Der Mann hinter 3 Millionen Türen pro Jahr | Claudius Moor von Arbonia bei Mittelstars
Shownotes
Der Mann hinter 3 Millionen Türen pro Jahr: Claudius Moor von Arbonia bei Mittelstars
Diese Woche ist Claudius Moor bei den Mittelstars zu Gast. Als CEO der Arbonia Gruppe hat er einen mehr als 150 Jahre alten Industriekonzern neu ausgerichtet und zu einem der führenden Türenhersteller Europas gemacht.
Als Claudius 2015 zu Arbonia kam, war das Unternehmen in zahlreichen Bereichen der Bauzulieferindustrie aktiv. Fenster, Heizungen, Lüftungstechnik, Duschen und Türen gehörten zum Portfolio. Doch statt in vielen Märkten gleichzeitig mitzuspielen, entschied sich das Unternehmen für einen radikalen Strategiewechsel. Geschäftsfelder wurden verkauft, Strukturen vereinfacht und der Fokus konsequent auf ein Produkt gelegt. Türen.
Heute produziert Arbonia rund 3 Millionen Türen pro Jahr, beschäftigt rund 3.800 Mitarbeitende und betreibt das größte Türenwerk Europas. Damit zählt das Unternehmen zu den wichtigsten Akteuren der europäischen Bauindustrie. Der Weg dorthin war jedoch geprägt von Restrukturierungen, schwierigen Entscheidungen, Marktveränderungen und den Herausforderungen einer langanhaltenden Baukrise.
Im Podcast spricht Claudius über:
- Warum Fokus oft wichtiger ist als Größe.
- Weshalb viele Unternehmen versuchen, zu viele Dinge gleichzeitig zu machen.
- Wie man einen traditionsreichen Industriekonzern erfolgreich transformiert.
- Welche Auswirkungen Fachkräftemangel und Automatisierung auf die Industrie haben.
- Warum die europäische Bauwirtschaft vor entscheidenden Jahren steht.
- Wie aus einem breit aufgestellten Konzern einer der größten Türenhersteller Europas wurde.
Claudius gibt spannende Einblicke in die Welt der Industrieunternehmen, des Mittelstands und der europäischen Bauwirtschaft. Er spricht offen über Wachstum, Strategie, Führung und die Kunst, auch in schwierigen Zeiten klare Entscheidungen zu treffen.
Eine inspirierende Folge für alle, die wissen wollen:
- Wie man ein Traditionsunternehmen erfolgreich neu erfindet.
- Warum Spezialisierung oft erfolgreicher ist als Vielfalt.
- Wie strategische Entscheidungen ganze Unternehmen verändern können.
Eine Folge über Unternehmertum, Transformation, Industrie, Führung und den Mut, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Unsere günstigste Tür fängt bei etwa fünfzig, sechzig Euro an und die teuersten Türe verkaufen so für zwanzig tausend Euro.
00:00:05: Das kann ja eine Tür für zwansichttausend
00:00:06: euro?
00:00:06: Ja das sind wirklich zwei Flügelige, fünf Meter hohe Brandschutz-Türen.
00:00:10: oder wir machen auch schusshemmende Türen wo man mit dem Maschinegewehr draufschießen kann.
00:00:14: Das größte
00:00:14: Türendwerk was wir in Europa haben sitzt in Deutschland und das gehört euch!
00:00:19: Genau
00:00:20: also
00:00:20: wie sagen ihr alle, Deutschland hohe Mitarbeiterkosten, hohe Energiekosten... Wie kann sich das
00:00:25: lohnen?!
00:00:26: Mittelstars Der Mittelstands- und Unternehmerpodcast.
00:00:30: Ehrlich, direkt und ungefiltert!
00:00:33: Von und mit Markus Seidel.
00:00:36: Moin und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mittelstars.
00:00:39: Mein Name ist Markus Seidl Und heute zu Gast ist der Claudius Moore von der Abonnia AG.
00:00:43: Diese sitzen ja Schweiz, das heißt es ist eine Premiere für uns.
00:00:45: Der erste Schweizer hier bei unserem Podcast Abonniah.
00:00:48: Heizkörper kennt man auf jeden Fall aus wunderschönen Lofts und auch schönen Büros.
00:00:52: Auch bei uns im Büro hängt er ein oder andere Und Claudius erzählt uns wie ein Hundertfünfzig Jahre altes Unternehmen transformiert wurde Aus dem Bereich Wärmepumpen, Fenster und auch Heizungen hin zu dem zweitgrößten Türhersteller Europas.
00:01:05: Viertausend Mitarbeiter über sechshundert Millionen Schweizer Franken Umsatz – über drei Million Türen pro Jahr!
00:01:11: Und vor allem erzählt er uns, warum das größte Türwerk Europas hier bei uns in Deutschland steht.
00:01:15: Herzlich willkommen Claudius.
00:01:16: Danke.
00:01:17: Schön dass du hier bist.
00:01:18: Kannst du ganz kurz was über dich erzählen?
00:01:20: Ja sehr gerne.
00:01:21: Claudius Mo mein Name ist zweiundvierzig Jahre alt in der Schweiz geboren und seit ein bisschen über zehn Jahre bei der Arbonia, auf die letzten zehn Jahre sehr stark mitprägen dürfen.
00:01:32: Seit über vier Jahren für das Türengeschäft Arbonias verantwortlich... ...und seit ein bissel über einem Jahr auch der SIO der gesamten
00:01:37: Gruppe.".
00:01:38: Okay!
00:01:38: Das hört sich sehr gut an.
00:01:39: Ich mag ja das Schweizerdeutsch.
00:01:40: Wahnsinnig schön.
00:01:41: Ich freue mich sehr auf diesem Podcast.
00:01:42: Es wird sehr, sehr schön.
00:01:43: Dieses SchweizerDeutsch klingt wahnsinnig toll.
00:01:45: Also ich seh nicht mein Schweizer Deutsch?
00:01:46: Das ist mein Hochdeutscher.
00:01:47: Ah, das
00:01:48: ist schon dein Hochdeutescher
00:01:49: so okay.
00:01:50: Unser Schweizer Deutsche ist ja noch mal was anderes.
00:01:54: Ihr seid ein bürsennotiertes Unternehmen und ihr habt Market Cap ungefähr dreihundert vierhundert Millionen Euro, ne?
00:02:01: Da pendelt euch immer.
00:02:02: Ja
00:02:02: genau.
00:02:02: Das momentan ist immer ein bisschen schwächer.
00:02:04: der Kurs hat ein bisschen gelitten die letzten ein zwei Wochen durch die ganzen Middle East Aktivitäten.
00:02:09: Normalerweise sind wir so zwischen Vierund Fünfund Millionen.
00:02:11: Market Cap ja
00:02:12: okay Und ihr habt euch wirklich gewandelt von einem Hundertfünfzig Jahre mehr als einen Unternehmen hin heute zum größten zum zweitgrößten Türsteller Europas und diese ganze Transformation hast du zum großen Teil auch begleitet.
00:02:24: Genau, also die Abonni hat eine sehr lange Geschichte wie du es vorgesagt hast.
00:02:27: das Unternehmen ist über hundertfünfzig Jahre alt und die ursprüngliche Vision von Abonnia war immer wenn jemand in ein Familienhaus baut dann kann er zur Abonnie kommen und kriegt jedes Produkt was er braucht.
00:02:38: Also er kriegt ne Tür, ne Fenster, ne Dusche, ne Heizung, ne Küche.
00:02:42: egal was man braucht sollte man bei Abonnier kriegen.
00:02:45: Diese Vision hat aber aus zwei Hauptgründen nicht funktioniert.
00:02:49: Das eine ist, obwohl Aberonia sehr viele unterschiedliche Produkte angeboten hat haben immer noch sehr viel gefehlt.
00:02:56: also wir haben keine Treppen gemacht Wir haben keine Dachziegel gemacht und keine Fliesen gemacht.
00:03:00: Wir haben keinen Parkett gemacht usw.
00:03:02: Das ist per se das gar nicht abbildbar.
00:03:04: so ein One Stop vor der Customer weil dafür braucht es einfach zu viele Produkte um in einem Familienhaus zu bauen.
00:03:10: Und das andere war bei keinem der Produkte so richtig gut auf einer Opation Perspektive heraus.
00:03:18: Wir waren über also die Nummer drei, Nummer vier, Nummer fünf in Europa und hatten eigentlich aber in jeder einzelnen Disziplin mit dem Besten zu kämpfen.
00:03:24: Also so wie man ein bisschen bei den Ten-Campfer ist, aber gleichzeitig noch in jeder Einzeldisziplin antritt.
00:03:29: Und da haben wir halt gesehen, dass wir Mühe haben in allen Disziplinen entsprechend gut zu sein und das es langfristiger für Diabonia Volksversprechender ist auf ein Produkt zu setzen.
00:03:39: Da haben wir uns dann für Türen
00:03:40: entschieden.".
00:03:40: Das heißt
00:03:40: quasi weit über hundert Jahre war die Gründerfamilie quasi in der Verantwortung?
00:03:45: Also wirklich eine Familienunternehmen der x-ten Generationen?
00:03:48: Ja, also eher zu Beginn.
00:03:49: Die haben schon verschiedene Industriepatrons verkauft, die das dann über mehrere Jahrzehnte jeweils geprägt haben.
00:03:56: Okay, und ich glaube als du reingekommen bist da wart ihr ein Gemischtwahnladen.
00:04:00: Und Abonniere war ja auch in einer ganz speziellen Phase.
00:04:02: das war ja nicht ganz einfach ne?
00:04:04: Genau also ich bin Juli zwei fünfzehn in Diabonia reingegkommen.
00:04:08: Damals hatte Diaboniere vier Geschäftsfelder.
00:04:10: Das eine waren Fenster.
00:04:12: Da war man der drittgrößte Fensterhersteller in Europa.
00:04:14: Das größte Geschäft war aber schon damals Klimalüftungstechnik mit Heizkörper, Wärmepumpen, Fußbootenheizungen, Lüftungen usw.
00:04:21: Dann hat es einen Duschengeschäft gehabt und Türengeschäfte sehr klein waren.
00:04:25: Neuerumsatz damals.
00:04:26: Wie groß war dir in Summe dabei?
00:04:28: zu ungefähr Umsatzmitarbeiter?
00:04:29: So, ein bis zwei Milliarden.
00:04:30: Okay!
00:04:30: Ein bis zwei Millionen Schweizer Franken und auch mehr Mitarbeiter als heute.
00:04:33: irgendwie sechs, sieben, acht Tausend wahrscheinlich.
00:04:35: Ja genau,
00:04:36: in der Größe noch.
00:04:36: Wow da bist du rein, das Unternehmen war schon börsennotiert Und es gab, glaube ich, damals die Sondersituation, dass ihr Anleihen ausgegeben hattet und das Unternehmen, die nicht bedienen konnte.
00:04:47: Genau so Arbonia war eigentlich immer geprägt durch ein Anker-Aktionär, ein starker Aktionär der ein signifikantes Aktienpaket hält.
00:04:54: Das sind bei uns jeweils zu zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent.
00:04:57: Und da gab's damals Ende vierundzwantigen Wechseln, dass der damalige Edgar Höhler oder mittlerweile verstorben ist, er hat damals seinen Aktien Paket an dem Michael Pieper verkauft.
00:05:05: Es ist ein sehr renommierter Schweizer Industrieller, dem viele bekannte Unternehmen gehören.
00:05:11: Wie die Franke Gruppe ist stark bei Durawit engagiert, bei Forbes und anderen weiteren Gebäude zu liefern.
00:05:17: Franke
00:05:18: als Küchen?
00:05:19: Genau.
00:05:19: Und Kaffemaschinen
00:05:20: kennt man von den Hotels.
00:05:21: Stimmt!
00:05:21: Kaffemaschinen auch
00:05:22: noch?!
00:05:23: Dann sagst du zu Duravit, das hab ich duschen.
00:05:25: Ja die machen vor allem Keramik also so Kloschissen.
00:05:28: Genau, genau
00:05:28: sowas stimmt okay und der ist quasi ich glaube er ist auch in der Forbes ist relativ weit vorne ne?
00:05:33: Ja genau einer
00:05:34: der reist Schweizer die es gibt ja
00:05:36: das ist so und sehr sehr gut angesehen.
00:05:41: Der ist damals rein hat quasi diese Anleihe.
00:05:43: also Unternehmensanleihen gibt man ja aus dem sich Geld von extern zu holen das verzinst man.
00:05:47: irgendwann muss man die Anleiher zurückzahlen.
00:05:48: das konnte sie damals nicht.
00:05:50: Dann hat er quasi von dem damaligen Eigentümer das Aktienpaket übernommen.
00:05:53: Richtig!
00:05:54: Hat eine Kapitalerhöhung gemacht, dass das Unternehmen wieder Geld hatte?
00:05:56: Genau.
00:05:57: Und hat dann quasi gesagt so und jetzt geht es hier voran aber nicht mehr in dem Geschäft zu.
00:06:01: wie's war
00:06:02: Genau, wir waren damals sehr stark unter Druck.
00:06:04: Weil die meisten Arbonia-Fabriken haben sich in der Schweiz befunden.
00:06:08: zum damaligen Zeitpunkt und zwei vierzehn fünfzehn war die Phase als der Euro so massiv an Wert verloren hat gegen den Schweizer Franken.
00:06:16: also wir waren uns eigentlich gewohnt dass man für einen Euro einem Franken fünfundsechzig bezahlen muss Und damals ging das runter auf ein zwanziger.
00:06:25: Die Euro relativ schnell, vierzig Prozent verloren und dann in den Zwanzig Fünfzehn hat die Schweizer Nationalbank den Mindestkurs von ein Zwanziger aufgehoben.
00:06:33: Dann gingen sie an Richtung eins-eins-parität
00:06:35: runter.".
00:06:35: Wo
00:06:35: ist jetzt das Problem?
00:06:36: Was für jemanden wie euch entsteht in der
00:06:38: Situation?".
00:06:39: Ja, wir hatten natürlich zwei Probleme die uns belastet haben.
00:06:41: Der Seine ist dass natürlich Importe in die Schweiz viel günstiger geworden sind.
00:06:46: das heißt für Euro habe ich natürlich viel mehr Schweizer Franken nachentsprechend lösen können.
00:06:50: also für die europäischen Anbieter war es sehr sehr lukrativ in die schweiz zu liefern weil sie sehr sehr viele franken wertvolle Währung gekriegt haben.
00:06:57: und das andere war dann dass natürlich unsere Exporte sich signifikant verteuert haben weil natürlich in euro unsere ganzen Kosten waren in schweizer franken.
00:07:06: da musste man dreißig vierzig prozent in euro mehr haben, nachher um den gleichen Gewinn in Schweizer Fanken machen zu können.
00:07:11: Das
00:07:11: heißt im Ausland habt ihr zu wenig verdient und im Inland fahrt ihr zu teuer?
00:07:15: Die Inländer die Schweizer haben quasi die Deutschen oder eben auch andere europäische Produkte gekauft.
00:07:19: okay das natürlich schon.
00:07:21: Und das hat dazu geführt dass wir in der Schweiz mehrere Fabriken schließen mussten also unter anderem das traditionellste Arbonia-Röhrenradiatorenwerk am Bodensee wo auch die Röhrenradiatoren hier vom Büro entstammen.
00:07:33: Das musste man in der Schweiz komplett schließen, das haben wir nach Tschechien verlagert.
00:07:37: Dann haben wir drei Fensterwerke aus der Schweiz verlagerte Seine nach Ostdeutschland und nach Langenwetzendorf.
00:07:44: Und das andere in die Slowakei nach Pravene.
00:07:46: Okay krass!
00:07:47: Also wirklich kompletter Tournament auch hier im Selben mit dem Arsch noch gar nicht mehr klar gekommen?
00:07:50: Das war echt nicht schön die Zeit.
00:07:51: Es war überhaupt nicht schön, das ist so...
00:07:53: Und dann bist du, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Fünfzehn dazugekommen?
00:07:57: Genau Und du bist ja quasi, du wirst nicht auf dem Betriebsgelände aufgewachsen.
00:08:01: Aber du bist dort aufgewachsen und Abonni hat dich den ganzen Leben lang begleitet?
00:08:04: Ja
00:08:05: ganz in der Nähe.
00:08:05: also beide meine Großeltern stammen als Abon.
00:08:08: Ich bin in Kreuzlinge aufgewacht, ein bisschen mehr Seeaufwärts vom Bodensee aber das ist etwa zwanzig Minuten von Abon entfernt und das Unternehmen Abonnia kennt man in meiner Region sehr gut.
00:08:17: Okay und mit diesem neuen Grossinvestor, Herrn Pieper Bist du auch auf dieses Unternehmen aufmerksam geworden und hast dich dann dort beworben?
00:08:26: Genau, ich habe das große Chance gesehen für Abonniere.
00:08:30: Weil Abonnia ist in der Vergangenheit immer ein bisschen aufgefallen durch einen sehr luxrösen Hauptsitz was sie damals gebaut haben.
00:08:36: Ein vormaligen Eigentümer hat auch eine große Stadion in St.
00:08:38: Gallen gebaut und diesen weniger auf die Fabriken geschaut.
00:08:44: Mit Michael Pieper waren wir klar, dass dann eine sehr starke industrielle Logik mit reinkommt und dass sich viele Dinge bei Abonia ändern werden.
00:08:51: Das hat mich gereizt und wollte davon Tag eins an der neuen Zeitrechnung dabei sein.
00:08:56: Dann erzähl mal bitte von dem ersten Tag wie das so losging!
00:08:59: Es war ein bisschen speziell weil ich hatte noch der damalige Sio von Abonia, das war der Bild Christensen, heute der Sio vom Hauptwettbewerber ist.
00:09:07: interessanterweise, er hat mich damals zu holt und in der Schweiz kommt immer so sieben Uhr vierzig, kommt im Radio das Wirtschaftsjournal.
00:09:15: Das hören eigentlich in der Schweizer alle und da war ich gerade so fünf Minuten vor Aarbohnen.
00:09:19: Ich hatte um acht Uhr am Montag meinen ersten Arbeitsbeginn und dann habe ich in sieben uhr vierzig gehört dass sich Abonnia von seinem CEO trennt.
00:09:26: Das war damals das Hauptthema in der Radiosendung.
00:09:29: Und dann war ich wirklich fünf Minuten später, hab' ich bei Obonia an die Tür geklopft und hat gesagt, ja dein Chef ist leider schon nicht mehr hier.
00:09:34: Also du standst quasi ohne Chef da
00:09:36: am
00:09:36: ersten Arbeitstag?
00:09:37: Genau!
00:09:37: Und das Lustige ist sein damaliger Chef heute der CEO's von der Nummer eins für Türen quasi als damit euer größter Wettbewerber.
00:09:45: Ist so, ja.
00:09:45: Das ist ja Wahnsinn!
00:09:46: Die Welt ist sehr klein, das ist so, mach
00:09:48: mal... Und wie hast du denn den ersten Tag quasi begonnen und überlebt?
00:09:52: Ja, das war ein bisschen speziell.
00:09:53: Also da waren auch ein bisschen alle überfordert was das jetzt genau heißt usw.
00:09:58: Hab dann aber eine relativ kurze Zeit schon Alexander von Witzleben erkennen gelernt.
00:10:02: der war damals schon Verwaltungsratspräsident der Arbonia sind Deutschland Aufsichtsratspräsident und er hat dann in Doppelfunktionen auch der SIO-Mandat übernommen Und das hat eigentlich für mich den großen Vorteil, dass ich eigentlich ab Tag eins an seiner Seite mit dabei sein durfte.
00:10:18: Wo wir dann zusammen die Abonniere neu strukturiert haben
00:10:21: und die Familie von Witzleben.
00:10:22: Hast du mir auch gesagt nochmal gerade im Vorgespräch?
00:10:25: Das ist quasi Hitlartentats ein Onkel oder irgendwie Groß-Onkel.
00:10:30: war damals dabei und wurde auch hingerichtet, nachdem er quasi nicht erfolgreich mehr Attentat.
00:10:35: Genau das
00:10:36: war der Generalfeldmarschall, ich glaube Erwin oder Edwin bin mir jetzt gar nicht ganz sicher von wie zu leben und der wurde dann dreiundvierzig nachher hingerichtet und da hätte ja das Oberkommando über die Wehrmacht übernommen wenn dieser Kuh damals gelungen wäre.
00:10:48: Das ist ein altdeutsches Generalitätsgeschlecht.
00:10:51: Okay, so der war eigentlich schon was man in Deutschland sagen kann.
00:10:54: im Aufsichtsrat der AG ist dann runtergewechselt und das quasi operativer CEO geworden.
00:10:58: Und hatte mit dir zusammen das Unternehmen einmal auf links gedreht?
00:11:02: Genau.
00:11:03: also da haben wir im Prinzip dann gemeinsam eine neue Strategie entwickelt für Diabonia wo das hinführen soll und eigentlich schon relativ früh mal auch den Entschluss gefasst dass ihm Endzustand Diabolia sich auf einem Produkt konzentrieren soll und aber die Nummer eins in Europa werden sollte.
00:11:18: Das wurden Türen
00:11:19: Das wurden Türen, obwohl es damals mit Abstand der kleinste Geschäftsbereich war.
00:11:23: Genau, da hat's mir gesagt ihr habt damals siebzig Millionen Umsatz nur mit Tünnen gemacht.
00:11:26: das habt ihr knapp verzehnfacht und habt auf diesem Weg alles andere was nicht Tür ist abgestoßen.
00:11:33: Also auch ihr hattet ein Wärmepumpengeschäft.
00:11:35: Da fällt mir immer die Parallele ein.
00:11:37: wir haben ja in Deutschland Fiesmann.
00:11:39: Ich kann mich erinnern, ob diesem absoluten Wärmepumpen-Hype der Gefühl zu vor drei, vier Jahren gewesen sein muss.
00:11:44: Irgendwo in die Richtung hat ja Fiesmann wirklich diese Wärmpumpensparte abgestoßen und das ist wahnsinnig erfolgreich.
00:11:50: Mehrere Milliarden soweit ich weiß dafür bekomme.
00:11:52: Das habt ihr Ihnen gleich getan?
00:11:53: Genau!
00:11:53: Sie werden eigentlich schon parallel die gleichen Pläne entwickelt.
00:11:57: Er ist uns ein bisschen zuvor gekommen aber hat uns auch nochmal bestätigt dass das der richtige Weg ist weil Fiesman war nicht so der europäische Marktführer und Vorbild für alle anderen was Wärme pumpen in Europa betrifft.
00:12:08: Und so ein traditionelles deutsches Familienunternehmen sagt, damit blickt nach vorne.
00:12:13: Sind wir eigentlich auch mit mehreren Milliarden Umsatz immer zu klein?
00:12:16: Um gegen die ganz großen dieser Welt wie Panasonic, LG, Mitsubishi... Daikin noch!
00:12:23: oder Carrier aus Amerika damit zu halten, dass die auch zu dem Schluss gekommen sind hat uns auch nochmal bekräftigt und wir haben das dann auch noch mal beschleunigt.
00:12:33: Weil im so einem Prozess sage ich mal der erste macht der beste Deal, der zweite macht den zweitbesten Deal.
00:12:41: alle die nachher kommen machen eigentlich schlechtere Deals.
00:12:43: Hier war der Zweiter
00:12:43: Du waren der Zweite und haben dann auch für siebenundsechzig Millionen das dann mit ihr verkaufen können.
00:12:49: Und dass wir wirklich ein sensationeller Diener, ich glaube auch, dass man heute schwer hätte nochmal solche Zahlen im Verkaufsprozess zu erreichen.
00:12:56: Ihr habt Wärmepumpen verkauft?
00:12:57: Ihr habt Fenster verkauft!
00:12:58: Ihr habt die Röhrenradiatone so schön heizkörper?
00:13:01: Alles gnadenlos wegverkauft.
00:13:02: Das waren auch teilweise Erlöse über hundert Millionen Euro, die ihr da eingefahren habt?
00:13:06: Genau!
00:13:06: Die Fenster haben für dreihundzechzig Millionen an VKR verkauft.
00:13:11: VKr ist eine dänische Holding und deren Hauptgeschäft sind die Velux-Dachfenster.
00:13:16: Und obwohl wir damals über dreihundert Millionen Umsatz im Fenstergeschäft gemacht haben und die Nummer drei in Europa waren, war halt VKR fast zehnmal größer als wir.
00:13:24: Ja.
00:13:25: Wenn es solche großen Unterschiede gibt, strukturelle Unterschiede ist das sehr schwer langfristig in einem europäischen Massengeschäft damit zu halten wenn der eine so viel mal größer ist als der andere weil er einfach bessere Einkaufspreise hat bei Glas, bei PVC usw.
00:13:39: Okay also alles rausverkauft euch absolut auf Türen eingeschossen.
00:13:44: Was für Türen bekomme ich heute bei euch?
00:13:46: Also reden wir von der fünfzig Euro Warnsparentür im Baumarkt, das günstigste Modell was quasi gibt und enden bei Loft-Türen.
00:13:52: oder was ist die Bandbreite, die ihr da heute herstellt.
00:13:54: Wir stellen alles hier wirklich vom ganz normalen einfachen Zimmertüren bis zu hochspezifischen Brandschutztüren.
00:14:01: Unsere günstige Tür fängt irgendwo so bei fünfzig, sechzig Euro an und die teuerste Tür verkaufen so für zwanzigtausend Euro.
00:14:08: Das kann in den Tür für zwanzigtausend Euro.
00:14:09: Ja,
00:14:10: das sind zwei flügelige fünf Meter hohe Brandschutztüren zum Beispiel für ein Kongresszentrum.
00:14:16: oder wir machen auch schusshemmende Türen wo man mit dem Maschinegewehr drauf schießen kann und die halten uns weiter.
00:14:21: ja
00:14:22: Wenn der Scheich vom Bruder keine Ahnung sagt, ich will alles mit Schuss haben in den Türen.
00:14:26: So eine Anfrage würde durchaus zu euch kennen?
00:14:28: Ja das machen wir auch gerade für Schweizer Banken.
00:14:30: oder wir machen alle Tüern für Gefängnisse praktisch hinter Schweiz ist auch ein Spezialgebiet von uns.
00:14:35: Okay
00:14:36: und da welchen Marken lauft ihr?
00:14:38: Was kennt denn der Zuhörer?
00:14:39: zur Proben-Satz glaube ich ne?
00:14:41: Genau.
00:14:41: also wir sind natürlich auch über Akquisition gewachsen die letzten Jahre.
00:14:46: Wir kommen ursprünglich mit der Marke Ervede Schlatter aus der Schweiz.
00:14:48: Wie?
00:14:49: Ervedee Schlatter für Türen in der Schweiz und haben dann verschiedene Unternehmen zugestoßen.
00:14:56: Ende zwei sechzehn die Nummer zwei in Deutschland, mittlerweile die Nummer eins Prümunkarant.
00:15:01: Dann in Wado aus Polen, dann vierundzwanzig haben wir den Marktführer aus Spanien die Modura mit dazugenommen und dann auch noch Lignis in Tschechien für Spezialtüren und jetzt eigentlich dabei immer mehr Geschäfte unter dem Abonniabrand zu machen vor allem da wo Produkte aus unterschiedlichen Werten kommen.
00:15:19: Also wir haben zum Beispiel Deutschlands größte Baustelle letztes Jahr beliefert.
00:15:22: Das sind die Fort Hours in Frankfurt, das sind vier Wolkenkratzer.
00:15:25: Da sind Türen reingekommen von unserem Funktionstürenstandort in Ränchen und Nahestrasburg.
00:15:31: Von Jorow da sind Prümetüren rein gekommen, da sind Glastüren hinein gekommen Und solche Großprojekte bedienen wir dann unter dem Brand Dabonia.
00:15:37: Okay
00:15:37: also wir können von ganz einfach zu hoch komplex.
00:15:39: Ich bekomme eigentlich alles bei euch Loft-Türen, Thunoff-Mars, Echtholz-Türen Alles was ich will, da seid ihr dabei!
00:15:45: Glastyren,
00:15:45: Stahltüren alles
00:15:47: aus wieviel Werken heraus bedient ihr das?
00:15:49: Genau, wir müssen bei uns ein bisschen unterscheiden.
00:15:51: Wir haben unterschiedliche Werke.
00:15:52: Wir hatten Standard-Türenwerke da laufen vor allem die große Mengen darüber.
00:15:56: Da sind dann die Türen für den Baumarkt aber auch für den Fachhandel mit dabei.
00:16:00: Die haben eigentlich alle eine Kapazität von einer Million Tüern
00:16:03: pro Jahr
00:16:04: pro Werk und für den haben wir vier.
00:16:07: Und dann haben wir noch Spezial-Türenwerke.
00:16:09: Da kommt eben die Spezialbrandschutztüre die es in der Form genau nur einmal gibt, die wir spezifisch für dieses Projekt bauen.
00:16:16: Davon haben wir eins in Deutschland, eins in der Schweiz und eins in Tschechien.
00:16:21: Noch mal drei Spezialtürenwerke.
00:16:23: Dann haben wir noch ein Massivholz-Türenwerk in Frankreich, wo wirklich aus ganzem Baum stemmen nach Massiv-Holztürmachen die nur als Holz bestehen.
00:16:34: Und dann haben wir noch ein Luxustürenwerk in Portugal, also insgesamt haben wir etwa zwölf Werke.
00:16:39: Zwölf eindutzend Werke?
00:16:41: Ja.
00:16:41: Bei dem Massivholz-Türnberg in Frankreich, da kommt vorne Baumstamm rein und hinten Tür raus.
00:16:45: Also da macht die gesamte Wertschöpfung!
00:16:46: Genau, so kommt der Baumstam an mit noch Moos oben drauf.
00:16:49: Okay, was sind die Kiefer Eiche?
00:16:51: Was sind da die Holzarten, die quasi schon arbeiten?
00:16:54: Die Eiche sind dominant.
00:16:57: Das ist ein Rheines, das ist ein BtoB Geschäft, ihr habt kein Online-Shop wo ich jetzt als Marco Seidel einkaufen könnte...
00:17:02: Wir selber nicht, aber Partner von uns an die wir verkaufen.
00:17:06: Man kann unsere Türen auch online kaufen.
00:17:12: Kennst du das?
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00:18:14: Den Link findest du natürlich auch in den Schonots.
00:18:16: Und jetzt geht zurück zum Podcast.
00:18:22: Ja und du sagtest mir im Vorgespräch das finde ich total spannend.
00:18:24: Ich hatte letztens jemand hier der betreibt Rechenzentren, der hat gesagt wir haben in Frankfurt quasi den größten krassesten Internetknotenpunkt der Welt.
00:18:32: wusste ich selber auch nicht als Deutscher.
00:18:34: jetzt hast Du mir im vorgesprich erzählt dass quasi der größte Türen herstellt ist größtes Thürnwerk.
00:18:39: was wir in Europa haben sitzt in Deutschland und das gehört euch genau.
00:18:44: also
00:18:44: wir sagen ja alle deutschland hohe Mitarbeiterkosten, hohe Energiekosten.
00:18:48: Ich meine da braucht ja in der Schweiz bei euch läuft es wahrscheinlich besser was die Mitarbeiterkosten angeht.
00:18:52: Warum ist das größte Türwerk Europas in Deutschland und wie kann sich das lohnen?
00:18:57: Genau also dahintergrund ist Deutschland auch wenn die Zahlen momentan tief sind noch im Abstand der größten Baumarkt.
00:19:03: nach wie vor.
00:19:04: nirgends werden so viele Türen in einem einzelnen Markt verkauft.
00:19:06: wir in Deutschland.
00:19:07: Echt aber warum?
00:19:08: weil wir Deutschen gefühlt als Deutscher wir bauen nicht so viel wechseln wir so gerne Thürnaus gegen Neutrim oder warum?
00:19:15: Nein, das ist natürlich von der Bevölkerungsdichte relativ groß mit Achtzig Millionen und es wird verhältnismäßig hochwertig gebaut.
00:19:23: Also
00:19:23: d.h.,
00:19:24: die Deutschen wie auch die Schweizer auch, wir legen schon Wert auf Qualität der Eigenheime während vielleicht in anderen Regionen in Europa das Eigenheim nicht ganz den Stellenwert hat und vielleicht andere Sachen wichtiger sind als das Eigenheim.
00:19:36: Also sagen wir, das sind viel großes Volumen und relativ werthaltig.
00:19:41: Und was auch ist, Deutschland sehr viel spezifische Anforderungen.
00:19:45: Das kommt auch aus unterschiedlichen Landesbauverordnungen mit unterschiedlichem Brandschutz-Verordnung und so weiter.
00:19:51: Das macht es sehr schwierig für Firmen die außerhalb von Deutschland kommen in den deutschen Markt rein zu liefern.
00:19:57: also ich würde sagen von den Türen wie wir in Deutschland sehen werden neunzig bis fünfundneinzig Prozent auch in Deutschland produziert nicht nur von uns oder nach unseren Marktbegleitern.
00:20:03: Ach so, du sagst wir haben in Deutschland gar nicht das Thema dass Polen, Tschechien, Bulgarien und Co.
00:20:09: quasi günstige Tür nach Deutschland rein liefern soll.
00:20:12: aus eurem Werk heraus wird Deutschland auch primär bedient?
00:20:15: Ja,
00:20:15: das ist ja.
00:20:16: Warum ist es so?
00:20:16: Weil man eine sehr hohe Variantenvielfalt produzieren müssen, d.h.
00:20:21: in der Vergangenheit... Und das ist der Hauptmarkt.
00:20:24: also etwa seventy-fünf Prozent unserer Türen gehen im bestehende Gebäude nur etwa fünfundzwanzig Prozent in den Neubau Und in den bestehenden Gebäude, wo da Krut, Kraut und Rüben verbaut sind in den letzten Jahren.
00:20:34: Da gab es auch keine Normierungen oder sonst irgendetwas, sondern das hat eigentlich einen Schreiner... Hat das mal vor zwanzig, dreißig, vierzig Jahren eine Türe reingemacht und die muss jetzt ersetzt werden?
00:20:42: Ah!
00:20:43: Der Deal ist also, wofür früher die Häuser gebaut wurden – wir haben ja viele Häuser aus dem Jahr von zweiundzehnundzwanzig
00:20:48: usw.,
00:20:48: dann wurde einfach ein Loch gemauert….
00:20:49: Genau.
00:20:50: … und der Kamm zum Schluss.
00:20:50: der Tischler hat aufgemessen und die Tür für das Loch hergestellt.
00:20:53: Aber es gab nicht wie beim Trockenbau normiertes Maß, dass du einfach von einer Stange kaufen kannst.
00:20:57: Das ist der Kern eures Geschäftes.
00:20:59: Genau,
00:20:59: das heißt ihr könnt nicht einfach sagen wir dieser Tür hunderttausend Mal und GoFold.
00:21:04: Der Kern Eures Geschäfts sind verschiedene Artige Türen.
00:21:06: Also ich kann Ihnen ein gutes Beispiel bringen von unserem großen Standard-Türenwerk am Airfohter Kreuz unter der Marke Garant.
00:21:13: da haben wir letztes Jahr sechshundert tausend Tüern gemacht und haben hundert Tausend unterschiedliche Modelle produziert und von den hunderttausend unterschiedlichen Modellen nur dreitausend mehr sein Mal.
00:21:23: Also wir haben siebenundneinzig tausend Türmodelle, das genau in der Konfiguration nur einmal produziert wurde.
00:21:28: Das ist ja Wahnsinn!
00:21:29: Aber da reden wir über Millimeter dann.
00:21:31: Da reden wir mal über Millimetern, aber es sind natürlich unterschiedliche Farben, unterschiedliche Höhe, unterschiedlichere Breiten und unterschiedliche Funktionen.
00:21:38: Schalschutz ja, nein.
00:21:39: Brandschutz Ja, Nein.
00:21:40: Einbruchsschutz Was für ein Drückersolder drauf?
00:21:44: Sollen schwarzer drauf?
00:21:45: was für eine Form drauf?
00:21:46: sollen sie ein zweiteiliges Band sein?
00:21:48: in dreiteiliges band soll man das Band gar nicht sehen?
00:21:51: soll die Türe stumpf sein?
00:21:52: soll sie gefäls sein?
00:21:53: Es gibt's... ...achtundvierzig Merkmale an der Tür Und jedes Merkmal kann man miteinander kommunieren wie man will.
00:21:58: Das heißt, wir haben quasi ein Normierungsproblem.
00:22:01: Du sagst, jedes Land in Europa, wenn es überhaupt Normen hat – also alles was fünfzig Jahre alt ist, das hat schon mal gar keine Normen -, aber wenn's aufgrund von Trockenbau- und Co-Normen gibt dann sind die auch noch pro Land absolut unterschiedlich?
00:22:13: Genau, unterschiedlich!
00:22:14: Und nur weil es eine Norm gibt heisst es nicht dass das Loch genauso groß wie sie die Norm sagt.
00:22:19: Wenn der Bodenleger jetzt da nicht ganz sauber gearbeitet hat, dann ist halt das Loch nicht ganz so hoch wie er auf dem Plan steht, das ist eigentlich unser Tagesgeschäft.
00:22:27: Das heißt, das deutsche Werk, das größte Europas produziert die Türen zu ninety-fünf Prozent für Deutschland.
00:22:34: Und das ist auch gut und richtig so weil die Tür ja als gut wahnsinnig komplexen der Logistik ist oder?
00:22:40: ist komplex in der Logistik und kommt relativ spät im Bauabschnitt.
00:22:45: Das heißt, wenn wir zum Beispiel ein Hotel nehmen – in den Regeln werden die Türen ein paar Tage vor der Eröffnung des Hotels erst montiert.
00:22:51: oder bei einer Geschosswohnungsbau kommen die Türe auch sehr, sehr spät rein bevor die Mieter einziehen.
00:22:56: Das heisst, die Lieferperformance ist extrem wichtig.
00:22:59: Und das macht es natürlich extrem schwer.
00:23:01: je weiter weg, dass ich vom Einbauort bin, desto unzuverlässiger wird die Logistika und der logistikeinbauzeitpunkt.
00:23:07: Ah, und jetzt schließt sich auch der Kreis.
00:23:08: Ihr habt einlutzend Standort zwölf Stück?
00:23:10: Ja Und von diesen Standorten heraus bedient ihr immer die lokalen Märkte.
00:23:15: Genau in der Regel ist das so.
00:23:16: ja
00:23:19: Das erklärt auch, warum ihr das Internetgeschäft nicht betreibt.
00:23:22: Weil du fünf Türen so unglaublich schlecht auf den Weg bringen kannst.
00:23:25: Für euch ist es wichtig, Lkw ran ans Werk, LKW voll machen und ab zu ... Ich glaube, Hornbach ist nicht eurer in dem Bauhaus, das ist euer Baumärkt.
00:23:34: Das sind die Dinger, wo ihr richtig Masse macht?
00:23:37: Das sind aber Standardtüren!
00:23:38: Das sind Standard-Türen.
00:23:39: Ich kann aber auch zur Bauhaus gehen und sagen ich möchte eine Tür auf Maas und dann machen wir sie auch.
00:23:45: Okay, das ist gut zu wissen.
00:23:46: Bei Türen auf Maß weiß ich, da tun wir uns immer wahnsinnig schwärmen und es ist wahnsinn nicht teuer.
00:23:51: Lass uns mal kurz ... Du bist ja welchen Türexperten hier, muss ich auch die Frage stellen?
00:23:55: Was ist die günstigste Tür?
00:23:57: Und was ist quasi die teuerste Tür?
00:24:00: Also wo beginnt, aus?
00:24:00: was ist so eine wirklich günstige vierzig-fünfzig-sechzig Euro-Tür aus dem Baumarkt?
00:24:04: Ein
00:24:04: sehr wichtiger Kostentreiber ist das Innenleben der Türe.
00:24:07: Da sprecht man von Innenlage und da gibt es verschiedene Varianten davon und das günstigste, das nennt sich Wabeneinlage.
00:24:14: Das muss man sich vorstellen, dass sie wie ein Bienengeflecht, ein Bienenwabegeflecht aus Karton.
00:24:19: Aus Karton oder
00:24:20: aus Pappe!
00:24:21: Also und da hört man auch praktisch jedes Wort, also das ist auch null Schallschutz am Ende des Tages.
00:24:26: Kennt man so aus den alten Actionfilmen wo man einem mit dem Fuß die Tür eintritt?
00:24:30: Und da kommt der Fuß auch wirklich durch wenn man dadurch tritt.
00:24:32: Ich kann mich erinnern wir hatten ein bisschen in Hörstorff-Marzania aufgewachsen eine Plattenbausiedlung und mein großer Bruder mich verfolgt hat und ihn schnell genug war die Tür zu zu knallen und der dagegen gelaufen ist hatte ich durchaus mal einen Loch.
00:24:41: Ja genau
00:24:42: Okay Das sind diese Waben
00:24:43: Genau Das ist das günstigste.
00:24:45: Und dann eine Stufe höher wird an Röhren sparen, das ist im Prinzip eine Spanplatte mit sehr, sehr vielen Röhrendrehen, also Löchern am Ende des Tages, dass es weniger Span braucht.
00:24:54: Ah der Span als Material ist quasi das was den Preis auch treibt?
00:24:57: Genau!
00:24:57: Okay und die nächste teure Stufe wäre nach ein Prinzip Vollspan.
00:25:02: Das ist in Prinzip wirklich ne richtige Span-Platte so wenn man das kennt und auch IKEA Möbel entsprechend drin ist.
00:25:08: Aber wir reden immer davon, so Grundaufbau ist quasi du hast einen Kern.
00:25:11: Genau.
00:25:12: Dann hast du eine MdF oder eine Holzleiste drum herum?
00:25:15: Genau.
00:25:15: und dann hast du irgendeine Platte.
00:25:17: Eine
00:25:17: Deckplatte genau.
00:25:18: Eine Deckplatte und das wird dann lackiert.
00:25:20: Wird lackiert oder es kommt nachher ein Phonier oben drauf wenn's in der Holzeroberfläche sein soll oder es konnten Laminate obendrauf.
00:25:26: Okay jetzt machen wir beim Vollspanen die nächste Variante nach dem Vollspahn.
00:25:30: Das wär noch im Prinzip massiv holz, dass wirklich die ganze Tür vom Kern aus das richtige Holz besteht.
00:25:35: Okay, das ist dann auch mit Abstand das teuerste.
00:25:38: und dann kommt er noch dazu.
00:25:40: Sondergrößen ist so eine Tür irgendwie profiliert als eine Landhaustür?
00:25:44: oder hat die irgendwelche tollen Kassetten?
00:25:46: Oder eben diese ganzen tollen Sachen wie man machen kann?
00:25:50: aber das macht den Preis einer Tür am Ende des Tages aus.
00:25:52: Genau!
00:25:53: Und natürlich da noch die Oberfläche.
00:25:55: Die günstigste Oberflächen sind einfach in der Folie.
00:25:57: Das ist immer ein besseres Geschenkpapier wo die Folie eingepackt ist und dann das Deko bestimmt.
00:26:04: Und das nächste teure ist ein CPL, danach geht es in den Weißlack und nach sehr, sehr teurer.
00:26:09: zum Beispiel sind auch Linolium-Oberflächen.
00:26:12: Das sind sehr schöne Oberfläche aus zwei Millimeter Linolum.
00:26:16: Das kennt man von den Fußpülten extrem widerstandsfähig und hat den Vorteil, dass sie sehr nachhaltig ist weil Linoluum eine negative CO²-Belanz,
00:26:24: d.h.,
00:26:24: es braucht in der Produktion weniger CO² als er selber windet.
00:26:30: Du hast mir vorhin irgendwas erzählt von Autositzen und Türen.
00:26:32: Da müsstest du mir noch kurz erklären, man kann aus alten Autositzentüren herstellen?
00:26:37: Genau also wir hatten sie ja vorher.
00:26:39: von der Waben-Inlage, die hat natürlich den Nachteil da hört man Leute sehr gut sprechen durch die Türe hindurch und wenn man jetzt einen hohen Schallschutz haben möchte, dann braucht man eine sehr dichte Innenlage.
00:26:51: Und die machen wir aus recycelten Autositzen.
00:26:54: Das heißt Auto-Sitzen werden so quasi geschreddert, Autostoffssitze.
00:26:57: Wir reden dann von den Stoffsitzen und wir reden von dem, was ist das?
00:27:03: Polsterung in
00:27:04: der Welt?
00:27:04: Ja genau!
00:27:04: Das
00:27:05: ist denn das, was geschreddert wird nicht das Metall oder irgendwas anderes diese Komponenten
00:27:08: Genau, dass wird geschreddert mit einem Bindemittel angereichert und dann wird daraus eine Platte gepresst und das nennt man dann eine Schall-Schutzplatte.
00:27:15: Die ist dann das Innere einer Tür und die garantiert einen sehr, sehr hohen Schallschutz bis zweiundvierzig, achtundvierzig Dezibel.
00:27:22: Je nachdem wie dick die Tür nach am Ende des Tages auch ist und wie gut die Dichtungen noch herum sind.
00:27:28: Und ich würde das jedem empfehlen im Schlafzimmer zu machen, vor allem wenn das Badezimmer sehr nahe ist.
00:27:32: Ich finde auch immer leicht geprägt, wenn die Lebenspartnerin sehr früh den Föhn anmacht... Dann ist mit Schlafen vorbei.
00:27:39: sonst, wenn man keine SchallSchütze hat!
00:27:40: Also wenn ich ein Schall-Schutz für bei euch kaufe, dann ist da definitiv Autosatz mehr drin?
00:27:43: Das ist so ja!
00:27:45: Weil sich in den Jahren der Entwicklung herauskristallisiert hat, dass aus Autositzen das besonders gut geht.
00:27:50: Das ist eine ganze Industrie.
00:27:51: Also wenn Autos auch zurückkommen, Autositz ausgebaut werden, gibt es ein Autositscontainer quasi und das landet zum Schluss in so einem Schredder und dann gibt's zu euch.
00:27:57: Das kauft ihr als Rohstoffein-Autositz?
00:27:59: Nein also das macht einen Vorlieferant von uns.
00:28:01: Der kauft die Autositzer ein und wir kaufen von ihm dann die Platten ein.
00:28:04: Wahnsinn
00:28:04: weil du könntest mir über Türen gelernt haben!
00:28:06: Du hast mir auch gesagt ihr macht Brandschutztüren.
00:28:09: Da kenne ich hier in Deutschland aus unserem Bauvorhaben.
00:28:11: Wir sind im Brandschutz, ich glaube Schweiz und Deutschland sind da eigentlich relativ hinterher... ...und dann gibt es diese T-Sechzig-, T-Sechzig-Türen.
00:28:18: Was heißt sie?
00:28:18: Sie müssen dreißig oder sechzig Minuten brandüberstehen.
00:28:22: Da sagtest du mir, weil ich dachte ja klar ist ja eine Metalltür.
00:28:25: Du sagst so ne, das ist ein Holztür.
00:28:28: Das widerspricht jetzt erstmal dem logischen Menschenverstand dass er eine Brandschutztür, eine Holztour Tür ist.
00:28:33: Wie funktioniert das?
00:28:34: Genau, also wir können eigentlich alle Brandschutzanforderungen heute auch mit Holz machen.
00:28:37: Sogar bis neunzig Minuten auch und es unterliegt strengen Brandschuzprüfung.
00:28:43: Das renommiert das.
00:28:44: der Institut befindet sich in Rosenheim, das ist das EMT-Rosenheim und da werden die Türen im Prinzip getestet.
00:28:49: Da kommt von einer Seite ein Ofen, deren Feuer macht und auf der anderen Seite läuft ein Prüfer mit dem Waschebeutel rum, so eine Wasche.
00:28:57: wie nennt man das diese weiße Wolle Waschbeutel?
00:29:01: Welche Beutel,
00:29:02: waschbeute?
00:29:04: Ja diese Waschwatte da.
00:29:06: Diese weiße da.
00:29:07: Ich kenne die Baumwolle okay.
00:29:09: Waschwatte?
00:29:09: Waschschwatte!
00:29:10: Ich habe das schweizerdeutschen Wort.
00:29:12: Wir nehmen Waschwatte ich werde es noch her googeln.
00:29:14: Ja genau
00:29:14: diese weiße Watte halt und mit dem läuft dann ein Prüfer in so einem Stäbchen darum und die darf sich halt dreißig Minuten oder sechzehn Minuten nicht entflammen.
00:29:22: Okay, das ist ja meistens der Unter der Tür durchgehen oder sobald die Türen irgendeine Art und Weise durchbrennen.
00:29:27: Ja
00:29:28: unten oder durch die Mitte der Tür?
00:29:29: Genau!
00:29:30: Und was die Türe in der Regel auch haben müssen ist Rauchschutz weil die meisten Leute beim Brand sterben eigentlich nicht an den Flammen sondern am Rauch
00:29:37: wo es hier steht.
00:29:38: Also heißt
00:29:39: die Tür verschließen dann auch dicht und wir schaffen eigentlich alle Brandschutzanforderungen die es heute gibt auch mit Holz.
00:29:45: da ist man nicht mehr auf Stahl oder Alu angewiesen.
00:29:47: Krass Das finde ich echt, also hätte ich nicht gedacht.
00:29:51: Macht ihr den Metallbrandschutz-Türen?
00:29:52: Ist das Teil eures Produktespektrums?
00:29:53: Ja, machen
00:29:53: wir auch aber wir haben einen sehr starken Fokus auf Holz weil Holz einfach viel nachhaltiger ist.
00:29:58: Wir können sie ja auch sehr regional sourcen während Stahle und Alu wird die irgendwelche Minen tausende Kilometer von hier abgebaut.
00:30:05: Okay wenn ich mir jetzt überlege was du mir aus meinem Vorfeld so ein bisschen erzählst was kostet eine Tür usw.. Ich staun ja immer, wenn ich Gewerke beauftrage mit Türen zu bauen.
00:30:14: Denn dann finde ich Tünen als relativ teuer und komplex.
00:30:17: Jetzt sagst du mir was die Tür kostet?
00:30:20: Warum ist der Gap zwischen dem wofür ihr die Tür abgebt und zwischen dem was bei mir der Einbau kostet so wahnsinnig groß ausmacht.
00:30:26: Türsokomplex?
00:30:27: Es sind ganz verschiedene Faktoren.
00:30:30: Designe ist das eben oft jede Türe dann anders ist.
00:30:33: Das heißt muss jemand das Aufmaß machen auf der Baustelle Diese Ausmessen muss diese bestellen,
00:30:40: d.h.,
00:30:40: eine Tür ist in der Regel auch ein Märkmale definiert.
00:30:44: D.h.
00:30:45: wenn ich ein Gebäude habe mit hundert Türen, da muss ich hundertmal achtundvierzig Märkmalen aufschreiben und übermitteln, alle ausmessen alles machen uns das kontrollieren und nachher bei uns bestellen dann wird es irgendwo angeliefert.
00:31:01: Und in der Regel, gerade wenn man ein städtisches Umfeld nehmen.
00:31:03: Wir können ja nicht mit unseren vierzig Tonnen Lkw jetzt in den Nebenstraße von Berlin fahren und zwanzig Türen abladen.
00:31:09: Das heißt es wird dann irgendwo bei einem unserer Fachpartner außerhalb von Berlin zwischengelagert und wir da mit einem kleinen Bulli oder einem kleinen Lieferwagen täglich auf die Baustelle gefahren.
00:31:19: genau das was heute entsprechend montiert werden muss.
00:31:22: Was man mittlerweile auch macht ist dass man die Türene genau schon so stapelt dass sie genau die, die zuerst montiert wird liegt dann auch zu oberst.
00:31:29: nicht das ihr dem ganzen Stapel nachher auf der Baustelle den Stapler auseinander nehmen müsst und Türen suchen müssen.
00:31:34: Okay das heißt eure in den Verkehrbringer sind schon absolute Profis?
00:31:38: Das sind Firmen die hunderte und tausende von Tüern verbauen Das ist jetzt nicht zwangsläufig, der kleinen Tischler mit zwei Mitarbeitern.
00:31:44: Sollen wir reden schon von großem Bauunternehmen, die nichts anderes machen und deswegen auch diese In-Time-Lukistik brauchen also relativ schnell von der Bestellung zur Auslieferung?
00:31:52: Und dann aber auch bitte so geordnet dass sie hinterher weg einbauen können.
00:31:54: Genau um da mal ein bisschen Gefühl zu kriegen das mit unseren größten Kunden macht man über zwanzig Millionen Umsatz pro Jahr.
00:32:00: Wer ist... Kenne ich die?
00:32:02: Diese Firmen, die das machen oder sind es Firmen die wiederum weiterverkaufen?
00:32:05: Oder sind's welche selber Monteure im Einsatz haben?
00:32:07: Beides.
00:32:08: Also sind die großen Holzhändler in Deutschland, wenn wir hier in Berlin
00:32:13: ... Posteln
00:32:13: genau im Ring kennen man sehr gut.
00:32:18: auch andere Viordan-Klepperholz und so weiter, die hier präsent sind.
00:32:22: Das
00:32:22: sind eure Kunden.
00:32:23: zum Schluss?
00:32:23: Also auch diese Großhändler und habt ihr keine Ahnung, Zechbau B&O also auch Firmen, die quasi an der Endmontage tätig sind und große Bauunternehmen, die ganze Eigentumswohnungen hochziehen, ganze Blöcke und Co.
00:32:36: Auch das sind eure Kunden
00:32:37: Genau, also Zechbau gehört auch mit dazu.
00:32:39: Kurzzech war auch auf unserer großen Kundenveranstaltung erletztes Jahr.
00:32:42: Er hat ja bis vor ein, zwei Jahren nach Server-Türen gebaut und hat das jetzt dann aufgegeben... Echt?
00:32:46: Ja genau.
00:32:46: Wüsste
00:32:46: ich gar nicht!
00:32:47: Der hat
00:32:47: ein eigenes Tierenwerk gehabt.
00:32:49: Aber nicht an euch verkauft?
00:32:50: Nee, das müsste leider schließen.
00:32:53: Und jetzt dürfen wir dabei immer auch liefern, ja.
00:32:55: Wahnsinnig beeindruckende Unternehmer.
00:32:56: Also krass.
00:32:57: Fünf Jahre in Bausum im Jahr ist echt eine wirklich große Stück dieses, unsere ganzen Themen die wir aktuell haben.
00:33:05: Also ihr seid ja produzierend!
00:33:07: Wir haben gerade einen Ölthema, wir haben generell immer irgendwie gefühlten Energiethema.
00:33:11: ich weiß dass diese ganze Beschichtung mit denen ihr auch arbeitet und Holz der Holzpreis ist ja wahnsinnig explodiert was ich so gehört habe weil er auch und auch die Qualität von Holz wird immer schlechter.
00:33:20: Wir hatten letztens die Sophie Adler von Adler-Paketchen quasi hochwertiges Paket machen.
00:33:25: Ihr habt auch gesagt Markus, so ein Baumstamm Eiche der kostet durchaus mal fünf, sechs, sieben, acht, neun tausend Euro wenn wir den einkaufen.
00:33:31: Das ist auch euer Problem, oder?
00:33:33: Ja das ist also aktuell.
00:33:35: unser größtes Problem mit der Energieversorgung.
00:33:38: Ist natürlich dass die ganzen Dieselpreise teurer werden.
00:33:41: da spüren wir alle auch an der Tanke.
00:33:42: Da spülen wir natürlich auch wenn wir unsere Spediteure bezahlen müssen.
00:33:46: dann Spanplatte hat ein relativ teuren Trocknungsprozess drin.
00:33:49: Okay.
00:33:50: Das heißt es wird mit Hitze getrocknet als in der Regel Gas mit drin.
00:33:54: Das macht die Vorprodukte entsprechend teurer Und insgesamt hat es halt sehr, sehr viel Öl in vielen Produkten drin.
00:34:01: In Lebensmitteln, in Dünger, in Kosmetik und so weiter... ...und darum wäre's gut wenn da die Ölpreise schnell wieder runterkommen weil sonst gibt's grundsätzlich wieder Inflation.
00:34:10: Inflations heißt höhere Leitzinsen, höhere Hypothekar-Zinsen.
00:34:15: Teure Baukosten, wenn ich teurer finanzieren muss wird das zarte Pflänzchen, was jetzt gerade nach vier Jahren Baukrise in Deutschland wieder langsam entstehen war, wieder drückt.
00:34:26: Was wir natürlich alle nicht hoffen.
00:34:27: Genau!
00:34:28: Das ist total spannend.
00:34:29: ihr verkauft danach ganz Europa.
00:34:30: wie hast du die letzten Jahre empfunden?
00:34:32: Baukrise hast du jetzt gerade das Wort im Mund genommen?
00:34:34: Die haben wir gefühlt seit drei Jahren, oder so ein bisschen.
00:34:36: Ja also in Deutschland ist das sicherlich mit Abstand am ausgeprägtesten und man sieht ja auch dass Deutschland mit Abständen am schlechtesten aus der Corona-Krise rausgekommen ist.
00:34:45: Also Deutschland hat jetzt sechs oder sieben Jahre kein BIP oder GDP Wachstum mehr gehabt während andere Länder wie Spanien sich da viel besser geschlagen haben.
00:34:54: Also Spanier zu drei bis vier Prozent BIP wachstums und Spanian läuft für uns als Markt wirklich muss man sagen viel viel besser.
00:35:01: Das sind Gewinner mal!
00:35:02: Absolut,
00:35:03: ja.
00:35:03: Fast für alle Bauzulieferer in Europa ist Spanien momentan the place to be.
00:35:07: läuft sehr viel, also Wirtschaftswachstum.
00:35:10: Die Leute sind sehr zuversichtlich was die Zukunft betrifft.
00:35:13: das ist wichtig dass die Leute positiv nach vorne schauen.
00:35:16: dann gehe ich auch in eine Hypothek für zwanzig Jahre ein.
00:35:18: Der
00:35:18: Spanier an sich ist quasi absolut zukunfts.
00:35:20: der sagt Zukunft wird super, Zukunft ist geil alles gut.
00:35:23: Ja Wirtschaftswuchs halt super.
00:35:26: Also auch in Spanien sind die Finanzierungskosten günstiger.
00:35:29: In Spanie bezahle ich für eine fünfzehnjährige Hypothek drei Prozent in Deutschland fast vier Wo die beiden gleichen EZP-Leitzinsen haben, die deutschen Banken langen da einfach ein bisschen mehr zu als die spanischen.
00:35:40: Und was natürlich auch ist Tourismus läuft in Spanien nach Corona absoluter Fruchttouren und wird auch jetzt mit Blick nach vorne.
00:35:47: wenn die Leute nicht mehr nach Dubai können oder gar nicht mal nach Asien fliegen können weil die Flugpreise so teuer werden, weil Kerosin teurer wird, wird Mittelmeer eh wieder noch beliebt, dass es eh schon ist das reiste Destination und die ganzen Apartments Hotel bauten usw.
00:36:01: In Spanier.
00:36:01: das läuft ja ganz sehr gut.
00:36:03: Erzähl mal, wo verkaufen wir aktuell hin?
00:36:05: Wenn ich mir Europa so vorstelle.
00:36:07: Verkauf nicht in die USA.
00:36:08: Wir haben gerade gesagt Logistik ist total schwierig.
00:36:11: Welche sind eure Märkte heute?
00:36:12: Also der Hauptmarkt ist und bleibt Deutschland mit knapp fünfzig Prozent vom Umsatz.
00:36:16: Das ist unser absoluter Schlüsselmarkt.
00:36:19: Dann Schweiz mit knapp zwanzig Prozent dann Spanien mit etwa zwölf und dann kommt es auf Frankreich mit sieben oder acht Prozent.
00:36:25: Was kannst du mit einem gut laufenden Unternehmen in eurem Bereich?
00:36:28: Was sind die Rendite-Erwartungen?
00:36:30: Der Börsenotier des Übernehmens kann man wahrscheinlich nachgucken.
00:36:32: Aber wo wollt ihr ankommen?
00:36:33: Genau, also wir waren eigentlich vor Corona bei der Ebitda-Marge, also im Prinzip Gewinn vor Abschreibungen.
00:36:44: Ja, aber das brauchen wir auch.
00:36:45: Weil Türen ist ein sehr kapitalintensives Geschäft.
00:36:49: also wir haben auch fünf bis sechs Prozent Abschreibungen und da muss natürlich auch die Kapitalkosten sind ja dann noch nicht mit drin.
00:36:54: Und momentan sind wir so um die neun bis zehn Prozent der BTA-Marge und hängt aber sehr stark damit zu tun dass bald immer noch fünfzehn bis zwanzig Prozent weniger Volumen machen als zwanzige, neunzehnt, zwanzigszwanzig.
00:37:06: und würden wir jetzt wieder im Prinzip sagen mal das Volumen von früher machen würden wir auch wieder in diese Regionen kommen.
00:37:11: Okay, das heißt ihr könnt in guten Jahren irgendwas um die Fünfzig bis Siebzig Millionen Schweizer Franken-Ebit DA machen?
00:37:16: Genau.
00:37:16: Also da sind wir schon... Wir waren dieses Jahr bei knapp sechszehn Millionen Schweizepranken-Eviter und kommen dieses Jahr wieder in die Größe in Ordnung Richtung siebzig Millionen.
00:37:26: Und du sagst ja auch, wir sind die Nummer zwei in Europa.
00:37:29: Wir sind aber deiner Meinung nach der modernste.
00:37:33: Türenhersteller in Europa.
00:37:35: Also ihr habt auch, glaube ich, dreieinhalb Millionen hast du mir gesagt?
00:37:37: Habt ihr den letzten Jahren investiert in eure Werke?
00:37:39: Das ist euer Kern-Esset!
00:37:41: Roboter, CNC-Friesen, Software.
00:37:43: Das sind alles die Themen mit denen ihr euch quasi rumschlagt weil es um Output geht?
00:37:47: Genau!
00:37:47: Es geht um OutPut und wir sind auch die mit dem Abstand bestautomatisiertesten Türenhersteller von allen.
00:37:53: aber auch am meisten investiert die letzten Jahre.
00:37:56: und das Gute ist auch wir haben vor der Inflationsplase im Prinzip investiert.
00:38:00: D.h.,
00:38:01: die gleichen drei Hundert Millionen für die gleiche Maschinen werden jetzt wahrscheinlich dreiundsechzig oder dreihundertneinzig Millionen kosten.
00:38:07: Das heißt, für alle die nach uns das Gleiche tun wollen wird exorbitant teurer.
00:38:12: Und was natürlich auch ist – was wir in Deutschland schon erfahren – ist dass die Fachkräfte natürlich immer knapper werden und es ist schon spannend im Vergleich vielleicht zu früher.
00:38:21: Früher wenn die Wirtschaft nicht ganz so gut gelaufen ist dann sagen wir waren Fachkräften verfügbar.
00:38:26: Wir tun nun schwer mit einfachsten Tätigkeiten wie Stapelfahrer, Logistikmitarbeiter und da entsprechend Leute zu finden sind schlichtweg nicht verfügbaren auf dem Arbeitsmarkt.
00:38:35: Ihr findet auch hier in Deutschland keine, also nicht die Mitarbeiter, die ihr bräuchtet um hochzufahren und wenn jetzt auf einmal Auftragsvolumen explodiert sind sie uns wieder günstig.
00:38:44: Überall in Europa wird gebaut.
00:38:45: In Deutschland haben wir viel gebaut.
00:38:46: Hättet ihr echt ein Thema die Ressource Mensch quasi zu finden für eure Aufgaben?
00:38:50: Das
00:38:51: ist so.
00:38:51: das ist der Grund warum wir sehr stark automatisiert haben.
00:38:54: Also wir brauchen praktisch keine zusätzlichen Fabrikarbeiter mehr Menge zu machen.
00:38:59: Das Thema worunter wir momentan leiten sind die losgrößten sind extrem zusammengesagt.
00:39:04: Also in unseren beiden großen deutschen Werken hatten wir vor dem Stückzahnrückgang, haben wir im Schnitt vierzehnmal die gleiche Türe hintereinander produziert.
00:39:12: Ja.
00:39:12: Also losgrößte vierzehnt und momentan sind wir unter vier.
00:39:15: Das heißt... So
00:39:15: diversen die Türen?
00:39:17: Genau, da können wir noch irgendwie bei drei Komma acht Losgrößten oder so sehen wir noch.
00:39:21: Und immer danach müssen wir im Prinzip die Maschine umstellen.
00:39:23: Da kommt schon eine weiße Tür ein braune Tür dann der graue Tür das ist natürlich eine andere Farbe da muss man die Düsen reinigen.
00:39:30: Das verlangsamte Gesamtprozess?
00:39:32: Das verlangsamte Gesandprozess, wo wir jetzt viermal die gleiche Türe herstellen oder acht mal.
00:39:37: Da kann ich praktisch das geht hinein nehmen weil wir jedes Mal nach dem Sortimentswechsel haben uns zehn bis fünfzehn Minuten Rüstzeiten und das macht es extrem teuer.
00:39:45: und darüber mit Blick nach vorne können wir eigentlich Mengenwachstum gut abbilden mit den gleichen Anzahlern der Menschen in der Fabrik.
00:39:54: Arbeitet ihr mehr Schichtsystem?
00:39:55: Ja, also wir arbeiten die ganze Fabrik zweischächtig und dann Engpassanlagen dreischächig.
00:40:01: Krass!
00:40:02: Auch immer noch aktuell.
00:40:03: das ist ein Thema
00:40:04: Der Standard-Türenbereich, die Türen gehen vor allem in den Wohnbau hinein.
00:40:09: Das ist der Bereich, der am stärksten leidet und da arbeite ich nur zweischichtig.
00:40:12: Die ganzen Spezialitäten, Brandschutztüren
00:40:15: usw.,
00:40:15: der arbeitet drei Schichtesäufe nach wie vor sehr gut.
00:40:17: Das bin ich wirklich immer noch krass!
00:40:19: Auch das ist schwer.
00:40:20: du hast nicht nur das Ressourcenproblem gut ausgebildete Mitarbeiter dazu kommt auch noch ob sie dann im Dreischichtsystem arbeiten wollen oder?
00:40:27: Genau das kommt mit dazu und die dritte Schicht ist natürlich auch sehr teuer.
00:40:31: Die dritte schicht ist auch qualitativ immer die schlechteste.
00:40:34: Die teuerste ist auch gleichzeitig die schlechteste.
00:40:36: Ja, immer ja.
00:40:37: Warum?
00:40:38: Weil das eben, weil Nachts Fehler passieren und...
00:40:41: Ja also ich glaube A war wahrscheinlich, weil die Leute wahrscheinlich auch müder sind, ein bisschen demotivierter sind, wahrscheinlich auch weniger Führungskräfte in der Nacht da sind, die dann nach der Ordnung schauen.
00:40:52: Aber das sieht man niemals auf.
00:40:53: Fehlerkosten würde ich sagen fast in jedem Industriewerk dürften in der Nachtschicht ein bisschen höher sein als durch den Tag.
00:40:58: doch
00:40:59: Eure Werke, viertausend Mitarbeiter, zwölf Werk.
00:41:01: Ihr habt also ungefähr zwischen dreihundert Mitarbeiter pro Werk.
00:41:04: Das kann man natürlich nicht so sehen.
00:41:05: Die großen Bergen werden mehr Mitarbeiter haben und Korb, da sind immer über hundert Leute beschäftigt in so einem Türenwerk?
00:41:09: Das kann ich schon sagen oder?
00:41:11: Ja wir haben auch kleinere mit vierzig-fünfzig wo dann wirklich Spezialitäten quasi ein schreiner Arbeit fertigen.
00:41:17: Eigentümer dieser Werke.
00:41:19: Also auch wenn man sich quasi eure Bilanz angucken würde, ihr habt ein super rohes Anlagevermögen weil ihr habt ja sowohl in die Fabriken investiert als auch Fabrik und Grundstückern im Regelfall euch.
00:41:27: Genau wie es auf ein paar wenige Ausnahmen gehören die alle uns.
00:41:29: Wie machten ihr das generell mit der Energie?
00:41:32: Ich habe schon ein paar Unternehmer hier sitzen gehabt, so Froster.
00:41:34: Der quasi sagt ich muss schockefrieren!
00:41:36: Das kostet wahnsinnig viel Energie.
00:41:38: wir machen ein eigenes Wasserkraftwerk und ein Photovoltaik usw.. wie seiten ihr da aufgestellt?
00:41:43: Ihr habt ja wirklich Mr.
00:41:44: Wärmerzeugen, Stromerzeugen wenn es geht... wie schlagten die euch
00:41:47: da?!
00:41:48: Genau, also die Energiekosten haben uns in den Jahr-Zwanzig-Zwei und zwanzig hast du wirklich da auf fünfundes Euro die Megawattstunde hochgeschnellt sind.
00:41:53: Die haben uns fast gekillt muss man fairerweise sagen.
00:41:56: Den Faktor kriegt ihr auch an keinster Weise umgelegt.
00:41:58: das ist dann bist du tot wenn die Energiekosten sich so entwickeln.
00:42:00: Ja
00:42:01: vor allem der in der kürzester Zeit.
00:42:03: Und was ja auch ist, wir machen viele Großprojekte.
00:42:07: Das ist auch jetzt wieder schwierig.
00:42:08: das heißt wenn wir ein Großprojekt verkaufen dann möchte der Generalunternehmen oder der Bauherr möchte auch Planungssicherheit haben.
00:42:15: Das heißt wenn man jetzt einen Großprojet mit drei, vier, fünf tausend Türen verkaufen da müssen wir ja in der Regel jetzt schon den Preis abmachen für die nächsten zwölf, achtzehn, vierundzwanzig Monate.
00:42:23: Die Tür wird aber erst in achtzehmonate produziert und ich weiß noch gar nicht in achtzen Monaten wo die Energiepreise sind Und das war damals ein sehr, sehr großes Problem.
00:42:31: Dem haben wir entgegengewirkt in dem dass wir zwei große KWK Kraftwärme-Kopplungsanlagen gebaut haben für unsere deutschen Standorte und da verwenden wir im Prinzip die ganzen Reststoffe aus der Produktion.
00:42:41: Das sind vor allem bei uns Holzspäne Die Anfallen, die verbrennen wir und dann wird über eine Turbine nachher hundert Prozent unseres Wärmenbedarfs und sechzig Prozent unseren Strombedarf selber zeigt.
00:42:51: Ach so!
00:42:51: Das ist alles aufs Abfall den ihr vorher quasi entsorgt hättet?
00:42:55: Der geht uns einen Kraftwerk rein.
00:42:57: hundert Prozent Wärme, sechzig Prozent Energie generiert daraus selbst.
00:43:01: Das heißt das ist auch durchaus ein Modell wo wir über Renditen sprechen die auch zweistellig sind anstelle dass ihr den Strom und die Wärmeteuer einkauft.
00:43:11: also das ist ja ein schuldes Schlaues Investment von der Struktur.
00:43:16: alle Werke eigener Geschäftsführer.
00:43:18: also ihr seid immer lokal irgendwie aufgesetzt habt zwei Geschäftsführer pro Werk einfach Ausversicherheit Und alle arbeiten auch ertag in den Ländern als eigenen Profizenter.
00:43:27: Genau, das ist auch so ein bisschen der Schweizer Industrie Holding DNA geschuldet.
00:43:34: Ich glaube die Schweizer insgesamt denken sehr stark dass vor Ort die besten Entscheidungen getroffen werden und nicht irgendwo weit weg in einem Headquarter.
00:43:42: Das sehen wir ja auch im Schweizer Steuersystem.
00:43:44: also von meinen Steuern die ich bezahle in der Schweiz gehen ja zehn Prozent an den Bundesstaat, was quasi in Deutschland, Gesamtdeutschland wäre.
00:43:52: Dann gehen etwa vierzig Prozent gehen an den Kanton, das ist ein Bundesland und etwa fünfzig bis sechzig Prozent geht in die lokale Gemeinde wo ich wohne mit meinen tausendfünfhundert Einwohnern zusammen.
00:44:03: Wirklich?
00:44:03: Ja also und da sieht man auch dass die Steuern sehr stark an den Ort gehen, wo sie entstehen und jede Gemeinde darf in der Schweiz auch selber seinen Steuerfuß bestimmen.
00:44:14: Wenn sie gut mit dem Geld da umgehen, kann sie die Steuern senken.
00:44:16: Wenn sie sehr viel ausgibt und verschwenderisch ist, dann muss sich die Steuer entsprechend erhöhen.
00:44:21: Dadurch entsteht natürlich auch ein Steuerbewerb zwischen den Gemeinden Und das ist natürlich stark geprägt.
00:44:27: Wir haben nicht die Idee, nahezu sagen wir schicken alles Geld in die Hauptstadt nach Bern und die wissen dann schon was gut für uns ist sondern wir sagen lasst möglichst viel Geld in der Gemeinde.
00:44:35: und wir sagen dann wollen wir mit dem Geld unseren Feuerwehrautokaufen eine Turmhalle bauen oder wollen wir die Steuern senken?
00:44:41: Das scheint ja auch bei euch ganz gut zu funktionieren
00:44:43: Genau.
00:44:44: Und so machen wir das eigentlich auch mit den Unternehmen, dass wir sagen okay vor Ort werden die besten Entscheidungen getroffen und die wissen am Besten was jetzt richtig und was falsch ist für dieses Unternehmen.
00:44:54: Und nicht jetzt irgendwie sehr stark im zentralisierten Ansatz.
00:44:57: Ich glaube es macht auch die Geschäftsführer sehr glücklich.
00:44:59: Ja natürlich.
00:45:00: Es ist ja auch eigenverantwortlich, wenn man sich Geschäftsfühler zusammen einmal reinredet, sondern schön vertrauen zu genießen für das, was man da tut.
00:45:07: Das mir von gesagt ihr führt dieses ganze große Konstrukt Mit irgendwie sechzehn Leuten aus dem Headquarter heraus.
00:45:13: Das ist schon Wahnsinn, finde ich!
00:45:16: Ja das ist wirklich
00:45:16: krass!
00:45:17: Wir sind sehr, sehr lean aufgestellt im Headquarter, arbeite prämierter Finanzchef und nicht.
00:45:23: dann ist die Kommunikationsabteilung noch da, die Legal-Abteilungen und das Coop-Controlling und Treasury, die in Prinzip die ganzen Zahlen der einzelnen Werke zusammenbringen und Geschäftsbericht daraus machen.
00:45:32: Ich erzeite die Nummer zwei aktuell in Europa.
00:45:36: Die Nummer eins, ihr hielt wie ihn hast du glaube ich gesagt mit deinem ehemaligen Chef der eigentlich nicht so richtig deinen Chef wurde dann.
00:45:41: Der war ja weg als du kamst.
00:45:42: Du hast den CEO-Posten übernommen bei Erwohnung bis jetzt also komplett in Charge.
00:45:48: Was wollt ihr machen?
00:45:48: Was ist die Stoßrichtung für die nächsten fünf Jahre?
00:45:50: Wo wollt ihr hin?
00:45:51: Ihr meint das ernst?
00:45:52: Ihr wollt weltweit oder zumindest in Europa erst mal Nummer eins werden?
00:45:54: Genau, in unseren Kernmärkten sind wir eigentlich schon die Nummer eins.
00:45:57: Da sind wir auch größer als Scheldwen.
00:45:59: Er macht noch etwa zwei, drei Millionen mehr Umsatzes wie auf diesen sehr starken Skandinavien im UK wo wir nicht präsent sind.
00:46:05: Also wenn man den UK und Skandinavi einen Umsatz abziehen würde, sind wir am Prinzip in unserem Märkten schon größer aus Scheldwenn.
00:46:11: Wir wollen uns Europa weiter ausbreiten.
00:46:14: Wir wollen auch ein Export-Business aufbauen.
00:46:16: Wir haben nach Mitteleist vor zwei Jahren die Vertriebsaktivitäten gestartet.
00:46:20: Abodabi, Dubai
00:46:20: und so weiter?
00:46:21: Genau!
00:46:21: Das sind wir sehr gut gestartet, haben jetzt natürlich Probleme unsere Ware auszuliefern.
00:46:26: Also wir haben uns dann für sieben, acht Millionen Waren bei uns, die wir nicht nach Dubai bringen, weil natürlich die Straße von der Homoose aktuell zu ist.
00:46:33: Achso das ist wirklich ... Die direkte Auswirkung bei euch steht Ware für sechs bis sieben Millionen rum.
00:46:37: ihr würdet super gerne aufs Schiff laden und würde dich da hochbringen.
00:46:40: Das kannst du aber aktuell vergessen.
00:46:41: Du kannst noch nicht mal die Schiffe schartern, du hast gar keine Chance hier anzubringen.
00:46:44: Genau,
00:46:44: also wir haben noch nicht ganz alles produziert von den sieben und acht Millionen, aber das ist der Auftragsbestand.
00:46:47: Ein Teil ist schon produziert und wir finden keine Rederei, die das aktuell nach Dubai oder nach Toa so weit bringt.
00:46:54: Und da haben andere Produkte wie Lebensmittel jetzt auch hervorragend, weil es ja auch verstehen kann.
00:46:58: Wir sind gerade dabei und gucken, ob wir Alternativen finden.
00:47:01: Gut!
00:47:02: Und ihr seid natürlich in allen Ländern nicht wo ihr keine Fabrik habt.
00:47:06: per Definition?
00:47:07: Ihr seid über M&A gewachsen auch letztes Jahr?
00:47:09: Das ist ein bis zwei Unternehmenskäufe pro Jahr.
00:47:11: Das kriegt ihr durchaus schon gewacken.
00:47:13: Es wäre also so, dass wenn sich eine Opportunität in Skandinavien auftut oder auch in UK dann hört ihr durchaus zu.
00:47:20: Also ihr wollt wachsen in Europa?
00:47:22: Wir
00:47:22: wollen weiter wachsen und das Ziel ist ja auch mit Blick nach vorne eine Milliarde Umsatznahre zu machen.
00:47:27: Eine
00:47:28: Milliarde umsatz, das bleibt alles im Türgeschäft.
00:47:30: Das heißt wir reden nicht!
00:47:31: Wenn jetzt jemand kommt bei einer tollen Fensterfirma interessiert euch nicht, ihr wollt Türen machen
00:47:35: da
00:47:36: unbedingt auch egal welche Breite.
00:47:37: es könnten die günstigsten Tünen sein, die teuersten türen.
00:47:39: könnt ihr euch auch sowas Wie Garagentore und so was vorstellen.
00:47:42: So ein Hörmann hier zum Beispiel macht?
00:47:44: oder ist das ein Geschäft wo du sagst, dass es zu weit weg von Tür?
00:47:46: Das
00:47:46: ist zu weit Weg von Tür!
00:47:47: Okay.
00:47:48: Das würdet ihr nicht machen.
00:47:49: Ihr sagt primär Europa wenn sich jetzt irgendein großer Türhersteller in den USA die Karten legt.
00:47:56: Würdet ihr euch sowas angucken?
00:47:58: Nein, USA weniger.
00:48:00: Ich glaube mit Blick wird's wirklich... Sehr, sehr weit nach vorne wird sicherlich irgendwann Indien entspannter Markt.
00:48:07: Indien wird die Volkswirtschaft sein, die am meisten wächst auch bevölkerungstechnisch wo die größte Mittelschicht entsteht.
00:48:13: also wenn wir eines Tages aus Europa ausbrechen sollten dann wäre so für mich Indien der Markt wo ich zuerst darüber nachdenken würde.
00:48:22: Wann denkst du ist es?
00:48:23: Also ab jetzt oder...?
00:48:24: In fünf Jahren in Indien?
00:48:26: Ja, also aktuell bestehen keine Pläne nach Indien zu gehen.
00:48:29: Es gibt aber in Indiens durchaus zwei oder drei sehr spannende Türenunternehmen die auch im Premium-Bereich unterwegs sind und sich toll entwickeln muss man fairerweise sagen.
00:48:38: Okay da hättest du dann natürlich viele Einwohner, Werk im Land absolut darstellbar wahrscheinlich relativ günstige Arbeitskräfte kann ich mir vorstellen.
00:48:46: und die Türpreise sagst Du sind auskömmlich im Prämium, zumindest da könnte man Spaß
00:48:50: haben.
00:48:52: Okay, das heißt ihr guckt wirklich gar nicht rechts nach links.
00:48:54: Erstmals jetzt Europa?
00:48:55: Genau!
00:48:56: Das ist allererste
00:48:56: Ziel wo ihr hin wollt.
00:48:58: Ihr würdet die Kapazitäten eurer Werke hochfahren können.
00:49:02: also was würde mehr gehen in dem größten Türwerk in Europa und Deutschland hier quasi?
00:49:06: Also bis mit Zahlen zu schungulieren, dass wir bei Prü machen so acht bis neunhunderttausend Türen pro Jahr und haben eine Kapazität von eins Komma drei bis Eins Komma vier Millionen.
00:49:15: Da haben wir schon noch massiv Kapazitätsresilien.
00:49:18: In Summe könntet euch knapp verdoppeln Über drei Millionen Türen pro Jahr bis zu zwanzigtausend am Tag.
00:49:24: Wenn ihr alle Werke hochfahren würdet, wäre eine Verdopplung Schichtsysteme und Code durchaus noch realisierbar?
00:49:28: Ja, Verdopplungen ist jetzt ein bisschen weitgegriffen aber ich würde sagen so fünfzig-sechzig Prozent hat man noch hinkriegen.
00:49:33: Okay, aber dafür auch Arbeitskräfte... Ich komme gar nicht darauf klar dass du sagst wir finden in Deutschland keine Gabelstaplerfahrer, keine Zupacker oder irgendwas anderes.
00:49:43: also Arbeiten wo ich jetzt sage dafür muss man nichts fangsläufig studiert haben.
00:49:47: das sagst du damit tut mir uns schwer!
00:49:48: Das finde ich total krass.
00:49:50: Die jungen Leute haben jetzt nicht den Lebenstraum, drei Schichtigen in der Nacht in dem Fabrik zu stehen und irgendwelche Türen zusammenzukloppen.
00:50:00: Sondern die wollen nach Berlin gehen, App-Programmierung eine tolle Zeit haben oder irgendwas mit KI oder so was zu machen.
00:50:04: das kann ja auch nachvollziehen.
00:50:05: also es wird immer schwieriger Leute zu finden und die Automatisierung ist das einzige was uns übrig bleibt.
00:50:11: Ist das mit eurem europäischen Blick, ist Deutschland das komplexeste Land wo quasi die Arbeitsleistung der Arbeitswille auch am meisten abgenommen hat?
00:50:19: Ich würde nicht mal unbedingt sagen dass der Arbeitsvillen so stark abgenommen hatte.
00:50:22: Die Strukturen sind halt für uns sehr herausfordernd und werden in Deutschland... Die Struktur
00:50:28: meint die Vorgaben also die staatlichen Strukturen?
00:50:31: Die staatlichen strukturen aber auch die vorgaben als Arbeitszeit.
00:50:34: betrifft
00:50:34: ja
00:50:35: ich finde es halt immer ein Wahnsinn die fünf und dreißig Stundenwoche in Deutschland.
00:50:40: Was
00:50:40: für eine thirty-fünf Stunden Woche!
00:50:41: Ich hab davon gehört, aber ich kenn die nicht.
00:50:43: Nein nein, wir sind natürlich Tarif gebunden in der IG Metall und wir dürfen unsere Leute nicht mehr als thirty fünf Stunden... aufbieten, zu arbeiten.
00:50:51: Wir können das temporär machen über Überstunden aber ich finde es halt schon in Wahnsinn, sagen wir mal wenn ein dreißigjähriger hat das Potenzial vierzig Stunden zu arbeiten und wir haben ja in der Schweiz in unseren Türen Werken arbeiten wir auch vierzig bis zweiundvierzig Stunden.
00:51:05: Und ist ja auch nicht mehr so dass sind die modernen Werken die Leuten irgendwelchen starken physischen
00:51:11: So wie früher.
00:51:12: Türen von Handstapeln machen heute Roboter, die die Tür aufstapelten und so weiter.
00:51:17: also ich muss da nicht mehr irgendwie sagen wir sehr sehr hart krüppeln sondern die meisten stehen irgendwo vorm Rechnern bedienen zehn Millionen Euro Anlage und geben da die Aufträge ein usw.
00:51:28: Und dadurch verwert man natürlich den jungen Leuten schon auch Wohlstand.
00:51:33: und wir haben sehr viele Mitarbeiter.
00:51:36: wenn wir die aufbieten wollen mal höbe stunden sagen ich kann dann nicht weil ich habe einen zweiten Job Dann tragen die noch Pizza aus oder machen irgendwo den Garten.
00:51:45: Also stocken
00:51:46: auf?
00:51:46: Ja, lock ich stocken auch!
00:51:47: Und das ist natürlich ein Wahnsinn wenn wir als Industrieunternehmen die Leute nicht haben weil sie noch irgendwie Pizza austragen.
00:51:53: und das finde ich schon schlimm dass man in Deutschland den Jungen so quasi dem Wohlstand verwährt und sich auf thirty fünf Stunden zwanghaft unterreguliert und kann ja keiner kommen bei uns und sagen Ich würde für euch gerne vierzig Stunden arbeiten Dürfen wir denen ja gar nicht anbieten.
00:52:08: Und ich würde mir für Deutschland immer wünschen, dass freiwillig die vierzig Stunden Woche gibt.
00:52:14: und das von der fünfund dreißigstunden Stunde an ist steuerfrei.
00:52:17: Der Staat wird ja trotzdem profitieren weil die Leute geben ja dann mehr aus und dann über den Mehrwertsteuer kommt er trotzdem wieder zurück.
00:52:22: Ich wollte gerade sagen, wir haben uns in so eine Situation gebracht wo die Leute sowieso ohnehin schon alles was sie verdienen konsumieren müssen, was übrig bleibt nach Steuern.
00:52:30: also es bleibt ja schon keine Sparate mehr übrig.
00:52:33: Ihr schaut aber auch, dass er erzählt ihr macht M&A quasi in eurem Kernbereich.
00:52:37: Also alle die hier zuhören, die quasi Türenhersteller sind in Europa gerne melden.
00:52:41: Die Firma Abonja hört zu und die Firma Aboni hat Lust auf Wachstum Aber ihr habt euch ja auch an ein zwei Unternehmen beteiligt, die Quasi einen sehr ähnlichen Spaten unterwegs sind.
00:52:50: Kannst du davon noch was erzählen?
00:52:52: Ich habe mir die Firmen mal angeschaut, die sind echt beide wahnsinnig spannend.
00:52:54: Was ist das für den westens-einster von uns Berlin?
00:52:56: Genau!
00:52:57: In Berlin.
00:52:57: das ist Kiwi.
00:52:58: KIVI Mit wem?
00:53:00: Wie
00:53:01: die Kiwi.
00:53:03: Und Kiwi macht digitalen Zutritt für die Wohnungswirtschaft primär.
00:53:08: Da geht es darum, dass wenn Handwerker von einem Wohnungsunternehmen in die Mobilie rein müssen und zum Beispiel Wände zu streichen, Türe zu tauschen den Fahrstuhl zu warten oder was auch immer das ist ja so die müssen zuerst Wenn das ein klassischer Schlüssel ist müssen sie zu einem Service Point des Wohnungs Unternehmens fahren dann den Schlüssel abholen da müssen sie einen Zettel unterschreiben und da müssen die danach wieder den Schlüssel zurückbringen.
00:53:31: meistens
00:53:31: kommt er weg.
00:53:32: Ja, meistens kommt er weg oder die haben für fünf Wohnungsunternehmen Aufträge einen falschen zurück.
00:53:38: Und jemand muss das ja nachüber prüfen und den richtigen Schlüssel aufdrücke.
00:53:41: ein wahnsinns Aufwand.
00:53:43: Und daraus ist Kiwi-Kiwi-Achzehn entstanden.
00:53:47: Auch da war dieser absolute Digitalisierung halb zwei Achtzehn.
00:53:52: Da haben wir natürlich auch gesagt müssen wir gleich mit einsteigen.
00:53:55: Und dann hatten wir aber ein paar Jahre wirklich auch Lehrgeld bezahlt, weil viele Wohnungsunternehmen auch gedanklich noch nicht so weit waren da alle Türen zu digitalisieren.
00:54:03: Letztes Jahr sind wir bei fünfhundert Prozent mit Kiwi gewachsen.
00:54:05: Wir haben jetzt auch in Breakeven geschafft mittlerweile und das Unternehmen entwickelt sich wirklich toll und die Idee ist wirklich dass man halt Tüuren mit dem Handy öffnet mit den klassischen Schlüsseln.
00:54:16: Also das ist quasi, ich kenne Nuki so ein bisschen als Brand.
00:54:19: Das heißt es ist ein Unternehmen was sowohl Hardware hat nämlich dass was aktuell über das Türschloss quasi rüber gestülpt wird und öffnet und schließt.
00:54:25: Und eine Software die du auf deinem Handy hast und ich kann quasi damit sagen also für Mieter interessant weil sie können definieren wer hat Zutritt zu meiner Wohnung?
00:54:32: Die Putzfrau nur Montags zwischen zwölf und vier Uhr zum Beispiel.
00:54:36: aber auch super spannend für Hausverwaltung und
00:54:38: Co.,
00:54:38: die quasi sagen der Handwerker ist in einer Notsituation.
00:54:43: Havarie ist dieser Handwerker auf allen anderen Objekten und der kann dort rein mit dem Handy.
00:54:47: Und dann kommt er quasi in die öffentlichen Bereiche, wo die Hauseingangstür oder die Keller-Tür kommt damit rein.
00:54:52: Genau.
00:54:52: Fünfhundert Prozent gewachsen letztes Jahr?
00:54:54: Ja!
00:54:54: Wie viel Umsatz macht so ein Unternehmen?
00:54:56: Ist noch im einstelligen Millionenbereich auch stark wachsender.
00:54:59: Und die haben nicht nur den einmaligen Umsatz aus der Hardware, sie haben monatliche Recurring Revenues, oder?
00:55:04: Genau.
00:55:04: Das knackt jetzt nach den Millionen Grenzen her.
00:55:07: Da seid ihr investiert mit?
00:55:08: Fünfzig Prozent ja.
00:55:09: Als Abonnier?
00:55:11: Okay, also schon Investment das auch irgendwie zu euren Türen passt und was
00:55:15: genau nicht.
00:55:16: Also dadurch dass die Volumen für die Tür halt insgesamt momentan gering sind nach wie vor auf dem Markt haben wir natürlich uns... Produkte angeschaut, die im direkten Zusammenhang mit unseren Türen steht.
00:55:24: Also Kiwi ist der seine digitalen Zutritt und hat auch den Vorteil wie du gesagt hast dass man neben dem Einmalverkauf bei Thüron auch in so ein recurring Modell reinkommt wo man dann monatlich im Prinzip Service Gebühren für diese Thüren kriegt.
00:55:36: und das andere ist dass wir Marktführer für Türgriffe in Deutschland mit knapp zwanzig Prozent beteiligt sind.
00:55:42: Das ist die Firma Griffwerk aus Ulen.
00:55:44: Die ist ja Marktführers für Türgriff?
00:55:45: Ja einer der Marktführern
00:55:46: Okay, die heißen Griffwerk aus Ulm.
00:55:49: Ich habe vorhin in unserem Vorbesprechen die Bilanz reingeguckt.
00:55:50: Das ist eine absolute Frechheit.
00:55:52: da steht das dir.
00:55:52: drei Millionen Euro im Jahr verdienen also wahnsinnig erfolgreich auch auf der Webseite Die Produkte Wahnsinnig schöne Amaturen.
00:56:00: Ist es denn High-End?
00:56:01: oder kann Griffwerk auch die normale Türklinke für die Mietwohnung?
00:56:04: Die können ja auch die normalen Türklinken.
00:56:06: Aber sie sind natürlich schon als Premium Produkt positioniert und das mag ich auch.
00:56:10: Da
00:56:10: habt ihr euch auch beteiligt, die sitzen in Deutschland, hauen quasi Türgriffe ohne Ende raus haben nicht zwölf Standort oder sowas, die sind schon eher... Auch in Deutschland ist der Kernmarkt, sind den Baumärkten auch vertreten und Co..
00:56:20: Ja genau!
00:56:21: Also wenn sich da auch Chancen bieten also auch da wer zuhört, wer quasi rund um die Tür Dinge baut Da auch da seid ihr interessiert.
00:56:29: Ihr seht euch in diesem Türmarkt als einer der Innovatoren und wollte auch Gast geben?
00:56:32: Genau, wir wollen eigentlich eine komplette Lösung am Ende des Tages anbieten.
00:56:36: Wir sprechen von dem Abonnier-Ökosystem und das fängt eigentlich mit Türen Fachplanung an.
00:56:41: Also wir machen für große Bauprojekte wie zum Beispiel die Vordhauers im Frankfurt auch die Fachplanungen.
00:56:47: Das sieht dann wirklich jemand hin und plant tausend, zweitausend Tüern.
00:56:50: Das bieten wir aus Dienstleistungen an.
00:56:52: Das ist die Firma Dorplan, natürlich jetzt sitzt es auch in Berlin.
00:56:55: Dann schickt
00:56:56: da Leute hin oder was?
00:56:57: Die macht das aufmaß, oder wie funktioniert es?
00:56:59: Wann beginnt die Arbeit.
00:57:00: Ne, die fangen eigentlich ganz am Anfang an wenn das Gebäude entsteht, auch elektronisch auch entsteht und die ganzen Türen und Fluchtpläge und all die Sachen geplant werden Brandschutzkonzepte geplant wird usw.
00:57:11: Sie sagen dann hier kommt eine Brandschutztüre hin, hier braucht's keine Brandschütz-Türe Hier kommt ne Gebetür hin, einflügige Tür hin.
00:57:18: Also
00:57:18: das sind Ingenieure Aber nicht das Ingenieurbüro, die kriegen die Pläne, quasi die Baugenehmigung und definieren dann was Muster überhaupt hin.
00:57:26: Und da ihr das gesamte Produktportfolio habt in ganz Europa, stellen die dann quasi zusammen und sagen, hundert-achtigmal Brandschutztür, viertausendmal Wohnungstür.
00:57:32: Okay, das ist natürlich geil als Service.
00:57:34: Genau und das bieten wir als Dienstleistung an.
00:57:36: dann wenn die Türen nachher im Prinzip konfiguriert sind schauen wir dass wir die Tür komplett verkaufen.
00:57:41: Wir verkaufen heute nur etwa vier bis fünf Prozent unserer Tür mit den Türgriffen.
00:57:45: da wollen wir natürlich über die Beteiligung von Griffwerk diesen Anteil signifikant erhöhen.
00:57:49: Ok weil ihr dann dem Fachhandel auch anbietet die Tür kompletten beschlagt bei euch zu kaufen?
00:57:53: Genau!
00:57:53: Das ist aber
00:57:54: nicht im eigenen Online-Shop Konfigurator da seid daraus der Fachhandeln bekommt eine Möglichkeit mehr nämlich die Tür Komplett für euch zu
00:58:00: komplett bei uns zu kaufen und natürlich auch eine komplette Lieferung zu kriegen.
00:58:04: Das heißt, heute kaufen eigentlich unsere Kunden den Beschlag und die Tür separat.
00:58:08: Und jetzt möchte ich die Tür montieren.
00:58:09: Es kann natürlich sein, dass sie von unterschiedlichen Logistikunternehmen ankommen.
00:58:13: Wo wenn es blöd läuft dann kommt der Türdrücker zwei Tage später oder noch blöder zwei Tage früher und die Tür ist noch gar nicht da.
00:58:20: Dann liegt er zwei Tage auf der Baustelle rum und nachher findet niemand mehr, wann die Tür kommt.
00:58:23: Heißt aber auch Stapelfähigkeit?
00:58:25: Türen kommen natürlich unmontiert, Griff kommt in eine zweiten Kiste, muss denn trotzdem vor Ort sammelfügt werden, sonst könntest du die Tür nicht
00:58:30: übereinander nehmen.
00:58:30: Genau
00:58:31: richtig!
00:58:31: Okay Also wirklich auch schöne Geschäftsmodelle, die sich... Was würde denn noch passen?
00:58:37: Ich überlege gerade was du noch erledigst hast.
00:58:40: Du hast Zutrittsysteme und das verstehe ich irgendwie.
00:58:43: Theorie könnte auch so ein Arbus natürlich gut passen oder jemand der Schlösser herstellt wäre auch sehr artverwandt.
00:58:49: Ja, was wir natürlich noch machen ist ein Service-Geschäft.
00:58:52: Das heißt wir machen für große Hotelketten oder zum Beispiel in der Schweiz für IKEA, machen wir die Brandschutz-Türen Wartungen
00:58:59: Da habt ihr eigene Monteure quasi.
00:59:00: Eigene Monteure,
00:59:01: die das dann nachher sicherstellen dass die Türen auch die Brandschutz Funktionalität über Jahre gewährleistet ist.
00:59:06: und ihr macht glaube ich auch einen relativ großen Kunden-Event oder schon gesagt kurz sichtbar bei euch auf dem Event?
00:59:11: Was macht ihr da?
00:59:12: Genau, wir sind eigentlich in der Vergangenheit immer auf die klassischen Messen gegangen.
00:59:16: ISH für die Duschstüren, Baumesse für die Türen und die haben einfach für uns festgestellt dass das nicht mehr das richtige Konzept für uns ist.
00:59:26: Die Kunden waren vor bei drei anderen Türnerstellern, waren sie schon in fünfzehn Minuten bei uns nachher nochmal bei zwei anderen und es war eigentlich mal ein bisschen Netzwerten zusammen im Bier trinken und das wars.
00:59:38: Und wir haben gesagt, mir blickt nach vorne.
00:59:39: Wir müssen eigentlich jetzt gemeinsame Strategien entwickeln wie wir auch in den Markt der nach wie vor stabilen, wenn ich sogar leicht rückläufiges in Deutschland Konzepte entwickeln, wie wir Marktenteile gewinnen können.
00:59:50: und das macht man halt nicht auf einem fünfzehn Minuten Messergespräch.
00:59:52: Darum haben wir Diabonia Next entwickelt.
00:59:54: Das ist unser eigenes Format über zwei Wochen wo wir jeden Tag zweihundert bis zweieinhalb Sekunden da haben Und die sind dann auch mehrere Stunden wo wir dann wirklich im Prinzip unsere Produkte anschauen, gemeinsam auch Workshops machen.
01:00:05: Wo wir Sortimente definieren und gemeinsam in Marketingkampagnen definieren unten und unten.
01:00:10: Und das hat sich ja wirklich ... bewährt, am Ende des Tages.
01:00:13: Wir sind letztes Jahr auch in Deutschland fünf bis sechs Prozent gewachsen im Übungssatz und das obwohl die Baumarktbranche eigentlich stabil ist wenn ich sogar leicht rückläufig bin.
01:00:20: Ich
01:00:20: kann sagen der Wettbewerb ist eher geschrumpft.
01:00:22: Ja für so drei, vier, fünf Prozent sind ja rückläufig.
01:00:25: Okay das heißt ihr erzeugt quasi die Nestwärme auch über Einsatz von Zeit weil ich sage mal geschult werden auf den Einbau von Abroniatüren ein Tür zum Schluss.
01:00:34: Das sind sie bisher nicht Puderos und es ist ein neues Heizsystem.
01:00:37: Ihr sagt dem wirklich okay.
01:00:38: wir machen mit den Leuten Workshops stellen neuesten Produkte vor und sagen guck mal hier jetzt.
01:00:41: Natürlich gibt es jetzt auch Zutrittssysteme, dann gibt's die Armatur.
01:00:44: Das ist schon etwas wo ihr... Ich glaube das sind ein paar tausend Leute auf eurer Veranstaltung?
01:00:47: Ja genau!
01:00:49: Und ja natürlich auch Podiumsdiskussion jeden Tag zu aktuellen Trends.
01:00:54: der Franchere
01:00:57: und ich meine du bist seit einem Jahr CEO, dass das im Viertausend Mann unternehmen oder Viertausend Mitarbeitende Wie bist denn du dahin gekommen?
01:01:08: also ich sag mal das ist ja schon auch krasse Karriere.
01:01:11: Du hast nicht direkt Abitur gemacht, hast du mir jetzt etwas Ausbildung gemacht?
01:01:15: Ich habe zuerst eine Lehre gemacht als Kaufmann im Industrieunternehmen und hab dann Berufsbegleiten, Abiturnach geholt, war dann vier bis fünf Jahre an der Uni und bin genau BWL in Bachelor Technologie Management in Master und bin dann zur BCG gegangen, Unternehmensberatung, vier bis fünfe Jahre um von da nach ein strategischer Leiter zur Bonie.
01:01:36: Und du bist quasi wirklich zu Arbonia gegangen, weil dieser Vorzeigeunternehmer der Herr
01:01:40: Pieper...
01:01:42: Da hast du wirklich gesagt was der anpackt.
01:01:43: Das hat im Regelfall Hand und Fuß?
01:01:45: Absolut!
01:01:45: Bist du von auch durch meinem Büro gelaufen und hast gesagt ah guck mal Frank ist eure Küche das von dem Pieper.
01:01:50: Arbonias euer Heizkörper.
01:01:52: also es ist schon so der Herr Pieper ist quasi ein Unternehmen beteiligt die man nahezu Nebenhaushalt findet die Produkte die da rauskommen.
01:01:58: Und
01:01:58: dann bist du quasi mit dem Herrn Pieper zu Arbonia gekommen und hast dort deine Karriere gemacht.
01:02:04: Ich meine, wie seid ihr organisiert?
01:02:06: Du sagst, wir sind in der Schweiz eigentlich nur sechzehn Leute.
01:02:09: Hast du einen Coach?
01:02:10: Hast du ein wahnsinnig gutes Netzwerk?
01:02:12: Weil ich sage mal das ist ja schon krass was ihr da macht!
01:02:14: Das ist ja ein sehr großes Unternehmen, was ihr dafür hört.
01:02:17: Genau, also wie gesagt, ich finde damals dann das strategische Leiter eingestiegen und mein erstes großes Projekt, das Projektleiter war damals die Akquisition der Loser Holding.
01:02:24: Das war der erste Schritt das Türengeschäft komplett zu vergrößern.
01:02:28: Wir hatten damals, wie gesagt, siebzehn Millionen Euro Umsatz in der Schweiz gemacht und konnten dann die Loserholing übernehmen und die hatte drei Sparten.
01:02:35: Die eine Sparte war das Türengeschäft mit den beiden deutschen Werken im Prümun Garant und dem polnischen Türemwerk in Wado in Polen und hatten noch zwei andere Sparten.
01:02:43: Das
01:02:43: ist ja von den beiden anderen Sparten, weil die gut waren.
01:02:45: Also eine davon?
01:02:46: Seine war Vermietung vom Klohäuschen.
01:02:48: Wunderbar!
01:02:49: Ich sag da immer Scheißgeschäft aber Supermarschen, dann kann nirgends mehr Geld verdienen als mit Vermietungen vom Klauhäuschen.
01:02:54: Und das dritte Geschäft war dann noch so Industrielacke und Holzlacke.
01:03:00: Das Klohäuschen-Geschäft, die Industrielakte haben eigentlich überhaupt nicht zur Bonia gepasst.
01:03:04: Darum mussten wir eigentlich schon einen Käufer haben, bevor er es uns selber gehört hat und konnten diese beiden Geschäfte nachher sehr gewinnbringend weiterverkaufen und hatten aus der Lösung von diesen Käufen nach im Prinzip die dreihundert Millionen, die wir ins Türengeschäft in die Maschinen investiert haben daraus finanziert.
01:03:19: Also ihr habt wirklich dann auch für die Familie Loser quasi, das waren fünfhundert Millionen Transaktionen?
01:03:24: Ja genau.
01:03:25: Da habt ihr dann zum Schluss auch gesagt, okay wir teilen das Unternehmen jetzt aufbehalten.
01:03:28: Das was zu uns passt aus dem was nicht zu uns pass aber ja hoch profitabel war zumindest die Toilettenhäuschen.
01:03:33: da habt ihr quasi denn auch noch das Geld rausgezogen hab glaube ich mit Aktien bezahlt.
01:03:37: Ich glaub die Familie Loser ist einer der größte Einzelaktionäre bei euch?
01:03:40: Genau also.
01:03:40: wir konnten damals von den fünf hundert Millionen etwa achtzig Prozent in eigenen Aktien zahlen.
01:03:45: Etwa zwanzig Prozent im Cash also ein bisschen mehr als achtzig Millionen cash bezahlt und konnten dann die Klohäuschens und die Beschichtungen je für über Hundert Millionen weiter verkaufen der Transaktion, das Türengeschäft von siebzig Millionen auf über dreieinhalb Millionen ausgebaut und hatten über hundert Millionen mehr in der Kasse.
01:04:01: Natürlich auf Kosten der Verwässerung der Aktionäre aber es war auch für die Aktionären ein sehr guter Deal im Nachhinein.
01:04:06: Aber
01:04:06: auch so was würdet ihr machen bei M&A-Transaktionen?
01:04:08: Ihr würdet auch Deals strukturieren wenn jetzt der alte Eigentümer das nicht mehr will oder nicht kann.
01:04:13: Ihr behaltet halt das was für euch Sinn macht und die Restkrieche auch vernünftig strukturiert.
01:04:16: Hast du denn mit dem also... Ist der Herr Pieper ein bisschen ein Sparringspartner gewesen, war es der Herr von Witzleben?
01:04:23: Also wer waren so auch die prägenen Gestalten auf deinem Weg.
01:04:25: Wenn du mal eine Frage hast dann doch anrufen kannst und sagen kannst hey ich muss mal einen Sparring gehen mit irgendjemandem.
01:04:30: Der Input sag' ich mal.
01:04:31: dahin zugehen habe ich den Herr Piepo vorhin nicht persönlich gekannt, er war eigentlich schon eher aber auch von seinem ganzen Renommee her Aber nachher im Prinzip im täglichen Doing.
01:04:39: das war natürlich Herr vom Witz Leben als mein direkter Vorgesetzter Und hat mich natürlich schon sehr stark geprägt über überall Jahre.
01:04:46: Das ist so.
01:04:47: Aber jetzt aktuell Der Herr Pieper ist immer noch der größte Einzelaktionär bei Arbonia.
01:04:51: Du bist sein CEO, wenn irgendwas ist schließt ihr euch kurz?
01:04:55: Genau.
01:04:55: also dazwischen steht dann immer noch Herr vom Witz, das Verwaltungsratspräsidium... Der
01:04:58: ist beim Pieper quasi heute ein Ratspräsident in den gesamten Holdings quasi.
01:05:01: Also früher war er bei der Optimis aber jetzt bei Arbonia und wird aber jetzt im April auf die Hauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl antreten.
01:05:10: und da kriege ich dann einen neuen Verwaltungsratzpräsident am April.
01:05:15: Wie muss ich mir den Alltag vorstellen?
01:05:16: Bist du prima in der Schweiz oder bist du auch viel
01:05:19: unterwegs?".
01:05:20: Ja, so einen klassischen Alltag gibt es eigentlich nicht.
01:05:22: Aber ich war früher noch viel mehr unterwegs.
01:05:24: Ich war auf fünf Jahre Vertriebsleiter von Aboniatüren in Deutschland und hatte da eine Wohnung in der Eifel.
01:05:30: Da war ich wirklich drei von vier Wochen in Deutschland unterwegs.
01:05:33: Also du
01:05:34: hast das Türgeschäft vom Scratch, wo's noch ganz klein war als Geschäftsführer damit aufgebaut.
01:05:37: Das war dein erster größerer Aufstieg, dass du die Türensparte begleitet hast von zwanzig-zwanzig an.
01:05:41: Genau also im Prinzip war eben da Ende... Das war mein erstes größtes Projekt.
01:05:49: Ich bin nachher ins Management der Türen aufgestiegen und habe im Prinzip die Integration der Loser Holding in Diabonia geleitet, das Projektleiter.
01:05:57: Und der ehemalige Thüronschef von der Losa Holding ging dann in Rente Und von ihm habe ich dann im Prinzip auch die Vertriebsleitung in Deutschland übernommen und der damalige Arboniatürengeschäft erst Mitte-Zwanzig-zwanzig dann rausgegangen.
01:06:10: Der wurde CEO vom VZUK, das ist ein Küchengerätehersteller und dann hab' ich Mitte-zwanzi-zwantzig die Divisionsleitung der Türen
01:06:16: übernomen.".
01:06:17: Also du bist quasi auch in den Türbereich sehr früh reingekommen und da ihr heute nur noch Tünen macht, bist du auch die logische Konsequenz?
01:06:23: Genau!
01:06:23: Alles andere war dann weg.
01:06:24: Sehr gut!
01:06:24: Einfach alle an einem Weg verkauft.
01:06:28: Okay jetzt verstehe
01:06:29: ich das... Okay, aber bist du irgendwie so... Wir in Deutschland haben ja so YPO und ION.
01:06:35: Bist du in irgendetwas organisiert?
01:06:37: Oder hast du dir da schon quasi ein... Da wo euer Firm sitz ist auch das Netzwerk geschaffen?
01:06:42: oder ist es oder Externe Coaches?
01:06:45: Wie machst du das?
01:06:46: Nein, also externe Coaches hat ich auf dem Weg nicht.
01:06:49: Aber ich sage immer, da habe mich da auf den Weg gekriegt von einem meiner ersten Chefs.
01:06:54: Du musst immer einen sehr guten Chef haben um von dem lernen!
01:06:57: Und an dem Moment wo du von deinem Chef nicht mehr lernen kannst oder besser, bis es deinen Chef ist.
01:07:03: Spätestens in der Moment musst du dann gehen, sonst entwickelst du dich nicht mehr weiter.
01:07:07: und ich hatte wirklich die einmalige Chance davon her vom Witzleben was sehr, sehr erfahrener Industrie-Sio ist, zehn Jahre lernen zu dürfen und das auch ein Sio, der sehr viel Mut beweist und Entscheidungen schnell entscheidet, Chancen erkennt und sehr strategisch denkt und Dinge auch durchzieht wenn man ein bisschen Gegenwind hat.
01:07:29: Also sehr unternehmerisch auf,
01:07:31: selbst
01:07:31: als Verwaltungsrat.
01:07:33: Aufsichtsrat-Verwaltung-Rat klingt ja immer nach alterweise haben wir eine lange Entscheidung für die Diskussion.
01:07:38: so habt ihr Ihr habt wirklich komplett neu gedacht und habt auch wirklich harte strategische Einschnitte vorgenommen, um voranzukommen?
01:07:44: Ja.
01:07:44: Und das ging auch bei uns immer relativ schnell.
01:07:46: also mit Ideen konnte ich zum Herbst im Witzleben gehen.
01:07:49: da musst du einen Hörer hinterher nehmen pipp anrufen Hauptgesellschaft dann gieß nach in den Verwaltungsrat und dann hat man das entschieden.
01:07:55: Also wir hatten wichtige Entscheidungen.
01:07:58: sag' ich mal innerhalb von zwei, maximal drei Monaten ging die mir durch
01:08:02: Wenn ich hier schon jemand habe der quasi Profi rund um das Thema Türen ist.
01:08:05: Wir haben ja diese Sektion Lifehacks.
01:08:09: Wenn man eine Tür, also beim Bautenhaus oder kaufst du sich eine schöne Eigentumswohnung.
01:08:14: Welche Tür sollte man verbauen?
01:08:15: Was ist eine Tür an der du wahnsinnig lange Freude hast?
01:08:18: Wo ist das Aufgeld oder das Investment quasi auch sein Geld wert?
01:08:22: Also ich würde auf jeden Fall auf Schallschutz-Türen Wert legen.
01:08:26: Ja die aus den Autositzen gemacht werden.
01:08:28: Die ja
01:08:28: aus dem Auto sitzen gemacht werden weil ich finde die heutige Welt ist so turbulent und ist so vielen externen Faktoren ausgesetzt dass man gerne auch mal seine Ruhe hat.
01:08:39: Und ich finde, auch gerade wirklich Ruhe zu haben ist wirklich ein Luxus in der heutigen Zeit.
01:08:46: Wenn man die Türen zumachen kann und auch seine Ruhe hat, dann macht er mehr Homeoffice als in der Vergangenheit, da ihn Ruhe arbeiten kann und jetzt nicht mal jedes Geräusch aus der Küche oder vom Fernseher oder vom Hund, der irgendwo darum läuft nacherhört... Da auf Schallschutz würde ich einen hohen Wert legen, weil das wirklich auch zum mentalen Stärke beiträgt.
01:09:04: Das
01:09:04: ist ein Add-on was man zu einer normalen Tür dazu bucht.
01:09:07: oder kauft man explizit SchallSchutz Türen?
01:09:09: Weil es nur eine Klasse ist.
01:09:10: Ja, man kauft expliziten Schall schutztüren und die gibt's dann in verschiedenen Klassen also Schallsschutzklasse drei vier fünf usw.
01:09:17: Ihr hörst der Schaalschutz dann von den Dezibel, die es entsprechend abdichtet.
01:09:23: Schaulschutz würde ich Wert legen... Ist das wie viel
01:09:25: teurer?
01:09:25: Ist das halt seine normale Tür?
01:09:27: Reden wir mal einen doppelten Reifaberein?
01:09:28: Nein, da ist so eine Begründung von zwanzig Prozent aufpreist.
01:09:30: Vierzig Prozent nur!
01:09:31: Da hat man schon sehr, sehr guten Schaulschutz.
01:09:33: Okay.
01:09:33: Da würde ich wert drauflegen.
01:09:35: Ich bin ein großer Fan von Lack, weil ich einfach Lack eine viel schönere Oberfläche finde.
01:09:41: In Deutschland ist CPL noch sehr, sehr verbreitet.
01:09:43: CPL
01:09:43: ist dieses Phonieren?
01:09:45: Nee, das steht für Continued Precious Laminate.
01:09:48: Das im Prinzip ein Laminat und es ist Kunststoff.
01:09:51: Sehr widerstandsfähig aber von der Oberfläche nicht so schön in Deutschland nach wie vor sehr beliebt.
01:09:55: Aber das ist eine Folie die raufgeklebt wird oder wie?
01:09:58: Ja, das ist wie vom Laminaboden wo man kennt.
01:10:01: Also laminierte Türen quasi.
01:10:03: Und
01:10:03: du sagst aber Lack als Endbeschichtung?
01:10:05: Viel schöner!
01:10:06: Was aber trotzdem auf einer Röhrensparentür gut aussehen kann.
01:10:11: Viel schöner.
01:10:12: von der Optik her kommt mehr wie ein Designmöbel rüber, während eine CPL-Türe wie ein Laminatfußboden rüberkommt.
01:10:21: Und natürlich würde ich Wert legen auf einen schönen Drücker.
01:10:23: Da schauen wir dich ein Tür nehmen ohne Schlüssellochbohrung, weil sie dann einfach elegant aussieht.
01:10:28: Dann gibt es auch Lösungen von Griffwerk, dass man die Türe mit so einem kleinen Hebelnachher verschließen kann.
01:10:33: Ich würde schauen, dass verdeckte Bänder sind und dass man sie nicht sieht wenn man auf die Tür schaut.
01:10:39: Also erst wenn die Tür aufgeht das du die Bänder quasi erkennst?
01:10:41: Ja.
01:10:41: Das muss man natürlich für den Trockenbauer und dem Hausbauer sagen.
01:10:44: Es sind ja schon ein paar Sachen wo man drauf achten muss, wenn man den Türausschnitt macht.
01:10:48: Okay verstanden!
01:10:49: Ja, das finde ich sehr gut.
01:10:50: Wenn ich jetzt jemanden habe der quasi Schweizerdeutsch sprechen kann, könntest du sowas sagen wie Der Mittelstarrs Podcast ist ein wirklich schöner Podcast?
01:11:00: Ich tue mich ja immer sehr schwer wenn ich so meine Hochdeutsche Platte drin habe und mit jemandem Schweiß-Deutsches Sprechen der Hochdeutzche...
01:11:06: Dann sag irgendetwas Nettes über den Mittelstörspodcast!
01:11:07: Ich kann es ja eh nicht laufvollziehen!
01:11:09: Ja, dem Mittelstahrpodcast lohnt sich auf jeden Fall.
01:11:12: Das ist eine super Sache.
01:11:13: Ah ja perfekt
01:11:14: für dich.
01:11:15: Sehr, sehr gut Claudius Wahnsinn, also wirklich eine mega spannende Story.
01:11:22: Also auch ich finde es super schön dass du quasi einem guten gestandenen Unternehmer gefolgt bist der quasi gesagt hat Ich gehe bei Abonniereien denn auch die Nähe zu diesem Ort.
01:11:30: er hat das da quasi aufgewachsen bis deine Konzern Karriere dafür auch über Bord geworfen hast und trotz der widrigsten Umstände des ersten Tages von den Chefs quasi direkt die Ludwig Flucht ergriffen hat, dageblieben ist und zum Schluss jetzt auch dieses Unternehmen Leid ist.
01:11:43: Das macht dir krass!
01:11:45: Geile Story zweitgrößter Türenhersteller Europas.
01:11:47: Wahnsinn, echt Respekt.
01:11:49: Danke!
01:11:49: Also tausend Dank dass du hier warst.
01:11:51: Ich werde das auf jeden Fall weiter verfolgen.
01:11:53: Das Ziel ist eine Milliarde Umsatz größter Türherster Europas in den nächsten Jahren.
01:11:57: Genau
01:11:58: Okay damit kann ich gut leben.
01:12:00: Tausend dank dass du da warst.
01:12:01: Vielen herzlichen Dank für deine Leitung.
01:12:02: Sehr sehr
01:12:02: gerne Wenn es euch genauso gut gefallen hat wie mir und ihr vor allem mehr Unternehmer aus der Schweiz sie haben wollt Dann bitte kommentieren, liken und auch follow'n.
01:12:11: Vergesst nicht Mittwoch ist und bleibt Mittelstarzt Tag Und ich wünsche euch eine maximale erfolgreiche Woche und sage bis bald.
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