Er baut Kitas und Schulen wie andere Lego | Niklas Bolle der BOLLE Gruppe bei Mittelstars

Shownotes

Wie man Schulen und Kitas wie LEGO baut - Niklas Bolle der BOLLE Gruppe bei Mittelstars

Diese Woche ist Niklas Bolle bei den Mittelstars zu Gast. Ein Unternehmer, der Berliner Startup-Welt, Familienunternehmen in vierter Generation und die Zukunft des Bauens in Deutschland miteinander verbindet.

Gemeinsam mit seiner Partnerin baute Niklas mit Modomoto eines der bekanntesten Curated-Shopping-Startups Deutschlands auf und kleidete Millionen Männer ein. Nach Jahren in der Berliner Startup- und VC-Szene kehrte er zurück ins Münsterland und übernahm Verantwortung in der BOLLE Gruppe, einem über 100 Jahre alten Familienunternehmen mit heute rund 300 Mitarbeitenden, 8.000 Container- und Raumeinheiten und einer klaren Vision für modernes modulares Bauen.

Heute entstehen bei BOLLE Schulen, Kindergärten, Wohnheime, Krankenhausstationen und große Gewerbegebäude im Modulbau-System. Vorgefertigt im Werk, geliefert per Schwertransport und vor Ort in kürzester Zeit montiert. Wie LEGO für Gebäude. Während Deutschland über Wohnungsbaukrise, Fachkräftemangel und langsame Genehmigungen diskutiert, spricht Niklas offen darüber, warum wir Häuser seiner Meinung nach immer noch bauen wie vor 100 Jahren und weshalb die Industrialisierung des Bauens unausweichlich ist.

Im Podcast spricht Niklas über:

  • Wie aus einem Familienunternehmen aus dem Münsterland ein moderner Modulbau-Spezialist wurde.
  • Warum modulare Architektur und serielles Bauen die Zukunft der Bauindustrie verändern werden.
  • Wie Schulen, Kitas und Wohnheime heute bereits im Werk vorproduziert werden.
  • Seine Reise von der Berliner Startup-Szene zurück ins Familienunternehmen.
  • Warum die Baustelle künftig eher zu den Robotern kommen sollte als umgekehrt.
  • Wie Startup-Denken und Mittelstand gemeinsam Innovation schaffen können.
  • Die Herausforderungen von Wohnungsbau, Bürokratie und Fachkräftemangel in Deutschland.

Niklas gibt ehrliche Einblicke in seine Unternehmerreise zwischen Startup, Exit, Familienunternehmen und Bauindustrie. Eine Folge über modernen Mittelstand, Transformation, Wachstum und die Frage, wie Deutschland schneller, effizienter und zukunftsfähiger bauen kann.

Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen:

  1. Wie modularer Bau und serielle Fertigung die Bauindustrie verändern könnten.
  2. Wie man Startup-Mentalität in ein Familienunternehmen bringt.
  3. Warum Deutschland beim Thema Bauen dringend umdenken muss.

Unbedingt reinhören. Eine Folge über Unternehmertum, Innovation und die Zukunft des Bauens.


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00:00:00: was wir eigentlich noch viel mehr in den Mittelpunkt stellen sollten, ist, dass es meiner Meinung nach mit Abstand auch die ökologischste Aufbauart ist.

00:00:06: Hätte ich auch gesagt ja.

00:00:07: Wogegen nicht natürlich absolut Argumentiere ist, das man ebenso baut wie vor hundert Jahren!

00:00:11: Das Gegenbeispiel ist ja BMW baut mir den Fünfer auch nicht in der Einfahrt im Juli.

00:00:17: zwanzig vierundzwanzig da hat doch ein Tornadoes einmal über unser Betriebsgelände geschafft so

00:00:23: wie man den aus dem Fernsehen kennt.

00:00:25: Ja, es gibt verrückte Videos.

00:00:29: der Mittelstands- und Unternehmerpodcast.

00:00:32: Ehrlich, direkt und ungefiltert!

00:00:35: Von nun mit Markus Seidel.

00:00:38: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Mittelstars Podcasts.

00:00:42: Mein Name ist Markus Seidl und heute zu Gast ist er Niklas Bolle von der gleichnamigen Bollegruppe.

00:00:47: begonnen hat alles vor vier generationen mit einem segewerk und einer ein damsige werke und einer stilfabrik.

00:00:53: heute geht es um die theme modulbau wie man aus kontainern schulen baut.

00:00:57: davor gab's noch eine zeit in berlin wo er zusammen seiner frau millionen von männern eingekleidet hat.

00:01:02: wir erfahren heute wie man einen dreihundert mannen unternehmen aus dem schönen mündster oder enttakt bei munster führt und am besten organisiert.

00:01:08: herzlich willkommen nicht lassen.

00:01:09: vielen dank markus.

00:01:10: ich freue mich hier zu sein.

00:01:11: ich bin ein Hörer der ersten Stunde.

00:01:15: Und jetzt mal selber hier, wie schön!

00:01:17: Oh sehr gut ja du hast dich auch mit Händen und Füßen gewährt und hast gesagt ich weiß gar nicht was ich erzählen soll oder ob ich etwas zu erzählen habe.

00:01:22: typisch deutscher Mittelstand... Typisch Westfalen.

00:01:24: Typisch westfalen, es kommt noch zu wir werden heute aber alles aus der Auskneten.

00:01:28: Kannst du kurz was zu dir persönlich erzählen?

00:01:30: Ja Niklas bin noch dreiundvierzig Jahre alt in Münster wohnhaft wohne damit meiner Frau und zwei wunderbaren Kindern die sind Was sind die denn?

00:01:41: Elf und sechs gerade geworden.

00:01:43: Ja,

00:01:43: habe ich auch.

00:01:44: Super!

00:01:45: Und das ist ein spannendes Alter im Hauptjob-Geschäftsführer der Bolle Gruppe wo wir unterschiedliche Themen rund um das modulare Bauen machen, temporär wie dauerhaft und alles drumherum.

00:02:00: Ja, und ich freue mich wie gesagt hier zu sein.

00:02:03: Genau, nun mal kurz ein bisschen zur Größenordnung.

00:02:05: Ihr habt knapp dreieinhalb Mitarbeiter, ihr habt quasi diese Bau-Container im Einsatz.

00:02:10: also wenn einen Vorarbeiter auf der Baustelle schön warm haben will unterarbeiten will dafür seid ihr mit verantwortlich gebaut.

00:02:15: Schulen aus Container.

00:02:17: Ihr habe Flüchtlingsheime damals wo den großen Flüchtling Strom nach Deutschland quasi reinkam.

00:02:21: Das sind so alles eure Themen.

00:02:22: ihr fertigt in Deutschland.

00:02:23: Also auch Eigenproduktionen.

00:02:24: Richtig ja ich will versuchen das ein bisschen aufzudröseln als es ist ein sehr altes Unternehmen ich bin jetzt vierte Generation hat Zehen gegründet, wie du sagst Dampfsägewerk und so weiter.

00:02:32: Also Holz aus den Holzen, dann irgendwann Wagenbau.

00:02:35: Dann kamen die Bauwagen mit den runden Dächern, die du von Peter Lustig kennst.

00:02:41: Das war nach dem Krieg und irgendwann auf mehr die Seecontainer aufkam und den internationalen Handel da so richtig einmal umgedreht haben.

00:02:50: Da ist mein Opa mal zum Hamburger Hafen gefahren und hat sich da so ein Ding geholt und da irgendwie ein paar Fenster oder eine Tür reingeflext.

00:03:00: So ist das eigentlich im Gesamtmarkt überall gewesen, dann kam da so ein halbselbst gebaute Umbauten.

00:03:05: Das erste Mal auf dem Markt dass man eben plötzlich kam von diesem einzelnen Bauwagen, der noch selber Räder drunter hat zu einem Container.

00:03:13: Der eigentlich ganz am Anfang auf Basis-Seekontainers war heute natürlich deutlich so physizierter ist.

00:03:18: das heißt er ist gedämmt und hat richtige Fenster.

00:03:20: im Zweifel ist er voll verglasst oder alles was du brauchst genau und ist natürlich auch stapelbar unkombinierbar.

00:03:28: das heißt ich kann große räume daraus machen nicht kann drei vier geschoss sich damit bauen.

00:03:32: Alles ist möglich

00:03:33: okay.

00:03:34: Also, vierte Generation heißt Papa Opa irgendwie alle hart committed.

00:03:37: Das heißt ja eine Kindheit hat auch schon rund um dieses Unternehmen irgendwie stattgefunden was in Ferien dort gearbeitet und Co.

00:03:43: das war schon ein großer Teil von dem es auch zu Hause statt gefunden hat.

00:03:49: Die Geschäftsführung des Unternehmens war so ein bisschen in einem anderen Familienteil.

00:03:51: Mein Vater ist dann erst vor fünf und zwanzig Jahren immer auch Unternehmer, der war Architekt- und Bauträger oder weniger bei uns in der Region sehr viele Reihenhäuser gebaut.

00:04:04: Der ist sozusagen so zweitausend in die Firma, in der er immer gesellschafter war, eingetreten hat den Teil übernommen und den Modulbau ins Spiel gebracht, weil ich bin gerade ab... bisschen abgebrochen bei dem Thema Container.

00:04:17: Das machen wir also bis heute, das ist die Keimzelle.

00:04:20: Wir vermieten temporäre Raumsysteme aber wir machen heute auch und das hat mein Vater damals dazu gegründet in der Gruppe machen Modulbordes heißt dauerhafte Gebäude auf demselben Prinzip basierend

00:04:34: okay also ein bisschen

00:04:35: schwer.

00:04:36: Container heißt ich glaube Knapp achttausend Container habt ihr in der Vermietung.

00:04:41: Also ich bin quasi Zyblinbau oder Bergerbau, wer auch immer brauche hundert Container für meine Mitarbeiter wo die drin ihre Arbeit verrichten können sich duschen können auf die Leute gehen können.

00:04:51: rufig euch an.

00:04:53: Ihr wird da so ein Ansprechpartner.

00:04:54: das ist alles Anlagevermögen.

00:04:56: das heißt diese Container werden rollierend am besten von acht tausend sind.

00:04:59: acht Tausend vermietet hat es natürlich relativ selten aber dann gibt's jeden Monat Cash

00:05:02: Richtig.

00:05:03: Wenn alle acht tausend zurückkommen, wäre ein großes Problem auch platztechnisch.

00:05:06: Genau!

00:05:06: Die sind ja immer im Umlauf.

00:05:07: also ihr holt die auch teilweise von einer Baustelle, wenn die gereinigt auf den nächsten Baustellen kommt.

00:05:11: Dann habt ihr das Modulbauthema, dass du im Vorgespräch gesagt, ihr habt eine sechzehntausend Quadratmeter große Halle in Deutschland, also auch Produktionsstandort.

00:05:20: da baut ihr quasi auch zum Beispiel aus Holz ganze Häuser

00:05:24: meistens Stahl manchmal auch Holz aber du musst dir das vorstellen Bist ein bisschen wie eine Werft für Gebäude.

00:05:29: Also Großhalle, nur das Schiff bzw.

00:05:32: das Gebäudee am Ende sozusagen in Stückchen, in Schuhkartons sozusagen ausgeliefert wird.

00:05:38: Das heißt wir bauen, mit Modulbau bauen wir individuelle Abmessungen aber dreidimensionale Baukörper.

00:05:44: Das heisst die sind vielleicht fünfzehn, dreizehn und vierzehn Meter lang Drei, vier, fünf Meter breit.

00:05:49: Also das Maß definiert sich so ein bisschen durch unser Hallentorbreite und um die Logistikkosten weil wenn es zu breit wird dann musst du sehr viele Ampeln umlegen usw.

00:05:59: Ach seid ihr die mit den Schwertransporten Teilweise auch über die Autobahn jagen?

00:06:02: Richtig ja nicht die ganz große Champions League das sind meist die Windkraftrotoren aber wir auch genau... also weil

00:06:08: ihr Überbreiten habt?

00:06:09: Genau manchmal schon aber wir versuchen das eigentlich zu vermeiden.

00:06:12: Meistens ist da so eine Module dann vier Meter breiter oder so.

00:06:14: Ja und dann kommen wir schon noch relativ gut klar

00:06:22: Das sind aber nicht Einfamilienhäuser primär, ihr könntet auch das.

00:06:27: Aber es sind Schulen, Flüchtlingsheime Kindergarten, sequenzielle Gebäude, die modular aufgebaut oder relativ gleich sind?

00:06:38: Unser Hauptgrundgruppen sind die öffentliche Hand und die Industrie.

00:06:40: Wir bauen also zweckmäßige Gebäuden in ihrer äußeren und inneren Erscheinungen durchaus individuell sein können, aber die schon auf einem der sichtbare Teil der ist sozusagen durchstandalisiert.

00:06:53: Und dadurch dann treten da doch gewisse Vorteile Zutage.

00:06:57: Das heißt, wir bauen diese einzelnen Module im Werk voll aus so weit das geht.

00:07:04: wenn es offene Räume sind dann etwas weniger mit geschlossenen Räumen sind genau.

00:07:08: Bauen wir maximal aus.

00:07:09: packen die dann einzeln auf einen Sattelschlepper wie du eben sagst fahren die zur Baustelle und kommen ein großer Kran und dann wird eben ein Kindergarten oder ein Schulanbau mit.

00:07:17: genau die Schule brauchste.

00:07:18: sieben neue Klassenräume wird halt in den Sommerferien realisiert weil wir haben zwei verschiedene Baustellen, das heißt wir haben vor Ort kommt jemand und gießt das Fundament.

00:07:27: Und in der Zeit bauen wir im Werk das Gebäude.

00:07:30: Ja, können das sogar noch mal zwischenparken wenn es zeitlich nicht passt usw.

00:07:33: Und dann kommt in einer Nacht- und Nebelaktion des Gebäudes auf das Fundamental.

00:07:38: Ihr bautes Gebäudee, ihr steckt es... Baut ihr's im Werk schon einmal zusammen um zu sehen ob alles passt?

00:07:43: Nein da verlässt ihr euch drauf!

00:07:44: Okay und wenn ich morgen meinen Betriebskindergarten bei euch bestelle wie schnell ist ja da?

00:07:50: Meistens schneller ist die Genehmigung.

00:07:51: Wollte ich gerade sagen, okay, ihr seid schneller als die Baugenehmigungen?

00:07:54: Wir reden von Monaten!

00:07:55: Ja absolut.

00:07:56: und das ist unser zweites Standbein was eben wie gesagt so fünfundzwanzig Jahre alt ist.

00:08:02: also wir haben temporär dauerhafte Gebäude.

00:08:04: drittes standbein dass wir in der Gruppe haben ist die baulogistik.

00:08:08: das hast du eben auch angesprochen.

00:08:09: wir betreiben sozusagen großbaustellen.

00:08:10: das machen wir jetzt seit sechs sieben jahren stark wachsend.

00:08:14: dort bringen wir sozusagen einerseits Container auf eine Großbaustelle, aber auch diese sonstige komplette Infrastruktur.

00:08:20: Das heißt der Strom das Wasser was für die Baustelle gebraucht wird.

00:08:23: also wir haben tausende Verteilerkästen und so weiter.

00:08:26: Wir brauchen die Sicherheitstechnik das heißt Kamerazäune.

00:08:29: Macht ihr Videotürme?

00:08:30: Videotürme auch, genau.

00:08:31: Ganz

00:08:31: liebe Grüße an Videogart!

00:08:33: Ja, den Kollegen?

00:08:34: Genau ja.

00:08:36: Machen wir auch eigene Videoturme.

00:08:37: Wir bauen dabei im Zweifel und machen ein bisschen Tiefbauer.

00:08:39: Bauen noch eine Baustraße oder so weil das sind Großbaustellen die dauern ein paar Jahre.

00:08:44: Und dann brauchst du eben für die Baustelle natürlich wenn jetzt irgendwo ein neues Stadthaus für zwei Millionen gebaut wird.

00:08:52: Dann sind wir da dabei.

00:08:53: Da macht ihr quasi die ganze Orga auch Zutrittsysteme, Zäune alles was irgendwie dazugehört Das versuppt ihr manchmal.

00:08:59: Manchmal macht ihr es selber, aber eigentlich gerade auf euren eigenen Baustellen macht das ja wahnsinnig viel Sinn.

00:09:04: und dass ist dieser Niedegree die Arbeit, die eigentlich keiner haben will, aber die super wichtig ist, Baustell zu schützen gegen... Es können ja Kinder verunglücken, es kann eingebrochen werden, das ist alles Teil des Spiels.

00:09:14: Das hast du auch mitgebracht oder?

00:09:15: Diesen neuen Bereich.

00:09:17: Genau also der ist jetzt sozusagen.

00:09:18: ich bin seit neun Jahren im Unternehmen und das ist so das was jetzt in den letzten Jahren dazu gekommen ist.

00:09:22: Wir haben da auch sehr kompetente Geschäftsführer und überhaupt sehr kompettente Mitarbeiter drauf.

00:09:28: Werbung

00:09:30: Moin, heute wieder mal Werbung in eigener Sache.

00:09:32: Das heißt ich suche neue Kolleginnen und Kollegen für mein Affiliate-Netzwerk Etzel und das in einer Zeit wo die meisten Unternehmen mithilfe der KI-Draß für Stellen reduzieren.

00:09:41: wir suchen Verstärkung.

00:09:43: Wen suchen wir eigentlich?

00:09:44: Wir suchen

00:09:44: aktuell PAP-Entwickler, Leute für das New Sales Team und vor allem auch fürs Key Account Management also für die Bestandskundbetreuung.

00:09:51: Und wenn du noch gar nicht weißt was du eigentlich werden willst haben wir auch für die in einigen Monaten die Ausbildung suchen einiges im Angebot!

00:09:57: Wir suchen Kaufmänner, Kauffrauen for eCommerce Mediengestalter IT Systemmanagement oder Fachinformatiker für die Anwendungsentwicklung.

00:10:05: Wenn ihr uns schreiben und euch bewerben wollt, dann tut das bitte an jobs at businessangels.de oder ihr geht auf www.businessangels .de.

00:10:13: slash Jobs.

00:10:14: Ihr findet alle Links her zu den Show-Notes Und jetzt zurück zum Podcast Bevor wir weiter über Bolle reden, ihr müsst noch mal ganz kurz zurückspringen.

00:10:27: Du hast ja auch diese Millionen von Männern mit deiner Frau angezogen.

00:10:29: Das ist auch eine wilde Story wie ich finde.

00:10:31: Du bist zur Schule... also du bist da aufgewachsen Münsterland quasi Das ist so Home-Turf, hast deine Abitur gemacht.

00:10:36: Richtig Es war knapp, aber es hat geklappt.

00:10:38: Ja bei mir nicht ganz, muss dein Fachabbie hier zum Schluss.

00:10:42: So und dann hast du ja die Flucht in den Ostern angetreten quasi nach dem Abitur scheinbar um zu studieren?

00:10:46: Das

00:10:46: stimmt!

00:10:47: Ja ab die ZVS gab's damals noch... zentrale Vergabestelle für Studienplätze.

00:10:54: Die hat beschlossen, dass mein Studienplatz im Erzgebirg ist und da habe ich brav gehorcht.

00:10:58: das war eine schöne Zeit.

00:10:59: also die TU Bergakademie Freiberg kann ich zu damaligen Zeit auf jeden Fall noch empfehlen weil damals wurden eben alle ZVS-Opfer der Republik dahin gekart.

00:11:10: okay und dadurch dass das Erzgebierge weit weg von allem ist, fuhr auch keiner weg quasi

00:11:15: die Schweiz Ostdeutschlands ja?

00:11:16: Richtig!

00:11:17: Also wenn nicht meine Freunde die in Tächte aufgewachsen sind und Münzer studiert haben im Sonntag zum Braten zu Hause sozusagen und das war ein Freibäck nicht der Fall.

00:11:25: Alle waren da, es war so ein bisschen wie ein Internat ohne Aufsicht.

00:11:32: Meine schönen Zeit danach ging's nach Leipzig und da habe ich das dann weitergemacht.

00:11:36: aber da ging es auch schon los mit den unternehmerischen Experimenten.

00:11:41: Dieses

00:11:41: Internet!

00:11:42: Kam ja nennen, ne?

00:11:43: Ja erst war es noch ziemlich analog.

00:11:45: Da hat mich das erste Mal so ein bisschen die Kunst gerissen.

00:11:49: Noch auf eine sehr triviale Art weil wir haben so eine Galerie wirklich eine physische Galerie aufgemacht.

00:11:55: ich und ein Kommilitone in Leipzig Miete warm zwei Hundert Euro

00:12:00: schön

00:12:02: für den Laden.

00:12:03: also das war doch das Leipziger der frühen zweitausender ist glaube ich auch alles ein bisschen anders geworden.

00:12:10: Ja, und da haben wir Öl gemeldet aus China importiert.

00:12:13: Das war damals so eine Lücke.

00:12:16: Wir haben immer den Leuten erzählt das kommt aus einem sagenumwogenen Malerdorf namens Shenzhen!

00:12:23: Und wir haben es auch glaube ich ein bisschen selbst geglaubt.

00:12:25: Wahrscheinlich hat es Shenzhe nicht, weil sie heute glaube ich keine zwanzig Millionen Einwohner, damals hat's auch schon zehn gehabt oder so, aber kannte keine Sau.

00:12:32: Und das Malerdorff-Shenzhen... Da gab es eben Menschen die den ganzen Tag ja teilweise Wir haben oft auch so foto-realistische Sachen bestellt, aber meistens war es dann in Frankfurt abgemalt.

00:12:45: Also Sachen die keinen Copyright mehr haben, wo man da ein bisschen misshandeln durfte.

00:12:50: und dann hatten wir eine Galerie für den Öl gemalt.

00:12:53: Die ist ganz stumpf handgemalt und das war der USP.

00:12:58: Und

00:13:00: also das war eine

00:13:00: lustige Zeit, sehr machensstarkes Geschäft diese Ölgemälde.

00:13:03: Wollte ich gerade sagen der Philipp Müber von der Customization Group?

00:13:06: Den kennst du ja auch!

00:13:07: Weil die haben ja auch so angefangen und haben ja dieses Geschäft gemacht in Deutschland.

00:13:11: Also dieser Ölbilder aus China, die Klassiker hat er auch gesagt... Ja aber

00:13:15: nicht mehr heraus geworden.

00:13:17: Irgendwann hängt die halt überall und die hat jeder.

00:13:19: Das ist irgendwann endlich dieses Geschäft

00:13:21: Ist schon so, aber war auch echt lustige Zeit.

00:13:25: Wenn du bedenkst, wir kamen dann immer so rollen aus China.

00:13:28: Das war nicht professionell bei denen und da kann man so eine Rolle.

00:13:31: Und das waren dann wie fünfhundert ineinander gedrehte Van Goghs und die hast du aufgemacht und dann kam der ein.

00:13:36: Bindemittel und alles daraus.

00:13:38: Es war wirklich vielleicht ein paar Lebensjahre verloren damals... In Todesverachtung auf Kailrahmen gespannt und hochmarschig verkauft.

00:13:49: Das

00:13:49: war eine gute Zeit!

00:13:50: Ja, das war ne lustige Zeit.

00:13:52: Und dann habt ihr ja in Berlin quasi, das kennt ihr selbst ich noch, Moto-Moto gegründet?

00:13:57: Naja, dazwischen kam eben die Episode, da war so ein bisschen der Fälscher Galerie, das waren die einleitende Zeit... Also, ich hab dann so gesehen, da gibt's plötzlich wieder so was wie es nennt sich Start-ups.

00:14:13: Das war ja nicht so viel.

00:14:14: Da gab's irgendwie zwei Pole in kleinen Leipzig.

00:14:17: Das waren noch kleiner als in Berlin und das war einerseits so Lukasz Gatovski, Kolja Hebenstreit, Spreadshirt – das waren die Götter auf der einen Seite.

00:14:25: und dann gabs noch Unistar.

00:14:27: Ja, etwas tragischere Geschichte genau!

00:14:30: Der da auch mit Fahrfußgästchen

00:14:33: weht.

00:14:34: So

00:14:34: was, ne?

00:14:35: Weil die Ruhradresse, ja Thomas war Wahnsinn mit Junus da!

00:14:37: Also als er tausend Mitarbeiter da gab... Ja

00:14:39: das war ganz verrückt.

00:14:39: Leider der tragische Faunglück,

00:14:42: ne?!

00:14:42: Sehr tragische Geschichte der Kollege.

00:14:46: und naja wir als kleines Studenten haben das dann irgendwie sehr bewundert.

00:14:50: und dann da auch so ein bisschen was versucht.

00:14:52: und da kam das erste Digitalgeschäft.

00:14:56: Ja, eigentlich haben wir mehr oder weniger ein Spreadshirt gesehen und gesagt können wir das nicht auch in diese Leinwände.

00:15:00: Das machen wir hier den ganzen Tag.

00:15:03: Und dann kam der Digitaldruck also dass man vernünftig drucken konnte auf einzelnen Stuckbasis und dann haben wir eben so einen Marktplatz für Printprodukte gemacht.

00:15:13: Also wirklich ein Spread shirt, das heißt jede Mutti konnte irgendwie ihren... Ihre Ölgemälde da hochladen oder ihre Aquarelle oder ihre Fotografien und so weiter, hatte dann so ein Shop.

00:15:26: Andere konnten das kaufen.

00:15:27: Und Copyright hat damals schon eine große Rolle gespielt?

00:15:30: Ja klar!

00:15:31: Ihr

00:15:31: musstet schon prüfen auch was da verkauft wird.

00:15:34: Das war auch so ein Thema warum das Ding nicht ganz so... Ganz so easy-peasy lief.

00:15:40: Aber

00:15:40: es war wie Etsy quasi nur Bezug auf T-Shirts, Kunsttassen keine Ahnung?

00:15:45: Genau.

00:15:45: und dass wir natürlich das Fulfill mit hatten.

00:15:47: Das heißt, wir haben die Grußkarten, die Poster, die Leinwandrucke gedruckt und ausgeliefert und die Rituren gemanagt usw.

00:15:54: In dem Markt.

00:15:55: zum Glück ist nicht so viel Rücken geholt.

00:15:57: Das habe ich dann in meinem nächsten Business dann auf die Spitze getrieben.

00:16:02: Mit dem Thema sind Klappt sich nach Berlin gegangen, haben so ein bisschen vor zäh ge-raced und so.

00:16:07: Aber richtig zum Fliegen gekriegt war da nicht.

00:16:10: aber das war natürlich auch diese ... Das waren so Zwei Tausend Zehen oder so?

00:16:13: Das war natürlich eine ganz frühe Zeit der Berliner Szene auch.

00:16:17: Die Super Tiny War.

00:16:18: Da hat

00:16:19: man erst mal Deutschland digitalisiert.

00:16:21: Da war ja noch nicht so, wir gehen in achtundvierzigtausend Ländern, dann war genau die Zeit danach.

00:16:25: Ja, Rocket wurde gerade so gegründet, war wirklich aufregend.

00:16:28: Ich erinnere immer noch den E-Commerce Roundtable von Jochen Krisch im Garten von BrandsforFriends.

00:16:35: Brands for Friends war das super Thema, weil sie dreizehn Millionen Euro Kapital ge-raced hatten.

00:16:41: Und einen sehr guten Exit auch hingelegt haben.

00:16:43: Danach auch einen sehr gutem Exit aber auch so eine wilde Story aus Studie vor Zeit heraus und so.

00:16:47: Ich weiß ja wir saßen im Gaten von Brand's For Friends und die gesamte Berliner E-commerce Szene waren sozusagen von Jochen Krish versammelt worden als waren zwanzig, fünfzwanzig Leute.

00:16:57: Viele von denen kenne ich heute noch.

00:16:58: Und dann trifft man immer noch Leute, die damals da auch waren.

00:17:01: und so stellte sich das dar.

00:17:03: und dann haben wir eben auch immer rechts und links ... Das war ja schon die große Zeit der Copycats und so immer rechts oder links geguckt.

00:17:11: was gibt es denn so?

00:17:12: Was kann man noch?

00:17:12: Dann kam die Zeit der Boxen.

00:17:14: natürlich mussten wir auch

00:17:15: Unser Abo-Boxen, Modeboxen... Es gab

00:17:18: Boxen für alles Mögliche.

00:17:20: Die großen Boxen heute noch so ein HelloFresh oder so.

00:17:25: und wir haben dann die Outfit-Box für den Mann gemacht.

00:17:30: also wir haben das Thema Curated Shopping eigentlich.

00:17:32: es gab so einen Vorbild in USA.

00:17:33: das sieht Trunk Club Eine schöne Erfolgsgeschichte war aber nie so ganz riesig.

00:17:40: Aber das hatten wir gesehen, es war super High End und so.

00:17:42: Wir haben das dann nach Deutschland gebracht und irgendwie ein bisschen an den Massen-Geschmack angepasst.

00:17:50: Und dann die Story ... Wir waren an vieler Gründerteam Andreas, Matthias und meine Frau Corinna.

00:17:56: Und wir haben das an den Start gebracht.

00:18:00: und erweit mal die Story eben diese Frau kleidet!

00:18:03: Millionen Männer.

00:18:04: Die Firma ist Moto-Moto, by the way.

00:18:06: Es gibt es heute nicht mehr unter dem Namen aber ist immer noch sozusagen

00:18:10: am Markt.

00:18:11: Also der Deal war wirklich ab dem deutschen Bekleidungsmuffel.

00:18:15: Ist ja schon so ein bisschen mit deutschem Modus geht so je nach Stadt wo man gerade ist.

00:18:19: das war kuratierte Shopping.

00:18:20: also ich habe quasi gesagt ich bin meter neunzig groß heller Haut Typ wiege acht neunzig Kilo verteilt sich alles ziemlich ordentlich.

00:18:27: Wie würde das gut aussehen, dass ich wie ein Katalogmodel aussehe?

00:18:31: Dann habt ihr die Petra zur Verfügung gestellt.

00:18:33: Sie hat ganz viele tolle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:18:36: Die haben dann wirklich mit dir telefoniert, haben sich Bilder angeschaut und co-und haben denn für dich Kleiderpakete zusammengestellt.

00:18:42: Genau!

00:18:42: Dein echte personalisierte oder Personalchopperin für dich.

00:18:47: Und so haben wir da auch wirklich Sitzen im Russen, Cold Centern... Wir

00:18:50: haben ja die Maße und sowas genommen also ist ja jeder Körper getroffen.

00:18:52: Das haben die Leute schon noch durchgegeben und haben natürlich gelernt.

00:18:55: Also das Thema war jetzt kein Abo Aber so ein Soft-Abon, oder ist es ja eigentlich heute noch?

00:19:00: Und das hat eigentlich sehr gut funktioniert.

00:19:04: Das war crazy gut funktioniert weil wir hatten zwei große Treiber zu der Zeit.

00:19:11: Einerseits eine sehr gute Geschichte also diese Geschichte von Corinna wie sie Millionen Männer einkleidet.

00:19:19: Eine Wundermaschine hat mich auch viel gelehrt über PR.

00:19:23: Also nur einmal so eine Story hast, wie oft du die machen kannst.

00:19:27: Wir hatten Galileo im Haus und in der Wobe-Reit kam vorbei und hat sich reingeleiten lassen.

00:19:33: Wir waren in jedem Magazin, in jeder TV-Sendung und so.

00:19:38: Das funktionierte sehr gut.

00:19:39: Wir mussten uns den Ruhm immer ein bisschen teilen.

00:19:41: Und das war das Verrückte!

00:19:42: Es gab das gleiche Geschäft auch mit zwei weiblichen Gründerinnen drei Straßen weiter nochmal.

00:19:48: Ja?

00:19:48: Das war dann Outfittery.

00:19:49: Ja, die kennt man

00:19:50: auch.

00:19:50: Julia und Anna haben auch eine coole Firma gebaut und wir waren sozusagen – das hat uns glaube ich alle angetrieben – immer so Neck to Neck.

00:19:56: Aber

00:19:56: wir reden schon davon.

00:19:57: also nur dieses Geschäftsmodell einmal verstehe.

00:20:00: Auf der einen Seite habt ihr quasi Ralph Lauren, Boss, Levi's, Jeans, whatever.

00:20:06: Hab direkte Verbindung zu den Händlern und die haben ein Interesse daran ihre Ware natürlich margen treu mit möglichst wenig Rabatt zu verkaufen.

00:20:14: Ihr seid ja kein Discounter.

00:20:15: Genau das herbliebt nie.

00:20:16: das Modell

00:20:16: auch.

00:20:16: Genau!

00:20:17: Ihr kuratierte Shopping sagt quasi dass kostet UVP neunundneinzig Euro das Hemd.

00:20:21: Das kannst du auch für UVP Neunund Neuns kaufen.

00:20:23: schickt ihn das zu Dann hat es gefallen.

00:20:25: und das hat nicht gefallen.

00:20:26: Dann haben die Rituren das bestimmte Thema gewesen, weil Kleidung ja doch... Genau gehört zum Modell.

00:20:32: Das habt ihr auch alles vollfüllt?

00:20:34: Und habt das quasi aufbereitet, gereinigt, zurückgeschickt und so?

00:20:36: Das war ein Kommund gehen.

00:20:38: Tausende Pakete am Tag.

00:20:39: Genau!

00:20:39: Wir hatten das alte Lager der deutschen Rentenversicherung in Berlin-Morbit.

00:20:44: Was hat die denn da gelagert aus der Rentenpapiere?

00:20:47: Die

00:20:47: Renten-Papiere.

00:20:49: Als sie ausgezogen sind, haben wir erfahren dass die Renten Papiere Nicht digitalisiert wurden, sondern sie wurde in ein neues Lager gebracht.

00:20:56: Ja natürlich!

00:20:56: Es gibt

00:20:56: irgendwo noch ein Lager mit diesen ganzen Lochgeharten oder was auch immer.

00:21:02: Naja aber dieses Lager haben wir dann da gehabt und das war eben wirklich einen Verladebahnhof.

00:21:07: ne?

00:21:08: Weil dieses Modell nimmt eigentlich einen inneren Nachteil des E-Commerce also was Zalando eben als echten Nachteile hat nämlich eine Fünfzig Prozent Riturenquote oder inzwischen wahrscheinlich ja so vierzig oder sowas Und stellt ihr eigentlich den Mittelpunkt des Modells und sagt okay, alle meine Boxen kommen zurück.

00:21:26: Ich schicke dir eine Box mit acht bis zwölf Teilen die kostet wenn du alles nehmen würdest in vier tausend Euro und die schicken wir dir zu und wir gehen davon aus dass du davon nur zwei drei vier Pieces nimmst und den Rest zurück schickst.

00:21:40: Und das ist auch gar kein Problem, sondern es gehört dazu, sondern eher noch wir lernen daraus was du uns zurückschickst, weil du lachst uns natürlich etwas wie wo nicht stimmt usw.

00:21:48: Gleichzeitig machst du natürlich auch noch unten auf dem Riturnstein sagst du uns wann du die nächste Box brauchst.

00:21:56: Das haben wir dann in den Mittelpunkt gestellt und wenn man das so macht und die Ritur nicht als Problem sieht, sondern wirklich als Teil von seinem Geschäft, dann geht's auch wieder.

00:22:05: also die Rettunabteilung war so groß für die Versandabteilungen

00:22:09: Die Retourabteilung war so groß wie die Versat-Abteilung.

00:22:10: Ja,

00:22:11: also wenn nicht größer.

00:22:14: Wie viel Geld habt ihr eingesammelt für das Unternehmen?

00:22:16: Also Venture Capital?

00:22:17: Nicht so schrecklich viel mittleren an Millionenbetrag.

00:22:21: Okay,

00:22:21: also nicht abstellig mit dem

00:22:23: Millionen Betrag.

00:22:26: Die Firma war nur in Deutschland aktiv?

00:22:28: Nein, wir waren am Ende dreihundert Leute und sieben Länder oder so... Drei

00:22:36: Hunde Leute und sie mitten alles aus Deutschland heraus.

00:22:38: Die ganze Logistik?

00:22:38: Alles aus Deutschland

00:22:39: raus, wir haben den holländischen Wettbewerber übernommen der dann schon in Skandinavien war und eben da in Betalux.

00:22:46: Deshalb hieß das auch, dass der Grund warum es heute Motomoto nicht mehr gibt, sondern was sehr vernünftig war also alles auf einer Marke zu vereinen als wir dann und jetzt ein bisschen vorgegriffen das ganze Thema dann mit Outfitory sinnvollerweise zusammen gelegt haben.

00:22:58: Das ist so

00:22:58: guter Merch.

00:22:59: Genau weil wir, Outfitorie war so klug das in allen Ländern gleichzunennen und wir hatten eben diese Akquisition gemacht Und damals dann den Weg des geringeren Widerstands genommen und gesagt, es heißt jetzt hier weiterhin in Holland The Cloak Room und in Frankreich irgendwie noch anders.

00:23:16: Ja sind da nicht früh durch den Schmerz gegangen ja?

00:23:18: Und dementsprechend hatten wir einen bunten Strauß an Marken und dann haben wir das nach dem Merge alles auf eine Marke glatt gezogen.

00:23:25: Okay, d.h.

00:23:26: dem Merch hast du auch genutzt quasi aus dem Unternehmen rauszugehen?

00:23:31: Nein

00:23:31: ich bin sogar schon ein bisschen früher rausgegangen.

00:23:33: Deine Frau

00:23:33: auch?

00:23:34: Ja die ist bis zum Mercher Gebriehm hat noch etwas Integration gemacht und die anderen Geschäftsführer oder Mitgründer haben es auch sogar noch ein bisschen länger gemacht.

00:23:43: aber ich bin im Jahr zwei Tausend siebzehn schon vom Bord gegangen weil das war irgendwie damals so.

00:23:48: Ja, die Mode-Moto-Zeit war ja auch eine sehr intensive.

00:23:51: Die hätte man ja auch nicht gedacht, dass dann noch mal so wilde Jahre kommen und sie hat natürlich auch meinen schon immer eigentlich geplanten Weg ins Familienunternehmen so ein bisschen verzögert.

00:24:02: Also das ist ich teilweise immer sagen muss, ah, ich brauche noch ein bisschen!

00:24:04: Und dann war es im Jahr twohundseventeil war die Möglichkeit da und dann bin ich schon mal raus.

00:24:08: Das wir dann über die Jahre zweihundzebten bis neunzehn haben wir dann sozusagen langsam die gesamte Transition geschafft, beide.

00:24:15: Ich habe jetzt nicht im Kopf, dass quasi die Outfitteri-Gruppe zu der ihr direkt gemirkt habt.

00:24:21: Die ist jetzt glaube ich nicht an den PE gegangen und ist auch nicht an die Börse gegangen.

00:24:24: Sie wird also heute noch weiter in Betrieben.

00:24:26: Ihr seid durch den Merch wahrscheinlich anteils eingegangen geworden dieser gesamten Gruppe?

00:24:29: Wie viele Leute arbeiten heute?

00:24:30: Also schon irgendwie drei bis fünfhundert würde ich sagen.

00:24:33: In ganz Europa?

00:24:34: Genau, also wir haben da auch noch mal wieder gemirkt und sind mit einem spanischen Wettbewerber zusammengegangen.

00:24:40: Wir haben jetzt einen europäischen Marktführer über alle Bier-und Weinländer wie wir das immer genannt haben zusammen gemirked und das ist heute die Lociero Auditory Group mit Sitz im Bilbao und da bin ich heute auch immer noch in Beirat und ab und zu darf ich dann nochmal reinschnuppern

00:24:57: Okay, also seid ihr denn irgendwann zwischen zwei siebzen und zweinneunzen von Münster ins Erzgebirge migriert vom Erzgerberge nach Leipzig?

00:25:04: Von Leipzig nach Berlin dann wieder zurück nach Münstern.

00:25:07: Richtig!

00:25:08: Was hat der Münsterler aner?

00:25:11: Tehste.

00:25:13: Da wurdest du ein Familienunternehmen aber auch gut aufgenommen.

00:25:16: Ja doch doch, da du das immer relativ klar war und ehrlich gesagt heute sind wir drei hundert Mitarbeiter damals war es noch Knapp die Hälfte oder so.

00:25:24: Echt

00:25:25: neun Jahre doppelt?

00:25:27: Ja doch, schon etwas kleinere Laden und dadurch das immer klar war, da war ich sozusagen angekündigt aber dann war es natürlich auch für mich vielleicht was... Da war ich damals so klug wie ich da ein bisschen zurückzunehmen und nicht den jetzt kommt hier der aus Berlin zu machen.

00:25:45: Das ist natürlich eine Gefahr wenn einer kommt und dann hat man natürlich... Es glückt, dass ich jetzt nicht nur so der Nachfolger bin sondern auch irgendwie ein bisschen eigene Unternehmen und Sporen mitbringe.

00:25:56: Das kann man aber natürlich auch falsch machen und sagen hier, ich zeige euch mal alles wie die coolen Jungs das in Berlin machen.

00:26:02: Du gewinnst doch nicht im ersten Schritt über die digitalen Learnings, die du in Berlin hattest?

00:26:09: Nein,

00:26:09: ich hab mich da!

00:26:10: Wie man so schön sagt in die Position des Lernenden.

00:26:13: Also du hast wirklich dein Vater wollte auch übergeben, wissen weiter geben ist ja Ingenieur habe ich gelesen und du bist ja kein Ingenieur, richtig?

00:26:20: Aber nichts Richtiges gelernt leider, also der Vater Ingenier das heißt du musstest dir auch... Du kannst es.

00:26:24: natürlich viele der Prozesse aber dann habt ihr Modulbau war noch nicht ganz so, konntest du auch gut begleiten da hast du die Baustellungstil mit reingebracht Aber du hast wirklich zugeguckt und mit deinem Vater zusammen Hand in Hand gearbeitet.

00:26:34: Er ist auch noch heute, mit über siebzig immer noch in der Firma.

00:26:36: Er isst noch in einer Firma, er ist jetzt mal mit dem Tagesgeschäft nicht mehr so betraut.

00:26:40: Er hat es dann?

00:26:41: Sechsundsiebzig?

00:26:42: Ja, Sechsen-Siebzig ja!

00:26:44: Aber er kann sich lassen und ist auch gut, dass er da ist.

00:26:46: Also er macht... Wir haben gerade wieder ... Dadurch, dass wir ja immer viel Platz brauchen.

00:26:50: Sowohl draußen als auch drinnen.

00:26:51: Wir haben jetzt wieder ein großes Bauprojekt gemacht und also am Standort und solche Sachen, die betreut ihr immer noch sehr gut.

00:26:57: Jetzt habt ihr eine sechzehntausend Quadratmeter-Halle?

00:26:59: Du hast schon gesagt Torbreite sind so um die fünf Meter das ist schon ja ganz schön enorm.

00:27:03: Da arbeiten irgendwie.

00:27:04: wie viele Leute arbeiten in der Halle?

00:27:06: In der Halferproduktion?

00:27:07: So gute Hunde hat es wahrscheinlich.

00:27:09: Einschicht zwei Schicht drei Schicht?

00:27:10: Anderthalb schicht!

00:27:11: Anderthalb-Schicht.

00:27:12: Okay, was ich erstmal gut finde?

00:27:13: Ich bin ja ein großer Freund von zwei und drei Schichtsystemen.

00:27:15: Also einfach weil es spannend findet du bezahlst ja alles quasi nur einmal wenn du wieder

00:27:18: bist.

00:27:19: Genau!

00:27:19: Ich

00:27:19: gehe davon aus dass ihr das Anlagevermögen also euer Gelände, euer Grundstück dann generell ihr habt acht tausend Container im Einsatz.

00:27:28: Ich kenne solche Container natürlich vom Baustellen und wir haben mal so einen Toilettencontainer für einzelne Gewerbegebiete gekauft haben.

00:27:34: Ich hätte jetzt gesagt die kosten ungefähr zehn Tausend Euro manchmal auch fünf manchmal auch sieben je nach Ausstattung, mit dem auch zwanzig gibt es schon auch.

00:27:41: Ihr habt also wahnsinnig großes Anlagevermögen.

00:27:44: Achttausend Container mal Zehntausend wenn er... Kann ich

00:27:46: nicht ausrechnen, weiß ich?

00:27:47: Genau viel so.

00:27:49: Ich hatte dich von schon gefragt die schreiben sich nach zehn Jahren ab.

00:27:53: So ein Container rennen haltierisch Wenn man den gut pflegt, kann der aber durchaus länger als zehn Jahre existieren.

00:27:58: Also das heißt es auch ein Geschäft wo du quasi mit einem Gut was durch aus zehn fünfzehn zwanzig Jahre alt sein kannst dauerhaft Geld verdienst weil Der Container kostet ja pro monat x egal ob ein Jahr alt ist oder sieben jahre alt ist.

00:28:09: Du musst dich halt pflegen aufbereiten bei der grundsätzlichen Containerrahmen der sind wirklich aus stales der kann dreißig vierzig Jahre

00:28:16: machen.

00:28:17: Dreißig vierzig Jahre

00:28:18: braucht ab und zu mal einen Anstrich.

00:28:20: okay.

00:28:21: Das heißt also, es ist ja im Endeffekt wie so.

00:28:23: ich vermiete Bauwerkzeuge.

00:28:25: Das ist ein Rhein und Raus, eine Container müssen nur arbeitet werden.

00:28:28: Ihr habt also auch schwere Maschinen, schwere Geräte die das machen?

00:28:31: Das ist das Container-Business.

00:28:32: großer Platz wahrscheinlich nicht überdacht.

00:28:34: da stehen diese Container rum weil sie haben ein eigenes Dach bringen ihr mit genau Und in der Halle ist der Modulbau

00:28:39: richtig.

00:28:40: wo du ihm wirklich sagst Da gibt's irgendwie dass sind Projektleiter da ist ein Ingenieur dabei.

00:28:44: wir bauen jetzt eine Kita Wir bauen eine Schule das fängt da vorne an und hinten kommt das fertige Produkt drauf.

00:28:50: was denn auf der Baustelle montiert wird, das macht aber nicht zwangsläufig ihr.

00:28:55: Also eure Wertschöpfung endet auch oft mit der Fertigstellung...

00:28:59: Ja also wir machen schon noch die Projekt- und Bauleitung

00:29:02: absolut

00:29:03: und wir machen auch die Montage, aber dann den Ausbau machen wir oftmals mit

00:29:08: Lokalen.

00:29:09: Okay also ihr könntet quasi inklusive der Batzelle sogar liefern?

00:29:12: Also Batzell ist fertig gefließt und Co.. Absolut!

00:29:15: Aber manchmal liefert ihr auch in Anführungszeichen nur die Außen- und Innenwände, danach beginnt die Verlegung von Elektrik im Gebäude.

00:29:23: Wenn

00:29:25: wir viele geschlossene Räume haben, geschlrossene Röme, die dann eben eine Tür schon drin haben und dann ist sie zu, ja?

00:29:30: Und dann geht da auch keiner mehr rein!

00:29:31: Dann können wir schon sehr viel fertig machen.

00:29:33: Das heißt wenn wir

00:29:33: z.B.,

00:29:34: was wir oft machen, Bettenstation fürs Krankenhaus irgendwie hundert Betten, dann bauen wir die Maximale aus, dann ist es im Zweifel, dahinter der Spiegel an der Wand, das ist alles gefließt Es hängt auch schon der Fernseher oder sowas.

00:29:47: Wundentlich,

00:29:48: es geht ja komplett auch im Betrieb kurzer Zeit nachdem ihr das aufgestellt habt?

00:29:52: Das ist der Plan.

00:29:53: also das ist eines der Hauptargumente für den Modulbau sowie wir ihn machen.

00:29:57: Ist eine Art von Systembauweise aber eben einer die schon ewig nicht als Wende gebracht wird so ein Holztafelbau oder sowwas sondern eben als kompletter dreidimensionaler Baukörper.

00:30:08: und eins der Haupt Argumente ist wirklich ne kurze Bauzeit vor Ort.

00:30:13: Das heißt, ich kann den Kindergartenanbau in den Sommerferien machen.

00:30:17: Ich kann innerhalb von drei Monaten statt irgendwie achtzehn Monaten eine Bettenstation im Krankenhaus anbauen weil ich den Lärm und den Krach und den Schmutz nicht habe.

00:30:30: Okay, dann lassen wir mal Zahlen reden.

00:30:32: der Seidl wird sein Betriebskindergarten haben und er fragt dich und er fragt den Goldbeck, weil den goldbeck so gut findet.

00:30:39: Jetzt macht ihr mir beide ein Angebot für meine Kindertagesstätte.

00:30:42: Da passen die selben Kinder rein, dass das allselbe Kupatur und so weiter ist.

00:30:44: zum Schluss das selbe Gebäude von den Außenmaßens aber eben zwei völlig verschiedene Herangehensweise was dem Bau angeht.

00:30:50: Ja der Goldberg ist gar nicht so unterschiedlich.

00:30:52: Der baut auch modular?

00:30:53: Ja der würde nicht sagen modular, er baut systematisch.

00:30:56: oder also der baut ja in Elementen.

00:31:00: Ich frag meinen Straußberger Maurer.

00:31:03: Also da zum Schluss steht Es steht gar nicht einen so viel geringer, also wir sind nicht teurer.

00:31:10: Das ist auf keinen

00:31:11: Fall

00:31:11: das es nicht.

00:31:12: das Thema die Nebenkosten und die Bauzeit sind aber natürlich beim normalen Bau viel intensiver.

00:31:19: Richtig!

00:31:20: Aber das wird oftmals natürlich nicht so eingerechnet.

00:31:23: Und auch ein bisschen die Risiken was du hast.

00:31:27: Also es ist ja sowieso verwunderlich ob ich jetzt... für das Bolle-System, Modulares bauen oder das Goldback-Ssystem.

00:31:35: Das elementierte Bau und Argumentiere.

00:31:36: aber wogegen ich natürlich absolut argumentiere ist dass man ebenso baut wie vor hundert Jahren.

00:31:42: Dass man obwohl man die Möglichkeit der Industrialisierung hat ja oder der industriellen Fertigung hat immer noch so baut.

00:31:50: also das Gegenbeispiel ist ja BMW baut mir den fünfer auch nicht in der Einfahrt genau wenn es schneit dann lassen sie den da so halbfertig liegen für vier Wochen Und dann waren sie weiter.

00:32:03: So geht es nicht, sondern man kann eigentlich große Teile der Wertschöpfung in eine Fertigung bringen und damit deutlich kontrollierbarer machen was Kosten angeht, was Zeit

00:32:10: angeht.

00:32:10: Das heißt also wir diskutieren ja gar in Deutschland politisch auch viel über Wohnungsbauthemen.

00:32:16: Ihr könntet da schon helfen, also ihr könntet zehntausende Quadratmeter auch Wohnungen ja bauen auf dem Modell in der Theorie.

00:32:22: In der Theorie schon, wir arbeiten da auch gerade dran dass wir das in Zukunft noch ein bisschen besser oder ein bisschen mehr in den Fokus nehmen.

00:32:29: bisher machen wir es wenig, also wir mauen Arten des Wohnens, wir brauchen öfter mal einen Studentenwohnheim oder natürlich auch.

00:32:36: eine gewisse Zeit waren es viele Flüchtlingsunterkünfte temporär aber auch dauerhafte Solche Sachen des Wohnens, aber jetzt so den klassischen Wohnbau.

00:32:44: Da sind wir noch nicht so stark drin.

00:32:46: Aber da geht es natürlich hin weil der Trend ist da.

00:32:50: Das erkenne ich aber also wenn ich mir zu Studentenwohnheim Flüchtlingsheim und Korn gucken würde von draußen erkenn' ich schon noch dass das von der Kubatur Container sei?

00:32:59: Nein!

00:32:59: Das Modularbau.

00:33:00: Genau.

00:33:01: Also wenn ich einen Container bestelle dann ist ja als Container zu erkennen und der bleibt dann da zwei drei vier hoffentlich länger.

00:33:07: Gibt's Wohncontainer?

00:33:08: Ja klar, also für Flüchtlingsheime haben wir viel Wohncontainer gemacht.

00:33:12: Wir machen auch jedes Jahr irgendwie Erntehelfer oder so.

00:33:14: Wenn der Erdbeer-Bauer eben seine Saisonkräfte da hat, dann lässt er sich da oftmals mal fünfzig Container hinstellen... Die begrüßeren

00:33:23: Karls?

00:33:24: Genau!

00:33:26: Ich glaube der Robert sagt immer, der hat eigene Wohneheimer schon gebaut.

00:33:30: Der ist sehr professionell.

00:33:32: aber wir helfen natürlich auch gerne aus und das geht nicht nur die Erdbären sondern alle anderen Landwirtschaftsthemen ist ein eigener Markt wieder rum, aber auch sehr, sehr saisonal.

00:33:42: Aber Modulbau ist dauerhaft und das heißt es ist auch von außen wie von innen nicht vom konventionellen Geburtstag.

00:33:49: Da ist eine Dämmung dran oder ein Putz dran?

00:33:50: Was auch immer?

00:33:51: Ich fahre eine schöne

00:33:52: Holzfassade oder was auch immer.

00:33:54: Also eigentlich man kann sagen ich würde mich wundern wenn mir in Berlin auch nicht achtzig Prozent aller Kindergärten entweder elementiert oder modular gebaut sind.

00:34:05: Was sind die Nachteile?

00:34:06: Ich habe verstanden, was die Vorteile sind.

00:34:08: Es gibt wahrscheinlich keine wesentlichen Nachteil, aber so Stadikhaltbarkeit haben wir da irgendwelche Sachen...

00:34:14: Nein würde ich nicht sagen.

00:34:16: Also was sogar ein großes Thema ist, das wir eigentlich noch viel mehr in den Mittelpunkt stellen sollten, ist halt dass es meiner Meinung nach mit Abstand auch die ökologischste Aufbauart ist.

00:34:25: Hätte ich auch gesagt.

00:34:25: Ja weil ihr könnt es.

00:34:27: also wenn du zu uns nach der Echte kommst und unser bei uns in die Buchhaltung mal marschieren möchtest, dann ist das Gebäude... war früher eine psychiatrische Abteilung einer Uniklinik.

00:34:39: Ja, du hast es zurückgebaut oder was?

00:34:42: Das haben wir zurück gebaut und sind immer noch extrabreite Türen

00:34:44: usw.,

00:34:45: also wir haben das schon ganz schön gemacht.

00:34:46: aber man kann das zurückbauen, das ist nicht der Plan!

00:34:51: Aber man kann es.

00:34:51: wenn man das vorher so mitdenkt, dann kann man es machen und das haben wir in dem Fall auch getan.

00:34:55: Und jetzt ist heute wieder ein ganz normales Bürogebäude, hat also mintgrüne Tür nach manchen Stellen.

00:35:00: Das ist wirklich ein bisschen medizinisch.

00:35:03: Aber ja solche Sachen sind möglich.

00:35:05: Wenn du es nicht zurückbaust dann kannst du's rückbauen und recyceln auf eine Art wie du den normalen Bau eigentlich die konventionell erstellten Bauer eigentlich auf keinen Fall tun kannst.

00:35:14: Du kannst alles Sorten rein trennen und wieder neuen Zwecken oder du kannst zum Beispiel auch auf den Stahlrahmen zurückbauen und diesen wiederverwenden, wenn das denn das Thema ist.

00:35:24: Ja gut

00:35:25: jeder gemauerte Hütte ist ein Individualbau.

00:35:27: Individualbau ist teuer, Individualbau hast recht es irgendwie aus der Zeit gefallen.

00:35:32: wir tun ja auch alle mal so als wenn fünf Generationen in dem Haus leben.

00:35:35: Das Haus ist heutzutage vielmehr ein tradable Good Als es früher der Fall war Und euer Haus fällt jetzt auch nicht nach vierzig Jahren einfach in sich zusammen.

00:35:42: Es fassiert ja auch nicht aber der deutsche gefühlt ist es so, dass das Thema auch den deutschen sehr schwer beizubringen ist.

00:35:50: Ich rede ja viel mit Baufirmen.

00:35:51: in Berlin haben wir Massehaus und so die auch massiv und nicht massif.

00:35:55: Das ist schon krass weil immer noch der kunde Vorbehalt hat.

00:35:58: aber also meiner Meinung nach ziehen halt alle Trends schon diese Richtung.

00:36:03: ein weiteres thema ist natürlich die verfügbarkeit von fachkräften.

00:36:06: also natürlich kämpfen wir.

00:36:08: Wir kämpfen nicht um die Maurer, aber wir kämpfen um dieselben handwerklichen Fachkräfte.

00:36:13: Trockenbauer Malar und so weiter mit den klassischen Bauunternehmen.

00:36:19: Und deren Leute fahren natürlich jeden Tag mit dem Sprinter irgendwo hin?

00:36:25: Haben dann da wieder Rüstzeiten, fahren dann wieder zurück... Und im Zweifel bei Wind und Wetter stehen die im Rohbau, haben es kalt und nass.

00:36:33: Die haben

00:36:33: sich besser kalt als wir vorstellen?

00:36:35: Wir haben uns ein bisschen besser.

00:36:36: Überall Fußbodenheizungen oder Produktionen.

00:36:39: Wir haben schöne Sozialräume mit vernünftigen Duschen

00:36:43: usw.,

00:36:44: also auch das ist eigentlich ein Argument, die Leute von denen wir eh viel zu wenig haben, nämlich die handwerkliche Fachkräfte den ein bisschen besseren Rahmenbedingungen zu geben ist ein Punkt.

00:36:55: Was ist

00:36:55: so mit Robotik AI bei euch in der Fabrik?

00:36:58: Wie muss ich mir das vorstellen, wie sieht es aus?

00:37:00: Hält sich aktuell noch in Grenzen.

00:37:03: Es gibt also Wettbewerber die jetzt mehr standardisierte Produkte bauen wo das

00:37:07: schon

00:37:08: weiter Einzug gehalten hat dann jetzt mit Schweißrobotern arbeiten und so weiter was immer dasselbe Abbaas ist und so.

00:37:14: da sind wir natürlich ein bisschen mehr Manufaktur.

00:37:18: aber wir sehen natürlich dass das kommt.

00:37:20: ja Grundsätzlich würde ich meinen, oder hätte ich die These das... Die Baustelle eher zu den Robotern kommen sollte als dass die Robotern morgens zur Baustellen fahren.

00:37:31: So an dem Entsprechend ist das was wir heute machen nämlich die Baustell.

00:37:35: Sechzig-Siebzig-Achtzig Prozent der Wertschöpfung innes Werk zu holen ist sozusagen ja eine wunderbare Vorbereitung dafür.

00:37:42: Ich glaube nicht dass im zehn zwanzig Jahren Die Roboter das komplette Haus bauen.

00:37:46: Aber dass wir natürlich sehr körperlich intensive Gewerke haben, reden wir mal vom Trockenbau von Platten schleppen und so weiter... Dass da die Roboter ziemlich schnell dabei helfen werden, das glaube ich schon!

00:37:56: Aber die Robotter sind dann wahrscheinlich nicht die Humanoiden sondern eher Spezialmaschinen, die die Autonom oder Halbautonomen das Thema erledigen und die willst du nicht auf die Baustelle bringen.

00:38:07: Das

00:38:07: heißt aber in eurer riesengroße, ich meine, es ist auch schon ein Schuh für eine Halle, ne?

00:38:12: Da habe Gabelstapler, irgendwelche Greifroboter die Platten oder ganze Elemente drehen können.

00:38:19: Ich meine eure schwersten Teile wiegen ja wahrscheinlich trotzdem so einzelne Teile ein paar Tonnen?

00:38:22: Ja also wir arbeiten natürlich viel mit Kranbahnen.

00:38:24: Wir haben wunderbar hohe Halt.

00:38:25: Hast du das Thema

00:38:26: Naufträner quasi auch?

00:38:27: An der Decke?

00:38:28: Ja genau!

00:38:29: Also wir können alles übereinander wegverkraben und so weiter.

00:38:32: Das ist ein großer Vorteil.

00:38:33: Also wir müssen nicht irgendwie hier oben aufschienen arbeiten.

00:38:37: Aber natürlich diese Sachen in den je nach einzelnen Abteilungen geht es schon so langsam los.

00:38:42: Das wäre meine These, dass wir da vielleicht so ein bisschen die Vorbereitungsarbeit leisten.

00:38:48: Was sind wirklich Großprojekte für euch?

00:38:51: Also was können einzelne Bauvoluminer sein?

00:38:53: Ich kann mir nicht vorstellen, was kostet einen Kindergarten?

00:38:55: Ich habe das ungefähr eine Idee aber... Was sind so die groß voluminigen Sachen, die ihr macht, große Aufträge?

00:39:02: gemacht haben.

00:39:02: Das war jetzt auch im letzten Jahr, das wird gerade übergeben.

00:39:05: also die ersten drei von sechs Gebäuden sind schon übergeben für den deutschen Energiekonzern.

00:39:10: Sechs Gebäude in Summe, elf tausend Quadratmeter.

00:39:13: Also das ist fast...

00:39:15: Drei Tausende Quadratmeters pro Gebäudee?

00:39:18: Ja, große Gebäudes!

00:39:22: Das

00:39:22: sind schon große Gebräude genau.

00:39:23: Und das war sehr gut und da haben wir selber auch für uns natürlich noch mal gelernt, okay wo liegen denn dann eigentlich auch irgendwann die Skalen?

00:39:31: erträgt.

00:39:32: Weil wenn du das dann sagen auf dem Wohnbau überträgst oder ja auch schon wahrscheinlich mit großer Wiederholung gerechnen könntest, dann merkst du schon ok du wirst, wenn du oft dasselbe baust in dem Fall nur sechsmal oder sagen wir mal jede Etage ist dasselber also achtzehn Mal Das selbe aus, dann wirst du schneller.

00:39:48: Du wirst günstiger.

00:39:49: Erst mal kurz... Du hast den Umsatz noch nicht verraten?

00:39:51: Ich versuche also ein bisschen mitzurechnen.

00:39:53: Bei elf tausend Quadratmeter würde ich schätze ja bei irgendwas zwischen zwanzig und dreißig Minuten Umsatz gemacht haben im Auftrag.

00:39:59: Also das ist schon so.

00:40:00: Quadratmeterpreise sind jetzt nicht völlig unüblich wenn du dir einen örtlichen suchst.

00:40:06: Das passt schon!

00:40:07: Da ist ein Bad drin und so.

00:40:08: Genau.

00:40:09: Ja, ja.

00:40:09: Also wie groß in Ordnung.

00:40:11: Ah, ich weiß nicht ob ich das warten

00:40:12: darf.

00:40:12: Nee, musst du achten.

00:40:13: Ja.

00:40:14: Ne, das passt schon.

00:40:16: Jetzt habt ihr drei Standbeine.

00:40:19: Das eine ist ja Containervermietung, das andere ist modularer Bauweise und das dritte ist quasi die Baustellen-Logistik, kann man es jetzt mal genannt haben.

00:40:25: Sicherer und baustellen Logistik.

00:40:28: Bei dem einen Thema müsst ihr den ganzen Tag hohe Umschlag häufig... Es stimmt gar nicht, ich wollte die Achttausend Container nicht bei euch haben und hättet auch keinen Platz dafür.

00:40:36: Die müssen also immer auf den Bauställen sein.

00:40:38: Im besten Fall ist alles vermietet und schön langfristig vermietet, dass du nicht die ganzen Bewegungen hast, logistisch kostet ja Geld!

00:40:43: Richtig

00:40:44: Das stelle ich mir trotzdem.

00:40:45: aufgrund von ihr macht es schon eine ganze Weile, euer Anlagevermögen.

00:40:49: Hast du die Abschreibung?

00:40:49: Da sind bestimmt auch schon viele Sachen quasi Buchhalterie oder Midlandsjahr abgeschrieben.

00:40:53: Das ställe ich mir vor ist generell ein gutes Geschäft.

00:40:56: einfach weil ich ja auch schon Videotürme und Co.

00:40:57: sitzen hatte.

00:40:59: Und ja weiß wenn so ein Container lange steht, so ein Videoturm lange steht.

00:41:02: Du hast einmal die hohen Andenaufkosten.

00:41:04: Logistik aber wenn das Ding erstmal steht ist eigentlich relativ gut.

00:41:07: d.h.

00:41:07: Baustellen Verzögerungen sind in der Theorie eure Freunde Genau, das halte ich also für ein sehr gutes Geschäft mit anständigen Margen.

00:41:15: Da würde ich jetzt schätzen die liegen oberhalb von zehn Prozent.

00:41:18: so Das modulare geschäft ist ja schon irgendwie im baugeschäft.

00:41:23: da habt ihr natürlich auch tierisch unter dem material kosten Die ja immer weiter steigen zur echten und auch den weg immer nicht zurückfinden die kennt man nur.

00:41:29: die eine richtung nach oben die mal daumen Da kann ich mir vorstellen, kannst du wahrscheinlich mit acht bis zwölf Prozent Marge operieren.

00:41:35: Irgendwas in dem Bereich wie eine Baufirma die gut geführt ist?

00:41:38: Das Projektgeschäft ist deutlich manischer, sag'

00:41:40: ich mal.

00:41:40: Ja genau!

00:41:41: Aber das auch hoher Aufwand, Energiekosten, Lager... Die meisten Mittelständer sitzen ja auf eigenen Gewerbegebieten und bezahlten Räumlichkeiten.

00:41:49: Das vergisst man immer so ein bisschen.

00:41:50: Ein Gebiet, auf dem ihr dort operiert anzumieten würde auch signifikant Geld kosten.

00:41:55: Also das habt ihr hier alles nicht.

00:41:56: Ihr habt es vielleicht bedient mit der Bank, das kann sein aber normalerweise wäre er für Miete fertig Und die Baustellen logistisch.

00:42:02: dieses Geschäft, was du auch mitgebracht hast, bewegt sich wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

00:42:07: Von den Margen

00:42:08: auch!

00:42:09: Das ist ein

00:42:11: Projektsteuerung... So Ingenieur-Geschäft, so ein bisschen Organisationsgeschäft.

00:42:15: Sehr

00:42:15: viel Jünger vermischen sich Mietumsätze, Serviceumsätze teilweise auch noch Bauumsätze weil wir im Zweifel auch schon mal eine Baustraße bauen wenn das dann notwendig ist und so.

00:42:24: Das ist ein bisschen vermischter aber natürlich auch ein bisschen arbeitsintensiver.

00:42:28: ja das Containergeschäft so ein bißchen wie das Geschäft mit den Kameratürmen usw.. Das ist schon so.

00:42:34: abliefern und hoffen dass man lange nix hört.

00:42:37: Genau!

00:42:37: ist natürlich

00:42:39: auch so ein bisschen das Geheimnis der Branche, also die Mietzeitverlängerung.

00:42:44: Ich kann mich an unseren tollen WC-Container erinnern.

00:42:46: ich glaube es hat exakt bis zum ersten Winter gedauert wo irgendjemand so schlau war den WC Container auf dem Mieterschrom aufzuklemmen Der Mieter ausgezogen wurde und dann in der WC container aufgefroren ist.

00:42:56: Das waren ja ein bisschen doof für die Toiletten Einheiten.

00:42:59: Das heißt auch da mit so einem Container Auf einer Baustelle wird ihm so umgegangen wie man damit umgeht Da kannst du mal Pech haben, dann fährt der Gabelstapler gegen... Das passiert natürlich, das sind so die alltägliche.

00:43:08: Ja, natürlich.

00:43:09: Aber der Container sah doch anders aus als wir ihn hier abgestellt

00:43:11: haben!

00:43:11: Viele unglaubliche Künstlerschwertvolle Graffiti und so ja... Das ist unser Thema.

00:43:18: Was wir natürlich haben durch die Kompetenz, die wir im Bau haben in dem Modulbau, die überträgt sich auch auf das was wir im Containerbereich machen können.

00:43:27: Die klassische Containervermietung kauft sich irgendwo meistens aus der Oper irgendwie ein paar Hundert Container und dann vermietet ihr das hat vielleicht mit ein, zwei Lkw's und bringt das da auch hin.

00:43:37: Aber es ist ein sehr kaufmännisches Geschäft.

00:43:40: Was wir machen können dadurch dass wir im Modulbaubereich eben alle technischen Gewerke da haben.

00:43:46: Das heißt wir haben vielleicht Detekten, wir haben Statika Wir haben Projektleiter.

00:43:50: Wir haben alle TGA-Gewerke im Haus Und so sind wir auch in der Lage, auch im Containerbereich sehr komplexe Sachen zu machen.

00:43:58: Also im Zwischenbereich zwischen dem klassischen Standardcontainer und dem Modulbau gibt es halt das was Containergroßanlagen.

00:44:05: also ich brauche eine Förderschule mit extrabreiten Türen vielleicht sogar mit einem Lift eingebaut in den Containernall für fünf Jahre und habe da noch X andere Sonderwünsche.

00:44:23: Ihr baut mir eine richtig schöne Sonderschule mitten in dem Wald für fünf Jahre und könnt ja nach wieder mitnehmen.

00:44:29: Das ist natürlich eine Luxus-Luxus Variante, die ich gerade beschrieben habe.

00:44:32: Meistens ist es ein bisschen zweckmäßiger aber klar wir können uns da an die Notwendigkeiten der Nutzung dann anpassen, sodass wir eben auch in diesem Zwischenbereich eigentlich sehr erfolgreich sind.

00:44:42: Ihr

00:44:43: wiederum?

00:44:43: Also ihr bekommt das Rohmaterial Container quasi geliefert und veredelt das oder ihr bekommt den Container auch fertig?

00:44:50: Nein, wir bekommen also im Standardbereich für diese klassische Vermietungen wie du zum Anfang sagtest ich brauche jetzt hier mal als... Inventur und braucht für zwei Wochen eine Container auf dem Hof, damit ich die Akkunkisten irgendwo trocken lagern kann.

00:45:03: Das sind meistens standardisierte Produkte, die kaufen wir auch zu.

00:45:07: Aber im Bereich der Großanlagen des Baumes ist alles selber.

00:45:10: Es läuft sozusagen durch die gleiche Fertigungstraße wie in der Modulbau.

00:45:14: da können wir eben dann auch deine Förderschule bauen aus sechszig, siebzig, hundertzwanzig Container.

00:45:19: Was sind denn so in deinem Alltagsgeschäft?

00:45:22: Die größten fack abs die passieren können.

00:45:24: also hat schon mal ein Container von euch auf die Autobahn geschafft vom Lkw runter oder sowas.

00:45:28: Es sind ja Themen die passieren, ich meine wir reden immer noch über Logistik, wir reden über Baustelle.

00:45:32: da passiert ja auch da passiert der Richter unsinn.

00:45:33: Ja ja ne wir haben eben auch einen eigenen lkw-Vorpark und so weiter.

00:45:36: da passiert jede Menge leider leider aber das gehört sicherlich zum Geschäft größter Fack ab.

00:45:43: ich habe einen richtig guten zu bieten denn vor vor so knapp zwei Jahren Im Juli, zwanzig vierundzwanzig da hat auch ein echt vom deutschen Wetterdienst bestätigter Tornado es einmal über unser Betriebsgelände geschafft.

00:46:00: und so

00:46:01: wie man den aus dem Fernsehen kennt.

00:46:02: Ja ja es gibt verrückte Videos also er ist jetzt nicht so bildschön das war so ein Dreieckbild das sieht man auch an manchen Stellen.

00:46:09: oder der hat sich kurz vor unserem Betriebsgelände gebildet.

00:46:14: Da ist noch so eine Tankstelle von Reifeisen und hat da die ganze Photovoltaik runtergezogen, also hat diese ganzen Platten auf uns drauf getrümmert.

00:46:23: Also wir hatten sehr viele Dutzend ... Auf

00:46:26: die Halle auch?

00:46:26: Genau in der Fassade, auf dem Dach sehr hässliche Schäden, weil es ja kleinteilig war.

00:46:33: Aber das große Ding, als er dann bei uns eingetroffen ist, da hatte er richtig losgelegt.

00:46:41: Also, man sah auch den Kreisel so.

00:46:45: Weil auf der einen Seite waren alle Tore reingezogen in die Halle und auf der anderen Seite waren alles rausgeworfen aus der Halle.

00:46:51: Die großen... Das ist ernst!

00:46:53: Ja ja doch da war... Der hat

00:46:54: die Tore aus der Verankerung rausgerissen, nach draußen und nach drinnen.

00:46:57: Die sind relativ leicht diese Tore.

00:46:59: aber ja, teilweise hat man eben ... Die Dämmung aus dem Dach und auch Teile.

00:47:05: Der Tore hat man irgendwie zwei, drei Kilometer weiter auf den Feldern gefunden.

00:47:08: Keine Person zu schaden kommen?

00:47:10: Keine personen zu schagen gekommen!

00:47:13: Zum Glück war Freitag-Nahmetdach.

00:47:14: Es war so um die Uhr.

00:47:16: Ich war schon ... ich war aufm Gebot in Berlin eingeladen und ich war schon in Hannover.

00:47:21: Was schmeckt dir Tonika richtig

00:47:23: gut?!

00:47:23: Ja, ich war in Hannova und bin dann auf meine Familie weiterfahren lassen.

00:47:26: Wenn zum Flughafen in Hannowa mich rausgeworfen, dann hab' ich da ein Mietwagen genommen und bin wieder zurückgefahren Abends wieder da.

00:47:34: Das war ein wilder Freitag.

00:47:36: Wie lange habt ihr gebraucht, um wieder in die Produktion zu kommen?

00:47:39: Zwei Tage!

00:47:40: Weil ja das ist eigentlich die tolle Seite dieser Geschichte.

00:47:43: Wir haben heute so einen Spruch, den wir immer auf T-Shirts haben und überall verwenden.

00:47:49: Das heißt stark wie Bolle.

00:47:54: Der gefällt also keine Agentur für Gebraucht sondern den haben wir irgendwie damals Im Rückspiegel auf.

00:48:02: diese Geschichte wurde irgendwie erfunden, weil das war eben so ein verrücktes Wochenende.

00:48:06: Also alles lag drin.

00:48:07: Man muss ja vorstellen, da waren noch hundert Container im Eimer.

00:48:10: Die sind auf die Lkw draufgefallen und teilweise auch in die Nachbarfirma rein.

00:48:13: Es hat einen Container.

00:48:15: Das ist auch lustig, die wir stapeln die dreifach bei uns auf dem Gelände.

00:48:18: Ja?

00:48:18: Und einer lag oben auf also in der vierten Etage.

00:48:21: Den musste es an den... In der dritten hochgezogen und quer auf die vierte Etage oder in die vierter Etage gelegt haben.

00:48:27: So ein Ding wiegt drei, vier Tonnen.

00:48:29: Das waren so die Kräfte, die da gewirkt haben.

00:48:31: Naja ... Am nächsten Tag oder noch am Abend waren dreißigvierzig Mann aus der Mannschaft da und am nächsten Tag noch viel mehr.

00:48:39: Und wir haben dann irgendwie wild aufgeräumt das ganze Wochenende.

00:48:43: Wir hatten einen Baukrander gehabt, er wurde umgeworfen.

00:48:45: Da kamen der Bauer von dem an Winde drum und dran gezogen damit das Ding wirklich einmal fällt weil sonst fällt der uns doch auf den Kopf.

00:48:52: Also es war ein verrücktes Wochenende und da bin ich auch im Rückspiegel, also wirklich unser Truppe da immer noch unheimlich dankbar.

00:48:59: Weil wir haben wirklich gesagt okay, wir haben jetzt Samstag Sonntag Montag geht's weiter!

00:49:04: Und ja die sixhundert Quadrometer Dach, die fehlten halt aber das war ja Juli Äh, und das war der Stahlvor.

00:49:12: Da ging's so ja?

00:49:13: Die haben halt im Cabrio-Modus dann operiert für ein paar Wochen.

00:49:16: Im Sommer war die da.

00:49:17: Genau.

00:49:18: Okay.

00:49:19: Ja also hat er den Ring zum Mal geschlafen.

00:49:21: Genau, wir haben alles kritisch rausgeräumt aber ansonsten wurde da geschweißt unter freiem Himmel.

00:49:28: Wie schafft ihr das bei so einer Form mit knapp dreieinhalb Leuten?

00:49:31: Was ist denn so mit Unternehmenskultur und sowas?

00:49:33: Also ich meine, die kennen euch jetzt seit vier Generationen.

00:49:35: Da habt ihr bestimmt auch Leute, die ihre Kinder und Ausbildung und so.

00:49:37: das ergibt sich ja bei uns irgendwie auch so, dass die Leute langsam fangen, von Freunden die Kinder an ihrer Ausbildung zu machen.

00:49:43: Wie haltet ihr das zusammen?

00:49:44: Wie schafft ihr dieses Bollegefühl?

00:49:46: Habt ihr irgendwelche Sachen wo du sagst, das machen wir so und ich glaube es ist ganz gut, dass wir das so machen?

00:49:51: Ja also... Ich glaube immer noch eine relativ gute Kult- haben, die wirklich so aus den alten Familiären kommen.

00:50:00: Durch das wir eine sehr lange Betriebszugehörigkeit haben.

00:50:03: Wir haben regelmäßig Mitarbeiter, denen kann man dann zum dreißigsten oder vierzigsten aufnäher, auch schon mal zu Gehörigkeitsjubiläum gratulieren.

00:50:13: Also es sind solche Seiten und die treiben natürlich die Kultur.

00:50:16: Dann haben wir natürlich auch eine Aufteilung... Gut, da sind halt Leute.

00:50:19: Aber die teilen sich natürlich auch in unterschiedliche Firmen auf.

00:50:22: Das heißt, die Modulbauer ist die Cortena Firma.

00:50:25: Da sind die Kulturen auch ein bisschen unterschiedlich.

00:50:27: Eine Firma ist wirklich schon ein bisschen gesetzt da und dann haben wir irgendwie so ein wildes Piratenschiff wie unsere BM-Bau logistik das ... und die haben noch eine sehr Jugendliche, ein bisschen Start-up Kultur.

00:50:40: Und das alles verbinden wir aber irgendwie so.

00:50:42: deshalb sind auch solche Botschaften.

00:50:44: Das ist stark wie Bolle irgendwie leben, sehr wichtig!

00:50:48: Wir machen so klassisch... Ja, weil wir eben auch aus dem Handwerk kommen.

00:50:52: Auch dann sehr handfeste Sachen.

00:50:54: Das heißt, wir machen unser Sommerfest was sehr selbstgemacht ist oder in Haudenau-Lukas steht und alle starke Jungs mal so zeigen können, was Sache ist.

00:51:03: Wir machen an Weihnachten unsere dreizehnärzte Weihnachtsbaumschlagen wo jede Familie kommen kann, Brusche.

00:51:09: Wir nehmen sich die Leute deutlich besser als im Sommer wenn die Familie nicht dabei sind.

00:51:14: Aber das gehört ja auch dazu.

00:51:15: Also wir feiern auch heftig.

00:51:18: Ja, das ist eine schöne Sache.

00:51:21: Aber die kommen ja auch alle von da?

00:51:22: Ihr seid ja ein Produktionsstandorte.

00:51:23: Da kommt das keiner aus München.

00:51:25: Seid ihr alle dabei heimatet?

00:51:26: Die wundern?

00:51:26: Absolut!

00:51:28: Wir haben natürlich den Vorteil dass wir die Stadt Münster vor den Toren haben.

00:51:30: Also Münstertechte sind so zehn Kilometer und wir natürlich bei den Architekten usw.

00:51:37: auch aus Münster viel ziehen können, da gibt es eine tolle Uni und Münster ist ne unheimlich lebenswerte Stadt.

00:51:42: Ja ich

00:51:43: kenn's nur vom Tatort, das sah immer sehr gut aus!

00:51:45: Also aus Münstern wollen die wenigsten wieder weg.

00:51:50: mit dem Fund können wir natürlich so ein bisschen auch werben aber natürlich haben ja auch viele Leute aus dem ländlichen Münzeland also wie sie in nem kreiswarendorf.

00:52:03: Also dein Vater ist siebzig.

00:52:05: Der hat die letzten zehn Jahre ja versucht alles nicht rein zu pressen, was er konnte quasi.

00:52:08: Jetzt bist du da Münsterland?

00:52:10: Das ist jetzt auch nicht mehr Berlin.

00:52:11: also auch der Netzwerkgedanke und Co.

00:52:13: das ist hier alles dort ein bisschen anders organisiert.

00:52:15: Mit wem tauschen du dich aus?

00:52:17: Was ist denn so dein Netzwerk wo du auch als Unternehmer als mittelständischer Unternehmer nicht organisierst, wo man dich trifft?

00:52:22: vielleicht doch

00:52:23: Ja das habe ich zum Beispiel gut mitgenommen aus dem Bild aus der Berliner Zeit.

00:52:28: Zu den Modemoto-Zeit bin ich eingetreten war ein EU-Forum, was aber schon kein EU mehr war.

00:52:37: Also ein abtrünniges sozusagen und das Forum gibt es schon seit... ...sechzehn, siebzehn Jahren.

00:52:42: ich bin jetzt seit zwölf dreizehn Jahren dabei oder sowas in der größten Ordnung Und das ist mein starkes, sozusagen Board of Directors.

00:52:53: Das machst du?

00:52:54: Das ist wirklich auch dein Ding.

00:52:55: Das willst du nicht missen.

00:52:56: Damit nimmst du an die Meetings-Teile diese Offenheit der Austausche untereinander und das ist genau dein Ding!

00:53:01: Ja

00:53:01: wir sind ja alle ein bisschen älter geworden.

00:53:03: also es ist wirklich toll zu sehen ich kann das immer nur empfehlen dass ich kenne jetzt das Ionenetzwerk in der Tiefe aber so eine Gruppe zu haben die natürlich über die Haare ein bisschen durchwechselt sehr stark gebunden ist und da lebt man tatsächlich dann sechs, sieben, acht Leben parallel.

00:53:23: Man weiß sehr viel über die anderen, man sieht die ganzen... viel Licht und Schatten von allen und man geht eben auch durch so ein Leben durch, ja?

00:53:30: Von Gründungsphase-Startup Kann ich bei dir pennen?

00:53:35: Ja, bis heute oder wo natürlich auch alle irgendwie ein bisschen weitergekommen sind im Leben.

00:53:40: Dann kommen die Kinder dazu und wir passen unser Format dadurch, dass wir nicht an den Jungen gebunden sind immer mal wieder an.

00:53:44: Wir sind da auch irgendwie resilient geworden und können da Sachen machen, die vielleicht früher nicht so einfach waren.

00:53:51: Es ist sehr ehrlich, also grunderlich!

00:53:54: Und die Leute teilen ja auch so dieselben Schicksale oft oder haben dieselbe Herausforderung.

00:54:00: Das ist gut.

00:54:01: Die meisten haben das eben nicht gerade in so sehr ländlichen Strukturen, sondern tauschst du dich dann mit den Bauern aus und mit dem der die Mühle noch da hinten rechts hat und so.

00:54:09: Es geht natürlich irgendwie auch aber im Großen und Ganzen gerade in der Größe in Ordnung wie ihr unterwegs seid.

00:54:13: es ist ja echt krasser Mittelstand was wir im Vorfeld erzählt.

00:54:16: also ihr arbeitet da gerade auf die hundert Millionen Umsatz zu.

00:54:18: Das ist jetzt auch nicht ganz wenig, das ist schon relevant.

00:54:21: Da irgendwie dreinhalb Familien die an euch hängen.

00:54:24: Das ist schon krass, hast du externe Hilfe bei dem Unternehmen?

00:54:26: Ich glaube das hat mir vorhin gesagt.

00:54:27: Du hast eigentlich in jedem Geschäftsbereich einen Co-Geschäftsführer, ne?

00:54:31: Ja auf jeden Fall manchmal auch mehrere.

00:54:34: Okay oder mehrere.

00:54:35: Das haben wir schon ganz gut aufgeteilt.

00:54:36: ja sonst ging es auch nicht gerade auch so.

00:54:38: was wie die BM-Baulogistik Die wurde prägend von einem externen Geschäftsführern mitgestaltet.

00:54:44: jetzt hier letzten Jahr und

00:54:46: habt ihr so... Habt ihr irgendwas, was ihr extern besetzt?

00:54:49: Wo du sagst das ist wirklich extern Hilfe die wir uns regelmäßig reinholen oder sagst du eigentlich kommen wir mit uns...

00:54:55: Bisher kommen wir noch so ganz gut.

00:54:56: Ich hab momentan verfolge ich so ein bisschen den Plan den eine oder anderen auch aus Alten Berliner Zeiten aus alten Berliner Netzwerken gibt's ja dann auch.

00:55:07: die Lebenswege sind ja oft gleich, dass ich dann irgendwann eine Vier vorne habe und so weiter.

00:55:12: Dann vielleicht doch mal wieder irgendwie raus aufs Land gehen und dann versuche ich sie zu locken.

00:55:16: also wir haben erfolgreich jetzt ein paar alte Weggefährten aus Berlin auch ins Münzeland geholt.

00:55:21: Okay

00:55:22: das finde ich wichtig.

00:55:23: du suchst gute Leute.

00:55:24: Ich weiß ja, dass diesen Podcast sehr unternehmerische Geschäftsführer Unternehmer, Unternehmerinnen und Co hören.

00:55:31: Wenn jemand sagt, ich kann mir das vorstellen auch in der Nähe im schönen Münsterland zu leben und hab echt Bock auf eine unternehmerische Herausforderung.

00:55:37: Du suchst Leute?

00:55:38: Ja absolut!

00:55:39: Okay

00:55:39: also wir haben noch viel vor glaube ich so weitest die Rahmenbedingungen zulassen und dafür suchen wir wirklich Leute in allen Bereichen auch gerne junge Wilder aber auch gerne Leute die sich schon woanders eben ihre Sporen verdient haben.

00:55:56: okay

00:55:56: bitte melden

00:55:57: Ja, das wäre auf jeden Fall mit reinnehmen.

00:56:00: Sagen wir haben diese Sektion Lifehacks.

00:56:02: Da findet man ja schon so ein Briefing bekommen, hast du einen Lifehack?

00:56:05: Also Unternehmern die du teilen kannst, eine Regel.

00:56:08: Ein LifehACK, das können wirklich wilde Sachen sein, die auch nicht zwangsläufig mit deinem Kerngeschäft zu tun haben müssen.

00:56:13: aber freue ich mich natürlich auch über den Lifehacker der mir zu eurem Bereich einfallen würde.

00:56:16: Wäre zum Beispiel den Toilettencontainer, der im Winter beheizen sollte und am Strom anzulassen.

00:56:21: für diesen Wahnsinniger Lifehacking hat ein paar tausend Euro gespart.

00:56:24: Ja, natürlich habe ich das vorher gelesen und mir ein paar Gedanken gemacht.

00:56:27: Und da hab' ich jetzt irgendwie so was... Ein tolles Aus- und Container hergeleitetes Beispiel.

00:56:33: Worauf ich gekommen bin, weil mir das unheimlich wichtig ist, ist so das Thema Freundschaften pflegen.

00:56:38: Das finde ich sowas, dass es mir sehr wichtig.

00:56:41: Ich kann mich an dieser Stelle dann auch direkt bei allen entschuldigen mal den nicht.

00:56:46: Nicht so toll schaffe.

00:56:46: Oh

00:56:47: ich auch, da würde ich einspringen.

00:56:49: Aber ich gebe mir hoffentlich Sicht beim Mühe und irgendwie kann mich darüber freuen dass ich eigentlich aus jeder Lebensphase enge Freunde habe.

00:57:00: Aus dem Kindergarten oder aus der Schule oder vom Studium usw.

00:57:06: Das ist nun nämlich das Privileg um darauf immer wieder zurückzukehren.

00:57:09: und eben jenseits von dem was jeder so individuell macht Irgendwie, gerade wir Kerle.

00:57:17: Wir machen es uns da ja auch leicht.

00:57:18: Hat man sich zwei Jahre nicht gesehen oder nur geschrieben und dann schließt man halt direkt an der gleichen Stelle wieder

00:57:27: an.

00:57:28: Da sind wir ja stumpf!

00:57:30: Aber nee das ist wirklich was... Das versuche ich wirklich ernst zu nehmen und zum Machen für mich und kann das auch wirklich nur jemandem raten.

00:57:40: Manchmal sehe ich das bei anderen die das so ein bisschen verpennen und das glaube ich ist eine verpasste Chance.

00:57:46: Ich

00:57:46: glaube auch, dass hilft in jeder Lebensphase, ob es eine gute, eine mittlere oder eine schlechte ist... die Leute um dich rumzuhaben, auf die du dich verlassen kannst.

00:57:52: Das ist wirklich cool und es macht ja auch Freude!

00:57:54: Ich bin am Wochenende aus dem Barbershop mit meinem Sohn raus gelaufen.

00:57:58: Schönen Friedrichs Hange in Berlin und bin direkt in eine Klassenkamerade aus der Realschule reingelaufen.

00:58:03: Und das war ein echt schönes tolles, positives Gespräch, weil ich sagte wir müssen uns mal wieder treffen.

00:58:07: Das war echt ne coole Zeit.

00:58:08: Lass mal gucken wie ihr das organisiert bekostet.

00:58:10: Muss man's halt wirklich machen?

00:58:11: Genau muss man machen.

00:58:12: aber es war ja eine Dame und die organisierte es schon zehntausendmal besser als ich.

00:58:15: Ich glaube wir kriegen es hin da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher.

00:58:17: Ja cool

00:58:18: So, jetzt hast du ja Produktionsstandort in Deutschland.

00:58:24: Muss ich trotzdem die Frage stellen?

00:58:25: Ich finde das wahnsinnig herausfordernd und bist dann nicht der erste, der hier sitzt, der Produktionen in Deutschland hat.

00:58:31: Nun baut ihr da auch wirklich was?

00:58:32: Und ich muss ja trotzdem die Fragen stellen macht es nicht viel mehr Sinn das was ihr macht lieber eine Fabrik in Osteuropa zu kaufen und das darzubauen weil die Leute günstiger sind der Strom günstige ist vielleicht sogar das Baumaterial.

00:58:45: Wie gut schaffen wir das?

00:58:46: Also wie kannst du Deutschland produzieren, warum geht es da oder euch gut.

00:58:50: Ja also noch schaffen will das und ich glaube auch daran dass sich die Rahmenbedingungen nicht noch weiter irgendwie hohem Maße verschlechtern, dass das auch weiterhin möglich ist.

00:59:02: Wir haben natürlich den Vorteil jetzt hier nicht irgendwelche kleinen Teilchen zusammenformeln sondern dass wir große Produkte haben so ein Modul.

00:59:12: Der Anteil der Logistikkosten an den Baukosten ist nicht klein.

00:59:16: Wir haben natürlich am Ende so ein Riesending und wenn das durch vier Bundesländer muss statt nur durch eins mit Viergenehmigungsverfahren, also für den Transport dann wird es auch ohneübersichtlich.

00:59:29: Also da haben wir einen Vorteil und daran glaube ich auch für uns dass wir da insbesondere regional noch weiter machen können.

00:59:38: aber natürlich sehe ich was in Polen los ist.

00:59:42: Natürlich.

00:59:43: Die

00:59:43: Polio hat das große Glück,

00:59:44: die

00:59:44: müssen nicht mehr nach Deutschland.

00:59:46: Die haben selber eine starke Wirtschaft, die können auch so wie deutlich kürzer fahren... Ich hatte letztens den Claudius Moor von Ambonia hier sitzen und der macht Türen an der zweitgrößten Tür in Hersteller Europas Und der sagt auch rate mal aus welchen Ländern die Tünen hier in Deutschland kommen da ich gesagt er wahrscheinlich alle aus Osteuropa sagt ja ne Logistik, schon mal versucht mit dem Tür zu verschicken.

01:00:05: Ja ist ganz mies in der logistik und auf das thema zahlt ihr auch so ein bisschen eine weil je größer das stückgut desto kürzer sollten die wege sein Und deswegen macht ne produktion in deutschland halt sinn bevor daraus vierhundert kilometer zu euch fährt.

01:00:16: okay verstanden aber ansonsten ist es natürlich schon so.

01:00:20: Du also hast ja auch gesagt ich würde lieber im zweischicht system arbeiten.

01:00:23: wir stoßen hier natürlich rein.

01:00:25: von satter claude ist auch erzählt Der hat nämlich die fabrik in erford Die größte tür.

01:00:29: fabrik europa steht in erfort wusste ich persönlich noch nicht.

01:00:32: Er sagt, wenn wir mal Überstunden brauchen oder Zweischicht.

01:00:34: Das ist ein riesengroßer Verwaltungsakt das macht keinen Spaß in Deutschland.

01:00:38: Klar ja und auch also für den einzelnen Handwerker macht die nächste Überstunde nicht so richtig viel Spaß.

01:00:45: Auf

01:00:45: der Grundstelle macht ihr auch kein Spaß?

01:00:47: Ja auf vielen Ebenen stimmen halt einfach die Anreize nicht.

01:00:51: Und ich habe die Hoffnung jetzt mal etwas einer Ebene darüber gesprochen.

01:00:58: Also wenn wir irgendwas sind Dann sind wir in Deutschland in der Lage zu korrigieren.

01:01:06: Irgendwann haben wir Druck.

01:01:08: da ist, wir neigen auch dazu und das machen wir ja auch alle momentan wirklich dann auch sichtbar schlechte Stimmung zu kriegen.

01:01:17: Und dann können wir auch umdrehen.

01:01:22: Ich warte momentan noch so ein bisschen drauf aber ich habe die Hoffnung nicht verloren Ja, dass wir in so gewissen Teilen mal die Kurve kriegen.

01:01:28: Ich würde auch sagen du kannst langsam zugucken wie die Gegenstimmen lauter werden und auch inzwischen wird es auch wieder diskutiert.

01:01:34: vor zwei drei Jahren wurde ganz schnell immer raufgehauen dann wurde das nicht mehr diskutiert.

01:01:38: ich finde inzwischen haben wir schon wieder ein gutes Diskussionsniveau erreicht.

01:01:42: Aber ja, diese schlechte Stimmung nehmen wir Deutsch.

01:01:44: Wir sind ja auch kein Land des Marketings und der positiven Stimmung.

01:01:48: Ja umso

01:01:48: wichtiger ist das was du hier machst also so hier diese Stimmen nach vorn zu bringen.

01:01:54: mir fällt es jetzt nicht super leicht als festfahle aber ich gehe jetzt auch durch den Schmerz mit dir gemeinsam.

01:02:02: Es ist einfach wichtig dass wir mehr darüber reden.

01:02:06: die Unternehmerperspektive Ja, nicht die ist die im Tatort dargestellt wird.

01:02:12: Sondern eben die, die du hier zeigst nämlich dass das in den aller allermeisten Fällen und so sollte man ja immer auf alles gucken dann doch irgendwie nicht die schlimmsten Menschen sind.

01:02:21: Ich glaube wirklich wir haben eine ganz ganz besondere Position auch innerhalb von Europa mit diesem starken Mittelstand Und die muss man eben ein bisschen pflegen.

01:02:28: also ihr seht das Dinge mal sehr kurz gegriffen sind Unternehmen gehen pleite, dann denken wir alle nur an den Verlust der Armetsplätze.

01:02:35: Das ist auch ein massiver Verluste von Steuereinnahmen.

01:02:38: also diese Kette baut sich da so und auch gerade die baut sie wahnsinnig schnell auf.

01:02:42: und du liest nur Tabaksteuer hoch Umsatzsteuer Hoch.

01:02:46: unser Antwort ist immer steuern.

01:02:47: steueren steuert haben ja strukturelle Probleme.

01:02:51: Steuern hoch ist für alle schlechter, für alle die hier wohnen.

01:02:54: Also gerade so eine Umsatzsteuer das ist ein Milliardenaufwand die umzustellen durch dieses Thema auch durchzugehen.

01:03:00: Ich weiß nicht ob du dich an den letzten Umsatz-Steuer erinnerst?

01:03:01: Die wurde ja auch noch von einem halben Jahr erhöht und dann wieder gesenkt.

01:03:04: was für einen Schwachsinn.

01:03:05: Das hat Milliarden gekostet.

01:03:07: im Aufwand

01:03:07: Ja.

01:03:08: Und das sind sicherlich Themen wo du immer so denkst boah jetzt ist da etwas entschieden worden.

01:03:12: Gerade wir in Berlin sind ja auch so spezielles mit Mietpreisbremsen und Deckeln und Co.

01:03:16: Ich glaube wirklich das erste muss sein, um auch die Leute aktiv zu entlasten.

01:03:22: Wir gehen an Kernthemen ran!

01:03:24: Wie versorgen wir Deutschland mit Strom?

01:03:26: Letzten Satz der Jérôme, wenn es hier baut für eine Viertelmilliarde Euro im Rechenzentrum und hat in Frankfurt am Main keinen Strom bekommen.

01:03:33: Das heißt egal wie viel Geld du hast und egal dass Frankfurt am main auf dem attraktivsten Internetknotenpunkt der Welt sitzt aktuell kann niemand denn dieser Stadt den Rechencentrum hinstellen und die ganze Welt baut Rechen-Centres bitte

01:03:43: ne?

01:03:43: Genau

01:03:44: Das sind so die Themen, wo du wirklich verzweifelst.

01:03:47: oder wenn hier Podcast Gäste sitzen und sagen wir haben ein Unternehmen übernommen.

01:03:50: Haben neue Maschinen uns hingestellt braucht einen Stromanschluss im Gewerbegebiet um die Stadt sagt kümmern wir uns nicht.

01:03:56: drum kostet eine viertel Millionen Euro untermachen die den Standort zu und haben jetzt den standort verschoben das in zehn Leute mehr arbeitslos.

01:04:03: Ich glaube, es muss ein bisschen unternehmensnah sein.

01:04:05: Niemand erwartet dass der mittelständische Unternehmer beklatscht wird.

01:04:08: aber Fakt ist er ist aktuell so ziemlich das einzige was uns bleibt und wir werden mit der Herrscherren vom Beamten die gerade das verwaltet was sie aufgebaut hat leider nicht irgendwo hinkommen wo sich das selber trägt.

01:04:17: wenn mir kein Tourismus kein so ein bisschen Tourismus keine Rohstoffe.

01:04:21: Deutschland ist ja ein Land der arbeitenden der Denkenden.

01:04:24: Das nehmen wir uns gerade so ein bisschen und das macht mir eben auch Sorgen.

01:04:28: Ich finde es wahnsinnig toll, dass es Unternehmen wie euch gibt und ihr beweist ja auch, daßes allen gut geht.

01:04:32: Und ich glaube keiner von uns beiden hat Probleme damit Steuern zu bezahlen.

01:04:35: Aber wir denken halt schon darüber nach was löst denn so eine Mehrwertsteuererhöhung aus?

01:04:40: Was ist so ne Tabak-Steuererhöhrung?

01:04:43: und dann bist du auch einmal wieder da ja Zucker, nein Tabak... Ja!

01:04:46: Ne, wir haben genug Steuern.

01:04:47: Wir müssen jetzt gucken dass wir die Infrastruktur des Landes wieder herstellen das wir eine Autoindustrie haben Dass wir uns selber versorgen können mit Strom und Kohlen Das Leute die Rechenzentren betreiben wollen Die Chancen haben sich anzusiedeln.

01:05:00: Was ich als gravierendes Problem sehe ist irgendwie dass wir einerseits den Leuten so bisschen die Liebe für die Marktwirtschaft ausgetrieben haben Und auch vergessen haben immer mal wieder zu erwähnen Grund ist, warum wir auch eine funktionierende Demokratie haben und warum wir eigentlich dieses wunderbare Land haben.

01:05:21: Und dass wir wirklich versuchen fast Anreizsysteme nicht zu verstehen.

01:05:29: Die Welt und die Marktwirtschaft sind Anreize-Systeme ja?

01:05:32: Und all das was du gerade erwähnt hast, sind ja nur Anreizen in die eine oder in die andere Richtung.

01:05:38: Und als wäre das was Böses.

01:05:41: Es ist einfach eine Naturgewalt, zeigt mir den Anreiz ich zeig dir das Verhalten.

01:05:50: Das gilt ob wir das wollen oder nicht.

01:05:52: und wenn ich weiterhin die Anreize so setze dass es sich nicht lohnt zu arbeiten, dass es nicht lohnet Unternehmen zu gründen der Stress den du damit haus holst mit diesem zusätzlichen diese extra Meile gehen.

01:06:12: In Deutschland eben sich nicht so sehr lohnt, dann müssen wir uns nicht wundern.

01:06:15: aber genauso andersrum funktioniert das wenn wir die Kehrtwende schaffen in den Köpfen zuerst und dann das auch auf die Straße bringen Dann geht es auch rapide wieder an der Anrichtung.

01:06:25: denn haben ja die Leute die das alles wollen

01:06:28: können Und ihr seid ja auch im Bereich wo Ich meine, Baugenehmigung und Kodosie ist das jeden Tag.

01:06:33: Dass die Zeit hinterwalle länger werden als Baugenehnigungen, die früher ein halbes Jahr gedauert haben zwei Jahre dauern.

01:06:39: Also ich sag mal auch bei dir ist wahrscheinlich auch so Entbürokratisierung Das Rad wieder ins Laufen bringen wir der größte Wunsch oder?

01:06:46: Wir machen jetzt wie gesagt nicht so schrecklich viel Wohnbau.

01:06:48: Aber Wohnbau und sozialer Frieden sind halt klar verwandt und dementsprechend da sind wir In so einer schwierigen Situation.

01:07:02: Wenn wir da nicht wirklich jetzt aggressiv die Kurve machen und bisher sehe ich es leider noch nicht, dann wird das noch ein bisschen unappetitlicher.

01:07:10: Wir lösen halt das Wohnbauproblem mit einer Mietpreisbremse, sondern dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat ist schon wahnsinnig wild und dass dadurch keine einzelne Wohnung entsteht irgendwie auch.

01:07:19: also.

01:07:20: Das ist eben wirklich fraglich.

01:07:21: Du hast hier in Berlin ein schönes Beispiel, eine Stadt die prospiriert wo du Experts anziehen willst, die sehr gut bezahlt werden und sehr gute Gehälter haben und kannst ihnen keinen Wohnraum geben.

01:07:31: Und die Mietpreisbremse ist einfach nur ein riesengroßer verwalterischer Akt.

01:07:34: und jetzt sollst du von acht Euro kalt Immobilien betreiben.

01:07:38: es ist nicht möglich.

01:07:39: wir machen das seit zwanzig Jahren.

01:07:40: Ja!

01:07:41: Du kannst für acht Euro Kalt wenn du dein Immobil gekauft hast den Nichtbetreibende gebaut hast schon mal gar nicht.

01:07:46: Das kann jeder errechnen.

01:07:47: im BWL Studium erstes Semester

01:07:50: Na, da trifft dann halt... Da schlägt die Ideologie jede Art von wissenschaftlichem Verständnis.

01:07:56: Von wie handeln denn menschliche Akteure auf allen Seiten?

01:07:59: Ja, ja.

01:08:00: Tausend Dank!

01:08:01: Ich habe noch zum Schluss so ein paar Fragen und schnellen Antworten.

01:08:04: Oha!

01:08:04: Dann bin ich mal gespannt genauer das kriegen wir aber auf jeden Fall hin.

01:08:08: Mal schauen.

01:08:09: Du hast ja drei Unternehmenszweige einmal quasi das Containergeschäft, den Modulbau und die Baulogistik.

01:08:15: wenn du dich für eins davon entscheiden musstest Wofür schlägst dein Herz?

01:08:20: Ja und ich will mich da jetzt auch nicht rauswinden, dann sage ich natürlich die Keimzelle.

01:08:24: Das ist das Container-Geschäft was der älteste Unternehmensteil ist.

01:08:28: Also

01:08:28: auch nicht das, was du mit auftest?

01:08:29: Ich

01:08:29: habe aber alle lieb!

01:08:31: Okay, wenn Sie auch sagen können, dass ich das letzte mal an den Baustellen habe, muss ich glaube ich... okay finde ich schön Ihr habt ja auch so ein bisschen M&A gemacht, also ihr habt da auch mal eine Firma übernommen mit Opportunitäten getrieben.

01:08:42: Ja, aber

01:08:42: wirklich nur das...

01:08:43: oder Anlagevermögen.

01:08:44: Genau!

01:08:45: Das heißt du wurdest in einer Neugründung?

01:08:47: Also M& A und eine Neugrundung ist die Frage?

01:08:49: Oder ist es reine Opportunität?

01:08:50: Also aus unserer Perspektive immer neugrunde.

01:08:52: Okay macht dir auch regelmäßig, das passt auch ganz gut.

01:08:55: Münster oder Berlin?

01:08:57: Inzwischen Münster.

01:08:58: Okay, würdest du auch nicht zurückgehen?

01:08:59: Also hast du ja keine Wohnung oder so kein zweiter Heimat.

01:09:01: Nee, hatte ich noch ein paar Jahre die alte Wohnung behalten hier aber das hat sich dann ordentlich... Ich bin immer von meinen EU-Kumpels.

01:09:12: Aber auch ein Lebensphasenthema.

01:09:13: Leipzig und Berlin war trotzdem eine geile Zeit zu der Zeit wo es war oder jetzt?

01:09:17: Ja

01:09:17: heute fühlen wir uns ganz wohl in Münster.

01:09:21: Gewinn oder Umsatz?

01:09:23: Gewinn!

01:09:24: Gewinn sehr gut.

01:09:25: Deutschland oder Ausland auf Investitionen

01:09:28: Ähm, ja privat fährt das glaube ich schwierig.

01:09:33: Aber sagen wir mal als Unternehmen immer Deutschland.

01:09:35: Okay.

01:09:37: Sehr sehr schön!

01:09:38: Also ich muss wirklich sagen ein wahnsinnig runder Podcast.

01:09:41: Ich finde das was du machst ist ganz schön viel auch in der Breite.

01:09:43: Das zu erklären ist gar nicht so einfach aber hast Du mit sehr schönen Verbildlicht alles irgendwie mitgebracht.

01:09:49: Münster, Dreier und Mitarbeiter in den letzten zehn Jahren sich auch verdoppelt also klingt alles nach einer wahnsinnigen cool mittelständischen Story.

01:09:55: Tausend Dank fürs Teilen von den ganzen Sachen finde ich sehr, sehr beeindruckend.

01:10:00: und diese Zurückhaltung auch bei Unternehmern wie dir.

01:10:02: Ich find das ja eine Frechheit.

01:10:04: ihr müsst mehr machen.

01:10:06: meine ganz große Bitte jeder Podcast der dich anfragt du bist ein Naturtalent nimm es bitte mit wenn ich das Fernsehen anfange bitte ins Fernsehen.

01:10:13: Oha!

01:10:14: Wenn wir nur so Unternehmer hätten Und wir haben ganz viele davon die müssen raus Wir müssen die zeigen.

01:10:19: Das ist wirklich wichtig

01:10:20: Fällt nicht leicht aber dankeschön und danke dass Du das auch

01:10:24: gemacht hast.

01:10:25: Sehr gerne Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir, dann natürlich abonnieren, liken und follow'n.

01:10:30: Vergesst nicht, Mittwoch ist und bleibt Mittelstraß Tag!

01:10:33: Ich wünsche euch eine wahnsinnig erfolgreiche Woche und sage bis bald!

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