und geguckt was sich am Markt tut müssen wir auch.
00:37:29: Und wenn sich eben dann so eine Chance ergibt ob dann eben Krise oder nicht Krise aber dann gilt es eben zu entscheiden packt man da jetzt zu oder nicht?
00:37:41: Wir haben das getan weil gesagt haben okay wir investieren damit ja nun auch in die Zukunft des Unternehmens.
00:37:49: von dem her bieten Krisen immer Chancen.
00:37:52: Das würdet ihr auch weitermachen, das heißt also RNA kennt man ja in eurem Bereich.
00:37:56: wenn da heute eine Firma ein Strauchingerät oder sich Teams abspalten weil vielleicht jemand gekauft hat sagt ich brauche nur die eine Technologie die andere aber nicht.
00:38:03: Da habt ihr durchaus ein offenes Ohr, da kann man dich anschreiben.
00:38:05: dann kann man auf euch zugängen und sagen hey wir haben ein Produkt das verbaut ihr heute schon Ihr macht es ähnlich vielleicht nicht ganz so gut.
00:38:11: glaubt wir können es besser machen.
00:38:12: da haltet ihr schon die Ohren auf.
00:38:14: absolut.
00:38:14: also müssen wir gucken immer was ist losermarkt?
00:38:18: Was passiert so?
00:38:20: Und wenn wir irgendwo etwas sehen, was gut zu uns passen würde, dann gehen wir da auch ins Gespräch.
00:38:26: Was machen wir gerade wieder und mit einem Produkt, das vielleicht noch ganz gut dazu passen wird?
00:38:33: Also von dem her, wir halten immer Augenrohren offen.
00:38:38: Fürst du das Unternehmen, glaube ich mit zwei weiteren Kollegen.
00:38:42: Ich habe gelesen, dass das Unternehmen ist zu hundert Prozent in Familienhand, wer gerade schon gehört.
00:38:47: Opa mit dem Bruder und deinem Papa und so... Wem gehört heute das Unternehmen?
00:38:52: Das ist ja gar nicht so einfach oft bei so über drei Generationen.
00:38:56: Also das ist, wie du schon richtig sagst, ein Hundert Prozent im Familienbesitz und gehört heute ... Ich hab noch zwei Brüder.
00:39:03: In älteren und jüngeren und uns dreien gehört das Unternehmen heute.
00:39:07: Die sind aber nicht mit dir zusammen in der Geschäftsführung.
00:39:10: Genau, nein!
00:39:12: Und das ist ja auch relativ... Ich habe mich im Vorgespräch gefragt wie war denn so die Übergabe?
00:39:16: wenn ich höre?
00:39:16: Der Opa kauft alles sehr wild und sehr umsatzstürfend.
00:39:19: Du hast gesagt wir waren da spitze mal tausend Fünfhundert Mitarbeiter heute dann noch fünfhundert.
00:39:22: okay diese Geschichte interessiert mich noch sehr weil ich wirklich wüsste also du bist ja auch ...du bist ja nicht von Anfang an da gewesen was der vor ein paar andere Sachen noch gemacht.
00:39:31: Die Übergabe vom Opa, der viel gekauft hat und viel Umsatz haben wollte.
00:39:36: Und Co auf dem Papa, der fast alles abverkauft hat oder es geordnet hat.
00:39:41: Wie hat das funktioniert?
00:39:42: Also auch wer war da Teilhaber?
00:39:44: War das eine gute Übergabe?
00:39:45: Eine schlechte... Also
00:39:46: wie du richtig sagst, das hat... ...siebzig ist mein Vater dazugestoßen.
00:39:49: Er hat dann auch mit meinem Großvater noch zusammengearbeitene Zeit lang, er hat es dann selber weitergeführt.
00:39:54: Der ist zweitausendfünf aus der Geschäftsführung raus, mein Vater und der wollte das nicht.
00:39:59: Der wollte also nicht dass irgendeiner aus der Familie in das operative Geschäft einsteigt.
00:40:05: Warum?
00:40:07: Der hatte damals einen klassischen, also es gab ja Unternehmer, da gibt's so zwei Typen von Unternehmer von Familienunternehmern, der eine sagt okay die nächste Generation soll auf jeden Fall das weiter führen.
00:40:18: Wenn sich einer dafür anbietet andere sagen ne ich möchte das nicht weil dann gibt es nach.
00:40:23: wenn's nachher Probleme gibt dann ist das für das Unternehmen schlecht.
00:40:25: Mein Vater war eher der zweite der sagte auch aufgrund eigener Erfahrungen die er gemacht hatte mit seinen Brüdern hat er gesagt besser nicht weil sonst habe ich zwei Probleme eins zu Hause ein seiner Firma.
00:40:38: Der wollte dass keiner von euch drehen?
00:40:40: Der wollte
00:40:40: das keiner von uns reingeht Und das war auch okay für uns.
00:40:44: Da haben wir gesagt, da macht halt jeder sein eigenes Ding.
00:40:46: und ich hab dann witzigerweise allerdings nach dem Studium auch im Maschinenbau gelandet...
00:40:53: Was hast du studiert?
00:40:53: ...betriebswirtschafts- und war aber immer in einem Maschinbau unterwegs und Technik hat mich darüber begeistert und war auch der einzige von uns Dreien, der ja immer im Maschenbau unterwegs war.
00:41:05: Aber es war für uns ok.
00:41:06: Wir haben gesagt, jeder macht seinen eigenes ding und ich hatte gar nicht geplant ins Eigenunternehmen zu gehen weil das war klar
00:41:12: Wann die Gesellschaft da?
00:41:14: Zu dem Zeitpunkt.
00:41:14: Genau, wir waren
00:41:15: zu diesem Zeitpunkt schon gesellschafter und ja mein Vater, wie gesagt ist es im Jahr zwei Tausend Fünf dann raus hat dann abgegeben die Geschäftsführung an zwei langjährige Mitarbeiter.
00:41:26: Die waren vorher noch nicht Geschäftsführer?
00:41:27: Die waren vorhin auch noch Nicht-Geschäftsführer lassen schon lange im Unternehmen aber eben Familienfremde-Geschaftsführungen.
00:41:33: Zwei tausend zwölf also sieben Jahre später sind die beiden dann auf mich zugekommen und meinen Vater.
00:41:39: Und haben ich gefragt, ob ich nicht dazustoßen möchte?
00:41:42: Also sehr ungewöhnlich!
00:41:43: Auf
00:41:43: jeden Fall!
00:41:43: Weil der Geschäftsführer dann eigentlich an den Gesellschaften nicht im Geschäft haben möchte.
00:41:48: Aber die haben gesagt ne wir wachsen und hier bleiben auch so strategische Themen liegen.
00:41:54: Es wäre gut wenn sich da einer drum kümmert.
00:41:56: Dann dieser Geschäftsbereich der Komponenten dem wir vorhin angesprochen haben also diese Antriebe die man eben dann braucht um Systeme zu bauen war eigentlich nur so verwaltet worden und das auch den kann man noch weiterentwickeln.
00:42:09: Ja, dann haben die mich gefragt und ich habe dann auch nicht lange überlegt.
00:42:13: Ich war zu dem Zeitpunkt schon auch Geschäftsführer in einem Start-up Unternehmen allerdings eine erneuerbaren Energiebranche allerdings auch Maschinenbaulastik Und ja da hab' ich gesagt okay aber natürlich lieber fürs eigene Familienunternehmen als jetzt für ein Investor.
00:42:29: und ich kannte die beiden Geschäftsfeuere Die kannten mich deswegen wussten wir dass harmoniert auch ganz gut Und dann bin ich Ende of the year in den letzten Jahren dazu geschlossen.
00:42:37: Wollten die auch als Geschäftsführer so ein familiäres Commitment für die Mitarbeiter und Co?
00:42:44: Natürlich, das war auch mit einer der Hauptgründe – also einmal klar die Themen, die es weiterzuentwickeln gab, die ich eben angesprochen hatte.
00:42:52: Aber es gab natürlich auch das – ich nenne es jetzt mal Sicherheitsthema, also die Sicherheit der Mitarbeiter.
00:42:59: Fortgeführt wird als Familienunternehmen.
00:43:00: Also da
00:43:01: hatten die, die haben quasi acht Jahre ohne deinen Vater komplett an die Beine übergeben?
00:43:04: Dann wart ihr auch nicht greifbar als Kinder.
00:43:06: und dann haben die Mitarbeiter sich schon die Frage gestellt... Wie sollen das hier weiterlaufen?
00:43:10: Weil die Gesellschaft ist ja gar nicht da.
00:43:13: Das war auch mit ein Grundgedanke von den beiden Geschäftsführern, die gesagt haben hier im Jahr zwei Jahre, die Mitarbeiter fragen sich, es gibt drei Söhne, keiner von denen lässt sich hier blicken so ungefähr als irgendwie im Geschäft involviert.
00:43:28: Was passiert denn jetzt eigentlich mit dem Unternehmen wird das jetzt als Familienunternehmen weitergeführt?
00:43:32: oder Also hatten gewisse Unsicherheit kreiert und Unsicherkeit ist immer schlecht im Familienunternehmen.
00:43:39: Und das war auch mit dem Grund, einfach den Mitarbeitern zu zeigen hier.
00:43:45: Einer aus der Familie kommt jetzt wieder ins Operative und es geht als Familienunternehmer weiter.
00:43:50: Das war für viele Mitarbeiter nicht nur schönzusehen, dass sich eben das eine aus der Das war dann auch später für neue Mitarbeiter, die gesagt haben okay ein Familienunternehmen was auch in Haber geführt wird ist auch ein Pluspunkt für die selber gewesen.
00:44:08: Hat dein Vater das befürwortet dass du reinkommst?
00:44:11: Dann also der war schon acht Jahre raus.
00:44:13: Also das hat er dann befürworted weil es auch jemand der immer sehr gut hinhört was andere eben auch zu sagen haben und das auch reflektiert.
00:44:22: und dadurch dass das eben von den beiden Geschäftsführern kamen Hat er gesagt, okay da muss ja dann was dran sein wenn die das so sagen und hat sich dann auch davon überzeugen lassen dass das eine gute Sache ist.
00:44:35: Und heute ist er sehr dankbar dafür, dass ich das gemacht habe oder dass ich dazu gestoßen bin weil es einfach auch sehr gut funktioniert hat.
00:44:45: Wie groß waren die Firmen wo du zu der Zeit als Geschäftsführer gearbeitet hast?
00:44:48: Also war das echt groß?
00:44:50: Das war ein ganz kleines Unternehmen.
00:44:51: also das war knapp fünfzig Mitarbeiter
00:44:55: Okay, aber ist jetzt auch schon mittelständisch.
00:44:57: Ja ja.
00:44:59: Und deine beiden Brüder haben wir auch beide gesagt, sie wollen zu dir?
00:45:02: Deine beiden Bruder machen ganz andere Sachen.
00:45:03: die sind in der Anführungszeichen nur gesellschafter, Aber nicht ins operative Eingabohnen jeden Tag.
00:45:08: Genau korrekt Die machen eigenes Ding.
00:45:11: also mein älterer Bruder Der ist im digitalen Marketingbereich unterwegs Mein kleiner Bruder hat seinen Hobby zum Beruf gemacht und verkauft Uhren
00:45:23: Verkauft uhren?
00:45:23: Ja verkauft uren genau
00:45:25: Okay.
00:45:26: Juwelier oder was?
00:45:27: Nee,
00:45:28: der ist ja ganz erfolgreich auf Instagram und macht das über... Auf Instagram!
00:45:32: Ja,
00:45:33: auf Instagram.
00:45:33: Und war einer, ich glaube er war der erste, der irgendwie die Uhr immer vom Handgelenk fotografiert hat und es dann in der Urnszene irgendwie komplett eingeschlagen kann.
00:45:43: So Marc
00:45:43: Gebauer-like also gibt's ja ein paar.
00:45:45: Genau,
00:45:45: die kennen sich auch gut her.
00:45:46: Ach
00:45:46: okay, ach witzig Okay, ja.
00:45:50: Das war zumindest in den Jahren im Jahr- und Jahrzehnte bis zum Jahrzehnzehnt ein wahnsinnig schönes Hobby, wo ja quasi auch viele Engpässe waren.
00:45:57: Und dass da wirklich so Dealer-Wheeler-Geschäfte auch war ist interessant was da entstanden ist.
00:46:00: Wir haben eine wahnsinnige große Uhreninfluencer weltweit.
00:46:04: Ja also der den witzigerweise kennen auch sehr vieler.
00:46:07: Also ich bin da vor zwei oder drei Jahren in der Türkei im Urlaub und da habe ich dann jemanden kennengelernt, der auch im Uhren-Business ist.
00:46:19: Und dann erzählte ich dem davon – und er sagt ja, ich kenne einen Bruder!
00:46:22: Das ist doch hier ein Monopusher auf Instagram.
00:46:25: Wie heißt der?
00:46:26: Ein Monopurscher?
00:46:27: Der
00:46:27: Monopulscher.
00:46:28: Er muss sich unbedingt mal angucken.
00:46:29: Okay, er kann nicht verstehen, wenn du sowas machst und von überall auf der Welt arbeiten kannst, dann musst du ja nicht in Deutschland hartes Mittelsterminal beschäftigen machen.
00:46:36: oder
00:46:36: was soll es bei den Brudern
00:46:37: machen?!
00:46:41: Und wenn du jetzt so ein bisschen auch in die Zukunft schaust, wo würdet ihr gerne noch zulegen was sind so die strategischen Themen die ihr angehen wollt?
00:46:52: Weil ich sage dann von der Positionierung perfekt.
00:46:54: wie kann es jetzt von da aus weitergehen.
00:46:55: Also das ist eher ein Produktpaletten-Erweiterungsgame und mehr Internationalisierung.
00:47:02: Wo kommt man an?
00:47:03: Also eher letzteres.
00:47:06: Wir dürfen ja auch Weltmarktführer sagen, weil wir das einzige Zuführtechnikunternehmen was in so vielen Ländern präsent ist, ist jetzt allerdings sehr europa-lastig obwohl wir neben den eigenen Produktionsstandorten auch noch sogenannte Vertragshändler haben.
00:47:22: Das sind unabhängige Unternehmen die dann das Recht haben unsere Marke zu repräsentieren.
00:47:26: Für
00:47:26: ihr Land?
00:47:27: Genau.
00:47:28: Somit haben wir schon eine globale Präsenz Aber was Produktion angeht, sind wir ja sehr europa-lastig.
00:47:35: Wir haben eben gehört und da wollen wir jetzt schon – das ist so eine strategische Ausrichtung – den Blick Richtung Asien ausrichten und natürlich haben uns auch in der Vergangenheit schon mit Asien beschäftigt.
00:47:48: Aber eben, ja wir sind Familienunternehmen und dadurch auch begrenzt von den Ressourcen.
00:47:53: Wir müssen gucken und sehr gut überlegen wo investieren war.
00:47:57: Und das haben wir damals mit dem Start-up gemacht.
00:47:58: Das haben wir jetzt mit den Firmengründungen gemacht und das wird jetzt aber der nächste Schritt sein intensiver dann Richtung China zu schauen und auch mit dem Ziel in China irgendwann mal eine Produktion zu haben.
00:48:11: Und das ist nicht so.
00:48:13: Ich kenne nur China quasi ein Land, was unglaublich viel Produktionspower hat aufgrund der schierenden Menschenmenge.
00:48:19: Das ist trotzdem spannend für euch um auch wieder Antriebe und Co zu verkaufen weil einfach da so viel produziert wird.
00:48:26: natürlich können die kopieren usw.
00:48:28: Aber bevor es jemand anders macht könnt ihr auch ihr
00:48:31: machen.
00:48:31: Also in China gibt's natürlich ohne Ende Zuführtechnik Unternehmen also eben wirklich Tausende Tausende, also wir haben in Deutschland hundert.
00:48:41: Da gibt es tausende aber natürlich auch viele kleine.
00:48:44: von den größeren gibt's da auch nicht so viele.
00:48:46: Größer heißt vielleicht so Hundert Mitarbeiter oder vielleicht auch Hundertfünfzig.
00:48:52: Aber Wir sehen einfach einen Bedarf auch von unseren Kunden die drüben produzieren Die sagen wir würden gerne auch ein RNA Standard dort drübem einkaufen können Und wir sind ja als Unikatbauer mit einem Produkt unterwegs, was extrem erfahrungslastig und expertenlastig ist.
00:49:08: Das Gute ist die Digitalisierung hilft jetzt dabei.
00:49:11: Wir können mit der Digitalisierung weil wir eben simulieren können Weil wir so eine KI-Plattform haben Weil wir digitale Tools haben wie auch so eine Konzeptapp entwickelt.
00:49:21: Also da wird das Konzept in einer App dann gebaut.
00:49:26: sozusagen macht es uns auch einfacher dann in anderen Märkten Fuß zu fassen, weil wir natürlich auf unser Expertenwissen zugreifen können.
00:49:38: Nichtsdestotrotz brauchen wir die entsprechenden Zuführtechniker also Experten mit einem Verständnis dafür im Markt um so etwas nachher erfolgreich hochzuziehen.
00:49:48: Ok das heißt aber China könnte in der Theorie auch ein Produktionsstandorten stehen?
00:49:52: Der braucht aber auch deutsches Know-how und da sind genug Kunden vor Ort die sicherlich durch die Tür kommen und sagen wir brauchen Zufühltechnik.
00:49:58: Mit Sicherheit, natürlich ist es ein sehr kompetitiver Markt.
00:50:02: Aber in der Qualität wie wir unterwegs sind gibt's da drüben noch nichts und das ist auch die Chance.
00:50:08: aber Das wird sicherlich ein harter Weg Und das werden wir auch nur schaffen wenn man den richtigen Partner dort fortfinden.
00:50:16: Jetzt haben wir gerade in drei Fällen davon gesprochen dass ihr in der Krise sehr ordentlich gegründet und auch dazu gekauft habt.
00:50:23: Aber wir reden ja auch so ein bisschen immer über, was hat nicht ganz so gut geklappt?
00:50:26: zur Fuck-Ups.
00:50:27: Du hast es ja in der Krise auch etwas völlig anderes gemacht und ich kriege immer so ein lustiges Pamphlet wo die Daten über quasi meine Mittelstars draufstehen.
00:50:35: und da habe ich gelesen du warst bei das Ding des Jahres.
00:50:39: Ich kann mich dunkel erinnern dass es so einen TV Format war ähnlich Höhle der Löwen.
00:50:44: Das heißt dann wahrscheinlich nicht aus dem RTL Universum kommt oder Vox Universum kommen sondern wahrscheinlich erst als eins oder sowas.
00:50:50: Was bitte hast du denn dort?
00:50:52: Wofür hast Du im Bitte Kapital gesucht?
00:50:53: heute, so muss man die Frage stellen.
00:50:55: Also wer mit einem guten Freund von mir der ist...
00:50:59: Sagt den Namen!
00:51:01: Das ist der Dominik Mathika.
00:51:03: Ganz liebe Grüße an Dominik an dieser Stelle
00:51:04: Von mir auch und eine grüße Domi.
00:51:06: Wir beide hatten vorhin die Idee eine Baby-Wippe zu entwickeln.
00:51:10: War dir gerade Vater geworden und genervt vom Baby schaukeln oder warum?
00:51:13: Genau
00:51:14: wir sind plus minus.
00:51:15: zum gleichen Zeitpunkt Vater geworden Sagt man uns, naja also mit der Babyschale unterwegs bist im Café oder beim Friseur dann bist du immer mit dem Fuß und wippst dann immer die Babyscheile damit das Baby dann ja am besten nicht schreit.
00:51:33: Und dann haben wir gesagt, wieso gibt es eigentlich sowas nicht mobil?
00:51:36: Und haben dann recherchiert und haben da tatsächlich auch nichts Vergleichbares gefunden.
00:51:41: Und ja, Domi hatte die Idee und hat gesagt hier, Du kennst dich aus mit Schwingungstechnik.
00:51:48: Du machst die Technik!
00:51:49: Ich machs Marketing.
00:51:50: und dann haben wir noch weitere Co-Gründer mit ins Boot geholt, die dann mitgeholfen haben.
00:51:58: Und da haben wir Bobby gegründet, so hieß es.
00:52:01: Bobby?
00:52:01: Genau!
00:52:02: Bobby eine mobile Babywippe um eben Babyschalen anzustoßen, anzuwippen.
00:52:10: weil eben klar, die Idee war habe ich so ne mobile BabyWippe, die packe ich so groß wie so ne Amazon Alexa, packe in die Handtasche.
00:52:18: Und wenn ich dann eben einen Arzttermin habe als Mutter oder auch als Vater und bin mit dem Kind unterwegs, oder sitze im Restaurant.
00:52:28: Dann zur Berührung kann ich die Babyschale anwippen lassen, muss da nicht die ganze Zeit beim Fuß das anstoßen?
00:52:33: Ja, das haben wir dann gemacht sind zwei Tausend neunzehn damit dann auch auf die Kinder und Jugend in Köln.
00:52:40: und dann kam Corona.
00:52:44: Also ihr habt etwas erfunden, was den Freizeitwert von Eltern sehr, sehr gehebelt hätte.
00:52:49: Die denn viel unterwegs waren in Cafés und so weiter?
00:52:51: Und auf einmal war niemand mehr unterwegs!
00:52:54: So wars ja also... Wir hatten wirklich eine riesen Resonanz auch auf der... wir waren wirklich das Street Talk auf der Messe.
00:53:01: Ja.
00:53:02: Und weil es einfach in der Branche war mir vorher auch... wusste ich nicht, war ja auch ne neue Branche.
00:53:09: für mich aber gibt's wohl nicht soviel Innovation.
00:53:11: Klar Und dann kam auf einmal da so eine Baby-Wippe, so eine mobile und Bobby.
00:53:16: Wir hatten erst mal Riesenanfragen – wir waren aber noch gar nicht in der Serienfertigung – haben die dann gestartet.
00:53:26: Anfang im Jahr zwanzig und dann auf einmal im März zwanziger Lockdown.
00:53:32: Keiner geht mir vor die Tür, keiner ist mehr unterwegs.
00:53:37: Ja, das ist genick gebrochen.
00:53:38: Also Bobby gibt es noch?
00:53:40: Bobby lebt und wir haben Bobby dann... Wir sind auch durch das Corona-Jahr dann durchgekommen.
00:53:47: Haben das weitergemacht und haben das dann.
00:53:49: aber ich meine ... ... zwanzig verkauft.
00:53:54: Wenn ich so meine Kinder denke, wir hatten mindestens zwei oder drei von ähnlichen Dingen die in irgendeiner Art und Weise vibriert oder gewippt haben.
00:54:03: Der Schmerz von Eltern scheint so hoch zu sein, dass man auch diese Produkte durchaus in den Markt reiten bringen kann.
00:54:08: Nichts innovationsfreudig vertrete ich auf jeden Fall!
00:54:11: Das ist ja auch an sich eine schöne Branche.
00:54:13: Ich wollte mal babypunkt.de kaufen hat leider nicht geklappt weil ich wirklich daran glaube das diese Branche so wahnsinnig spannend ist dass man also alles machen kann.
00:54:20: okay Du hast ja als du reingekommen bist in dem Podcastraum hier hinten hängt da so ne Wall of Fame.
00:54:25: Da hing die ganzen Podcastgäste auch dran und hast gesagt ahja hier kenne ich ja schon den ein oder anderen ... zwei Co-Geschäftsführern heute.
00:54:36: Du brauchst ja auch so ein bisschen, also ich kenne es zumindest so... ... du bist ja auch aus einem bisschen Austausch und Code.
00:54:41: Da frage ich immer hey hast du einen Coach?
00:54:42: oder wie hast das für dich geregelt?
00:54:44: Du bist ja schon auch in solchen Organisationen ne?
00:54:46: Wo du sagst ich bin mit anderen Unternehmern zusammen verdraht und wir helfen uns auch gegenseitig und unterstützen uns was machst du da?
00:54:52: Ich
00:54:52: bin seit Zwei Tausend Fünfzehn Mitglied bei YPO steht für Young President Organization.
00:54:58: hier sind ja auch Das eine oder andere Gesicht, was ich dann eben hier auch aus dem Berliner Chapter kenne.
00:55:04: Also ich bin bei YPO Berlin und das ist ne... Warum
00:55:07: bist du in Berlin?
00:55:08: Wenn du in Krasusseldorf wohnst und in Aachen deine Firma hast?
00:55:12: Ja, auch aus einem bestimmten Grund weil es gab, das nennt sich Chapter also es gibt YPO-Chapter, es gibt teilweise aber nur ein Chapter pro Land Und in Deutschland war das auch so.
00:55:24: Es gab immer einen Chapter Und dann, ich glaube das war so in den Jahrzehnerjahren ist Berlin als zweites Chapter gegründet worden und kurz danach München.
00:55:35: Jetzt gibt es auch Hamburg und ja im ursprünglichen Chapter, das ist das Rhein-Chapter da sind vor allem sehr viele Familienunternehmen Und in Berliner Chapter waren und sind immer noch auch sehr viele Start-Up'ler aus der Digitech Szene usw.
00:55:53: Das war
00:55:53: aus deiner Startup-Side quasi noch, da bist du da reingerutscht oder?
00:55:56: Nee
00:55:56: gar nicht!
00:55:57: Ich war zu dem Zeitpunkt ja schon im Familienunternehmen tätig.
00:56:00: aber ich hatte mir gesagt okay, habe gedacht, naja mich mit einem Start up auszutauschen könnte vielleicht noch spannender sein als mit einem Familienunternehmer, der, sagen wir mal von den gleichen Herausforderungen steht wie ich oder vor Ähnlichem.
00:56:13: Und das hat mich gereizt einfach da in eine andere Branche rein zu gucken und sich da auszutauschen.
00:56:18: Da habe ich auch Dominic kennengelernt.
00:56:19: Ah okay!
00:56:21: Und das ist wirklich... Das ist für solche Themen auch denn Hauptaustauschort?
00:56:25: Du holst dir nicht punktuell Coaches oder sowas rein sondern das deckt schon ganz viel davon ab.
00:56:30: Ja, das ist so.
00:56:31: also war gerade heute Morgen in meinem Forum.
00:56:35: Wir treffen uns alle sechs Wochen hier
00:56:38: in Berlin
00:56:40: und es gibt immer in jedem Chapter mehrere Foren, ein Forum ist so zwischen sieben und zehn Mitgliedern groß und da trifft man sich ja manche monatlich, manche alle sechs wochen tauscht sich dann aus über Themen im Unternehmen aber auch private Themen.
00:57:00: Du hast ja vorhin so einen Eingang gesagt, dass du drei Kinder hast.
00:57:03: Möchtest du denn im Gegensatz zu deinem Vater das Einzelnen der Kinder übernimmt oder machst sie da heute noch gar keine Gedanken zu?
00:57:09: Also als Familienunternehmer ist ja immer der Wunsch und es auch mein Wunsch, das Unternehmen in die nächste Generation zu geben.
00:57:18: Man muss natürlich immer schauen okay ist das möglich?
00:57:21: zum einen weil es den Markt zulässt zum anderen habe ich überhaupt jemanden aus der Familie der das machen möchte und auch der sich dafür qualifiziert.
00:57:31: Da bin ich, da bin ich auch wie mein Vater unterwegs.
00:57:33: also er hat ja auch kritisch drauf geguckt und dann hat gesagt okay hier kommt nur einer rein wenn der sich auch dafür eignet und das sollte man auch tun klar jetzt erfolgreich Familienunternehmen schaut darauf dass eben auch die nächste Generation wenn einer dann noch dabei ist der das gerne machen möchte dann auch die Qualifikation mitbringt.
00:57:52: und ja also das ist sicherlich das Ziel Da spreche ich, glaube ich für viele Familienunternehmer in Deutschland das zu halten und weiterzugeben.
00:58:03: Okay!
00:58:03: Das schaust du dir aber ganz ruhig an?
00:58:04: Du bist ja jetzt auch nicht hundertzwanzig.
00:58:06: Kinder
00:58:07: sind auch noch jung also das dauert noch ein bisschen.
00:58:09: Okay.
00:58:10: Machst du darüber hinaus irgendetwas für dich als ob was der Frau gesagt so hast du wirklich gesagt du bist fünftig.
00:58:16: Das war absolute Frechheit.
00:58:17: Du siehst, du siehst ja unverschehen fit aus.
00:58:19: Eine gute Gene vom Vater!
00:58:21: Also bist du... keine Ahnung, glaubst du Machathon?
00:58:23: Oder machst du Handelsport oder so?
00:58:24: Gar
00:58:24: nix?!
00:58:24: Ja also gar nicht ist nicht ganz richtig.
00:58:26: aber ich mache nicht viel.
00:58:28: Ich mach jeden Morgen meine Sechzig-Liegestützen das mache ich schon sehr
00:58:32: gut.
00:58:33: und ich habe auch über mehrere Jahre ein bisschen Kampfsport gemacht.
00:58:39: Ich hatte mal drei Jahre
00:58:41: Kung Fu
00:58:41: Okay.
00:58:43: Das war ganz spannend.
00:58:44: und dann habe ich, das habe ich aber dann, ich glaube, in den Jahr zweitausend-einzwanzig aufgehört.
00:58:49: und dann hab' ich was anderes ausprobiert nämlich Grafmagar.
00:58:52: Das habe ich auch mal so zwei drei Jahre gemacht.
00:58:54: Diese
00:58:55: israelische Geschichte, oder Grafmagger?
00:58:57: Genau, das ist
00:58:58: eine
00:58:59: israelische Selbstverteidigung Und auch super spannend, mega effektiv.
00:59:04: Auch echt anstrengend.
00:59:06: Das habe ich dann auch mit einem Personal Trainer sozusagen gemacht und das habe ich auch so bei drei Jahren gemacht.
00:59:12: Und hab' ich aber jetzt vor, ich glaube ein Jahr oder so aufgehört... Jetzt suche ich mir gerade was Neues mal gucken.
00:59:19: Okay!
00:59:20: Spannung Kramsportushalt?
00:59:21: Ja,
00:59:21: ich habe das große Glück, guten Stoffwechsel, gute Gene von dem er setze sich noch nicht an.
00:59:30: Aber du schaust schon so ein bisschen auch in deinem Alltag, also ich sag mal unternehmerische Alltag ist ja doch meistens mehr als acht Stunden zumindest im Regelfall.
00:59:37: Da guckst du schon so n bisschen Ernährung und Co.
00:59:39: das sind schon wesentliche Sachen.
00:59:41: Ja, so stellts dir abends nicht vierundzwanzig Bier rein und gehst dann zwanzig Uhr um die Schnitze essen.
00:59:45: Das funktioniert schon in der Nacht acht bis zwei Uhr auf.
00:59:47: Ja natürlich also.
00:59:48: ich habe zum Beispiel mein Frühstück umgestellt und auch meine Frau gesagt hat hey du ist hier immer dein Hotelabrot und dein Joghurt?
00:59:58: Also gleich die Zuckerladung am Anfang des Tages und kein Wunder wenn ihr nachher müde bist.
01:00:03: Also das habe ich umgestellt, dass ist da jetzt ein Naturjoghurt mit Granola und frischen Früchten.
01:00:11: Das kennt der Berliner natürlich!
01:00:12: Ja, eine schöne Grundlage schaffen unter... Ich muss auch sagen es hat echt was gebracht weil man ist damit dann einfach fitter den Vormittag.
01:00:23: Hast du für uns noch irgendwie so ein unternehmerischen Lifehack oder eine Abkürzung?
01:00:27: Ich habe schon in der Krise trotzdem die Augen aufhalten.
01:00:30: Ist ja wahnsinnig gut, aber hast du im unternehmerischem Alltag auch irgendwelche Regeln nach denen du lebst?
01:00:35: Also ich mache keine wichtige Meetings nach zwölf Uhr oder sowas.
01:00:37: Das ist irgendwas das du in den letzten zwanzig dreißig Jahren auch kennengelernt hast wo du sagst.
01:00:41: Das hat sich bei mir eigentlich ganz gut bewährt.
01:00:45: Also ich bin ja durch und durch optimist.
01:00:48: Und auch positiver Mensch, das heißt... Ich versuche immer aus jeder Herausforderung und dieser Krise irgendwo eine Chance zu sehen.
01:01:01: Das ist so irgendwie eingebrannt bei mir Was ich jetzt seit kurzem mache, dass es ganz spannend so Intentionskarten Da ziehe ich mir jeden Morgen meine Intensionskarte und gib mir einen coolen Rat für den Tag.
01:01:16: Das kann dann sein, okay heute mach mal halt mal kurz inne und automatisch durch.
01:01:23: oder alle mögliche Ratschläge die man so gebrauchen kann in einem stressigen Alltag das ist super.
01:01:32: Schon nie gehört, das gucke ich gut.
01:01:33: Für alles was ich noch nie gehört habe finde ich mir wahnsinnig gut.
01:01:36: Das hab' ich auch mit einem YPO-Freund.
01:01:40: der hat das ins Leben gerufen weil er aus seinem da schon ein bisschen mehr Berufserfahrung als ich.
01:01:44: und er hat gesagt so diese Live Hacks die kann ich doch eigentlich weiter geben.
01:01:48: und man hat das in den USA jetzt erfolgreich hochgezogen von dem Jahr.
01:01:53: und dann hab ich gesagt hey lass uns das doch hier in Deutschland machen.
01:01:56: Und das will ich jetzt tun in den nächsten Wochen.
01:02:01: Und von dem her schicke ich dir gerne auch so eine...
01:02:03: Ja, ja, unbedingt!
01:02:05: Ich bin für sowas komplett offen.
01:02:06: Du hast gerade Ratschläge gesagt.
01:02:08: Ein bekannter von mir ist Schamane und er sagte mal zu mir, du darfst dieses Wort nicht sagen, Ratschläge sind auch Schläger?
01:02:13: Ich höre mir ganz viel an, versuch das Beste daraus zu machen.
01:02:16: Dann kann er, okay, Intentionen, guter Intention.
01:02:18: Genau, gute Intentione.
01:02:19: Wir haben noch eine Sache, was sich wirklich beeindruckend finde.
01:02:22: Du hast vorhin gesagt, ihr habt einen Mitarbeiter der seit fünfundfünfzig Jahren im Unternehmen ist.
01:02:28: Also ich kenne ja solche Zahlen sonst nur von so Größen wie Wolfgang Grupp oder so.
01:02:33: Ja wirklich jemand hat als Azubi bei euch begonnen und war zum Schluss Geschäftsführer und er ist heute noch Berater.
01:02:40: Ja
01:02:41: genau das ist mein lieber Kollege Jack.
01:02:44: viele Grüße auch in der Stelle.
01:02:46: tatsächlich müsste dann neunzehnhundertneunundsechzig gewesen sein, also noch vor Gründung der RNA.
01:02:52: Und er hat auch die Anfänge der RNA mit begleitet und mitgemacht bei uns sie die Ausbildung gemacht hat und war dann vor der Geschäftsführer Position der Leiter der Konstruktion wenn ich mich recht erinnere.
01:03:04: Ja!
01:03:04: Der hat dann zwei Tausend Fünf die Geschäftsführungen übernommen zusammen mit dem Benedikt auch den Grüß an der Stelle, der heute auch in einer Geschäfts-Führung ist.
01:03:16: Als ich dann dazugestoßen bin, war Jack auch immer noch in der Geschäftsführung als technischer Geschäftsführer und der ist dann vor zwei Jahre her.
01:03:27: Mit neunundsechzig hat er gesagt okay jetzt ist vielleicht doch mal Zeit.
01:03:31: Nach fünf Jahren Betriebszugehörigkeit ist er aus der Geschäftssführung zurückgetreten oder ausgeschieden.
01:03:38: Er ist aber immer noch im Unternehmen tätig.
01:03:41: Da sind wir auch sehr froh darüber weil uns immer noch mit seinem ganzen Wissensschatz zur Seite steht, beratend und hat jetzt einen Beratervertrag.
01:03:52: Noch sein Büro ist auch immer noch so drei Tage oder vier Tage die Woche kommt da rein für ein paar Stunden und hat uns jetzt auch unterstützt mit der Firmgründung und als er ausgeschieden ist haben wir dann auch den Tobias als neuen Geschäftsführer mit reinholen können.
01:04:10: Der ist jetzt auch seit fünf Jahren bei uns und so, dass wir jetzt auch wieder zur dritte in der Geschäftsführung sind.
01:04:15: Aber das zeigt ja eigentlich was für ein wahnsinnig krasses Thema ihr da habt, was so Wissenstransfer-und Coan geht.
01:04:22: Also gerade der technische Geschäftsfuhrer ist ja irgendwie dann auch das Brain hinter ganz, ganz vielem.
01:04:26: Fünfundfünfzig Jahre ist wirklich Wahnsinn!
01:04:28: Ich habe hier noch niemanden gehabt, der gesagt hat, mein Mitarbeiter... plus ja die Jahre, die ihn jetzt als Berater noch dazu haben.
01:04:35: Der kommt dann sicherlich auf seine Sechzig-Jahre, sondern es ist crazy und sicherlich außergewöhnlich.
01:04:41: aber wir haben einige Mitarbeiter und auch ein Mitarbeiterin, die ist glaube ich fast genauso lange da gewesen, ist jetzt aus der Rente wieder zurück und unterstützt uns in der Personalabteilung.
01:04:52: Finde ich super!
01:04:54: Aber wir haben ja Mitarbeiter, die vierzig, fünfvierzig Jahre bei uns waren Und natürlich, da geht viel Know-how dann auch verloren wenn die gerade aus der Technik kommen.
01:05:04: Da hat jetzt auch die Digitalisierung wie diese KI-Plattform und andere Sachen geholfen ein Teil dieses Wissens zu digitalisieren.
01:05:11: Ihr seid quasi Early Adapter für das Modell, was sich unser Kanzler E-Vorstellt.
01:05:15: Dass wir alle bis zu nun siebzig arbeiten.
01:05:16: Herzlichen Glückwunsch!
01:05:20: Ich habe noch so zwei, drei Fragen am Ende.
01:05:22: Da würde ich auch ganz gerne von dir kurze Fragen, kurze Antworten.
01:05:25: Bin ich mal gespannt, was du machst auf dieses KI-Thema oder um ganz kurz eingehen?
01:05:29: Aber fangen wir erst einmal an.
01:05:31: Rund und Linearantrieb – Was ist denn übrigens Antrieb von den beiden?
01:05:35: Kann ich so nicht beantworten.
01:05:36: an beide ihre Berechtigungen.
01:05:40: Ohne beide läuft eigentlich kein System, gut beim Linearentrieb.
01:05:45: Den kann ich vielleicht nachher noch durch einen Band ersetzen wenn ich... Da kommt immer aufs System an aber...
01:05:52: Es ist wirklich eine Aufgabenfrage die gibt es gar nicht mehr.
01:05:55: Wobei ich so ein lineares Zuführsystem schon ganz cool finde weil man da einfach mit dieser Mehrbahnigkeit höhere Leistung fahren kann.
01:06:03: und Die sind dann auch, hat ja eben gesagt deutlich größere Anlagen ist schon eine sehr coole Technik.
01:06:09: Unternehmer oder Investor?
01:06:11: Wo siehst du dich her?
01:06:12: Definitiv Unternehmer!
01:06:14: Okay das heißt aber die Investition quasi in das Unternehmen aus München in der Start-up, die war als Investor natürlich auch ne saugeile Erfahrung, aber am Großen und Ganzen bist Du eher Teamunternehmer als Investors.
01:06:23: Vollbildunternehmer,
01:06:24: mir macht es Spaß, Dinge zu gestalten anzupacken und jeden Tag neue Sachen zu schaffen.
01:06:32: Und trotz dieser Start-up Vergangenheit hast du ja auch neuen Medien durchaus diesem Internet zugewandt.
01:06:38: Es ist jetzt nicht so, dass du fünfhundert Beteiligungen noch nehmen bei hast oder sowas.
01:06:41: Das ist schon wirklich so.
01:06:41: dein Herzschläg primär für das du da jeden Tag tust.
01:06:44: Steckst du auf die Meistkohle dran?
01:06:45: Absolut!
01:06:46: Also klar mit Bobby habe ich auch selber Geld rein investiert aber das ist jetzt kein Gebe.
01:06:53: also ich bin zu hundert Prozent im Unternehmen eingebunden und ja auch bei so Investitionen.
01:07:01: Klar haben wir das auch zusammen im Team dann angeschaut und muss ja mit den Banken sprechen oder auch in Gesellschaft, wie jetzt beim letzten Unternehmen.
01:07:13: Das ist wichtig aber wir sind nicht der klassische Investor.
01:07:17: Umsatz- oder Gewinn?
01:07:18: Ist da eine Frage zwischen Papa und Opa quasi auch?
01:07:21: Definitiv!
01:07:22: Der Papa gewinnt weil wenn unter dem Strich nichts übrig bleibt wird es irgendwann schwierig.
01:07:28: also von dem her Ergebnis.
01:07:30: Aber es ist schon so, bei knapp siebzig-fünfundsiebzig Millionen Umsatz.
01:07:34: Da können in der Theorie zwischen null und drei vier Millionen Euro stehen bleiben.
01:07:40: das ist aber aktuell einfach auch nicht gang und gäbe.
01:07:43: Das ist schon tough aktuell.
01:07:45: Montan ist sehr tough weil jetzt mittlerweile in Europa die Situation angespannt ist und politische Weltlage macht es gerade nicht einfacher.
01:07:57: Da müssen wir jetzt irgendwie auch durchkommen, da werden wir auch durch kommen.
01:08:00: aber im Momentan ist es sehr hart.
01:08:02: also das ging nach Corona los mit den Materialpreissteigerungen die da durch die Decke gingen.
01:08:09: Auch das konnte man ja nicht alles weitergeben hat unsere Marge drunter gelitten und heute sind wir in einem totalen Preis-Kampfmarkt, also das drückt natürlich auch auf die Marge.
01:08:22: Märkte
01:08:22: brechen weg ist ja auch ein großes Thema, Deutschland funktioniert auch nicht ganz so gut und es ist schon so.
01:08:27: Das sind schon sehr herausordnende Zeiten.
01:08:29: keine Frage jeder hofft jetzt auf den Aufschwung der aber sich noch nichts wirklich sehen lässt.
01:08:34: aber in solchen Zeiten muss man sich mit neuen Märkten beschäftigen keine Frage.
01:08:39: deswegen auch der Blick nach China.
01:08:42: Aber wir hoffen natürlich auch sehr dass in Europa es irgendwann wieder auffetzt.
01:08:45: geht
01:08:46: KI, Fluch oder Segen?
01:08:49: Ich würde sagen für uns Segen.
01:08:53: Weil wir einfach die KI so wie wir sie einsetzen, die uns einfach super hilft in unserer täglichen Arbeit.
01:09:02: Mittlerweile benutzen wir die KI.
01:09:04: ich hatte eben von dieser Konzept App geredet.
01:09:07: auch da kommt die KI jetzt zum Einsatz und schlägt schon aufgrund der Geometrie vom Bergstück gewisse Sortierparameter.
01:09:18: Da sind wir noch nicht ganz, aber so zum Beispiel erste Schikan oder auch die Länge der Staustrecke.
01:09:23: wieder zu sagen kann die schon vorschlagen Das ist super und klar die KI-Plattformen die wir da gebaut haben wo jetzt der ganze Wissensschatz drin ist.
01:09:33: das hilft natürlich unseren Kollegen schneller zur Lösung zurückkommen.
01:09:37: Du hältst auch Vorträge zu dem Thema, Karim Mittelstand und so.
01:09:40: Was ist schon noch ein Herzensthema für dich?
01:09:42: Ist ein Herzensthema?
01:09:43: sicherlich.
01:09:43: also ich finde das super spannend.
01:09:44: erstmal und ich werde immer wieder angefragt zu dem thema hey willst du nicht mal was erzählen?
01:09:50: ihr seid ja schon soweit und auch schon länger unterwegs und anders als viele anderen und da sage ich meistens auch zu weil für mich ist es immer schön das vortragen zu dürfen krieg danach auch immer relativ viel fragen.
01:10:06: Ja, ergibt sich ja vielleicht dann auch das eine oder andere Projekt raus.
01:10:09: Jetzt die Frage steht hier nicht drauf aber die interessiert mich persönlich.
01:10:12: jetzt seid ihr ja wirklich per Definition ein mittelständisches Unternehmen ein sehr erfolgreiches in Deutschland auch mit vielen Standorten auch noch in Deutschland und Verantwortung für fünfhundert Mitarbeiter.
01:10:21: wenn du dir irgendwas wünschen könntest von der deutschen Politik was dein Alltag leichter gestalten würde kann sein die Strompreise müssen unter.
01:10:27: I don't know ne?
01:10:29: Gibt es da irgendetwas was dir sofort einfallen würde wo du sagst dass wir die Stoßrichtung
01:10:32: befinden.
01:10:32: Wir befinden uns ja eben auch gut erkannt haben in einem globalen Wettbewerb und da werden wir nur gegen bestehen können, indem wir selber flexibler werden, indem ich hatte ja auch anfänglich mal gesagt oder in unserem Vorgespräch zum Beispiel Thema Arbeitsrecht, deutsches Arbeitsrecht.
01:10:52: Ich brauche als Unternehmer die Flexibilität.
01:10:55: Wir müssen uns gegen Wett Bewerb aus Asien behaupten oder sonstwo auf der Welt.
01:11:01: Und wenn ich da eben für die Mehrstunde, die ich mehr arbeiten muss weil wir eben die Anlage fertig kriegen müssen.
01:11:09: Weil der Kunde fragt dann erst eine Diskussion gehen muss ob ich oder die beantragen muss?
01:11:15: Dann wird es natürlich schwierig.
01:11:16: also das ist sicherlich ein Thema und klar sagt zwar auch jeder Bürokratie aber das ist auch so wenn ich sehe... Da macht vieles Mein Kollege von, aber wenn ich sehe was der dann immer jedes Jahr wieder an neuen Themen auf den Tisch kriegt.
01:11:32: Wo wir einfach gewisse Dinge erfüllen müssen weil wieder ein neues Gesetz verabschiedet worden ist aus Brüssel oder sonst wo das ist.
01:11:39: Das Arbeitsrecht in Deutschland ist wahnsinnig stark und es ist ja auch gut.
01:11:44: Wir sind ja immer noch im Sozialstaat, aber man muss schon sagen, der Kollege Reitmeier auch die Augen geöffnet, der hier im Podcast war, er hat sich empfohlen quasi auch.
01:11:52: Der konnte ja zum Schluss seine Firma nur sanieren über eine Insolvenz.
01:11:56: Es wäre nicht möglich gewesen, die aus dem Regelbetrieb abzubauen.
01:11:59: und da muss ich schon sagen wir sind ja... Ich bin ein Kind der DDR!
01:12:02: Wir sind hier nicht in einer Planwirtschaft.
01:12:04: Sozial also Lohnnebenkosten, Löhne kennen nur eine Richtung und wir tun immer so als wenn der Umsatz unter Gewinn des Unternehmens die gleiche Richtung haben.
01:12:12: das stimmt dir aber nicht und wir sind absolut unflexibel.
01:12:16: Wenn ... Ich habe einen gut laufenden Unternehmen.
01:12:18: Wenn ich morgen meine größten Kunden verlieren und das Unternehmen von Plus ins Minus dreht, habe ich keine Chance das Unternehmen zu sanieren und zu retten.
01:12:27: Ich würde an den Mitarbeitern die ich nicht abbauen kann weil wir auch über sechzig Leute sind komplett ersticken.
01:12:33: Ich hätte keine Chance neue Situationen an meine Arbeitskräfte anzupassen und dass ist ja eigentlich absoluter Wahnsinn.
01:12:39: also ich nehme gerne auch ein System wo Umsätze und Gewinn meines Unternehmens automatisch mitsteigen aber das entspricht ja nicht der Realität.
01:12:48: Das Arbeitsrecht an sich, ja da sind es viele gute Dinge drin keine Frage aber ich würde mir einfach deutlich mehr Flexibilität wünschen weil wir müssen alle als Unternehmen in Deutschland das gilt für einen kleinen Betrieb genauso wie für ein Großkonzern.
01:13:05: Wir müssen atmen können in der Krise und auf veränderte Marktsituationen, veränderten Wettbewerber müssen wir reagieren können.
01:13:14: Und wenn man da in ein starres Korsett gezwängt wird, dann kann man sich selber ausmalen dass das auf Dauer nicht lange gut geht.
01:13:23: Das sind sehr schöne Schlussworte.
01:13:25: Vielen vielen Dank dafür!
01:13:26: Ich finde ihr als Unternehmen habt einen wahnsinnig
01:13:29: krassen Ritt
01:13:30: hingelegt.
01:13:30: ich glaube ich hatte hier noch nie einen zweifachen Weltmarktführer also auch zwei völlig verschiedenen Epochen und zwei völlig verschiedene Disziplinen.
01:13:37: Cool, dass du dich dafür entschieden hast das Unternehmen quasi im Sinne der Familie auch mitzugestalten und dazu übernehmen.
01:13:44: Ich finde fachlich ein wahnsinnig schwieriges Thema, was ihr macht.
01:13:46: Also ich kann natürlich über Webseiten erzählen und wenn man immobilien macht da kann sich jeder etwas darunter vorstellen.
01:13:51: aber das was ihr Macht ist ja schon sehr besonders.
01:13:54: Hast du wahnsinnigt gut gemacht?
01:13:55: Vielen vielen vielen Dank dafür!
01:13:57: Ganz lieben Dank für die Einladung.
01:13:58: Hat viel Spaß gemacht.
01:13:59: Ja, sehr gerne.
01:14:01: Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir dann vergesst nicht abonnieren, follow'n und liken.
01:14:06: Mittwoch ist und bleibt Mittelstarztag.
01:14:08: Ich wünsche euch eine wahnsinnige erfolgreiche Woche und sage bis bald.
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